Air. 193
Nlarkurg, Sonnabend, 21. August 1875.
x Jahrgang.
ObrrhcWc Jrituiiii
Tagesbericht
Deutsches Reich.
Wünschen.
zr, , -y. ' — u wtiiii vic Sterne
@ctte« durch Baumwipfel auf uns niederfchauen und mit
des Feldes durch unser Haar streicht; - auch im Treiben H PT (Gr\T/1 n 1 em L .n c « '
von
Jahreszeit, schöner Abend.
ZU sprechen aufgehört.
Sonnenschein und Liebe über ihr sich auch während ihrer
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Äuf einer von dem friedlich im Schutz der Kirche
ben Traumgestalten ihre jugendliche Seele, die sich willig einsilbig, aber desto reicker b/redter trnnmJ,- gleichfalls
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Zwei Familien.
Erzählung von Ernst Streben.
(Fortsetzung.)
Es wurde noch von Beiden hin und wider über die Sache gesprochen, auch Freundliches und Frohes dazwischen, denn Magdalena hoffte mit gläubiger Zuversicht auf die baldige Ausgleichung des bösen Mißklanges in dem sonst so schönen Verhältniß der beiden Familien. Ziemlich spät erst trennten sie sich, und das junge Mädchen trat in Begleitung Alexander's, der sich diesen Act der Ritterlichkeit in solchen Fällen selten streitig machen ließ, den Rückweg nach Hause an.
$ur,f.et unfähig beweisen sollte, diesen Termin einzuhalten ist bis zetzt noch Geheimniß der drei Nordmächte/ da sich die Einigkeit der Drei Kaiser-Politik in diesem Punkte so wenig als in irgend einem anderen verleugnen wird. Sollte es aber, vielleicht einigermaßen wider Erwarten, der Pforte! doch gelingen, dort wieder Ruhe zu stiften, so müßte diese Vorkehrungen treffen, das Wiederausbrcchen deS Brandes zu verhindern, und für solche würde man sich gewiß nicht mit Versprechungen begnügen, die nicht gehalten würden, sondern die vorzunchmenden Reformen müßten und würden direct! uuler dm Schutz der Nordmächte gestellt werden; die Wiederherstellung der Ruhe in der Herzegowina soll aber, >em auszusprechenden Verlangen der Nordmächte gemäß I n zeitgemäßer und humaner Weise erfolgen. " 1
Wir erhalten folgende Mittheilung über die Verhält- niffe der deutschen Armee: Die Zahl der in Deutschland jährlich der Ersatzreserve erster Klasse überwiesenen völlig dienstfähigen Mannschaften beträgt 16,000 Mann. Dieselbe würde demnach für die sieben Jahrgänge der activen und Reserveverpflichtung eine Stärke von 112,000 Mann besitzen und vermag durch sie für den Kriegsfall die Jahres. Rekruteneinstellung nahezu verdoppelt zu werden. Die Kopfstärkc der deutschen Armee würde sich hingegen durch eine Jahresrekrutirung von 130,000 Mann und einer Dienstverpflichtung von 12 Jahrgängen zu 1,560,000 Mann berechnen. Thatsächlich treten jedoch dazu mit Abrechnung des Abfalls durch Tod, Invalidität rc. pro Jahr noch 10,000 Mann Nachersatz, so daß sich der gesammte Mannschafts- und Reservebestand also auf 1,680 000 Mann berechnen dürfte. Der Mannschaftsbedarf der deutschen Armee stellt sich für deren volle Kriegsstärke, ohne Osfiziar, Aerzte, Beamte nur zu 1,270,000 Mann, so baß also von dem vollen Rerservebestand derselben zunächst noch 410,000, und die Ersatzreserve erster Klaffe hinzu gerechnet, 522,000 Mann disponibel verbleiben würden. Den durch Tod, Auswanderung, Invalidität u. s. w. in dem wirklich vorhandenen Mannschaftöbestande veranlaßten Ausfall sehr hoch mit 120,000 Mann veranschlagt, würden demnach für eine etwa gebotene Erweiterung des Armee standcS noch immer 270,000—290,000 gediente Soldaten und die vorangeführten Mannschaften der Ersatzreserve verbleiben, und würden diese durch die Formirung von vierten Feldbataillonen auch ohne Mitheranziehung des Landsturmes genügen, die Kriegsstärke der deutschen Armee auf 1,600,000 Mann zu setzen.
