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Winters wegen in der Zeit vom Mai bis zum 1. October. Laut officieUen Nachrichten aus Tjumen, wo die Haupt- stalion dieser traurigen Karawanen ist, sind im Jahre 1874 vom 5. Mai bis 1. October dort im Ganzen 16889 nach Sibirien gesandte Individuen durwtranSportirt worden; davon 9245 per Dampfer und 7644 zu Fuß Von die- fen waren 1220 (schwere Verbrecher) zu Zwangsarbeit, 2343 zur Ansiedelung, 1624 auf administrativem Wege verschickt, ferner befanden sich unter denselben 1080 Frauen und erwachsene Mädchen und 1629 Kinder unter 15 Jahren, die freiwillig ihren Männern und Eltern ge folgt sind.

d1 Ebsdorf, 27. Dec. Zn unserem nachbarlichen Kirchspiel Drnhausen muß man leider »ahrnehmen, daß der Egoismus und der Haß eines Einzigen gegen cte be­stehende Slaatsregierung einen solchen Schaben angerichtet Hal, der wohl kaum nach Jahren nieder ausgeglichen werden kann. Das frühere innige Zusammenleben in un­seren schönen Döifern ist zerrissen und an dessen Stelle der Haß eingcpflanzt, der leider seine Schößlinge, die Bosheit, in üppigster Weise treibt. Wer sich nicht zum Anhänge des abgesetzten Pfarrers bekennt, ist vcrfehmt; nachbarliche Gefälligkeiten, die doch sonst so selbstverständ­lich waren, darf er nicht erwarten; wo man ihn aber schädigen kann, da sind bereitwillige Hände genug vor­handen, denn einem Abtrünnigen gegenüber ist Alles erlaubt. Wahrlich hier könnten abgelegte Jesuitenhüte noch eine würdige Verwendung finden. Zn neunter Zeit ist wenig stenS eine kleine Aenderung eingetrelen; die Bosheit, tritt nicht mehr jo öffentlich gegen die der Kirche treu gebliebenen Familien auf. Zn den letzten 4 Wochen sollen sich, wie man hört, einige dreißig Familien, ihrer rechtmäßigen Kirche wieder zugewendel haben, so daß sich die Zahl der Familien, welch« zu derselben halten, im ganzen Kirchspiele wohl an 100 beträgt. Man stehl also, daß der erstrebte kleine Papststuhl jchon langsam zerbröckelt, so sehr man sich auch bemüht, alle Glieder unter dem Kiummstabe zu­sammen zu hallen. Wenn auch langsam, jo doch sicher geht die Renilenz ihrem Ende entgegen, denn die U.ber- zeugung, daß es sich hier nicht um Religion und Kirche, sondern nur um den Ehrgeiz eines Einzelnen handelt, brichl sich bereits unter den Renitenten Bahn. Im Vertrauen Höri man schon Vorwürfe und Aeußerungen wie „an dem ganzen Unglück ist nur der Ein« Schuld* sind nicht mehr selten. Am Günstigsten sollen die Veihältniffe in Heskem lieg««, denn hier sind sich jetzt die Parteien so ziemlich gleich stark. Roßberg Hal den traurigen Ruhm, verhält nißmäßig daS größte Kontingent zu den Renitenten zu stellen, denn von dort besuchen nur 9 Familien die Kirche. Die Anstrengungen, die Heerde zusammen zu halten, sollen aber auch groß jein; ihr Hirt versäumt jetzt nicht jedes einzeln« Schüflein auszujuchen und läßt sich besten Wohl und Wehe angelegen fein. Vor etwa 7 Wochen wurde einer armen Familie ein Knädlein geboren, es war das neunte Kind, ein Zudrang von Pathen war nicht zu spüren, daher wohl auch erklärlich, daß die Eltern aus die Taufe keinen besonderen Werth legten. Doch „Er" legte großen Werth daraus, und die et früher wohl kaum gekanni, hatten sich seines Besuches -stets zu ersreuen. Bei seinem letzten Besuche erkundigt er sich recht theilnehmend nach der laufe beS neuen Weltbürgers, doch die Mutter zeigt sich ziemlich gleichgültig; aber der treue Hirt kann auch das kleinste Schäflern nicht misten, und unanfg, fordert ' vollzieht er die Taufe. Wohlgerüstet zu diesem Acte zieht er aus seinem Rocke ein kleines Becken hervor, füllt es selbst mit Wasser aus einem auf dem Ofen stehenden

