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KLas will die Sozialdemokratie?
Ter Errieind bet den kommenden Nationalral-- Zahlen ist die Eoz aldemokraue. Denn sie will:
Tie Alleinherrschaft im Staate. Di« bürgerlichen Patleien tollen selbst in der National- -,r «mmlung zu einer Minderheit ohne p.akn.chen L iifluß herabgedrückt weiden.
' 2. Auf kulturellem Gebiet will di« Sosialdemo- ,otie völlige Entrechtung drr Kirche, gänzliche Verdrängung de? Christentum« an« dem öffentlichen Leben gemäq dem Erkürter Pionramm.
3. Ruf wirtschaftlichem Webtet d,e Enteignung aHe« Pr vateigentum« an Produkiionsmitteln mit ^ebr oder minder großer Schnelligkeit. Ter Rock auf dem Leibe und da; Brot in der Hand ist bei- aaye olle«, was man den einzelnen lasten will.
Dagegen will das Zentrum:
1. Tie volle G leichbe« «chtigung aller im Staate, die 'Diitaibett aller Parteien am Wiede'ars« hau deS Reiche«, keine Bot Herrschaft einet einzelnen Illoste.
2. Erkaltung und Kräftigung de« christlichen Aultur« und Erzieh» ng«ideal« im Volksleben, GewiffenSfreiheit und Freiheit der religiö|en Uebung.
3. Geordneten Wiederaufbau der Volk«* Wirtschaft im Sinne der Gerechtigkeit und de« Gemeinwohls auf der Grundlage der proditktiven gibett uns der steuerlichen Schonung de« kleinen ManneS, dagegen der schärfsten Heranziehung der großen Eintommen und Vermögen.
Darum w/hlt Zen rum!
Die Kämpfe in Berlin.
Ter Widerstand der Banditen ist gebrochen. Der Vorwärts gestürmt.
• Verl n, 11. Ian. Der „Vorwärts" ist SamS- Mg früh von Regierung«trnppen nach kurzem Kampfe genommen worden. Truppenmasten aller Waffen- pnttnngen waren in der Nacht in der Näie de« Hall'stchen Tore« lon^entnert. Um 5 Uit begann her Kampf. Die ersten Sturmiruppen arbeiteten sich langsam heran. Mi« schwerem Ma-chineniewehr »al'men sie die Kolonnaden des Belle-Alliance Platzes unter Feuer, wo sich 60 Spartakusleute ve,,chanz' hatien. Nach einem blutigen Feuergefecht zogen sich die L Partaku sleu >e auf da« ,Voi Wärts'-Gebäude zu ück, nachdem dieHälfte von ihnen durchMinenwerfer in die Lnst gefegt worden war. Darauf wurden zwei Mmenwerser auf den Belle-Allianc^ Platz gebracht. E n Volltreffer donnerte in da« Gebäuae h nein, aus dessen Fenstern bisher ununtetbrochen Maschinenoe» totgre gerasselt hauen. Es trat vollkommene Stille «n; dann hörte man laute Hilferufe und Schrei«. Tie Truppen besetzten dann da« Nebenhau« de« ,Vo>lväris^ ebenfalls mit einem schweren Maschinen» pewehr und eröffneten auf da« gesamte,Vorwärts'» Gebäude em ra ende« Schnellfeuer. Außerdem wurden noch vier Geichütze gegen do« Gebäude eingesetzt. Ta« Abwehrfeuer der Spa>takusleute verstummte darauf vollständig. Eine Qualmwolke wälzte sich tiet die ganze Umgebung. Jetzt drangen die Stoßtruppen in da« Gebäude ein und überwältigten tue Dide, stiebenden nach kurzer Frist. G.'gen 10 Uhr vormittag« tarnen schon die ersten Gefangenen heraus, «n*?t ihmn auch zwei Russen. Die Truppen prü» gelti'n diese Menschen in furchtbarer Weite und über» b'achten sie dann dem Leiter de« Kampfe« Oberst Reinhardt. Die Gefangenen sagten au«, daß sich im Ar oäriS'.GebäudeL «0 Männer undFrauen drfimden hä ien, die über eineMengeMajchlnengewehre,Handgranaten nndGewebre ver.