Einzelbild herunterladen
 
  

Herzog von Oldenburg vollziehen. — Der Vertrag über den Schutz der Fabrikmarken zwischen Belgien und Deutsch­land ist am 11. d. Mts. von dem Minister der auswär­tigen Angelegenheiten, Grasen d'Aspremont-Lynden und dem deutschen Geschäftsträger in Brüssil unterzeichnet worden — Die Nachrichten aus der Herzegowina werden trotz ihrer unsicheren Quelle immer bestimmter dahin aufzufassen sein, daß eine größere Störung des Friedens nicht in Aussicht steht. — DaS Verfahren der Wiener Polizeibehörde gegen den deutschen Verein „Germania", welcher dem Sedantage eine Feier widmen wollte, wird zwar keine politische Span­nung Hervorrufen, gibt aber entschieden Aergerniß, wett es in keiner Weise zu rechtfertigen ist. Offenbar hat die Po­lizei eine Courtoisie gegen das französische Selbstgefühl üben wollen, die gar nicht ihres Amtes ist. — lieber die Auswanderung aus dem deutschen Reiche nach transatlan­tische» Ländern im Jahre 1874 gibt das neueste Heft der Statistik deS deutschen Reiches Mittheiluagen. Diese be­ziehen sich auf die Auswanderung Deutscher über Hamburg, Bremen und Antwerpen. Von mecklenburgischen und olden- burgischen Häfen sind in dem Jahre 1874 überhaupt Aus­wanderer nicht befördert worden. In diesem Jahre sind aus den genannten Häfen 43,848 deutsche Auswanderer befördert worden, dagegen im Vorjahre 103,898. Ein ent­schiedener Rückgang der deutschen Auswande.ung. Dieses erfreuliche Resultat findet seine Erklärung vorzugsweise in den ungünstigen Aussichten, welche b'e Verhältnisse von den Vereinigten Staaten von Nordamerika und Brasilien boten. Im letzteren Lande ist die Bedrückung und harte Lage der Auswanderer keine Verlockung, dorthin zu gehen, in Nord­amerika hat die Wirkung der daselbst herrschenden wirlh- schaftlichen Krisis die Auswanderung aufgehalten.

Bre-la«, 12. Sept, lieber die Parade bei Bunzel- witz berichtet die „Schief. Ztg." noch nachträglich : Als bei der Kaiser-Parade bei dem Vorbeimarsch die Regimenter 10 und 38 bei dem Kaiser vorbeidefilirt waren, ritt der Kron­prinz dem 2. Schlesischen Grenadier-Regiment Nr. 11 ent gegen, zog den Säbel und führte das Regiment bei Sr. Majestät vorbei. Als dasselbe vorüber war, ernannte der Kaiser den Kronprinzen zum Chef dieses Regimentes, worauf Se. kaiserliche Hoheit dem Kaiser die Hand küßte. Bei dem zweiten Vorbeimarsch in Regiments - Colonnen führte der Kronprinz das Regiment — nunmehr als Chef des­selben — wieder vorbei. ES ist dies dasselbe Regiment, weiches drr Kronprinz als Oberst im Jahre 1856 — 57 commandirte und welches seit jener Zeit in den Kriegen 1866 und 1870—71 für seine alten, ehrwürdigen Fahnen neue Lorbeeren erwarb. Bemerkt sei noch, daß im letzten französischen Kriege daS Regiment dem 9. Armee • Corps angehört hat und bei diesem zunächst die Schlacht bei Mars la Tour mitmachte, wobei eS 43 Offiziere und fast die Hälfte der Mannschaft verlor. In einer Ansprache des Prinzen Friedrich Karl an daS Offizier - Corps des Regi mente sagte der Prinz Feldmarschall unter Anderem: „Dem Auftreten Ihres Regimentes ist wesentlich der Erfolg deS 16. August zu danken." Auch an den Schlachten bei Or Irans und Le ManS nahm daS Regiment ruhmreichen An- theil. Im Juni 1871, nach siebenjähriger Abwesenheit, kehrte das Regiment wieder in fein heimathlicheS Armee- EorpS und in seine ehemalige Garnison Breslau zurück.

