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nr. **' I für die «nzeegen: IParzetler, ftnlda. Rotatrontdruck. | JUiIiSIUl| JL/D* jUllUtl» ll v» | gg Pfst. fternjpr. Rr.S.reienr-Adresse: kuldaer Zettuni. | "v. J U1J l y

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4*mohfltfn und 1 » (3 Demokraten

«atienalliberalen / * 1 RechiSnaiio»

nallibetal)

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®en, wovon man aber die 14 000 Zenttumsstim. men abtedinen mutz, welche 1912 für sie abge. «eben wurden, sodaß nur 84 500 in Vergleich zu riehen sind. Nach dem 2 X fachen berechnet, hätten K diesmal 211000 Stimmen aufbringen müssen, jtan dessen haben sie nur 100000 Stimmen erhal­ten, also 111000 zu wenig.

Das Sentrum hatte 1912 57000 Stimmen, «nen man aber die damals für die Konservativen «gegebenen 14000 Stimmen hinzurechnen "juft, sodass 71 000 in Vergleich zu ziehen sind.

bem 2 X fachen berechnet hätte c8 diesmal

1«7 500 ausbringen müssen, ei hat aber 190 000 er. fcnntt ^00 mehr als erwartet werden Hiera,geht hervor, daß gegenüber dem eigen!, uch«, Soll einer jeden Partei die kozialdemokralen 187000

Zentrum 12500 gewonnen

die Demokraten 36000

je RechtSnationaHiberaken 13500

Konservativen 111000 verloren

L Rechnung stimmt nicht ganz genau, weil envas mehr all bei 2V« fache an Stimmen abge» ,Jeden wurde.

r*r. Tlbstimmungsziffern. Gewinnen und tkr. d"*"» ent!prechend hat sich auch die Verteilung der *<8nötit« auf die einzelnen Parteien geändert:

^Ausfall derWahlen zur National- Versammlung im IS. Wahlkreis Hessen- Siaffau, mit Waldeck und Wetzlar

ebt auch heute noch nicht vollständig fest, da noch «nzelne besetzte Gebietsteile fehlen, deren Ergeb, »jz aber am Tesamtresultat nichts ändern dürfte.

Wen» man ein Urteil darüber gewinnen will, mie die einzelnen Parteien abgeschnitten haben, «uh man mancherlei Umstände in Betracht ziehen, die bei der letzten Wahl (1912) ganz anders lagen, bic aber vielfach im großen Publikum wenig be. kaunt sind.

Diese Veränderungen gegen früher sind fol- v 1. stimmte im Jahre 1912 dar Zentrum in 2 ncssau schen und 3 hessischen Wahlkreisen gleich im 1. Wahlgang für die Konservativen oder wirt, schastliche Veleinigung, während diesmal jede Par. lei nur für ihre eigene Liste stimmte,

2. hatten sich diesmal die sog. Rechtsparteien. (Konservative, Wirtschaftliche Vereinigung usw.) m einer Partei derDeutschnationalen" vereinigt. «idercrseitS hatte sich die sozialdemokratische Partei in 2 Parteien gespalten (Unabhängige und Mehr- heitssozialdemokraten). Die ehemaligen Freisinni. «en hatten sich dagegen mit dem linken Flügel der Kationalliberalen vereinigt, der rechte Flügel der RaltonäQiberalen nahm den NamenDeutsche Vollspartei" an,

3. ist diesmal das Wahlrecht der Frauen und Jungfrauen hinzugetreten, sowie aller Wähler von bis 25 Jahren.

Die letzten Senberungen sind die wirkungsvoll, »en von allen gewesen: man nahm an, daß in Folge dessen die Gesamtstimmenzahl auf das 2^- fotbe derjenigen des Jahre» 1912 steigen würde und diese Annahme hat sich bestätigt. Im Jahre 1912 wurden in unserem 19. Gesamtwahlkreise <44000 Stimmen abgegeben, diesmal aber 1115000 Stimmen, das ist fast genau das 2 X fache.

