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Das vorläufig- Endergebnis.
wtb Berlin. 29. Jan. To« Endergebnis ggj De» Dadien zur preußischen Landesversamm» । j-yfl lifdt nach nichtamtlichen Meldunoen nunmehr iLf. L.digl'ch da- Grqebnt« aus dem 8. Wahlkreis ,«olen) m t 21 Mandaten fehlt noch und konnte bisher nicht beschafft werden, da seit gestern mittag j,de De bindung mit d.r Posener Agentur de«
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Die Landeswahlen in Heften.
dtb Darmstadt, 29. Jan. Das vollständi- r Ergebnis der Wahlen zur hessischen Volk«. MMer liegt nunmehr vor. ES erhielten Stimmen. Mltemokratische Partei 270 588 (31 Sitze), Un- idhargige Sozialsten 8775 (1 Sch), Demokratische E?rtci N5198 (13 Sitz«), Zentrum 107 856 (13 W Teutsche Bolkepartei 62 591 (7 Sitze), Hess. Partei 45 334 (5 Sitze).
der V rrinaerung der Sitze hatten zu ermatten: Nationalliberale u. freisinnige 10 Sitze Konservative u. Frelkonse vative 8 „
Zenlium 4 „
ES erhielten am 26 b. MtS.:
mithin Verlust:
Biberolt u. Demokraten 6 Sitze 4 Sitze
Konservattve (Leut.chnat.) 2 „ 6 „
(Ein unparteiisches Urteil über Vie Schuldfrage.
Im „Morgenbladt* (Christiania) behandelt bet bekannte norwegische Völkerrechtsichrer Professor Gjelsvit die Schuldfrage, die bereits Wilson auf der Wählerversammlung in Cincinnati 1916 dahin beantwortet hab«, daß der Krieg überhaupt nicht di« Schuld einer einzelnen sei, solcher» die Folge Des ganzen Wellpolitik des letzten Menschenalters.
Diese Politik, führr d.r Verfasser aus, sei ein geleitet worden durch die englische Besetzung Aegyptens und habe über d n Burenkrieg und die Kap- Kairo.Pol.lit zu dem Marotko-Abkommen, znm englisch-japanischen Vertrag und zu dem englrsch- rufsischen Abkomme» von 1907 geführt. So sei der Grund [üt die imperialistische Politik der in diesen Beiträgen geeinte Großmächte gelegt war. den, alle Kriege, daraus entsprungen, seien imperialistische Kriege mit Eroberungszie.en gewesen. Dagegen habe Deutschland keine großen Kriege mit Eroberung und Kriege während des letzten Jahrhunderts nur als nationale Einigungskriege geführt.
Die Heiligkeit der Verträge, deren Verletzung gegenüber Belgien man Deutschland besonders vor- werfe, hab« zwei Seiten. Gäbe es doch auch eine Suez.Akte, die die Engländer und Franzosen nicht v.rgesien haben können und doch übertreten hätten, also sei die Achtung von V'rlrägcn k o besondere britische Tugend, ebensowenig wie die Nichtachtung der Verträge ein spez fisch deutsches Laster sei. Die erste Bedingung für einen Völkerbund müsie deshalb sein, daß man einm Strich unter die Vergangenheit setz, und neue Wege einschlage, den» dieser Krieg müsse anders enden als die früher"».
Sonst könne man die Hoffnung auf einen Dauerfrieden ausgeb n, da dann der Völkerbund nur eine Wiederholung der He.ligen Allianz und eine Völkerunterdrückung werden würde. Schlagworte, wie das vom letzten Penny, der aus Deutschland hermoegrpreßt werde« solle, seien freilich ebenso wie
©in Schicksaal ver deutschen Kolonien.
In der gestrigen Nummer unseres Blattes hat M" Mitteilung von den Verhandlungen der Großmächte in Paris übet das Schicksal der deutschen Kolcnien das Unglück gehabt, in Teile ausein- ondergeriffen zu werden, die sich an verschiedenen Stellen des Blattes toi terfanben. Das war ein Bild von dem Schicksal, das unseren Kolonien zugedacht ist. Wilson nLchte die Frage der Kolonien dem künftigen Völkerbünde unterbreiten und von dies m entscheiden lasten. Tie übrige Raubge- sellfchaft aber will sofort die Beute unter s»ch teilen, aber nun möchte jeder das größte Stück habe» und darum kau« man nicht einig werden.
