feeflrfe Oppeln crr^üili odrr in diese LandesteSe versetzt werden sollen, wird hierdurch aufgehoben.
T'imar.
Berlin, 22. Ion. Tie verfassunggebende Ratto, toritterfammlunp liirb, wie g-.-meldet, in Weimar tagen. Dieser Ort ist gewählt worden, weil er nicht so sehr wie Berlin im Zeichen der täglichen brennenden Fragen sreht. Tie Aufgabe der verfassunggebenden Ber- sammlnng aber fordert die' strenge Einstellung auf das große und bedeutende Werk, das hier zustandekommea soll. Es muß Jahrzehnte und IphrHunderte überbau, em und es wird dann richttg sei«, es in aller Ruhe entstehen zu lasse«, nnb-drängt von der Tagespolitik. Daß mit der Skrterntng des Sitzes der Nationalver. sammlung in eine Stadt des mittleren Deutschlands dem Wunsche der süddeutschen Staaten besonders er*, gegengekommen ist, versteht sich von selbst. Er sind tsäfonareiche Borkehrimgen getroffen, um den zur Tnrchführmw der Versammlung erforderlichen Apparat rechtzeitig und einwandfrei zur Verfügung zu stellen. Äm be^ondertn ist auch für die V resse gesorgt. Die preußische friifri tutenitbe Versammlung wird na. türljch in Berlin tagen, stier wird auch während der Tagiung der Nationalversammlung der Sitz der J^ichsregierrmg bleiben, deren Gefräste hier ohne Un- terbvr^ina von denen st*rer Mitglieder erledigt >oer- den, die in Weimar abkömmlich lind. Weimar, das Hani Beschluß der Reaierrmg für die Rationolverswiirn- lung auserseben ist, kann die etwa 3000 Personen zäh. landen Teilnehmer, Pressevertreter usw. kaum in seinen Mauern unterstringen. Jena, Apolda, Erfurt sollen da. her für diele Zwecke mithercmgezogen werden. Die ntitt deutsche SieichZverfafiung wird nicht in Plenar. sitzungen, sondern in einzelnen Kommissionsberatungen erledigt werden, die im Weimarer Theater stattfinden soll««.
öht Demonstrationszug vor le« Krieg»Ntintsterium.
Ein Bild von der Zerfahrenheit unserer Zustände auf militärischem Gebiete konnte man Mittwoch vor dem Kriegsministerium in Berlin beobachten. Gegen 11 Uhr vormittags marschierte im geschlossenen Zuge eine Gruppe von 200 Männern die Leipziger Straße entlang und verlangte Einlaß in das Kriegsministe- i'mn.
Es handelt sich um 200 entlassene Krieger aus drm besetzten Gebiet im Rheinlande, die bei der schnelle« Auflösung aller Formationen weder EntlassungSpayiere noch EnlastunMreld und den ziigestandenen Anzug er- halten haben. Die belgische Besatzungs^ruppe hat nun diese Leute einfach nach Berlin geschickt. Sie kamen infolgedessen am Samstag in Berlin an und wurden zunächst nach Spandau dirigiert. Als sie von einer Stelle zur andern verwiesen wurden, zogen sie nun am Mttwoch vormittag zum Kriegsminister. Dieser em« Pfing schließlich eine Abordnung der Rheinländer und versprach ihnen sofortige Erfüllung ihrer Wünsche. Die Leute waren heftig erregt. Sie erklären, daß weitem Trupp» nach Berlin unterwegs sind.
EiSuer.
München, 23. Jan. Dem bayerischen Minister- Fräsidenten EiSner ist die Einreise für die Wahl, agitatirm in die besetzte Pfalz verweigert tvoe. dvn. Politikern ariderer Parteien, die in dem rechtsrheinischen Bayern wie in der Pfalz die Landtagswah' len betreiben wollen, ist die Erlaubnis erteilt. Man muß sich daran erinnern, mit welcher Würdelosigkeit EiSner in der Revolutionsnacht die feindlichen Verbündeten antelegraphiert hat, von denen er aber Liner Antwort gewürdigt wurde.
