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Rostock, 21. Sept. Bei dem gestrigen Paradediner brachte der Kaiser folgenden Trinkspruch aus: „Ich trinke auf das Wohl des neunten Armeecorps, das heute meine volle Zufriedenheit erworben, und da es mecklenburgischer Boden ist, auf dem ich es wiedergesehen und auf dem es zum Theil entsprossen, trinke ich zugleich auf das Wohl deS Herren dieses Landes und seines Hauses. Eure königl. Hoheit haben im Kriege wie im Frieden entschieden zu den Erfolgen der neuen Zeit beigetragen und der heutige Tag hat bewiesen, daß Ew. Königliche Hoheit in treuer Sorg» falt die mühevolle Arbeit fortgesetzt haben, welche am besten geeignet ist, das von der Armee Errungene auch für die Zukunft zu bewahren." Der Großherzog von Mecklen­burg erwiderte den Toast des Kaisers und sprach seinen Dank für die gnädige Weise aus, in welcher der Kaiser seines Landes gedacht habe, daS treu zu Kaiser und Reich halte und dessen Bewohner dem Kaiser in treuer Liebe zu- gethan seien. Das neunte Armeekorps kenne keinen an­deren Ehrgeiz, als die auf blutigem Felde erworbene aller­höchste Zufriedenheit sich auch im Frieden durch treue Arbeit zu erhalten. Die heutigen CorpSmanöver sind wegen heftigen RegenS abbestellt worden.

Weimar, 20. Sept. In FriedrichSroda haben gestern und heute Conferenzen von Vertretern der Thüringischen Staaten stattgefunden. Dem Vernehmen nach betrafen die­selben die durch das Reichsgesetz über die Beurkundung des Personenstandes und die Eheschließung nothwendig werden den Einrichtungen in den Thüringischen Staaten, die Bil­dung der StandeSamtSbezirke, die Ablösung der Stolgebühren und endlich auch die Neuorganisation der Polizeibehörden, welche letztere Angelegenheit wiederholt der Gegenstand der Erörterung in diesen Conferenzen der Thüringischen Minister gewesen ist. — Der früher für den October in Aussicht genommene Zusammentritt des Thüringischen Landtags zu einer außerordentlichen Session dürste eine Verzögerung er­fahren. Zunächst ist die Vorbereitung der Einführung der Civilehegesetzgebung zu vollenden. Mitte October werden voraussichtlich die hierauf bezüglichen Erlasse und Verord­nungen publicirt werden. —In den nächsten Tagen tritt die Thüringische Conferenz für innere Mission in Weimar zusammen. Die Festpredigt hält Herr Prälat Dr. von Gerock aus Stuttgart.

Darmstadt, 20. Sept. Allem Anschein nach wird der für den 5. October zusammenberufene Landtag nur kurze Zeit versammelt bleiben und auch später, wenn man vom Budget absteht, weiiaus weniger Geschäfte als der vcrflostene zu erledigen haben. Bis jetzt verlautet nur von folgenden Vorlagen, Budget, Gesinde-Ordnung, Gesetz über Ablösung der Waldservituten, Gesetz über die Bildung der Standesamts • Bezirke behufs Ausführung des Reichs- Civilehe-Gesetze« und Gesetz wegen Ausgleichung zwischen Nord- und Südhefsen rückstchtlich der ScrviSgelder für Einquartirung. Später erwartet man noch die Vorlage wegen Ankaufs der Oberhesstfchen Bahnen durch den Staat und eine allgemeine Bau-Ordnung.