NoSke gegen die Soldatenräte.
Die Verordnung der Negierung über die Neuregelung der Kommandogewalt, dir ein Abbauen der Soldalenräle in sich schließt, hat bei diesen lebhasle Besorgnisse erweckt: sie suhlen den Boden unter sich schwanken und befürchten ein baldig«» Ende ihrer gutbezahlten Tätigleit. Diese Befürchtungen kamen in einer Sitzung der Soidatenräte der Großberliner Truppenteile zum Ausdruck, in der man viel von der.Bedrohung der Errungenschaften der Revolution" sprach, aber nichts von der Bedrohung des eigene» Geldbeutel» sagte.
Der Oderkommandierende von Berlin war persönlich erschienen, um seine Leroronung zu verteidigen. Er tat die» mit folgtnleu Ausführungen: „Gewiß sind die Sol» datenrät« Träger der Revolution, aber die große Masse unseres Boltes und auch ouie Soidatenräte sind sich völlig darüber klar, daß das System der Soldatenräte, wie es in den ersten Revolulionstagen geschossen worden ist, nicht eine dauernde Einrichtung bleiben kann. Die Soldatenrote sollen u»-d dürfen i.idjt ganz verschwinden, sie Dürfen aber nicht auch noch dann eine politische Mach! ausüben, mrchd>.ui die Nationalversammlung eine versanungsmäßige Regierung eingesetzt hat.
Was in Rußland ertrag, ch erscheint, muß in Deutschland zu völl.gem Zujammenoruch führen. Wer das bestreitet, hat von den wirtschaftlichen Verhältnissen in Deutschland kein richtige» Verstä-w..,». Die Nationalversammlung, die die Regierung schassen soll, ist nach dem denkoar freieste« Wahlrecht gezahlt worden. (Zurufe: Unter Maschinengewehren!) Die Maschinengewehre haben keinen einzigen Menschen veranlaßt, gegen seine Heber« zeugung zu stimmen.
Was die Adzeichenfrage betrifft, so handelt es sich hier um eine reine .Schneiderstage". Viele glauben, nach Abschaffung der alten Rangabzeichen auch das alte System beseitigt zu Haden. Wir wißen nicht, welch« Armee Deutschland nach dem Frieden haben werd. Aber ein fo großes Gemeinwesen muß eine gewisse organisierte Macht besitzen, und diejenigen Leute, die dabei die Führung Haden, müssen aus irgendeine W.ise gekennzeichnet sein. Schaffen wir die Syindole der alten Macht ob, fo müssen wieder neue Dafür ei,.geführt werden. Es geht nicht an, daß man die gesamten Offiziere, sie sch uns zur Verfügung geftellt habe», als „ei,..„je Serie* hinstellt. Sie arbeiten heule ganz in unserem Sinne. 3n einer Anzahl ton Füllen steht aber fest, daß D,e Soldatenräte ein recht geringes Maß von Autorität bei den Truppen besitzen. Deshalb muß über den Soldatenräten als Kontrolle immer die Regierung stehen.*
Tie ganze Frage wurde schließlich einer Kommission übergeben, aus der sie wohl nicht mehr erwachen wird. Dafür durfte dir Nationalverfammlung folgen.
Thüringen.
L*®** iun't Scntru.nspartci Thüringen» ba nun r? £um eqten Male ihre Kraft gezet t. "Wenn sie au h Ituitcn BeiaUfe 6tl katholischen EictSfeldes ihren »u e, ,tcn mctlt zum -ieae fuhren konnte, so kann sie doch auf den verflossenen Wahlkampf zurückblicken, Leutrumsstimmen wurden im Wahlkreis Groß« L^^en- gezäblt. Hiervon brtuf-te die Diaspora Der 5«ingif*tn Staaten mit (Erfurt und dem Geisa« Sei» ll6«^un^ 10000 ZentrnmSsn.nmen auf, Sachsen, xermar^kistnoch allein 6900. Relativ sehr gut hat bi. 15on,Lid,e Diaspora gewählt: Weimar marschierte U» P,' 3ena mit 879, Eisenach mit 863, Apolda mit IjjiSitnenau mit 90, Weida mit 62, fleuitadt mit 00, mit 33 Zentrumrsnmmen auf. Sehnliche Re- »»bi _eit auo) altenourg, .minin^en,
U,Cn ’ RtidoliOnabt und di- oeid»n fnn sichtbare Erfolg auch versagt blieb, ^'«gete Wühlarbeit war jedoch nicht umsonst. Wir t'r n h' lvie Juu Wlt i“w uuv uir ,v<iö.u ve„ütrtiu# arbeiten in Dem festen Verrioiwn, i • ^cr troeueu 6tt LentrumSfahn« zum Ci.g zu führen.
