| Mittwoch 22. Zonuar 1919. | I 46- 3q|W
nr. 17-
Wahlkreis Hessen-Nassau.
99,914 1 Sitz
Bisher wurde Hessen-Nassau im Reichstag durch
2
19,
ib
513,
Dellli
rrt und. ■ de Wahi»
btr h;.^Ie.n?Znfr eingerechnet. Tatsächlich haben Ä Teich, e Jpat)l J,0H 80 Mandaten aber schon jetzt er» ?°nUi tie>r » ’* Sljaß-Lolhrinaen wird ja kein Zuwachs L, 2riPr °'nnien, aber an» d m WahlkreiseKoblenz-
i ] "och 8 Mandate und aus der P'alr noch
der
ret
. urn- in .Veit me >r als tn allen w
JE fieitnb )/«„ ou$ bcm hen '"v rsich.lichsien Partei lsesu ° » an rnommen wurde.
orie
entfaltet ein gro» gestimmt nach die.
«
leime
netan und eine aufeerordeniliche Agitation hatten, haben schlecht abgeschnitten, obwohl feer Teil der jüdischen Bevölkerung für sie hatten. Interessante Feststellungen kann man
Verantwortlich kür den redaktionellen Veil: Kart Schütte für C*te Vimeipen: st Partieller, ,'vlda.— Rotationsdruck.
OUltl
122.
1 „
3 Sitze
3 „
7 „
Au» dem kreise Schlüchleru:
DN 23, D 63, 6 106. W 141. DN 100, 6 26, U 2.
Aus dem kreise Lelnhauseu:
Ul.
er $ti uni
72,149 157,5<i8 23^078 447,800
43,425
3 3
ytb Berlin, 22 Jan. lTel.) Nach den nicbtarnt- Meldungen können bis h ute nacht um 1 Uhr JSqfiräblt reiten: 401 Abgeordne e (von ins e
4-1 ohne El aß-Lothringen) in 35 Kiei en (von L fjantt 37). Es stehl noch ans das Erlebnis des Koblen;-T>ier und des Wahlkreises Psal,.
Auf die Parteien verteilen sich die 401 Abgeord» «le folgender maßen:
Zentrum mit bayr. Volkspartei 80;
Deutsch-Nationale 33;
Deut'che Bolkspartei 21;
Deutsche vemokratische Partei 7';
Mehrheits-Soiialisten 160;
Unabhängige 23.
(v§ entfallen außeiden im Wahlkreiie Lchlcsio. po.stein 1 Abieordneter ans die Bauern» und Land- arbeueibemofioitf, im Wahlkieije Hannover 1 Äb- •gtfltDneiee auf den braun chweignchen Lande wähl- veiem. Au-erdem sind je 2 boyert'che Bauern- iinbler in Oberbayern und Niederbayein, 2 Ädge» eroutte des Bauernbundes und der Wein äriner» rnD Bürget Par tei tn Württemberg und 1 Welse in Hannover gewählt.
re, W n'dl1 itl<
] ""ch 8 Mandate «nd aus der Ptalz »och 8g mb"0’*” "warten, o)aß wir aEo mit etwa lebe» "°alen in die Nationalver ammlung rin» leb,.;,?*'0™- Das ist ;vett me >r alS in allen Be
Lreis Gersfeld. (Insgesamt.) Z 6238, DN DL 591, D 1523, 6 2069, U 40.
Sommer». D 49, DR 17, 6 4.
chail t-tt»
fer Richtung machen, wenn man sich die demokratischen Wählerziffern auS den Dörfern mit erheblicher jüdischer Einwohnerschaft ansieyt. Die T e u t s ch n a 1 i o- nale BolkSpartei (Konservative) haleS im. mer noch auf 115ß Stimmen gebracht, ein Teil ihrer Wählerschaft ist zur demokratischen Partei übergegan. gen. Tie Deutsche liberale Bolkspartei (RechtSnationalliberale) hab«' hier keinen Boden gefunden, sie brachte es nur aus 173 Stimmen.
