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Marburg, Dienstag, den 22. September.

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-teigen nimmt entgegen:

Expedition d. Blatte», gg,ie die Annoncen-Bureaux m Th. Dietrich & Co. in kffel und Hannover; Th. Mrich in Frankfurt a. M-; -aasenstein & Vogler m fcjntfurt a. M-, Berlin, Leip- 2« Cöln:c.; Rudolf Moffi ^Berlin, Frankfurt a. M. rc.

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OberheUlht Zeitung.

Anzeigen nimmt entgegen: die Expedition d. Blatte», sowie die Annoncen-Bureaux von G. L. Daube & Co. in Frankfurt a. M.; Jäger'sche Buchhandlung in Frankfutt a. M.; Jnvalidendank, A. Rete- meyer in Berlin; Carl Schüß- ler in Hannover; C- Schlotte in Bremen.

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schneLj- tjjg^jch außer den Werttagen nach Sonn- und Feiettagen. Preis für das Quattal durch die Expedition (Koch'sche Buchdruckerei) bezogen 24s Sgr., durch die Postämter des deutschen Reiches 25 Sgr. (excl. Bestellgebühr). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile 1 Sgr. Für in der Expedition zu ettheilende

Auskunft und Annahme von Adressen werden 24 Sgr. berechnet.

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jMit dem 1. October beginnt ein neues Quartal- l- Abonnement auf die vb-rh-sfisch- Z-i. MO- Dieselbe wird in der feit^ertgen^SBeife

sorterscheinen, ihren Abonnenten vom nächsten

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ier eine sehr interessante Novelle: ^ie WerSrecherin", von C. Wartenberg

Bestellungen bittm wir vor dem Schluß des artals machen zu wollen, damit wir vollständige Exemplare zu liefern im Stande sind.

Die Exped. der Oberh. Zeit.

ä|T( m nächsten Quartal der Schluß der höchstspannen- , S- kn ErzählungDer Kampf um eine Million",

DnttfcheS «eich.

Berlin, 19. Sept, lieber die Aufnahme de« Kaisers Hannover bei Gelegenheit der dortigen Truppenmanöver fcht in hiesigen politischen Kreisen nur eine Stimme Beftiedigung. Man erinnerte sich, daß noch vor zwei rtn die Gemeindevertretung in dortiger Stadt die stm für die Bewirthung des kaiserlichen Gastes ablehnte, war daher doppelt überrascht, in den jetzt hervor den unzweideutigen Zeichen nationaler Gesinnung einen atcmmenen Umschwung gegen die früheren Anschauungen erblicken. Daß auch der Kaiser selbst von der Art der in der neuen Provinz bereiteten Ausnahme auf das enehmste berichtet worden, geht daraus hervor, daß en jetzt die zahlreichen Ordensverleihungen, Ernennungen sonstigen Auszeichnungen au« Anlaß des Besuchs ffentlicht worden sind, während diese Gnadenbezeugungen ft in der Regel später erst bekannt zu werden pflegen.

Wiederholung dieses Eindrucks erwartet man auch in , wohin der Kaiser sich bekanntlich in den nächsten en zu begeben gedenkt. Den durch die persönliche esenheit des Kaiser« ausgezeichneten Manöver» in nocet gegenüber sind die Hebungen des elsässischen (15.) eecorpS etwas in den Hintergrund getreten. Dieselben

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Der Kampf um eine Millian.

Roman von Ewald August König.

lFottsetzung.)

Ah! sagte der Baronet gedehnt. DaS ist interesiant. Wissen Sie etwa« Näheres? fragte der Beamte über- t

Nein, antwortete der Steuermann. Der Zufall ließ einige Entdeckungen machen, indeß find es nur noch thungen.

Um deren Mittheilungen ich Sie dringend bitte.

