Einzelbild herunterladen
 

Sfr. 198.

Akarkurg, Donnerstag, 19. August 1875.

x Mrgeng.

Die Enthüllung des HerrmannsdenkmalS

Zwei Familie«.

Erzählung von Ernst Streben.

(Fortsetzung.)

Der Großvater fuhr indessen mit seinem gedankenvollen und unruhigen Herumwandeln fort, bald einen Augenblick am Fenster stehen bleibend, um einen zerstreuten Blick hinaus zu werfen, bald mit den Händen geftikulirend und den Kopf euiporgerichlet, die Zimmerdecke betrachtend. Dann und wann stieß er einen abgebrochenen Laut hervor und die Falten auf feiner Stirne zogen sich dichter zusammen. Er hatte stch ein« Pfeife gestopft und that einige Züge, aber es wollte ihm heute nicht schmecken. Er legte sie wieder hin und nahm mechanisch eine Klarinette zur Hand, dessen Mundstück, in der Kunstsprache Schnabel genannt, ein neues Blatt bedurfte. Er schraubte es auseinander und untersuchte die Klappen, als sich draußen bekannte rasche Fußtritte vernehmen ließen, denen alsbald das Oesincn der Thür folgte, worauf die Gestalt seines kleinen, rührigen Freundes sichtbar wurde.

„Nun, wie, was? Was soll das bedeuten?* sagte dteser, mit kurzen, hastigen Schritten dem Tische näher ruckend, an welchem der Andere bei seinem Eintreten mit halb abgewendctem Gesichte sich niedergelassen hatte — „Guten Morgen, sag ich! Was sind das für närrische Einfälle und Flausen mit dir? — Wieder 'mal Mucken gehabt? — Sitzen wir da und lauern auf dich, wie die Narren! Einer fraßt, der Andere fragt: Wo steckt denn der Höpfner, der Musikus? — Voriges Mal nicht ge­kommen, diesmal wieder nicht! Dumme Streiche das von dir! Hab mich geärgert zum Schwarzwerden! Bist nicht richtig im Kopfe oder bist du hoffärtig geworden? Wie was, he?' — Sein verdrießlicher Freund sah dem komisch entrüsteten Besuch einige Augenblicke mürrisch, mit hoch

Di- ,$i.G "’Ä“ 3"'“:

is-Nnmm-r "^riuchung rlkka, dem Sitze des eng-

Nun aber ist zur Kenntniß

Anzngen nimmt entgegen: die Epieditio» d, .Blatte-, sowie die Annoncen-Bureaur von G. L. Daube & Co. in .^ntfurt a. M.-Jäger'sche Buchhandlung in Framfutt a. M.; Jnvalidendank, A. Rete- meyer in Berlin; Carl Schütz- ler in Hannover; C. Schlotte in Bremen.

"*“* « »«”” °°- M Jin, ,w Nchi A

hinaufgezogenen Augenbraunen ins Gesicht und schob sich die Hausmutze in den Nacken. Es schien etwas in ihm herauswollte; aber er hielt noch zurück, und nachdem er grämlich und halblaut: „Guten Morgen! herauSgestoßen, setzte er das Blaseinstrument an die Lippen wie um diese zu versiegeln und versuchte zur Probe eine Passage darauf. — „Nun, wie, was?" fuhr Weinlich £ott' denn daS eine Antwort? Sage ich nicht immer' du und auch dein Ferdinand seid rein unsinnig im Kopfe Lauter Ziererei mit dem; hat stch wie ein Geck und spielt en Vornehmen. Wir sind ihm mit einmal zu geringe geworden! Euch Beiden muß was zu Kopfe gestiegen sein! Da lobe ich mir unser« Nachbar, den Herrn Leonhard, besucht mich" anbCrer ÜKann unb kommt doch und

Der alle MusikuS hatte mit steigender Empfindlichkeit zugehört. Alles, was ihn seit längerer Zeit geärgert hatte • die Vereitelung seiner Lieblingspläne, seit Zähren mit stiller Hoffnung großgezogen; sein gekränktes Vatergesühl bei den S“®“ des Sohnes; die Zurücksetzung, welche er zu er