Mit dem Wahlergebnis in den Kreisen ® e r 8 f e I b und Schlüchtern können wir recht zufrieden sein, in den katholischen Bezirken dieser beiden Kreise ist gut gewählt worden, von ganz wenigen Ortschaften ab. gesehen, wo besondere Verhältnisse die Schuld trugen.
fyn Fahre 1912 wurden für das Zentrum im ge. samten Wahlkreise Fulda-GerSfeld-Schlüchtern 13 700 Stimmen, diesmal werden es voraussichtlich 35 900 Stimmen sein.
Das erfreuliche Ergebnis ist nicht zum wenigsten der eifrigen Mibvrbeit b*e r Frauen und 2 ö d; t et zu danken. Sie haben sich durch augeror. dentlichen Eifer und Pflichttreue ausgezeichnet, deshalb sei ihnen auch beso-derer Tank auSgesprod;en.
Nach dem Wahlerfolg am 19. Januar dürfen wir auch für die am nächsten Sonntag, den 26. Fanuar stattfindende Wahl zur verfassunggebenden p reu fei. scheu Landesversammlung, die vielleicht n o ch w i ch t i g e r ist als die Wahl am 19., ein ebenso erfreuliches Ergebnis erwarten.
All» dem kreise Gersfeld:
Vorläufiges Gesamkergebnis > der Nalionalwahl.
fteu )°tft Boy lbft 6 wirb, in. 19
>t.
Zentrumsabgeordnete, 2 Konserratire, 3 National liberale, 2 Fortschrittler und 5 Sozialdemokraten ver treten. Das Zentrum konnte nach dem Verhält.
Aus dem Reiche.
.u Berlin. (Amtl. Wahlergebnis.) S 365 564, (5 Sitze), U 275 915 (4 Sitze), D 163 445 (2 Sitze), DN 92 374 (1 Sitz), N 54 370 (1 Sitz), Z 51 021 (1 Sitz).
vlkenmlllltm. D 2, Z 426, S 19, Dernbach. Z 321, S 11.
Dieder. U 2, D 85, Z 176, DL 18, S 153, DN 37. vorg'oh. D 16, Z 137, DL 1, S 42, DN 3.
5-schborn. Z 125, DL 4, S 60, DN 5.
Cossen m. rütlelb. U 7 D 39, Z 59, S 56, DN 1.
höchst. U 3, D 4, Z 315, S 21.
Horbach. U 7, Z 217. S 15, DN 5.
Kassel. D 9, Z 402, DL 5, S 92.
Obersotzbach. D 9, Z 26. S 134. DN 20.
Rohbach. D 20, Z 43, DL 37, S 64, DN 5.
Spielberg. D 35, S 226, TN 9.
Eine Anza l O le aus dem Kreise Gelnhausen ist in Nr. 15 versehentlich unter Kreis Schlüchtetn gesetzt worden.
Au» dem kreise Kirchhain.
kreis kir»hain. S 269-., D 2047, Z 4711, DN 1733, DL 492, U 11.
AuS der Provinz.
kreis hersseld (rorl.). Z 447, DN 5231, DL 635, D 8265, S 20 737.
Wansried. Z 88, DR 74, D 317, S 718, U 3.
kreis Schmalkalden. S 8071, D 4349, DN 1753, U 7173, Z 67.
Hanau (S'odt und Land». Z 4129, DN 2666, DL 3539, D 9149, S 21 902, U 12 759.
Kreis Arankenberg. U 198, D 3200, Z 202, DR 215, S 1200, DN 1850. Einige Keine Orte fehlen noch.
Dillenburg. DN 1790, DL 530, Z 2834, D 2636, S 2055, U 1580.
Aranksurl. Das Zentrum hat im allen Frankfurter Reichclagswahlkreife 27 774 Stimmen erhalten gegen nur 5710 bei der Wahl von 1912. Die Sozialdemokraten Haden mit 116 050 rund die Hälfte aller Stimmen aufgebracht. Die Leidtragenden find die Demokraten, die Frankfurt zu beherrschen vermeinten, aber erheblich an Stimmen verloren haben. Die „Frkst. Bzlg." stellt die Wahlergebnisse ron 1919 und 1912 zusammen und kommt zu dem Schluß, befe das Zentrum prozentual den größten Zuwachs an Stimmen erholten hrt, nämlich 1,1 Pro»., die Deulfchnalionalen gewannen 2,8 Proz, die Sozialdemokraten 1,8 Proz, dagegen verloren die Demokraten und Liberalen (die 1912 zusammengingen) 8,7 Proz. Der prozentuale Verlust der beiden letzten Parteien dürste zum größten Teil von den Demokraten, zum geringeren von den Nationalliberalen zu beklagen sein.