Interessant ist eS aber nun zu sehen, wie die einzelnen Parteien abgeschnitten haben und da er- leben sich außerordentliche Verschiebungen.

Die zvei soziald. Parteien hat. Im Jahre 1912 148 000 Stimmen, sie hätten diesmal (nach dem 2 X fachen berechnet) 370000 Stimmen erhalten müssen, statt dessen haben sie 607 000 Stimmen erhalten, also 137 000 mehr als nod^ der Umrechnung von 1912 erwartet werden

ei besaßen 1912 es erhielten 1919

S* §"<'"lhemokraten Svjnofaen und

Konservativen u.Dirt-1 .

< iwastl. Beremigung / 0 ($ßfnitum 2 o

gu .* Demokraten und Liberalen hatten bisher vergleich zu ihrer Ktimmenzahl viel zu ge- di». '"'OnbatZiffer, das Verhäliniswahl yslem hat ' unnchtigkei, zu ihren Gunst,-n befeUigt.

bei 7* civanven wurde S veihängnisvoll, lom u ^toflramm durch die Umwälzung vom teiJ.i J*m fw'kiien erichuiiert wurde daß sie rfcerdiahlorganisa.ion besitzen.

fo»* lvohi eine Lehre aus diesem Zusammen. Pehen werden?

Die Demokraten hatten 1912 65000 freisinnige und 37000 linksnationalliberale zus. 112 000 Stimmen, sie hätten also diesmal (nach - km 21<fadjcn berechnet) 280000 Stimmen erhal. ten müssen, haben aber nur 244 000 erhalten, also 16000 Stimmen zu wenig erzielt.

Die NechtSnationalliberaken hatten 1912 37 000 Stimmen, hätten also diesmal 87500 erzielen müssen, haben aber nur 74000 er« reicht also 13500 zu wenig.

®m größten ist der Verlust der konservati. den Parteien; sie hatten 1912 98500 (Stirn.

87 Q? Ziegenhain (12 Gemeinden) wurden tenhvntr^m8,'tll,mcn abgegeben und zwar in .Hie. wumm 23, Trepsa, 30, Neukirchen 13, Frielendorf ftein » lf?n. 3- Richerode 2, Merzhausen 3, Schön. fllein'1®l?rns&erfl 2> MengSberg 1, Görzhain 3, "leinrcppcrshausen 2.

Die Nationalversammlung. . tich^ ^"t'onalversammltmg wird eine starke bürget. ofeoti.1 haben die Hoffnung der Sozialde, ESahien würden sie über alle bürgerlichen ^7 tien hinan, erheben, hat sich läng« nicht erfüllt. Schaffung eine, großen bürgerlichen

Einberufung der Nationalversammlung.

Berlin, 24. Jan. DerReichsanzeiaer" veröj. f'ntlicht amtlich eine Verordnung vom 21. Janua>- 1919 über (Einberufung der verfassunggebenden deut' scheu Nationalversammlung auf den 6. Februar nach Weimar.__________

flm 26. Januar

Block» gegen die Sozialdemokratie kann aber ernst, hast nicht erwogen werden, da die Demokraten von vornherein damit gerechnet haben und darauf ausge» gangen sind, gemeinsam mit den Sozialdemokraten ftdi in der Regierung zu teilan.

Sozialdemokraten und Demo!raten er geben in der deutschen Nationalversammlung zweifel- tos eine Mehrheit; ob dieselbe aber auch unter allen Umständen arbeitsfähig sein wird, bleibt avzuwarten. Sicher ist jedenfalls, daß diesen beiden Parteien da. Regieren sauer werden würde, wenn sie durch ihr Vor- gehen da, Zentrum in eine scharfe Opposition trei­ben würden. Der erste Kanzler de, Deutschen Reiches hat schon erfahren müfien, daß mit einem scharf oppo. iitionellen Zentrum nicht gut Kirschau effen ist und liefe Erkenntnis hat ihn gezwungen, vor der Kampf­front be, Zentrums die Waffen zu strecken.

