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Unsinniges Verlangen.

Eine falsche Sensations-Meldung.

In verschiedenen Blättern war dieser Tage ein» angebliche Aenßerung Südekums aus der Finanz- Minister • Konferenz wiiberge eben, die allerwärts großes Aufsehen erleg» Hat/Danach sollte Tr. Süde» lum gesagt haben, Deutschland stehe gradezu vor dem StaatSbankerolt und es werde da­hin kommen, daß alles Einkommen bis auf einen geringen Rest konfisstert würde. Wie jetzt feslgestellt wird, ist die Rede, auf die sich diese Mitteilung be­zog, vor etwa 12 Tagen gehalten worden, ihr In­halt hat aber ganz anders gelautet, als die in den eiwähnten Bläiter-Meldungen wiedergegeb-nen Aeußerungen. Das, was ihm darin in den Mund gelegt wurde, habe er nie ge agl.

Jr. 34-1 | vlenrtaa 1t. gebeugt <919. | '“ÄÄI 46. Zahrq

Tas Haus nahm darauf den Vorschlag deS Aba v

Payer einstimmig an. u

Dienstag: Wahl des Reichspräsidenten.

§§ 7, 8 und 9, wobei in § 7 der Ausdruck, der Reich»- Präsident wird von der Ralionatversammlung mit ,cm« facher Stimmenmehrheit» peivählt, durch .absolute Stimmen,nehrhei * ersetzt wird.

Ber § 10 wird folgender Antrag Payer-Gröber hin- zugefüe.t: Dieses Gesetz tritt mit seiner Annahme durch d,e Nationalversammlung in Kraft. Bon diesem Zeitpunkt an kommen Gesetz sowie Verordnungen, die nach dem bisherigen ReichSr.-cht der Zustimmung des BunSeSrateS und des Reichstage» bedürfen, nur gemäß § 4 dieses Gesetzes zuuande.

Sooann wurde sofort in die dritte Beratung eingetret-n.

Hu$ dem Nachbargediet.

]:[ Gläserzell. Am 10. Februar wur'e von einem Holzhauer im Walde ter Gemarlung Glä ergell die Reiche eines Mannes gefunden. W>r der Tote ist, ob er einem Be-brechen zum Opfer fiel oder erfröre» ist, fonnie noch nicht festaestellc werden.

X Homschenbach. Der Sekrelär ter Landes» veisicherungsanstglt Lessen Nassau M. Witzel, ge- bü tig aus Hofascheiibach, ist zum Landesselretär er- nann, wo den.

it Frankfurt a. M. Zwischen dem Ha"p'ba''n» bof und dem Südtahndof wu de dec 27 jährige Slrekkenaibeit.r Wilhelm Müller aus Mörfelden von einem Perionenzuge ü bei fahren und zermalmt. Der Gelötete war erst aus dem Felde heimgekehrk und jung verheiratet. — Durch die Amnestie wurde auch der oft vorvestrafte 28jährige Installateur Ge­org Kriegrhauien aus dem Gefängnis, hin,er dess.-n Mauern er noch zwei Jähre zuzubrin en hatte, be« freit. Sofort nahm er wieder ferne Täti,kei» als Einbrecher auf. Als iba die Po.izei dieser Tag«

Grenz und Heimatschutz und eventuelle Kampftruppee gegen russische Bolschewisten. Wir weisen Ihnen allt Verantwortlichkeit für fernere» Blutvergießen zu uni rufen die gesamte männliche Bevö.kerung zur Verteldi- gung von Weib und Kind, Hau» und Hof auf."

Halbamtlich wird hierzu bemerkt: Diese Antwort ist ein Kabinettsstück polnischer Entstellungskunst. Mit Worten beteuern die Polen immer wieder, den Ent­scheidungen de» Friedenskongresse» nicht vor weifen zu wollen. Ihre Taten, ihre planmäßige Entfesselung und Durchführung de» Aufruhrs stehen im schroffsten Gegensatz zu diesen Worten. Die preußische Regierung hat mit ihrer Forderung nur da» verlangt, wa» nach der klaren Rechtslage ihre selbstverständliche Pflicht war. Was die Polen zu Verhandlungen nach Berlin trieb, waren weniger Rücksichten der Menschlichkeit al» vielmehr bittere wirtschaft'.iche Not.