Aus dem Wahlkreis Thüringen:
Wahlkreis Thüringen. Das endgillige Wahlergebnis ist: S 365 865, U 240 242, D 233 579, DN 163 098, Z 52 154. Die Verteilung der Mandate ist danach folgende: S 5, U 3, D 4 (durch f?ir Verbindung mit dem Zentrum), DN 2.
Schleid. Z 165. S 32.
Sechsen. Z 3. DN 67, D 58, S 267. Üsthe'm. Z 593, DN 172, D 308, U 6. Buttlar. Z 214, DN 6, D 14, S 31. Kranlucken. Z 268, DN 1, S 2.
Oberdba. Z 46, DN 13, D 34, S 57. Tadja. Z 33, DN 158, D 507, S 494, U 14. Wiesenfeld. Z 125, S 8.
Sind lengsseld. Z 27, DN 48, D 194, S 583, U 3. Dorndorf. Z 8, DN 133, D 92, S 475, U 14. Geismar. Z 263, S 42, U 1.
Motzlar. Z 194, DN 1, D 10, S 20.
Neustadl (Orla). Z 56, DN und DL 1954, D 2374, S 4668, U 145.
Eisenach (Stadt). S 4326, D 7002, DN 2530, U 6091, Z 358.
Eisenach (Stadt und Land-. Z 3810, DN 8800, D 13 430, S 19 429, U 10 716.
Dena. DN 5416, Z 358, D 5765, S 12 212, U 1987. Weimar (Stadl). S 7288, D 7542, DN 4587, U 582, Z 504.
Gocha (Stadt). D 7408, Z 408, DN 2461, U 10 232, S 2744.
Ilmenau (Stadt). S 2276, D 1535, DN 376, U 635, Z 80.
Ncrdhauscn (Stadt u. Land). DN 5039, Z 689, D 10 318, S 5633, U 15 834.
Endes abhängen, o b d a s n e u e R e i ch, in dem wir wohnen wollen, auf christlicher Grundlage gebaut und von christlichem Gei st e durchwebt fein wird. .... ,»
Die Dinge, um deren Geltung das preußische Volk am 26. Januar seine Stimme abgeben wird, sind dar- um nicht weniger wichtig und bedeutungsvoll, al» jene, um die es sich am 19. Januar gehandelt hat. Für das christliche Volk stehen in den Einzellandtagen sogar noch wichtigere Dinge zur Entscheidung als im Reiche und darum ist die Pflicht, am 26. Januar feine Stimme abzugeben, für jeden Christen eine heilige Gewissen», pflicht und kein Anhänger des Zentrums wird an diesem lag der Urne fern bleiben dürfen.
Auch die Beamten des Staates, Lehrer, Handwerker, Dauern und Angestellte wögen sich der Bedeutung und des Einflusses der ver- fassunggebenden preußischen Landesversammlung für ihre Interessen und Forderungen bewußt {ein. Und wenn wir auch in Preußen einen wahrhaft demokra- tischen Staat uns bauen wollen, dann soll ein jeder, der diesen Wunsch hegt und diese Forderung erhebt, eingedenk sein, daß Demokratie mit D e r an! wo r- iung eines jeden am Schicksal der Gesamtheit bedeutet und daß darum auch jeder von seinem wich- ügsten staatsbürgerlichen Rechte, dem Recht und der Pflicht zu wählen, Gebrauch machen muß.
e!z h. Tatzen hje en Wahlerfokg umso höher ein, faniM gi„^Qn'e Ansturm der Sozialdemokratie, der k« Bn,.nUU’m byr Revo ution, d r etmze Anst« m hie bnn ll,led Qu§ dem Kriege von keiner Partei |o ben i „ nn5 auSaebaiten werden mußte. W r ha- n ousgehalirn unter der alten, erprobten
<ie fti'ii 4 i*06 *!t unser S'v'z und unser Triumph! Igelit „ RevolittionSg walten sind zer- liirni stehlt *?elien, auf dem der Zentrums« ti« gebührt allen Männern rind Fi arten,
Ner flD'p,et earbeitei hoben tu der Wa'stschla dt, llteu m 'Qu* der jungen Garde, deren Eifer d.e ro,et,et begeistert hat.