Man darf annehmen, daß sich auch die führenden Männer bei den Sozialdemokraten und den §>mokra- ten klar find, daß sie eine Politik treiben müssen, die eS dem Zentrum ermöglicht, am Wiederaufbau de, Rei­ches und des zerstörten Wirtschaftslebens mitzuwirken. Dazu wird aber erforderlich fein, daß kein neuer Kul. tnrkampf im Reiche geführt und auch den Bereinhrit» lichung,. und BerberlinerungSbestrebmigen gewisicr Kreise innerhalb der sozialdemokratischen und druisch- demokratischen Partei ein Riegel vorgschoben wird.

Wenn aber der Wunsch aufkommt, die alte Arbeit,- gemeinschaft urib MehrheuSbildung de, früheren Reichstag, wieder aufleben zu lasten, eine Erwartung, der die .Bostische Zeitung" fchon Ausdruck. verliehen hat. so glauben wir, daß da, Zentrum keinerlei Ursache bar. sich bet Mehrheit der Linie» aufzudrängen. Die Arbeit, die »ach diesem verlorenen Krieg getan werden muß, ist so dornenvoll und schwierig, daß da, Verlangen, die Verantwortung für ihre Erledigung zu tragen, bti keiner Partei brennend fein dürste Aller­dings würde da, Zentrum vor dieser Verantwortung auch nicht zurückschrecken, weil e, als christ. liche BolkSpartei den Beruf umb die Kraft in Och ver­spürt, am Wiederaufbau deS zerschlagenen Reiches mit. zuwirken. Dieser Mitarbeit wird e? sich unter leinen Umständen entziehen, mag e» zur Regierungsmehrheit gerechnet werden oder zur Opposition.

Keinersall, wirb da» Zentrum je seine Stellung in der Opposition so auffassen, wie e» die Sozialdemokrat He in der Vergangenheit getan hat, denn da» Zentrum ist Seine Partei unfruchtbarer, negativer Kritik, son. beim eine Partei positiver, fruchtbringender Arbeit. Diese Arbeit werden wir zu leisten suchen, sei tf mit oder sei c, gegen die Regierung.

müssen wirPreußen" (vorläufig sind wir', noch) noch einmal an irrten, womöglich noch mit größerem Eifer al, am 19. Januar. Denn getane die preußische Volksvertretung, die LandeSveriammlung, wirs ent- scheidend fein für die Kulturgüter für die Schul- und Kirchenpolttik, für die religiös.sittlichen Interessen.

Also von der ersten Wahl frisch, fröhlich, fromm, frei und fest in die zweite Wahl!

Der Religionsunterricht in den Schulen und die deutsche demokratische Partei.

Unter dieser Ueberschrift veiöffemlickte Herr Prof. Tr. theofoRade in Marburg in der gestrigen Num­mer de,KreiSblaiteS" (Nr. 19 vom 24. Januar 1919) eine Zu'christ, die nicht unwidersprochen blei­ben darf, zumal die Ge an (en dieser Zuschrift noch dem Bericht bei KreiSblatteS auch in der letzten Versammlung der demokratischen Partei im S adt- saal einen breiten Raum einnahmen.

Wir «Hüten: In Sachen der Trennung von Staat und Kirche und de, konfe ponellen Religions­unterrichtes tn der Schule sind für den gottes- gläubigen Christen und Katholiken maßgebend nicht die Lockiufe der linksstehenden Parteien, t'onde n bte Fordern«;en der Religion, bei Christen« glaubens und der katholischen Ktrche.

