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Fuldaer Fnt»n-

Druck der Fuldaer Aetieudruckerei ia Fulda ^

Freitag, 10. Januar ISIS.

mutumm, M»

September 181$

Jahr zu Jahr größer und betraf die 9inge in Front und Heimat.

Mk.

O. K

14.

ßsd iS Irr »Fllld. Z!g.' m ßtzere» Ersslz.

essischer Bankverein

Fulda Kaiserplab 9, Fernsprecher 105,

Mietvertrags-Formulare

Fuldaer Aekiendruckerei

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Aus dem Felde zurück!

Lauterbach

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besiimmungS^eckt der Völker achtet, willfahr e es natürlich dem Wunsch der Gernsbeiwer und tat das auch um so lieber, weil der Ort Gerns?e m sich sr bst verborgt. So bildet Gernsheim jetzt eineRe« publik" für sich. Wer Präsident geworden rst, konnte der Chronist nicht erfahren.

7. März 1916 Musketier Ignaz Hautumm, M» schinenschloffer 22 I 4 M. 28 Tg. 30. September 18l$ Bizefewwebel beim Stab Georg Wilhelm Wahrcnbruch, Schlosser 25 I. 7 M. 18 Tg.

Rechtsanwalt Scheer

Telephon 57.

11. N. N........

12. Dr. Gunkel, Fulda . .

13. Karl Fleischmann, Fulda

Zentrum und Soldatenwünsche.

Kurzug arrr dem Slanderamtr-Aegtster

de» König!. Standesamtes Fulda.

Tterbefälle in der Zeit vom ?7. Dezember 1918 bis 3. Jan. 1919.

5. Nov. 1918 franz. KriegSuef. Henri Pecguart Müller aus Euguin PaSve Calais 22 I. 6 M. 9 Tg 2.7. Dez. Magdalena Göwpel, ohne Beruf 76 I 7 M. 17 Tg 23 Mama Leinweber 11 I. 6 M. 16 Je 29 Joh Karl Völler 24 Tg 30 Karl Merz auS Altenhain fit. Schotten 6 M. 27. Tg. Berta Wald aus BeSpeS. Kr. ,^ulda 5 I 29. Ta. 1. Jan. 1919 Witwe

Zweigniederlassung

Aufbewahrung und Verwaltung von Wertpapieren. Stahlkammer. Verlosungskontrolle

Hessischer Bankverein. Aktiengesellscliali

Zweigniederlassung Fulda.

15. Arbeitgeberverband, Fulda .

16. Frau von Kotze, Neuhof .

17. Bellinger Ludwig, Fulda .

18. Dariehnskaife Neuhof . .

19. Landrat Frh. v. Toernberg,Fulda

20. Darlehnskasse Büchenberg .

1.

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Sa. Mk. 19255.70

Den gütigen Geben sage ich im Namen der Hin» terbliebenen der im Kriege Gefallenen meinen he­ften Dank. . . .

Weitere Gaben, um die dringend gebeten wtrv, nehmen alle Banken, Darlehnskassen und örtlichen Fürjorgestellen entgegen.

Fulda, den 30. Dezember 1918.

3m Einvernehmen mit dem Arbeiter- und Solbatenrat.

Ter Landrat: Frhr. v. Doernbera. "!

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Zu kaufen gesucht ein

' suhehenäes

QesdiOiteRestourant in guter Lage, bei hoher Anzahlung. Angebote sind unter W. R. ISO in der Geschäftsstelle des Blattes niederzulegen.

Franziska Mutzotter geb. Schäfer 80 I. 7 M. 8 Tg, Malermeister Georg Im. Netobardt 47 I. 6 M. 14 _Tg. Richard Hotzjeld 1 I. 9 M. 14 Tg. 2. Landbrieftrager außer Dienst August Dähler 72 I. 10 M. 14 Tg, Nen- tcnempsängerin Witwe Anna Maria Schmitt geb. Fla» düng 76 I. 19 Tg. Weichensteller IfeRL a. D. Karl Schmitt 65 I 10 M. 26 Tg. Maria Almicher 39 3- M. 23 Tg. 3. Ehefrau Barbara Neumann geb. Gut­mann auS Ziehers (Domäne) 47 I. 4. Tg.

