JUdtßurg, Donnerstag, den 15. October,
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nicht. So
er sich mit ihm? Zch
He — er soll! Kannst Du ihn zwingen?
Ich erwürge ihn.
Schön, aber glaubst Du, er führe da« Geld bei sich?
tigkeit.
Gerhard blieb stehen.
Wenn Sie die Hoffnung hegen, sich in unsere Familie wieder eindrängen zu können, so ist eS eine vergebliche Hoff«
Ich kommt
Nur ein Wort, wenn ich bitten darf, Sache ist für Sie und Ihre Familie von
mich empört, seht Euch vor, ich spaße nicht.
Was nun? fragte Klau« unwirsch, al« seinem Genossen allein befand. Glaubst Du nicht!
vornherein keinen Glauben gefunden haben. Herr von kanzleramte zugegen war, gelangte die Unterrichtssrage zur Bülow hat sich nach wie vor des intimsten Vertrauens Berathung. Von allen Rednern wurde die Nothwendigkeit
26. Capitel.
Gerhard «acht überraschende Entdeckungen.
Der Steuermann war fest entschlossen, den Diener seines Vaters in der Nähe der Schenke zu erwarten und sofort ein scharfes Verhör mit ihm anzustellen, aber er sollte nicht dazu kommen, diesen Entschluß auszuführen.
Er hatte die Schenke noch nicht erreicht, als er einem
u. Collins, aber der kleine an.
sagte er, die großer Wich»
Deutsches »eich.
## Berlin, 13. Oct. Ueber die Translation des Grasen Arnim nach einer Krankenanstalt ist gestern Beschluß gefaßt und hat die Ueberführung noch in später Rachmittagsstunde nach der fönigl. Charit« stattgefunden. Was die äußere Behandlung des Grafen betrifft,'so macht die „Tribüne" hierüber heute sehr zutreffende Bemerkungen. Dieselbe weist zunächst auf den Ausspruch des Kammer- grrichts hin, der die Bedeutung und Schwere des Falls außer Zweifel läßt. Selbstverständlich müsse den Rücksichten der Humanität Rechnung getragen werden, fährt die Tri. büne fort und die Gesundheit des Grafen erfordere dies vor allen Dingen. Diesen Anschauungen gemäß ist auch verfahren und die volle Berechtigung derselben von keiner Seite verkannt worden. Die Weser Zeitung brachte ein Telegramm, demzufolge der Untersuchungsrichter Pescatore und der Staatsanwalt Tessendorf von der Verhaftung des Grafen Arnim 3 Stunden hindurch im hiesigen Auswärtigen Amte stch ausgehalten hätten, um daselbst Instruktionen entgegen zu nehmen. Diese Auffassung und dieser Ausdruck Instruktionen sind entschieden irrig. Das auswärtige Amt ist in dieser Sache als Kläger ausgetreten und hatte deshalb Informationen zu erthetlen, mehr aber nicht. Da nun auch bei der Verhaftung Beamte dcs Auswärtigen Amts zugezogen werden mußten, so war es nolhwendig, daß die-, selben stch mit dem Gerichte und den polizeilichen Behörden inö Vernehmen setzten; von Instruktionen ist aber nicht die Rede. — Mehrere Blätter haben gemeldet, daß im Bundes- rathe über den Militäretat eine Verständigung bisher nicht zu ermöglichen gewesen wäre und daß deßhalb der Aufschub dec Sessions-Eröffnung statlfinden müsse. Dem Vernehmen nach ist indessen diese Verständigung wirklich erfolgt und aus Grund einer Umarbeitung dieses Etats wird in allernächster Zeit die Vorlage desselben behufs Feststellung durch den Bundesrath erfolgen. — Das Staatsministerium hat sich mit dem Entwürfe eine« Bankgesetzes einverstanden erklärt, wie solcher aus der ersten Lesung deS Bundesraths hervorgcgangen ist. Morgen oder übermorgen soll die 2. Lesung erfolgen. — Ein bekannter Correjpondent, besten Vielseitigkeit unS häufig in die Lage gebracht hat, seine Zuverlässigkeit in Zweitel zu ziehen, behauptete jüngst, daß zwischen dem leitenden StaatSmanne und dem Staatssekretär von Bülow ernste Zerwürfnisse eingetreten seien, ja, daß Letzterer aus seinem Amte, scheiden würde. Die inzwischen erfolgte Rückkehr deS Herrn von Bülow von seinem Urlaub und sein Wiedereintritt in seine amtliche
einer höheren Vorbildung, einer längeren Studienzeit und einer Reorganisaton der Thierarzneischulen befürwortet. ES darf die Hoffnung ausgesprochen werden, daß sich an die Lerathungen die ersprießlichsten Resultate knüpfen. — Am dritten Sitzungstage hatte der Minister die sämmtlichen Mitglieder zu einem Diner eingeladen.
