zuweisen, daß weder die Regierung, noch die CorteS, noch irgend eine andere bürgerliche Macht des Königreiches das Recht hat, irgend einen Artikel des Concordats ohne die Einwilligung des heiligen Stuhles zu ändern. Der Art. des Concordats besagt aber ausdrücklich: Die römisch katholische apostolische Religion, welche mit Ausschluß jedes anderen Cultus die einzige Religion in Spanien bildet, wird für immer gewährleistet in dem Gebiete Sr. Majestät mit allen Rechten und Vorrechten, welche ste genießt.
Deutsche« Reich.
— Berlin, 18. Sept. Die Panzerfregatte „der große Kurfürst" ist jetzt in Wilhelmshaven vom Stapel gelaufen; ste ist von Eisen und nach dem Zellensystem construirt, der Boden ist doppelt; ste ist 94 Meter lang, 16 Meter breit, hat 6700 Tonnen Tragfähigkeit, eine Maschinen- kraft von 5400 indigirten Pferdekräften, und einen 1,10 Meter unter Wasser reichenden Panzergürtel; dieser zi-ht sich nach oben bis an das ganz geplattete Batteriedeck heran, auf welchem die gepanzerte Kasematte, welche die beiden Drehthürme und den Schornstein umschließt, aufgestellt ist. Die Armirung jedes DrehthurmS besteht aus 2 langen 26 Cmt. Ringgeschützen; auf der vorderen wie Hinteren Schiffsspitze steht eine 17 Ctm. Kanone. Der ganze Schiffsraum ist von einem Röhrensystem netzartig durchzogen, mit welchem Pumpen zur Leerung etwa eindringenden WafferS in Verbindung stehen. Die Besatzung wird auö 500 Mann bestehen, für die 3 Monat Proviant und 1 Monat frisches Wasser eingeschifft werden kann. — Rach Beendigung der Manöver des 3. Armee ist nunmehr die Entlastung der Reserven erfolgt. Gestern Vormittag trafen 267 Mann Reservisten mittelst ExtrazugeS von Magdeburg in Berlin ein, um auf der Frankfurter nach ihrer Heimath weiter befördert zu werden. — Die Justizcommission des Reichstages wird vor allem die Frage der Berufung vor dem Eintritt in die zweite Lesung zur Berathung und Entscheidung bringen; nichts aber läßt noch voraussehen, wie sich die Regierung dazu stellen wird; Preußens Stimme wird jedenfalls sehr stark wiegen in der Entscheidung, und eS ist bekannt, daß der Justizminister ein Gegner der Berufung ist. WaS di« Handelsgerichte betrifft, so werden große Anstrengungen zu ihrer Beibehaltung gemacht. — Gestern begab sich der Kaiser früh 8 Uhr zu dem 2. Feld- Manöver, das zwischen Lobenau und Kroitsch stattfand, und wohnte demselben bis 1 Uhr zu Pferde bei. Das 6. Armer «Corps ist zurückgegangen, beide bivouakiren. Das Diner findet beim Kaiser auf dem Schloß statt. Bei den heutigen Manöver» übernimmt der Großherzog von Mecklenburg Schwerin, den Oberbefehl über das 6. Armeecorps. Rach Beendigung dieses dritten Feldmanövers, und des darauf folgenden Dejeuner-Dinatoire wird die Rückreise angetreten, der Kaiser trifft um 10 Uhr Abends in Berlin ein.