bbi> Berlin, 23. Ian. Der „Vorwärts" schreibt: ^Zwri Urbayer o — Freiwillige LiebeStätigkeit im Staate Bayern." Am Samstag findet in Berlin eine Konferenz ezuzelstaatlicher Vertreter über den Entwurf der neuen Reicksverfass«ng statt. Aus Bayern habe« sich dazu Kurt Eisner imd Prof. 9t. Iaffe an. gemeldet. Eisner ist Berliner imd Jaffe ist aus Hamburg gebürtig. Das würde nun nicht viel ausmachen, wann die beiden Männer für die Aufgaben, die sie übernommen haben, einen Auftrag vom bayerischen Volke hätten. Indes ist es ihnen nicht gelungen, trotz mehr, facher Bemühungen auch nur einen Sitz in der bayerischen Nationalversammlung zu erlargen. Tast Ke sich trotzdem des bayerischen Volkes annehmen, zeugt für ihr gutes Herz. Irides wird die, besonders ingrimmige Vertretung bayerischer Sonderinteressen, die von ihnen zu erwarten ist, nur als eine Art f r e i w i l l t- ger Liebestät-igkeit im bayerischen Staate vufzufaflen sein.
Dis Attsstände.
wtb. Esse«, 23. Jan. Bei der heutigen Morgenschicht find die Belegschaften sämtlicher Zeche« Witter angefahren.
Breslau, 23. Ian. Im oberschlefischen Kohlende- sirk streiken heute Donnerstag von 55 Gruben nur noch 35. Me Arbeitstage hat sich also erheblich gebessert. ,
Die erste« Ledensmittel.
Berlin, 23. Ian. Heber die in Trier gepflogenen Verhandlungen wegen der Lebensmittelcinfuhr hat Unterstaatssekrctör Broun, der Vorsitzende der deutschen Kommission für die Lebensmsttelfrage, folgende Einzelheiten mitgeteiü:
Wir sind am 15. Januar verständigt worden, baß bi Trier über die Lieferung von Lebensmitteln für Deutschland verhandett worden ist. Inzwischen war bereits festgelegt, daß Lebensmittel nut geae« Be- zahlnng in Gold oder in fremden Devisen geliefert und daß die gesamte deutsche ßanbelStotmaae ten feindlichen Regierungen zur Berfüomiz erstellt wird, um die für die Versornun r Europa» erforderlichen Transporte einsckUetzl. einer gewissenBersorgung Deutschlands sicherz» stellen
Während deS Waffenstillstandes kann nur eine Rot« aürhilfe an Lebensmittel« in Höhe von etwa 90 Millionen Dollars für Kranke, Kirid r und stillende Mütter unb einzelne besondere Ärbeiterkate rorien er» folae«. Die Mengen von Lebensmitteln, die für diese« Betrau einpeführt »oerden können, sind bei den haben Preisen nicht sehr erheblich. Sie werden sich nach den von unS geltend.gemachten Ansprachen vielleicht auf 70< 00 Tonnen Speisefett, 50000 Tonnen Weizen und gewisse Mengen von kondensierter Milch, Ha. sermehl, Reis und lei sckpräpa rate belauien und reichen deshalb zu einer alloememen Ausbesserung der Ecnäh. ruup in keiner Weife au?. Es wurde natürlich mit den Vertretern der Entente auch über die weitere Persorpuna Deutschlands verhandelt. Dabei gaben diese die Erklärung ab, daß die Weltvorräte an Fleisw u«0 Getreide ausreichend seien, um die peiamte Seit reichlich zu versorgen. Die Bersor.ung Deutsckland» hänae nut von der Erfullunq der Besin un en ab Dazu ist erforderlich, daß wir buch die Ausfuhr von Kohlen, «ati unb Jndu itrie erzeug uisf e« so rasch wie mö lich Devisen vom Ans and bekommen, mit b- ncn die Lebensmittettieferungen bezahlt werden können. Den« darüber darf man sich keiner Täuschung hi« eben, gegen Kredit oder deutsches Gelb liefert un» Amerika nichts.
Rotterdam, 23. Jan. Der .Rotterdamsche £ou« taut' meldet, daß das erste Schiff der Alliierten mit Nahrungsmitteln für die deuttche Bevölkerung Lickit iafsiert habe. Eine große Zahl werterer Schiffe fei mierwegs. Tie Naotunosmtttel dürste« für die rsetz'en Gebiete bestimmt 'ein.
GesinnungStestrafung im besetzten Gebiet.
Cleve, 20. Jan. Tas belgische Miliiärg.-richt fällte folgende Urteile, die als Warnung dienen können. Vier Briefe, die von einem Kaufmann nach dem rechisrhei- nischen Gebiet geschmv'gelt werden sollten, fielen in die -'länbe der telgifaxn Behörde. Der Kaufmann erfüllt einen Tag (Lefängnis und 3000 Frs. Geldstrafe Rechtsrheinische Zeitungen waren, trotz wiebrrholter Lersioie durch die Post ausgetragen worden D-- Bolt.
