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- Auldaer Leitung

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Mittwoch, 12. Februar ISIS.

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Mr entstanden die Farbe« Lchwarz-Aof-Gold? I Seit der Revolution sind sowohl im Reiche wie in I Deutsch-Oesterreich die alten deutschen Reichsfarben I S^warz-Rot-Gold wieder gu Ehren gekommen. Das» I selbe sckwarz-rot »goldene Pgnner, bas in der Vormärz, lüften Zeit in ollen Bundestagsbeschlüssen als revo- lutionär verpönt und unter harte Strafe gestellt war. wehte im März 1848 auf dem Dache des Bundes, paloftes in Frankfurt. Die Farben find aber teilte Schöpfung der Revolutionszeit; es sind vielmehr dis alten Abzeichen, mit denen di« Banner des Reiches; sich schmückten. Der Ursprung der Farbenzusammen». | stellung tr rb verschieden gedeutet. Nach einer Lus- legung enlspricht die schwarze Farbe dem Reichsadler, die gelbe dem goldenen Schilde und die rote dem Wim­pel der allen Reichsfahne. Das erste Wiedererscheinen der alten Farben Schwarz-Rot-Gold geschah im <3*. solge der Freiheitskriege. Die Lützower schmückten sich zuerst mit Schwarz-Rot-Gold und gaben den Farbe« eie Bedeutung: Aus der Rocht durch Blut zum Licht. Rach Kriegsende wurden die Farben allgemein pe« Irapen und zum Zeichen der deutschen Burschenschaften erhoben. Die erste schwarz-rot-goldene Fahne mar diejenige, die Damen der Stabt Weimar Jensens« Studenten schenkten. Diese Fahne hatte 1848 alle Verfolgungen der Burschenschaft mit »rdnl.et und überdauert; sie ist bei allen blutigen Zujamwm stöbe» .stet» gerettet worden.

Ter im September 1917 vor Ypern schwer ver- Mundete Musketier Albrecht Stücken verdankt seine Rettung nur dem Umstande, daß er sich tot bellte, denn die Engländer zogen mit Trui"S von drei bis fünf Mann über daS Schlachtfeld und töteten alle Verwun. beten, die ' : lagen. Leute, die die Hönde hoch hiel­ten und um thr Leben baten, wurden von den Engläm. dern ehne Gnade durch Gewehrschüsse und Ba­jonettstiche umgebracht.

Eine große Anzahl seiner verwundeten Kameraden wurde n i e d e r g e m e tz e l t, nachdem der eigentliche Kampf längst vorbei war. Daß derartige unmenschliche Verbrechen englischer Trupven gegen das Völkerrecht obendrein noch auf höheren Befehl ausgeführt wurden, ist verschiedentlich von englischer Seite offen zugegeben worden. So erklärte ein englischer Offizier dem Sani, tätssergeanten Eller nach der Gefangennahme, er solle froh sein, daß er ohne körperlichen Schaden in Gefan. gensckaft geraten sei; es bestehe Befehl, keine Gefangenen zu machen, sondern alle Deut» schen zu töten. Alle diese Aussagen sind eidlich er­härtet.

*- Drahtloser Pressedienst. Die Wellentele. graphie hat während des Krieges bekanntlich be- deuiende Fortschritte gemacht, die ctirr bis jetzt strengstes Geheimnis blieben. Nunmehr wird an, läßlich einer Ausstellung, die dieGesellschaft für drahtlose Telegraphie" in Berlin veranstaltet, die Einrichtung eines drahtlos-? Pressedienstes viel er­örtert. Infolge der Erfindung dr» Rahmen- anferne ist es nämlich praktisch möglich grwor- oe«i, in jedem Redaktionsbüro eine drahtlose Em, pfangSstation einzurichten. ES handelt sich bei der Rahmenanfeme um einen mit Drähten bespannten

Eigentum ist Diebstahl.'