6tla*,nient'en Sonii'ag wird die zweite <itf,u„' kldchlaaen, eben o wichiir, in fuliutellei $0 eher no b wichtiger als die erste.
^les „ nmfll silt eS uneimüflich arbeiten. Hai nn* B-*!rran’ «"'ch biejemgen, die liefe« * noct> zurückgeblieben sind. 1
^Uln Aiuruhen ist später noch Zeitl
Mehr als zwei Tage hat es gedauert, bis einiger» «naßen ein Uederblick über das Wahlergebnis möglich ist.
Das ließt an dem neuen Wahloerfahren. Früher gab es kleine Wahlkreise, in denen je ein Mandat zum Reichstage an die Mehrheitspartei vergeben wurde. 3n der Regel wurden schon am Abend des Wahltages die Ctimmergednisse In den einzelnen Wahllokalen ftftgcftellt und ausgerechnet, so daß man schon in der Stabt, ober spätestens am folgenden Tage wußte, wer gewählt war. Jetzt haben wir riesige Wahlde,zirke «nd eine dreimal so große Wähler-ahl. Dazu war die Auszählung der Stimmzettels zeitraubender. Jetzt liegt wenigstens ein vorläufiges Ergebnis tot. Bei der Würdigung der Zahlen muß man sich erinnern, daß die Gesamtzahl der Sitze in der Nationalversammlung 433 ist. Davon werden aber 12 tmch das Verbot der Wahlen in Elsaß-Lothringen nicht besetzt, bleiben also 421.
So'"' vorläufige Ergebnis läßt schon dreierlei erlernten:
1. Eine sozialdemokratische Mehrheit In der Nationalversammlung wird es nicht leben.
2. Die Unabhängigen sind empfindlich in» Wertreffen geraten gegenüber der Scheidemann» Partei.
3. Die bürgerlichen Parteien haben sich «chällnismäßig gut, teilweise sogar überraschend gut behauptet.
Damit können wir einigermaßen zufrieden fein, "enn unsere Hauptsorge war ja, die Verewigung der k>nfestigen roten Partei- und Klassenherrschaft Mverhüten. Allem Anschein nach wird die Partei «>ert-Ccheidemann oezwungen fein, mit dem Dür- lertum triebet Fühlung zu suchen und zu der gemeinsamen Arbeit zurückzukehren, wie sie im alten
Tir Wahlen für Preussen.
In diesem Iaht werden wir noch häufig wählen müssen und alle Wahlen, die wir tätigen werden, sind von größter Vedeutung für die Zukunft unseres Volkes. Das muß lebendig in unserem Bewußtsein stehen und darum darf in unseren Reihen auch keine Wahlmüdigkeit Platz greisen.
Am 26. Januar wird das preußische Volk die Vertretung wählen, die über Preußens Zukunft die schickfalsschwelsten Entscheidungen treffen wird. Noch ist das alte Reich nicht aufgelöst, und noch sind die allen Bundesstaaten vorhanden. Niemand vermag heule schon zu sagen, welches Gesicht das neue bleich und insbesondere das neue Preußen tragen wird, gerade darum aber gilt es für jeden Preußen, am kommenden Sonntag seine Pflicht zu tun, damit bei der Bestimmung über Preußens Zukunft in Wahrheit auch ter Wille des preußischen Volkes zur Geltung kommt.