Direktor erhiev tS$ vetanSvorklkcher Betet De» Pofth «ntes ach Tage Gefängnis und 5000 Mark Geldstrafe. Ein Lehrer hatte die Schulkinder daS Lied: »Was ist des Deutschen Vaterland" singen lasten, deswegen wurde er zu sechs Monaten Gefängnis und 1000 Mk. Geldstrafe verurteilt.
Umichwuno ia Elsaß-SochriageA.
Vom AuS'cknß der elsaß-lo hrinaischen Autono- miste Partei geht dem Münchener Dolffbüro folg ude Darstellung der Verhältnisse in Elsaß-Lothringen zu: Was wir schon längst sahen, ist eingetreten. Wir erhalte« au« Mühlhausen (Elsaß), der Hoch- bura d-s 'ronwfpn*itm? folgen*'1*' B-rich»:
Am Montag bildete sich in Mülhausen ein De- monstrati onSzu«, meist Arbeiter, die mit schwarz-weiß,roten gönnen durch die Stadt zogen. Sie sangen: .Deutschland, Deutschland über alles", »Die Wacht am SihcÄi", »Ich bin ein Preuße", zogen nach dem Rathaus und wollten die französische Trikolore herunterholen. Das Militär mußte einschreiten und e» wurde geschossen Die Leute, die sich einbi’te» ten, daß ihnen durch tne französische Herrschaft der Himmel voller Baßgeigen hängen würde, find schon jetzt sehr enttäuscht und erbittert. Die wahnsinnigen Maßnahmen, die die Franzosen getroffen haben, müssen zu einer Katastrophe führen. Für die Arbeiter und mittleren und unteren Volksschichten wird in Frank, reich nur wenig getan. Man lese derzeit nur die fron, zösische« Zeitungen, um einen Einblick in das große Elend dieser Gebiete und BolkSschichten zu erlangen. Dir Volksabstimmung wird erweisen, daß die erdrückende Mehrheit hinter uns steht und die Selbständigkeit unter irgend einer Form erstehen.
• Der christlich . demokratisch« Soldatenbnud, der vor kurzem in Berlin gebildet wurde, entfaltet eine äußerst rege Tätigkeit. Es soll nun der Bund nicht auf Berlin beschränkt bleiben. Mit Unterstützung der einzelne« örtlichen Zentrumeverrine solle« tn den verschiedenen Städten Zwei vereine de» christlich-demokia» tischen SoldatenbimüeS in» Leben gerufen werden, die in engste r Fühlung mit der Zentral. Geschäftsstelle in Berlin. Köni 'grätzk-rstraße 106, arbeiten werden.
• Oberst House lebt. Präsident Wilson empfing crm Dienstag eine amerikanische Abordnung. In seiner Begleitung befand sich Oberst House, der kürzlich schioer leidend war, und der in der auswärtigen Presse schon totgesagt wurde.
Wähler- Bersamrtzlunotm.
