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JRatßurg, Sonntag, den 20. September.
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OberhHsche Jalung
«WAeint täglich außer den Werttagen nach Sonn- und Feiertagen. Preis für das Quartal durch die Expedition (Avchffche Buchdruckerei) bezogen SSä 8Ak., durch die Postämter deS 61 deutschen Reiches 25 Sgr. (excl. Bestellgebühr). - Jnsertionsgebühr für die gespalten« Zeile 1 Sgr. — Für in der Expedition zu ertheilrndr
Auskunft und Annahme von Adreffen werden Sj Sgr. berechnet.
««.eigen nimmt entgegen: W»edition d. Blattes, m« Annoncen-Bureaux Th. Dietrich & Co. in uiel und Hannover; Th. Mrich in Frankfurt a. M-; gL,ftttftetn & Vogler in Entturt a. W-, Berlin, Leip- E? Köln ic.; Rudolf Stoff« Merlin, Frankfurt a. M. ic.
Anzeigen nimmt entgegen: die Erpedikion d. Blattes, sowie dre Annoncen-Bureaux von tzl. L. Daube & Co. in Frankfurt a. M.; Jäger'sche Buchhandlung in Frankfurt a. M.; Jnvalidendank, A. Rete- meyer in Berlin; Carl Schüß- ler in Hannover; 6. Schlotte in Bremen.
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hS-Justizgesetz-Entwürfe sind bereits gedruckt den Reichs Mitgliedern zugegangen und aus dem Reichskanzleramte ■n von Neuem verschiedene Vorlagen dem BundeSrathe
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Der Kampf um eine Million. -
Roman von Ewald August König.
(Fottsctzung.) -<• - :
Der Pfandleiher stellte dir Laterne auf ben Tisch und tr mit dem Ausdruck wachsender Angst abwechselnd die kn Vagabunden an.
Wenn hier Einer zuMklagen und Vorwürfen berech- ist, so bin ich eS, sagte er, aber er versuchte vergebens, dm Anschein zu geben, als ob er über das Mißtrauen Herrn entrüstet sei; die Angst, die er nicht verbergen ite, ließ diesen Versuchscheitern. Ich habe noch nichts n, trotzdem es mir versprochen wurde, ich —
Ruhig, Mann, fiel Detlef ihm in's Wort. Ihr werdet en Antheil so gut erhalten, wie Jeder von unS.
Und daS Gold?
Welches Gold?
Nun, das «ingeschmolzene MetaS, die Ringe, Brechen, ins —
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M t dem 1. October beginnt ein neues Quartal- Jll Abonnement auf die vb-rhesftsch- Z-i- MBß. Dieselbe wird in der seitherigen Weise nterscheinen, ihren Abonnentm vom nächstm
.rjffer und Kronprinz den großen Manövern gewidmet, tzmrst denen des XL Corps in der Nähe von Friedberg Oberhessen und jetzt denen de« X. Corps in der Nähe htn Hannover, von wo dieselben sich vor ihrer Rückkehr ' r«h Berlin noch zum Stapellaufe deS „Friedrich des "Gwßen" nach Kiel begeben werden. Inzwischen schon >♦♦« |4cn die näheren Vorbereitungm für die heranrückenden ' kkttammtarijchcn Sessionen begonnen. Die drei großen
'.K Bon hervorragende* Wichtigkeit aber ist, daß das »Nlßische Staatsministerium nunmehr dahin schlüssig ge- «Irden ist, »ie Berufung des Dr. Friedenthal an die Spitze landwirthschaftlichen Ministeriums und zum preußischen I Niatsminister dem Könige bei seiner Rückkehr vorzuschlagen. * [Ik allerhöchste Genehmigung wird nicht bezweifelt, und !>« fehlt wohl bloS noch die formelle Vollziehung. In ! Wnlßen und in ganz Deutschland macht dieser Entschluß ! >« allerbesten Eindruck. Dr. Friedenthal, der eigentliche < Ättt Der neuen Kreisordnung der östlichen Provinzen, ist
Kartal aber noch ein
Illuftrirtes Sormtagsölatt m Acht großen Quartseiten, mit dem gediegen- nt Inhalte und Illustrationen von ersten Künstln, ohne jede Preiserhöhrmg, liefern. Einer der nächsten Nummern unseres Blattes
> b. l Hauenstein war auf einen Stuhl gesunken, sein stierer Hs b-stück ruhte unverwandt auf den beiden Vagabunden, deren
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betten wir eine Probenummer des Jllustrirten jtzonntagsblattes beifügen.
