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Mr. 163.

Marburg, Mittwoch, bett 15. Juli.

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Ungestört durch das Gezänke in Versailles,

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, » -^Eye'me Werkstatt wo die Territoriums signalisirt wären; daß man

französtsch-römlschen Pfeile geschmiedet wer» sie trotz der Mühe, die sie sich gäben ihre P'JDen" ,bot^ bic Do" ben Augen Nationalität zu verbergen, überall erkannt blitzende Freude wahrnehmen wurden, womit habe, und daß man ste daher scharf«berwache Franzosen in vertrautem Kreise die zunehmende Wir nehmen von dieser Mittheiluna nur Verwirrung und Zerklüftung der Deutschen deswegen Notiz, um sie als Spezimen der

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Anzeigen nimmt entgegen: btt Expedition d. Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Th. Dietrich & Co. in Kassel und Hannover; Th. Dietrich in Frankfurt a. M.; Haasenstein & Vogler in Frankfurt a. M., Berlin, Leip­zig, Cölnrc.; Rudolf Moffe in Berlin, Frankfurt a. M. rc.

wenn es an Frankreich die letzte ernsteste Frage richtete; und diejenigen Bevölkerungs theile Deutschlands, welche jetzt in eine feind- elige Richtung gegen Kaiser und Reich hinemgedrängt wurden, würden ja sofort

Sie schon an'S Ziel bringen. Das Fräulein hat ihr Herz noch nicht verschenkt, ich weist das aus guter Quelle; also werden Sie in diesem Punkte auf keine Schwierigkeiten stoßen. Nun aber wollen wir auch über meine Bedingungen reden.

Ich kenne sie, Sie verlangen fünf Procent von der Mitgift des Fräuleins.

Entschuldigen Sie, von ihrem Ver­mögen.

Berlin, 13. Juli. DieNordd. Allg. Ztg." bringt folgende berichtigende Notizen: Die von einigen Blättern gebrachten Nach­richten über die bevorstehende Entsendung deutscher Kriegsschiffe nach den spanischen Gewässern sind wir in der Lage als unbe­gründet bezeichnen zu können. Das Journal de Marseille" hat sich die Sensa­tions-Nachricht mittheilen lasten, vom großen Generalstab in Berlin sei eine Anzahl von Offizieren detachirt worden, um das fran­zösische Territorium, den Stand der Militär- Reorganisation und die in Aussicht genom­menen Vertheidigungswerke Frankreichs zu stndiren. 29 Offiziere wurden namentlich aufgeführt. Außerdem wurden, ebenfalls namentlich, mehrere Offiziere der Korpsstäbe zu Metz und Straßburg bezeichnet, welche zu gleichem Zwecke nach Frankreich entsandt worden seien. Zur Beruhigung der fran- j ösischen Leser ist hieran die Bemerkung ge­knüpft, daß alle diese preußischen Spione schon aus verschiedenen Punkten des französischen

Kaufen Sie eines Tages eine Menge aus­ländischer Werthpapiere auf.

Ich danke, dazu sehen mir die Fonds.

Ich werde Sie unterstützen, natürlich

wollen Sie? Es ist ein Kampf um eine Million, da darf man vor Schwierigkeiten und Gefahren nicht zurückschrecken.

Hm hat Herr Schindler nicht auch einen Sohn?

, contiren Sie dieselben bei dem Hause Schindler. Treten Sie überhaupt mit diesem Hause in Verbindung, kaufen Sie bei ihm Tratten auf Bombay, die Sie in jedem Wechselbureau wieder verkaufen können; versuchen Sie, den Bauquier zur Association bei irgend einem großen Unternehmen zu bewegen, kurz, richten Sie Ihr ganzes Augm- werk darauf, ihm eine hohe Meinung von dem Reichthum Ihres Hauses einzuflößen. Wenn Ihnen das gelingt, werden Sie bald Hahn im Korbe sein

Der kleine Herr schritt nachdenklich aus und nieder, er fand den Plan vortrefflich, aber eS tauchten dennoch manche Bedenken auf die sich so rasch nicht beseitigen ließen.