Frankfurt a. M„ 22. Jan. Mit der Amdernng in der Leitung der hiesigen DemokratischenPar- tei und unter deren neuen Führung, de» Bürgermeisters Dr. Luppe, scheint auch eine Aenderung in de ten KampfeSweise gegenüber den bürgerlichen Par. feien, insbesondere dem Zentrum, eingetreten zu jein. Es muß für ein demokratisches Herz etwas Furchtbares sein, zu sehen, wie gläubige Protestanten sowie gläubige Juden ihren Sympathien für das Zentrum Ausdruck geben, in der Abwehr der kommenden Kir- chen- und Schulgesetze Katholiken und Protestanten ge. tneinfame Abwehrmaßnahmen pflegen und die gl au. fügen nichtkatholischen Elemente immer mehr zu der Erkenntnis gelangen, daß in den Kirchen, und Schul, fragen, desgleichen auch in vielen anderen Dingen auf die Demokratische Partei ebensowenig Verlaß ist, tote aus die Sozialdemokratie. Aus dieser für die Demo, kratische Partei so unbehaglichen Situation glaubte sie sich zu retten durch eine Versammlung mit dem Thema: .Die Sunden beS Zentrums". Redner war ein Pro
fessor DelaquiS. Zu . seinen Hauptsckstagern ge, hörte, daS Zentrum betreibe mit der Religion politische Geschäfte. Da» Zentrum fei eine katholische Partei und teerte durch ten Eintritt von Protestanten nicht anders. Die Demokratie lehne ein Zusammengehen mit ten bürgerlichen Parteien ab, nur eine MÄrhrit ter Linke« (rin Zusamrnen- gehen also mit der Sozialdemokratie) tonne die Zukunft sichern. So erwünscht eS ist. daß Prof. Dr. Delagins über das Verhältnis zu ten poli- tischen Parteien, sowie zu ten religtöschirchliche« Fra. gen ziemlich offen äußerte, so bedauerlich ist es, daß die Demokratische Partei die Konfessionen dermaßen aufeinanderhetzt, imd das zu einem Zeitpunkt, wo mehr als je von sämtliche!« Konfessionen aus alle« bürgerlichen Parteien die Wahrung ter ge- metnfamen Güter dringend notwendig ist. Ob übrigens mit ter nach ganz links gerichteten Parole die Demokratie auf ihre Rechnung kommt, ist sehr mt bezweifeln. Unb wer weiß, ob man nicht allzublüd bedauert, den Ruck nach links fo stark vollzogen zu ha. ten. Der Ausgang obiger Versammlung, von ter selbst bte sozialdemokratische .Volksstimme" fagt, daß die ZentrumSredner nicht schlecht abgeschnitten hätten uni) worüber die .Frankfurter Zeitung" erft drei Tage später berichtet hat, hat manches in dieser Richtung gezeigt. Hm vorigen Freitag hat sich die Demokratische Partei tn ter Bekämpfung ter ZentrumSpartei ein an. tereS Stück geleistet, bafl bezeichnend ist. zu welche« Mittel« man in der Bekämpfung ter politischen Gegner
im demokratische« Lager zu greife« fähig ist. Es prangte nämlich in ter ganze« Stadt folgende» Plakat an viele« Hausern und vor allem an auffallenden Stellen derselben; .Die Spartakusleute m Bayern habe« alle für das Zentrum gestimmt, weil sie wiffen, daß der Sieg des Zentrums unb ter rechtsstehenden Parteien den Bürgerkrieg bedeutet." Das Plakat schließt mit einer Aufforderung, die demokratische Liste zu wählen. Erve solche politische Kampfesweis« verrät eine Gefin» «ung und Gesittung, die durch nicht» «ehr über- bot es werde» lane.
* Kassel, 22. Jan. Die Kandidaten der De u ti ch- natianaleu BolkSpartei zur verfaffunggeben» de« p,eußische« Landeeveriammtung sind für den Wahlkreis H ffen-Nasiau folgente: 1. Dr. Karl Ritt ter, Bfairer-N'ederzwetzren, 2. Schriftsteller Ludwig Werner-Nteterkaufunge« u«d Berlin-Schöuebera, 3. Lofomot'vsühier Friedrich Geck-Kassel, 4. Direktor Hrinrick Stu rmaun-Gotesberg, 5 Lehrer Harry Blume-Laffel, 6. Sanbtmrt und Bürgermeister Friedrich W'lhelw Neu-Setters bei Wetlburg, 7. Prtt batbeamtet Julius Scheüiu-Franfturt a. M., 8. S'udienral Heinrich Hosmann-Kaffel, 9. Frau Dr. Phil. Christiane Mewald-Marburg a. L., 10. Ett ienhahnarbeiter Peter Gerlmid-Dillendurg, 1L Buchhändler August Sonnenichem - Marburg a. 8., 12. Schmietemrister Jakob Stehl Treyia, 13. Dekan Georg Adam Christian - Biedenkopf, 14. Landwirt Wilhelm Clauß ti - Ravolzhausen (S< et» Hanau), 15. Öbe'postichaffner Nikolaus Pfeil-Kassel, 16. Land- wirt Ar am Tasch-Atzbach (Kreis Wetzlar), 17. Amts» aerichlsrai Johann Karl Heug-terger.Schlüchtern, 18. Fräulein Lehrerin Hilda Georgi-Frankfurt a. DL, 19. Landwirt Wilhelm Alwin Mobu-Taubor« fTau- nuS>, 20. Studienrat Ernst Gerland-Homdurg v. d. H, 21. Oberlehrer Dr. Hau» Weder-Marburg a. L., 22. Oderreaischuidirekor Dr. Wilhelm JsraettOber. urjri (TaunuS).