So predigt die Sozialdemokratie seit Jahrzehnten der Arbeiterbevölkerung vor. Wie gut fie das oct» standen haben, zeigt jetzt die Tatsache, daß die Ar- beiterberölkuung in Nürnberg die praktische An- Wendung macht und in aller Seelenruhe den Nürn- ! berget Stodtwald abholzt. DerFränk. Kurier' klagt gor beweglich darüber, daß alle Warnungen dagegen gar nichts ausrichten. Diejenigen, welche die Holz­räuber darauf Hinweisen, daß der Wald doch Gut der Allgemeinheit fei, das man nicht einfach wegnehmen dürfe, werden ausgelacht, Schutzleute, die für Ord­nung sorgen sollen, verprügelt nach Hause geschickt ober mit Aexten verfolgt. Die Leute erklär-n, es habe Ihnen jetzt niemand mehr etwas zu gebie­ten ober zu verbieten. Eine Sitte um Ab- Hilfe an das Generalkommando und die Ministerien war bisher erfolglos. Es fehlt eben jetzt überall an einet gottbegtündeten festen Autorität. Die Leute werden in ihrem Tun noch bestärkt durch Urteile, wie eben in München eines erfolgt ist. Dort wurden drei Personen, die Künstlet um Bilder im Werte von 100 000 M. geprellt hatten, freigesprochen, da­von zwei mtt der Begründung, daß sie 14 Tage beim Militär gewesen seien, deshalb fielen fie unter den Ämnestieerlaß und könnten nicht gestraft wer­den.

Bei solchen Urteilen nimmt es nicht wunder, wenn die Lehre vom Eigentum als Diebstahl immer mehr Anhänger findet und die ö f f e n f I i A e Unsicher- heil ständig zunimmt. I

Deutsü es Reich.

* Diebohetische Dolkspartei. Man schreibt uns: ES wurde >m gegneriichen Lager vielfach der Mei- nung Ausdruck gegeben. daß durch da» Auftreten einet besonderen baheii chen Volkspartei inmitten des Zentrums eine Cpa'tung bet Zenitumspariei er« tolgen werde. Davon kann natürlich nicht im pe« rinoften tue Rede fern. Die Ab «sandten der bähe» rischen Volsi Partei haben in Weimar toferi ihren Anschluß an das Zentrum erklärt. ES ent prichi ten bah tischen Verhältnissen, wem für dieses nie in Frage stehenden Zusammenarbeitens gewiste, in iüb;eut cher Etgrnaik begründe'« Voraussetzungen erhoben werben. An dem Zusammenwirken selbst aber und an der Geschlossenheit des 8luftreten» in allen reichspoliiischen Fragen kann nicht tm geringsten ein Ztveisel bestehen.

I veimar, 10. gebt. In bet deutschen National. I Versammlung ist sollender gemeinsamer a ntrag aller Fraktionen ein ebracht worden: Die deutsche Na.

I nonalversammlung erhebt Einspruch gegen die Zurück­haltung von Rrieg». unv Zivrlaefangenen. Die Ge- fangenev der alliierten find ihrer Heimat zurück,irgeben « /ine gotberunn der Menschlichkeit und Geruch, tlpkert, daß auch die LeidenSzeit der deutschen Kriegs, gefanpenen schleunigst beendet wird. Die Natwnalver. sammlun i ruft die Neutralen und das Gewissen der ganzen Welt auf, sich mit ihr zu vereinen in der For- derunu, den Gerangenen die Heimat, den .famthen Pen Gatten und Batet zurückzugeben, die jahrrlanr von den SngehSiigen getrennt, nut Ungeould die Erlösung au» der Gefangenschaft erwarten. Die deutsche Ra- tionalversammlung sendet den Brüdern jenteit» der Grenzen den Gruß der Heimat zu.

Berlin, 11. ,^ebr Sin gemeinsamer Antrag (Gröber) oller Parteien der Nationalversammlung er­hebt gegen die Zurückhaltung der deutschen Stieß«, und gibtl teion^enen Einspruch.

«uzlisch« Mordtaten e* Gefangenen.

Aulgetauschte Kriegsgefangene sprechen mit Empö. rung von den Greueltaten englischer Truppen während de« Kriege«. Durchweg versichern sie, daß die Englän- der und ihre farbigen HilfSvölker keine Schonung der Gefangenen kannte,,, sondern die Wehrlosen und Ver. tou«orten ohne Gnade und Barmherzigkeit niedermetzelten.

E^EE Februar 1918 an der LyS gefangengenom- ®efrette Wilhelm Stoppe war Zeuge, wie ein australischer Offizier seine mit ihm in Gefangenschaft geratenen Kameraden mit einem Revolver nie« bersch o ß, obwohl sie um Pardon baten.

