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auch wohl so lange auf denselben beharren, bis die Türken ihre KriegSsührung so einrichten, daß sie nicht jeden Augen­blick eine Schlappe erleiven ober eine Proviantcolonne verlieren.

Die serb ische Skupschtina hat die von der Mehrheit des Ausschusies befürwortete Fassung der Adresse, die nur eine Umschreibung der Thronrede ist und die Entschei­dung über das, was bei dem Brande in der Herzegowina zu thun sei, ganz der Regierung anhcimgestellt, und mit 71 gegen 44 Stimmen durch seitheriges Verhalten gutgeheißen.

Lage-bericht.

Der Kaiser wird Donnerstag und Freitag Vormittag zum letzten Male den Feldmanövern der 17. und 18. Division, welche zusammen das IX Armeecorps bilden, in der Gegend von Doberan und Knäpeliu beiwohnen, und dann am Frei tag Nachmittag um 51/2 Uhr mit den königlichen Prinzen von Rostock aus per Extrazng nach Berlin zurückkehren. Heute Nachmittag 5 Uhr findet beim Kaiser wieder ein größeres Diner statt. Auch während des jetzigen Aufent Halles in Mecklenburg erledigte der Kaiser, sofern Zeit und Umstände dies erlaubten, täglich die laufenden Regierungs­geschäfte und nahm Vorträge entgegen. Am 26. und 27. September beabsichtigt der Kaiser sich in Berlin aufzuhalten und am 28. nach Baden - Baden zu begeben, woselbst am 30. September, wie alljährlich, der Geburtstag der Kaiserin im Kreise der Grobherzoglich Badischen Familie festlich be gangen werden soll.

Aus gutunterrichteter Quelle theilt man mit, daß die von verschiedenen Blättern gegebene Mittheilung einer be­deutenden Verzögerung der Eröffnung des Reichstages nicht begründet sei, daß die früher beabsichtigte Eröffnung beS- felben am 20. October selbst noch nicht durchaus aufgegeben sei, da eS im Interesse der Regierung liege, den Reichstag seine Arbeiten so bald wie möglich beginnen zu sehen, da sie Gründe genug habe, denselben vor Beginn deS neuen Jahres zu schließen. Der Grund einer jedenfalls nur einige Tage währenden Verzögerung darf wohl in der noch nicht genau fixirten Epoche der italienischen Reise deS Kaisers und des Fürsten Bismarck zu suchen sein, und die Reise selbst, wenn auch sehr wahrscheinlich, ist noch nicht als ganz sicher anzusehen. Mit der Eröffnung des Reichstages hängt aber der Stand der Arbeiten des BundeSratheS durchaus nicht zusammen; diesem wird sehr bald der vollständige ReichShaushaltSetat für 1876 vorliegen; die Entwürfe über die Hülfskaffen und Steuergesetze sind dm AuSschüffen be­reit« zugetheilt; alles dies Material, in welchem der Reichs­tag gewiß vorläufig genügende Beschäftigung finden wird, kann bis zum 20. Oktober festgestellt sein, und der Bundes rath hätte somit Zeit, seine Thätigkeit dem Musterschutz gesetz zuzuwenden, und vor allem der Revision de« Straf gesetzbuches, deren Wichtigkeit um so weniger an der darauf bezüglichen Vorlage zweifeln läßt, alS die Strafgesetzordnung nach dem revidirten Strafgesetzbuch gestaltet werden soll.

Jene „Gustav-Affaire", die ihrer Zeit so viel Aussehen gemacht, ist doch noch nicht vollständig beendet. Daö Mecklen- burg-Schwerin'sche Ministerium der auswärtigen Angelegen­heiten hat am 8. d. M. einen Erlaß ergeben, welcher der Rhederei de« genannten Schiffes vom Rostocker Gemeinde­rath mitgetheilt worden; e« wird darin gesagt, daß da« unterzeichnete Ministerium in Uebereinstimmung mit einer Erklärung be« auswärtigen Amtes, welches davon auögeht, daß der Rhederei ein klagbarer Anspruch auf Entschädigung

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mir noch eine Frage beantworten — Glauben Sie an ein Verhängniß?"