Zur Anmeldung gekommene Sterbefälle ortsangehöriger Krieger.

Tie (Stelle Dt4

Geschäftsführers lör da? unterzeichnete Haudwerksamt soll möglichst bald besetzt werden.

Reflektiert wird aus orbeitssreudige, organisatorisch befähigte erste Kraii. Schrift!. Meldungen mit Gehaltsanqaben usw. beim Handwerksamt Fulda-

Gottesdieirstordnung.

«atbolischer Gotte-dlenst.

Sonntag, 12. Jon. Dom. V,6,6.'/,7 u. 7 M., >/,7 M u. Kam. d. Jungfr.-Sod. i. d. Martenk. u. ö. christenlehrpfl Jungfr. u. d. eucharist. MarienbundcS :. Dome, 8 Piarramt m. Pr., VilO Kathedralamt m. Pr., 11 Chr, V.12 M. m. Pr., l/,2 A. z. Ehren d. Mutter Gottes, '/.3 Vers. d. Jungfr.-Sod. i. d Marien!., Pr. u. « 4 Pr u. A, 7 A. m. S. i. d. Marien!. (Montag u. Donnerstag nachm. 6 AoStadtpfarrkircke. */.6 Kom ;«5 M. u. Kom. d. Dienstmädchen-Kvngreaatwn, .'«7 M u Kom d. Junafr.-Sod. u. d. übrigen chrrsteniehrpfl. Jungfr., 8 M. u. Pr. d. Schulgd.), 91/, Piarramt u., Pr ii M. u. Pr. (2. Schulgd.), 91, Chr. f. d. Jungl. i d Severikirche, 2'/, Bruderschaft v. d. Todesangst 6. Herrn, 31-'« A. f. d Jungfr.-Sod , 6 Klie^SbUtandacht. Pfarrkirche zum hl. Geiste. '/.7 Kom 7 Fruhm., 8 Pr. u. Amt, V.5 Chr, 5 A. Mittwochs 6 KriegSanLacht - Severikirche. '/,7 M. Herz-Jem-Hrtm. 6 M., 8 «mt m Pr. 2 A., 8 K-A. Mittwoch K-A. Frauenberg. M von 5*/«7, 8 BruderjchastSm. m. Pr , 9 Hochamt m.' Pr. Nachm. 2 Pr., A. u. Umg. f. d. Fünf-Wunden- Bruderschaft. oi.

Evangelischer Gottesdienst.

Sonntag, 12. Jan. Vorm. 91/,Becker, 11 Kinder- gortesdienst, nachm. 3V, Gemeindeversammlung in der Kiiche zur Aufllärung über Trennung von Staat un» Kirche.

Israelitischer Gottesdienst.

SamStag, 11. Januar. Vorabendgottesdienst 4,30, morgen, 8,30, nachmittag- 3,30, SabbathauSgang 5,3» Uhr? Wochengottesdienst: morgen- 7,1«, nachmitt 4,15, abend- 5,35 Uhr.

Wegen großer Anhäufung werden bis zum 1. Febr. v. Is.

Bucheckern, Raps, Lein nicht angenommen.

Die Oeimühlo ist jeden Samstag und Montag auch für Ausgabe von Cd geschlossen.

An den andern Tagen wird Oel nur auf alte Nummern ausgegebeu.

E. Wirth, Oelmühle, Eitra.

Vie Wähler W aus dem ff.

Vier F stehen im alten Turnerzeichen jurant» , men. Was braucht jetzt daS deutsche Volk?

Frieden, Freiheit, Fleiß und Frömmigkeit.

Frieden! nach außen to e nach innen! Darum wähle nur Lewe, die eine verband- luncis'ähige und kräftige Regierung brtden wollen.

Freiheit? Da^um wähle kein Anhänger der ein eiligen Klassenherrschaft.