üot hatten.Ttewest»rd' in enden Srurmtruppen stellten jetzt an die übrige Bcsatzunq t>e Frage, ob sie sich ergeben wolle: „Nein, n t e • "als I" schrie es ihnen entgegen. Dai auf wurde bei Kamps mit schweren URinenroerfem sonor'eg«. Die rd*''e Ppne durchschlug da« Ckböiid« «ns ” die Fundamente, wo die Cpartakueleute ihre Brr- vundklen untergebracht hatlen. Die KitTung dieser Wkschostr war eulfetziich. Große Spicke Mnu-rwerk nutzten krachend in die Tiefe und begruben olle,, wa» in diesem -'immer lebte, unter sich, «ine weitere Mine zerriß das Dach mitsamt entern dort postierten Spartalurtrupp. Setzt war die vsttrtaturfestung völlig ftwmreif geworden. Sticht« B'oerftanb mehr, als die GtoimtrupW In den Torweg »mdrangen, um den H»f zu säubern. Auf dem ersten r®; lagen etwa 1 00 I of e und vieleVerwun- «ete, welche um Hilfe fchrien. Andere Spartakus- bkute kamen dem Trupp mit hocherhobenen Händen kn-pegen. Sie waren durch das furchtbare Feuer so .futtert, daß sie die Soldaten schluchzend um Gnade "kissthten. Mit vorgehaltenen Waffen forderten die Soldaten die noch Lebenden auf, die Waffen in einem Kinkel des Hofes niederzulegen und dann anzutreten. Ink ’8ßfrfen Pe- bann aber kamen sie allmählich '"hellen Scharen aus den Kellern und den hin- fib ki e" Eiervor. Eine große Anzahl versuchte, er ?i,e Nackbargrunbstücke zu entkommen, dock wur-
von den Gardesäaern, die das gan'e Biertei halten, in Empfang genommen. Da» Pub- , * ?! ?"lte inzwil^en die Sperrkette durchbrochen. Die c °, t e r t e Volksmenge versuchte, sich der Tlifh Q‘^en xu bemächtigen und die Jäger hatlen alle he, die Gefangenen vor der Lynchjustiz zu bewah- q" 5mmet wieder schrie die erbitterte Menoe:
fiel", „An die Laternen mit - Etwa 500 Gefangene wurden von den veiagern abgeführt. Unter den Trümmern des 8n,^Trt?' kamen etwa 300 Tote und Der« u:"0ete zum Vorschein. Die Druck- und Eetzma- |yMen wurden von den Spartakisten fast völlig zer»
5 Uhr morgens wurde auch wieder um das r* 5.e 0 eh ö tt b e Düren st ein gekämpft. In J.e Snartokisten feit einigen Tonen verschonst firsl m Angreifer erhielten aber nicht unbeirächt- h, x;’kurch Stbßffe ous den Nachbarhäusern, »um einzelne Spartakisten zursickgezonen batten, ei i|A0 ?bon,et Däner suchten Indessen all« Häuser fm '™ ’roipbfen «Ine größere An'ahl van Sparta- ScrinÖ>n'm t Zivilisten mit Gewehr, die sofort nach pe- trsürportiut^wur^n?" erregten Mannschaftm ad-
Einige der Gesellen, die auch noch Uebergabe de» Büxensteinschen Houses noch ous sicheren Verstecken der Nebenhäuser geschaffen hatten, erwiesen sich nunmehr als ebenso feige, wie vorher prahlerisch und hinterlistig. Sie warfen sich auf offener Strohe auf di« Knie und bettelten um ihr Leben. Um 10 Uhr begab sich ein größerer Trupp der Sturmtruppen in das Buxensteinsche Haus, um es völlig zu säubern.