„Ihrer Fragen sind heute ganz absonderlicher Art," versetzte Wilberg lächelnd, «und lassen sich entweder gar nicht, oder nur sehr schwer beantworten."

„Nun, ich höre schon, Sie glauben nicht daran; es ist daS heute einmal so an der Mode und ich kannS Ihnen auch gerade nicht verdenken, denn mir ist'S seiner Zeit nicht bester gegangen. Doch wenn man älter wird, so lernt man manches mit andern Augm ansehen; aber Sie mögen nun darüber denken, wie Sie wollen, ich sage Ihnen es giebt ein Verhängniß, und hier," damit deutete der Alte auf seine Wunde, „hier sitzt der Beweis dafür."

___________________(Fortsetzung folgt.)

Bischof Firmians Distel«.

(Schluß.)

Und von jenem Georgentage an, volle zwei Monate hindurch, bewegten sich Tag um Tag lange, traurige Züge nach der Salzburger Grenze. Voran die kräftige Jugend, dann die noch starken Männer und Weiber zu Fuß und beladen mit Bündeln und Gerüchen, dann Wagen um Wagen mit den Kindern, Greisen und Siechen. Betend und sin­gend zogen sie ab, gor ost von KriezSvolk begleitet, von erzbischöflichen Cornrnistarien geführt. An der Grenze kehrten diese um und überließen die Vertriebenen sich selbst. Plan und ziellos traten sie nun hinaus in das deutsche Reich Wo Katholiken hausten, wurden sie gar oft Übel empfangen; in protestantischen Städten zog man ihnen singend und betend entgegen, holte sie feierlich ein, speiste und tröstete sie. Aber auch die Juden erbarmten sich der um des Glaubens willen Vertriebenen; die Berliner sammelten in den Syna­gogen für sie, und die jüdischen Hausfrauen spendeten Linnen zur Bekleidung der Dürftigen. Herr Firmian pokulirte ruhigen GewistmS weiter und sah behäbig zu, wie sein Land verödete. In den Bergwerken stand die Arbeit still, weil die geschicktesten evangelischen Bergleute entlasten waren; ganze Striche, Dörfer und Höfe glichen nun Wüsten. AuS dem Rabstadter Gerichte allein waren 3962 Personen auS-

in keiner Weise zusteht, den auf die letztere entfallenden Theil der hier seiner Zeit von Reichswegen für die In tereffenten des „Gustav" bereits zur DiSpostrion gestellten Summe so lange einbehalten wird, bis die Rhederei ihren Protest gegen die Höhe der von der Regierung in Madrid geltend gemachten und von der königlich spanischen Regie­rung zugestandenen EntschäbigungStumme zurückgenommen, und sich zur Ausstellung einer vorbehaltlosen Quittung über die zur Auszahlung gelangende Summe bereit erklärt haben wird. — Die vom Capitän Zeplien und der Mannschaft in Ansatz gebrachten Beträge für verloren gegangene Effecten werden nunmehr von Rostock aus direkt bezahlt werden. Der Magistrat wird angewiesen, der Rhederei die diesbe­züglichen Eröffnungen zu machen und darüber binnen 14 Tagen Bericht zu erstatten.

Deutsches Reich.