Ei» Bild au- der «egemvart.
Bor bem Setter de» Armcnwesen» in einer großen Berliner Vorortgemeinte erfebeint em lebi.ttt 2- jähriger arbeitet, um darüber gehört zu werten, weshalb er sich weigere, ,.u den Unlerhaltungakosten für feine armeupflichtigeu Eltern monulich 10 X brizutraaen. Er begründet feine Ablehnung damit, daß er zwar zeitgemäß. verdie:.e, bas Geld aber zu angemessener Lebensfuhrun i voll gebrauche, für ferne Eltern alle nichts geben könne. Der Beamte: .Ja, aber sagen Sie nut: Sre ve>dienen nach unseren Ermittelungen bei Goertz 9000 Mark jährlich; soviel habe ich nicht." Der junge Mann: .Ja wenn Sic so dumm sind, so billig zu arbeiten ... Ich zahle jedenfalls nicht."
Nochmals — auf zur Wahl;
1. Der darf wählen?
Leder Deutsche und jede Deutsche, die am 19. 3a» nuar 2 0 Jahre alt waren.
(Wer In Fulda zur Wahl geht, vergefle die Karte nicht, die ihm von der Stadt zugeschickt wurde und die das Nachschlagen in der Wählerliste erleich- text. Wer sie aber nicht mehr besitzt, soll dennoch das Wählen nicht unterlassen!)
2. Me wird gewählt?
Genau, wie das letztemal, nur achtet darauf, daß nicht die Wahlzettel vom letzten Sonntag (beginnt mit dem Namen Müller-Fulda) abgegeben werden. Vernichtet sie, damit keine Verwechselung vor. kommt. Für die Wa^ am Sonntag den 26. Januar gibt, neue Z-ttel mit 22 Namen.
Am besten ist es, den Wahlzettel «st den 22 Namen ungeSndert adzngeben. Keinen Zettel mm einem Unbekannten anzunehmen. Der richttge Zettel beginnt mit dem Namen Schwarz und enthält an zweiter Stelle den Namen Rhie!, an vierter Stelle den Samar Drinnenberg. Nehmt ten Zettri von zu Haufe mit! Sagt, wenn euch andere Zettel angeboten werden: »Ich bin schon versehen". Wähler in der Stadt Fulda, achtet darauf, daß nicht das farbige Begleitschreiben, das euch zugeschickt wurde, in den Wahlumschlag gesteckt wird. Laßt das Begleitschreiben zu Hause! Nur der weiße Dahlzettel darf abgegeben werben, wohlgemerkt, nachdem ihr ihn in den amtlichen Umschlag gesteckt habt.
8. wo wird gewählt ?
In denselben Wahllokalen, wie vor acht Tagen.
4. wann wird gewählt 7
In der Zeit von 9 Uhr vormittags bis 8 Uhr kckends. Besser ist es, schon am Vormittag zu wählen.
8. wer wird gewM?
Wer» ernstlich meint mit baldiger Herstellung der Ordnung. Wer persönlich durch seinen Charakter Gewähr leistet, daß er nicht sich sucht, sondern des Volkes Wohl, desDaterlandes Rettung. Wer ein« Partei angehört, beten Grundsätze ben gött- lichen Geboten und bem christlichen Sittengesetz entsprechen. Das ist für uns:
die Zentrumspartei.
das Mche und schule.
+ Fulda. Auf Veranlassung deS Hochw. Herrn Bischofs erhielten Anweisung mit Wirkung vom 1. Februar ab: Kaplan Anton Hahn in Große«, lüder als KuratuS in Rommerz bei Neubof und Kaplan Joseph K l ü ber,Lazareitgeistlicher inWeimar, vorher Kaplan in Bad Orb, als Kaplan in Großenlüder.
fln$ -em llachvargeviet.
* Kafsel. Hier haben einige lausend Wähler ihr Wahlrecht nicht ausüben können, da au6 den Wahllisten eine Anzahl Seiten herauSgerissen worden waren.
E Wetzlar. Auf dem Bahnhof Garbenteich wurde der Rangierer Friedrich Zentgraf von ben Puffer« zweier Eisenbahnwagen totgedrückt.
* Fritzlar. Die Präpatanden aller drei Klaffen lehnten in geheimer Wahl einstimmig die Bildung eine- Schüler-Rai er ab.