Mainz, 19. Sept. Peter Joseph Moppey, bisher k. Emanuel Ord. Capuc., der neulich bei einer altkatho­lischen Tauf Feier zugegen war, veröffentlicht im „Fr. I." um jeder irrigen Deutung in Betreff seiner Betheiligung an jenem Feste zu begegnen, eine Erklärung, in welcher eS

heißt, daß er bereits am 3. September der Diöcesan - Be­hörde seine freiwillige Verzichtleistung auf seine bisherige geistliche Stellung kundgegeben habe. Wörtlich- lautet die Erklärung weiter: Indem ich mir eine ausführlichere Be­gründung meines Entschlusses Vorbehalte, bemerke ich hier noch, daß mein Austritt auö dem Capuziner-Orden einzig und allein auf der innersten, durch jahrelange Erfahrung zur Reife gebrachten Ueberzeugung beruht, daß das römische, im vatikanischen Concil ausgestaltcte Kirchen-System dem unbefangen und aufrichtig nach Wahrheit suchenden Geiste keine reine Befriedigung gewähren kann. Noch fernerhin aber direct oder indirect dem für Kirche und Staat als gleich gefährlich erkannten geistlichen Absolutismus in die Hände zu arbeiten, verbietet mir mein katholisches Gewiffen.

Worms, 20. Sept. Auf gestern Abend 7 Uhr war eine Versammlung aller Derjenigen, welche sich für die alt katholische Bewegung interessiren, in die Magnuskirche da­hier einberufen, allwo die Herren Profefforen Michelis aus Freiburg und Ricks aus Heidelberg sprechen würden. Die Nachmittagszüge unserer Eisenbahnen brachten denn auch die Männer aus der Umgegend schaarenweise und als Abends der Vortrag begann, war die Magnuskirche bis auf den letzten Platz von Männern und Frauen besetzt. Herr Prof. Michelis verbreitete sich in seinem Vortrage über die heu­tige Lenkung der römisch - katholischen Kirche und betonte hauptsächlich, daß dieselbe, entgegen den Lehren Christi, heute nicht mehr constitutionell, sondern durch den Absolu tismuS regiert würde und wies nach, wie schwer sich gerade unsere deutschen Bischöfe durch ihre Schwachheit auf dem Concil in Rom gegen das ihnen anvertraute Lehramt ver sündigt haben. Dann theilte Herr Michelis auch mit, daß er der jüngst in Freiburg stattgehabten Versammlung deutscher Bischöfe sechs Thesen zur gefl. Beantwortung überreicht habe, ihm aber zur Antwort erklärt worden sei, er möge erst katholisch werden, ehe man mit ihm verkehre. Hierauf sprach Herr Dr. RickS aus Heidelberg hauptsächlich über die Fort­schritte des AltkacholicismuS in Deutschland, welche Rede von den zahlreichen Zuhörern ebenfalls mit großem Interesse ausgenommen wurde. Herr RiekS sorderte auf, die bisher gezeigte Lauheit abzulegen und sich nicht durch allerlei hin­fällige Hinderungsgründe vom Beitritt zur altkatholischen Bewegung abhalten zu lassen, damit unser UltramontaniS- mus nicht bei jeder Gelegenheit auf die hinter ihm sichen­den Millionen Katholiken, die ja in Wirklichkeit doch nicht beständen, Hinweisen könnte. Herr Bischof Ketteler aus Mainz, der hier gefirmt hat, war kurze Zeit vor Ankunft der Herren Michelis und Rieks von hier abgereist.

München, 20. Sept. Der Kaiser von Oesterreich begab stch gestern (Sonntag) Vormittags halb 11 Uhr in Begleitung seiner Tochter der Erzherzogin Gisela und deren Gemahls, des Prinzen Leopold, mit dem gewöhnlichen Per­sonenzuge nach Possenhofen, wo dieselben Mittag« 1 Uhr anlangten und von der Frau Herzogin Max empfangen wurden. Die hohen Herrschaften fuhren sofort nach dem Schlöffe, wo sich im Laufe de« Nachmittags Prinzeß Lud­wig und die Fürstin von Taxis zum Besuche einfanden. Abends 8 Uhr bestieg der Kaiser mit seiner Tochter und deren Gemahl den Postzug und traf um halb 10 Uhr wieder in München ein. Eine Begegnung zwischen dem Kaiser und dem König von Baiern, der zur Zeit nicht in Schloß