Ä, glaubte; auch die Entbehrung sogar, welche er sich selber durch sein Nichterscheinen bei den Plauderabendcn auferlegt hatte - alles daS stieg in ihm auf und "rieb seine reizbare Stimmung auf das Aeußcrstc. Er kiest ,^" r°rn'gen quäkenden Laut auf dem Instrument hervor und warf cs dann auf den Lehnstuhl, von welchem er sich !?»? c"Unb ^lber seid hoffarlStolll" platzte uc mtt kirfchrothem Gesicht heraus. „Za in euch ist seit der lumpigen Erbschaft und seit der Bekanntschaft mit eurem der Hochmuthöteufel hineingefahren.

blr ,n8 ®e^t; und dein hochnäsiges Fräu : lein Tochter mag sich immerhin an ihren Künstler hängen । S?fk!M@CC Unb mein Ferdinand ist zu gut !

Anzeigen nimmt entgegen: die Gchedttton d. Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Th. Dietrich & Co. in Kassel und Hannover; Th. Dietrich in Frankfutt a. M.; Haasenstein & Bögler in Frankfutt a. M.Berlin, Leip­zig, Cöln ic; Rudolf Moffe in Berlin, Frankfutt a. M. x.

llchen Personen nach dem Grotenberg; diejenigen der deut-!der Entbülluna des “t C s t*

isr» sä z rÄÄÄkg?*»b»

Der alte Weinlich stand eine Weile wie vom Donnlr gerührt. Hatte er recht gehört? War hJL T

M X’JSßS’ 6,|*n Ä J auszuhalten!' Er schlenkette ganz außer sich mst §« ^meu unt> schnappte nach Luft. — „Und du brauchst dir auch nicht mehr die Mühe zu geben, hierher zu kommen 1" X?" nTer'-immcr ^ltiger sich in den Zorn hinein­kann"»' k "U b ®tr auflen n,^t mehr zusammen, und du kannst dir nur eme andere Gesellschaft sticken ui- t,.n

Hand und kehrte ihm dm Rücken; während der AnkL- m,t einen kurzen Beinen in größter Hast auf und niedn rannte und m einer Aufregung nach Worten suchte fiinm Gr mm, seine Empörung auszudrücken. - „Alter Neid hart dul' brach er endlich los q» k„s ". 2. Prö­das mein Lohn? So ein scheelsebender Dank, ist saurer Murrkopf bist du von ieber aem-k-ntza

».6. L . °L^dich° L ivs dich nicht wieder hindern; adiml* k

i-^rhd- hin«, d„ « MU, 6Wa M ln “

» u ch d r u' cke r"e i) bezogeii'H" MbieVSto Deutsch!^ bKÄ" AeiIaÄ ''Jkluftrtrtes SonntagSblatt" durch die Expedition

---- Zur in der Expedition zu ettheilende Auskunft md Annahme "von* bie -^Kdi^Koch'sche

WerheMe Jrilimg

Erscheint täglich außer den Werktagen nach Sonn- und Feiettagen. --------------------------------

■Hu m n k <r » m e\ ----ai <ni« <____< - m n .. . .

•m °S »™ 7Mriich."daß'!ich^', Tufti'jmbm S»» M*

'$,nrmaW *“-.'m 'm.M j*««!-", mmh -m ■«-«st»-? a» ÄtTTeMÄ, «ÄÄ* M L

Ratten stch durch hochgestellte Persönlichkeiten ihrer Um- dem Kaiser nur der Fürst zur Livve dessen ®n» cnßli^cr Soldaten mit spanischen bei