(•) Altenkirchen, (Westerwald) Der Metzgergeselle Heinrich Schaub hantierte auf einem Spazierwege mit einem Revolver. Die Waffe entlud sich unb tötete ben jungen Mann auf der Stelle.
XX Rüsselsheim. In einer am sogen. Hohl telegenen Kiergrube wurden beim Ausheben von Baumlöcher« zahlreiche Wohngruben aus der Steinzeit aufgedeckt. Die Funde teftäiiaten von neuem die Auffaffung ter Altertumsforscher, daß hier am Hochufer des alten Mainlaufes, der an ter Kiesgrnktt entlang führte, ein größeres Torf laa.
❖ Mainz. 21. Fan. Bei Budenheim schlugen die Frsnzosen eine dritte Schiffsbrücke über ten Rhein. Die Einweihung der 600 Meter langen und strategisch wichtigen Drucke fand unter Entfaltung reichsten Gepränges statt. General Mangin wohnte der Frier an Bord des Kanonenbootes -Argo«««" bei.
* Wüizduig. Di« taiholiscyen Siuben- ten-Korporation en an der Universität Würzburg, haben sich zu einem „Verband katholischer Korporationen an der Universität Würzburg (K. C. C.)" zusammengeschloffen, wie er auch früher hier schon bestanden halte. Der Verband umfaßt bis seht: CheruScia, Goihia, Marcomania, Normannia, Thuringia, UnitaS und Walhalla. Eine der Hauptaufgaben des Verbandes ist die gemeinsame Besprechung religiöser, wissenschaftlicher, sozialer, ala« temijcher, studentischer und terufständiger Frage«.
SurGberhesjen u.denhesf.llemtern.
Neustadt. Nachdem die Truppenverladunaeu auf bet hiesigen Srntion ihr Eudr erreiche baten, sind auch das tßiotrantamt mit Feldbäckerei und Schlächterei aufgelöst. — Der Unterricht in ben Schulen ist wieder anfgeno men. Sämtliche Schulräume find entlaust ttnb desinfiziert worden, da man aller band ungebetene „Milde r ohner"' entdeckt halie. — Unangenehm überrei cht war am Dienstag ein hiesiger ve'herrateier Feldgrauer, dl» mit ter Eisenbahn fine Ruifin ankam, welche An prüche machen zu können glaubte.
Lokales.
Fulda, 24. Januar TO 19.
(*) ZentrumSpartei. SamStag abend 8 Uhr in der Harmonie" Zittammenluuft ter Herren Bürovorsteher, Llstenführer, Zettelverteiler und Bürohelfer (Schlepper!. Keiner darf fehlen. —
= Deutsch-Nationaler HauvlAuglgcliül fenperband. Bor einer twu etwa 150 Ange hörigen tes Saiifman i8= stanteS besuchte« Versammlung sprach am Mittwoch He" Julius S ch e l l« n aus Franksuri a. M.. Kandidat ter D. N. für die preußischen Lanörag-wählen. über Zeltfragen der kaufmännischen AngestLllieu. (GebÄtSfrage. Sonntagsruhe. Abbau der Fraueuar. beit.) Herr Schelltn machte darauf auftnerffam. Voß tem Harchlungsgehilfen, ter zur Fahne einberufa-t. vom Geschäflsherrn nicht gekündigt, und setzt aus dem Fette zurückgekehrt sei. das junstische Recht auf Wie- terauftebinifl teö alten Verhältnisses zustande. Es fei eine Ehrenpflicht ter Prinzipale, alle Kriegsteilnehmer wieder einzvitellen, im anderen Falle sollten diese ßffeutfidi gebrandmarkt werden. — Tie teuren Lebensbedürfnisse bedingten auch eine Erhöhung des Geholtes um 50 Proz. 8« beflogen sei auch des öftern die Behandlung tes Angestellten, der doch eigenftich als ttzkitt «tzeifer und nicht ais Arbeiter anzusehcn sei. Sie weibliche Tätigkeit während des Krieges ie> anznerstn. nen, aber die Frauen müßten jevl einsehen, daß sie fein Reckt besitzen, einem Kriegsteilnehmer das Brot wegzunehmen. Auch in öffentlichen Betrieben, Lobens- mirtel-Aemtern usw. müssen stellenlose Krieger unter» gebracht werden. H'-r in Fulda seien auch Taman be- fchäftige, die es nicht nötig hätten, Kriegsteilnehmern Stellen Vovuenthalten. Durch Feststellungen ter Orts»
Die Wahlen zur Volkskammer in Hessen.
