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wendig-Lernen" untersagt.

Weihnachtsgeschenk für die deutschgesinnten Saiten bestimmt,

V

und schritt die KeUerstuien mit einer Sicherheit hinab, welche wohl verrieth, daß er mit dieser Oertlixleit voll­kommen vertraut war. Zwei Mann wurden ebenfalls als Wache an den Eingang des Kellers postirl und die schwere eichene Thür eingeklinkt.

(Fortsetzung folgt.)

über deren entsetzliches Schicksal uns Folgendes mitgethei' wird: Das englische Schiff Euxine, von stärkster Eise- construktion, verließ am 12. Juni den Hafen von Noch Shields mit einer Ladung von 2,500,000 Kil. Kotz'«. Die Bemannung bestand aus 32 Personen, für wiche Lebensmittel in mehr als ausreichendem Maße Vorhaben waren. Zu Anfang der Fahrt ließ sich Alles günsti an und man passirte die Linie schon in den letzten Tag< des Juli. Am 3. August aber ward das Schiff so pitzlich von einem starken Sturme überrascht und so heftig mher geworfen, daß das Gleichgewicht der Ladung »rloren ging und die Euxine sich auf die Steuerbordseite mlegte. Außer diesem Unglücke wurde am gleichen Tage e* Mann über Bord gespült und beträchtlicher Schaden traf die Segel und Raaen. Alle Anstrengungen, das Zhiff wie­der vor den Wind zu bringen, waren fruchtlch so daß die einzige Möglichkeit der Rettung sich auf t« Versuch beschränkte, durch gleichmäßige Lertheilung der adung das Schiff wieder auszurichten. Drei Tage und >ret Nächte

in der Nähe des verlasienen Schiffes in einer Entfernung von fungefähr 850 englischen Meilen von St Helena. Als aber gegen Abend die Flammen zu beiden Seiten der Euxine herausschlugen, da entschloß man sich, nach St. Helena zu steuern, und zwar der größeren Sicherheit wegen in der geringstmöglichen Entfernung zwischen den einzelnen Booten. In der ersten Nacht hielt sich auch das Boot, in dem sich der zweite Steuermann mit sieben Mann be­fand, ganz dicht bei den anderen, so lange eS die stür­mische See und die zunehmende Dunkelheit gestatteten.

Als dann aber das Tageslicht heraufzog, da sahen sie sich ganz allein auf dem weiten Ocean. Dieses dritte Boot

war ein sogenanntes Rettungsboot, gegen 30 Fuß lang und gegen bas Umwerfen durch die Wellen durch Segel­tuche geschützt, die man ringsherum aufgespannt hatte. Zwei Masten, Segel und Taue in hinreichender Anzahl sowie zehn luftdichte Rettungskisten befanden sich an Bord. An Lebensmitteln hatte man zwei Kisten mit 100 Kilo Schiffszwieback, einen Schinken, einen Käse, gegen 27 Kilo Fleisch, zwei kleine Fässer mit Trinkwaffer und etwas Oel mitgenommen. Der mitgenommene Zwieback ward indessen

Der Untergang des englische« Schiffes Enxine i« Atlantischen Cetan.