Drrlin, 11. Jan. Ein G rüchi wollte von ter Gefangennahme Rosa Luxemburgs wissen, die mit der Besitzung des „Vorwärts" den Truppen in die Hande gefallen fern sollte. Tas Gerücht hat sich nickt bestätigt. Es war bervorgerufen durch t'.e Verhaftung einer Russin, die von den Soldaten am Maschinengewehr abgefaßt roorb-m war. Es ist von den Führern der Spartakisten keine bekannte Peisönlichkeit festgenommen worden. Die Herren buben es offenbar vor^ezogen, sich zur rechten Zeit in Sicherheit zu bringen und ibre.t Li'hütwern die blntiaen Qii'j’e zu über» l^'sen. Tie Truppen hoben in ihrer Erbitterung über die gefangenen Spartakisten das St and- recht verhängt. Auf dem <Me der Dragoner- K iserne, wo bis jetzt über 400 Gefangene unten gebwckt wo»den sind, sind 7 M--nn, Ve n it Waffen betroffen wurden, von den Jägern sofort er« schost'n worden. Tie Regiermg bat bereits eingegriffen und sich das Strafrecht über die Gefangenen Vorbehalten. Tie Soldaten machen jedoch kein Hebl daraus, daß sie in Zukunft jeden bewaffneten Zivilisten, der nicht einen Ausweis 'er Negierung besitzt, in gleicher Weise wie die Erschaffenen behandle.
Am Anhalter Bahnhof hoben die Reoie- rungStruppen noch einige Maschinennewehrn» er der Spartakisten aufo-hotzen, die in den benackbar- ten Häusern uniergebiacht waren und au8 denen heran« auf den Habnhof geschaffen wurde. Der Angriff auf den Schlesischen Bahnhof ist inzwischen so weit gediehen, daß der Sturmangriff jeden Augenblick erfolgen kann. Da« ttfliteinhau» ist im Laufe de« Abend« von den Lpai takustruppen unter Zuiücklaffung der Waffen geräumt worden. Mir dem Führer der Besatzung de« Moffe« Hause» wurde am tpäten Abend in der Reichskanzlei verhandelt.
Es wird jetzt immer mehr bekannt, in welchem Umfange die Spartakisten Plündereien und Räubereien vorgenommen haben. Sie aingen dabei auf di« brutalste Weise vor; mit dem Revolver vor bet Brust waren die wehrlosen L aden in''aber ihnen ausgeliefert. In der Nähe des Sch'esistzen Dadn- hoie« raubte« sie eine Geschäftskaffe mit 120 000 Mk.; ein Trupp von ihnen drang in die Filiale der Diskontogesellschaft in der Frankfurter Allee eilt, mußte aber unverrichteter Sache wieder ab iehen. E« stellt sich nun auchherau«, daß in den letztenToaen verbreche» riftbe (Element«»«# allen Teilen Deuticklanv« nach Berlin gekommen sind, rnn biet die Gelegenheit zum Rauben u. Stehlen wahrzunehmen. Unter verlockenden Borwänden wurden auch Atbeit-loie aufgefordert, nach Berlin zu kommen. So z. B. haben sich in Hannover 2000 Arbeit« o e eine« Zuge« bemächtigt, um unter Hinweis auf ihre Zug Hörigkeit zum Spartakusbund«freie Fahrt nach 9eilin zu erzwingen.
Berlin, 12. San. Die sechetägiee Gewaltherrf^-ist des Sparlakusbundes in Berlin ist gebrochen. Do» Wölfische Büro wurde noch VerhanUungen übergeben. Das Lerlagshau» Scherl wurde ousaeliefert, nachdem sich die dort befindlichen Matrosen ols neutral erklärt hatten. Da» Ullstelnhau» wurde von den Epor'akisten heimlich verlassen. Am längsten hielten sich die Spar» taklsten im Moffehaus. Die Erstürmung bei Poli - zelprösibiums gestaltete sich zu einer farm- lldjen Schlacht im Zentrum von Trrliu. Um 11 Uhr abend» begannen die Truppen sich in Bewegung ?>l setzen. Ein Honet von Geschaffen überf*ütt«i< den Bau de» PclizelvrSsidtums, der zu tiret Festung ausvestolter worben war. Die S?artatu»leu«r erwiderten heftig ba» F -er. Um 6 Nbr mor"e«i» «w- swloh man sich zu Llrtilleriebrsckstßuirg. Eine Hau- bitzerbatterle feuerte In rasier Polite etwa 55 S^ uß mit Brennzündern. Auf diese L?stse wurde da» Einbringen der Trampen mit Gewalt enronn'*«n. Al» matt In da» Gebäude eindrang, waren M; Spartakus- leute verschwunden. Sie hotten durch hte Fenster noch der Straßenbahnseite zu da» Wette aeiucht. Rur acht Mann konnten festgenommen werden.
wtd. Berlin, 12. San. Die Erfolge bet Siegte» tungstrupprn haben die übrigen Quartiere der Spofta- fiften schnell in die Hände der Regier>t»g gebracht. Alle Zeitungsgebäude und do» W. T.-B. sind fr et und man geht allenthalben daran, den Betrieb wirtet aufttnehmen.