Im erzählenden Theil der Oberh. Zeit, kommt V nächstm Quartal der Schluß der höchstspannen- m Erzählung „Der Kampf um eine Million", > eine sehr interessante Novelle:
KerSrecheri«", von C. Wartenberg
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I Bestellungen bitten wir vor dem Schluß des tzartals machen zu wollen, damit wir vollständige lemplare zu Lesern im Stande sind.
1. Die Exped. der Oberh. Zeit.
Pslitifchr Wscheu-Uebrrsicht.
Ä. Tie ablaufende Woche war noch ganz von unserem
He, eingeschmolzen ist es.
Und Ihr bringt mir den Barren mit?
Ist der Kerl toll? tief Klaus entrüstet.
Es war Bedingung, daß ich daS Mttall erhalten , sagte der Pfandleiher, während er mit dem Rvck- über seine nasse Stirn fuhr, ja, daS war Bedingung,
W nun will der Herr sie nicht erfüllen?
4 ti. Nun ist es wahrhaftig gut, murrte Klau». Wir haben H b F Kastanien aus dem Feuer geholt und dieser hier hat i Mhi davon, wie wir stlbft. Beruhigt Euch nur, wir haben by N keine» Schillings Werth erhaltm, Ihr werdet wahr- i gWg nicht zu kurz kommen, wenn Ihr Euch nur gedulden Nit.
in Bezug auf die innere Entwicklung ein geistvoller Vertreter jener auf festen Gesetzen beruhenden Selbstverwaltung, von welcher alle verständigen Liberalen in Deutschland die gediegenste Entwicklung eines nationalen StaatSgeisteS und eine gesicherte öffentliche Freiheit erwarten.
Der Kaiser Franz Joseph von Oesterreich ist in der Nacht vom 13. auf den 14. Sept, von den Manövern bei BrandeiS nach Wien und Schönbrunn zurückgekehrl und hat sich am Dienstag (15. Sept) in das Feldlager bei Brück an der Leitha begeben. Von den Ansprachen und Antworten in Prag (am 8. Sept.), welche mit so viel Spannung von den Parteien waren erwartet worden, war nach Möglichkeit der politische Charakter fern gehalten. Es gelang ihnen zwar die Ueberreichung einer Adresse der Prager Stadtvertretung, allein die Adreßdeputation, welche für die Zeit der allgemeinen Audienzen in der Hofburg beschieden war, bestehend aus dem Bürgermeister Hulesch, desien Stellvertreter Zeithammer rc., war minder glücklich. Als die Herren eintreken wolltm, wurde dem Bürgermeister mitgetheilt, daß er nicht empfangen wer v en könne, weil die Deputation keinen officiellen Charakter besitze. Die Herren waren bestürzt, faßten sich aber und gingen ohne Herrn Hulesch in den Adienzsaal. Bei der Uebergabe der Adresse äußerte sich Herr Zeithammer, daß die Stadt ihr Vertrauen „einzig und allein der Person des Kaisers entgegentrage"; der Kaiser aber erwiederte: „Ich hoffe, daß Ihre Gemeinde unter dem Schutze der von mir gewährten Institutionen ausblühen werde." Weniger befriedigend lautet freilich, was das clericale „Vaterland" berichtete über eine Antwort, die der Kaiser dem Cardinal, Fürst Schwarzenberg als Führer der Prälaten - Deputation er# theilt habe.