f den Lorbeeren der Zenlrumrparte'.
Lorbeeren dürfen wir ruhig sprechen: denn bw* &et Tat ein großer Erfolg, über- sur alle Gegner und sogar für manche vor» ninr teuu‘)e' daß die Zentrumspartei bei diesen »..isivahlen unter dem sozialistischen Wahlgesetz sJ?”roüifQlen Neuerungen sich in der allen Zahl -Zucht behauptet hat.
I*.!UL Lebuhrt unseren treuen Wählern herz- " " k und r e i ch e » L o b all' den Führern, 8 tsorf. . Helfern, Männern wie Frauen, die sich »ben, m 6en Dienst der Zentrumssache gestellt ^' Zentrum hat eine durchschlagende, ruhmvolle letner Lebensfähigkeit und seiner kraftvollen tt abgelegt. Windthorst hat vor einem Men- ‘iOlff eine Kampfrede Bismarcks gesagt: Wir ich, ,, ,n>cht nur Zentrum, sondern wir sind es di° ' ^' Wählerschaft hat es möglich gemacht, nmfc le $ar,.e’ Don Windthorst und Frankenstein ^tzigen Umwälzung der gesamten Ler- zentrale Stellung behaupten kann.
io n°h dürfen wir stolz fein; jedoch nicht über« ro? nachlästig werden. Was wir an den ***** Wahlsonntagen errungen haben, muß ge- und aufgebaut werden in fleißiger und an-
Der Reichspräsident beruft für Die Führung Der Reichsregierung das Reichsmini ft erium ein, dem sämtliche Reichsbehörden und Die Oberst« Heeresleitung unter»
von den Vertretungen der Freistaaten angenommene provisorische Versastung bezweckt möglichst gleich nach dem Zusammentreten der Nationalversammlung eine verhandlunnefähige Negierung einsetzbar zu machen. Da es sich um eine provisorische Verfassung handelt, ist der Entwurf so einfach wie möglich gehalten und vermeidet ein Eingehen auf einschneidende Reibungsmöglichkeiten. Man hofft darum, daß diese provisorische Verfastunq nach ihrer Erledigung durch das Kabinett in der Nationalversammlung schnell zur Annahme gelangt, fo daß vielleicht schon am zweiten oder dritten Tove der Nationalverfarnm- lung auf Grund der provisorischen Versastung eine aktionsfähige Reichsregierung eingesetzt werden kdnn. Wenn dieses geschehen ist, wird die Nationalversammlung sogleich die endgültige Versastung beraten.
dauernder Arbeit für die Parteiorganisation. Ruhe dürfen wir uns nicht gestatten. Die Wahlen sind noch nicht zu Ende.
Ob die Gemeindewahlen schon im Februar statt- finden werden, bleibt abzuwarten. Aufgeschoben ist aber auf keinen Fall aufgehoben. Die Neuwahl zu den Eemeindekörperschasten auf Grund des allgemeinen, gleichen und geheimen Stimmrechts wird in naher Zeit erfolgen und gerade die Zentrumspartei auf eine neue, scharfe Probe stellen.
Dann werden bald die Wahlen zum regelmäßigen Reichstag und zum gewöhnlichen Landtag folgen, wobei es abermals gelten wird, die rote Klassenherrschaft abzuwehren und dem christlichen Dollste» den gebührenden Einfluß auf die Reichs- und Staats- Politik zu sichern. Ob wir bei diesen nächsten Stimmgängen ebenso auf die unwillkürliche Agitationshilfe rechnen können, wie sie uns jetzt Herr Adolf Hoffmann durch seine täppischen Kulturerlaste geleistet hat, ist noch ungewiß. Es besteht immerhin die Gefahr, daß der erste Eifer bei manchen Wählern abflaut und sich die Einbildung fcstsetzt, es fei doch nicht fo schlimm, und die Sache werde von selbst schon ins Lot kommen.