Wilhelm-Haft», 18. Sept. Heute lief in Gegenwart des Chefs der Admiralität, Staatsministers v. Stosch, auf der hiesigen kaiserlichen Werft die dritte der ganz gleichen Panzerthurmfregatten, „Der große Kurfürst", vom Stapel, nachdem die beiden Schwesterschiffe „Preußen" im Rovem- ber 1873 und „Friedrich der Große" im September 1874 schon vom Stapel gelassen sind. „Der große Kurfürst" wurde zuerst von allen drei Schiffen, zwar schon Ende des
I Jahres 1869, begonnen, aber seine Erbauung hatte auch I mit ungleich größeren Schwierigkeiten zu kämpfen, als die der anderen Schiffe. „Der große Kurfürst" wurde als Breitseitschiff entworfen und begonnen, dessen Construktion fast ganz die gleiche war, wie sie später bei dem österreichischen Panzerschiff Custozza zur Ausführung gelangte und durch welche ein directcS Bugfeuer aus 4 Geschützen erreicht war. Die Armirung bestand damals auS 6 söge» nannten 96 Pfändern (24-Centime« ergeschütze) und 472- Pfündern (21-Centimetergeschützc). Kurz nachdem der Bau begonnen, wurden indeß unter Innehaltung der Haupt- dimenstonen, der Maschinenkraft und des Deplacements die sämmtlichen auf dem damaligen Marine-Ministerium entworfenen Pläne dort umgearbeitet, aus dem Breitseitschiff, wurde ein Thurmschiff, und nach diesen letzteren Plänen sind die drei Schwester schiffe erbaut. „Der große Kurfürst" hat bei einer Länge von fast 94 Meter, einer Breite von 16,32 Meter und einem Tiefgange von 7,5 Meter ein Deplacement von ungefähr 6700 Tonnen und eine Ma schinenkraft von 5400 indicirten Pferdekräften, die ihm eine Geschwindigkeit von 14 Knoten verleihen wird. Der Schiffskörper besteht ganz aus Eisen und ist, wie auch alle neueren englischen Panzerschiffe, nach dem sogenannten Brocket krame-System, d. h. mit LängSspanten und durch- b.ochenen Querspanten erbaut und hat einen doppelten Boden. Seine Wasserlinie ist mit einem ungefähr 1,9 Meter unter Wasser und nach oben bis an das ganz be plattete Batteriedeck reichenden Gürtelgange umschlossen, auf den sich etwas vor der Milte die gepanzerte Casematte aufsetzt, welche die beiden gepanzerten Drehthürme und den Schornstein umschließt. Die Dicke des Panzers beträgt in der Mitte des Gürtels 24 Zentimeter und schwächt sich nach vorn und hinten ab, der Casematipanzer ist 21 Zen limeter und der der Drehthürme 26 und 21 Zentimeter dick. Die Schiffsseiten vor und hinter der Zasematte und oberhalb deö Batteriedecks sind ungepanzert. Um den Thurmge schützen ein freies Feuer zu gestatten, ist das etwa 1,2 Meter hohe Schanzkleid zum Umklappen eingerichtet. Die Armirung vesteht aus 4 Stück 26=Zentimeter Krupp'schen Stahlge chützen in den beiden Thürmen und, um ein vollständiges öestreichen des ganzen Horizonts zu gestatten, aus einem angen 17 Zentimeter-Geschütz im Bug und einem eben olchen im Heck, die beide, um die Schiffsenden nicht zu ehr zu belasten, zum Zurückfahren mehr nach der Schiffsmitte zu eingerichtet sind. Die Maschinen haben 3 Zylinder mit Oberflächen-Zondensation, und werden in der Märkisch Schlesischen Maschinenbau-Aktiengesellschaft (vormals F. A. EgellS) zu Berlin nach Beten Entwürfen erbaut. Sie erhalten ihren Dampf aus 6 Kesseln, die nur einen gemein- amen, durch die Zasematte geschützten Schornstein haben. Außerdem ist noch ein kleinerer Hülfskessel an Bord, der die besondere Maschine des Spills zum Ankerlichten und die beiden Maschinen zum Drehen der Geschützthürme mit Dampf versteht Die letzteren Maschinen werden vom Innern edes ThurmeS aus von dem Zommanbanten desselben ge» teuer!, so daß derselbe mit Hülfe der Maschinen seine beiden Geschütze leicht richten kann. Durch daS ganze Schiff ist ein vollkommenes Drainageröhrensystem gezogen, so daß jede der von den zahlreichen Querschatten und den beiden Böden gebildeten Abteilungen des Innern durch wenigstens zwei i jumpen von dem eingedrungenen Waffet befreit werden kann. I