Lcrg, sondern auf dem Hohen Schachen verweilt, fand nicht statt. — Heute Vormittags erstattete der Kaiser der verivittwclen Königin von Sachsen, welche gestern von Ober­ammergau kommend hier eingetroffen und im „Baierischen Hof" abgestiegen war, Besuch. — Mittag« fand im Palai« des Prinzen Leopold an der Schwabinger Landstraße Tafel statt, zu welcher die verwittwete Königin von Sachsen und da« Personal der österreichischen Gesandtschaft geladen war. Nachmittags 4 Uhr machte der Kaiser in Begleitung seiner Tochter und deS Prinzen Leopold eine Spazierfahrt nach Groghessellohe. — Heute Abend 8 Uhr 45 Minuten ver­läßt der Kaiser München, um nach Wien zurückzukehren. — In neuerer Zeit kehren Unteroffiziere, welche vor einem Jahre au« der preußischen in die baierische Armee überge­treten sind, wieder in den preußischen Militärdienst zurück. Diese befremdende Erscheinung hat ihren Gmnd in dem Umstande, daß bicfen Unteroffizieren die in der preußischen Armee abgeleisteten Dienstjahre in Baiern nicht angerechnet werden, so daß dieselben in Bezug auf dereinstige Civil- anstellung gegenüber den einheimischen Unteroffizieren un- verhältnißmäßig benachthetligt sein würden. Der Austritt der als tüchtige Exerciermeister sehr beliebt gewordenen preu­ßischen Unteroffiziere ist für die baierische Armee um so weniger gleichgiltig, als die baierischen Unteroffiziere nur seltxu zum Weiterdienen mehr zu bewegen sind; so gingen beispielsweise nach den letzten Manövern bei einer Compagnie deS Jnfanteric-Leibregiments der Feldwebel, Vice-Fcldwebel, 4 Sergeanten und 2 Unteroffiziere zur Reserve ab, so daß für die betreffende Compagnie nur 3 Unteroffiziere zurück- blieben. — Bei dem 3. Bataillon deffelben Regiment« sind im Ganzen 27 Unteroffiziere abgegangcn.

Ausland.

Wie», 21. Sept. Die Gesammtsumrne des Erfor­dernisses deS heute den Delegationen vorgelegten gemein­samen Budgets pro!876 beträgt im Ordinarium 107,586,686 fl. (um 220,757 st. weniger al« 1875), im Exlra-Ordi- narium 7,140,789 fl. (um 2,053,530 fl. mehr als 1875), zusammen 114,727,484 fl. (um 1,903,161 fl. mehr al« 1875). Nach Abzug der eigenen Einnahmen der gemein­samen Ministerien per 5,222,704 fl. und de« ZollgefSlle- Ueberschuffes per 14,251,000 fl. verbleibt ein zu bedecken­des Gesammterforderniß von 95,253,780 fl., wovon 65,344,093 fl. auf Oesterreich und 29,909,687 fl. auf Ungarn entfallen. Außerdem beanspmcht eine besondere, von einer Denkschrift begleitete Vorlage deS gemeinsamen Kriegsministeriums zur Beschaffung neuen Feldartillerie- Materials 17,797,000 fl. und zwar für 1876 als erste Nate einen Betrag von 81/2 Mill. Gulden. — Der ge­meinsame österreichisch-ungarische Voranschlag für da« Jahr 1876 erfordert 93»/io Millionen, also 27/10 Millionen mehr al» im Vorjahre. Dabei ist der auf 17 Millionen für Kanonen veranschlagte Aufwand, wovon die Hälfte pro 1876 beansprucht wird, nicht eingerechnet. — Die österreichische Delegation hat den früheren Minister von Schmerling einstimmig zum Präfidenten, Rechbauer zum Vicepräsidmien gewählt. Schmerling dankte und betonte, die gegenwärtige Lage de« Reiches besprechend, daß, Dank der Umsicht der Regierung, e« bisher gelungen fei, den Frieden ungeachtet de« angehäuften Zündstoffe« an der

einschlug und dabei seine Empfindungen von jetzt und da­mals verglich. Wie himmelweit waren dieselben von ein­ander verschieden! — Damals hoffnungsreiche Erwartung, verbunden mit spannender Besorgniß, und heute? — Ent­sagung und kalte Gleichgültigkeit.