1. Die Religion, d. h. der Glaube an Gott, muß jede Trennung von Staat und Ktrche, auch die (»genannte wohlwollende nach amerikanischem Muster, ablehnen. Denn der Staat ist durch daß göttliche Sittengesetz verpflichtet, religiös zu sein. Bewe S: Der Staat verdankt fein Da em und seinen Fortbestand dem Gesellschastiirieb und b<m Gewis­sen der Staatsbürger. Nur dadurch, daß die Men­schen de.t GesellschaftStiieb in sich tragen, und als einen unlöslichen Bestandteil ihrer Natur besitzen, vereinigen sie sich zu staatlichen Gebilden und ver­bleiben sie in den staatlichen Gebilden. Und nur dadurch, daß die Menschen fchon von Natur ein Gewiffen hoben, da» sie ba;n drängt, der staatlichen Autorität sich zu unterwerfen, Ehrlichkeit und Treue im staatlichen uns geielttchattlichen Leben zu betei­ligen, die notwendigen Bürger rügenden und Bür. gergefiniiungen zu üben, sind sie gute Staatsbürger und gewährleisten sie den Fortbetiand de» Staates. Wem verdanken wir aber bte en GefellschaftStrieb und die es Gewissen, diese unlösbaren Bestandteile unterer Natur? Jeder, der an Golt glaubt, aut- Worte': Wir verdanken sie demjenigen, der uns un- fere Natur geschossen hat und im Dasein etläik, da» ist der Schöpfer- und Eihaltetgott. Also ver­dankt der Staat fein Tajein und (ein Fortbestand dem lieben Gott.

D-ele unumstößliche Tatsache legt dem Staat die unabweisbare Pflicht auf, von Grund au» religiös zu fein, von Grund au» die Religion zu schätzen, von Grund au« mit den Organen der Religion für Gotte» Anerkennung und Huldigung zusammenzu. arbe ten. Fazit: Die Trennung von Staat und Ktrche ist eine Entrechtung Gotte» und eine Pflichtvergeflenheit de» Staate» gegen Gon, feinen Urheber und Erhalter. Ein toatteigtänbiger, feier Katholik oder Protestant oder Jude, kann darum für bi* Trennung von Staat und Kirche nicht emtreten.

2. Christu», unser Herr und Gott, hat seinen Gläubigen da» Gebot auferlent:Gebt dem Äaiier wo» be» Kaiier» ist und Gott wa» Gottes ift*. Christus will also, daß leine Gläubigen gute Staat».

bürget und gute Christen feien. Und da» in einet und derselben Person. Christus, der gekommen ist. ben ganzen Menschen zu erfassen und emporzuziehen will nicht, daß der Staatsbürger und Christ audein* anberqeriffrn werde, er will vielmehr, daß einer und derselbe Menich den Staatsbürger mit dem Christen und den Christen mit dem Staatsbürger in harmo­nischen Einklang setze und so seine irdische Wohlfahrt erreiche und dem Himmelsglüd entgeaenftrebt. Das­selbe soll auch die Geiamtbeit aller christlichen Staatsbürger, die im Staate zu'ammengeschlossen sind, tun; mtt anderen Worten: Staat und Ktrche sollen nach Christi Willen im Einvernehmen mit einander daS oeiitlicbe und ewige Wohl bet christ­lichen Staatsbürger fördern. Fazit: Die Tren­nung von Staat unb Kirche ist eine B er- fünbigung am Willen Christi. Ein Christ, fei et Katholik oder Protestant, kann baium für Trennung von Staat und Kirche niemals eintreten.

3. Die katholische Kirche bat jede Trennung von Staat und Kirche wiederholt als einen schweren Verstoß gegen das oöuliche und christliche Gesetz ver­worfen. So Leo XHl. in seiner berühmten Staats, enzyklika, wo er den Grundsatz au- prach: Jede Der beiden Gewalten die staatliche wie die kirch­liche ist eine vollend »« und in ihrem Macht­bereiche völlig unabhängige. Aber beide sollen und müssen nach göttlichem und christlichem Gesetz mit einander und für einander die zeitliche und ew'ge Wohl'abrt bet Menschen fördern. DaS elbe erlläite PiuS X. in feinem Schreiben an die fron- löslichen Katholiken» damals all im patzte 1905 die französische Regierung zur Trennung des Staates von bet Küche schritt. Die e Grundsätze gehören -u den Glaubenslehren der katholischen Kirche. Fazit: Die Trennung von Staat und Kirche ist gegen die katholische Glaubens­lehre. Ein Katholik kann niemals für Trennung von Staat und Kirche eintreten.