Für die am 26. Januar d. Js. stattfindey^ Wahlen zur verfassunggebenden Voittkammer z, Republik Heff-u smd ieiieus der Zeutrumspmt< folgende Kandidaten aufgestellt worden:
L Geheime Juftizrar Dr. »da« Joseph Sch»j^ in Mainz;
2. Ministerialdirektor Otto v. Brentano di mezzo tn Darmstadt;
3. Stadtrechner Philipp Hebel N. in Di^urg-
4. Gewerkschastssekretär Georg Scherer in Osst^ bach tMain);
5. Lehrer Joseph Schor« in Mainz;
6. Weinhändler Heinrich Wendelin So Herr j, Binnen (Skhein);
7. Generalsekretär Johann Philipp Hofmann *
9.
Lorsch (Hessen):
RecktSanwalt Theodor Schröder in Fr
Hessen);
Professor Georg Lenhart in Ben»heim' Frau Professor Else Hall em« r, &b. & in Darmstadt;
(löergltr); «
32. Pfarrer Hermann Moser in Klein-Krotz
83. F«tu Apotheker Johanna Macher» in C
in Münster bei Dieburg;
35. Mafchinenschl. Johan« «lein in Birkmum;
36. Telegraphenbeamti« Magarete Kinsderger fa Darmstadt;
37. Maurermeister Johan« Baptist Hofmann h
• Stau^cim;
38. Gemeinderechner Johann Mathe» in HftschhN»!
11. Packer Karl Michael G e ss er in Groß^trinhei»
12. Ärbetter-Sekretär Wilhelm Knoll fa Mainz;
13. Rechnung»rat Valentin Herbert iaDarmste-j
14. Prof. Dr. Georg Zilch tti Heppenheim;
15. Rechtsanwalt August Ruß in Worms;
16. Lehrer Lorenz Schmitt t« Darmstadt;
17. Favrikarckeiter Jakob Manch U, «Lamperih.
18. Landwirt ttnb PortefeuiLer Johanne»Heber«r in Bieter bei Offenbach (Kain);
19. Landwirt und Rechner Lorenz Rohr in Obe» Abtsteinach;
20. Bürgermeister Franz Joseph HaffmanU j, GeruSheim;
2L Metallarbeiter Johanne» Wefp in Darmstadt:
22. Süraerm. Karl Lennert in Fürth (Otenfth
23. Professor Friedrich Müller, Obertehrer st Büdingen (Oberhessen);
24. Gastwirt Johanne» Philipp Kirchner Ilhinvi«» beim;
25. Lackierermeister Karl Geißner in DarmstM
36. Eisenbahn - Unterassistent Sebastian .JansHh, in Eberstadt bei Darmstadt;
27. Sanitätsrat Dr. Otto Ferrari in Heppenhchi
28. Berwalter^RicolaTaleck in Groß-Umstadt; -
29. Kauzleidiener Heinrich Dietz in Darmstadt;
30. Pfand meister Philipp Wenz in Groß-Ger«:
«Neckar);
39. Eherniter Dr. Leo Gutmann in Darmstadt;
40. Proktir. Sari tzaia ng in Offenb. (M-j-Bür»» 4L Lehrerin Anna Krastel in Dieburg;
42. Schuhmacher Kriedr. Thüringer in BenSh.:
43. Amtsgerichts rat Joseph W. Schul in Offens« (Main);
44. Arbeit. Katharina Schmitt in Offenbach (M)
45. Forstwart Peter Anton Hain» 4, tn SEHrieW E. Piofeffor Dr. Adam Klasfert in MichristO 47. Lau dm. Gottfried Gondols in Oder-LLAtstadi;
48. Faürikarb. Peter Hartlein in Muhchrim (Ä.t;
49. Pfarrer Jakob Sieben in Holzhansea (Cbert);
50. Lanüw. Martin Wenzel in Hatustadt a. Mist Der Wahlvorschiag der Zentrumspartei trägt br Nummer II. uub das Lermwort .Zentrumr-ärtei^ der Zettel beginnt mit dem Kamm
Geh, Itiftrzrat Dr. Ada» Joseph Schmitt tu Mainz.