— 13. Oct. DaS amtliche Journal der Pariser Botschaft, welches bei der hiesigen Gcrichtsstclle eingetroffen, soll von Arnim's eigner Hand die Nummern und Eintragungen derjenigen Aktenstücke enthalten, welche Arnim jetzt als Privat-Correspondenz und persönliches Eigenthum angesehen misten will.
— 13. Oct. Der „Vost. Ztg." geht von augenscheinlich dem Grafen Arnim befreundeter Seite eine ausführliche Darstellung deS folgenden Inhalts zu: Graf Arnim und Fürst Bismarck seien, so behauptet der Briefschreiber, noch im Mai 1872 die intimsten Freunde gewesen. Arnim hatte als Adlatus des Reichskanzlers nach Berlin kommen sollen. Privatbriefe und Jmmediatberichte Arnim'S aus Rom hatten einen Bruch mit Rom angerathen. Das Projekt der Ernennung des Cardinals Hohenlohe zum Botschafter in Nom ging von Arnim aus. Erst im September 1872 seien Symptome veränderter Verhältnisse hervorgetreten. Arnim, von Paris kommend, sei von Bismarck nicht empfangen worden. Bestritten wird, daß Arnim eine legitimistische oder orleaiiistische Restauration in Paris begünstigt habe. Im October 1872 habe Arnim in einem Privatbriefe an Bismarck ausgesprochen, daß Thier« mit Gambetta in Verbindung zu stehen scheine und daß die republikanische Propaganda sich allerorts bemerkbar mache. Gleichzeitig habe er auf die republikanische Propaganda in Spanien aufmerksam gemacht, dabei ausdrücklich hervorgehoben, daß Deutschland eine nichtmonarchische RegierungS- sorm in Frankreich zu begünstigen habe. Auch entspreche eS seinen Interessen, wenn in Frankreich ein öfterer Wechsel der regierenden Autorität stattfinde, so lange noch eine deutsche Besatzung im Lande sei. Arnim wollte, daß die Zahlung der französischen Contribution nicht beschleunigt, sondern verlangsamt würde, und daß die deutschen Truppen bi« auf einige Grenzfestungru Frankreich zwar räumen, sich aber daS Recht referviren sollten, bei säumigen Zahlungen Frank, eich bis zum Meere wieder zu besetzen. Aeußcrungen über ThierS Hang zum Soldatenspiel kommen in diesen Berichten vor, welche die von Freunden Arnim's jedenfalls herrührende Darstellung als Privatbriefe charakteristrt. ES wird in der Darstellung weiter behauptet, daß Mittheilungen Arnim's, nach denen halb Europa republikanisch werden könne, an maßgebender Stelle eingereicht worden. DieS habe den in Varzin weilenden Chef Arnim's verstimmt und nun sei zwischen dem Chef und dem Botschafter jede Fühlung verloren gegangen. Arnim habe nichts ferner
Der Kumpf nw eine Millian.
Roman von Ewald August König.
(Fortsetzung.)
verlaffe wich daraus, entgegnete er. Weshalb der Portier nicht? Ich habe ihm befohlen, die
Abdrücke der Schlüssel zu bringen, er läßt stch nicht mehr blicken!
Ich begegnete ihm gestern, versetzte Detlef, es ist ihm noch nicht möglich gewesen, der Abdruck eines Schlüssels fehlt, es fällt ihm jehr schwer, ihn zu erhalten.
Besuche ihn, sage ihm, ich habe nicht Lust, länger zu warten; wenn er den Falschen spielt, vernichte ich ihn. Wir müssen die Gelder haben, die im Gewölbe der Bank liegen, es soll die letzte Arbeit sein, dann trete ich vom Schauplatz ab, und einer von Euch mag meine Stelle übernehmen. Rede dem Manne ernstlich zu, Detlef, er möchte sich gern seiner Pflicht entziehen; wenn er nur die Absicht zeigt, ist er verloren.