Liegwitz, 13. Sept. Nachdem Prinz Friedrich Karl

Provence stammend, in Süddeutschland bei ihrer Tante er­zogen wurde, nachdem ihre Mutter, die früher dem Gemahl auf manchem fernen Zuge des unsteten Kriegslebens gefolgt war, die Augen zum Tode geschlosien. Hier war es, in dem halb alterthümlich, halb mit den Bedürfnissen neuerer Eleganz geschmückten Schlosse, wo beide junge Mädchen so köstliche, unvergeßliche Tage verlebt hatten. Arm in Arm streiften sie durch die verfchlungenen Wege des Gartens, den üppig grünenden Park, weckten mit jauchzendem Rui daS Echo und warfen sich neckend mit Blumen. Oft, froh des Alleinseins, verstohlen der Aufsicht sich entziehend, schlüpf« ten sie in den abgelegenen, fast unbewohnten Thurm; wan­delten aneinander geschmiegt, durch die selbst zur Mittags­zeit dämmernden Gänge de» uralten Gebäudes, wo sic mit süßem Grauen dem Schall der eigenen Schritte lauschten. Ihre leichten Füße störten den Staub und die rings wal­tende Stille; so klommen sie die steile, gewundene Treppe hinan, die hoch bis zur Spitze des ThurmS in ein kleines viereckiges Gemach führte. Dort, athemlos und lachend angelangt, fetztm sie sich Hand in Hand auf das breite Fenstergesims; durch die zerbrochenm kleinen Scheiben, die im Sonnenschein farbig flimmerten, strömte die herrliche Lust eines Sommerabends. Ihre spielende Phantasie gefiel sich darin, sich in die Rolle zweier gefangenen Ritterfräulein zu oertiefen, die sehnend hinausspähend in die frei sich deh­nende, reizvolle Gegend mit klagendem Gesang, mit wehen, dem Schleier den heldenmüthigen Befreier herbeirufen--

____________________«Fortsetzung folgt.)___

8 • 8 * i 11.

(Schluß.)

Mehr als drei Viertel Bosniens sind Waldland. In den Save Niederungen kommen Eichen und Buchen, in Mittel Bosnien nur Buchen und in dm höheren Regionen Föhren, Fichten und Tannen vor. Die Forsten sind sämmtlich Eigen- lhum des Staats, welcher den Gemeinden lediglich für ihren Bedarf au Bau- und Brennholz das Schlagrecht gewährt. Das Holz bildet einen wichtigen Ausfuhrartikel; Bauholz geht viel nach Oesterreich Ungarn, während Faßdauben über Triest nach Frankreich abgesetzt werden. Bei einem sorg-

und der Erbgroßherzog von Sachsen-Weimar in KönigS- zelt in den kaiserlichen Zug eingestiegen waren, wurde die Fahrt über Striegau, wo der Großherzog von Mecklen­burg Schwerin dem Zuge sich anschloß, nach Jauer fort- gesetzt. Auf dem dortigen festlich geschmückten Bahnhofe hatten sich die Kreisstände, die städtischen Behörden, die Landwehr- und Reserveoffiziere der Umgegend, sowie die Schützengilde mit ihrer Fahne und dem Mufikcorps zur Begrüßung des Kaisers ausgestellt. Der Kaiser stieg aus und nahm die Vorstellung der Anwesenden entgegen, wäh­rend einige der anwesenden Damen der Kronprinzessin vor­gestellt wurden. Die Ankunft auf dem hiesigen Lahnhofe erfolgte Punkt 11 Uhr. Der Kaiser verließ den Salon­wagen und unterhielt sich kurze Zeit mit den zu seiner Begrüßung Erschienenen. Nachdem Prinz Albrecht von Preußen, Prinz Georg von Sachsen und der Herzog von Coimbra von hier aus dem Zuge sich angeschlossen hatten, erfolgte die Weitersohrt nach Haynau zur Abnahme der Parade über daS 5. Armeekorps. Die Parade war von dem schönsten Wetter begünstigt. Ihre k. k. Hoheit die Kronprinzessin führte ihr Regiment zweimal vorbei; das erste Mal im Schritt, das zweite Mal im Galopp. Ebenso führten auch Prinz August von Württemberg und General- Feldmarschall von Steinmetz ihre Regimenter zweimal vor­bei. Nach Beendigung der Parade, welcher ein sehr zahl­reiches Publikum beiwohnte, kehrte seine Majestät der Kaiser nach Liegnitz zurück, woselbst Alle.höchstderselbe um 2% Uhr eintraf. Auf dem festlich geschmückten Perron war eine aus allen Regimentern des 5. Armeecorps combinirte Ehrenwache aufgestellt. Nach der Vorstellung der zum Empfange des Kaife S auf dem Bahnhofe anwesenden Per­sonen, unter denen sich auch eine große Anzahl Damen befand, fuhr Se. Majestät nach dem Schlosse. Dec Weg vom Bahnhof nach dem Schlosse war glänzend decorirt und eine große Anzahl von K.iegervereinen hatte auf dem­selben Spalier gebildet. Um 5 Uhr fand im Schlosse großes Diner statt, zu welchem die Generale und die Stabsosficiere des 5. und 6. Armeecorps geladen waren.