Wie in der Vergangenheit, so wird aller Wahrscheinlichkeit nach auch in Zukunft den Einzelstaaten die Sorge um die f i r aj c n- und jchulpoliti » scheu Frage n obliegen und in Preußen haben wir schon einen Vorgeschmack davon gehabt, was uns in kirchen- und schulpolitischer Hinsicht bevorstehen wird, wenn die Leute am Ruder bleiben, die ihren christenfeindlichen Geist nicht einmal zu zügeln vermochten, als sie nur provisorisch durch revolutionäre Gewalt an die Spitze des Staates gelangt waren. Die Schul- und Kirchenpolitik, die Adolf Hoffmann unverweilt eingefchlogen hat, war waschecht sozialdemokratisch und entsprach durchaus den Forderungen des Erfurter Programms, das auch die alte Sozialdemokratie heute noch als verbindlich erachtet.
Adolf Hoffmanns Vergehen in den Augen der Mehrheilsfozialiften liegt jo auch keineswegs im Inhalt feiner Erlasse und Versügungen, sondern nur in der taktisch zu unNugen, in Wirklichkeit zu ehrlichen Art seines Vorgehens. Crundsötzli^e Einwe-idumren gegen Hoffmanns und Haenifchs „S.ulturpolittf" sind denn auch bezeichnenderweise von sozialistischer und auch von demokratischer Seite nie erhoben worden: was die Sozialisten und die Demokraten nn :hr au-j’u» setzen sanden, lag stets auf dem Gebiet der Taktik, der Politik im eigentlichen Sinne des Wortes. Als sich des christlichen Volkes bereits heile Empörung bemächtigt hatte, erkannten sie die Torheit und Gefahr des brutalen Vorgehens der Gewcstholer im preu- ßifchen Kultusministerium. Sie erkannten, daß es das Reich und Volk unter keinen Utmtänbeii ertragen könnte, wenn in dieser Zeit des völligen Zusammenbruchs des Reichs und Volks auch noch ein neuer Kulturkamps entfesselt würde. Sie scheuten nicht den Kulturkamps an sich, gegen den sie keine grundsätzlichen Bedenken und Einwendungen zu erheben vermochten, wohl aber seine Begleitumstände, die Gefahren, die derselbe offenbar mit sich brachte.
Desien wird das christlicbe preußifche Volk eingedenk sein, wenn es am nächsten Sonntag wieder zur Wahlurne schreitet.
In der versassunagebenden preußischen Landeever- fammümg werden die kirchen- und schulpolilischen Fragen das größte Jnteresie in Anspruch nehmen. Don der Enljcheidung der EinLelstaaten wird es letzten
™ zauet Bestand haben wird, blecht abzuwarten. te^'5.Wahierfolge de« Zentrums find x .rt',nr 1 cn glänzend. Unt-r Zugrunde- re 1 des Ergebnisse- von 1912 dursten wir nach T^neuen Wahiversahren inrgeiamt 80 Mandate o >, barin sind aber scbon die Mandate au* r^B'l'otbnng.n. aus der Mal» und dem Wabl.
niswahlsystem wieder nur auf 2 Mandate rechnen, e » hat aber 3 erhalten. Das ist ein großer überraschender (Erfolg! Gewählt sind vom Zentrum R. Müller, Rentner, Fulda, Sekretär Jos. Becker, Berlin und Mittelschullehrer Jean Albert Schwarz, Frankfurt a. M.
Fulda - Gersfeld - Schlüchtern.
Das Ergebnis der Nationaltvahl in unferm ehemaligen Reid'slagswabltrcis Fulda-Gersfeld-Schl achtern täfel kick) nunmehr überblicken.
Im fireife Fulda (Stabt und Land) ist der Er- folg für die Zentrumsparui hodlerfrculich. Tie Land, gemeinden haben, von wenigen AuSnahnen abgesehen, vorzüglick^ gewählt, in mandjen Gemeinden wurden nur Zentrumszcttel abgegeben. Aber auch die Stadt Fulda hat ein sehr befriedigendes Ergeb, nis geliefert. Es ivurden abgegeben für das Zentrum 7321, für Sozialdemokraten beider Richtungen 2970, für die Temokraten 1519, für die Konservativ»:» 948, für die Rechtsliberalen 146 Siimmrn.
Tie Sozialdemokraten hatten starken Zuwachs aus der Kaserne und den Lazaretten erhalten, andernfalls wäre ihre Bermehrung ziemlich gering gewesen. Tie Temokraten, die auf mindestens 3000 Stimmen rech-
Kann die Trennung von Kirche und Staat uns Katholiken jileichgültifl sein?