Fleiß braunen wir, da Deutschland ohne regelmäßige lchoffende Arbeit zum Armenhaus und Hungerturm werden wird! Darum wähle keine Begünstiger von Streits und keine Sto­rer des unernb hrlichen lln etnehmungsgeistes.

Frömmigkeit brauchen w>r, um nicht in Roheit und Liderlichkeit zu versinken! Darum l wähle die Liste des Zentrums, welches ist die | christliche Volkspariei.

Frisch, fromm, frohgemut und frei!

den Rauchfahne unter dem grauen Winter Himmel da­hin rollen sehen. Nicht alle Zuschauer haben genau er« kannt, worum es sich handelte, aber doch die meisten, und diese wußten, daß sie Zeugen eines Schauspiels ohne gleichen waren. Sie empfanden, wie der Feind seine Faust bis tief in das Herz Deutschlands hinein bohrt und mit ihr herauszieht, was für bte deutschen Lande ein aroßes Stück Leben und Brot und Arbeit

Ungenannt ......

Professor Vollmer, Fulda .

L. von Winkler, Fulda . .

A. I. Klebe, Fulda . . . Max Kugelmann, Fulda .

C. A. Arnd, Fulda (Kriegsanl.)

H. Wüste, Fulda (Krtegsanl.)

H. ..........

N. N.....- - -

I. Schultheis, Fulda. .

Heer-svflichrigen, sei eS nun in Worten, fet es in Toten. Sie wurde besonders hart empfunden, wenn sie von jüngerem Ausbildungspersonal ausging und L^er- Mcmm'cbasien betraf. Hier waren eS u. a. dir Nbaeordncten Nacken, Sir und Schirmer, bte am 17. Januar 1916, 5. und 7. Mai 1917 wiederholt sich ge­gen ungerechte Behandlung oder gar Mißhandlungen jufibien und darum eine sorgfältige Auswahl beS ng-^rjonats und dessen Beaufsichtigung durch ßfttt :'trr i * v-rlanaien. Ter Abg. Dr. Wirt ', rehnte am 11. Juni 1918 diesbezügliche Klagen auch stuf die Lazarette und sonstigen Heilanstalten aus.

Aehnlich Island eS mit der

Verpflegung,

Über die namentlich seit dem Steigon der allgemeinen LcbcnSmittellnappbcit mehr und mehr Klagen auS Selb und Kaserne einliefen. Zur Abstellung hier ne. stehender Mißstände, die Quellen starken Unmutes wa. ien, forderten am 5. Mai 1917 der Abg. Sir, am 16. Mai 1917 und am 11. Juni 1918 der Abg. Dr. Wrrth, tot 7. Mai 1917 der Abg. Schirmer nachdrücklich, daß an Vervfleaung und sonstige.it Zuständigkeiten jeder Soldat das erhalte, was ihm von Rechts wegen zu- stebe. Scharf kriiisierien die Abgeordneten etwaige versuche gewisieuloser Vorgesetzter, den Mannschaften die ihnen zulommenden Mengen zu entztehen und ver­langten für Verfehlungen entschiedene Bestratnng,. Schuldiger. Auch hier bildeten die Lazarette, mehrrach Xrtiber bett Gegenstanb befoiibeict ÄuL^ellungen.

Um im Laufe der Zett eine Verbesierung der Ver. Pflegung herbeizufiihren, beantragte bereits am 26. August 1915 der Abg. Spahn eine Erhöhung des Verpflegungssatzes auf 1,20 Mk. täglich. Zn gleichem Zweck befürwortete der Abg. Schirmer am 17. Januar.1916 eine Verbilligung der PoitbeforderungS- ßren für S o l d a t e n p a k e t e, um so eine Zu- ib ren Lebensmitteln an die sfront zu erletchtern und etwa« mehr Abwecls.»r? in die Benflegvng dort kineiu-ubeing 7.. Abg Wirth betonte -n-?*, am 11. Juni l°t8 dtc Notwendigkeit besonderer ,v>tricrge für bte Berwsleaung der durchreisenden Trup. p e n. um diese' vor Uebervorteilungen auf den Bahn. Hosen zu schützen. ______________

Der Zug der Loromoiiven.