Er wird drüben Erkundigungen einziehen, sagte er nach einer Weile, indeß, ich habe sie nicht zu fürchten, in meine Bücher hat noch Niemand einen Blick geworfen und man hält mich allgemein für einen vermögenden Mann.

Dann können Sie nur wünschen, daß er Erkundigungen einzieht.

Ferner, eS werben andere Bewerber auf« treten, die vielleicht mehr in die Waagschaale werfen können. 1

Deshalb sollen Sie vor allen Dingen die l dunst der Madame Schindler zu erwerben I

Gehabt, der junge Herr ist gegen den Willen seiner Elter» Seemann geworden und in die weite Welt hinauSgegangen seitdem

Na, hören Sie, wenn er nichts weiter verbrochen hat, so steht immerhin zu erwarten, daß dieser verlorene Sohn in die Arme feiner Eltern zurückkehren wird.

Für diesen Fall gäbe eS Mittel, das Zer- würfniß wieder herbeizuführen; wir werden darüber sprechen, wenn der erwähnte Fall eintritt.

Wir sind arme Leute! schrie der Papagei, während der Pfandleiher emsig den Deckel seiner Dose polirie.

Der kleine Herr warf einen unwilligen duck auf den Käfig, dann trat er wieder an daS Pult, dem alten Manne gegen­über.

3m großen Ganzen ist Ihr Project gut, sage er, aber mitunter finde ich doch noch rin Loch, welches gründlich geflickt werden müßte.

Das mag sein, indeß, wenn wir vor einem solchen Loche ankommen, werde ich schon den Lappen finden, der darauf paßt. Ver- lasten Sie sich ganz auf mich und über-

O, wenn doch jene Getäuschten, welche heute für die Religion, für den Glauben i;u kämpfen vermejneo, einen Blick werfen önnten in die geheime Werkstatt, wo die

werden Sie den Verlust tragen, wenn ein solcher daraus erwachsen sollte. Kaufen Sie im Geheimen englische Wechsel und diö-

! gehen seine Vorbereitungen zum Rachekrieg - auf allen Gebieten vor sich. Frankreich i : nicht fromm, aber kirchlich geworden, weniger ! aus innerem Bedürfniß als wegen der Pro- : paganda nach außen. Fast unmerklich ist ! es ihm durch das Einverständniß mit Rom 1 gelungen, die Ideen der Nationalität und 1 der politischen Freiheit in Europa von der Tagesordnung abzusetzen und dafür die an­geblichreligiösen" Ideen in den Vorder­grund zu schieben. Als einst die deutschen Gauen unter dein Vorwande derReligion" in ein Meer von Blut getaucht wurden, da gewann Frankreich und verlor Deutschland das Elsaß und Lothringen. Als sich vor drei Jahren der Napoleonide auf der poli­tischen Leier vergriff und zu unrechter Stunde die Melodie der Nationalitätsidee anschlug, da mußte Frankreich die geraubten Länder wieder herausgeben. Unter diesen Umständen ist es wahrlich nicht zu wundern, daß Frank­reich wieder das alte Losungswort hervor­gesucht hat, daß es vermöge seines geheimen Bundes mit der römischen Hierarchie, überall wo ihm gelegen ist, religiöse Wirrnisse entfesselt, und insbesondere gegen das neue Reich unter Preußen heut ebenso die Katho­liken schürt, wie es-einst gegen das alte deutsche Reich unter Oesterreich dieProtestanten gehetzt und bewaffnet hat.

Frankreich erwartet seine Zeit. Es ammelt seine Kraft, um im gegebenen Augen blick mit aller Wucht einer geeinigten Nation und aller Energie des Rachedurstes auf Deutschland loszustürzen. Dieser Moment wird gekommen sein, wenn seine Rüstungen vollendet sind und seine Verbündeten in Deutschland den hehren Gedanken des theuern, - des endlich wiedergewonnenen, in der Waffen- gemeinschast von 1870 und 1871 geeinigten Vaterlandes nach Möglichkeit zerfasert, zer- ( etzt oder gar in das Gegentheil umgewan- j beit haben werden.

