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Marburg, Sonnabend, 13. Februar 1875.

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Er hat so oft nach seiner Uhr gesehen in dm vergangenenSe, künden, daß es wohl nicht zu verwundem ist, wmn er es in dem entscheidenden Augenblick versäumt. — Erschreckt fährt er auf alS die Uhr auf seinen WirthSgebäuden langsam dröhnend zu schlagen beginnt Der gefürchtete Zeitpunkt ist gekommen di« Kranke liegt ruhig und bleich da, — aber fie athmet

DaS Mansileu« der gnädigen Ara«. Novelle von Max Alt

auch zuweilen unter den edlen Söhnen Aeskulaps finoet. — Es würde sich außerdem auch Niemand gefunden haben, der ihn in den sicheren Tov hineingefahren hätte.

So kam die Nacht heran, in welcher es sich entscheiden mußte, ob der alte Baron von nun an ganz allein stehen sollte auf der Welt. — Auch er war hmte nicht zu Bett gegangm, — er wollte der alten Freundin die Last nicht allein lassen, die ja jeder Augenblick zu einer doppelt schwer zu tragenden machen konnte. — Und während draußen die Elemente wüthetm, — währmd von seinen und den umliegenden Dörfern die Sturmglocken dumpf durch die Nacht klagten, faßen die Beiden an dem Schmerzmslager dieses jungen Lebens und sahen feuchten Auge- auf den heißen bitteren Kampf.

--Jetzt senkt der unheimliche Feind seine schwarzen Fittige dicht auf die kleine weiße Gestalt hernieder, daß te schon wie mit dem Hauch des Todes daliegt; — jetzt stiegt ein rosiger Schimmer von Neuem über da- bleiche Gesicht und steigert sich zu fieberhafter Röthe. — Die schmalen weißen Hände^liegen bald fest zufammmgekniffen auf der heißen Decke, — bald fechten fie wild in der Lust umher, als gelte es, den bösen Feind mit ihnen in die Flucht zu schlagen.

So schleichen die Stuadm langsam dahin, und der Baron denkt mit Bangen de- ärztlichen Au-spruches daß Mitternacht die Entscheidung bringen werde, „Wenn sie Mitternacht überlebt, so ist sie gerettet* — So sagte der Arzt ein Paar Mal.

daron steht an einem Imster de- erstm ^ockwerk«, da- ihm gestattet, die Gegend weit hinaus zu berblitfen. Er sieht nicht sehr vergnügt aus, und e« möchte wohl auch nicht gerade die entsprechende Miene ge- trffi nn Bild hervorzurufm vermochte. Als das Lebm femer Nichte noch in Gefahr schwebte, hiett

' *‘1' J,e " schont, daß Gott dem alten Manne ’ & Km» erhalten will. Instinktmäßig, als wenn es ihn dränge, Jemand auch äußerlich zu danken erareikt " unb fü»« ß. «"“'S*

*m '""«sten Herzen gelobt er zu Gott, seinen Arm au-zustrecken, soweit er vermag, um das wieder aut iu ?erMchiet"^ ba era“6m dm Armen

mtd vierzig Stunden sind seitdem verstossen »nh bie ^""ke befindet sich außer aller Gefahr; ja, ihre Ge. nefung macht eben |o schnelle Fortschritte, als die Krank, heil es gethan. - Wenn sie nicht mit Gewalt auf ihrem Lager festgehalten wurde, — sie würde aufstehen, um zu Wteser» gemacht hat. “ “

Auch diese- andere Unglück war in jener Nacht an lemem Wendepunkte angelangt. Es hatte aufgehört zu regnen, und wenn auch °°« GebirgSwaffer noch vierund- zwanztg «stunden mit voller Gewalt herabkam, so war doch der Zeitpunkt abzufehen, wo ein Stillstand endlich Zte" "Auch dieser war nun gekommen. - Wohl walzte der ström seine schmutzig gelben Klutben noch in rasender Eile dahin, - wohl ?iß°er noch «L k°n, wa» die übergettetmen

l" Jnn Erreich brachten, — aber sein ®irbft und fing sogar an, da«

(Forisetzung.) -

Frau v. Bardeck war auf den ersten Ruf herbeigeeilt, und faß Tag und Nacht an dem Beit der Krankm. Der Arzt kam zwei, dreimal au« der benachbarten Stadt Her­dei, was umsomehr anzuerkmnm war, als seine Praxis sich weit über das Land auSdehnte und seine Zeit sehr gemessen war. — Er wollte sogar am Tage der Krisis ganz auf dem Schlosie bleiben, um dem Tode diese junge Beute streitig zu machen.