Bon neuem drehen sich die Dinge im Kreise, tzehe 8ct,nforberungcrt, hohe Warenpreise, Steige- nmg der Lebenskosten. Aber jetzt fehlt daS Dentis, k# während W Krieges den gesteigerte» Druck der preisrevolutioa anShalien ließ, eS fehlt die Kriegs. Wirtschaft, es fehlen die Kriegsanleihen. Die Kl' kftrie kann die gesteigerten Produktionskosten nt<_ »tchr auf das Reich abwälzen. Sie kann sie aber such nichts beliebig auf die heimische Konsumenten, weit abwälzen; denn große Teile des Publikums A>b«n jetzt mit einem starken Rückgang des Ein- kommen» zu rechn'n, und dann weiß die Industrie «ch nicht, wie es mit der Konkurrenz von außen er werden wird. Hier sind die beiden schwachen knnkte des Ringens, in welchem unsere Lohn- und fniSgestalstrng heut' kreist.

An diesen Punkten wird der R,ing brechen und kirn ist die Krisis da, ein Zusammenbruch, Aie'die Welt ihn noch nicht gesehen, küßte erfolgen, wenn d'ese Zirkelb-wegung einfach so fortgesetzt wird. Rur eine äußerst kluge und deitschauende Politik, welche sich gründet auf die Mtigett Gesetze der Volkswirtschaft, kann das

Calais.

Die Franzosen haben, ohne den Friedenskongreß abzuwarten, Elsaß-Lothringen für ihr Eigentum er­klärt. Die Engländer sind mit unverhüllten Ansptü- chen auf weiten europäischen Boden noch nicht hervor- getreten, aber sie haben die Hand auf die einstigen deutschen Kolonien in Afrika und auf ihre Croberun- gen in Vorderasien gelegt. Dabei wird es freilich nicht verbleiben. 9n Nordrußland wird mehr als ein Platz unter englischen Schutz gestellt werden, und das wird bei den bolschewistifchen Gefahren nicht einmal groß« Umstände machen.

Das alles tritt aber an Bedeutung gegenüber der Frage zurück, was mit der französischen Seefestung Calais werden wird, in der sich die Briten Haus- sich eingerichtet haben. Es wurde schon wiederholt in französischen Zeitungen nach der Dauer dieser eng­lischen Okkupation gefragt, aber bis heule ist darauf keine Antwort gekommen. Ueber Calais herrscht pro- ßes Schweigen! Die Franzosen werden sich wohl daran gewöhnen wüsten, noch Jahr und Tag den Der- kündeten Im Lande zu haben, auf den die französische Volk-stimmung längst nicht mehr gut zu sprechen ist. Auch trotz desSieges" nicht.

ebne gute« Rauen hilft dabei mich nickt. Da fetzt das Rauchen ein. TS fördert sicherlich erheblich die Spei# ckelproduktton im Munde und damit die Ctrbttuunaj Freilich werden die Tabakgegner sagen, und da« tg zweifellos ebenso reckt, daß z. B. der langsame Genu» von Bonbon, von Pfefferminztabletten ustv., so, das Rauen irgend eine» GewürzblatteS, ja sogar da» effex nige Mttsichführen irgend enteö Fremdkörper» ich Munde genau dasselbe bewirken kann, und weit bi.Hk ger und gesunder sei. Aber die Menschheit will e» j» nun einmal nicht anders. w«.

stände, anzugeben, ob die Tonnen vergraben, verbrannt ^er m» Vaster geworfen find ES ist indeffen eigen- wmklch, baß man bei der Untersuchung der Feuerstätte, in btt, tote man vermutete, die Leichen verbrannt war.

. ®d)u!fc und Korsettfdmae« der Frauen,

em Maltheserrreu, und einige Riesenbiamanten fand, E-E bi« Zarin gewöhnlich ht ihr Kleid eingenäht trug, ^nd man Knochen nicht vorscmd. In der gleichen Nacht wurde eine Mdrdtat in ÄlapasawSk vollführt. Tv^ schleppten bie Bolschewisten den Großfürsten Ser. mn«. dte Großfürstin Ensabeth, Schwester der Zarin, Vie Großfürstin John Gabriel und Iwan und andere ?n ve" Rand eine» tiefen Abgrundes in den Alapa- iewSk-Gruben und stießen sie in die Tiefe. Als man ben Großfürsten Sergiu» zum Schacht führt«, überfiel r* .-r1?6 Fb^'Er und wurde im Kampf erschossen. Als serbische Truppen drei Monate später das Gebiet be- sekten, wurden die Leichen entdeckt, photographiert und neben der Kirche begraben