Die Demonstration der Mehrhetl«- foziallsten und der Demokraten am heutigen Sennkqp gest-stele sich zu einer eindruck-vollen Kundgebung für die Regierung Cbert-Scheidemann. Zu Zuso'nmenstl'ßen ist es nicht gekommen. 8m Lause de» Abend» kam es tn elninen Tellen bet Innern Stadt zu Schießereien zwiscken R-aierungest-uvpen und zurückgebli-ber'en Spartakisten. Auck wurden in dem Zeitungsviertel In hen späten Abenbsttmden w'rter Schöffe laut. Buck die Dailmer-Molorenwerke In Morienfeld bei Berlin sind heute in bk Hände der Regiemngrtruppen gefallen.
wtb Berlin, 12. Ian. Im Polizeipräsidium haben die Sportakus-Leuie bei dem letzten Kampf 12 Tote und 450 Gefanoene verloren. Tie abpebenben Spartakisten waren zum größten Teil völltg nieder- geidimettett.
wtb Berlin, 12. Ian. Bei einer verhafteten Russin sind 16500 Mark vorgefunden worden. Spartakus-Leuten wurden Munition mit tussi'cher Aufschrift abarnommen. — Bei bet gelonaenen Besatzung de« Ullstein-Hanfes wurden Liste« vorgefunden, die die Namen solcher Ver'onen enthielten, die von Spartakus Leuten bereits e'lckoffen werden sind bezw. noch trifte ten werden sollten.
Außer den Mehrbeits'oz'aliften und Demokraten veranstalteten auch bi« Unabhängigen Kund- gedungen, natürlich um nege« die Regierung zu demonstrieren. (Ein Zug von — :i»rt buud-- Mann wagte sich auch in da« S' langte vor die Reichskanzlei, wo vollführt «rsbfc
Sparlaklstlsche Taktik.
wtb. Berlin, 11. San. Die Kamvfmethode der Spartakisten gleicht durchaus der russischen, sie ist außerorlenllid) blutig und feige zugleich. Die Taktik der Sxarlakurleute bcst.gt darin, tfrauen und Kinder bann vor die Maschinengewehre zu treiben, wenn es dem Gegner gelingt, ihnen auf den Leid zu rücken. Sie haben tatsächlich in vielen Fällen, tro die Regierungstruppen dabei waren, ihnen in den Sieg zu rucken, von dieser erbärmlitfcen Mettz ^e Gebrauch gemacht. Auch beim Anmarsch benutzten die epartafhen Frauen und Kinder als Deckung. Inden Stadtteilen, aus denen die Svarlakiden bi» jetzt noch nicht vertrieben sind, hoben sie eine Sch reckens« Herrschaft auf der Straße errichtet. Cie holten die Passanten an, untersuchen sie aus Geld und Wertsachen und rauben beides. Es heißt, daß Motrosen zwischen der Wilhelm- und B-ffelstroße von Sparta* kusleuten festgehalten Worten sind» weil sie, obgleich sie dazu berecktigt waren, Rangabzeichen trugen. S'e sind kurzer Hand erschossen worden. Sn der Andreasstraße haben die Cpartakiden Absperrung>n Dorgenommen, um dort die Läden zu plündern. Alle», was sich am Fenster zeigt, wird feiert unter Gewehrfeuer genommen. Wahrscheinlich erstreben 'ne Spartakiden einen Angriff auf bie in der Atckreas* stroße liegende Markthalle, ein weiterer Beweis dafür, laß es ihnen Immer mehr on Nahrung für ihre Lewe mangelt. Aus diesem Grunde haben sie auch gestern den Zentralvicbhcs zu nehmen versucht, sich dabei ober blutige Künse , rhclt. Es soll 52 Tote gegeben haben. Für die $cl?£femmunp ist es kennzeichnend, fcf t b’e Fleischer, die ous dem Dikhhos arbeiteten, auf ba» c^er* oischste zu der .Zurückweisung der Spartakiden beige« tragen haben.