In Bern ist der Weltpostcongreß am 15. Sept, eröffnet und Bundesrach Borel zum Vorsitzenden erwählt worden.
Der Marschall-Präsident ,ber französischen Republik hat sich am 11. d. Mts. über Douai nach Lille begeben, um den Manövern bei Bethune beizuwohnen und einige Städte des NoreenS zu besuchen. Zn Lille ward et mit großen Ehrenbezeigungen empfangen, die Stadt war iAuminirt und der Marschall zog unter einer Cavallerie- EScorte mit Fackeln ein. Am 14. Abends kam Der Marschall in ArraS an, wo wiederum glänzende Erleuchtung veranstaltet war. Tags darauf Truppenschau, Gottesdienst, Besuche deS Spitals, der Citadelle und des Arsenals und Abends Abreise nach AmienS. Auch dort hatte man glänzend illuminirt. Diese zweite offirielle Reise deS Präsidenten ist besser in «Scene gesetzt worden, wie die erste in der Bretagne. ES wurden vorher approbirie Reden gehalten, und die stehende Antwort des Marschalls war, daß er mit Beihülfe der ehrlichen Leute aller Parteien während der
WaS roifl der Herr von mir? fragte er.
Er läßt Euch auffordern, uns die Edelsteine zu übergeben, die Ihr zurückbehalten habt.
Ist e» das? Ich habe es geahnt, obschon ich ganz schuldlos bin.
Na, wie kommt eS denn, daß der Juwelier heute einen Edelstein zurückerhalten hat, den er als fein Eigen- thum erkennt?
Hat er das? - • •-
Ihr hört eS.
Dann weiß ich nicht —
Denkt nach, ehe Ihr antwortetI Habt Ihr keinen Stein zurückbehalten?
Nein?
Aber in Eurem Zimmer ist er gesunden worden:
Der Pfandleiher fuhr von seine« Sitz empor; die Sicherheit, mtt bet Detlef diese Worte gesprochen hatte, mußte ihn bestürzen.
Wer daS behaupttt, brr lügt! tief er in zitternder Aufregung. ■
Denkt nach — wie lange habt Ihr heule Morgen geschlafen?
In ben weit geöffneten Augen Hauenstein'S spiegelten sich die Angst und daS Entsetzen des Tode».
Ich will noch deutlicher fragen, fuhr Detlef fort, wem schreibt Ihr die Ursache des langen Schlafes zu?
Dem Wein — ah, Ihr wart gestern Abend hier, Ihr habt ben Wein hier zurückgelassen.
Schwatzt keinen Unsinn, Timm hat Comöbie gespielt und Ihr seid in die Falle gelaufen.
Timm?
Natürlich. Stille Waffer gründen tief und En« Schreiber ist ein sehr stilles Wasser. Nachher hat er Euer Schlüsiel genommen und jenem Zimmer einen Besuch gr-
fieben Jahre seiner Regierung die Ruhe und Sicherheit aufrecht halten werde. Die officiellen Berichte über die Reise beS Marschall-Präfibentm sinb so byzantinisch wie je. Der bereits längere Zeit erwarttte Tod Guizot'S ist am 12. «folgt; der alte Minister Philippe'« starb beinahe 87 Jahre alt.
Die italienische Regierung hat zur Herstellung der öffentlichen Sicherheit in Sittlim beschlossen, dem Militär-Commandanten der Insel die Leitung bet zu diesem Zwecke zu ergreifenden Maßregeln in die Hand zu geben und das Corps bet Carabinieri zu verstärken.
Wieder wird eine große Schlacht bei Eftella als unmittelbar bevorstehenb angekündigt, und die Carlisten dünken sich schon auf dem Marsche nach Madrid. Wenn auch der neue Oberbefehlshaber der Nordarmee, General Laserna, keineswegs für einen Feldherrn ersten RangiS gilt, so wird er doch im Stande sein, den Ebroübergang dem Feinde zu verlegen. Die thatsächlichen Nachrichten vom Kriegsschauplätze sind ohne große Bedeutung und betreffen einige kleinere Gefechte.