Wir können nicht finden, daß die halbamtliche Kenn­zeichnung der polnischen Anmaßung erschöpfend ist. Gewiß entstellten die Herren Korsanty und Genofi n die Tatsachen, aber größer als ihre Entstellungskunst erscheint ihre Unverschämtheit. Sie erklären, den Friedensverhandlungen nicht vorgreifen zu wollen, ge­bärden sich aber, als seien sie nicht mehr Reichsonge- hörige, sondern bilden mit ihren Stammest rudern schon einen eigenen Smat, al» seien sie gleichberechtigt mit der Regierung de» Deutschen Reiches. Ihr Auf­ruf zur Verteidigung ist doch im Grunde nicht» andere» al» eine Kriegserklärung an un»

r - hgritC,

Volksbeauftragter Ebert stimmt namen» der Reich», b eoierung dieser Auffassung zu.

Abg. tlöbe (Sozi: Die Notwend gkeit den Geketz- «twurf so schnell wie möglich zu verabschieden, zwingt ,1* einige M denken zurückzustellen. Für die Vorhand- Ijggflcn über den Entwurf der endgültigen Versa ssung btzchalHN wir uns volle Freiheit der Entschließung vor l tLirilf der Unabhängigen: Bolle Freiheit der Rück- «aesk)

«dr. e. P»ver (Demokrat): Da» deutsche Volk hat fit ihm zuste ende Souveränität au»geubt durch die Aahl der Nationalversammlung und diese mit der fetteren Ausübung der Souoeränitit beauftragt. Die Oivonalversammlung hat diesem Auftrage loiort nach. Lefonmen. Sie hat ein Vorbild an Arbeitswillen zu Eggten. Darum soll ihr Reaen zum Handeln werden. P5|r diesen provisorischen Entwurf stellen wir unser schenken zurück. Heute wollen wir nur die Grund»

zic deutsche Nationalversammlung.

Sitzung vom 10. Februar.

Geestemünde besetzt.

Bremen, 10. Febr. Der Bahnhof von Geeste münde wurde um Mitternacht ohne W.b-rstand lcfetzt. Gestern früh rückten die Truppen ein. Mit ihnen zusammen oiieitcte die brüte Matrosen-Ar- tillerch-ALteilung. Sie sperrte die Stadt gegen Nor. d u ab. Von Bremen aus war das Minensuchboot „M 120" abgefahren. Tie Marinebrigade legte sich vor die große Kanalschkuse, um das Ab fahren der dort liegenden Minensucher zu verhindern. Es wur­den von letzteren etwa hundert Mannschaft 'n festge-' setzt später aber wieder entlassen. Es herrscht völlige Ruhe.

Gin Eisenbahnerstreik.

Danzsg, 10. Febr. Der Eftenbahnverk-hr B er- ltn.Kön igsberg ist seit gestern mittag unter­brochen, da in Marienburg ein Streik unter den Eisenbahnern des Betriebsdienstes herrscht. Ter gestrige Berliner Nachtzug liegt noch vor Mariem- burg.

Preis für da? Znoeständnis weiterer Waffenruhe zahlen zu lassen. Unsere ganze Ostmark soll den Polen auSgeliefert toctben, selbst Danzig, die ur» deut che Stadt, soll vom Feinde besetzt werden und in Ostpreußen sollen tot nur noch schwache Po- lizeitiuppen belasten dürfen. Damit nicht genug, sollen auch die wirtschaftlichen Bedingungen bei der Erneuerung deS Waffenst llstands verschärft werden. Tie Krupp'schen Werke in Essen sollen besetzt und sämtliche Fabriken Tent'chlands sollen unter Kontrolle der Entente zuerst für unsere Feinde arbeiten müssen.

Mit wachsendem Grimm muß daS deutsche Volk gewahren, daß die Durchführung der ursprünglich schon überaus grausamen und ungerechten Waffen- stillslandsbedinpungen mehr und mehr in daS unver- schleierie Bestreben, Deutschland völlig zu versklaven und wirtschaftlich zu erdros­seln, übergeht. Völlig unverständlich ist eS, mit welcher Niedertracht unsere Feinde die Verknechtung des deutschen Volkes bebeib-n. Sind wir r8 denn, die die Verlängerung des Waffenstillstandes immer wieder notwendig machen? Liegt es an u nS, daß der Friede noch nicht geschlossen ist? Tragen wir die Schuld daran, daß nunmehr bereits ein Viertel­jahr vergangen ist, seit die Waffen ruhen, ohne daß auch nur die Frage deS Vorfriedcns ernstlich mit uns erörtert worden ist?