Der Herr warf rasch seinen Mantel um und näherte sich der Thür; bevor er hinauSschritl, wandte er noch einmal stch um.
Beherzigt meine Worte, sagte er warnend, Ihr könnt nur Euch, nicht aber mich verderben, wenn Ihr Euch gegen
nung, erwiderte er mit verletzender Kälte, wir sind so vollständig mit Ihnen fertig —
Erlauben Sie, man hat mir in mancher Beziehung Unrecht gethan.
Ihre Rechtfertigung will ich nicht hören, für mich ist die Angelegenheit so klar, daß —
Wohlan lassen wir das Thema fallm, ich möchte über den Baronet mit Ihnen reden.
Es ist unnöthig, mnn Herr, wenn Sie glauben, daß ich Verleumdungen ein williges Ohr leihen werde so irren Sie.
Ich nenne Ihnen Thatsachen, sagte der kleine Herr ungeduldig, eS steht Ihnen ja frei, sich zu überzeugen, wenn Sie mir nicht glauben wollen. Was mich betrifft, so hege ich die Hoffnung, in den Kreis Ihrer Familie dauernd einzutreten; nickt wahr, Du lieber Gott, ich habe nur gethan, was Mancher Andere an meiner Stelle auch ge- lh-n hätte, um eine reiche Frau zu gewinnen, der Eine wählt diese, der Andere jene Mittel und wem das Glück wohl will, der führt die Braut heim. Na, ickZhabe eö nur dem Engländer zu verdanken, daß meine Operationen fehlschlugen und weßhalb? Weil er selbst die Braut gewinnen wollte, Herr Schindler, das muß Jhnm doch klar geworden sein.
Man hat mir Vorwürfe gemacht, die mich nicht treffen, fuhr der kleine Herr fort, man hat mich beschuldigt, ich habe Ihre Diener zur Spionage verleilet, das ist entweder ein grober Jrrthum oder —
Franz hat es selbst mir gesagt.
So hat er gelogen! Ihr sauberer Franz ist soeben in jenes Haus gegangen, wahrhaftig keine Kneipe für einen herrschaftlichen Diener, Herr Schindler.
Haben Sie ihn gesehen? fragte Gerhard überrascht.
Natürlich, würde ich es son.t behaupten? Ich beobachte
des Fürstm BiSmarck zu erfreuen. — Die dänische Frage wird jetzt wiederum vielfach, namentlich auch in der auS wärtigen Preffc zum Gegenstand lebhafter Erörterungen gewählt. Nun besteht aber eine solche „dänische Frage", obschon sie in vielen Blättern spukt, in der Thal eigentlich gar nicht. Selbst die Kundgebungen des dänischen Cabi nets in Berlin, von welchen viel Aufhebens gemacht werden, schrumpfen auf Vorstellungen zusammen, welche zu Gunsten einiger aus Nordschleswig ausgewiesener Dänen erhoben worden sind. Von dem bekannten Art. 5 ist schlechterdings dabei nicht die Rede gewesen; auch ist von neuen Verhandlungen über diese Angelegenheiten hier nichts bekannt.