als dieser einen Blick, aber wie ihn ein Sterbender auf ein erlösendes Gnadenbild richtet, auf Dinas Antlitz ge­heftet und seine Lippen aus ihre Hand drückend, geflüfterl — „Bis in den Tod l" da schien der Tod wirklich seine kalte Hand nach dem jungen warmen Leben noch einmal auSjujtrecken und Nacht legte sich auf Ollo'S Sinne, Nacht über Dina'S Dasein. Der Sonnenstrahl leuchtete nicht mehr eine ganze Zeit.

Als aber der Arzt ihr gesagt, er brauche sie hier mehr als je, als sie selbst bemerkte, daß der Kranke sogar in den Phantasten ruhig ward, wenn sie nur im Zimmer weilte da fand sie wieder den Muth zum Leben und Wirken fand wieder daS beruhigende Lächeln, ob auch das Herz vor Jammer und Sorge zuckte, stand fest und tapfer in den bängsten Stunden. Und sie rangen ihn dem Tode ab, mit ihrer treuen Sorgfalt und Pflege, wobei Elise in ihrem stillen Walten nicht das Wenigste that.

Ein goldiger Tag im Spätherbste, doch von einer Milde, Wärme und Klarheit, wie sie oft nicht der Sommer bietet, tief blau spannt sich der Himmel über die Erde, Alles leuchtet goldig im Parke Wacrftäot, nicht nur die Sonne, auch die Bäume in ihrem noch vollen vielfarbigen Laube. In der breiten sonnigen Allee, in der es so warm ist, baß man sich nach dem Süden versetzt glauben könnte, wandeln zur Mittagszeit zwei Paare langsam auf und ab. Dina geht am Arme eines allen stattlichen Herrn, der einen schwarzen Flor um Hut und Arm trägt, Zeichen der Trauer, welche sich auch bei Otto v. Königsheim finden. Während dieser im Felde war, ist plötzlich seine Mutter von jähem tobe dahingerafft worden, und wenn auch Baicr und Söhne die Grstorbeae vermissen, ein tiefer nachhaltiger Herzensschmerz kann ihnen ihr Scheiden nicht sein, da sie «ne hochmüthig weltliche, herrschsüchtige Frau gewesen. Der alte Kommerzienrath von Königsheim ist nicht so urn-

Gefäße und tauft das Kind. Außer bet Mutter soll keine andere Person zugegen gewesen sein. So tauft also ein amtSentiktzter Pfarrer „kraft seines Amte«".

O Treysa, 26. Decbr. Der zehnte Jahresberichl unseres Diaconissinhauses ist soeben erschienen und weist die erfreulichsten Fortschritte dieses segensreichen Institutes wieder auf. Die JahreSeinnahme des vorigen Jahres be trägt nach der mitgetheilten Nachweisung 5713 Thlr. 5 Sgr. 1 Psg. Die Ausgaben während deffelben Zeitraumes 6021 Thlr. 25 Sgr. 2 Psg lieber den Vermögensbestani Der Anstalt während ihres nunmehr zehnjährigen Bestehens bemerkt der Bericht, daß die Gesammtsumme aller Ein nahmen (mit Ausschluß des größeren Geldgeschenkes bet Frau Pfeiffer in Kassel) 62,024 Thlr. 24 Sgr. 5 Psg. unb bie bet Ausgaben 62,733 Thlr. 14 Sgr. 6 Psg. be­trug. Ohne Berücksichtigung des Inventars besitzt die Anstalt ein Mehrvermögen als Schulden von 4379 Thlr. 29 Sgr. Verpflegt wurden in den zehn Jahren 1178 Personen in 67,792 Verpflegungstagen. In Privaipflege wurde gebient in 159 Fällen mit 4840 DerpflegungStagen.