Heber achtzig Jahre sind es her, seitdem Eisenbahn- zkige durch das deutsche Land tollen, aber ein solches Bild wie in diesen setzten Tagen des alten Jahres hat sich auf den blanken Geleisen noch niemals gebotew Diele von uns, die aller Gelegenheit haben, einen Blick auf den Schienenstrang zu tun, haben es q-sehen. und ver es gesehen hat, der wird es mr wieder tzrgef'en.

Tausende haben aus großen, dingen Äugen die lange Kette von eisernen Maschinen hmter der wehen- *

Amtliche Anzeigen.

Lsir die Rationalstiftung für die HinterbtirocncR der im Kriege Geiallencn sind während der Zerr vom 1. Juli 1918 bis zum 30. September 1918 im hiesigen Kreise nach Meldung der EinpsangSstec-

Lokaler.

Fulda. 10. Hanna> 1 i9.

w Die llmscchskener. In diesen Tagen sind die Vor­drucke zu den Steuererklärungen für die Umsatzsteuer zugestellt worden. Der Umsatzsteuer unterliegen alle gegen Entgelt ausgeführten Lieferungen und Leistun- pen solcher Personen, die eine selbständige gewerbliche Tätigkeit mit Kmschluß der Urerzeug-tng und des Han­dels ausüben. Es sind also vom 1. August 1918 ab nicht nur die Einnahmen für Warenlieferungen, son­dern auch für sonstige Leistungen, z. B. die Beträge für Reparaturarbeiten, die Provisionen der Vermittler und Agenten, überhaupt alle Entgelte eines selbständigen Gewerbetreibenden für seine gewerbliche Tätigkeit steu­erpflichtig. Nach der Regel des Gesetzes sind die Ein­nahmen steuerpflichtig: Großhandlungen können dir Entgelte für Lieferungen und Leistungen ohne Rück- sicht auf diq Bezahlung anzeigen, wenn sie die Geneh­migung dazu eingeholt und erhalten haben. Die Um­satzsteuerpflichtigen, also auch alle Kleinhändler, sind nach dem Uwsatzsteuergesetze verpflichtet, über ihre Einnahmen Buch zu führen. Zu den Einnahmen ist auch der Wert der vom Unternehmer für sich und seine Familie dem Geschäft entnommenen Gegenstände zu rechnen. Wer die Buchung der Einnahmen unterläßt, macht sich strafbar, verliert auch die ordentlichen Rechts- mittel gegen eine etwaige Ueberschätzung seines Um­satzes. Der Reichsfinanzhof hat alle am 1. August 1918 ober sväter eingegangenen Zahlungen für steuer- pflichtig erklärt, auch wenn die Lieferungen oder Lei- stungen vor dem 1. August 1918 erfolgt sind. Das Reicheschatzamt hält infolgedesien seine bisherige ab­weichende Auffassung nicht nvbr aufrecht. An der Dec- pflichtmig, für die luxussteueryflichtigen Einnahmen monatlkbe Steuererklärungen einzureichen, wird nichts geändert.

: Verpfändung von firfegsanleilje. Die Dar- lehnskasien des Reiches find angewiesen, bei Darlehen, welche oegen Verpfändung von Kriegsanleihe (Stücke ober Schuldbuchforberungen) gegeben werden, vom 1. Januar 1919 ab bis auf weiteres einen Dorzugsein- satz non 5,1 Prozent zu berechnen. Damit ist den Besitzern von Kriegsanleihe eine neue, bisher nicht vorgesehene Vergünstigung gegenüber sonstioen Dar- lehnsnehmern eingeräumt für den Fall, daß sie ihre Kriegsanleihen verpfänden wollen.

