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JUarÖUtg, Sonnabend, den 6. Juni.

1874

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no<^ bis zur Brust sichtbar, sank aber mit

Sattelgurt jedem Augenblick tiefer, als wenn irgend gewaltsam lein unsichtbares Ungeheuer ihn lebendig in

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Thal er, 12,570,518 558,998 11,986,209 3,442,970 3,024,892 12,384,177 1,458,000 2,274,625 2,794,654

198,567 95,021 70,411

Haler.

7,461,804

426,464 7,274,040 3,393,825 2,654,192 8,847,718 1,299,905 1,899,360 2,617,826

9,430

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fchwerbcgreifliche Verbreitung derselben in Madrid und Paris nochmals ausdrücklich, daß sie ermächtigt ist, die völlige Grund­losigkeit aller jener Ausstreuungen zu ver sichern. Der Bundesraths-Ausschuß be schloß gestern die Einführung deS modifi cirten Wagenraum Systems statt deS gegen: wärtigen Classenfications Systems als ein­heitliches Eisenbahn-Tarif-System.

Dem Vernehmen hiesiger Zeitungen zufolge ist jetzt seitens des Handelsministe­riums für jede Provinz die Errichtung der Stelle eines Fabrck-Znfpectors in Aussicht genommen worden. Dem Fabrik-Jnspector liegt die Aufsicht über die Ausführung der gesetzlichen Bestimmungen bezüglich der Be­schäftigung jugendlicher Arbeiter ob, und steht ihm das Recht der Revision der Fabriken zu. Außerdem ist derselbe zur Wahrnehmung ver fortlaufenden Controle des konzesstons mäßigm Bestandes und Betriebes der im

der Kopf des Unglücklichen sichtbar, sein to.tenbleicheS Gesicht mit den gespenstig stierenden, schon halb gebrochenen Augen und den bebenden Lippen, die einen frucht­losen Hülfcruf oder ein Gebet zu murmeln schienen. Kein Laut von ihm drang bis zu uns. Der Regen strömte und der Wind jagte heulend die fliehenden Wolken vor sich her. Die Pause zwischen den Blitzen dauerte länger als gewöhnlich, und unserer qual­vollen Ungeduld schien die Dunkelheit ewig währen zr wollen. Endlich flammte wieder das weiße Licht und zeigte uns den Wasser­spiegel, aber nichts war mehr sichtbar, keine Spur rjneS menschlichen Wesens, nichts als die blaue, schaumbedeckte Fluth. Wir strengten unsere Augen an, glaubten uns zu täuschen und warteten angstvoll auf ben nächsten Blitz. Er kam, aber zeigte uns nur die weite See und den Himmel Henry Hilton war für immer verschwunden!

Zn meiner qualvollen Spannung hatte ich meine arme Schwester fast vergessen. Ihre Stimme war im Schluchzen gebrochen und sie lag zu meinen Füßen. Als ich aber sah, daß das Grab sich über dem Opfer geschloffen hatte, beugte ich mich nieder, um Emma aufzuheben, und glaubte Anfangs, daß sie ohnmächttg geworden sei. Bald

und Saarbrücker Bahn eine sehr bedeutende, und die westfälische hat kaum ihre Betriebs- Kosten gedeckt.

Bonn, 3. Juni. Wie jüngst veran­staltete Nachforschungen ergeben haben, sind bis jetzt an den höheren Lehranstalten unserer Provinz 64 Lehrer« zum AllkatholiciSmuS übergetreten. Von kaiholischen Gymnasial­oder Real Schul-Directoren hingegen hat sich bisher nur einer, und zwar Dr. Heiler: mann, der Direktor der Essener Realschule, zur altkatholischen Richtung bekannt.

Dre-de«, 4. Juni. Nach demDreSbn. Journ." haben die an dem Tunnelbau bei Eibenstock beschäftigten italienischen Arbeiter gestern Exceffe verübt. Aus Schneeberg wurde in Folge deffen Militär requirirt, welches in der Nacht 56 Italiener verhaftete. Erhebliches ist nicht vorge,allen.