Die Tage der Liga sollen wieder aufleben! Täuschen wir uns darüber nicht, bic Ein­leitungen zu einer Erneuerung des dreißig­jährigen Krieges sind bereits getroffen. Die alten Feldzeichen winken. In dem Fackel­schein der jüngsten Ereignisse steht für das geistige Auge des unbefangenen Beobachters plötzlich die alte wohlbekannte Schlachtreihe da, welcher es vor 250 Jahren in dreißig­jährigem Würgen gelungen ist, Deutschland aus der ersten Nation zur letzten herabzu- würbigen.

Genau wie damals fädelt und webt der Generalstab in Rom und Paris. Von dort kommen die Ideen, die Losungsworte für die deutschen Marionetten. Die Männer, welche einst den dreißigjährigen Krieg kom manbirten, bie Richelieu unb Pater Joseph, sie heißen jetzt Falloux, Dupanloup und Bechx. Bis wie weit sich die Flügel ihrer Armee ausdehnen, ist noch nicht ganz genau zu übersehen, wird jedoch schwerlich lange verborgen bleiben. Das aber wissen wir bereits, daß den Süddeutschm, und vor allen ben Baiern, wie von Alters her, bie Rolle beö ersten Angriffs zugebacht ist. Wenn seit 2000 Jahren Rom ober bie Könige von Frankreich gegen Deutschland ins Feld zogen, waren eS ja immer Deutsche, bie alsverlorner Hause" an bie Spitze gestellt wurden I

Während bie geistigen Kugeln voraus schwirren unb in Deutschland Unruhe unb Verwirrung nach Möglichkeit ausgesäet wirb, )ält sich Frankreich einstweilen ruhig beiseite. Sein Werk wirb ja von anbern gethan, unb zwar in einer viel weniger verfänglichen, weniger angreifbaren unb barum viel gefähr- 1 licheren Weise gethan, als wenn es selber i hervorträte. Im letzteren Fall würbe Deutsch- , lanb nicht nur berechtigt sein, fonbetn in ! ben Augen ber Welt berechtigt erscheinen,

Der Kampf um eine Millian.

Roman von Ewald August König.

(Fortsetzung.)

Das wirb mit gewiß gelingen, sagte er, vorausgesetzt, baß der erste Schritt kein Miß­trauen erweckt.

Da merken Sie denn sehr oft Gelegen­heit finden, mit dem Fräulein einige Worte zu reden, den Liebenswürdigen zu spielen, hie und da eine Anspielung fallen zu taffen und in dieser Weise sich die Gunst der jungen Dame zu erwerben.

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Ra, Sie haben das Zeug dazu, sich den jungen Damm angmehm zu machen; Fräu- lein Schindler soll ein sehr lebenslustiges Mädchen fein.

. Da müßte ich also eine Doppelrolle Wien.

Können Sie das nicht?

O doch, doch aber wie verhalte ich mich dem Banquier gegenüber? Er wird meine häufigen Besuche bemerken und deren Zweck zu ^forschen suchm.

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bemerken, die mit eigener Hand an der Zer­störung der kaum gewonnenen Einheit, Macht und Größe arbeiten.Das Werk von 1871 löst sich auf. Die Gestalten der Schöpfung ändern niemals ihre innerste Natur. Wer in der Thürsteherloge geboren ist verträgt nicht die Wohnung im ersten Stock. ... @r wirft sich zur rechten Stunde feist wieder die Treppe hinab."

Bedarf es da noch der Frage, woher der unglückliche verworfene daö gährendeDrachen- gift eingesogen hat, um die Mörderhand gegen den zu erheben, der von dem römisch- französischen Bündniß als der gefürebtefte, als der Mächtigste, angefeindet wird? Gewiß nicht. Doch wie Gott der Allmächtige sicht­bar mit der deutschen Nation war, und sie wieder erstehen ließ, so hat er auch diesmal über dem theueren Leben unseres Reichs­kanzlers gewacht unb wirb es auch fernerhin allen Feinben zum Trotz!

Sburg-

.618.