Er hatte jetzt das äußere EingangSthor erreicht. Das alte Gebäude mit seinen grauen, verwitterten Mauem und altmodisch verzierten Giebeln lag vor ihm und er fand, daß das Aeußere deffelben ganz vortrefflich mit dem unheim­lichen Wesen deS alten Rendanten und der gefühllosen Kälte seiner Tochter harmonire. Fast hätte er laut aufgelacht; denn er entdeckte in diesem Augenblicke die ihm wohlbekannten Blumenstöcke vor einem Fenster, welches nicht etwa, -wie er geglaubt, nach dem Hofe hinauSging, sondern seine Aussicht nach der, hier keine zehn Schritte von dem Hause entfernten hohen Stadtmauer und dem alten Thorthurme hatte. Also so weit war die Abneigung gegen seine unbedeutende und unschuldige Person gegangen, daß man jene starren, finsteren, Licht und Luft verdeckenden Mauerflächen seinem Anblicke vorgezogm hatte.

Wilberg schritt rasch durch die untere Hausflur, stieg die Treppe hinaus und wandte sich dann der Thür zu, welche zu jenem von ihm bemerkten Zimmer mit den Blumen am Fenster führen mußte. Doch ehe er noch Zeit gehabt, dort anzuklopfen, wurde die Thür bereits von innen geöffnet und mit freundlichem Gruße trat ihm die Tochter des Ren­danten auf der Schwelle entgegen.

„Also endlich kommen Sie doch einmal, um sich, wie Sie mir ja versprachen, nach Ihrer Palienttn umzusehen. Ich hatte wirklich schon fast alle Hoffnung aufgegeben und war Ihnen recht böse, daß Sie so schlecht Wort gehalten. Meine Hand ist, wie Sie sehen, schon längst wieder ganz heil und als Sie gar nicht kamen, wollte ich Ihnen doch wenigstens, damit Sie wüßten, daß Ihr Verband geholfen habe, die Hand drüben vom Fenster aus zeigen. So oft ich aber auch dort gestanden und gewartet habe, ich konnte Sie niemals am Fenster finden. Doch ich konnte mir ja wohl denken, daß Sie UNS bald vergeffen würden, nachdem Sie nichts mehr davon sahen und hörten, weil wir gleich am nächsten Tage nach Ihrem Besuche hier herüber zogen. Sie begreifen gewiß nicht, daß wir drüben die Sommer-

feite und den Blick in die hübschen Gärtchen mit dieser häßlichen, finsteren Aussicht vertauscht haben, und wenn Sie mich fragen, weshalb wir es gethan, so kann ich Ihnen auch keinen Grund dafür angeben, denn mir gefällt es, offen gestanden, recht schlecht hier, und ich habe schon oft recht große Sehnsucht nach unseren alten Räumen gehabt. Mein Vater meinte aber, eS werde drüben im Sommer zu warm und wir wohnten hier bester und bequemer. Ich habe da« zwar bis jetzt noch nicht recht einsehen können; er schien die Veränderung jedoch besonders zu wünschen, und da habe ich mich denn gefügt, aber ich werde mich noch recht oft nach drüben sehnen."

Wilberg, der dem jungen Mädchen gegenüber saß, ließ sie ruhig weiter plaudern, ohne sie zu unterbrechen. ES liefen so seltsame Empfindungen in feinem Kopfe und in seinem Herzen durcheinander, daß er auch gar nicht im Stande gewesen wäre, etwas Vernünftiges heraus zu bringen, und er begnügte sich deshalb damit, zuzuhören und um so aufmerksamer die Worte der schönen Sprecherin, wie deren ganze Erscheinung mit Auge und Ohr aufzunehmen.