khen unser Unglück, ober sie wollen un­ter Elend und sie haben noch den traurigen Mut, in widerlicher Selbstgerechtigkeit und Schein­heiligkeit un» die Schuld daran zuzitichteden, daß wir den Frieden noch nicht haben. Weil sie uns den Frieden nah nicht geben wollen, strafen sie unS, al» ob wir den Frieden verhinderten. Weil sie sich über die Bedingungen nicht einigen können, unter denen sie uns den FriedenSvei trag aufzwtncen wollen, sollen wir zahlen und bü'en, alS ob wir die Uriache wären, daß ein gerechter Friede n:chl zustande kommt.

Da» deutsche Volk hat die Waffen aus der Hand gelegt, nachdem es sich genau so wie seine Feinde zu dem Friedenspiogramm des Präsidenten Wilson bekannt hatte. Ader die Uneinigkeit unter den En­tentegenossen und ihr Widerwille, heute, wo sie mit dem deuitchen Volke glauben machen zu können, was ihnen gut dünkt, daS Wilion che Friedenspio- gramm anzuei kennen, velhindern den Frieden, bringen das deutsche Volk immer tiefer in» Unglück und suchen ihm eine Schuld aufzubüiden. die allein auf den Schullern der Enirnte laste» und ihr etnes Tages noch verhängnisvoll werden wird.

lsttz kW bereiten, um morgen arbeiten und Politik machen ," p, tonnen.

tjbfl. De. Heim (Bayerische Volkspartei): Nach den > U 1 un» 4 des etzentwurfe» soll die N ’tionaloer» » l temmlun, eine Blankovollmacht zur Beschließunz der LrW tiinjt en ReichSverfaffun, erhalten. Sie soll weder an

standen sind. Diese Vorschrift richtet sich gegen die wilden Regierungen einzelner Freistaaten, die sich ihre Macht se'bst gegeben haben oder von A.- und S.-Rälen haben üb rltagen lasten. Ein weiterer Zusatz fügt dem Gesetz die Bestimmung an, daß nach dem sosorti-en Inkrafttreten der Notverfaffunq Ge. setze durch bie Nationalver sammlung zustande kommen. Damit ist der einfach'« Dekre- tierung von Gesetzen und Verordnungen, selbstver- stündlich auch den A.. und S.-Räten gegenüber, der Riegel vorgeschoben.

Nach der Annahme be» Entwürfe» erklärte Volk».

Genf. 10. Febr. Der «TempS* gibt offen zu, daß fo ernste Meinungsverschiedenheiten un. ter den Negierungen der Großmächte bestehen, daß eine Einigung über die zu stellenden neuen Forde­rungen Frankreich» zweifelhaft geworden ist. ES soll wegen der beabsichtigten Besetzung der Krupp­schen Fabriken zu einem offenen Konflikt zwischen dem Marschall Fach und Lord Milner gekommen sein, der rach der Abreise Lloyd George» die Verhandlungen im Namen Englands weiterführt. Man erkennt aus den Andeutmrgen der französischen Blätter, daß die Vor. schlage Fachs, die auf Die Besetzung der Kruppschen Fabriken und die Anlieferung des gesagten Gefchütz- materials der btutf^en Artillerie hjuaugl iefen, auf lebhaften Widerspruch gestoßen sind. Tie ernste Wen. hing der Verhandlungen hat übrigens den Präsiden­ten Wilson neuerdings gezwungen, seine Abreise zu vertagen. Er wird sich erst am 18. Februar statt am 15. nach Nordamerika einschifsen.

Präsident Dr. David eröffnete die Sitzung mit -liier ülittlteiiung zu den wilden Gerüchten über Er- -nlj-e die angeblich in Leipzig {tatlgeiunben haben, ♦ieie Gerüchte behaupten, daß in Leipzig Aufruhr “itrrfM daß dort mit Maschinengewehren geschossen Stbe. und daß der Oberbürgermeister verhaitet sei. «avon sei kein Wort wahr. Zatfadie sei lediglich, daß w Leipziger Schutzleute und Feuerwehrleute streiken, der Stadtrai eine Aufbesserung ihrer Löhne abtchnt. Auf der Tagesordnung fleht die zweite und event.