Paderbor«, 13. Sept. Seit gestern Nachmittag 2 Uhr besteht hier ein großer Brand, der bis heute früh 97 Gebäude in Äsche gelegt hat. 220 Familien mit 879 Angehörigen sind obdachlos, meistens arme Leute, von denen nur wenige ihre Habe versichert haben. Die so eben erst eingescheuerte Ernte ist vernichtet. Ziemlich heftiger Wind und große Trockenheit, durch anhaltende Hitze hervorgerufen, ließen das Feuer mit außerordentlicher Schnelligkeit um sich greifen, so daß an ein Retten nicht mehr gedacht werden konnte. Heute früh erst ist es ge glückt, ein weiteres Umsichgreifen des Feuers zu verhin­dern und es wurden auch im Laufe des Tages weitere Gebäude von demselben nicht mehr ergriffen. Außer den Spritzen der benachbarten Ortschaften sind die Feuerwehren von Lippstadt und Unna zur Stelle erschienen und zum Theil noch thätig. Den Obdachlosen ist in den Räumen deö verlassenen Franziskanerklosters, sowie in dem des frü­heren Priesterseminars vorläufiges Unterkommen verschafft.

»«81«».

Wie», 12. Sept. Die serbische Thronrede klingt durchaus nicht so kriegerisch, wie vielseitig erwartet und gefürchtet wurde. Aus der einen Seite die Krieg und fälligen Betriebe würden die Waldungen weit größeren Nutzen gewähren, als dies jetzt der Fall ist. Sägemühlen find in hinreichender Anzahl vorhanden, um das Land mit Bauholz zu versehen. An Metallen sind manche Gegenden Bosniens reich, doch ist der Bergbau vernachlässigt. Braun- undSpeckeisenstein, oft mit einem Metallgehalt von 70—80%, kommt häufig vor; Braunkohlen finden sich allenthalben, auch wird Gold, Silber, Kupfer, Blei unv Quecksilber ge wonnen. Die Hauptlagerstätten der Eisenerze sind in Foinica, Kresevo, Bares, Zentra, Fora und Stari-Majdan, des Bleies in Priedor, Tuzla und Zwornik, des Silbers in Srebrenica. Außerdem besitzt das Land einen vorzüglichen Thon für Ziegelbrennereien, sowie weißen und grauen Marmor.