— Wie schon gemeldet, fanden hier in den Tagen vom 5. bis 8. Oktober die Sitzungen der Kommission statt, welche der Minister für die landwirthschaftlichen Angelegenheiten Dr. Friedenthal zur Berathung einer netten Viehseuchenordnung und der Abänderungen der Prüfungsvorschriften für Thierärzte einberufrn halte. An der Konferenz, welcher der Minister persönlich präsibirte, nahmen Thcil die Abgeordneten Dr. Löwe und Dr. Virchow, der Geh. Oberregierungörath Marcard, Oberlandstaümeister v. Lüde ritz und Landesökonomierath Thiel auS dem landwirthschafi- lichen Ministerium, Geh. Rath Housselle und Prof. Streczka auS aus dem Cultusministerium, zwei Räthe aus dem Kriegsministerium, Geh. Rath Gerlach, die Professoren Hert wig, Müller und Dieckerhof und Dr. Schütz von der hiesigen Thicrarzueischule, Medizinalrath Günther und Dr. Lustig von der Thierarzneischule in Hannover, Prof. Dam- mann aus Eldena, Prof. Roloff aus Halle, endlich die DcpartementSthierärzte Richter aus Königsberg, Winkler auS Marienwerder, LüthenS aus Oppeln, Jacoby aus Erfurt, Wedekind aus Altona, Schell aus Bonn, Groll ans Wiesbaden, Schmelz aus Kassel und Pauli von hier. Nach der einleitenden Rede deS Ministers, welche die Bedeutung der zur Berathung gelangenden Fragen in politischer und sozialer Beziehung betonte, begründete Geh. Rath Marcard die Nolhwendigkeil und die Grundzüge des Entwurfs einer Seuckenordnung, welcher den Mitgliedern 8 Tage vor der Konferenz zur Information mitgetheilt worden war. Die durch drei Sitzungen fortgesetzte Diskussion ergab eine sehr erfreuliche Klärung der verschiedenen Ansichten, so daß die Hoffnung gehegt werden darf, daß ein in jeder Beziehung zweckentsprechendes Seuchengesetz zu Stande kommt. Wird dasselbe zunächst auch nur für den Umfang des preußischen Staates Geltung erlangen, so läßt sich doch annehmen,
Geduld, erwiderte Detlef, er entgeht unS lange un« Gefahren drohen, müffen wir ihm noch gehorchen, aber abrechnen soll er!
Erscheint täglich außer den Werttagen nach Sonn- und Feiertagen. Preis für das Quartal durch die Expedition lKoch'fche Buchdruckerei) bezogen 221 Sgr., durch die Postämter des deutschen Reiches 25 Sgr. (excl. Bestellgebühr). — Jnsertionsgebühr für die qespaltene Zeile 1 Sgr. — Für in der Expedition zu ertheilende
Auskunft und Annahme von Adreffen werden 2fr Sgr- berechnet.
Herrn begegnete, dessen Anblick allein schon genügte, ihm die Galle in« Blut zu treiben und dieser Herr war kein Anderer, als der Chef der Firma Wilkens Er wollte rasch an ihm vorbeischreiten, Herr vertrat ihm den Weg und redete ihn
Anzeigen nimmt entgegen: die Expeditton d. Blatte«, sowie die Annoncen-Bureaux von G. L. Daube & Co. in Frankfurt a. M.'Jäger'sche' Buchhandlung in Frankfurt a. M-; Jnvalidendank, A- Rete- meyer in Berlin; Carl Schüß- ler in Hannover; C- Schlotte in Bremen-
Wir müffen vorher wissen, wer er ist. Detlef, wenn wir ihm beweisen, daß wir sein Geheimniß kennen —
Schießt er uns nieder.
Ach, dafür ist gesorgt, er verläßt sich auf den Revolver, aber es steckt keine Kugel in den Läufen! Wir müffen eS schlau ansangen, ihm eines Abends folgen, wenn er heimgeht, damit wir erfahren, wo er wohnt. Das hätten wir längst thun sollen, trotz seiner Drohungen und Verbote.
Na, wir wollen es versuchen, erwiderte Detlef nach I einer Pause, jetzt komm, im Collosseum finden wir Gesellschaft, hier ist es mir heute unheimlich.
Arm in Arm verließen die Beiden die Schenke. Das Band, welches sie an das Haupt ihres Bundes fesselte, war zerriffen.
Anzeigen nimmt entgegen: die Expedition d. Blatte«, sowie bie Annoncen-Bureaux von Th. Dietrich & Co. in Kassel und Hannover; Th. Dietrich in Frankfurt a. Dl-; Haasenstein & Vogler in Frankfurt a. M.. Berlin, Leipzig, Cöln rc.; Rudolf Moss« in Berlin, Frankfurt a- M. rc.
Stellung haben nun zwar schon tatsächlich jene Mit- daß seine Wirksamkeit in nicht zu ferner Zeit aus das ganze theilungen widerlegt, e« darf aber doch nicht unerwähnt Deutsche Reich ausgedehnt wird. Am vierten Sitzungstage, bleiben, daß diese Nachrichten in unterrichteten Kreisen von an welchem auch Geh Rath Weymann aus dem Reichs-