Auch für natürliche und künstliche Ventilation ist hinreichend gesorgt. „Der große Kurfürst" erhält eine volle Fregatten- tafelage, die so groß bemessen ist, daß das Schiff auch ohne Benutzung der Maschine und ohne feinen über 600 Tonnen betragenden Kohlenvorrath in Anspruch nehmen zu müssen unter Segel einen Kreuzerdienst versehen kann. Da den Thurmgeschützen freies, durch das stehende und laufende Gut der Takelage uneingeschränktes Feuern gesichert werden mußte, so bot die Befestigung und Manövrirung desselben auf Deck große Schwierigkeiten, die mit Hülfe einer um den Schornsteinmantel befestigten, über die Thürme bis an den Großmast reichenden Brücke jedoch zu bewältigen waren. Aus demselben Grunde bot auch die Unterbringung der zahlreichen Boote, unter denen ein Dampfbeiboot, größere Schwierigkeiten, da denselben außerdem die Möglichkeit eine» leichten AuSsetzenS gewahrt werden mußte. Die BesatzungSstSrke wird 500 Mann einschließlich aller Offiziere betragen. Proviant führt das Schiff für 3 Monate sowie Wasser auf 4 Wochen, welches jedoch durch einen Dcstlllirapparat immer ergänzt werden kann.
Rostock, 17. Seplbr. Die Aufstellung der 39 Vereine und Korporationen in dem Spalier beim Einzüge seiner Majestät des Kaiser« in Rostock findet in folgender Weise statt: 1. Hauszimmermeister, 2. ber Gesangverein „Orpheus", 3. bie Pautoffler, 4. die Schuhmacher, 5. d.e Gerber und Weißgerber,_6. der Arbeiter-BildungSverein, 7. der Gewerkverein der Schiffszimmerer, 8. das Etablissr. ment von Haack und Sohn, 9. die Schiffergeselljchafr, 10. die Schlachter, 11. der Kriegerverein, 12. die Klempnee 13. die Tapezierer, 14. die Fischer, Vie Buchdrucker, 16' bie Schmieoe und Schlosser, 17. Die Schiffe daumeister, 18. ber Gesangverein „Vorwärts", 19. die Reiser, 20. die Schneider, 21. die Stuhlmacher, 22. die Tischler, 23. die Turner, 24. ber Musikverein der jungen Kaufleute, 25. bie „Union", 26. der Gesangverein „Liederkranz", 27. Der Gesangverein „Sängerlust", 28. die Böttcher, 29. die Drechsler, 30. die Maler, 31. der Gesangverein „Euterpe", 32. bie Kürschner, 33. die Tuchmacher, 34. die Töpfer, 35. die Bäcker, 36. Feuerwehr, 37. die Kaufmannschaft,' 38. bie Sattler, 39. der Gesangverein „Bürgersängerkranz". — An dem Fackelzuge beteiligen sich einige 30 Bereu» und Korporationen und ist die Reihenfolge derseselben im Zuge ebenfalls durchs Loo« bestimmt. — Wieg man au« guter Quelle erfährt, so wird der Extrazug, in welchem Se. Majestät der Kaiser und König am Sonntag von Berlin nach Rostock reist, an keiner der diesseitigenjStationeu einen Aufenthalt nehmen, sondern nur dort anhalten, wo dies ber Fährbetrieb bedingt. Es ist deshalb für diesen Extrazug, welcher die einzelnen Stationen im langsameren Tempo Yassiren wird, folgender Fahrplan in Lokalzeit fest- gestellt worden: Ankunft in Hageuow 2 U. 43 Minuten Nachmittags, Abfahrt von Hagenow 2 U. 49 M., Ankunft n Schwerin 3 U. 23 M , Kleinen 3 U. 42 M., Blankenberg 4 U. 3 M., Bützow 3 U. 30 M., Abfahrt von Bützow 4 U. 34 M. Ankunft in Schwaan 4 Uhr 53 M., Rostock 5 U. 15 M. Der Kommandeur der LanbeSgen«. barmerie, ber Oberstlieutenant v. Zülow, der Rittmeister von Meltzin und der Premierlieutenant Bohn begeben ich heute von Schwerin nach Rostock, wo morgen da« ganze dorthin tommanbirte Detachement ber Gensdarrnerie jufammentritt die Instruktionen, dir. Diensteinstellung der
was ich Sie bitten wollte: ich habe keine Kohlen mehr hier oten, und Sie hätten vielleicht die Güte, mir noch einige heraufzuschicke», gegen Abend wird es wieder gewaltig kühl."