Ium aif.o P, iS Saft, gr , für ägr., L eute o*

DaS römisch-französische Bündniß

Wer kann noch bezweifeln, baß ber Kriegs­plan fertig ist, unb bie in ben Rheinlanden, h, Rom, in Baiern im Laufe ber letzten Wochen vorgesallenen Ereignisse unter sich im Zusammenhänge stehen unb einem ge­meinsamen Losungsworte entsprungen sinb? Die Katholikenversammlung in Mainz zeigte die Richtung an, inbem sie mit berechneter Unvorsichtigkeit gegen das deutsche Reich ihr Pronunciamento abgab. Hatte ber Papst schon vor längerer Zeit baS bekannteStein­chen" im Rollen gesehen unb ist ber be­greifliche Wunsch ber Franzosen gegen bie Einigung bet Deutschen gerichtet, so war eS doch ber Mainzer Versammlung Vorbe­halten, zum erstenmal auf deutschem Boden die Fahne der Reichsseindlichkeit zu ent­falten. Fast gleichzeitig hiermit würbe in Rom mit bem Papst jenes eigenthümliche Schauspiel, wir dürfen wohl sagen jenes Schauspielerstück ausgeführt, wonach bet festlich geschmückte Greis mit großem Ge­folge sich am Fenster vor einer eigens vor. bereiteten Volksmenge zeigte, um ihr den Segen vorzuenthalten.Befreiet mich, stellet meine weltliche Herrschaft wieder her, bann werbe ich euch segnen." Der britte Schlag erfolgte in Baiern. Wenn die De­monstration in Mainz gewissermaßen das Programm verkündete, bie am Fenster bes Baticans abgespielte Scene aber wohl nur al» eine Scheinbewegung aufzufassen ist, wodurch bie italienische Regierung von bem befürchteten HerauStreten auS ihrer bishe­rigen Jnactivität abgehalten, bie verwirrten Völker mit vagen, unheimlichen Ahnungen erfüllt werben sollen, so trägt ber Vorgang in ber baietischen Kammer wohl schon einen Sei ernsteren Charakter. Die eigentlich prak­tische Action, berjenige Punkt, wo bie bib« lische Phrase voll gekünstelter Unschulb unb Salbung in baS Realpolitische übersetzt, wo baS SBunber also perfect wirb, was beim :

ge- Mai iun

__ Auskunft unb Annahme von Adressen werben 2| Sgr. berechnet.

Holla! fuhr Willens auf. Wie hoch schätzen Sie baS Vermögen?

Eine Million.

Herr, sinb Sie toll? Das wären sünfrig- taufenb Mark! ° 9

Preußische Thaler, Herr Wilkens. Eduard Schindler wird auf zwei Millionen Mark Banco geschätzt.

Unb biefe Summe verlangen Sie für einen einfachen Rath, ben mir Jeder geben konnte r °

_D°nn begreife ich «nicht, baß Sie ihn überhaupt für nöthig hielten, sagte ber Pfand - leijer spottend. Sie sinb boch so klug, wie anbere Leute auch. Uebrigens werben Sie zugeben, baß es weniger mein Rath als meine £ülfe ist, was Sie beanspruchen unb daß '4 voraussichtlich fär oft in bie Lage kommen werbe, Sie mit baaren Fonds unter­stützen zu müssen.

(Fortsetzung folgt.)

boch endlich einmal nach Auffassung der Jesuiten geschehen muß dieser Punkt sollte in Baiern gefunden werben. Der.......BUlK, wulvtll ri

erfte Sturm warb abgeschlagen, aber er wahrnehmen, welchen fremden Zwecken sie wird sich wiederholen. Blicken wir daher gedient haben. Dies alle« wird vermieden dem Feind offen in« Auge. W-S bedeutet wenn Frankreich einstweilen sich ganz ruhig sein Vorgehen? WaS will er? Welches verhält. Inzwischen ist es nicht unthätig Ziel, welche Mittel? , r ~ "

Anzeigen nimmt entgegen: die Expedition d. Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von G. L. Daube & Co. in Frankfurt a. M.; Jäger'sche Buchhandlung in Frankfurt a. M; Jnvalidendank, A. Rete- rneyer in Berlin; Carl Schüß- ler in Hannover; C. Schlotte in Bremen.

Ihm gegenüber find Sie nur der Chef

*** Firma Wilkens u. Collin. Sie werben an ' «er Börse einige Geschäfte machen, welche «ufsehen erregen.

Zum Beispiel?