Haag 9. Febr. DieKimes" berichtet au« Selsing. wr-i Am zg. Januar wurden vier russische Großfulstei' im Hofe bei D;.,g.i:ü.'S Tcriobinsk, $!:r dorKadt PeteiSburgr. erschossen gleichzeitig mit anbiren Prisimn, darunter 28 Frauen. Groß- urft Mm-oelowitsch war so krank vor Hunger, baß er cut einer Bahre in den GefäugniShof getragen werden mußte Er toitrbe auf der Bahre erschossen. Tie Er- schießung erfolgt« am frühen Morgen durch eine Ab- j ietlung Matrosen und Chinesen.

I for Pabst von Ohein, der den besonderen.Tuftrag hat, I dort die Jntereffen der Kri-gSgcfanzenen zu vertieren. I Leider sind seine bisherigen 'Semühitnge.t auf g.oße I Schwierigkeiten gestoßen, 5a die (Entente, insbesondere I die Franzosen, ihm den größten Widerstand entgegen. I setzen. Im Zusammenhang damit sei daraus hinge. I wiesen, daß bisher noch keine Antwort auf den bekann. I ten Brief veS Staatssekretär« Erzberger an Marschall I Fock betreff« der Kriegsgefangenen erfolgt ist.

I Durch den WaffenssillstandSvertrag sind sämtliche I Abkommen über Kriegsgefangene, bezw. deren Ai,S- I tausch und Behandlung ,n der Gefangenschaft, hinfäl- I l>g worden, Abkommen, die dank den Bemüh,, gen de« 1 verstorbenen General« Friedrich zustande gekommen I waren und zahlreichen ©efanaenen die Rückkehr ermög. I lichte. Frankreich steht auf dem Standpunkt, daß eS I nicht mehr verpflichtet fit, RriegSgefar.-gene auSztilie. I fern, und infolge besten stockt auch der weitere AuS. I tausch unserer Kriegsgefangenen in Frankreich voll- I kommen. England zeigt sich in diesem Punkt entge« I genkommender und setzt di« Rücksendung Zivilgcfange- I »er, Krüppel und Schwerverwundeter fort.

I .$'e öffentliche Meinung forderte eine stärkere An. I tetlnahme sowohl der Oeffentlichkeit ails auch der I Reich«regierung an dem Geschicke unserer KriegSgefan- I B«nen. Die« führte zur Gründung zweier neuer Or. I ganisationen: vom Reich« auS wurde Die Reich « zen- I tr alt für Kriegs- und Ziv'lgefangene ins Leben ge. I rufen, welch« im Einvernehmen mit dem Kricgsmini. I ffertum sich die Sorge um das Wohl der Gefangenen I ,n .btr Gefangenschaft zur Aufgabe macht; sodann I toutbe berVolksbund zum Schutze der Kr-egS» I u»d Zivilgefangenen" gegründet, welcher durch P o. I pagandaarbeit tm In- und Auslande die Rückkehr im» I fetet Gefangenen zu betreiben sucht.

I 9f», Gegensatz zu Frankreichs Haltung in dieser Frage se, darauf hingewiesen, daß sämtliche in Teutsch- I land befindlich gewesenen Kriegsgefangenen mit AuS- I nähme weniger Lazarettkranker bereits in ihre Heimat I abbefördert sind. Nur ein Teil der russischen Kriegs- I gefangenen befindet sich noch in Deutschland, weil De.

55» RütK»eförderttnq mit Rücksicht auf die zerrütteten Verhältnisse in Rußland nicht möglich erscheint u b auch I von der Entente selbst nicht gewümsckt wird. Ist e» I doch vorgekommen, daß von uns znrückbeförderte ruf« I ^che Kriegsgefangene kuirz nach der AirSladung in I Rußland infolge der bärtigen traurigen Zustände dem I Hungertod preisgegeben waren.