Was wirb es fein, sagte Sir Arthur kalt. Ber- hungen führen in der Regel irre; wenn mau nichts itives weiß, soll man

Verzeihen Sie, Sir, Vermuthungen führen häufig auf richtigen Weg, unterbrach der Beamte ihn rasch. Herr indler, wollen Sie nicht die Güte haben

Gewiß, aber ich muß um Verschwiegenheit bitten, e« t in meiner Absicht, die Sache gründlich zu untersuchen, hegte längst gegen Hauenstein Verdacht. Timm sagte daß sein Herr häufig in der Nacht ausgehe, ich be- 6, ihn zu beobachten.

Davon haben Sie mir nie etwa« gesagt, warf der onet mit leisem Borwurf ein.

Weil Sie damals noch nicht aus meiner Seite standen, folgte ihm, er trat in ein Hau«, welches Ihnen, Herr v__nt, vielleicht bekannt fein wird, in die Schenke eines

iffen Philipp Rachau.

Ein unangenehmes Wetter, sagte der Baronet. Wollen unsere Schritte nicht beschleunigen? Wir werden bis die Haut durchnäßt sein.

Bitte, fahren Sie fort, wandte der Beamte sich zu jungen Manne, den Wirth Rachau haben wir längst dem Korne gehabt.

I Er ging hinein und ich ahnte gleich, daß er in diesem

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Farial aber noch ein

L Mustnrtes Sormtagsklatt

M <d|t großen Quartseiten, mit dem gebiegen- bU im Inhalte und Illustrationen von ersten Künst- bt, jo krn, ohne jede Preiserhöhung, liefe n. c Rest Einer der nächsten Nummern unseres Blattes - »erden wir eine Probenummer des. Jllustrirten l5 tzormtagsblattes beifügen.

Im erzählenden Theil der Oberh. Zeit, kommt

Mitt.

verdienen aber nichts desto weniger in doppelter Hinsicht der Erwähnung, einmal, weil das Armeekorps aus Regi­mentern der verschiedensten Staaten zusammengesetzt ist und trotzdem allen Anforderungen vollkommen entsprochen hat, dann aber, weil die gefammte Bevölkerung im Elsaß die Mannschaften auf das Freundlichste ausgenommen und verpflegt hat. Zahlreiche junge Elsäsier haben unter dem Eindruck des großen militärischen Schauspiels sofort ihren Eintritt als Freiwillige bei dem Generalkommando ange­meldet. Die sogenannte Elferkommisston, welche den Civilgesetzentwurf vorzuberathen hat, ist vorgestern unter dem Vorsitze des Präsidenten des Reichsoberhandelsgericht, Dr. Pape, im Reichskanzlergebäude eröffnet worden Die erste Sitzung erstreckte sich auf die Erörterung von Vor­fragen, welche die geschäftliche Behandlung der BerathungS- gegenftänbe betrafen und nach deren Erledigung' sofort der Eintritt in die materiellen Verhandlungen erfolgen wirb.

Dem Bunbcsrath ist jetzt auch die Uebersicht über die ordentlichen Ausgaben und Einnahmen des deutschen Reiches für daS Jahr 1873 zugegangen; die Ausgaben belaufen sich auf 130,607,231 Thlr., die Einnahmen auf 143,123.908 Thlr., es erübrigt mithin ein Ueberschuß von 12,516,677 Thlr.

Die Potsdamer Regierung ermächtigte durch Rescript vom 16. Sept, den Berliner Magistrat gemäß dem Civil- ehegesetz, die Bekanntmachungsfristen der bürgerlichen Auf­gebote für die in Berlin vom 1. bi« 15. Oktober abzu­schließenden und bereits dort kirchlich aufgebotenen Ehen dahin abzukürzen, daß standesamtliche Eheschließungen bereits am 12., 5 und 3. Oktober stattfinden können, je nachdem ein ein-, zwei- oder dreimaliges kirchliches Auf­gebot vor dem 1. Oktober stattfand. Das Consistorium hat die Berliner Geistlichen angewiesen, den Standesbe­amten die kirchlich bewirkten Angebote zu übermitteln.