«Fortsetzung folgt.)

S a s s e 101. Ueber den Unfall der Kaiserin von Oester­reich erhält das W. Fremdenbl. folgende Mittheilungen: „Ihre Majestät unternahm am 11. d., wie gewöhlich, einen Spazierritt im Parke. Beim Ueberspringen einer Hürde überschlug sich das Pferd und Ihre Majestät flog über den Kopf deS Thiere« 10 Schritte weit auf den Rasen. Als der in einiger Entfernung folgende Diener sich der Unglücksstelle näherte, fand er die Kaiserin vollständig be­wußtlos. Der Diener alarmirte hierauf das Schloß und holte auch den in der Nähe befindlichen Leibarzt herbei. Man hatte schnell alle möglichen Salze und Riechfläschchen herbeigeschafft und die hohe Frau mit kaltem Master ge­labt. Nach und nach kehrte daS Bewußstein zurück und Ihre Majestät war in der Lage Über den erlittenen Unfall und ihr Befinden Aufklärung zu geben. Eine halbe Stunde nach dem Unfälle hatte sich Ihre Majestät bereit« soweit erholt, daß sie die kurze Strecke in das Schloß in dem rasch herbeigeholten Wagen sitzend zurückgefahren werden konnte. In banger Erwartung harrte die ganze Umgebung

des Ausspruches de« Arztes, und Alle athmeten auf, aU die Untersuchung constattrte, daß nicht die geringste Ver­letzung edler Organe vorgekommen sei — doch machte die erlittene Erschütterung eS nothwendig, daß Ihre Majestät die absoluteste Ruhe beobachte. Man scheint in Sastetot — vielleicht auf Wunsch Ihrer Majestät — den Unfall gar nicht telegraphisch nach Wim gemeldet zu haben, dmn wie an unterrichteter Stelle in Paris erzählt wurde, war e» der französische Minister Duc DecazeS, der Sonntag die erste Nachricht über den Unfall an das Ministerium des Aeußeru in Wien mittheilte, in welcher Meldung be­reits die Versicherung enthaltm war, daß keine Gefahr für das Leben oder die Gesundheit Ihrer Majestät vor­handen fei. Als ein große« Glück wurde es in Sastetot betrachtet, daß sich Ihre Majestät beim Reiten eines eng« lischen und nicht de« neuerfundenen Damensattels mit zwei Bügeln bediente. Wäre das Letztere der Fall gewesen, so würde der Sturz wahrscheinlich von höchst deklagmSwerthen Folgen gewesen fein. Ihre Majestät bewahrte von dem Augenblicke an, als sie wieder zum Bewußtsein gekommm, die größte Ruhe und sprach wiederholt ihr Bedauern au«, ihrer Umgebung einen so großen Schrecken verursacht zu haben." — Vorn Schlosse Sassetot wird dem Pariser „Figaro" unter dem 15. September gemeldet: Die Kaiserin von Oesterreich har schon vorgestem ihre Spazierritte wieder aufnehmen können; Ihre Majestät hat stch von ihrem Un­fall vollkommen erholt und nur einige leichte Narben sind noch auf ihrer Stirne sichtbar. Immerhin hat der Dr. Wiederhofer Befehl erhalten, im Schlosse zu verbleiben, während er bisher in PettteS-Dalles wohnen durfte. Der Eisenbahn-Director, Ritter von Klaudy, ist auf telegraphi­schen Ruf von Wien eingetroffen; er wird den Hofzug führen, mittelst dessen die Kaiserin nSLsteu Mittwoch die Normandie verlassen wird. Ihre Majestät wird sich in Pari« zwei Tage aufhaltm, jedoch nicht in der österreichi­schen Botschaft, sondern im Hotel Bristol absteigen. Auf der Rückreise wird die Kaiserin ebenfalls zwei Tage in München verweilen und stch dann nach Wim resp. nach Gödöllö begeben. Die hohe Frau hat die Kirche von Sassetot mit mehrfachen Schenkungen bedacht.