Ein schreckliches Eisenbahnunglück hat in England mehr die öffentliche Aufmerksamkeit in Anspruch genommen, als alle Ereignisse de* innern Politik, die freilich noch ihren Sommerschlaf hält. Dasselbe ereignete sich bei Thorpe auf der Osthahn, wo ein Jnspector durch Ab- lassung eines Zuges auf falschem Geleise einen Zusammenstoß zweier sich begegnenden Züge herbeiführte. Mehr als 20 Todesfälle und eine große Zahl von Verwundungen waren die Folgen der verbrecherischen Fahrlässigkeit.
Auf das Ansuchen deS spanischen Gesandten hat die belgische Regierung nach Antwerpen Befehl gegeben, Die Absendung von Waffen für die Carliften au» dem dortigen Hafen zu verhindern. Ein mit Waffen für die Carliften beladener Dampfer hatte jedoch den Hafen gerade verlassen, als der Befehl eintraf.
Die dänische Regierung sendet den ehematigen KriegS-Ministet General Raaslbff nach China und Japan, um dort von ihm die dmch ben Krieg zwischen ben beiden Reichen gefährdeten dänischen Interessen wahrznnehmen. Jener Krieg ist auch die Ursaehe, daß der Verkauf bet Panzerfregatte Danmatk an eine- jener beiden Reiche mieber rückgängig geworden.
Der Kaiser von Rußland ist am 9. d. bei der Kaiserin in Livadia angekommen. DaS von Ptter dem Großen eingeführte und seitdem streng aufrecht erhaltene Verbot in der Armee Bollbart und lange« Haar zu tragen, ist mit Rücksicht auf die Raskolniks mW DiffmkreS aufgehoben worven, nur für die Garde bleibt es bestehen.
Die Pforte hat die spanische Regierung de« Marschalls Sertano auch anerkannt. Essad Pascha wurde zum Gouverneur von Syrien ernannt. In ikonstantinopel starb
macht. Da sand er das Steinchen in einer Ritze de« Fußbodens und jetzt hat es der Juwelier.
O, der Schuft, der niederträchtige Schuft! fuhr der Pfandleiher auf, während er abermals die naffe Stirn trocknete. Ich erwürge chn, verhungern soll et, ich sperre ihn ein
Kalte« Blut, fiel Detlef ihm gelaffen in’« Wort, man henkt Keinen, bevor man ihn hat. Der Juwelier will diese Nacht Haussuchung hatten.
Meinetwegen, er wird nichts finden. , n ,.
Das Spürauge der Polizei sieht mehr, als Ihr Euch träumen laßt, warnte Detlef, vertraut aus Eure «Schlauheit nicht zu sehr. Ihr habt dem Herrn gesagt, daß Eure Schätze in einem sicheren Versteck lägen. -.
Ich habe keine Schätze!
Bah, uns könnt Ihr das nicht vorlügen, wir gldubett’S nicht. Der Herr läßt Euch befehlen, uns in diese» Versteck zu führen, damit wir uns mit eigenen Augen übet» zeugen können, ob keine Gefahr vorhanden ist.
Nimmermehr I
Der Herr befiehlt e«!
Was kümmert mich fein Befehl! In meine Wohnung darf er nicht einbtingen, hier darf er mir keine Gesetze vorschreiben.
Mann, bedenkt Eure Worte, sagte Klau« drohend. Ihr wärt der Erste nicht, desien Leben der Bund gefordert hätte!
Ich wiederhole Euch, daß ich keine Gchätzehabe! tief der Pfandleiher. Die Steine habe ich redlich abgeliefert wenn der Schuft auf dem Fußboden ein Steinchen fand, so —
Führt uns in da« Zimmer, befahl Detlef, wir« wollen selbst nachsehen. 1 "i ■