„Schön, sollen Sie gleich haben. — Guten Abend Herr Doktor!"________________________________(Forts, folgt.)
Die XX. Wattderdnsammkmg deutscher und österreichischer vimenwirthe
wurde am 14. Abends in Straßburg i./E. durch eine gesellige Zusammenkunft eröffnet. Das Local war auf das reichste becorirt mit ben Fahnen ber deutschen Einzelstaaten und der benachbarten Rationen, während im Hintergründe auf fächerförmig zusammengestellten deutschen Fahnen die Büste Sr. Majestät des Kaisers sich abhob. Kurz vor 91 Uhr ergriff Herr v. Reichlin, kommissarischer Beigeordneter! der Stadt Straßburg, das Wort und begrüßte Namens der Stadt die Gäste. Ihm antwortete Pfarrer Vogel aus Lohmannshöfel. Die Gesellschaft blieb ungefähr bis Mitter nacht in ungetrübter Heiterkeit und bei den Klängen einer Militärkapelle zusammen. Am 15. wurde die erste General- Versammlung in der Orangerie eröffnet. Am erhöhten Tische de« Prästdium«, welcher an seiner Vorderseite daS Bildniß des Altmeisters Herrn Dr. Dzierzon trug, nahmen außer Sr. Excellenz, dem Herrn Oberpräsidenten, die Herren Präsidenten Schmitt, Seminarpräsekt au« Eichstädt, I. Schmidt aus Barr, Dr. Dzierzon aus Schlesien, Baron v. Reichlin au« Straßburg, Inspektor Bastien au« Weißenburg, Lehrer Zwilling au« Mundelsheim, Lehrer Dennler aus Enzheim, Dathe au« Eistrup, Dr. Schramm au« Straßburg und mehrere andere Herren Platz. Die Versammlung wurde, der „Straßb. Ztg." zufolge, eröffnet durch die An spräche Sr. Excellenz be« Herrn Oberpräsidenten v. Möller: „Meine Herren! Sie haben mir im vorigen Jahre in Halle die Ehre erwiesen, mich zu Ihrem diesjährigen Präsidenten zu ernennen. Ich danke Ihnen dafür. Indem ich hiermit die 20. Wanderversammlung deutscher und österreichischer Bicnenwirthe eröffne und Sie zugleich im Namen der elsaß- lothringischen Landesverwaltung willkommen heiße, spreche ich die Hoffnung aus, daß es Ihnen in Ihren Verhand
lungen auf dem edlen Gebiete der Bienenkunst gelingen werde, durch intelligente Beobachtung der Natur die wunderbaren Fortschritte, welche wir den letzten Dezennien verdanken, noch weiter zu fördern. Auf diesem Wege wird es Ihnen, geleitet durch die Erfahrungen großer Meister, deren Großmeister wir in unserer Mitte begrüßen, gelingen, den Instinkt der Bienen so zu leiten, daß sie Honig statt Wachs, Arbeiter statt Drohnen erzeugen und den höheren Zwecken der Menschheit in gewerbmäßiger Weise dienstbar gemacht werben. Lassen Sie uns auf biefem Wege intelligenter Beobachtung und Lenkung ber Natur auch an bie Lösung der uns heute gestellten Aufgaben herantreten, alsdann wird der durch Sie geförderte Ideenaustausch der Wissenschaft zum Fortschritte, den Imkern aber zum Nutzen und zur Freude gereichen. Hiermit eröffne ich die Sitzung."
Der Herr Oberpräsident verlas hierauf die auf den früheren Versammlungen beobachtete Gesch äftSordnung, welch auch heute maßgebend fein sollte.