Weimar, 2. Juni. Die von der heu­tigenWeim. Ztg." gemeldete Thüringer Minister - Conferenz in Kösen hat in erster Linie sich mit der Gerichtsorganisation und weiter auch mit Angelegenheiten der Gesammt Universität Jena beschäftigt. Die erste Landes - Synode wird im Juli hier zusam­mentreten. Der LandtagSpräsident Fries trat den 1. Juli sein Amt als Kreisgerichts Direktor in Weida ein; auch noch andere Landtagsabgeordnete sind in andere, bezw höhere Stellen eingerückt, wodurch eine An­zahl Mandate zur Erledigung gekommen sind. Ob die Regierung Ergänzungswahlen ausschreibt oder das neue Wahlgesetz publi cirt und allgemein neu wählen läßt, ist noch nicht entgültig entschieden.

Augsburg, 4. Juni. DieAllgemeine Zeitung meldet: Der vormalige russische Bibliothekar Dr. Pichler wurde gestern in Siegsdorf tobt im Bett vorgefunben.

Straßburg, 3. Juni. Bei dem Fest­mahle, das der gegenwärtig hier befindliche ikönig von Würtemberg der Generalität

Wie«, 2 Juni. Die gestrigen Abend­blätter besprechen kurz die Haltung, welche der österreichische Episkopat den Kirchenge­setzen gegenüber einnehmen werde. DieN. Fr. Pr." schreibt:Mit allen bisher ver­breiteten Nachrichten über eine conciliantere Stimmung der Kurie den konfessionellen Gesetzen gegenüber steht der Briefwechsel zwischen dem österreichischen Episkopate und dem Papste (den das Wiener Diözesanblatt veröffentlicht hat) im schreiendsten Wider­spruche. Die Erklärung der Bischöfe, daß ie das Gesetz über die äußeren Rechtsver­hältnisse der katholischen Kirche nur insofern beobachten würden, als es in der Sache mit dem Concordate übereinstimme, deutet nicht auf Fügsamkeit, sondern ist ein regelrechtes Kriegsmanifest. Allerdings darf nicht außer Acht gelaffeu werden, daß das episkopale Schreibe» vom März b. I. batirt und baß settbem ein Umschwung in ber römischen Politik denkbar ist; aber daß dieser Brief­wechsel in dem kirchlichen Verordnungsblatt gewissermaßen als geistlicher Commentar zu-

find. In Rücksicht auf diese Thatsache kann man sich nun auch nicht wundern, wenn die Jndep. Belge die Neutralität Belgiens un­gefähr als ein vorwiegendes Interesse Deutsch­lands darstellt und naiv genug ist glauben machen zu wollen, als wenn Frankreich das unschuldige Lamm sei, von Deutschland be­droht und der aufopfernde Beschützer der belgischen Neutralität! Mit dieser Auffaffung wird das Blatt allerdings sicher fein, feine Pariser Aktionäre zu befriedigen, in der übrigen politischen Welt dürfte es aber da­mit wenig Zustimmung finden. Die Aus­schüsse für Handel und Verkehr und für Eisenbahn, Poft- und Telegraphcnwesen haben in ihrem Gutachten über die Erhöhung der Eisenbahntarife dem BundeSrath ihre Vor­schläge unterbreitet. Unter diesen sind her vvrzuhebm: 1. gegen eine mäßige Erhöhung der Eisenbahn-Fracht-Tarife biö zu einem DnrchfchnittSsatz von 20 pCt. ist vom Stand­punkt deS Reichs nichts zu erinnern. 2. Die interimistische Erhöhung der bestehenden Guter Fracht-Tarife ist zulässig unter Aus schirrß der für Kartoffeln, Getreide, Salz, Mehl, Hülsenfrüchte, Mühlenfabrikate be­stehende Tarifsätze, 3. für Salz und Kartoffeln soll der niedrigste Tarif ange« »endet werden; für Getreide, Mehl, Hülsen- srüchte und Mühlenfabrikate soll diejenige Tarifclaffe gelten, welche der jetzt angewende- tm niedrigsten am nächsten steht. Nach fünf Jahren soll eine Revision deS Tarifs Vorbehalten fein. Auch der Ausschuß für Zoll- und Steuerwesen hat dem BundeSrath feinen Bericht zur weiteren Ausführung der Bestimmungen zur Zoll-Tarif-Novelle von I 1873 vorgelegt.