Beratung de« Einwurf» eine» Gesetze» über die Krick.gewalt

Bayerischer Gesandter Dr. v. Hraeger ertlärt im lufitage der Re ierung von Bayern, Württemberg und sMadiN, baß durch Annahme de» vorliegenden Gesetz- ^tetwurie» Entscheidungen über die Sonderrechte der • finjelncn Freistaaten nicht vorweg genommen werden

K-a, . 9 x 1 ore Zentrums angenommen.

Wirb, ft?,?' "er im üotuen unverändert an enommen tln Antrag Payer-Posadowsly-Tr Ricffer M ign .Der StaatenauSscha tz wird grbil- B** Äe r,rcicrn deijenigen deutschen Freistaaten, Wßte» J, ouf dem Vertrauen einer au» allge. E^n .en.» geheimen und direkten Wahlen hervor. BE 11 q ,-y°lf#0;ttretiitta be ugen. BiS zum 31. «hfr-r. xntn ""t Zustimmung der ReichSre ,ierung V sr6 » utf*e Frerstaaien Vertreter entsenden. - ® werden nach Ablehnung von jL tzirin « a llnadhangigen unverändert angenommen, ■k-bie o? u^t Abg. Haase (Unabh.) eine Debatte sioen ein,&,p,° mot’e ein. Die llnab- Bfe.fi, “ber bie RegierungSvoriage hinaus die ntohh t ,l-6on vornherein abfeyaffen, während der der nur d e BercitwiUigkeit ausspricht,

'e« » ^eimdiplomatie zu brechen, falls eS auch bie 1,11 tun würfen.

•n».«at6?te-rttär de» Auswärtigen Graf «rock- kin» 55’ vrt, solange er da» Amt fuhrt, wuc- ^vnn.b-,.,Eheimverträge geichloffin werden. Der ®®tTtidv,,,Jn 11 c Demokrat Blunck weift darauf bin, ». T.!*6»trafie >d,r wcht einmat geheim bleiben bttn Wernburg spricht in ähnlichem Sinne It, wieder für die Regierung da» SSoit der em' ?Qn ,onnte mit gefundenen Han. § 6 "le nenenübettreten. v

unter Ablehnung der Anträge —gen unberanbeit angenommen, ebenso bie

I» einigen Tagen läuft wieder die Frist ab, um I Engländer in Hamburg.

die der Waffenstillstand mit unseren Feinden I .. Hamburg, 10. Febr. Der englische Torpebozer- vorlänzert worden ist und schon »ölten un ere Unter- I storer „Tyspe" ist »n den hiesigen Hafen einge'au. Händler, um erneut in Verhandlungen über die Be- I fen- Tas letzte in Teu.schland interuiert geioesene dingungeii für Die weitere Verlängerung mit I englische Handelsschiff, der Dampfer „Eosma" ist Marschall Foh rinzutreten. Gleichzeitig ober werben I m>t drutscher Mannschaft gestern nach England ab« in der fetiiblirtjen, vorab französischen Piefle neue I gegangen.

Forderungen erhoben, die von «ns erf.illt werden I _. „ " . ~~

,ollen, wenn der Waffenjtillstand Wetter verlängert I Pb-SN IVoHttt ktzlNS WnFsnrtthS.

liieii'en fo I. I Beianntlich war dem obetiien polnif r.en Volksrat

Unglaublich klingt, wa» in französischen Dlät- I gegenüber die Linflelluni aller Kampshandlun en an fern jetz» an toet eien anmaßenden Forde-ungen «orbedinguna geknüpft worden, da» keine beronff. ei hoben w rd, auer es fd eirm leider keine Hirnae. °-u^ b”b:c^cn

hn«'te SU?l.n' s°l'kern viele- den' Pole?'^e"«ntwor7 zngÄnL" .Wi-""lehnen

deul-t darauf hin. daß bie amtlichen fianzosilchen I diese Forderun i kategorisch ab. Unsere Foimationen Äreue entschlossen sind» uns tinen WahnsinntA hohen I sind ein Schutz unserer Heimat aeueu disziplinlosen