ftrht zu hoffen, daß die nunmehr einsetzende er- I | höhte Tätigkeit der oben erwähnten Körperschaften un« I feren Kriegsgefangenen die Rückkehr in absehbarer Zeit ermogsichez, wird. I

wth Serlin, 8. Febr. Der Volksbund zum Schutze der deutschen Krie--«- und Zivilgefangenen sandte durch I dte Funkspruchstation Stauen foipenben Hilferu»: I An alle Völker der Erde' Der Stieg fit beendet. I Da« deutsche Volk hat weder den Willen noch die Macht. I tön wieder oufzunehmen Da« deutsche Volt will völ- I ferfrieben, Völkerfreiheit und VölkerversöhnunDer I Hatz, ber die Welt veraiftet hat, soll verschwinden. I aber noch droht dem neuen MenschbeitSideal eine furcht- I bare Gefahr. In der Gevurtsstunde de« Völkerbunde» I werden 800.000 deutsch« Krieg«, und Zivil. I gefangene ohne Fristsetzung ihrer Heimat vor- I enthalten. KnegSgefan enschaft nach Kriegsende ist I Sklaverei. Sklaverei ist Cerpetoolti ung der Mensch. I h-'t und de« Völkerrecht«. Unauslöschlicher Haß wird I Varau» erwachsen müssen. Da» deulsche Volk verlangt. I daß die Geiechtigkeit, die W'lson ber Welt verkündet I hat, auch un» widerfährt. Da» deutsche Volk wird I niemnl» einen Frieden erdulden, der seine nationale I Ehre mit Füßen tritt. Im Namen der Menschlichkeit I wendet e» sich an das Gewisien der Welt. Im Namen I ber Gerechtigkeit fordert e»: Gebt un» unsere I gefangenen »rüder wieder!

verhindern. Schleunigste Herstellung ** Friedens und Wiederanbahnung ber Welf- Wirtschaftlichen Beziehungen unter weiser «Nutzung der Mittel des Kredits, planmäßige peranzi-h un g aller nur verfügbaren Arbeit«.

?ur Prod"kuon und absolute Verhinderung bolschewistischen Tendenzen im Betriebe bei MrtschastslekenS sind bte ungeheuer schweren Sus- «wen, wgjche jetzt grifft werden müsten.

JW wenn fi» gelöst werden kann auch bet Weg " «ot und Teuerung gesttnden werden, können ohne Zusammenbruch aus dem Banne d«S un. Mnsichen Zirkels der PreiSrevolufion un» 6e» Ea- Schkck'al unserer Kriegsgefangenen.

^aifenstillstanbskommission befindet sich ii,' ''Niger Delegierter bei Kri'g^mitustertu ns Uiu»

I k «nen Holzrahmen, und besten kleinste Form ein I D'wdk?tuletcr genügt schon, um Telegramme | ans Gibraltar und Malta auffangen zu können

Tie Ersparnisse an Z-ft Arbeitskraft und Geld, die I diese Neuerung, in den Dienst ber Presse gestellt, ge. I Mähren wird, find nur zu einleuchtend: es wird in I Zukunft ein Telegramm, das von einer Zentrale auSgcsandt wird, tm selben Augenblick« von sämt­lichen Zeitungen des In- und Auslandes aufgefan» gen werdm können. In Erkenntnis dieser Vorteil« werden bereits Verhandlungen mit dem Reichspost, amt gepflogen, die einen befriedigenden Verlauf neh- men. Es bleibt also für die Vorarbeiten nur noch übrig, daß der Staat einem Unternehmen dieser Art bk Erlaubnis zur Ausführung gibt, da die drahtlose Telegraphie Staatsmonopol ist.

Warum raucht man? Warum sind die Men. scheu früher ohne das Rauchen auSgefommen? Das war doch alle die Jahrhunderte der Fall. Man stelle sich nur mal die gr>.ßen Hclden der Weltgeschichte vor m.t einer Zigarette in der Hand. Sie böien uns ein Bild zum Laä«n. Rauchen tut erst die moderne Welt, lind sie meint etwa« entbehren zu muffen, w-nn sie nicht