Fulda, 28. Dezbr. Heute Vormittag würbe Guts­besitzer F. I. Herrlein zu Margrelhenhaun von den höchst­besteuerten Grundbesitzern und Gewerbtreibenden deS Kreises Fulda zum Vertreter im Cornmunallandtage mit 28 gegen 1 Stimme wiedergewählt Auch der seitherige Abgeordnete zum Cornmunallandtage im Stande der Landgemeinden des Kreises Fulda, Bürgermeister Sebastian Schäfer zu Oberbimvach wurde am Donnerstag, den 24. d. Mts., mit 1280 von circa 2170 Stimmen wiedergewählt. (s. A.)

Heesfeld, 24. Dez. Das hiesige „Jntelligenzblatf berichtet über die am Freitag stattgehabte Bürgerausschuß Sitzung und thcilt wörtlich Folgendes mit: „ES kam auch zur Sprache, daß die Promenaden (und die Spazier­gänger) dadurch leiden, daß trotz des Verbotes oft auf ihnen gefahren und geritten wird."

Aus Kurheiseu Aus dem soeben erschienenen 3 Band von Wiest'» Werk: „DaS höhere Schulwesen in Preußen" machen wir folgende Mittheilungen. Im Ganzen sind zur Theilnahme am französisch-deutschen Kriege Lehr« von höheren Schulen einberusen worden 382 (aus Hessen Nassau 17), freiwillig eingetreten 24 (aus Hessen-Nassau keiner), Schüler einberufen 1554 (aus Hessen-Nassau 35) freiwillig ein getrelen 629 (ans Heffen Nassau 36). Ge storben sind im Kriege oder in Folge desselben Lehrer 22 (aus Heffen Nassau keiner), Schüler 48 (aus Hessen-Nassau 3). — Vom Schuljahr 1869 an bis Ostern 1873 beträgt bie Zahl der Abiturienten an den Gymnasien zu Kassel 83, zu Hanau 53, zu Fulda 51, zu Marburg 67, zu HerSseld 80 und zu Rinteln 20. Die Realschule I. Ord­nung zu Kassel hatte bei Der ersten Prüfung 11. Die Abgangsprüfung an den höheren Bürgerschulen haben bis­her bestanden zu Kaffel 66, zu Fulda 6, zu Marburg 9 (bei der ersten), zu Hersfetd 12, zu Swmalkalden 8, zu Hofgeismar 3 (bei der ersten). Die Realschule II. Ord­nung zu Hanau hat noch keine Abiturienten entlassen, die zu Eschwege hatte 3 bei der ersten Prüfung. —Von den höheren städtischen Lehranstalten erhalten keinen Staatszu- schuß die höheren Bürgerschulen zu Kaffel (Etat 22,660), zu Fulda (Etat 6470), zu Marburg (Etat 6618) unb Ibie Realschule II. Oionung zu Hanau (Etat 14,77tt). Zu ben übrigen höheren städtischen Lehranftalteit wird vom Staat ein Zufluß geleistet und zwar Realschule I. Ord­nung zu Kaffel 9U0 Thlr. (Etat 23,000), zu Den höheren Bürgerschulen zu Hersfeld 2600 Thlr. (Etat 7780), zu Schmalkalden 2400 Thlr. (Etat 5890) unb zu Hofgeismar 650 Thlr. (Etat 4520) uno zur Rea,schule IL Ordnung zu Eschwege 2450 Thlr (Etat 10,620). (H. M.)

büftert von seinem Kummer, daß er nicht vermöchte, eifrig und lebhaft mit seiner jungen schönen Begleiterin zu spre­chen, die mit lieblichem Lächeln oder leisem Erröihen ihm zuhört, wenn sie nicht selbst durch ihre eigene pikante Act Der Unterhaltung den alten Herrn zum Lächeln bringt. Otto wird von Warrstäot'S Arm gestützt bald getragen, obgleich Die Gehversuche täglich besser werden DeS jungen ManneS Augen hängen an dem voranschreitenden Paare, als möchte er jeves Wort, jeden Blick Dinaö erhaschen können. I Sagte ich Ihnen nicht vor langer Zeit, daß mein Va ter bald der Sklave Dina'S werden mürbe, sie hat ihn vollstänbig bezaubert. Zweifeln Sie noch, baß er sie mii Freuden Tochter nennen würbe?"