Da trat ein anderes Unglück hinzu, — nicht so uner »artet und unangemeldet, — auch nicht so hart für Grüneck und seine Bewohner, — und nicht allein für sie. ikin Unglück, das da» Land auf eine »eite Strecke hinaus hrimsuchte, und welches das Leid, das schon in das reiche Haus Ungezogen war, leicht zu einem unstillbaren machen «mite. — Nach viertägigem Regen war das Hochwasser »it einet solchen Gewalt herabgekommen, wie eS sich »>e ältesten Leute nicht eniftnnen konnten. Alle Dämme »aren durchbrochm, das Lauo in der Breite von einer Salben Meile überschwemmt, und die beiden Brücken, welche »>e Landstraße zu ihrer Verbindung mit der Stadt bedurfte, hatte der zum rasenden Strom angeschwollene Gebirgsbach F »ü sich fortgerissen. — als wenn Kinder spielend ihn wie «ne Gosse überbrückt hätten. — Welches Unheil da« «affer auch seinen Gütern anrichten konnte, der alte Baton wte nur den einen Gedanken: „Es ist bet neunte Tag ££”1; — wmn der Doktor nur noch zur rechten Zeit grifft......wenn der Doktor nur zur rechten 4eil

s »gefahren ist?* a

Er war es nicht, — er fuhr überhaupt nicht ab, __

kein Doktor der Welt würde es unter solchen Um- wben gethan haben, soviel Aufopferungsfähigkeit man l fr

Anzeigen nimmt entgegen: die Expedition d. Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Th. Dietrich & Co. in Kastel und Hannover; Th. Dietrich in Frankfurt a. M.; Haasenstein & Vogler in Frankfurt a. M-, Berlin, Leip­zig, Cöln rc; Rudolf Moffe in Berlin, Frankfurt a. M. rc.

X. Lehrgang.

ÄÄzTrx

M ; Jnvaltdendank, A. Siete- * meyer in Berlin; Carl Schliß-

«r in Hannover; C. Schlotte

Di« Oberpräsidie^sin^dnr^cine Verfügung des jedm Tag" ^"V°r7aa^kommm De7 7" die Wirkung des Unfehlbarkeilsdogma^wodurch

Ministers des Innern angewiesen worden, von jetzt ab Iweßhalb diese noch Mcht aeschiebt und autf>ä Souverain geworden und die bi-

die Nachwetsungen Über den Geschäftsbetrieb und die Re- Einsichtigen nicht aefaeben fron ift attein Sr bct p^^ichen unlergegangen sei.

sultate der Sparkassen nicht mehr an den Minister birect, mit bÄte^ ln kmL, 3. Ä ^^L.-7^"holt und nachdrücklich vom

sondern durch die Vermittelung de« königlichen statistischen Kreis und Provinz einaef^rt werden T? » i<(b t/ 80,1 ®‘Wfen, von katholischen Theologe»

Bureaus in Berlin einzureichen, welches demgemäß die de-1selben QraanevorauSae^ IUnb -Äa"on,f,tn zurückgew.esen. Sie wiederholen selbst'

treffenden Nachweisungen nach rechnungsmäßiger Revision mit dm. noch zu berathendenBerwaltüngÄ ch überÄ msi d!.n^ unb schlichen

unb Ueberarbeitung derselben, dem Minister vorlegen wird. I stimmen, so daß also nach der Vorberatbun-i fibX Lff-tL I w Men Bedauerns darüber, daß