- n» n bloß der Einfluß tin^r Gewohnheit pder hat eS physiologische Grundlage? ES ist das kaum zu sagen, ^ das Rauchen nahrhaft . ""ib behaupten, daß es gesundheüsscl'äS. och ist, wird niemand befreiten. Taß cS an sich kein ; Genuß ist, totifo vermullich seder nock auS seiner Kna« venzeit, »in bem elften Rauchen her. Also spricht toeleS dafür, daß eS unstreitbar für viele, besonberS S?ute mit totoad-em Willen, eine Gewohnheit tft. Aber wo^er kommt diese zum Bedürfnis entwickelte Gewöhn, beit? Man kann vielleicht folarndeS denken: Ter moderne Mansch ißt mehr als ihm zuträgsick ist, al« fern Magen verdauen kann. Leute die ni^i kräftig b>rverlick arbeiten, können wegen ber mangelnden I reifd&e un Blutumlanf bie nötigen Verbaut» pssäste I s^r diese starke und umfangreiche Kost, i ie sie der I Mensch bei ber heutigen überspannten Anstrengung I brauckt. uiM ^-vorbrinaen.> laA übereilte Cilyi I

Der unheimliche Zirkel.

Di« Hoffnung, daß die Warenpreise mit Beendi- Itntg des Kampfes und der Rückkehr der Millionen Jtm werktätigen Männern auS dem Felde ein Sen- fung erfahren würden, hat sich nicht erfüllt. Di« Umwertung aller Werte kcstebt weiter, ja sie schrei- frt auf manchen Gebieten noch fort.

In unheilvollem Zirkel bewegen sich die Dinge Erst stiegen im Laufe des Krieges tfe Güterpreisisi x-church verteuerte sich die Lebenshaltung. Ti« Kpi war, daß auch für die Arbeit höhere Preise chlt werden mußten, besonders da es an geeigne- ten Arbeitskräften mangelte. Tie Arbeit in jeder «form also wurde teurer. Die verteuert« Arbeit wirfte neben den anderen Prcisclemmten wiederum fostensteigernd und damit auf ein weiteres Steige« >er Warenpreise und d-r Lebenshaltungskosten hin. ge trieb ein Keil den anderen.

Denn diese Entwicklung während de« Kriege« kn sich geben konnte, ohne daß das gesamte volkS- toirtschastliche Leb n zusammrnbrach, so lag daS da. rin begründet, daß die ganze Last bet Preisrevolu- tiott auf dir Schultern der Kriegswirtschaft abgela- |e# werden konnte. Tarin lag einer der Haupt» gründe, weshalb die Krngskosten von Jahr zu Mhr gewaltig wuchsen Tie Verteuerung der ge» samten Volkswirtschaft prägte sich um in Kriegs- vilcihemilliarden. Tie Kriegsanleihemilliardcn ; tbtt sind lehren Endes nichts anderes als eine Be. kastung der Zukunft. Kann die Zukunft die Ber- misung und langsame Tilgung der Kriegsschulden fokttchmen, dann ist die Sache nicht besonders schlimm. Wäre der Krieg für uns günstig ausgegan- pH, dann hätten sich die wirtschaftlichen Richtlinien chne zu große Schwierigkeit wieder richtig eingestellt.

Nun ober ist cs ungeheuer erschwert, besonders I dadurch, daß infolge dcs Umsturzes die Grundlagen 1 ter wirtschaftlichen Zukunft vollkommen unsicher ge. I Norbert sind. Eine langsame G nesung kann bloß I erfolgen,wenn wir mit Hochdruck arbeiten, wenn

mtscre nationale Produktion sich vermehrt. WaS I aber sehen wir? Die Produktion liegt völlig darnie- I ter in einer .aeit, wo eS allerorten fehlt an Gütern I tes AllragSbedarfs. Es ist nickt bloß bet Mangel I in Rohstoffen und Nahrungsmitteln, ber hier beit I gründ bildet. Gewiß müsten einzelne Industrien I unbedingt Rohstoffe vom Ausland bekommen. Andere I aber haben bie Rohstoffe im Lande. Man denke I en die Kohle, die so unbedingt nötig ist für alle in. I bustrielle Täiigkcit. Die Konjunktur ist so, daß auch I bie höchste Förderung im In« und Ausland heute I abgenommen werden könnte. Aber statt gesteigerter I Erz"ugima bet wilde Kampf bet Spartakiden. DaS teteutet letzten Endes Selbsterdroflelung be8 atbei. I Httbert Tcufschlonds.