S'bung bei derselben vertrtten lasten, zu der mindestens Kaiser Wilhelm war, und der Bildbauer Bandtt a^n 6ete^ ""ähnt. Vor Kurzem hat in Portoricö

bCn verschiedensten Gegenden des Alle Anwesenden verstanden und bewunderten dies SIenglischen Flagge durch die Spanische Vaterlandes herbe gekommen waren. Die Zahl ist ver-!aefübl des Kaisers der hwA c„r„ k Q, ft-1 unter folgenden Umständen stattgefunden' c?n snnrtnrtm hältnißmäßig sehr groß, wenn man bedenken will, daß die dem Künstler, bet' feinem Volke dies schöne und3 wür2 "'"^scheinlich unbegründete Gerüchte, dch v^on San- Sache für alle nicht ganz nahe Wohnenden mit ziemlich Denkmal durch seine treue und ftanbßafte Rebarr^k^ I SS9? t°T e,ne Flibustier-Expedition gegen Cuba b" labene Emphase Selten worden; besonders zu erwähnen in Begleitung des Kaisers bei bkL Reffe 3 lr6.f b "Louis VenegaS', dessen Aus.

ist aber die vom Geh. Rath Preuß gehaltene Festrede, in--- --lot' I lieferung „als Dieb und Desettär" die spanische Bebörde

wacher der Redner in glücklichster Weise die Vergangen- Tagesbericht. erlangte. Der Kapitän verweigerte diese sehr ent-

heit an die Gegenwart zu knüpsm und in einem kurzen Man schreibt aus Volen fSmmHi*, ra-mr» l!^tebJn' b“ o6ct unterdeffen der Telegraph nach allen Sei- Deutschlands Befreiung und seine Erhebung seit Iwelche wegen Verweigerung des Seuaniffeß in gespielt, mußte stch der englische Darnpferauf jedem

b8«?-aKn L ” gewußt; auch dachte er selbst- päpstlichen geheimen Delegaten der NttfiDoien SrftolSf??'„ber Untersuchung unterwerfen, während der verständlich rühmend des greifen Künstlers, der sein Leben I worden, aus der Hast entlasten stnd Lnr ^ct l Kapitän überall auf seiner Weigerung beharrte! in Dor- diesem Werke gewidmet und eS vollendet hat. Unter Ka in Haft genommLe'Domb7rr Kurowski ä »u Kurz-m teneo, der Hauptstadt beordetten nun die Svanier^e?» n-nendonner machte Justizrath Lüders aus Hannover die Besttmmtheit verstchen, ebenSeflat feki- fo s°ll"auck A"° S“® unb --Gefechtbereit und e n

»-Ä » s: sä ä Eh. s

Liebe und Bewunderung au den grei en Heldenkopf, instinkt- gebäude in Bbiladelvbia S D 86> I Unfl fortgefuhtt und sofort erschossen ®ie 5Berf5niiX

«äßig fühlend, daß er den Kamp gegen Rom fortsetzt dachten^Räume^^l ten-LrBekckLna KSS ^g-' dieses Venegas ist nicht eonstatttt, doch ist eö nT L und vollenden wird, wie Herrmann Rom in ma eriellL senen Term"ns L ML» k b°zu °»gMte- scheinlich, daß dieser Vorfall nicht zu etnCn tiS ©eije gurötf0eWOrfe„, so jetzt uns von dem, was mri; »onE^ ?n°" Seits führen wird. - Lner M dst in

Verständniß und Nießbrauch kamen ihnen erst nach langem Ide um es \Ler »inLL l °k' ? fr5ffnet ®ur' |fiudliche türkische Truppen den Enaländ-r» -El?/'

®eto; anders aber bei unö Deutschen; die unbestimmte, werker zu ermögliche«3 bL^e yT8fte^uLUlnu^tuS^ ^anbdm^"re .bet Letzteren und namentlich der Lieutenant Conder aber doch überall verbreitete Sehnsucht nach Einigkeit das! Die Mi-?-- au - steuung zu besuche«. I würben schwer verwunbet; i« Stolae h» rfnber

Vorgefühl derselben war im Volke; so sah nun gestern ITagespreise' brinat in Ä ,4Q3t^outnal »Die l vention soll bie Untersuchung in Akka bem ?ntCr'

bie begeisterte'Menge auf der Kuppel be8 ent^en^ & 1 ®°""P1*“ S°nfuU ^"finden kn Ä!S

malS den jugendlichen Vorkämpfer mit gezücktem Schwerte schaster General ?c^.e. brutsche Bot-«der englischen Regierung gekommen hafi L «