Unter den Industriezweigen nimmt der Eisenhüttenbetrieb die erste Stelle ein. Eisenhüttenwerke epftiren in Foinica, Kresevo und Foca. ES werden daselbst Hufeisen, Schaufeln, Sicheln und Nägel erzeugt und diese Artikel zum großen Theil im Lande selbst verbraucht; hieran schließt sich in Foca, Foinica und Serajevo eine den inländischen Bedarf kaum deckende Fabrikation von Hieb- und Schußwaffen an, und haben die an diesen Orten verfertigten Säbelklingen wegen ihrer vorzüglichen Qualität hohen Ruf. Auch die Leder- Industrie ist nicht unbedeutend und liefert Saffianleder nicht nur für den Landesbedarf, sondern auch zum Export nach Oesterreich-Ungarn. Hervorragend ist die Haus-Industrie. Im Hause wird das Hemd gewebt, welches der Lauer trägt; seine grobe wollene Jacke und seine Beinkleider werden aus heimischer Wolle gesponnen und gewebt. Außer dem far­bigen Shawl, den er turbanartig um sein Haupt windet, ist AlleS, waS er am Leibe trägt, ein Erzeugniß der häus­lichen Industrie. Selbst feine Fußbekleidung, die sog. Opanken, verfertigt sich der Lauer aus Thiersellen. Man kann an­nehmen, daß reichlich drei Fünftel der Bevölkerung Bos­niens, und insbesondere der christliche Theil derselben, der sich mit Landwirthschast befaßt, auf so primitive Bedürfnisse angewiesen sind.

Den Mittelpunkt des Handels, auf welchem übrigens Monopole, hohe Zölle und Der Mangel an guten Straßen hemmend lasten, bildet Serajevo, welches denselben in aus­gedehnter Weise mit Montenegro, Dalmatien und Kroatien

Schlachten schnaubende Vertretung Serbiens, auf der an­dern die Großmächte, welche in eindringenster Weife dem Fürsten nahegelegt haben, daß die Folgen jeder kriegerifchen Verwickelung in erster Reihe ihn und seinen Thron treffen würden. In solcher Weise zwischen die Skuptschina und die auswärtigen Mächte i»'s Gedränge gebracht, blieb wohl dem Fürsten Milan keine Wahl, als in einer langatmigen, ernst klingenden Thronrede möglichst Nichts zu sagen, da­mit seine Regierung Zeit gewinne, der Skuptschina minder gefährliche Gefühle einzuflößen, als die sind, von denen sie zur Zeit beseelt ist. Nicht an die Waffen appelli« Fürst Milan, sondern an die Weisheit des Sultans und der Gacantiemächte, welchen es gelingen soll, die infurgir» ten türkischen Provinzen zu beruhigen und dauernd zu be­friedigen. Die bittere Pille wird den Großserben mit schönen Worten verzuckert und der Fürst entschädigt seine Untertanen für das Scheitern ihrer hochfliegenden Pläne wenigstens mit einem Feuerwerk in der Thronrede. Die Skuptschina wird voraussichtlich das Spiel in ihrer Adresse genau nachahmen. Auch da werden nationale Raketen und Schwärmer aufprassel», aber man wird sich wohlweislich hüten, irgend etwas wirklich Compromittirende» auSzu- sprechen. Man wird prahlen, so weit man glauben wird, es ungestraft thun zu können. Man wird Großmacht spielen, ohne der Pforte auch nut ein böses Wort zu sagen. Dann aber wird die serbische Nationalversammlung rasch ihren sechswöchentlichen Urlaub amteten und ganz geräuschlos vom Schauplatze verschwinden. Sv wenigsten» stellt man sich hier den weiteren Verlauf oer Dinge vor. — Die Delegationen sind auf den 21. Sept, nach Wien ein­berufen worden und man glaubt, daß die Session ruhig und rasch verlaufen werde. Die Mehrfortzemngen de» Kriegsministers werden voraussichtlich lebhaft discutirt, von der einen oder der andern Seite auch bekämpft, schließlich aber doch angenommen werden. Die ungarische Delegation wird dafür stimmen und da auch die polnischen Delegirten dafür eintreten werden, so ist die Annahme gesichert, da sich die Deutschen im Vornherein in der Minorität befinden. — Das ungarische Oberhaus hat die Adresse ohne jede Debatte angenommen, Der erste Fall in diesem Hause. Auch im Abgeordnetenhause erwartet man keine lange Debatte. Ungarn macht Fortschritte: feine Abgeordneten lernen schweigen I

