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Marburg, Mittwoch, den 23. September.
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Die Exped. der Oberh. Zeit.
Deutsches Keich.
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Raume bemerkt, Senator.
Nein, aber können, er muß Mir ist keine
irgend welche Unordnung in diesem als sie eintraten? fragte der Arzt den
Timm wird uns darüber Auskunft geben das ja am besten wissen.
Unordnung aufgefallen, sagte Timm.
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mitiflen nimmt entgegen: JreäebttiMt d. Blatter, K,ie die Annoncen-Bureaux „„ Th. Dietrich & Co. in tiffel und Hannover; Th. LUrich in Frankfurt a. M.; Erfenstein & Vogler in Lnlfurt a. M., Berlin, Leip-
Loln rc.; Rudolf Moss« Lgetlin, Frankfurt a. M. rc.
Dennoch möchte ich schon jetzt behaupten, daß hier ein Verbrechen vorliegt, entgegnete der Arzt.
Ein Verbrechen? fragte Sir Arthur ironisch. Wenn Sie diesen Mann gekannt hätten, würde Ihnen der Selbstmord nichts Auffallendes bieten, sein schuldbeladenes Gewissen hat ihn in den Tod getrieben. Sodann möchte ich bemerken, daß die Mörder sich gewiß nicht die Mühe gegeben haben würden, den Todten aufzuhängen.
Erlauben Sie, der erste Fall wäre es nicht, fiel der Senator ihm in's Wort. Wenn der Herr Doctor uns Beweise für das Verbrechen geben kann, so werde ich aus Grund dieser Beweise die Mörder verfolgen lassen. Wie erklären Sie sich den Thatbestand, Herr Doctor?
Der, Arzt zuckte die Achseln, dann trat er rasch auf den Käfig zu; er nahm das Tuch, welches denselben bedeckte, fort, und eia Ruf der Ueberraschung entfuhr seinen Lippen.
Sehen Sie hier, sagte er, der Papagei ist so tobt, wie sein Herr und dieses Tuch hat ihn getödtct.
Betrffen traten dic Anwesenden näher.
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Der Kampf um eine Million.
Roman von Ewald August König.
(Fortsetzung.)
noch und dort an jenem Haken hing der Mann. Haben Sie
Was haben Sie? fragte der Polizeiherr überrascht.
Ich mache eine sonderbare Entdeckung. Hat vielleicht von Ihnen, meine Herren, hier zu irgend einem decke Chloroform benutzt?
Nicht, daß ich wüßte, entgegnete der Senator, indem sragend sich umblickte.
Wozu auch? sagte der Baronet, über besten Antlitz spottender Zug glitt. Ich rieche nichts, übrigens kön- wir ja die Fenster öffnen, wenn die Lust unangenehm ist. . Lasten Sie das! befahl der Arzt scharf. Ich täusche $ nicht, man hat hier Chloroform verdunsten lasten. llgf-L^er Senator schüttelte den Kopf, Sir Arth r Dela- ----- zuckle die Achseln, als ob er sagen wolle, er halte es
•S WerSrecherin", von C. Wartenberg Hst.
; Bestellungen bitten wir vor? dem Schluß des Kartals machen zu wollen, damit wir vollständige
•I xemplare zu liefern im Stande find.
__■ tzmntagsblattes beifügen.
g Im erzählenden Theil der Oberh. Zeit, kommt 5 B nächsten Quartal der Schluß der höchstspannen- ' m Erzählung „Der Kampf um eine Million", er eine sehr interessante Novelle:
Mit dem 1. October beginnt ein neues Quartas-
Abonnement auf die Oöerh-sfisch- Z-i» §mg. Dieselbe wird in der seitherigen^Weise ^erscheinen, ihren Abonnenten vom nächsten Martal aber noch ein
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IM acht großen Quartseiten, mit dem gediegenen Inhalte und Illustrationen von ersten Künsten, -h«e jede Preiserhöhung, liefern.