Da sich in den bisherigen Nachweisen mannigfache Un-Inoch eine Revision des UmerrichtSaeieneS ftattfinben I. 6 -kieichskanzleramt se,n Urtheil lediglich nach Behaup- genauigkeiten, namentlich insofern ergeben haben als be- un. dasselbe 7ach dies» Sette bi7 in 7lle i?7/r-ins.7' " Hypothese., gebildet habe, welche von einigen

züglich verschiedener Bezirke die am Schluffe des vorher- tnung mit dem neuen Vermaß jur °fle-en Auflehnung gegen die legitime Autorität

künftig derartige Differenzen nicht wieder vorkommen, ober!----——— I 9‘ 5ebr- Am Sonntag Nachmittag, gleich

daß solche doch insofern sie sich nicht vermeiden laffrn, in I Deutsches Reich. 2 "hr, war der hiesige Hohenthorbahnhos der Schau-

Bezug aus die thatsächlichen Umstände, durch welche siel »* * Berlin 11 u.hnmr tm, ,<> u c,ne* erheblichen Eisenbahnunfalles. Der um jene

veranlaßt worden sind, gehörig erläutert werden. Dielluna des äbaeorhnefröivnti»» I^clt uom ^eegenthorkommende Danzig Neufahrwasset-Eisen.

Nachweisungen sollen möglichst bald nach erfolgtem Rech-leine Rede des Abg Laster in Äiuvmch^aenoimnen ^^l?°^"^"^"'cth in Folge irriger Weichenstellung unmittel- »nngSabfchlusfe der Sparkaffenverwaltungen, spätestens bis, Beifall mit welchem seine Red,$ |?at "a$ ®fm Erlassen des TuimelS auf ein falsches Ge- i- »IM -ul °<n Z-hr-sabschlutz fol,S',L ju„i »„ 2 »-<> >°ch>« u-miÄ

SS 8-77 STUS- Ni. ine Maschine,

Von der im Umlauf befindlichen Summe von im!kommen sonst an die (Streme L ®!rh"’‘1P,ÜC*,9t Theil des Gebäudes, wie auch das Reservoir'

Ganzen 18,250,000 Thlrn. preußischer Kassenanweisungen! Stelle der Freiheit tritt Es Ist wicktia^ ferner" äerstörl wurde. Der mit Wafferfüllung an der

a fssasbsÄS £* sÄä k- ber Sud eclivismus herrsche, und man die Herrschaft der Staate« auSaeübtwerden ■ benjeganen deSmen - Gester,, .st ein Detachement Pioniere, 1 Skt

s Schulräthe nicht brechen wolle. Diese Zeitschrift^^ erklär! können hi» nur bis u"°ch Nenfäh? abg!gang.n um die Behauptung, daß zwar die Gemeinbfordnung und d.e und stets nur unter5 ber Aussicht und ^m NEn"!es ?fl>KTl8e" 0<r Weichse?auswärts bis

Provinzialordnung festgestellt werden müßten, bevor das Staats. Unfalls hat^der Ab? LaSker Das nach Zeyer entsandte Detach!,

UnterrichlSgesetz zur Berathung kommm könne, für einen die Vorlage zu! Kenntniß De6 afften «ubhfumS ^K borr bereits hierher zurückgekehrt. — Lei

' "'^Uge" Vorwand. Wir find in der Lage, diese Jnstnua-! gebrach, zu habm. — Die Köln ^ta *^v!rüsfentttck?^n v^gestrigeu starken Sturm kam auf unserer Rhede non aus bester Quelle als jeder Grundlage entbehrend, ihrer gestrigen Nummer äne tioa ftibetnärunTK h, ^^ b"gl'lcher Dampfer mit Überfchoffener Ladung

bezeichnen zu können. Gerade die oberste Stelle ist lebhaft I <f»iffo»at« I Unl>r m“Ble derselbe durch einen Schleppdampfer der

zur Durchführung zu bringen, und zwar in voller Ueber. Unterschrift befl-tSirafen PrtaAamsfi „»I. ,’n *3le|®er 3‘8- schreibt man au« Putzig: Der Ritter tütftimmung mit den Prinzipien der Selbstverwaltung ! schriften oermutblicb weil ^?°d^m dnui^n ^"^! «utSbesttzer Krieger auf Karbowo und Patron der Kirche

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