wenn ausführlich von einer Unterredung berichtet wird, welche eine sehr hohe Persönlichkeit im Staate mit anderen auch hochgestellten, aber weniger deutlich bezeichneten Per­sonen anläßlich der Jörg'schen Brandrede gehabt haben soll. In wirklich unterrichteten Kreisen weiß man davon nichts, und das Ganze wf.-bespricht so sehr dem Naiurel und den Gewöhnungen des Königs, daß die Geschichte getrost zu den Uebrigen gelegt werden kann, was neuerdings über die Vorgänge am Königsthron fabulirt worden ist. Unser Kopfschütteln soll sich jedoch nur auf die angebliche Unter redung beziehen; dagegen ist hier vielleicht ein passender Anlaß, um mit aller Bestimmtheit auszusprechen, daß sich die Denkart des Königs wider die Ultramontanen durch­aus nicht verändert hat und der Widerwille gegen ihr ganzes Treiben wenn möglich noch stärker geworden ist. Wenn, wie jetzt sicher ist, das neue Jahr auch für Baiern die bürgerliche Standesbuchführung und die Aufhebung der geistlichen Gerichtsbarkeit in Ehesachen bringen wird, darf man nicht vergessen, daß ohne vorhergehende Zustim­mung deS Königs von Baiern diese Vorlage an den Reichs­tag gar nicht unternommen worden wäre. Auch bei anderen Punkten — wird uns versichert — geht der König bereit­willig auf die Nothwendigkeiten der Reichspelitik ein, wie denn das allerhöchste Vertrauen in die Tüchtigkeit und Loyalität des Reichskanzlers unerschütterlich und bei einer vielbesprochenen Gelegenheit zum deutlichsten Ausdruck ge­kommen ist. Mit diesen Aussichten braucht man um die deutsche Sache in Baiern keine allzugroßen Sorgen zu haben. War es doch Herr Jörg selber, welcher vor eini gen Monaten in den historisch-politischen Blättern als un­umgängliche Bedingung eines Regierungsumschwunges hier zu Lande eine Umkehr an der höchsten Stelle nothwendig erklärte Dr. Jörg wird nach seinen neuesten Erfahrungen die Hoffnung auf dergleichen mit gewohntem Scharfblick für sehr schlecht ansehen und darin ausnahmsweise als Prophet Recht bekommen. Regierungsfähig ist der baie- rische UltramontanismuS aus tausend und ein inneren und äußeren Gründen nicht; hat er sich sogar unfähig gezeigt, in der Kammer die Rolle der Opposition mit G schick und Erfolg zu spielen. Und was das ästetische Unheil in die sen Kreisen anlangi, mag die Notiz genügen, daß ein ultrarnontanes Haupiblatt die Sprache des Unheils gegen Graf Arnim schön findet und unseren baierischen Gerichten zur Nachahmung empfiehlt. Nun, wie der gute Kaiser Ferdinande! nach Solferino und Lillafranca meinte: „So gut hätten wir es auch noch getroff.nl" Ucbrigenö ist das Prestige des Reichskanzlers durch die Veröffentlichungen im Prozeß jetzt in Kreisen festgewurzelt, die noch vor wenigen Jahren großdeuljch und antipreußisch biS auf die Knochen waren.

Ausland.

Rom, 29. Decernder. Man erwartet hierselbst einen deutschen Courier mit einem Schreiben deS Kaisers Wilhelm an den König Victor Emanuel. Dem Schreiben liegt ein Portrait des Kaisers bei, welches derselbe dem Könige als Weihnachtsgeschenk überschickt. Schreiben und Portrait werden dem Könige demnächst durch den deutschen Gesandten, Hrn. v. Keudell, überreicht.

s- Paris, 29. Decbr. Die Regierung — und mit

Singen und für die Knaben Turnen, für die Mädchen ihr die inspirirten Blätter — schmeichelt jetzt auf jede weibliche Handarbeiten. Bezüglich der „Religion" ist Weise dem russischen Kaiser als „dem treuesten Freunde „Ueberhäufung mit Mcmorir Stoff und geistloses Aus- Frankreichs." Die Verleihung des Großkrenzes der Ehren«

Tagen vergeblicher Bemühung um Beschäftigung in ihrer selbstverschuldeten isWrigen Lage der Deutschen Botschaft in Paris ober den^aselbsl bestehenden Deutschen Hülss- yereine zur Last, können dort indeß bei der Beschränktheit der verfügbaren Mittel, welche vorzugsweise zu Beihülfen für ölte und kranke oder unverschuldet ins Unglück geratene Deutsche bestimmt sind, die erhoffte Unterstützung nicht finden. Diese Erfahrung haben vor Kurzem noch eine Mehrzahl junger Leute gemacht, welche sich in Paris ver- zeblich um Stellen als Kellner, Schneider, Haarkünstler, Üaglöhner und dergleichen bemüht hattm. Eine große Anzahl solcher in Paris in Noch gerochenen Personen ist demzufolge bereits polizeilich aufgegriffen und nach längerem Arreste wegen Vagabondirens per Schub nach der Grenze zurückgebracht worden.