In weiten katholischen VolkSlreistn wird man sich üb-r Sinn und Tragweite der auf Trennung von Sl rdje und Staat lautenden Forderung noch nickt völlig klar sein zumal ja von sozialdemolratiicker und demotra. ti'ck--r Seite öfters auf angebliche Vorteile hingewiesen nnrde die aus et er ioldcn Trennung für die Katholt- ken erw-ickfen würden. Jtt nachstehenden tUikn soll eine grmcinverstündliche Darlegung der TrennungS, frage versucht werden. , „ x m k
B-Sher war der Staat verpflichtet, die Reckte und Einrichtungen der fitrdie anzuetk'naen und jtt schützen, ihre religiösen Aufgaben tu fötbent. Vterfufhmg, iwn« kordat und besondere Gesetze oegrundeten diese Str* pslicktung. „ , , ,
Ter Staat ermöglichte durch 'etno Olesetzgebung über Sonn- und Feiertagsruhe die Beobachtung der dteSbe. züal'dxn Kirckengebot", die Feiet des GottesdiemteS und die Teilnahme an demselben von Setten der Glau, bigen. Jnsbesm bere stand die Störung d^s Gottesdienstes unter gesetzlicher Strafe.
Ter Staat gewährleistete int Allgementen die reit, gtöie und «rar konfessionelle Erriehnng der Jugend tn der Volksschule und sorgte für den konfessionellen Ne. ImiottSunterridit an den Mittelschulen, entgemafe anerfamte er auch, freilich mit Borbeh.tlt'n dos ktrch. lichte Richt der geijtlickren Schulaufsicht, duldete ketne religionslosen oder sittenwstn Lehrer tn t>:r Schule und ermöglichte durch seine Rechtspflege tn vielen ,vol. len die gefährdete kinboltsck>e Erziehung von aus Milch- ehen stammenden Kindern. .
Tie Errichtung neuer «eestorgebezirke und Seel, sorgersttllen war meist nur möglich durch dte Tata« tionsbeiträge, die der Staat leistete-, bitle Psartstellen lönnrn nur besetzt sein, weil der Staat dte Gehalts, ergänzung bezahlt, die zum LebenSttnw-rhaü des G^.-tit- lidx-n nötig ist. Tie Gehälier der Btickofe und l't» sck'äslickten Behörden werden gat-z vom Staat beitritten. Bei vielen Kirckenbauten. bei Defckaifung von Orgeln und Glocken hat der Staat Beiträge geleistet
Strafgesetze schützen die Verletzung der Gefühle deS ckrH-lick, n Volkes von Seiten Andersdet fenber oder schaffen dem beleidigten religiösen Empfinden Genug, nmna und irobren so der Religion, dieser Hauptstütze der fittlidjen Crbnutig und bürgerlichen Wohlfahrt, dte öffent’idxr Achtw g. .
D«S alles wird nack der Trenung von Kirche und Staat ganz audetS werden. Tenn Trennung von Kirche und Staat beißt nichts anderes, alS: der «t a a t kümmert fick absolut ntcht u m dt e Kt r che; er tut. als ob sie agr nickst da wäre, er beh« »den seine Bürger so, als ob sie überhaupt keine Religion hatten. Tas ist auch der wahre Sinn 6t‘S Wortes: .Reltgron iit Peivatsack>e'. Temnach hat iut fltrdte auf leuicrlet Unterstützung, aus {einerlei -lleckts- odrr Ehren,chrttz, auf keinerlei Förderung ihrer religwien Ausgaben zu hoffen, vielmehr nur Behinderung in deren Lttrchtuh. rung zu erwarten. Wenn nickst eine iRtgi iung der finanziellen Berhältnisie erfolgt »nd da? flirdienitciKt» reckt zuoebilligt wird, wären Lisckofe und Viele Seel, forger alsdann muteilos, viele Pfarrennt mufetm ohne Seelsorger {ein, Kirchen, die Staatseigentum sind, könnten dem kirchlichen Gebrauche nach Beltewn entzogen werden; die Irgend würde m re igto n S- losen Schulen, oft von glanlwnefeindlichen Leh. rern erzogen werden; jedr Spur von JRehg.on mufete an? Sckmlc, Schulbüchern, überhaupt auS dem Schulde- trieb entfernt werden, z. ö. dürsten auch Kruzifixe und religiöse Bilder die Kinder in der Schule n.cht mehr an ihn einige Bestimmung erinnern. T,e dem dinu- lidwn Boll fo teueren öffentlichen, religiösen Auszüge, wie Fronleichuamsprozessionen, Bittgänge, Walltahrten würden aH polizeiwidrige Verkehrsstörungen aufgcho- bei und aus den liebgewonnenen Klang seiner Sur, chenolocken müfete da, chnstlicke Volk für immer ver- zicknen, nickst blofe für d.e Tauer der gepcnr.HutV'cn Besck>!agnahtite. Tonn unter den sozialistischen Mit. bürgern wurden sich immer genug finden, welche sich durch das ihnen bis in die Knock'«» widerliche .®cbim- mel" in ihrer Nuhe gestört fühlen. , .