Versucke in Mittel- und Suddeu^fchland.
Karlsruhe, 11. Ian. Cs kann nicht angezweifelt werden, daß der Berliner Spartakistenputsch auf ganz Mittel- und Süddeutscklond übertragen werden soll. Wie festaestellt, sind von Berlin aus bolsckswi'tische Sendbo'en in verschiedene mitieldeuhschen Städte abgesandt worden, um dort die Massen oufzuhetzen und d'e Datsche zu m« szenieren. In Münch'n, Sti-tst'-ort, Mannheim und Karlsruhe sind felcke Abgesandte der Sparta- kuSgrupve eingetroifen, und es fanden dort Versammlungen von fvartakistisckcn Anhängern statt, welche u. a. zunäckst die Besetzung bürgerlicher und m^hrbeits'oz'al stilcher Zeitungen, alsdann die Verkündfeung d:S Gene-lsireiks und fckl'eßlick die Absetzung der bestehenden Re« gierungSacwalten beschlossen wurde. In Baden batten die Spartak sten bisher keinerlei Erfolge. SU Unavhängiaen
wollen keine Rnhe geben.
Nickt nut die Spartakuslente, auch die „Unab» bänqi|*en* sind gewillt, nock keine Ruhe zu aebtn. Da« Organ der Unabhängtgen, die „Freiheit", schreibt u.
Die Arbeiter werden sich nut bi« auf den letzten Mann zusammenschlietzen und nicht eher ruhen, bi« diese Renieruna de« BerbtechcnS und de» Wah. sinn» ihren 'Llatz verläßt.
Der Dornand bet unabhängigen Sozialdemokratie veröffentlicht nach einer Berliner Meldung der „Franks. Zm." einen Ausruf, der an Fälschung der Tatsachen nnd tendenziö er Mache ba« Tollste ist, wo« bieie Partei nnd ihr Hauptorgan firt) bisher geleistet haben. Richtig ist nur der erste Satz, denn er stellt fest, daß in Vertin der leitet Herr- sche. Dann heißt e« weiter:
Offiziere, Studenten, aufofutiebteBourneo fie-Töhne haben in Berlin ein Willkür.Regiment errichtet, wie e« niemals erlebt worden istt Die Verteidiger bei alten zaristischen Regimes si d durch eine verbrecherische und wahnsinnige Regierun i in Berlin wieder zum Leben erweckt worden. Bewaffnete drin, en in die Wohnungen friedlicher Bürger ein. nehmen HauSsuchun, en und Berha-tiin en vor. ohne sich um die bestehenden Geiehe irgendwie zu kümmern Alle«, weis unter dem schärfsten BelagerunnSeuttand an Härte und llnmenschlichkiit reicheben iit, verblaßt hinter den Roheiten und Grau- fern fetten dies r Ta e, in denen eine an üblich demo« tratische und sozialistische Re ierung am Ruder ist!
Die Haltung der „Unabhängigen ist jedenfalls di« beste Wahlp> opaganda gegen sie. Arn Wahltage wird ein Volksgericht über sie ergehen.
Die Tvarlacisten morden friedliche Bürger in Düsseldorf.
Die Cngländrr muffe« Ordnung schaf'en.
wib Düffeldorf, 10. Jan. Die aufs höchste gesteigerte Empörung der Bürgerschaft über da» Treiben der Spartakisten und ihrer Anhänger zeigte sich heute in zwei ungeheuren K u «d- gedungen. Zu Zehntautenden haften sich Bürger und Arbe ter ber Stz dt, darunter viele Freuen, eiugesun! en. Durch die Stabt bewegte sich ein fast endloser Zug. Al« si? Spitze des ZuaeS den B bnbof erreichte, richteten die Spar oftstcn rui Maickiriengewehr auf tue Mmae und feuerten. Cs gib Tote und Derwunbete. Schon vorher tvoren vereinzelt Schüsse gefallen. Die Bürger strömtm tfnifcitifl auseinander, ba cs keinen Schutz gab. Das Gewebrfeuer hielt on. Ein Vanzerautomob'l und Wagen der Spartakisten mit Maschinengewehren eröffne'en von verschiedenen Stelle^ oiu« auf bie Passanten da« Feuer. Die Schieß?"ei b'1”"' e "s?r eine Stunde und flankkerte hie und da wieder auf. T-e Spati'ftfter. fott-n verschiedene Sttaß n und Zugänge zum Volkshaufe obpefeerrt. Wieviel Opfer d e £<6ief*'‘rei gefordert bot, läßt sich noch nicht aoieben. In der Stadt herrscht eine gewaltfee Aufregung. „ Ä,
StFelber’, 12. San. Oberbürgermeister Dr. Oeh- k?r erklärt tie Me'hung, wonach her PeH'ei^'^ent kBeirots und her Bürgermeister von ZWfelb.nrt sich in den Sckutz b-r h-fe'scken Besatz"nq hegxhrn Hätten und dort b’e Besetzung ter Stabt Düsseldorf bettnltapf hätten. für unwahr. Er hohe ffch lrt»->si^, n.19 S'che»» Heltsorüiidk» auf llnksrhrinffch:» Gebiet begehen.