Pose«, 19. Sept. DerKuryer Poznanski" meldet: Canonieus Korytkowski aus Gnesen, welcher wegen unbe­fugter Ausübung der Functionen des Generalvicars zu einer neunmonatlichen Gesängnißstrafe verurtheilt wurde, ist gestern zur Verbüßung seiner Strafe in das Gefängniß zu Trzemeßno eingeliefert worden.

Siel, 18. Sept. Die Taufe der PanzerfregatteFried­rich der Große" wird durch die Frau Landgräfin Anna von Heffen, Tochter des Prinzen Karl vollzogen werden. Zur Feierlichkeit werden außer dem Kaiser der Großherzog von Mecklenburg-Schwerin und der Herzog Karl von Schleswig Holstein-Glücks bürg erwartet.

19. Sept. Der Kaiser traf heute Abend 9*/2 Uhr in Begleitung der Prinzen Carl und Friedrich Carl, de« Großherzogs von Mecklenburg Schwerin, des Feldmarschalls Molcke, des Ministers Delbrück und mit großem Gefolge hier ein, am Bahnhofe von dem Großherzog von Oldenburg

und anderen Fürstlichkeiten, den Spitzen der Behörden und Corporationen empfangen. Die Stadt war reich geschmückt und glänzend illuminirt. Der Kaiser wurde auf dem Wege zum Schlöffe von einer zahllosen Menschenmenge enthusia­stisch begrüßt.

Hannover, 19. Sept. Der Kaiser richtete ein Schrei­ben an die Stadtbehörden Meiningens, welches Theilnahme für das Brandunglück ausspricht und 3000 Mark überweist.

19. Sept. Der Kaiser hat folgenden Erlaß an beu Oberpräsidenten der Provinz gerichtet: Während mei­ner Anwesenheit in der Provinz Hannover habe ich alleut- halben, insbesondere in der Hauptstadt, ebenso glänzende wie zahlreiche Beweise sichtbar herzlichen Willkommen« er­halten. Wetteifernd hat die Bevölkerung sich angelegen sein lassen, mir das Verweilen in ihrer Mitte angenehm zu machen. ES ist ihr in einer Weise gelungen, daß ich, mit Vergnügen versichere, an die Tage des Aufenthalts daselbst mit den freudigsten Erinnerungen zurückdenken werde. Indem ich mit ungemischt erkenntlichen Gefühlen nunmehr von Hannover Abschied nehme, drängt es mich, der Provinz und der Hauptstadt meinen Dank für die mir gewährte Ausnahme auszudrücken. Ich beauftrage Sie in diesem Sinne den gegenwärtigen Erlaß alsbald zur Pub­likation zu bringen.

Wie-bade«, 17. Sept. Zu der imFr. I." mit- geteilten Ernennung des frei-religiösen Predigers Th. Hoffe­richter zum Standesbeamten in Breslau können wir auch von hier berichten, daß der Vorsitzende der hiesigen deutsch­katholischen Gemeinde, Herr Bürgermeistereisekretär Wilh. Joost, zum zweiten Stellvertreter der Standesbuchführung dahier ernannt worden ist. Derselbe hat bereits seinen Büreaudienst beim Bürgermeister.Amt eingestellt und ist mit den Vorbereitungen zur bürgerlichen Standesbuchführung beschäftigt. Der Kaiser hat den französischen Pfarrer Augustin Louis, welcher wegen Majestätsbeleidigung zu mehrmonatlicher Gesängnißilrafe verurtheilt war, begnadigt. Pfarrer Louis ist in Folge dessen heute freigesprochen worden und reift morgen nach seiner Heimath ab.

Stuttgart, 19. Sept. DerStaatsanzeiger" spricht sich in einem längeren Artikel gegen die Einführung der Markrechnung in Württemberg am 1. Januar 1875 au«.