4. Damit ist die Stelliing der Gottesgläubigen, Christen und Katholiten, zum konfessionellen Reli­gionsunterricht ebenfalls gegeben. Gott, Christus und die Kiiche haben ein Recht auf die Kinde» eele; Gott durch seine E'schaffung und Ethattuug der Kindesseele, Christu» und die Ki che durch da- Ge» tauftkin be» christlichen Kindes. Außerdem dadurch, daß Christu» der Kirche ausdrücklich da» Recht und die Pflicht zugewiesen hat, die Christen ^iu Sachen der Wahrheit und Gesittung z» belehren und zu erziehen, bi» ziim Ende der Welizen. Dann also sprach et zu den Aposteln:Mit ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden. Gehet al o in der An­teilnahme an die er meinet höchsten Gewalt hin in die ganze Welt und machet alle Völker zu meinen Schülern, indem ihr sie taufet im Namen de» Baiers und de» Sohne» und be» hl. Geiste» unb si« alle» halten lehret, wa» immer ich euch aufgetragen habe, und siehe, ich bin bei euch in dieser eurer Heiligung»», Lehr» und Ei zichungStätig- keit bi» zum Ende bet Weltzeit". (Match. 28, 18.20.) Tie Kirche hat all» ein wahre» und wirkliches, vom Sohne Go.te» über alle getauften Gläubigen ihr unmittelbar übertragenes Recht auf den religiösen und sittlichen Unterricht und auf die Erziehung bet durch die Taute ihr angeghebenen Christen. Sie hat diese» Recht überall, auch in den Schulen, die bet Staat aus den Sieuergioichen bet Bür et ein richtet. Der Siaai muß bteie» Recht respektieren, denn et hat, wie bewiesen wurde, die Pflicht, religiö» zu jein, darum gehört für die gläu­bigen Christen, die in die StaaiSichule gehen müssen, bet konfessionelle Religionsunterricht auf Grund des natürlichen Sittengesetzes unb bei Gebotes Jeu (Eqtiüi wesentlich und unlösbar in die Schule hi nein, und ba» Reich Hai von Christu» dem Sohne Gott'» das LeitungSrecht übet diesen Religion-unterricht ei hatten.

Nicht wa» die Bertreier bet Demokraten, Sozial« demokraien unb gleichgesinnter Parteien in bieien Dingen un» bald einschaieichelnd, bald drohend, bald fein, bald derb Vorreden möchten, in für e neu Öot- leggläubigen, Christen und Katholiken, maßgebend, sondern nur das, wa» da» göttliche Sittengefetz von un» verlangt, iva» Christus uns gebietet und wa» die Kirche un» emjchatst. Wer gibt den Herrfcha ten überhaupt bte Befugnis, übet ba» Recht Gölte», Christi und bet Kirche io willkürlich zu verfüge» ? Wer gibt ihnen bte Ermächtigung, un» GotteSgläu« bigen, Christen und Katholiken erst e n Licht aufzu» sticken über Dinge, hinsichtlich beten wir belehrt sind und nur von Gott, von Christus unb bet Kirche un» auch in Zukunft belehren lassen wollen und dürfen? Leidet haben die Demokraten und Sozial­demokraten diese» sich herausgenommen, leider habe« sie die Irennung von Staat uns Kirche unb bamtt die Entrechtung Gaues, Christi und bet Kirche zu einem wesentlichen Punkte ihre» Programm» gemacht.

Wer (Smteegläubtger, Christ und Katholik ist, kann und darf ihnen unter diesen Umständen seine Summe nicht geben, will er nicht schwere Schuld auf lein Gewissen lasen. So siehe« bte Dinge unb nicht anbei». __________

Der unschuldige Hänisch.