•• Berlin, 24. Sept. Se. Majestät wird, aus Rostock zurückgekehrt, bis zum 29. September in Berlin verweilen, und in dieser Zeit der Ruhe die laufenden Regierungsge­schäfte erledigen. Am 28. Abends ober 29. früh erfolgt die Reise nach Baden-Baden, um am 30. daselbst den Ge­burtstag der Kaiserin festlich zu begehen. Alsdann ist der 3. Oktober als derjenige Tag angenommen, an welchem der Monarch nach Jtalie. zu reifen beabsichtigt. Dieser Termin ist aber keineswegs ein definitiver, da bis zu der Zeit noch vielfache Dinge eintreten können, die eine ander­weitige Bestimmung nothwendig machen. — DaS StaatS- ministerium hat sich in seiner ersten Sitzung nach den Ferien nun auch mit der Frage der Besetzung der Stellen beS Ver­waltungsgerichtshofes beschäftigt. — Die Nachrichten über die Differenzen zwischen der Militärverwaltung und dem Reichskanzleramt nehmen in Bezug auf den Militäretat in der Presse kein Ende. E« wird aber die ganze Darstellung in einer zu pessimistischen Weise gegeben, als oaß nicht so fort bei genauer Prüfung der Verhältnisse die Unrichtigkeit jener Angaben zusammenfällt. Das ReichSkanzieramt ver tritt die Finanzverwaltung dem Kriegs-Ministerium gegenüber und hat die bezüglichen Verhandlungen über den Etat zu führen. Es geschieht nun alle Jahre in allen Refforts, daß Beträge angesetzt werden, die nachher eine Verwendung ober Herabsetzung erfahren, da die commiffarischen Verhand­lungen Ergebniffe liefern, die nicht angethan sind, alle Po­sitionen in Betreff deS Finanzstandes zu gewähren. Was nun speciel den Militäretat anbelangt, so ist eS ein Irr thum, als ob durch Feststellung die Präsenzzahl der Armee nunmehr auch der ganze Etat fixirt sei. Dieses ist nicht möglich, da die verschiedenen Zweige der Militärverwaltung alljährlich besondere Ansprüche erhoben und diese außerhalb der festgestellten Präsenzzahl stehen. — Zur Regulirung der israelitischen Gemeindeverhältniffe werden neuerdings amtlicher Seit« die nöthigen Einleitungen getroffen. Der Minister des Innern hat die Regierungen veranlaßt, nach einem besonderen Schema Bericht zu erstatten, über die Ver­hältnisse der Synagogen Gemeinden und jüdischen Religions- gesellschasten.

Rostock, 22. Sept. Der Himmel war verhüllt mit einem grauen Schleier und regenschwere Wolken hingen drohend hernieder, Trotzdem begab sich heute Morgen um 9 Uhr Se. Majestät mit sämmtlichen hier anwesenden fürst­lichen Personen und einem glänzenden Gefolge an Bord bet vor der Stadt liegenden „Grille," um die Fahrt nach Warnemünde anzutreten, wo auf der Rhede daS Geschwader

gewandert und 442 zurückgeblieben; im Gerichte Werffen gab eS von den früher angesessenen 500 Bauern, jetzt noch — 7. Die Sieder lagen brach und die Disteln wucherten lustig darauf lo«.

Aber selbst der gut römisch-katholischen kaiserlichen Ma. jestät war inzwischen zu Ohren gekommen und begreiflich geworden, daß Erzbischof Firmians Vorgehen der ganzen Christenheit ein scandalum gebe. Wo die Züge dieser Elenden hinkamen, rath- und führerlos, ohne Thränen mit den kranken Kindern die Weiber, ftummergeben die Männer, da ballte sich ingrimmig jedwede protestantische Faust und so mächtig wuchs die Erbitterung in jenen Landen, daß sie die Fürsten zur Androhung von Repieffalien an den Ka tholiken zwang. Der König von Preußen ließ den Stiften und Klöstern von Magdeburg, Halberstadt und Minden mittheilen, daß er sich an sie halten werde, wenn der Erz­bischof nicht mit seinen Protestanteiwerfolgungen einhalte. Der König von Dänemark drohte gleichermaßen den Katho­liken von Altona, Glückstadt und Friedrichsstadt; der Schwede ließ sich „für alle Fälle" ein Verzeichniß aufnehmen und die Generalstaatenverboten ihnen die Benützung ihrer Kirchen. Uebrigens gab nicht der Erzbischof nach, sondern bei den Protestanten siegten schließlich Gerechtigkeitsgefühl und Menschlichkeit