gruppe seien üi Fulda allein 50—60 stellenlose H«ch lungsgehilfen. Me Eltern, die jetzt ihre Töchter j® den kaufmännischen Beruf anprrifen, möchten getoaflfi werten. In Frcmen.Berufen wäre ein Mangel Arbeitskräfte«. Zn begrüße« sei es, daß bei de« H«bi ImigSgeHilfen noch feine ArLeitsunlnst eingerissen sst Und daß sich diese Mick bei Unruhen nicht betmüztaa lieber die Arbeitszeit sei nichts zu sagen, da die fe steher.de achtstündige mehr als die Erfiillung de» 3t» 1 sches des Verbandes gebracht habe. Redner trat fül vollständige Sonntagsruhe ein, die wohl bald zum w\ setz werden würde. 14 Herren erllärten ihren JeitM zum Verband. E» sprachen noch Herr D l u mew stiel vorn Verband deutscher Hrmdtungsgehilfen «■] Herr Zirkenbach vom deittfch-nationafen Haiäz lungsehilfen - Verband. Letzterer empfahl frignst^ Entschließung, dtp einstimmig coiflenonaM wurde: Die am 22. Januar in Fulda versammele kaufen. AnpesteLteii beklagen es aufs Tiefsre, daß zahlreiche KricgSteiluehmer ohne Anstellung sirld. richten an Prinzipale urb Behörden baS t-rinfiapt Ersuchen, die Ehrenpflicht und Dankesschuld «HenAW den KrtetzSteilnehmeru durch Einstellung zu erfülle« wird erwartet, daß das Frietensgehalt tes KriegSlkth ne ferner 5 um mindestens 50 Proz. erhöht mt> eine mR bigung nicht vor Ablauf von 6 Monate« nach Wied» einstellung borge itotronen wird. Um die AeschäftiguAl von Kriegsteilnehmern, die ihre alte Stelle nicht der erhalte« können, und der übrigen ftcllenwfen lente zu ermöglichen, haben die Behörden und Kinuet den Abbau ter Frauenarbeit sofort in die Wege leiten, da viele Frauen und Mädchen eine ‘X«tüeS»Jl nickt nötig haben ur<b außerdem in geeigneten ende rufen Bedarf an Arbeitskräften herrsch». *■] Versammlung beauftragte ten teutsch-nK. Handluv»bi gehilfenverband und ten Verband deutscher Handlutt»' gehilfen, das Wohlfahrtsamt Fulda zu ersuchen. W Me Folge stellenlosen Kaufleuten für diese unpasseE Arbeiten, wie Kohlenschippen usw., nicht mehr «iß»! bieten.
* Erhöhung ter Fleischration? . Wie die bayM'l sche FleiichversorgunoSstelle den „Münchener NeaeiW Rachr."anf Anfrage mitteilr, totrb, um ben immer iw zunehmenden Schwarzschlachtungeu und dw Schlrichhandri mit Fleisch zu begegnen, in nach ter Zeit eine Erhöhung der Fleijchralio« *] das ganze Reich erfolgen.
X Zuständige Gebüdruiffe bei A rbe(tertnt!«ffu*<*l Bei Euttaffun i von Arbeitern nach ten neuen fetra licken Bestimmunien ist eine Kundionn »trist mindestens zwei Wochen riuzuhaltco. Entfcklieheu auswärtige Arbeiter nach ihrem Wohnort sofort Aussprnck der Kündigung zuruckznkehren, so ist bet Lohn für den Rest ter zweiwörventtiche« KündiaM^ zeit sowie ein Zehrpe d von IQ*/« de» Lbscklo falls dieser nicht 200 Mark überfteigt, auszuhänd«»^ Arbeiter, die i« den ersten fünf tagen nach er äst Xi Kündigung in ihren Heimatort fahre«, bekommen Ml fick gegebenenfalls auch für ihre gamilte freie befördere ig bet Bahnbeförderuna bei Vorlage drS ro lizeilicken Anmeldrsckeines und einer Brschemig««» Arbeitsgebers über den Zeitpunkt der Rünbigmifl- hk Verwertung stetwerdender Sciterware« HeereSbeständeu. Als solche sollen Bindfaden, bei, Packst ticke. Beinen tn verschiedenen €tft®5 Zugsträng unb Tauwerk in verschiedenen S'-ärte^ restlich hcrgestellt au8 Hanf, Flachs oder Bauww»^ demnächst öerteilt werben.—Die £) anbelfe taut®* I zn Hanau bittet diejenigen Firmen ihres Bezirz welche als Groß - ober Kleinhönvler Bedarf diesen Artikeln haben, um schleunigste 4)liiteiLuwj welche jjienieu unb Sotten acroünicbt werben-