Was jetzt gesammelt ist, darf nicht wieder der Zerstreuung ausgesetzt werden. Das Zentrumsfeuer muß erhallen werden. Daher ist das Gebot der Zett:
1. Ausbau der Parteiorganisation, vom Grund der zeitgemäß zu ergänzenden Orts- komitees über die aufgefrischten Provinzialkomitees bis zu der Spitze des Reicksausschuffes hinauf.
2. Abhaltung von Versammlungen in möglichst großer Anzahl und häufiger Wiederkehr, sowie die dazugehörige Heranblldung von Rednern und Lettern.
3. Verbreitung der Parteipresse, — ein Punkt, der ganz besondere Beachtung verdient, da gerade die Zeitungen, die regelmäßig Den Lesern zu- gehen, eine dauernde Werbekraft haben und einen zuverlässigen Stamm von fest überzeugten und wohl informierten Helfern beim Wahlgeschäft heranbilden.
Die Lorbeeren vom Januar dürfen nicht zum Ruhebett benutzt werden, sondern sollen vielmehr ein Sprungbrett bilden. Die Begeisterung von heute wird Vorhalten, wenn allen Mitwählern in Wort und Schrift andauernd klar gemacht wird, daß sich bei et- roas Eintracht und Treue die schönen Ergebnisse vom Januar zu einer wahren neuen Zentrumsherrllchkeit mit prächtigen Blüten und reicher Frucht ausgestalten lasten.
Die Anhänglichkeit an die alte Partei und die Arbeit für die Zentrumssache lohnen sich wirklich. Wir können die maßgebende christlich« Volkspartei sein, und wir wollen es bleiben!
Ittfi fürs Ganze. Schlecht» Führer Dir jene gewesen. Die dir vsrger-d< bloß auf deinen Vorteil an.
B« Eitze. _____________________
$k preußischen Wahlen
101 in Heften Naftau
sollen fühlen, daß 'e bei uns übe^üssig sind. Wir müßten ja bloß arbriien, um sie zu füttern. Aber wir wollen auch keine neuen Drohnen, die am Tisch des Volker schmarotzen möchten; keine »StaatSrentner* der Demokratie. Ihrer stehen fdjon genug auf der Lauer. Nach den KriegSo-winrlern mellen sich die Revolu- kionSgewinnler. Rach den Drückebergern Die Teser. teure. Wir tverden ihnen wohl gehörig auf die Finger sehen muffen, lieber Mitdemokrat, daß sie unr nicht über unser Eigentum ae raten wie der LckS über das Kleefeld und die Wildsau über den Kartoffelacker.
Wir werden avÄ> am Unsrigen schassen und arbei, ten müffan, noch fleißiger als bisher Wenn Du wirklich echter Lemo'rat bist, jo bist du iritoe introort* lich, daß daS deutsche Wirtschaftsleben möglichst sch' u. nig in geregelten Gang kommt; ob Du nun lln. ternebmer, Generaldirektor, Meister oder Arbeiter bist, das ist aleichgiltig. Wie Die Arbeitserträge verteilt werden. daS ist eine zweite Sorge: die erste ist. Daß einmal überhaupt ürbeiiSerträre d a find, daß un- feie Arbeit einmal wieder Früchte aöwirst. Arbeitslose? Daß sie von der Straße herunter und wieder an die Arbeit kommen, das ist heute unser aller Sorge. Aber nicht, daß sie möglichst lange durch Di< ArbeitS- losenversichenN g am Leben gehatten iverden aus Kosten der Arbestenden, als Rentner der Allgemeinheit. Die Demokratie verträgt keine Deserteure der Arbeit. Son, der» daß sie möglichst schleunigst Arbeit bekommen. WaS für Arbeit? Tas ist gleichgültig. In der Demokratie fragt man nicht viel danach. Wer etwas gelernt bat, soll an t t «lernte Arbeit, wer nichts gelernt hat, für den ist jede ungelernte Arbeit standesgemäß.