I Einer der nächsten Nummern unseres Blattes Gmden wir eine Probenummer des Jllustrirten
Anzeigen nimmt entgegen: die Expedition d. Blatte», sowie die Annoncen-Bureaux von G. L. Daube & Co. in Frankfurt a. M.- JSger'schr Buchhandlung in Frankfurt0. M; Jnvalidendank, A. Rete- meyer in Berlin; Carl Schüß- ler in Hannover; C. Schlotte in Bremen-
#» Berlin, 21. Sept. Der Kaiser ist im besten iohlbefinden von seiner Reise zurückgekehrt and hat von r unter den Bewohner der Provinzen Hannover und HleSwig-Holstein herrschenden Stimmung nur die erfreu« Men Eindrücke mitnehmen können, denn überall hat Se. iajestät die wärmste ja begeisterte Aufnahme gefunden, in
_ r sich recht sichtbar dankbares Verständniß für die unter H 6 Kaisers gesegneter Führung errungenen nationalen "■£ llter wiederjpiegelte. Am 27. d. M. gedenkt der Kaiser «5 h nach Baden zu begeben, zur Theilnahme an der Feier u । Geburtstages der Kaiserin und bis zur dritten oder en Woche nächsten Monats in Baden Aufenthalt zu - chmen. Die vielbesprochenen Reisepläne zum Besuch des filmischen Hofes in Rom, haben bis jetzt wenigstens »ch keine festere Gestalt angenommen und sind über das Stadium des Wunsches oder allgemeinen Vorhabens noch tcht hinaus gekommen. — Die Ernennung des landwirth- hchlichen Ministers Dr. Friedenthal ist am Sonnabend von
, es Kaisers Majestät vollzogen worden, die Vollziehung
ü, r Formalitäten war durch einen Umweg, welchen der qu.
nicht zur Einholung der Unterschrift deS Ministerpräsi • Uten über Varzin hatte machen müssen, um einige Tage
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>• Der Baronet, Gerhard und der Juwelier unterhielten W 4 leise mit einander, ihre Hoffnungen waren bedeutend tsnvken, die Besorgniß, daß der alte Mann das Geheim- ß seines Verstecks mit in'S Grab genommen habe und m kein Auge dasselbe erforschen werde, lag zu nahe, als 6 sie sich ihnen nicht aufdrängen mußte.
Endlich kehrte der Beamte mit dem Arzte zurück.
Kaum war der Mann der Wissenschaft eiagetreten, l er stehen blieb, daS Haupt hastig erhob und sich nach ku Seiten umblickte.
Merkwürdig! sagte er. Um so merkwürdiger, als sich 4 nicht annehmen läßt, daß--hm, wir werden ja
einigten BundeSrathSauSschüsse für Handel und Verkehr und für Rechnungswesen statt, in welcher der Reichsbankgesetzentwurf zur Berathung stand. Die erste Sitzung, am 15., war nur informatorisch geworden. In der zweiten wurde dagegen auf die Sache selbst eingegangen. Außerhalb des vorgelegten Entwurfes find überhaupt nur drei Möglichkeiten vorhanden, Alles vorläufig beim Alten zu (offen, bestimmte Vorschläge schon für der Ablauf des von dem Entwurf in Aussicht genommenen Provisoriums (1886) zu treffen, oder endlich die Begründung einer Reichsbank zu beschließen. Wir wiffen nicht, wie weit diese Ansichten in den AuSschüffen vertreten worden sind, hören aber, daß sich in denselben die Majorität der Stimmen principiell für den vorgelegten Entwurf ausgesprochen hat, über welchen nun die Specialberathungen in der nächsten Zeit stattfinden werden. Ueber ben Beginn bet Plenarsitzung steht dagegen nichts fest. Wenn in manchen Zeitungsmitthei« lungen von fehlenden Instructionen einzelner Bevollmächtigten gesprochen ist, ist so dies übrigens nicht so zu verstehen, als ob dadurch der Gang der ‘Beratungen absolut gehindert würde, denn, wenn eö auch selbstverständlich ist, daß die Bundesrathsbevollmächtigten über die Ansichten ihrer Regierungen infonnirt werden, so sind Instruktionen doch für den BundeSrath nicht vorhanden, der nur die persönliche Qualification seiner Mitglieder in Betracht zu ziehen hat.