Angesichts des van Hänisch unternommenen Versuches, feinem bisherigen Mitregentcn im Kul­tusministerium alle Schuld an den bisherigen radi- kalen und taktisch unklugen Durchsührungsversu- dien ihrer gemeinsamen kulturellen Ideale aufbür­den zu wc-ll'ii, stellt dieK. Plksztg." fest:

Hanisch, nicht Hoffmann, war seit Jahren der der Protektor Wyiiekens und seiner Reaotut.ans- pädagagik. Hönisd), nicht Hoffmann, ist daher auch in erster Linie für die famosen Erlasse über die »freie Schulgemeinde" und die »Schülerräte" ver­antwortlich zu madjen. Hönisch war es, der in der 71. Sitzung des preussischen Abgeordnetenhauses vom 4. Mai 1914 nach dem Stenogr. Berichte sich also äuf>rrte:

»Meine Herren, Herr Dr. Dyneken hat in bet von Ihm begründeten Freien Scliulgemeinde vor allen Tin. gen auch da» Racktturnen eingeführt, da« ich auch der Unterrichtkverwaltung in Preußen auf das lebhafteste empfehlen tarn."

Und Hänisch schloss dann seine Empfehlung Dy- nekenfcher k>deen mit den Worten:

-5* tnäre Ausgabe einer wirklich großzügigen Schulverwaltung, oajür zu bafc die wertvolle«

neuen Methoden bet Wynrkenschen freien Schul, geme'nde dem ganzen Volke d.»nstbar und nutzbar gemacht werden!"

In der 68. Sitzung des Abgeordnetenhc».ifes v. 30. April 1914 zeigte übrigens Hönisch, daß et ge­nau wie fein damaliger Fraktionskollege Adolf Hoffmann polemisieren kann. Er kramte dn Beicht st uhlangelegenheiten aus, trug dem Hause angeblich echteBeichtzettel" von 67- jährigen ABC-Schützen vor, trotzdem er wissen konnte, daß die Kinder erst im dritten Schuljahre erstmals zum Beichten geführt werden. Der Abg. Dr. Bell (Zentr.), der nach ihm zu Worte kam, stellte feft.

daß man zwar von ben Mitgliedern der sozialde­mokratischen Fraktion Ausführungen gewohnt fei, »die der starken Abneigung dieser Herren gegen jedes positive Thristentum einen krassen Ausdruck geben," daß aber die Darlegungen Hänisch »das gemeingewöhnliche und erträgliche Maß" derart überstiegen, »daß wir uns solche Ausführunge« aus bte Tauer nicht gefallen lassen dürfen."

Also der feinfühlige und konziliante Genosse Hänisch von heute kann auch anders, auch, wenn er es für gut befindet, in Adolf Hoffmanns lieblicher Tonart.

Aber nicht nur Hönischs Tonart, auch Hänisch» T at en sind In der allerjüngsten Vergangenheit den Hoffmannschen durchaus ebenbürtig. Hänrsch tut Hoffmann bitter unrecht, wenn er die Schuld an den Kultiirkampfetlasssen dieser Tage allein aus Hoffmann ablaben will. Wer war es denn, der den so viel Entrüstung und Abwehr aus- löfenben Erlass über die Stellung der Re l i. gion in der Schule unterschrieb? Das waten Sie, verehrter Herr Genosse Hänisch! Und wer war es, der in ihm noch weitere Kulturkampfmass- regeln ansagte? Sie wieder, Herr Hänisch, Denn Sie verfügten:

»Wir.bemerken aber ausdrücklich, daß wir, indem wir die gröbsten Uebel nunmehr ausrotteil» dies nicht im Namen der Trennung von Kirche und Staat tun, deren Durchführung vielmehr noch zu tref­fender Entscheidung Vorbehalten bleibt. Was wir heute bestimmen, ist noch kein Akt jener Tren­nung, sondern der einfachen Pflicht zu Redlichkeit und Sauberkeit und des selbstverständlichen Rechte» je. de» Menschen auf die Freiheit seiner Ueberzcuguns und seines religiösen VekeuntnisteS."

Es kann also nochgut" werden, wenn Herr Konrad Hänisdi am Ruder bleibtI Und dieser Herr glaubt uns erzählen zu dürfen, nicht er sei der Schuldige sondern der böse Adolfl Am morgigen Sonntag wird ihm daS christliche Volk die rechte Antwort geben!_________

Eine oberhirtliche Mahnung.