Auch wenn ein Staat als solcher religionslos ist, so folgt daraus neck keineswegs, daß er mm diS Recht bat, seine Bürger als rcltgtonslos zu behandeln. Ec hat vielmehr die Katholiken alS Katbostken, hie Pro. teitanten ai8 Protestanten zu beha>: dein und auf ihre Ikcbtgcugung Rücksicht zu nehmen. Tas zu fordern ist unser naürlidxS Reckst. Tie setzig-n Gewalthaber in Berlin neben vor, ^o'f»beauftragte zu fiin. Wqhlan, daS katholische Bolt beauftragt sie, «eine religiösen Reckte anzuerkennen und zu respektieren. TaS Volk, nicht blofe das katholische Bolk, nein, das ganze Volk, soweit eS nicht völlig verhetzt 'sl. hat andereWuniche un» Forderung n als die Kulturkampfs, lüste der gegmroat, tigen Machthaber erfüllt zu sehen. Frieden will eS, Arbeitsgelegenheit. Brot will eS. Ordnung und «'cker, beit will eS, nicht Kulturkamof. '-0101, nicht Steine verlangt es. Ta sollen dir neuen Regierenden ihre Kunst zeigen; die wchilose fitrdie entrechten, das ist feine Kunst. Man gebrauche die errungene Macht, wie es das Voll erhofft, gegen die Wucherer und Liebe, gegen die Verschwender deS Staatsgutes gegen die Vet« '•rntvirtfebafi in den obersten Reicks- oder Landes, ftetler.: da täte eine Trennung not oder Aushebung und Veschlognahme; und man sticke die öffentliche Auf- merffamfeit nickt von den genannten Sck;ädrn dadurch abzulenken, daß man gegen die Ättdte hetz, und mobil machst, die nickst schuld ist am jetzigen Elend und nichts itu Krieg verdient, wohl ober viel verotrezr hat.
Allerd nas üt nicht eine Mebrbeit de r Link n «ronbert wo, den. Eben o wie in den Einzesiand- «°orn im Süden. zu denen 'chon Wahlen ftoitte« Wen hoben, wird auch in der Nationalverfammlnnq demokratische Pa'tei, d. b. die früheren Fort- lartttler und die Link-liberalen, fo stark w rden, wit den Mi hrh i s o,'allsten zu'antmen ry,.rn. Ae-ierunaSblock bilden kann unter Ans- lwltitz der anderen büigerlichen Parteien. ES können War auch die büiflerlnte । Parteien mit Einichlnß Z? yniofraten eine Mehrheit btld n, wir haben ku,e rro;e Hoffnung, daß die Demokraten die iur Sozialdemokratie, die sie im Wahl- ortoie en hat, zu Gunsten des Bürgertums ! eiavU^,n Cb freilich der rot elbe Block
Vorläufiges am'liches Ergebnis:
Deitt'ch Naiioitale Deutsche Volkspa tet Zentrum Demokratische Partei Mehiheits o; aisemokiatie . . Unabbämige ^ouahriäo'Tat n.......