I Kleines Feuilleton

'k Sarenfamille ermordet wurde. Heber bte Art und Weise der Crmorbung be« Zaren ganzen Familie veröffentlicht jetzt ein Mik. sibirischen Regierung in TomSk in benSleto Ainrlb einen eingehenden Bericht, besten Ein. wesentlich brn den bisher befenntgeaebenen Sie Schriftstücke, die den Dewei« für ben fe^n, erhielt man von Leuten, die keine tno* * Ehmvathien hoben. ES sind bohimentarifdbe bon Photographien begleitet sind. Viele Tag« ^-orde wurde die Zarensamilie in den kleinen Wohnung eine» CH lieprofestor« etnge. »e^a.tcn, wohin sie die Bolschewfiten gesckleppt ü»iOn.8elrä6rte ihnen nur eine Stunde täglich, 2,n einem Hinterhof zu bewegen. Sie aßen MS or«; sroßen Schüssel. Anfangs gab man ihnen M jch,. s ' ?ier ihre brutalen Wachtposten ärgerten °,c " ebrlb, womit bnS Zaienpaar die Temü« M fort ®fn "in'g, und schließlich nahmen sie die Löf.

w pi toß bie Zorenflnniüe gezwungen war, mit bet ku effen. £ft nahm die Wach« Fleisch Mfe!. i-nhm«L ihren sckmuhigen Fmoern au8 bet kt Mit! ff'ancbmal nahm fie das Effen Überhaupt Mten 2/ ihre Lpfer bu.igern. Die rohen Stimmet länbe .«aienioibter hinunter >n ihre Zimmer, deren 6 in äntigen Seichmunpen bedeckt waren,

m-2kl'sr unglücklichen Eltern wurden die t "cirf ci1 O-eeenirrb ber giöbiten De.

P b:ecQ;sa nurtoei kleine Betten da waren, toa« 2,^ benötigt, auf dem Fußboden auf der J*°Wtii(f. kCL?' feinem Man ei und anderen Klei- (£ tcr" 5" schlaftn. Auf welche Art man,*Lr. ^er Zarenfamilte ermordet wurden, S ilenau In einem der oberften Zimmer

Ste r'tL,r^cn wir heißt es in dem Bericht, zahl- ... ?ur( _öl'f bem Fußboden u d in Man.

k*U'-k>, Warben Sie Lage der Spuren zeigt P- h-^r, 2 2 e unbewaffnet-n Opfer zufammenson. K^orb^. 5 Kugeln abgefeuert wurden. Noch in

gebrackt nfld'c einem nahen I

* bie ?"*.b '» Tonnen gc

Cle UnterfuchungSkommission ist nicht im. 1

Literarisches

I 8»m «ikingerschiff bi« zum HanbelStauchssat. Deutsch- land« Seeschiffahrt und Seehandel von be» An­fängen bi« zur Gegenwart. Von Profeffor De. phv. Bernhard Schmeidler. 86 (Eeiteiy (Wiflenschaft und Bildung, Bd. 151). ©ebvnbat Mk. 1,50. Verlag von Quelle n. Meyer in Leiv, zig. 1919.

Die vorliegende klein« Geschichte von DenffchlonbO I Seeschiffahrt und Seehandel zeigt, unter welche» Äänv» I pfen und Opfern TenEand zur gro6en Handel»-' I macht aewerden, oft welche e« in den Weltkrieg ging. I Die gediegene, fesselnde Darstellung wird un« nicht nur I zur Belehrung, fottbetn auch zmn Tro^w, indem sie tm® I ans Grund der Vergangenheit Ausblicke für bie Zu, I kunst eröffnet

Eingesandt.

I Für Mitteilungen an bttfer Stell« übernimmt die Redaktion nur bte preßgesetzliche Verantwortung