Bist du Lauer? Dann haft du die LebenSmittelver. sorgung deS Vaterlandes mit in der Hand ES ist Deine Sorge, deine Arbeit. Im demo'ratischen Staate gönnt man dir gerne, daß du eS in die Hand nimmst. Du hast recht, der ObrigkeitSstaat hat nicht genug Fa.Hleuie herangezogen, hat zu diel von oben herab in deinen Betrieb hineinreglementiert. Aber loas hattest du ge- tnn, nm ibm Fachleute zur V:rfügrwg zu stellen? Um die Verordnungen überflüssig zu machen? War e» u'cht schließlich doch harte No„ daß man statt deS hinierlid'en Fachmannes len'enigen her^nzog. ohne Den feit Jahrhimderten der Lauer fein Geschäft machen kann? Und daß man dich mit Verordn "»gen schikanierte, weil du selbst dich nicht genug regtest?
So kann es in der Demokratie nicht Westergehen. In der Temckra ie bedeutet ein Stand bloß das. was er für- Ganze bedeutet. Da bist du mitveran'.^o-t.
Lieber DemokraN
Wem soll in Zukunft Deutschland gehören? Dem deutschen Volke; also avch dir und mir. Ich bin näin, lich auch Demokrat, ich meine nicht, Mitglied Der De« molralischin Partei, sondern Mitglied der Demokratie, d. h. eines Staates, in dein das Volk selbst regiert. Ta f.cue ich mich, daß unser Vaterland endlich einmal uns gehören soll.
«Da werden wir zwei unz einmal ordentlich hinein, knien und uns am Marke deS Vaterlandes sattsaugen können.*
Meinst du? ES sind aber auch noch andere da, di« tvolleri auch mit dabei sein. Nacy unS werden Kinder und Kindeskinder kommen. Wollen wir ihnen die ge. bleichten Knocken des Vaterlandes hinterlaffen? Wenn ein LckS inS K ecfelb öder eint Wildsau in Den Kartoffelacker gerät, was kümmern sie sich um andere! Sie sreffen sich fatr, zertreten, was sie nicht sreffen, "> kümmern sich weder um ren folgenden Tag noch r die Mitochseu und Mitsauen. Darum läßt man einen Ochsen nicht ins itieefelD und eint Wildsau nicht in Den Kartoffelacker.
Der Bauer aber, Dem der Acker gehört, sieht seine erste und wichtigste Aufgabe darin, den Acker pfleglich zu behandeln. Er weiß: der Acker gibt bloß heraus, was man bmeingesteckt Hai an Arbeit und Mühe, die Früchte miiffcn rorha.sten für? ymge Jahr Und Kin, der und Kindeskinder sollen nouj aus dem Acker Früchte ernten.
Meinst btt, mit Deutschlard irät'8 anders? Die Te- mofraten, mir haben jetzt die Deranttvort'! ia, daß aus dem Unfern was Eesctici.es wird. ES darf reine Weide ür Bolfckxwisten werden. Raubgut mag der Räuber. Hauptmann unter die Bande verteilen; aber unser Va. lerlanb ist lein Raubgut. Nur wer ehrlich und redlich mitarbeitet, mit erwirbt, mit b.hütet, soll Das Recht haben, sich mit an den Tisch des Vaterlandes zu setzen. TM Trotz-cen, Die faulen Rentner, DU Müßiggänge?
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Der vorläufige Versafluugsenlwurf.
Berlin, 29. Jan. Der Gesetzentwurf über die vorläufige Reichsgewalt wird jetzt veröffentlicht. Er ist aus den Beratungen der bundesstaatlichen Kornmiffian hervareeganpen und hat in einer sehr langen Beratung des Kabinetts am Dienstag einige Aenderungen erfahren. Der Zentralrat, der ebenso wie die Reichsregierung erhebliche Bedenken hatte, wird den Entwurf nochmals durchberaten und dann endgültig zu ihm Stellung nehmen. Am Donnerstag wild er wegen der vorgenommenen Aenderungen noch einmal den bundesstaatlichen Vertretern vorgelegt werden. Der Entwurf besagt:
Die Nationalversammlung hat Die künftige Reichs- rerfaffung sowie auch sonstige dringende Reichsgesetze zu beschließen.