Wiesbaden, 30. Decbr. (Ein Preßproceß.) Man erinnert sich, daß im Sommer d. I. ein katholischer fran­zösischer Geistlicher, der bei einer Fahrt auf einem Rhein- Dampfboot von dem deutschen Kaiser mit Bezug auf das Schloß in Biebrich geäußert hatte: II l’a vole comme tout, von dem Kreisgericht dahier wegen Majestälsbelei- bigung in eine zweimonatliche Gefängnißstrafe vernrtheilt wurde, welche Strafe ihm jedoch hiernächft durch die fai- serliche Gnade größtentheils erlassen worden ist. Der damalige Prozeß wird in der Kürze ein erwähnenswerthes Nachspiel erhalten. Nicht lange nach dem Erlaß jenes KreisgerichtS-Urlheils brachte nämlich der in Bensheim an der hessischen Bergstraße erscheinende „Starkenburger Bote," bekanntlich eines der berüchtigsten, von katholischen Pfarr­häusern und bezw. Kaplänen rebigirten Localblätter, eine seiner Zeit scharf gegeißelte Korrespondenz, angeblich aus London, in Wahrheit aber eine schlechte Umarbeitung eines in der „Germania" enthaltenen Wiesbadener Elaborats, in wel­cher daS hiesige Kreisgericht mit Bezug auf jenes Uttheil in schamlosester Weise angegriffen war. DaS genannte Gericht sah sich deshalb zur Erhebung einer Anklage ver­anlaßt und ist jetzt wirklich der Redakteur des „Starken- burger Boten" vor daS großherzogl. Bezirksstrafgerichi Darmstadt zur Aburtheilung verwiesen. Verhandlungs termin steht auf den 30. n. M. Leider wird, wie man mittheilt, bei der Verurtheilung des genannten Revacteurs der wahrhaft Schuldige nicht getroffen, denn wie die Kap lanpresse überhaupt, so hat auch der „St. B." seinen „Sitzredacteur" in der Person einer ebenso unfähigen wie harmlosen Perfönlichkeit, die bei den nicht seltenen Klagen gegen das Blatt regelmäßig eine sehr traurige Rolle spie­len sollen. Die eigentlichen Artikelschreiber schießen auch dort aus dem sicheren und feigen Hinterhalt der Anony­mität ihre vergifteten Pfeile.

Darmstadt, 30. Decbr. Das „Regierungs-Blatt" enthält die AusführungS Verordnung bezüglich der Art. 3, 10 und 12 des neuen Volksschul Gesetzes, betreffend die Eintheilung der Volksschulen in Elasten und Abtheiluiigen und den Lehrplan für die Volksschulen. Sie zcriällt in 3 Hanpttheile: 1) Die Eintheilung der Volksschulen in Elasten und Abtheilungen; 2) die Lehrge,enstände der Volksschule und die allgemeinen Ziele derselben; 3) die Lehrpläne für die ein und mehrclasflgen Volksschulen un ter gleichzeitiger Angabe der erforderlichen Lehr- und Lern- Mittel. Auö dem zweiten dieser Theile heben wir hervor, daß als Lehr-Gegenstände bezeichnet sind: Religion (Reli­gions-Lehre, biblische Geschichte, Lieder und Sprüche), deutsche Sprache (Sprechen, Lesen, Schreiben, deutsche Sprachlehre, Aussatz), Rechnen, Raumlehre, Zeichnen, Geo­graphie, Geschichte, Natur-Beschreibung und Naturlehre, „und die erlauben nicht immer, daß man mit dem Privat- eigenthum so schonend verfährt, als man wohl wünschte. Die Rücksichtnahme auf daS allgemeine Wohl fordert in solchen Zeiten gebieterisch, daß die Rechte und Vortheile des Einzelnen in den Hintergrund treten."