neue n Kasseler Stadtanieihe

ei lassen wir zum Kurse NVi/« netto solange der Vorn

»?8 ift nnr zu erklärlich, daß mit der langen I cr hf$ Krieges neben den guten, erhebenden Er» Srimmfitn sich auch schwere Schattor.seiten und Miß- «ände zeigten, von dcncn die Klagen der Mannschaf, j r® jn" Front und Heimat unliebsames Zeugtus ab* K Karten Ihn sie wirksam abzustcllen, mußte in stell Niaße auch die Volksvertretung eingreifect. TaS | K ' .-y'/yßi;! im Reichstag als auch in den Land-

. en her Bundesstaaten seitens aller Parteien 'schlich geschehen, und die zuständigen amtlichen Stell kn "tobe n Siede und Antwort gestanden, auch ihre Be- '-twilligkeit erklärt, auf Abstellung der filagett und ffrfiVltma der Wünsche nach Möglichkeit zu drängen, blieb ihr Wille mitunter oft wirkungslos. Cs ®2te f-ntit verfehlt, wellte jetzt vor den Wahlen die 05,cr andere Partei für sich beanspruchen, in ganz ^eianderw Weise sich der Klagen und Wünsche der eL.npen angenommen zu haben. Alle Parteien fl ?htzen in der Soldatenfürsorge ihre Pflicht getan. Und .p' jbren Bemüoungen nicht immer ein Erfolg zu. K-iZ-r r.'-.irtc. so kam das teils daher, daß die Verhältntffe vie^ach i> ""ter waren als der gute Wille der Men- Ichen teils daher, daß es auch unter den Vorgesetzten rücksichtslose Menschen gab, die sich über die Zurecht- Äsungen und Porschristen hinwegsetzten.

, ycm 3 c n t r u m stellte bereits in einer der er. 9,n Neichstagssitzungen nach Kriegsbeginn, am 12. -c-«--mbcr 1914 und ähnlich am 20. August 1915, fein Dr. Sp-khn den programmatischen Satz auf: -m>ir sind fest entschlossen, die soziale Fürsorge, ins­besondere für alle firiegsteilnehmcr und KriegSbe. l'-iädigie, wirksam auszubauen." Dieser Satz ist denn «ich d<r Leitstern 'ür das weitere Verhalten und Austreten der zahlreichen übrigen Zentrumsmitglieder jm Reichstag gewesen, die sich sowohl in besten Voll- verlamn lungen als auch ganz besonders un Haus. haltS-HauntauSschutz in eifrigster Weise der Soldaten- wünsche angenommen und berechtigte Beschwerden vor d-m Lande zum Ausdruck gebracht haben. Deren Zahl vor leider von Jahr zu Jahr größer und betraf die ftairiitztachsten Tinge in Front und Hemmt

Sobald die längere Dauer des Krieges bte Em. t^ung auch nicht gedienter, älterer Leute notwend.g toc- , ivuTjen Klagen sowohl aus der Front als auch ..-f Ericchformationen laut über vielfach uncm-

bedeutet.

Ein Riefenzug von schwarzen Ungetümen kam daher, die bisher dienstwillig uns zur Verfügung gestanden hatten. Eine Lokomotioe nach der anderen. Zehn, zwanzig, dreißig, fünfzig, hunderll Rur Lokomotioen, immer wieder Lokomotiven. In die fiunberte ging es, unb immer mehr wurden es; genug, möchte man glau­ben, um das. ganze deutsche Reich aus dem argen Europa in eine bessere Welt zu ziehen.

Riesenheere von Soldaten könnten von diesen eiser­nen Lasttieren fortoeschafft, Riesenmengen non Nah- rungsmitteln aller Art, um das ganze Volk (alt zu machen, möchten von ihnen dahin gebracht n "den, wo es daran gebricht. Das Grauen vor etwas Schwerem und Nngewiflen ist in manche Seele einaezogen. Die Lokomotiven aber raffelten dahin, es knirschte und knackte auf den Schienen wie von überfahrener Lebens­freude, bis die Rauchfahne in der Ferne verschwand. Aus Rimmerwiebersehen!