Die §§ 1—5 werden ohne Erörterung angenom. men. Erst bei § 6 wird eS wieder lebendig. Um einer Legendenbildung vorzubeugen, erklärt Landsberg im Namen der Volksbeauftragten, »daß »mr fest entschlos­sen sind die Geheimverträge avzuschaffen, daß wir aber nicht eher daran gehen, als bis auch die an­deren (Staaten ihre Bereitwilligkeit dazu erklärt hätten. Dem Unabh.. Haase genügt das nicht. Er wünscht, daß wir auch auf diesem Gebiet bahnbrechend wirken sollen. Die Abgg. Dernbur- und Zvephel-Sachsen weisen das zurück. Wieder ergreifen die Unabhängigen Geb« und Hswse und Haase und Cohn das Wort. Auch LandSberg wird noch einmal zum Reden gezwungen. Die Unab- hängigen wollen ihren Antrag zur zweiten Lesung wie. der aufnehmen, aber die Unterstützung von 30 Mann fehlt. Tr. Waldstein (Demokrat) führt einen Hieb gegen Cohn, der vom Hause stürmisch begrüßt wird. Er bittet, daß nicht nur Geheimverträge zwischen Regie- rung und Regierung, sondern auch zwischen einzelnen -

Abgeordneten ur.ib ausländischen Regierungen in Zu- I Tas deutsche Volk erfebnt auS ganzer Seele bie e'm” ^.ntrn; ®cfftnnti'<Jb botje mit I baldige Wiederkehr friedlicher, geordneter Verhält- ”'»i Ith »re. »««. d»n" mit lac, um lag £a*u"S’Ä„~” l'"" auf kW ttl6ie.be Sott au« bem Wabe" Ma fieg?

Danach wurde die Aussprache geschloffen. Es bleibt Le,*fn FemdeS, das unS die Bereitwilligkeit zum bei den Beschlüssen zweiter Lesung. I Frieden kund aabe. Wir harren vergeblich

In der G e s a m t a b st i m m u n g wurde der Ent- I u.n^ Tag für Tag wächst bei uns da» Elend und Wurf gegen die Stimmen der Unabhängigen und toenu 1 die No», immer hoher steigt bei uns die Flut der gor anderer Abgeordneter unter Beifall ange« I Verzweiflung und immer weiter bringt bas Gift m -r. , . , , I Bolschewismus in unseren entfräfieten DolkS-

3« unterzeichnen ui& es dadurch"in Kraft zu setzens ‘ -®^et fin‘ ®--e $einöe ,ennen unsere No» und wurde einstimmig erteilt.

Darauf erklärt DokkSbeauftraater Schridemann: Naciidem die Natioualversaminlung Die vorläufige Ver- failung verabschiedet hat, ist die geschichtliche Mission, o«e unS als vorläufiger Regierung zngrfallen war, be­endet Wir legen die Macht, die wir von der Revolution empfangen haben, h i er- mit in Ihr- Hände (Beifall.)

Abg. v. Payer schlug darauf vor, die Regierima zu ersuchen, ikr Amt bis zur Wahl DeS Reichspräsidenten und zur Bildung deS Ministeriums weiter zu führen, worauf Scheidemann erklärt: Wir sind bereit, diesem Wunsch nachzukommen

Der Streik in England.

Reuter znfolie ruht die Aibei» auf den SchifffS* Werften am C'yde. Tie Streikenden erklärten, sie ! seien fest entschlossen, den Streik solange sortzusetzen, bi» die 40itünt>ige Arbeitswoche eingesübrt sei. — In Glasgow wmde der Belagerungszustand ver> hängt. Die S'adt wurde von 10000 Mann briti­scher Garbetruppen be'etz». — Nach zuverlässigen Meldungen aus London lauten die jüngsten Bericht« aus den britischen Industriestädten ernst. In Liver­pool, Glasgow, Manchester und Birmingham streiken mehr als 800000 Ai beiter verschiedener Berufs- gruppen. _____________________

Deutjü es Mich.