München, 16. Sept. Der für unfern kgl. Hof neuernannte Gesandte des Königs von Sachsen, der Gene­ral v. Fabrice, ist geftem Abends au« Brüssel hier ein« getroffen, wird und jedoch schon morgen wieder verlaffeu und zur Uebernahme der Gesandtschaft erst im nächsten Monat wieder in München eintreffen. Der bisherige säch­sische Gesandte Graf v. Könneritz, verläßt unsere Stadt Ende dieses Monats und wird sich zunächst nach Stutt­gart und Darmstadt begeben, um auch dort seine Abberu­fungsschreiben zu überreichen. Der Staatsminister des

Hause mit seinen Genoffen zusammentreffe, aber ich wagte nicht, ihm zu folgen.

Nun, diese Vennuthung ist doch ziemlich schwach, spottete Sir Delavalle. Sie hätten ihm folgen sollen.

Ich fürchtete, dadurch Alles zu verderben, es läßt sich ja erwarten, daß man diese Gauner nur durch List über­rumpeln kann. Ich stand auch in der Nähe der Schenke, al« Martin mir begegnete, derselbe Martin, Sir, welcher einige Tage vorher au« dem Dienste meine« Vaters ent­lassen wurde.

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Er ist unschuldig, aber der Himmel mag wissen, wem er den boshaften Streich zu verdanken hat.

Na, Sie halten Jeden für unschuldig, der feine Schuld­losigkeit Ihnen belheuert, sagte der Baront sarcastisch.

Hören Sie weiter, Martin hatte mehrere anonyme Briefe erhalten, in denen er aufgeforbert wurde, sich an den Wirth Rachau zu wenden, der ihm eine neue Stelle be sorgen werde.

Was finden Sie darin auffallend? fragte Sir Arthur. Rachau wird die Briefe geschrieben haben, um. durch die Besorgung der neuen Stelle eine Provision zu verdienen.

Der Beamte schüttelte den Kops.

Ich finde doch mehr darin, entgegnete er. Aber woher wissen Sie, daß an der Spitze dieser Bande einHerr" steht?

Ich vermuthe e«, meine Gründe für diese Vennuthung kann ich Ihnen noch nicht nennen.

Besitzen Sie die Briefe?

Ja.

Bitte geben Sie fte mir.

Herzlich gern, sobald ich sie für meine Zwecke benutzt habe.

Für welche Zwecke? fragte der Baronet. Wollen

Sie sich vielleicht als Mitglied der Bande anwerben lasten?

Das habe ich allerdings vor!

Lieber Freund, dazu kann ich Ihnen nicht rathen.

ES ist ein fchr gesagter Schritt, warnte auch der Beamte.

Ich fürchte keine Gefahr I

Hm wenn der Plan Ihnen gelingt, werden Sie natürlich die Gesellschaft verrctthen, sagte Sir Delavalle, indeß die Erfahrung lehrt, daß ein solcher Verrath selten den gewünschten Erfolg hat. Die Leute sind schlauer, al« der tüchtigste Polizei-Agent, fie haben ihre Maßregeln für jeden Fall getroffen und machen sich kein Gewissen daraus, den Verräther zu ermorden. Lasten Sie die Finger davon, junger Freund , ich rathe Ihnen gut. Zudem sind Sie Ihrer Sache nicht einmal sicher.

Wenn ich da« wäre, hätte ich der Behörde längst meine Entdeckungen mitgetheilt.

Nun, ich werde mein Augenmerk auf die Schenke richten, nahm der Beamte das Wort, wollen Sie inzwischen ver­suchen, die Geheimnisse der Bande zu erforschen, so dürfen Sie auf meine Unterstützung rechnen.

Die ich Ihnen auch anbiete, fügte der Baronet hinzu. Aber hier sind wir am Ziele unserer Wanderung, nachher sprechen wir weiter darüber.

Timm hatte schon die Glocke gezogen, der Schall verklang, nicht« regte sich in dem Hause.

Er wird zu Bett fein, sagte der Beamte leise.

Oder bei der Arbeit, flüsterte Gerhard.

Wieder läutete der Schreiber, et wiederholte es sechs Mal, in dem Hause blieb eS still und diese Stille begann unheimlich zu werden.

Glauben Sie, daß er absichtlich nicht öffnet? fragte der Beamte den Schreiber.