Tuffelbor*. 12. San. Gestern haben fämfli*« Beamte der Pest linj j.-, Irfe-- ’mtes zum Protest gegen das Treiben der € ’« ihren Dienst
l eingestellt. Aus dem oleiche» ruhte der 6>{en=
z dojrao«k«z, «MuA»
Düffeldorf, 12. San. Der fpartakistifch gefärbte Dollzugsau-sckuß Hal u. a. die Beschlagnahme von vier großen Düffeldorser Hotels zum Zwecke bet Beschaffung von Kleinwohnungen verfügt, mell aus diesen Hotels am Freitag angeblich geschossen wurde. Bahn- und Post per kehr sind jetzt wieder auf- genommen, nachdem die Spartakisten sich gezwungen gesehen hotten, die Bewachung der Anlagen wieder auszuheden. ___________
Rückzabe de chlagnahmter Maschinen.
General v. Winterfeld hat in Spaa dem Ober» fomman'o der Alliierten eine No>e zur Regelung der schwierigen Lage der Materialrückeritattung überreichen lasten. E« heißt dann:
Die beutidje Regierung erklärt sich bereit, die au« den besetzten Gebieten stammenden Maschinen, die ohne weitere« zurückgeqeben werden können, den französischen und belgischen Delegierte« aiebald zu. Per jünung zu stellen, ferner die an die deutsche fineg«- im u'tiie verkaujien Majchinen, deren Rückkauf gemäß Bere.nbarung mit den rechtmässigen Heutige« Besitze.» mö lich ist, gle'chfell« zur verfü"ung ,« stellen und endlich Vereinbarungen mit den belgische« un> fran'äsiiche« D'Ieoierten darüber zu treffen, t* welckem Umfang und Zeiiraum neu angufeihgenbe Maschinen als Er atz jur die in den besetzten Gebieten beschlagnahmten zu liefern sind.
Die Vorarbeiten zu Rückgabe der Maschine» sind bereit« «inaelei'et. Sobald die französi chen ». t rloi cken Delegierten «ine Bedarfsliste über bie Rc.henfolge der Ablieferungen bet eruzelne» "fettunaen der Mol^ nen «inre* J ’hnn niit der R ickfühiung beoou en werden. U b r die ^satzler- ftuna der anderen Materialien iui.n die deutsche Reaie ung auf bindende Beipflichtungen erst beim Fnebensschluß entgegen und unter der riorau«- s tzuno, daß bie E.nähiung der deutschen Bevölkerung und die zzi feruug für den Diederausbau de» deu scheu Wirtjckaft-leben« notwendiger Mateiialie» gewährleistet wird.
(Fin polktrschcr Gewaltakt.
wtb Breviau, 11. Jan. Wie a r« Pofe« unter polni'cher Zensur mitgete.lt toi'X ist vorgestern durch den Obersten polnischen Bolksrat der Anschluß Posen« an die polnische Regierung proklamiert toerben.
Der Volksrat Breslau, Zentralrat für die Provinz ^cklesien, betont dieser Meldung gegenüber, daß die Provinz Pofen nach wie vor einen Bestandteil d«S Deutschen Reiche« bilde, daß mit Einver- ftänbni« der preußischen Regierung in Berlin der Obe. Präsident ddr P.ov'nz Schlesien bi« endgültigen Re eluna zugleich als Oberp-äsident für die Provinz Posen zu gelten hat und daß der Regierungspräsident n Breslau den Regierungsbezirk Pofen mit verwaltet. Zur Durchsuchung dieser Ausgabe wird der schlesi.cken Regierungsstelle ba« Freiwilligenkorp« Schlesien zur Verfügung gestellt.