* München, 10. Febr. In bet baheri chen Zer» inimspresse tonb dem Verlangen nach schleunigster Einbeiufung deS Landtags energisch Ausdruck gegeben. Wir fordein von unserer Regierung, daß sie nun endlich zum entscheidenden Schritt sich aufraffe und den Landtag einberuft. Das Volk hat es sa»t, sich^ von Herrn Ei ner und Genoffen an der Nase herum»! führen zu lassen. Wenn die glorreiche Regierung' Eisner» nicht alsbald Anstalten trifft zur Einberufung bei Landtages, bann wird dieser selbst durch seinen ftUetfpräfibenten sofort da» weitere zu veranlassen haben und noiigenfalls sein Heim in einer anderen Stadt außerhalb Münchens auf­schlagen rnüffen. — Dr. Sevien, Mitglied bei Münchener Arbeiterrates und einer der Haupthetzer in München, au» Moskau stammend, ist kürzlich ver­haftet worden. Das hat im Nlünchener 9h beitend bö es Blut gemacht. Eine Aboidnung solle beim Staatsanwalt d e sofortige Hgftmtlaffung Sevieni fordern mit der Droh ing, daß ionst die ganze Miin- difner Arbeiterscka» zu einer Protest-Temonstraiior anfeeruten werde. Iustizminister Timm erklärte, bie Gerechtigkeit müsse ihren Lauf nehmen.

Dir gnbttfirkjpioncie des Verbandes.

Dor keinem Mine! scheu» die Entente zur: tk, um daS deutsche Wirtschaftsleben zu schädi­gen und einen Wiederaufbau der deutschen Konkur­renz auf dem Welimarkt unmöglich zu machen.

t . ......... ----- Schon mehrfach wurde laut', daß die Alliierten

beauftragtet Scheidemann namens der provisorische« I unter dem Deckmantel deS Waffenstillitandsvertra it i Regierung die Niederltgung ihrer «em- I in aller Still« versuchen, sich gewisse deutsche Fabri- ter. Auf Ersuchen deS Hau'eS erklärte sich Scheide» I kaiionSmethoden anzueignen, bie zu ergründen ihre mann für seine Ministerkoklegen bereit, die Regie- I eigene Industrie nicht in der Lage ist. So werden rung bis zur Wahl deS Präsidenten und zur Bil- namentlich jetzt chemische Fabrilen unter die düng be», neuen Kabinetts weiter zu führen. I Uebeiwachung feindlicher Offiziere gestellt. Tiefe

—- I Offiziere, fast alle Fachleute, sollen koniiollieren, daß

Dl» neue Regkcrung» I ’n den Fabriken kern KrieeSmaierial M'hr berge-

. m . . stellt werde. Eie sollm oußeidem den Rohstoffein-

Bi» zu»n Moniag^abend hatten die Derhand- I ggno, sowie den AuSgang der Fabrikate übeiwachen, ungen zwischen den Loz-aldemokiaien den Demo- I« Wirllichkeit gehen namenstich bie Fran ölen tre t S über bie Be etzuni der »der diele Aufgabe bmaus. Sie kucken nicht nur

höchsten Reichsamker nock nicht zu ein. m voll n I die Appgroieloilstrukiwn und Arbeitsmecko.^kn zu ^uu .rne mm geluhrt. Soweit b,s fetzt als wahr- rr orfeten, wndern suchen alle w ffenswerlen Auf- icheinlich gellen kann, wirb Ebert zum Relchspran- td}!üffe durch Befragen der Arbelter und Anaestrll en Öcn.eii flctuablt .werben, wahnnd ,ür den Poften $Lt „langen. Selbst Materialpioben cninebmen sie. eine» Mimiei p. asidenten S cheideman n in AuS- «-ie ve.mchen auf d e e We <e alle wichtigen Ge- liebt genommen worden ist und der Zentrumsabg. heim nis, e der Fabri ka »ion zu erfghien. Tu ch p-ehren bad) nm. doch Präsident der Naiionalver- dieses in keiner Weue im Wafftnst-lluandsobkommen lammlung werden |oll. | begründete Bo,gehen wird dem ge ernten deut chen

wutichgstlichem Leben ein unüberlehbaier nicht toicter gut zu mach- nder Schaden znoefügt.

. »it Zustimmung der Einzelstaaten noch de» Staaten- inlimufie» gebunden sein, nicht einmal hinsichtlich Dec konderrechte der Einielstaaten ES ist sogar die Be- ’jriti uni einzelner oDet aller Bundesstaaten und die ^kchafiung der deutschen Einheit,republ k durch die Na- botmlDerlammluna möstich gemacht. Diesen We, Ion« «ni die Mttstieder der Bayerischen Voiks artei m der । iattonalDeriammlung nicht mitmach-n. Wir hegen die hsffrmg, daß ei bei Schaffung der endgültigen Ver dsiunz gelingt, durch unsere Mitarbeit den berechtigten .vmschen unsere» engeren Hetmatlanse» Geltung zu «r-chaffen.