Die Einbringung von Vorlagen Der Reichsregierung an die Nationalversammlung bedarf der Zustimmung Des Staatenausschusfes. In Dem Staatenausschuß hat jeder deutsche Freistaat mindestens eine Stimme. Aus die großen Freistaaten entfällt grundsätzlich bei einer Million Landeseinwohner eine Stimme. Es sind vertreten Preußen mit 19, Bayern mit 7, Sachsen mit S, ÜBürt- temberg und Baden mit je 3 Stimmen, Hessen mit 2 Stimmen und Die übrken Bundesstaaten mit s« einer Stimme. Den Vorsitz führt «in Mitglied der Reichsregie- rung.
Der GebtetsbeftanD Der Freistaaten kann nur mit ihrer Zustimmung geändert werden.
Die Reichsgesetze kommen durch Uebereinftimmung zwischen Der Nationalversammlung und Dem Staatenaus» fchuß zustande. Ist eine solche Uebereinftimmung nicht zu erzielen, so hat der Reichspräsident die Entscheidung durch eine Volksabstimmung herbeizuführen.
Die Geschäfte des Reiches werden von Dem Reichspräsidenten geführt. Der Reichspräsident hat das Reich völkerrechtlich zu vertreten. Kriegserklärungen und Friedensschluß erfolgen durch Reichsgesetz.
Der Reichspräsident wird von der National- Versammlung gewählt. Das Amt dauert bis zum Amtsantritt des neuen Reichspräsidenten, der auf Grund der
SiSßer war Die Provinz H.ssin-N iflau im preu- tzischm Landtag vertreten durch 26 Abgeordnete. Da Die Gesamtzahl Der preußischen Landtagsabgeo»d- 8 ten von 446 auf 401 herabgesetzt worden ist und künftig nur auf 100000 Seelen ein Abgeordneier
Hebet die Verhandlungen vom Dienstag berichtet der „Lyoner Ptvgres" daß es zunächst zu einer scharfen Auselnandersetzung zwischen Den Vertreter» Chinas und Japan- gekommen ist. Am Nachmittag kam es zu einer Debatte von grundsätzlicher Tragweite. Die Versammelten waren der Meinung, daß die Konferenz der Großmächte über das Schicksal der Kolonien bestimmen solle. Präsident Wilson vertrat dagegen den Standpunkt, daß es dem im Entstehen begriffenen Völkerverein Vorbehalte» bleiben müsse, Die Verwaltung der Kolonien unter der Kontrolle deS Völkervereins zu organisieren, so daß also Deutschland, sobald c8 dem Völkerverein angebört, ebenfalls an dieser Kontrolle teilnehmen würde. Die Vertreter der übrigen Großmächte unter Führung Frankreichs erklärten sich gegen eine derartige internationale Verwaltung. Sie verlangen eine sofortige Aufteilung des deutschen Ko. lonialbesitzes. Ta jedoch in Bezug auf die wichtigsten dieser Kolonien von mehreren Großmächten gleiche Ansprüche erhoben Werden und Belgien und China ih"irits Verwahrung einlegen gegen die Ansprüche einzelner Großmächte, so war die Mehrheit auf Vorschlag Englands bereit, die Zuweisung einem Sch edSgericht der Konferm; zu unterwerfen mit der Anweisung, daß die Zuteilung der Kolome» nach der bereits bestehenden Int wessens>phären erfolge.
Angesichts der durch die Beut"gier hervorgerufenen Uneinigkeit der feindlichen Machte ist es möglich, daß der amerikanische Vorschlag durchdringt, wonach die Aufteilung der deutschen Kolonien ver. tagt würde, bis der Völkerbund die allgemeine» Grundsätze festgesetzt hat für alle von der Konferenz zu genehmigenden Staatengründungen und territorialen Verschiebungen.
c >£■ mithin Gewinn:
Zentrum 5 Sitze 1 Sitz
LopmDtmokraten 9 „ 9 „
Tre.Frankfurter Zeitung, nenn' das einen „glän- iden Erfolg der Temokraten". Glänzender Erfolg « Vettust von 4 Mandaten? Wie Descheiden doch Die Aniprüch« Der Demokraten geworoen. li« frühere große Mandalezrffer Der »onsnva- unD freisinnig Liberalen beruht ans der p ru- Ktas enwahl. Das gleich« Wahlrechr d« ihnen verhangiiikvoll. Dem Zen irum Da-
Jfit hat er nicht getcha^et ivndein genützt, es geht ch unter Die,em Wahlrecht gestärkt aus Deut Sahl-
I hervor. ___________________
Aus dem fireife Kirchhain.
tot Z 632 (638), DR 5 (11), DL 13 (ö), D (128), üs 174 (232), U 2 (2).