Kiel, 21. Sept. In dem gestern Abend bei dem Festbanket ausgebrachten Toaste hob der Kaiser den Macht- Zuwachs hervor, den die Marine sowohl durch den Bau wie durch den Namen deS neuen Schiffes erhalten habe, gedachte banfenb des verstorbenen Admirals Prinzen Adalbert, der die Gedanken des Königs Friedrich Wilhelm IV. erkannt und ausgeführt habe. Der Kaiser tränt zuletzt auf das Wohl des Landes, in dessen Gewässern sich daS Wachsthum,ber Marine vollzogen unb das bem Kaiser heute einen so herzlichen Empfang bereitet.
Paderborn, 17. Sept. Gestern Morgen kam bie Anklage wegen des Präsidiums im hiesigen Theologencon- vicle zur gerichtlichen Verhandlung. Die Anklage war zunächst gegen dm Bischof gerichtet, im März beziehentlich April d. I. zu Paderborn als geistlicher Oberer dem geistlichen Rath Dr. Stamm ein geistliches Amt gesetzwidrig übertragen zu haben; dann gegen den geistlichen Rath Dr. Stamm seit Ende März 1874 zu Paderborn geistliche Amtshandlungen in einem Amte vorgenommen zu haben, welches ihm gesetzwidrig übertragen fei. Der Staatsanwalt beantragte für den ersten Angeklagten eine Strafe von 400 Thlrn. eeent. 3 Monaten Haft, für den zweiten Angeklagten eine Strafe von 20 Thlr. event. 5 Tagen Haft. Der Gerichtshof sprach beide Angeklagten frei und schlug die Kosten nieder, weil die Ueberlragung eines geistlichen Amtes ober bie Genehmigung der Übertragung eines
Das Tuch war mit Chloroform getränkt, fuhr der Arzt fort, vielleicht hat bet Papagei bie Mörber erschreckt, vielleicht fürchteten sie, bas Thier könne sie verrathen, genug, sie haben Grünbe gehabt, eS zu morben.
Unb Sie glauben, bas fei durch dieses Tuch bewirkt worden, fragte der Senator.
Ohne Zweifel.
Ich zweifle sehr stark daran, warf der Baronet ein.
Noch mehr, ich behaupte sogar, daß auch dieser Mann durch Chloroform getödtet oder betäubt wurde, es sollten bei der Todtenschau keine Spuren der Gewalt gefunden werden.
Der Polizeiherr betrachtete aufmerksam das Tuch; es war ein feines, weißes Taschmtuch, und trug in einer Ecke als Zeichen eine Grafenkrone.
Kennen Sie dieses Tuch? fragte et ben Schreiber. Timm verneinte.
Sie erinnern sich nichts, eS je im Besitze Ihres Herrn gesehm zu haben.
Nein.
Kennt vielleicht einer bet Herten dieses Zeichen?
ES wirb ein gestohlenes Tuch fein, sagte ber Baronet, nachdem er einen Blick auf die Krone geworfen hatte vorausgesetzt, daß die nach meiner Ansicht sehr gewagte Schlußfolgerung deS Herrn DoctotS begründet ist.
Er sagte das in einem herben, spottenden Tone, während er die Spitzen seines blonden Backenbart» drehte.
Der Senator bictirte dem Schreiber das Protokoll, eS wurde Alles in dasselbe ausgenommen, was geeignet schien, jetzt oder später ein schwaches Streiflicht in das geheim- nißvolle Dunkel zu werfen.
Der Baronet bekämpfte mit Heftigkeit die Ansicht deS Arztes, welche jetzt auch Timm und der Senator theilten, während Gerhard und der Juwelier auf der Seite des
verzögert worben. Die Übernahme bet Geschäfte sowohl, wie bie Dienstwohnung ist sofort erfolgt. — Dem Bundesrath ist eine neue Eisenbahn-Signal-Ordnung zur Ge nehmigung vorgelegt worben, welche das Ergebniß der im Juni stattgehabten Conferenz der Deligirten Deutscher Eisenbahnverwaltungen ist.