„Daran zweifle ich nicht — doch zuweilen Daran, ob fein Sohn ihm noch biese Tochter zuführen möchte. Otto, was läßt Sie zaudern? In Diesem befonberen Falle und nach Allem, was ich mit Ihnen durchlebt, ist mir wohl diese Frage erlaubt! Zuweilen ist ei mir, als habe die Offenheit, mit der ich Ihnen meine Geschichte erzählt, uno ich wir eS mir schuldig es zu ihun, einen Schatten über Ihre Liebe geworfen. Wenn dem so ist, wenn Sie meine Tochter nicht mehr würdig halten, in Ihre Familie zu treten. — Sie sind frei — Sie binoet kein Ver sprechen." —

„Um Gottes Willen, kein derartiges Wort weiter — es erscheint mir für uns Alle eine Beleidigung. Dina ist eines Thrones werth — und gerade hieraus emspringt mein Zagen und Zögern. Es giebt dunkle Stunden, da ich sie nicht nur weit über mir erkenne, denn sie hat sich m erstaunlicher Art entwickelt, sondern da ich es geradezu für ein Unrecht halte, dies junge, schöne, frisch« Leben dort an das meine zu fesseln, der ich doch vielleicht nie wieder ganz gesund werde, ein Krüppel bleibe." —

(Schluß folgt.

Ernennungen, Se-leibuugen re.

Der bisherige Pfarrer ?u Drrdenrode Karl Theodor BraunS ist zum Pfarrer in Walburg, Klaffe Lichtenau, bestellt worden. Der past. extr. Henze an der St- Marlinskirche dahier ist bis auf Weiteres mit Verschling der Pfarrstelle an dem Hof-Holpital St. Elisabeth Hierselbst beauftragt worden. Der Kreisbaumeister Nock in Homberg ist pensionirt und der bisherige Baume ster Jahn zum Kreisdaumeister daselbst vom I. Januar k.J an be- nellt worden. Der Oder-Aufseher bei den hiesigen Strafanstalten Ommert ist zum Secretair bei der Strafanstalt in Görlitz er­nannt und die dadurch hier erledigte Stelle dem Ober-Aufleber G e r w i e n aus Pr. Holland übertragen worden. B o e g e, Prem.- Lieutenant vom 2. Hess. Jns.-Regt. Ar. 62, ist als Adjutant zur 14 Infanterie-Brigade commandirt. Menges, Prem.-Li.me- nant vom Jnf.-Regt. Ar. 117, ist, unter Belassung in seinem Commando als Adjutant beim General-Commando des XI. Ar- meecorps, zum überzähligen Hauptmann befördert.

vermischtes.

,, lUniv.Aachr.j Den ordentlichen Professoren der medicini- schen Fakultät an der Universität Berlin vr. Rudolf Virchow und vr. August Hirsch ist tet Charakter als Geheimer Medi- zinal-Rath u. b bem ordentlichen Professor der philoiovbiscden Fakultät an derselben Universität vr. August Wilhelm Hof- mann der Charakter als Geheimer Regierungs-Rath verliehen worden. In Würzburg ist am 22. d. !Dl. der berühmte Chirurg. Professor Dr. Albert Dehler gestorben. U

— Die Braunschweigischen Zehnthalerscheine — so schreibt bie „N. Bs. Ztg." — wird man gut lhun, lieber gar nicht anzunehmen. Die „echien" müssen nämlich sehr ungeschickt gemacht unb die falschen sehr geschickt nachge­ahmt sein, ba und versichert wirb, in Braunschweig selbst an der Leihhauscasse sei man oft im Zweifel, ob ein vor- Delegter Schein echt ober falsch sei Wenigstens außerhalb Braunschweigs sollte man biese Zehe.thalerscheine ein ,ür allemal zurückweijen, wenn man ganz fiujer gehen will, nicht entweder durch ein Falsifikat betrogen ober einen echten als Falsifikat zurückgewiefen zu sehen.

— DaS Geschlecht Der Armms ist das im Offizierkorps Der deutschen Armee am zahlreichsten vertretene. Dei neueste Rang- unv Quartieilifte enthält 49 „v. Arnim."