Die Vntente geffen die Polen.
wtb. warfcktnt, 11. San. Meldung der polnische» yrefeoper-tur. ' „Kurier «üfec-awili" meldet: Aus Pa- tis traf hier die Nachricht ein, daß die Entente den obersten Patr'fchen 5?c!Lrit tu Pcf-n zur Einstel - lung der Visensive gegen die Deutschen gu'oc''rdert habe ir.it der gleichzeitigen Zusicherung, baß tie polnischen Truppen in der nächst:» Zeit Aus- rüjiungen, Munition und Massen erhalten werden.
Serftaatlichung der säcksischc« Kohlengrube«.
Dresden, 1t. Jan. Die Regierung beab- sichtigt die al«baldtge Verstaatlichung der sächsischen Kohlengruben.
Di« Telegraphisten wollen streiken
Ein« Versammlung des Tetriebspersonals des Berliner Ha»^'^?—arh-nomfes rcrlar.'te na* stfemisckan Derhgnhll^ren sssart're tz'uszghlung de» E-.hall» de» er" n Curr’al» onoef.Lw bet unsiLerhöltniffs «i.fe eine ErhShu-o der Bezüge, wie sie für b'e Eisen- b-h7,ang:st:"wn s>':on oeplom ist. Sm Falle her Ab- l»''N.mo ter Forderim-rn Inner''eist fünf Tagen würbe die Jlieberlegur.g der Arbeit beschlossen.
* Zwischen dem Vatikan und der italienischen Regierung schweben Verhandlungen wegen Regelung der beiberfeitfeen Beziehungen.
• SelbmetfAell een Meckensen ne» in Ungar» Di« »aebriebt, daß Aeldmarschall 6 Mackensen nach Saloniki verschleppt worden sei, beftätiot sich nickt. Er befind» fich noch au* un wischem Boden, indeffen' steht noch nicht fest, oj der Aufenthalt in Teme«var nur ein pro. visoriicher fein soll.
«elfaewiftische tlgente« an« Rußland werden m Bien von der «enieruna nicht geduldet, weil sie Zu- flände verhindern will, wie sie jetzt m Berlin herrschen.
Die Landeswahlen in Bayern
und Württemberg
München, 13. San. Rach den bis heule vor» msifag vorliegenden wenden Tc'lresi'ttaten bet gestrigen Wahlen zur bayerischen National» Versammlung wurden Hr^er Stimmen abgegeben: Baneris*e Dolk-nortei (Ztr.) 262 891, deutsche SoPspaiiei 196 883, So'ialistiscke Partei 3.2 011, M"':tftandspaftei 132 t, N—^hängige Sezfelisten 31 211 und Bauernbund 81 526.
wtb. SloHgorf, 13. San. Lei der gestrigen Dahl zur oerfr'fenagebenben Landesversammlung haben von 1 446 580 W ahlherechtigten 1 316 068 Ihre Stimme abgegeben. Gültia waren 1313 326 Stüu.nzettel. Es entfallen auf: Ur-ibbäncige soz!alistii*e Partei 40 622, Ze'ürum 273 192, Dauernbund 75 756. Weineörtner» bunb tt"b kleine Uanbtrirle 35 255, Conbro tle über» f^waden 5 743. Deutfcke demokratisch? Partei ?28 555, So'ialist'sche ’horfei D> rttenckern 452 deutsche Friedensportei 4027 nnd Würlfemherets-he Bürger- Partei 97 726 Stimmen. Somit erhfeften Sitze: bi« U-nhhängioen 4, das ? e n t r u m 31. t«r Dauernbund 10, bie n>artte-hsryjsckrn Weingartner unb kleine Landwirte 4, bie Londmirt» Obersckwaben» 0, dl« bw,‘f(he brmokratiscke Partei bie sozialistische Par- tei Württembergs 52. deutsche Flieh m-parsii 0 und
•üt »ülltembugisch« Pürgekparlei 11. Daß Ergebnis