Aber auch eine neue Heimath ließ die Salzburger nicht auf sich warten. Die protestantische KönigSmacht im Reich da draußen, die, wenn auch versteckt, so doch schon merklich den Ankampf gegen die habsburgische Uebermacht wagte, die brachte den Vertriebenen nicht nur als Glaubensbrüdern warme Theiinahme entgegen, sie konnte auch Tausende und aber Tausende arbeitsfleißige Hände gar wohl verwerthen. WaS der schlemmende Erzbischof in zelotischem Uebermuthe heraufbeschwor — die Disteln aus den Äeckern — daS auS- zurauten erkannte der nüchterne norddeutsche Kopf als erste und Hauptaufgabe und damit ist der Urgrund des Auf- und Niedergehens de« preußischen Staates und deS österreichischen romanifirenben Reiches gegeben. Jenes Colonisationssystem, das schon der große Kurfürst mit ächt staatsmännischem Blick

vor Anker lag. Daffelbe bestand auS den Panzerschiffen „König Wilhelm," „Kaiser," „Kronprinz" und „Hansa," aus dem Avisodampfer „Falke," der Segelsregatte „Niobe" und den SegelbriggS „Undine," „Rover" und „Musqnito." Letztere vier Segelschiffe beteiligten sich übrigen« nicht an dem Manöver, sondern blieben auf ihren Ankerplätzen liegen. Der Strand stand dicht gedrängt voll Menschen unter deren donnernden Hurrahrufen die „Grille" die Anker lichtete, gefolgt von einer Anzahl größerer und kleinerer Dampfer, unter denen mehrere große Seedampser sich befanden, dte au« Kiel und Stettin hierhergekommen waren. Alle diese Schiffe waren dicht besetzt vom Publikum, roa« draußen den Uebungen der Flotte zufchauen wollte. Als die Kaiser­liche Jacht gegen 93/< Uhr aus der Warnow in die offene See dampfte, donnerten Salutschüsse ihr den festlichen Em­pfang entgegen. Nach kurzer, schneller Fahrt war die Strecke, welche die Panzerschiffe von der Küste trennte, zurückgelegt und Se. Majestät verließ die „Grille," um sich in beut mit einem rochen Baldachin geschmückten Kaiserboot nach dem „Kaiser" zu begeben. In demselben Augenblicke, als Se. Majestät das Schiff betrat, wurde am Mast des Pan­zerschiffes die Kaiserflagge emporgezogen und der General­marsch geschlagen. Der Kaiser besichtigte das Schiff und die Mannschaft, worauf er das Kaiserboot wieder bestieg und nach dem „König Wilhelm," dem Flaggeufchiff, fuhr Auch hier stieg die Kaiserflagge empor und kündigte an, weich' hoher Gast an Bord verweilte. Die Schiffe führten jetzt verschiedene Exercitien aus, so wurde z. B. an Boro deS „König Wilhelm" Feuerlärm signalisirt und die 3 an­deren Panzer wurden durch Signale vom Flaggenschiff ans beordert, sich zum Gefecht klar zu machen. Von den Masten wurden die äußersten Spitzen, die Lrahmstangen, eingezogen und die Brahmraaen herabgenommen u. s. w. An Boid de« „König Wilhelm" geruhten Se. Majestät ein Dejeuner anzunehmen, bei welchem Majestät auf das Wohl der Flotte trank. Der Chef der Admiralität, General v. Siosch, ant­wortete: „Ew. Majestät erlauben, daß ich den ersten deutschen Kaiser an Bord einer deutschen Flotte begrüße. ES ist dies ein politisches Ereigniß. Denn in der Flotte «erden die Millionen Deutsche, welche über den Erdkreis zerstreut leben, wieder mit dem Vaterlande verbunden. Aber es ist auch ein für die Entwickelung der Marine erfreuliche» Er- eigniß. Wie die einst kleine Armee unter der Führerschaft ihrer Herrscher glänzende Thaten verrichtet und selbst groß geworden, so gewährt auch die heutige Anwesenheit Ew. Majestät und der Umstand, daß ein Glied deS hohen Herr­scherhauses zu den Offizieren der Marine zählt, der Flotte die Gewißheit, daß auch ihr jene Pflege und Einheit wird, welche ihr eine große Zukunft sichert. Die Marine wird mit demselben Rufe in den Kampf gehen und siege», wir die Armee: ES lebe der Kaiser I" Bereits vor 12 llhe hatte der „Falke" seinen Ankerplatz verlaffen und war nach Norden in See gegangen, wo er den Feind marfiren sollte. Jetzt lichteten auch die Panzerschiffe die Anker und nahmen ihren Cour« ebenfalls nach Norden, dabei mit meisterhafter Genauigkeit Schwenkungen, Wendungen und Formationen aussührend, fortwährend in einiger Entfernung gefolgt von den Paffagierdampfern. Schließlich nahmen die Panzer­schiffe Gkfechtsformationen an und nun begann eine überaus lebhafte Kanonade, in Folge deren der Feind hals die Waffen strecken mußte. Bei der Rückkehr nach der Rhede wurde das Signal: „Alle Segel setzen l" und bald darauf: „Segel fest!" gegeben, welche Manöver mit einer Fertigkeit au«»