Heber die Stellung, welche die alliirten Mächte zu den Vorgängen in der Herzegowina einnehmen, sind die Instructionen, welche der österreichische Botschafter Graf Zichy mit nach Konstantinopel gebracht hat, sehr interessant. Derselbe soll der hohen Pforte sehr entschiedene Vorstellungen machen und nicht bloS das Verlangen der Herstellung der Ruhe in der Herzegowina überhaupt, sondern die Herstellung in einer gegebenen Frist auösprechen. Die Forderung, daß die Pforte den Anlaß zu einer steten Beunruhigung für ganz Europa beseit gen solle, wird keineswegs unbestimmt gehalten sein; man will endlich den Beweis haben, daß nicht alles ewig im gewohnten Geleise bleiben werde, wodurch jede endwirksame Maßregel unmöglich ist. Will die Türkei Großmacht fein, so muß sie doch wenigstens einer kleinen Provinz Herr werden können, und dies aber noch, ehe sich diese Unruhen weiter verbreitet hätten. Deshalb ist eine bestimmte Frist ausgesetzt worden. Die Bedeutung dieser Forderung wird in Konstantinopel wohl verstanden werdm. WaS aber geschehen soll und wird, wenn die
odervieimehr angenommen, wäre cS ihm nicht eben um Zerstreuung, um einen Anlaß zu thun aewefen mnr7,r“k.
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faft Wunder nahm, da die Mutter nur selten sich entschließen konnte, ihre Häuslichkeit zu verlassen.
Es ward wenig unter den Dreien gesprochen. Dec alte Herr war einsilbig und trommelte mißmuthig und seuszend mit den Fingern auf der Tischplatte; die Mutter von dem ungewohnten Spazierengehen ermüdet, gähnte einmal über das andere, und das junge Mädchen — nun
mit sanft dahingleitenden Wolken über ihnen, die noch im Westen einen leichten Farbenschimmer von dem untergcgan genen Taggestirne an sich trugen. Die Gaslaternen entzündeten sich allmälig, aus den Häusern schien das Licht feie fühlte sich so beruhigt in dem gesänsiigten Verkehr des AbendS. Ein unaussprechlich anmuthiges Gefühl süßen
berichtet; wtr erfahren jetzt, daß in Folge derselben, da eS erwiesen ist, daß ultramontane Umtriebe zu diesen getrieben, der Bischof von Santa Thecla nebst sieben Geistlichen ver' haftet und unter starker polizeilicher Deckung nach Corieta Geisig- und verschiedene andere
Geistliche sind deS Landes verwiesen worden; ähnliche Auf. stände waren m allen Städten der Republik im Namen ber Religion vorbereitet worden; der Präsident Gonzales hat die Ruhe in St. Miguel wiederhergestellt.
tritt naher an uns heran und doch durch die Bewegung von außen gebrochen und gemildert, in ungewisser zauber Hafter Beleuchtung.
Ehe eS Magdalene sich versah, waren sie bei dem weiß- getünchten Hause mit der Aussicht auf den Pastorgarten All/IPinnnt IC- ci» « . - .
Anzeigen nimmt entgegen: die Expedition d. Blatte«, sowie die Annoncen-Bureaux von Th. Dietrich & Co. in Kassel und Hannover; Th. Dietrich in Frankfurt a. M.; Haasenstein & Vogler in Frankfurt a. M, Berlin, Leipzig, Cöln rc; Rudolf Moffe in Berlin, Frankfurt a. M. rc.
£ Es war, wie unS bekannt, eine ziemlich weite Ent- angelangt. Sie reichte ihremKiJW! fernung zwischen den beiden Häusern. Magdalena und der I zur „Guten Nacht!" und stieg bfc trennen
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konnte nicht aufhören, mit begeistertem Entzücken daö Spiel der Frau Wendel erfahren die einen Sli,-ienk>liep S ; 7" neben ihm. Es war ein für die schon vorgeschrittene zusammen ausgegangen waren; ein Umstand, beVdie Tochter
- L. .in ™ ®cr ^Emmel stand klar und fast Wunder nahm, da die Mutter nur feiten fi* ,Oflcn ffißrt, 7 • m mtgc 7' s“ l9m ymge-
.iOflen suhlte, hatte seine Ge cll cha t nicht so oft aufaefinfit ober vielmebr anaennmmen ausgefucht
" d«igemaBcr und humaner Weise erfolgen. — Die Jn^!den *von^/e^böre, wird außer urgenten selbst aber dürften vi lleicht in ihren Forderungen tagen der e^nrel^en N °7-Sestern aufgeführten Land- weniger gemäßigt fein, da sie aus die Sympathien und SEw-lLd?«? Einberufung des
vielleicht auf die mehr oder minder offene Unterstützung I für den ®nnnt sn Hohenzollern erfolgen, und zwar ihrer Nachbarn rechnen können; Bosnien ist bereits rsicht I «reifen $0Dtmb" b- 3- - In diplomatischen