Rom, 10. September. In Treviso ist dieser Tage ein Turnercongreß eröffnet worden. Unter den beim Prä­sidium eingelaufenen Telegrammen befindet sich auch ein» auS Wien, worin Nachrichten übet die Arbeiten de» Con- gresses verlangt werden, und ein anderes von Berlin, welche» die Congreßmitglieder begrüßt und ihnen anzeigt, daß zwei Vertreier aus Deutschland eintreffen werden, und bald darauf erschienen die Turnlehrer Robert Pape und Paul Simon aus Berlin, welche vom preußischen Ministerium des öffent­lichen Unterrichtes nach Treviso gesandt worden find, um über die Resultate des Turnercongresses Bericht zu erstatten. — Dienstag Abend (7.) ist der Cardinaletzbischof von New» 2)ort, Mac-Closkey, in Rom eingetroffen. Der Cardinal Franchi nahm ihn an Der Eisenbahnstation im Namen deS Papstes in Empfang und begleitete ihn nach dem Collegium Americanum, Dem Absteigequartier Mac CloSkey'S. Am 8. empfing der Cardinal Den Besuch des Nordamerikanischen ConsulS und besichtigte im Lause deS Tages die Sehen».

betreibt. Außerdem sind als Handelsplätze von einiger Be­deutung Novipazar, welches berühmte Messen hat, Mostar (hauptsächlich mit Serajevo, Raguja, Gabella und Cirno), Zwornik (Handel mit Lau- und Brennholz nach Semlin), Banjaluka. Die Hauptartikel der Einfuhr find: Salz (au» der Moldau und Italien), Zucker, Äolonialroaaren, Wein, Bier, Spirituosen, Eisen und Stahl, Manufakturen au» Seide, Wolle, Seinen und Baumwolle, während Schlacht­vieh, Wolle, Häute und Felle, Talg, Knochen, Getreide, Obst, Taback, sowie Eisen- und Stahlwaaren ausgeführt werden. Seine Einfuhrartikel bezieht Bosnien hauptsächlich über Wien und Trieft; im Jahre 1873 gingen von dort u. A. ein: raffinirterZucker 1,216,934 Psd., Bier 612,766 Pfd., Wein 256,752 Pfd., Spirituosen 485,348 Pfd., Koch- und Steinsalz 17,291,853 Pfd., Eisen und Stahl 195,189 Pfd., Wollgarne und Wollwaaren 193,136 Pfd., andere Manufakturwaaren 109,478 Pfd., Thonwaaren 184,813 Pfd., Eisenwaaren 220,217 Psd. Dagegen wurden nach Oesterreich Ungarn exportirt u. A. Obst 306,197 Psd., Weizen 2,591,668 Pfd., Roggen und Mais 5,812.748 Pfd., Gerste und Hafer 13,447,377 Pfd., Rindvieh 6953 Stück, Schweine 79,686 St., Häute und Felle 130,696 Pfd., Holz 264,245 Kubiksuß, Schafwolle 250,899 Pfd., Holz- roaaren 232,362 Pfd. Der Handelsverkehr der Herzego­wina allein mit Oesterreich-Ungarn betrug nach den Angaben des österreichischen ConsnlatS in Mostar im Jahre 1874 in der Einfuhr 1,152,760 Fl., in der Ausfuhr 135,702 Fl. Ssterr. Währung.

Von Eisenbahnen besteht bis jetzt nur die Strecke von Novi an der österreichischen Grenze bis Banjaluka, welche Ende 1872 dem Verkehr übergeben worden ist; in Aussicht genommen sind die Strecken Mitrovitza-Serajevo-Banjaluka und Busovaka-Doboj Samac. Die Telegraphenverbindungen sind zweierlei Art: internationale und bloS türkische. Erstere, mit Stationen in Serajevo, Banjaluka, GradiSca und Mostar, nehmen nur Depeschen für da» Ausland an; letztere (27 verschiedene Stationen) sind auf tückische Sprache und Schrift beschränkt unv deshalb für das Publikum nur von geringem Nutzen, weil dasselbe meist der türkischen Spra«he und Schrift nicht vollständig mächtig tft.