Der Franzose wiegte langsam den Kops, zum Zeichen, daß er gegen diese Ausführungen nichts einzuwenden habe.

„Ich werde es Sie nicht entgelten lasten, daß meine Besitzung allerdings arg mitgenommen ist," murmelte er dann, einen flüchtigen Blick in den langen Gang werfend, in welchem allerhand Gerüche, das für die Krankenpflege biente, bunt durcheinander staub. Hierauf trat er an eines bet Fenster unb blickte hinaus. Dort stauben bie kost barsten Möbel unter freiem Himmel, ba alle Säle unb Zimmer des Schlosses aufgeräumt unb mit Verwunbeten belegt worben waren, die Bücher, die tausend Kleinigkeiten, die zu einer vornehmen Ausstattung gehören, sie lagen draußen herum; der Wind spielte mit den Briefen und Papieren, die in großer Maste aus den umgeroorfenen Schränken herausgefallen waren — der große Rasenplatz vor dem Schlosse war mit frischen Gräbern und Kreuzen bedeckt; das war ungefähr das Bild, welches sich dem Be­sitzer des SchlosteS, Herrn v. Segnr, bot. Aber er wür bigte eö kaum eines Blickes und machte als ächter Franzose gute Miene zum bösen Spiele.

„Nun noch einen Gang in den Keller," sagte er, indem er die beiden Offiziere, welche ihn begleiteten, durch einen Wink aufforberte, ihm zu folgen. „Ich möchte doch sehen, wie es mit meinen Weinen steht, die zu pflegen eine be-

von sollten als Entfchädigung für die durch den Aufstand geschädigten Europäer dienen. 19 Millionen für 245,000 Europäer, von denen mehr als die Hälfte in den Stäoten wohnen und so von dem Äufstand nicht zu leiden gehabt, Die EnisctädigungS Commissionen sind gewiß nicht tnau serig in Berechnung der Verluste gewesen, welche die Eu­ropäer betreffen; die treu gebliebenen eingeborenen TribuS sind mit wenigen 100,000 Francs abgefunden worden. — Von dem Rest sind 7 Millionen für außerordentliche öffentliche Arbeiten in Algerien, 600.000 tür elsaß loth­ringische Einwanderer verwandt, 9,950 OüO zu den allge meinen Einnahmen des Staatshaushalts für 1873 unb 225,000 für militärische Bibliotheken u. s. w. in Algier, Oran und Constantine verwandt nerben.

— Am Sonntag hielt der Minister ces Innern, Ge­neral von Chabaud-Lalour, in der polytechn,,chen Schule als Vorsitzender der Generalversammiung der freundfchaft- licheu HülsSgeselljchaft ehemaliger Zöglinge dieser Schule eine Anrede, in deren erster Hälfte et Jugenoerinnerungen vortrug, dann von den Leistungen der Potyrechniker wäh­rend der Belagerung von Paris durch die deutschen Heere sprach, mehrere ehemalige Schüler als Muster der Nach­ahmung vorführte und mit folgenden Worten schloß: „Unser Land IcDarf nach diesen unermeßlichen UnglückS- fäUen langer iliftrengungen eines jeden seiner Kinder für dieses große Berk der Erhebung, die bet berühmte Mar- schall leitet, bqfen Blut reichlich floß, als baS Frankreichs sich in Strömen ergoß, unb d.ffen Name Allen, im Lande wie in der Armee, so theuer ist. Ich hege die feste Ueber- zeugung, der Antheil der Zöglinge der polytechnischen Schule, melde unter dem Auge Gottes arbeitet, wird an btejem Werke der Herstellung ein schöner sein. Je mehr die Sache öc wahren Freiheit jener, welche dieses Namms würdig, ,hnn theuer ist, desto mehr werden sie diejenigen zurückweisei, welche diese heilige Sache gefährden, indem sie aiiaiaJ4e und unerfüllbare Lehren verbreiten. Be- sonders dr bescheidene Arbeiter bedarf der Frucht seiner Arbeit, u.' seine Familie zu ernähren, und die Erhaltung des FriernS und daS nöthige Vertrauen zur Entwickelung des Natönalteichthums ist ihm von Belang. Seien wir jeder aif feinem Posten, in bei großen Zivilverwaltung, wie in der Armee, die Soldaten dieser patriotischen Auf« vabe, md möge der Titel eines Zöglings unserer theuren pvlyteonischen Schule stets das sicherste Unterpfand fein, daß, wer ihn trägt, ein guter loyaler Bürger ist."