4. Juni. DieNordd. Allg. Ztg." ' »Kderholt, obwohl sie die Gerüchte über 1 deutsche Absichten auf Spanien keines De- , »entis werth hält, mit Rücksicht auf die i

baS Grab hinabzöge, währenb von hinten bie unerbittliche Fluth triumphirenb heran- drängte, ihre schäumenden Wellen über den

Anzeigen nimmt entgegen: die Expedition B. Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von G. L. Daube & Co. in Frankfurt a. M.; Jäger'schx Buchhandlung in Frankfurt a. M ; Jnvalibenbank, A. Rete- meyer in Berlin; Carl Schilß- let in Hannover; C. Schlotte in Bremen.

8 16 der Gewerbe-Ordnung bezeichneten Anlagen befugt.

und dem OsficiercorpS gab, brachte er olgenben Toast aus:Unserem geliebten Kaiser Wilhelm ein breimaligeS Hoch!"

Mülhausen 2. Juni. Nicht weniger denn 58 Nainralisationsgesuche sind dem (iefigen Gemeinderath in einer feiner letzten Sitzungen vorgelegt worden. Diese Gesuche waten sämmtlich von Elsässern, welche in Folge der Option das Land verlaffen haben und seitdem wieder zurückgekehrt sind.

Metz, 2. Juni. Ueber projectirte topo­graphische und geognostische Vermmeffungen

Summe: 50,859,048 35,943,040

Der Ueberschuß betiägt 14,916,007 Thlr. AuS dieser Nachweisung erhellt, daß zwar der von dem Etat für 1873 vorgesehene Ueberschuß erreicht worden ist, daß aber bereits 6 von ben 12 Staats Bahnen zum Stillstand in der Rentabilität gelangt, bezw. m entschiedenen Rückgänge begriffen stnv. Von den drei wichtigsten Bahnen hat die niederschlesisch-märkische eine sehr bedeutende, die Ostbahn, trotz ansehnlicher Transport- Zunahme, nur eine geringe Ueberschuß Ver­mehrung, während die hannoverschen Staats­bahnen den Etat nicht ganz erreichten. Da­gegen ist die Abnahme des UeberschuffeS bei 6er Main-Weser-, SRaffauer, Bebra-Hanauer

Hebet die Dime«.

(Schluß.)

Ich antwortete irgend etwas, um ihre Verzweiflung zu mäßigen und ihr Muth kiuzufiößen , als die Knaben, welche seine Bewegungen mit der größten Spannung beobachteten, in ein Jubelgeschrei ausbrachen.

im Reichslande schreibt dieZtg. f. L.": Die große Karte von Frankreich, welche aus dem Anfänge der dreißiger Jahre stammt, ist bezüglich der Ortszeichnung sehr mangel­haft und auch sonst nur für Eisenbahnen und einige Hauptstraßen durch neuere Ein­tragungen ergänzt. DieS kann aber weder dem jetzigen Stande der Wiffenschaft, noch den Anforderungen des Militärs und der Civilvcrwaltung genügen, und deßhalb ist es nothwendig, daß unter Benutzung deS schon Vorhandenen eine neue topographische Karte Elsaß-Lothringens entworfen werde. Um eine solche herzustellen, wird nun zuerst zu einer neuen Triangulirung, als Grund­lage für die richtige Vermessung und Re­vision derselben geschritten, und ist soeben an die Gemeinden Auftrag gegeben, den damit beauftragten Osficieren bei der Be­stimmung der Signale, Besteigung der Kirch- thürme u. bergt, entgegenkommenb an bie Hanb zu gehen unb so baS Geschäft zu er­leichtern. Auch zur Entwerfung einer geog- nostischen Karte wirb alsbalb geschritten werden, unb es sollen basür entsprechmbe Vorarbeiten gemacht werben, denn es sind leider nicht über das ganze Land so vor­treffliche Vorarbeiten vorhanden, wie von Jacquot und Terquem über das ehemalige Mosel-Departement

AuSland.

Deutsches «eich.

»» Berlin, 3. Juni. Nach langem Besinnen hat auch dieJndepend. Belge" fich über die ihr nahe liegende Frage der Neutralität Belgiens ausgesprochen, in einer Weise jedoch, daß man versucht sein möchte, daS Blatt nicht für ein Organ der Interessen Belgiens, sondern Frankreichs zu halten; ganz an die Haltung zur Zeit deS deutsch französischen Kriegs erinnernd. In der Thal ist ja auch damals zur Klarheit ge kommen, daß die Hauptaktionäre sowohl wie die Mitglieder der Redaktion Franzosen

ns iS ordn hin- heim

Niederschl.-Märk.