Kbr- De. #. Delbrück (Deutschnat. BolkSp.': Nur »eil wir uns in einem Notstände befinden und nicht «r btt innere Sage, sondern auch der Ablauf de» «ffenktillstande» und de» BevorstehenS der Friedens­

lungen eine Ichleunige Verabschiedung de» Ent- I Die bdrfäußot

gebieterisch foröern, sind wir trotz schwerster vorraustge ^ketqSgeWatt.

ken bereit, auf eine AuSschuhberaiung zu verzich» I Der Gesetzentwurf über bie vorläufige Reichs, ■nb dir Verabschiedung möglichst zu beschleunigen, gewalt wurde gestern von bet Nationalversammlung tonnen 6a» auch deshalb, to»il ihr vorläufiger mit überwältigender Mehrheit angenommen

SÄW ÄS' & «? grf

Jibjultigen Entwürfe» der Reichsverfaffung m keiner » -efet-tltckM fo eingerichtet werden, tote es schon «ttft borgegriffen ist. I m bem kürzlich veröffentlichten Entwurf vorgesehen

^Jlbg. Dr. Heinze (Deutsche BolkSp.): Wir lassen I War.

unb juristisch erhebliche Bedenk n gecen den Die Souveränität bet Nationalversammlung zur Ewin ■ "?.u» vaterländischen Rück- freien Festsetzung ber endgültigen Reichsverfassuna ?Ut d.- endgültige Veriaffung ist g"sichert! Tiefe Ausnahme betrifft bk Frage, bli Wngrn vor f“C Stellungnahme nach allen Gebietsäuderungcn bet Einzelstaaten. /erM soll «bi. Dr. Cohn-Nordhausen Mnabh. Soz): Wie Zustimmung dieser Staaten notwendig fein. Für Wten erwartet, daß der E .twurf wenigsten» die Rich. a“e dringenden Gesetze, die während des Ptoviso. Mz der Entwicklung dee deutschen Revolution stärker I rtum8 verabschiedet werden, ist bie Zustimmung be»

■» nutet betonen würde. Vergeben» aber sieht man I auS den Vertretern ber Einzelregieunaen gedildeten

na$ bem aiorl .Republik- um. S t a a t e n a u s s ch u s s e s notwendig. Neu ist

Sotten Ä ^allst.schen di- Bestimmung, 'die durch einen Antrag ber Mehr-

Embt' Sd£ffunn der einheitlichen Republik Deutschland I ^gf^^nu <^cn Staaten-

Ich bin aber überzeu, t: die,er Entwurf rührt Ausschuß nut solche Regierungen ihre Vertreter ent.

von einem der neuen Herren, die durch die fenbm dürfen, die auf parlamentarischem Wege ent»

^MEntwicklunz an die Spitze ,ebracht worden sind, 11 r‘"~s"

Kz“n. ,Bon irgendeinem der brauchbaren Herren, aus ^^stuheren ReichSamt be» Innern! Der Reüner be« rE"* die Anträte seiner Fraktion, die § 2 be»

<ni) stl^tt de» PräsiSenten ein Bun?eSratSprä- fta» ».• k.1 em Relchspräsidium febnffen wollten, weiter Bestätigung der Zentralrates der A.» und

Silber (Ztr.) Die Ausführungen de» Vot- e” . ?, n _tnit keinen Anlaß zur (Snt 'egnung.

') Für unS ist im Augenblick das Wichtigste, Mter *De5,?na 6on dem revolutionären Zustans zu g! ^»sord n ung nach Möglichkeit zu beschlcu»

‘ (8utuf bei den Unabhän ugen: Redaktionl) dieser Aufgabe müssen alle anderen Bedenken M-ellt werden; da» können fie auch nach den Wtz »Za®« de»Vertreters der süddeutschen Regierungen KL-TV, "“tretet» der ReichSregierung. Die Zen- wird in ihrer großen Mehrheit für Dte pinunen. Dabei müssen wir un» selbstver- tnh un,ttt Stellungnahme zu den Einzelheiten kni?UlJ*<<<n Verfassung Vorbehalten. Wir be-

_ie, Annahme de» vorliegenden Gesetzentwurfes •te fgtont|‘orbedingung für Frieden M^^it schließ» die Besprechung von § 1. § 1 wird ^kr 6lc Stimmen der Unabhän igcn und

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