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einleitete und Friedrich II. zu bewunderungswürdiger Vollen­dung brachte, bewog auch Friedrich Wilhelm, den vertrie­benen Salzburgern Geldunterstützungen, Land und mannich« fache Freiheiten anzutragen — „und wenn e« ihrer Zehn­tausend wären" wie er zu Göbel sagte. Es waren ihrer aber nicht zehntausend, sondern 20,694 Salzburger, die Göbel unter höherrn Geleit nach Preußen schaffte. Au«» getrieben waren ihrer nahezu an 30,000. Nur sehr Wenige wandten sich anders wohin; die Differenz in der Ziffer deutet Die Zahl der Opfer auf den beschwerlichen Wegen in der rauhen Jahreszeit an. Die aber glücklich eintrafen in der neuen Heimath, die haben im Königsberger Depar­tement, in Litthauen und auf verschiedenen adeligen Gütern durch den Fleiß ihrer Hände weite und weite Meilen wüsten Gebietes urbar gemacht, erträgnißreiche und gewerbsfrohe Ansiedelungen geschaffen und zehntausendfach ihren Dank für das gewährte Asyl an den Staat, der eS ihnen bot, bereits abgetragen. Zu Salzburg pokulirte Herr Firmian unb ließ die Disteln auf den Aeckern wachsen . . .

Ihr meint, das sei ja eine uralte Geschichte, die ich Euch da erzähle? Laßt Euch die Wiederholung nicht verdrießen! Vor dem halbgeschloffenen Auge schwanken schattenhaft lange, traurige Züge gezwungener Auswanderer vorbei, voran die kräftigen Männer, die Greise und Kinder auf den Wagen, sie muffen die Heimath meiden um be« Glaubens willen; sie werden hinauSgestoßen von dem übermütigen Vaterlande, da« be« belebenden Blute« zu viel zu haben meint; aber getrost, sie gehen nicht verloren; schon wartet der Nachbar auf sie; der nüchterne Nachbar, der arbeitet und spart und jede Einzelkraft schätzt und deshalb — in unseren Augen — sogar lächerlich ist! Verödet bleiben Landstriche, Märkte, Gehöfte zurück — in feinem Prunkgemach aber zecht der römische Kirchenfürst unb trinkt voll UebermruheS auf die Disteln der Sieder. Der nüchterne Nachbar steigt empor; der Staat mit der „Überproduktion" sinkt leise in der Waagschale, aber dec Pokulirenden sind noch nicht viel wen iger. Fast möchte man meinen, die Geschichte von Bischof Fir­mians Disteln sei specifisch österreichisch.