Sozialdemokratie und Demokratie.
In einer Erklärung über Da’ Er-ebni- Der Nitionalwahlen und Die wahrichein iche Anteilnahme Der demo'rariichen Partei an der Re ierung hi-te Der Volksbeanftragte Eber» u. a. ge a t: „Die (bürgerliche) Partei, Die in Der neuen Retcl Sregie- rung Die Sitze mit uns teilen soll, wird sich bewußt sein, dcß e n Zusammenarbeiten nut möglich ist, wenn es Nicht nur in Demokrat.schem, (andern auch in sozialistischem Sinne erfolgt." Damit setzt sich j.tzt Die .Franks. Ztg * auseinander, wenn sie schreibt:
.ES ist stlbstverändlich, daß in einer Lage tr-'e der heutigen, wo die sozialdeinolratifch« Parl?i alle ande. ren an Mandaten weit überragt, sie Die Führung hat. Wenn daher Ebert sagt, daß eine Partei, mit der sich die Sozialdemokratie über gemeinsame Regierungstä- tigkeit einigen solle, den Grundsatz haben müffe, die revolutionären Errwrtvnschaften zu bekräftigen, so ist daS durchaus richtig. Auch gegen den anderen Sah, daß ein gufammt»arbeiten nur möglich sei, trenn es nicht nur im demokratischen, sondern auch im sozialiftisiften Sinn erfelge, ist nichts ein zuwenden. Herr (Sbert Weitz tatürlich, daß die Ansichten Darüf-er, woS je nach der trirtfifu’ft itfen Lage zweckmäßiger Sozialismus *ei, nicht überall dieselben 'ind, nicht einmal zwischen Den beiden soziald-emokratis..!en Pa teien, ja sogar unrer den MehrheiiSsoz allsten selber nickt Tatz aber die Richtung der fünf jgen Politik deS Reiches e n t s ch ! e. Den sozial fefti wird und muß, ist klar, und Darüber bat auch die Deutsche Tcmofratifite Partei keinen Zweifel gelafien. an die Herr Ebert bei seine» Worten Wohl gedacht hat.*
Sie von uOert gegebene Marschroute für Die Deniolratftche Partei wird hier also akzeptiert. Ganz wohl scheint Dem Blatte Dabei allerdings nicht zu sein, Da eS in dem letzten Satze versucht, »soztalt- stisch" Durch »sozial" zu erietzen. Daß Das ganz etwa- andere- ist, braucht man Dem poltkifch Senkenden nicht erst klar zu machen.
, . B sher waren die Parteien an Den 26 Sitzen «5 A« folgt beteiligt:
giationalhberole u. Freisinnige 12 Sitze
Konservaiive u. Fretkonfervatwe 9 „
Zentrum 6 „
tzoua!Demokraten 0 „
StFOJ kommt, mußte sich Die Zahl der Abgeordneten für int cren Wahlkreis Heffen-Nassau ebenfalls ermäßigen
Dir jene gewesen, die dir v-i-ger-det htoen. ti kam,ne bloß auf deinen Vorteil an. di- aber fein ernster, von He -en kommendes Wort gesunde» haben, dich an deine ivtttverantwormng fürs Ganze zu erinnern. Im Zeitalter Der Demokratie könnten sie Dich elend in Die Tinte reiten.
fon>it zign 401 Mandaten enifallen auf Di»
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..l’M Teutsche Demokratische Partei . . 61 „
5eutschnat onale Volkspartei . . 41 „
Unabdängioe........24 „
Seutiche Volkspartei.....18
Auße'dem haben die scksi Swig-Holsteinischen Bau« jrit. und Lanoarbetter-Temokraten 1 Sitz, Die We fen