Erster Gegenstand der Tagesordnung war die von Dr. Dzierzon zu KarlSmarkt bei Stieg in Schlesien gestellte Frage:
„Welchen Einfluß übte der letzte lange und strenge Winter auf die Bienenstöcke aus und welche Regeln folgen daraus für die Praxis?"
Bevor in die DiScufsion dieser Frage eingetreten wurde, ergriff Herr Professor Kleine aus Luethorst auS Hannover das Wort, um in Erwiderung auf die Rebe beS Herrn Oberprästbenten bem ersten Beamten beS LanbeS, dem Magistrat der Stadt Straßburg und den Bürgern derselben ein dreimaliges „Hurrah" entgegen zu rufen, welches lautesten Wiederhall fand. Hierauf bestieg von den wärmsten Zurufen begrüßt Herr Dr. Dzierzon die Rednerbühne und theilte der Versammlung seine im Laufe des letzten strengen Winters, der für viele Imker geradezu verhängnißvoll geworden sei, gemachten Erfahrungen mit. lieber bie gleiche Frage sprachen Herr Lehrer Geiler auS Aachen, in besten Gegend bie Bienen sehr stark burch bie Ruhr heimgesucht worden waren, Herr Hauptlehrer Lehzm aus Hannover, Gutsbesitzer Hilbert aus Mazinjewo bei Thorn, einer der bedeutendsten Bienenzüchter der preußischen Monarchie, Herr
Pfarrer Deicher aus Grüningen (Hessen), Hauptlehrer Huber aus Schopfheim (Baden), Herr Klimcke aus Frankenthal (Schlesien), Pfarrer Neuber aus Württemberg und einige andere Herren.
Der zweite Gegenstand der Tagesordnung war die von Hrn. Dathe aus Eistrup, einer anderen Koryphäe der Bienenzucht, angeregte Frage:
»Durch welche Mittel läßt sich der Honigertrag steigern?" Der dritte Gegenstand behandelte die durch Herrn Dr. Dzierzon aufgeworfene Frage:
„Ist bie Zntweifelung als Mittel, ben Honigreichchum ber Stöcke zu steigern, zu empfehlen, und unter welchen Bedingungen?"
Nachbem die Herren Fragesteller ihre Ideen erläutert hatten, eröffnete der Herr OberprSstdent über beide Fragen gemeinschaftlich die Generaldiscussion, an welcher sich die Herren Dr. ASmus aus Bromberg, Vertreter der Regierung vaselbst, Wiesenthal au« Sand, Dr. Pollmann, Lehrer an der landwirthschaftlichen Anstalt zu Poppelsdorf bei Bonn, und die schon genannten Redner Neuber, Klirnke und Hilbert beteiligten. Der nächste Vortrag war derjenige des Hrn. Rentners Richard Walter aus Sagau (Schlesien) über ein neue« System, auf ebenso einfache ais billige Art Weiseln (Königinnen) zu ziehen. Der Herr Redner zeigte einen dem Aeußeren nach einem Cigarrenkistchen sehr ähnlichen Apparat vor, den sich jeder Imker ohne besondere Kunstfertigkeit zurechtzimmern kann. Er besteht aus 6 stumpf zusammengenagelten Brettchen, an deren einem Ende sich das Flugloch befindet. Das Kästchen ist mit einer Strohbekleidung versehen, um dasselbe vor den Sonnenstrahlen zu schützen. Unter dem Deckel, der eingeschoben wird, befinden fich Tuchleisten, damit die Wärme im Innern conservirt wird. Durch Leisten feftge« haltene Rähmchen (4—6 Stück) werden in das Kästchen hineingeschoben, von Denen je ein« eine Honigscheibe, da« andere Bienenbrut enthält. Mit Hülfe dieses höchst einfachen Apparates, welcher in der Ausstellung durch mehrere Exemplare, welche die verschiedenen Stadien der Weiselgewinnung veranschaulichen, vertreten ist, wird jeder Imker in den Stand gesetzt, sich ohne große Mühen und Kosten in 14 Tagen bis 3 Wochen selbst Königinnen zu ziehen.