Bremen im Dec. Ein großartiger TabakSdiebstahl zum Nachtheil hiesiger Jmporlhäufer macht hier viel vo.t sich reden. In Folge Der eingeleiteten Untersuchung, bie übrigens noch nicht abgeschlossen ist, finb bereits 25 Per- Ionen, bie birect oder inbirect an bem Diebstahl beteiligt sind, gefänglich eingezogen unb kommen iäglich neue Ver­haftungen hinzu. Außer einer auf dem Stadthaus« la­gernden Qualität bioeqer Sorten Tabak im Weiche von mehreren Tausend Mark sind etwa 120 Ballen größten- lhetts Brasillabake, welche als gestohlen reeognoOcirt finb, in verschiedenen Lagerräumen in Beschlag genommen und gerichtlich versiegelt wordm. Der Diebstahl ist von soge­nannten Küpern, welche die Tabake oder fonftige Waaren in den hiesigen Packhäusern zu empfangen ober zu ver­abfolgen Haden, in dem Zeitraum mehrerer Jahre auSgeführt.

Telegraphisch- Depesche» -er Ober- hessische» Zettang.

Hannover, 28. Dezbr. Bet der Wahl eines Land- tagSavgeordneten im 9. hannöverschen Wahlkreise (Diep­holz) würbe Anwalt Plate (nat Ich.) gewählt.

Paris, 28. Dezbr. Nach Der „Agence Havas" wäre es jetzt als gewiß zu betrachten, daß vor Der Diskussion oer conftitutioneUen Gesetze eine Mtuifterveränberung nicht ftattfiiiDen roirb. Das Gerücht, wonach Der Botschafter am Berliner Hofe, Maiguis v. Goniaut-Biion, auf einen andern Posten versetzt werven foll, entbehrt, Der „Agence Havas" zufolge, cer Begründung. — Prinz Alphons von Asturien roiro morgen von England hier erwartet; derselbe wird am 9 Januar dorthin zutückkehren.

Telegraphisch« Cours- unb Marktberichte.

Frankfurt a. 'M., 26 Decemder. (Schlutz-Course.) Staats- bahn-Actien a2a|, Elisabeth - -, Ganz»« —, Lomoarden 1344 Aordwestbahn Creouactien 241 j, SUberrente 664, Papier^ reute , iöttOt Loose Nauonalbant 1047, Spanier 17

Berlin, 28 December. (Schlußcourse). Credetaclien 1384, Staatsbahn 18« J, Lomoarden <7, Amertk. —.

Frankfurt, 28 Dec. (Fruchtberlcht.) Mehl Nr. 1 23} st. «r. 2 21} fl., Nr. 3 i9 st., Nr. 4 Ivj st , Nr. 5 14 st Roggenmehl (Berliner Marte) 16} fl., bo. 11. (Berliner Marte) 13 fl., Weizen ess. tztes. 12} fl., Roggen 10J -11 fl., Gerste 10-11} fl, Hafer 10}—H fl., Kohstamen 16} fl., Erbsen 124 dis 14 fl, Wicken 10j fl., Linien 13—20 fl., Rüböl 37 fl. (Die Preise verliehen sich sämmtlich per 200 Pst». Jollgewicht —100 Kilo.) Stimmung fehlt. Im Gelchäft war es heute lehr ruhig; Käufer wie Verkäufer hatten noch d e Fe ertagsruhe in den Gliedern. Weizen ab uuferet Umgegend wurde wenig gehandelt, 12}—13 fl. bez. Roggen unb Gerste unverän ett. Pater etwas fester. Am Mehlmartt keine Aenderung.

Frankfurt, 28 Dec. (Viehmartt.) Der heutige Markt war in Hornvieh ziemlich, in Hämmeln schlecht befahren. In Folge der bevorstehenden Aufhebung der Schlachtsteuer zeigte sich bei den Metzgern keine Kauflust; sie deckten nur den allernoth- wendigsten Bed-rf. Für ben Niederrhein wurde von dortigen Händlern ziemlich aufgekanst. Angetrieben waren 360 Och,en, ü-u Kühe, 200 Kälber unb 20 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. p. Ctr. 39 st. Kälber 1 Qual. p. Ctr. 34—36» - 2. . . . 35 . . 2. ... — .

Kühe 1. • • • 32 - Hämmel 1. - » -27—30.

- 2. . . . 30 . Schweine i. Durchsch. d.Pfd.— kr.

Aecht kölnisches Wasser

von J«a» Mart» Farina.

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