Fürstbischof Adolf BertramS von Breslau er­läßt an feine Diözesanen eine Kundgebung zu der Wahl am 26. Januar, (fr sagt darin zum Schluß: ES ist heilige Pflicht aller Katholiken, vom Wahlrechte in vaterlänoiich und kirchlich treuem Sinne Gebrauch zu machen; da» Wahlrecht wird zur Wahlpflicht, von deren Erfüllung jeder bei einit Rechenschaft geben muß. Im Bewußtsein bieiet Pflicht wiederhole ich die fchon zweimal in aller Oeffentlichkeit gegebene Er­klärung: den Katholiken ist der Anschluß an die sozialistischen Parteien nicht erlaubt. Da» ist mit gleicher Be,timmtheit und Eindringlichkeit am 8 d. Mts. auch durch den Hirtenbrief der Kölner Kirchenprovinz feierlich kundgegeben, dem ich voll und ganz mich anjchttetze.

Parteiherrschaft oderBolksregierung?

Do» ist die große Frage, übet die auch am 26. Jan. entichieden wird. WaS will da» deutsche Volk? Keine sofialdemokratische Parteihertichaft, sonder» eine VolkStegierung.

Wer gegen die herrschenden Klassen- und Par» teiherrschast ist

Wer gegen ihre undemokratische Regiererei ist

Wer gegen ihreunreheuerlicheGeldauSgebetei ist

Wer gegen bte wüsten und schmachvolle« Ber­liner Zustände ist

Wer gegen die Kuliurkämpferei bet Heer scheu« den ist

Wer gegen ba« täglich ärger werbende wirt­schaftliche Durcheinander ist

Wer gegen bte durch Joffe vor der ganzen Welt blamierte« Genosse« Haase, Barth, Cohn und Cie. ist

bet wählt nicht sozialdemokratisch. G

Wer für ben Ausbau einer wirklich bemoftati» scheu Volksstaate» ist

Wer für die Bekärnpfuna be» Materialismus unb Mammonitmu» unserer Zage ist

Wer für bte Ausrottung be» Wuchers in all seinen Formen ist

Wer für die denkbar schärfste Erfassung be« Ätieglgetoinne ist

Wer für Ordnung und Freiheit ist

Wer für die Pflege der ideellen Werte unsere» Volke- ist.

Wer für Völkerrecht unb Völkerbund unb ben baldigen Abschluß deS kerfneden- ist bet gebe feine Stimme dem Zentrum!!

Latzt euch nicht irre führen!

Demokraten und Sozialdemokraten sind auf ein­mal furchtbar »fromm" geworden. Sie neu neu die kirchenfeindlichen Erlass« der jetzigen preußischen Re­gierung eine »Dummheit". Beide gebärden sich so, als ob sie nur daS Beste für die Kirche im Auge hätten und die Religion durchaus schützen m.d fördern wvll. ten. Alles auS wahllaktischen Motiven; sie wollen die Leichtgläubigen bei den Wahlen irre führen. Demsel­ben Zwecke diente auch die nachträgliche Ungültigkeiis. erklärung der Hoffmannschen Erlasse durch die sozia­listischen Machthaber in Preußen.

Ta» aber darf Niemand täuschenl Die Erlasse werden jetzt verleugnet, aber der Geist bleibt und biS jetzt haben wir nirgends eine Abschutteluug der vor einigen Wochen einem Berliner Blatte auf den Redattionstisch geflogenen geheimen im Kulrrisiinni» ftirium m »gearbeiteten Denkschrift gefunden, die die Gedanken entbölt, nach denen in einem von einer Linksmehrheit veherrscktrn Pceußen fernerhin Kirchen- und Schulpolitik getr.ebc« werden soll. Ter Raum mangelt unS, diese umfanirreiche Tenkschnftt widerzugcben, aber e» genügt, ihre Gtundgedanksn an« zuführen.