Zondon, 30. Dec. Das deutsche Kanonenboot „Al. -----------, ■ । ■ ii < stehn, da sich hier und da bedenkliche Anzeichen von einer bevrstehenden Entzündung der Kohlenmasse bemerklich mchten. Alle Luken und Oeffnungen wurden hierauf mit äijerfter Sorgfalt verschlossen. Auch änderte man den

sondere Liebhaberei von mir ist."

Der Lazarethvorsteher zuckte wieder bedauernd mit ben .

Achseln, benn er wußte eS ganz genau, baß der Keller t lag man dieser anstrengenden Arbeit ob, bis ;e übermäl- völlig leer war, da die Seinen schon vergeblich an ben tigenbe Menge beS ausströmenden Gases hließlich ein Stückfäffeni gerüttelt hatten. Der Hauptmann nahm aber längeres Verweilen der Mannschaft in der mit Kohlen von dieser erklärenden Geberde keine Notiz, sondern ergriff gefüllten Räumen zur Umöglichkeit machte, tan versuchte zwei Kcrzcn, die auf einem Tischchen in der Nähe flauten, hierauf, so viel wie möglich von der Labug über Borb ründete dieselben an, überreichte je eine den beiden Offizieren zu werfen. Aber auch von dieser Arbeit r»ßte man ad-

EurS und richtete den Lauf des Schiffes, so gut die un« gückftche Lage desselben es zuli.ß, in der Richiung nach ' ->t. Helena. Zwei Tage verharrte man in unbeschreiblicher Aufregung an Bord des innerlich brennenden Schiffes. Dann aber entschloß man sich, da die zunehmende Hitze Am 3. November kam das holländische Schiff Java ein längeres Verweilen umhunlich machte, am Morgen beS Packet auf der Fahrt von Texel nach Batavia am letzterer 8. August, einen Sonntag, die Euxine zu verlaffen. Die Orte an. Dasselbe hatte fünf Schiffbrüchige an Borb Mannschaft würbe in brei Boote venheilt, bas größte nahm ben Capitän und dreizehn Matrosen auf, während sich im zweiten der erste (Steuermann mit acht Matrosen und im dritten der zweite Steuermann mit sieben Matrosen befand. Ten ganzen ersten Tag verbrachten die drei Boote

Die Verleihung beS Großkrenzes der Ehren« iiuin-tcium uiuii|uyi. legion an den Fürsten Orlof sollte eine Antwort sein auf

München, 27. Decbr. Wahrscheinlich war es als! die Note des Fürsten Bismarck, die sich auf die Stellung iS, hi» h.ittfrhn.ßnnf»« sRni.»n koftimmt 1 btg russischen Gesandten in Frankreich bezog. Rußland habe seit zwanzig Jahren für Frankreich die lebhafteste Sympathie genährt und der Kaiser wie sein Volk feien darin vollkommen übereinstimmend. Das habe der Kaiser Alexander auch von seinem Regierungsantritte an gezeigt. Für einige kleine Zwischenfälle unb für bie ganz besondere He zlichkeit, welche sich im Verkehr des russischen und prm- ßischen Hofes ausspricht, hat eben die französische Presse kein Gedächtniß. — Bei ben Algerischen Debatten ist auch mieber zur Sprache gekommen, baß die Cremieux'schen Decrete gleich nach dem 4. September der Provinz Algier 31 Millionen Francs gekostet haben. Es war bie Kriegs, contribution, welche bie schon so sehr ausgezogenen TribuS ihres Aufstandes wegen zahlen mußten. 19 Millionen da-