nur in Gährung, sondern selbst schon im Beginn deS Auf binei ru eL? bc^ro^en' 06 daS russische Ca- standes; daß die Montenegriner für die Jnsurgenten sind I KrkaSvölkerreckt Ä'"chung der Berathungen übe das ist unzweifelhaft, und was Serbien betrifft so iß RürßIneuen ßnnte färciten »erbe. Die Einberufung einer «lau durch dm
der Bildung deS Ministeriums sich auf Actions-Männer Frübiabr 2 ff» unb 3toar fur das nächste
ju stützen. Die Majorität der neugewählten Skuptschina I bat man nnn Ur97 ^ic*i9cn amtlichen Kreisen i» für den Krieg gegen die $forte unb b bmtot j Sbie e8 aT XÄ" keine Kenntniß, vielmehr wird
Situation; ein Cabinet Zukic, Gi>riftic unb Äe$ iß Sunaen ? überhaupt weitere Einla-
m Aussicht genommen und überall herrscht die größte iWi? man an« h,9 In" E^nferenzen ergehen werden. — Aufregung; aller Verkehr ist unterbrochen, dagegen türki j AuSfüdruna der nenen^^"^" siößt man bei der sches Militär nirgends zu sehen. Da aber in den neuen I riake.' Provinz,alordnung auf die Schwie-
Minlstercombinationen auch der Name Ristics genannt vinriallandtaa"-n 1, k^ff'^neS Local für den neuen Pro- wird, so kann man schon daraus schließen daß^ wenn 2 . 9 L M*affen' Die bisher für die Proviu-
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Man berichtet uns, daß es mit den Arbeiten an den Gesetze öffentlich"«»^ drovinziallandtage nach dem neuen Ausstellungsgebäuden in Philadelphia sehr rasch geht; diese Cvrresv über ^die (Ln7 Mlltheilungen bet Prov.- ommen bis Anfang December unter Dach"fJba6« Ä we ben all? '"?^g auf die Wehr-
1. Januar bereits nut der inneren Decoration und Aus- brachen haben und 7° die Spitze abge-
stattung begonnen werden kann. Die Weltausstellung wird! schafft haben — i t "^r diesen Gegenstand ver- am 10. Mai 1876 eröffnet; die deutsche Ausstellungs-Id?ß^gerade Fürst ^obenink bb" Seiten anerkannt, Commission hat sich dre in Wien gesammelten Erfahrungen werthe Verdienste Ä sich anerkennenS-
gemacht und hofft alle dort hervorgetretenen Uebel ! zwischen Deutschland und ^^?'SUng deS Friedenstandes stände vermeiden zu können. Selbst nach erfolgter ba& babef f n XJhtS! crtootben habe, und
©t j uii0 brt zur Sendung angemeldeten Materials v«- für die Fottdaue^nnae^,b,7 $aU6k 016 dne Bürgschaft bleibt noch von den deutschen Ausstellern ein sehr achtbares Es werben fomlt «»/^^"Beziehungen gelten könne.
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Anzeigen nimmt entgegen: die Expedition d. Blatte-, sowie die Annoncen-Bureaux von G. L. Daube & Co. in Irankfurt a. M.-Jäger'sche Buchhandlung in Frankfurt a. AI-; Jnvalidendank, A. Rete- ▲ meyer in Berlin; Carl Schüß- ___________ ler in Hannover; C. Schlvtte
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bu kommst mir Nicht los, Freundchen!" f Vmtn G-fährten nicht entschlüpfen lastend Sperre di^do^' ?rm bb« l°szumachen. .«per-- dich doch dich! so g,wattig: -o geschttki girr,« i“ B-ftml Du dift S rlnlsnäd“ S
ch B-iimwIM au" uİ^-d,7L.n un?'2 2'L" Sttaj. gingm u» dl-ft Z»
Gedanken der Einsamkeit zu uns sprechen • wenn der Wind ,• °nn<c ’^re b*$,fn Ueberzieher gehüllt, Arm in des Feldes durch unser Haar stre.'L?-'auch jrn Len von ihmn LüL ^"n-°kale zu? In dem' gLßeren der Stadt, im Geräusch des wogenden Lebens um uns fSRhfn« Sewahren wtr unseren Bekannten Ferdinand
,-ttm »I. Mttuul.. solch, Sm'tth, m uno -»d^a,l5nd
verweilen beschaulich und genießend bei all dem Heiteren Alfred Swaffn'-,-9 blickenden Gesicht den Herrn
’S.Sä IW6
Sr®2eebfü^7rg^ein wenig^aufzu- rlareu, sie mit denen von noblen Leuten in Einklana ru liebte*"bie"aHernoth°5 großmüthig auszubrücken de.
Sr NEn^8fic F°ron beizubringen.
hnH, , M Mit Ihm merkwürdig viel Mühe gegeben hatte sein Opfer in die Oper, in die Kaffeehäuser und Steppt, aber eS war ihm bis jetzt noch nicht ölltg gelungen, daS, was er „ve, wünscht abgeschmackte ®ent””ent°l,*at.' nannte, bei ihm auszurotten. Ja Ferdinand, der sich im Grunde vielleicht wenig -u ihm hinn# zogen fühlte, hätte feine .u. r , hm hinge-
ES hegt ein eigener Reiz im träumerischen dahinschien. Abwesenheit getrübt hatte daß schon das beimlX Mb btrn in der Dämmerung für ein Herz voll Poesie und über ihr schwebte daß sie'die nächst N cht nickt kank o äugend, wenn cS ein Strahl der Liebe durchleuchtet und glücklich unb so eickten fSmenä einfAinf?« » 8 3 * « noch M ist oou ,uil.°b.» Zwtti-In »Ud st«,mist».->° Aus