— Die vollendeten Entwürfe für die Justizgesetze, welche mit anzuerkennender Schnelligkeit den Reichstags-Mitglie bem zugestellt worden sind und gleichzeitig der öffentlichen Kritik unterbreitet werden, können doch unseres Erachtens in der bevorstehenden ReichstagSsession zu einer materiellen Verhandlung keinen Anlaß bieten. Selbst eine erste Lesung mit dem allgemeinen Gedankenaustausch, wie er sonst wohl bei eingebrachten Gesetzentwürfen vorzukommen pflegt, würbe in biefem Falle als eine Zeitvergeutung erscheinen. Um auch nur annähernb ben vielen auftauchenben Seiten für eine solche principielle Vorbehandlung gerecht werden zu können, müßie die erste Berathung sich durch eine Reihe von Sitzungen hinziehen — und der praktische Gewinn eines solchen Austausches von Einzelmeinungen — denn von Partei- oder Fractionsanstchten kann bei der technischen Natur des Gegenstandes ja keine Rede sein — stände gewiß nicht im Berhältniß zu dem Zeitverlust. Auch ohne diesen Luxus wird der Reichstag sich sehr in die ihm zugewiesene, durch die Umstände eng begränjte Zeil zu schicken haben. Nur die formale Behandlung kann, wie uns scheint, die allerdings rasch zu lösende Frage für den diesmaligen Reichstag sein, und da man vermuthlich in den Quartieren, wo der Gedanke einer außerordentlichen Commission, Anfangs mit obligatem Mißtrauen betrachtet, jetzt sich beruhigt hat, wird kein Widerstand gegen den Plan an sich laut werden. Wir wiederholen unsere Auffaffung, daß man der Commission, welche das Vertrauen des Reichstages mit vieser ehrenvollen, aber schwierigen Aufgabe belastet, volle Zeit lassen muß und nichts thörichter sein wurde, als von vorn herein einen absolut zu erreichenden Termin für Ein- führung der neuen Gesetze sestzuhalten. Erst in der Commission wird sich zeigen, wie viel Zeit man braucht, z. B. über welche Puncte sich noch neue Erhebungen als noth- wenbig barstellen. Auch baran ist zu denken, daß ein solches Werk nur gut gelingt, wenn bie Mitarbeiter mit voller ungefchwächter Kraft sich baran beteiligen können. Nicht wenige unserer neuen Reichsgesetze haben durch die nolh- wendige Beschleunigung ihres Entstehens gelitten; hier ist die Aufgabe so wichtig, daß bei ihrer Lösung die Frage, ob die Vollendung ein Jahr früher oder später eintritt, zur nebensächlichen wirb. Schon bei der Gerichlsorgcunsation liegt auf der Hand, daß sic auf die Dauer gearbeitet sein muß, und zur guten, soliden Arbeit braucht man in allen Zweigen des menschlichen Wirkens Zeit.
— Am Sonnabend fand eine zweite Sitzung der vernicht der Mühe werth, die Richtigkeit dieser Behauptung zu bestreiten.
Der Arzt untersuchte den Tobten sehr sorgfältig.
Wir werben bie Section vornehmen müssen, sagte, er, ber Fall ist so ganz klar nicht.
Nun, ich meine, er sei sogar sehr klar, erwiderte ber Baronet. Die Hausthür war geschlossen, bas Licht brannte
s ^scheint täglich außer den Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Preis für bas Quartal durch bie Expedition (Koch'fche Buchdruckerei) bezogen SSj Sgr, durch bie Postämter des ,5 I deutschen Reiches 25 Sgr. (excl. Bestellgebühr). — Jnsertionsgebühr für die gespalten« Zeile 1 Sgr. — Für in der Expedition zu ertheilende
Auskunft unb Annahme von Adressen werben 2j Sgr. berechnet.
Timm stand noch immer in ber Ecke vor seinem Pult, t wagte kaum, ben Blick zu erheben, aus Furcht, er könne S if das verzerrte Gesicht bes Tobten fallen, ber auf dem