Ja, auf Nimmerwiederseheni Alle die, welchen der Himmel heute voller Geigen f""ngt, und die glauben, daß alles so kommen wird, wie sie selbst cs sich wün­schen, well sie es wollen, unbekümmert darum, wie es den anderen ergeht, hätten diesen Zug der davon rol­lenden vielen, vielen Lokomotiven mit ansehen müssen, auch sie wären still geworden und schweigend ibTe Straße gegangen. Mit deutschen Hauben in deutschen Werkstätten gebaut, Trägerinnen der besten Namen her deutschen Industrie, Wienerinnen des Verkehrs unb de, Arbeiislebens, unsere Versorgerinnen mit allen Bedürf- niflen der Familie und des werktätigen Gewerbes, das waren sie: und jetzt sind sie davon gefahren, für immer, auf Nimmerwiedersehen, in Feindesland. 5000 deutsche Lokomotiven waren unser, sie lind uns verloren.

Fünftausend der besten deutschen Lokomotiven. Das kann nur der in seiner Bedeumng ermessen, der diesen Zug von Eisen und Stahl hat davon rollen sehen, bas kann nur der in seinem Verlust abschätzen, der die uns zurückge'assenen Lokomotiven klappernd und keuchend ihre Losten bahinrollrn hört.

Was uns verloren gegangen «st wird wieder ent­stehen, darin ist Verdienst für viele Tausende von Hän­den enthalten. 2tbe- bis es soweit ist, da gebranchts lange Zeit, da ist viel Geduld, viel Abwarten, viel Sich- bescheiden nötig. Immer noch klingt uns bas Räder- Rattern ins Ohr. Unb es klingt wie:Wir warten, mir warten, wir warten! Arbeiten, arbeiten, arbeiten!

Aus dem Nachbargebiet.

ft Frankfurt. Die Einbreckierbande, die seit Monaten die Stadt durch ihre Ni-seneinbrüche in große Pelzwaren, und Dekteidung-geschLfte in Aufregung hielt, ist im Laufe dieser Woche von der Kriminalpolizei er­mittelt und samt ihren Seblern nrötztenteil» dingfest ge- macht worden. Auf ihre Spur kam man bei der Ver- Haftung eines Dachdeckers, der in der Neujahr-nackt bei einem Einbruch in da- Manufakturwarengeschäft von Bauer, Kaiserstratze 70, für etwa 70 000 Mark Stoffe gestohlen hatte. Der Wert der Waren, den die Bande im Saufe der letzten Monate zusammengeraubt hatte, beläuft sich auf nahezu 500 000 Mark. In ver- fdjiebenen Dieb-lagern fand die Polizei noch erheb­liche Mengen gestohlener Sachen, besonder- Kleiderstoffe und Pel^waren.

(?) Erbach L £>. Darmstädter Spartakiste n und Matrosen versuchien einen Putsch, um sich de- hier garni'onierenden Fnf.-Regt. 115 zu bemäch­tigen. Der Plan scheilerle an der Aufmerksamkeit des hiesigen Soldatenrates. Auch ein zweiter lieber- rumpelungsberluch mißlang, da das Regiment sämt­liche OriSauSgänge besetzen und an den Hauptstellen Maschinengewehre zur Verteidigung aufuellen liefe.

(?) Mainz. AuS der Lagerhalle des Gustab?- burger HafenS wurden bon Dieben, die sich die mangelnde Aufsicht zu Nutze machten, nach und nach 288 Zentner ukrarntschen Zucker gestohlen. Der große Diebstahl wurde ecst jetzt beim zufälligen Oeffnen der Halle beme-It.

00 Gernsheim (Großh. Hessen). Deutschlands erste Republik ist jetzt gegründet worden. Diese Republik heißt Gernsheim und liegt int Kreise Groß-Gerau. GernShetm ist der einzige unbesetzte Ort deS KreileS unb sollte dem Rieiie Bensheim unterstellt werden. Tie Gernsüeimer ch achen sich ober in einer Gemeindever-ammluna bageieit au« und stellten beim Ministerium in Darmstadtfür sich bleiben zu dürfen". Da Darmstadt da« Selvst-

len eingeaangen von