Laut Zeitung «bericht ist in der Sitzung be« Arbeit I ter«, Soldaten, und Bauernrate» vom 27. Januar vom I Bauernrat Breitenbach (Großenlüder) pefaat toorbeitj I baß jeder Bauer mindesten» 2 Zentner Getreide versteckt' I halte. ES ist doch nicht annängig, daß sämtlichen Bauer»! I solche Vorwürfe gemacht werben, wofür keine Beweis« I erbracht werben können und merkwürdig klingt t», daß' I diese unberechtigten vorwürfe selbst von einem Bauern«) ratrnitglied gemacht worden find. Bezüglich bet neue* Bauernratswahl befinden sich alle, die in der Versamm-s hing für den Antrag l gestimmt haben, nämlich,' baß auch die Jndustiearbeiter an den Landarbeiterräte») teilzunehmen hätten, im großen Irrtum. Die allei» geltenden «u»führunp»bestimmungen bei Staatssekre­tär» be» R«ich»ernährungSamteS zu bem Ausruf der- Vertreter der deutschen Landwirtschaft besaien, laut. Bekanntmachung vom 18. Januar 1919 imKretSblatt»? klipp und klar im Absatz 2. daß in der L Gruppe di» ' tm Hauptberuf selbständigen Landwirte zu wähle» ha»! ben, und in der 2. Gruppe die Arbeiter bezw. bie nicht! landwirtschaftliche Bevölkerung, al» welch« jedoch nutj solche ortsansässige Personen zu gelten habe«, die gang/ oder dorwie iend im Interesse der Landwirtschaft dienst-) bar find. Seit wann find die reinen Industriearbeiter tm Interesse ber Landwirtschaft dienstbar? Wohin soll r« führen, wenn dem Druck eint et (tm Verhältnis zur landw. Landbevölkerung) Industriearbeiter folgend, ei» Antrag im Srbriterrat angenommen und von der Rreiti behörde durchgeführt wird, der den Verordnungen vo» Berlin zuwider läuft? Diese Industriearbeiter, die t», bet Stadt ihrer Arbeit nachiehen, müssen, wenn fie glauben, daß ihnen Unrecht geschieht, sich an ben Arbri- terrat in der Stadt wenden. Nur dort finden sie ihr« Vertretung. Denn ebenso wenig tote der Bauern- und Landarbeiterrat ben Industriearbeitern, die auf dem, Lande wohnen, in der Stadt aber arbeiten, bezgl. ihrer Arbeiterinteresten helfen kann, ebenso wenig könne» bie; von ben Industriearbeitern gebildeten Räte auf dem Lande ben Behörden und den Dauern feine Unterstütz­ung ongedeihen lassen, z. B. bei Erhaltung der land« toirtschastlichen Betrieb«, Förderung von Saatgut und! Steigerung de» anbaue», Wiederaufbau ber Viehzucht,' Förderung de» landw. Genoflenschaft»toesen» ufw. ufm.l Die Behörde muß sich über ein» klar sein: entweder gelten die von Berlin erlassenen Verordnungen, dann! müssen sie auch verordnungsgemäß durchgeführt wer«! den, oder aber sie gelten auch für bte landwirtschaftlich«' Bevölkerung nicht, die bi» jetzt unter den vielen Bern Ordnungen der am meisten leidtragende Teil gerne»; s«n ist. Ein Delegierter.

6ottt$»tenftorönung.

Sannet»tag, 13. Febr. Dom. Nachmittag» */*f Beichtgelegenheit <5 «.fällt au».)

flus dem rlaHvarqevier.

* Bebra. Der Abtransport ber 5 okomotk« ben und Eisenbahnw agen nach Frankreich zur Auslieferung an bte Entente ist noch immer nicht beendft. Da bte Feinde bei bet Abnahme bei Materials seht wählerisch ftnb, so kommen an man­chen Tagen vft mehr Lokomotiven zurück, als abge­schickt werden. Die Lokomotiven werden besonder- in den Reparaturwerkstätten der DirektionSbezirl» Kastel, Erfurt und Halle a ,S. ausgebestert.

A Kastel. Zur Abtragung und D rztnfung bei stäblischenK rieaSschulben finbnotwendigErhöhutt- der Gemeindeeinkommen- und Realsteuern um 25 Prozent, Verdoppelung der Umsatzsteuer für Grund- stücke und Verkoppelung ber Lustbarkeitssteuer. Dies« Sieuerböstung reicht gerade auS, um 24 M'llione« Mk. mit 5 Prozent zu verzinsen, unb mit 1 Prozent abzmragen. ____________________

vermischtes.

Die Berliner Kellner, die seit einiger Zeit durch ihren Streik eine feste und sehr hohe Entlohnun« beziehen, dafür aber keine Trinkgelder mehr fceonit ipruchen dürfen, nehmen, ja fordern diese doch nach Wick vor. Daraufhin bat betVerein Berliner Kaffee« hanSbesitzet" in feiner letzten S'tzung fast einstimmi« beschlosten. den Tarifvertrag mit dem Verband ber GastwiltSgehilsen wieder zu kündige».