Verbindungb. zu Berlin Ostbahn

Westtälische Saarbrücker Hannoverische Bebra-Hanauer Nassauische Main-Weser Alain-Neckar i iranisurl-Offenbacher . zeppens-Oldenburger

»Bravo! Jetzt kann er galoppiretr!" riefen n*-Et ist auf festem Boden! Mr. Hilton $ gerettet! Die Fluch erreicht ihn nicht wehr! Hurrah l"

Allein der Freuderuf verstummte schnell Wieder auf ihren jugendlichen Lippen, als >i>s brave Pferd mit einem furchtbaren Sturze buchend schnaubend bis an den CJW.'Ö___'

fich einen Augenblick gewaltsam Weber hob, aber dann mit jeder Anstrengung Mtt und tiefer in den jähen Flugsand hinab während sein Wiehern sich in jenen ^isetzlichen Angstschrei verwandelte, den man 8aL®*|f den Schlachtfeldern zu hören pflegt.

Dir riefen Hilton zu, sich au» dem Sattel 886 flach auf den verrätherischen Boden werfen, weil eS das einzige RettungS- Wttel war, allein er hörte uns wahrscheinlich W, denn der Donner rollte furchtbar, 8itb gleichzeitig nahm die Dunkeheit so schnell in solchem Grade zu, daß wir den ^glücklichen nur beim Leuchten der Blitze

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Anzeigen nimmt entgegen: »je Expedition d. Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Th. Dietrich & Co. in Jtoffd und Hannover; Th. Dietrich in Frankfurt a. M.; Laasenstein & Vogler in Aankfurt a. M., Berlin, Leip- jig, Mn rc.; Rudolf Moss, in Berlin, Frankfurt a. M. rc.

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Sand schleuderte unb allmählig bis auf wenige Schritte ber Stelle nahe kam, wo Henry fich in diesem hilflosen Zustande befand.

Wieder ein Blitz! Schlangenartig kroch eine Schaumwelle heran, erreichte Henry, floß über ihn hin und strömte weiter dem Ufer zu, worauf Welle auf Welle folgte und das Wasser in dem Maße stieg, wie der Flugsand ihn hinab zog. ES reichte jetzt bis an seine Schultern, und bei dem

Der Abschluß ber Zusammenstellung ber Betriebs Ergebnisse der preußischen Staats« Eisenbahnen im Jahre 1873 ergibt mit Weglassung der Silbergroschen und Pfennige nachstehende Einnahmen unb Ausgaben:

Einnahme: Ausgabe:

jedoch drängte sich mir eine traurigere Wahrheit auf, unb beim Scheine ber Wa- genlaiernen erkannte ich bie untrüglichen Zeichen eine« neuen Unglücks. DaS weiße Taschentuch, welches sie so lange in der Lust hatte wehen laffen, war jetzt auf ihren Mund gedrückt und von den Tropfen roch gefärbt, die unaufhaltsam aus ihrem Halse drangen unb auf bas weiße Kleid unb bie bleiche, kleine Hand herabfielen.

Der Anblick jener gräßlichen Sttfle war furchtbar für ihre schwache Gesundheit gewesen, unb währenb ber namenlose Schmerz ihre Brust zerriß, war ein Blutgefäß ge« forungen. Sie sprach kein Wort mehr und lag, ehe AvrancheS erreicht wurde, atSjeine Leiche in meinen Armen.

An dem Tage, welcher sie mit Demjenigen verbinden sollte, ben sie zu sehr geliebt hatte, um sein schreckliches Ende überleben zu können, legten wir sie in bie letzte Ruhestatt.

Der Flußkrebs und seine Bervandte».

(Fottsetzung.)

Uebrigen« ist ber Krebs burch sein Ver- mögen, sich zu häuten, vielen über ihm stehenben Gliederthieren gegenüber im Vor- tljeil, denn bie alljährliche Häutung gestattet ihm, zu wachsen, ja sogar, wenn ihn nicht früher irgenb ein fürwitziger Junge den

Emmas Verzweiflung war grenzenlos, j Scheine des nächsten Blitzes war nur noch Zn ihrem wilden Schmerze machte sie uns > der Kovs des Unalüekii^-n r.;

bie bittersten Vorwürfe, baß wir ihn vor unfern Augen umkommen ließen, ohne ihm Beistanb zu leisten. Allein Hülfe war hier nicht möglich, wir konnten nur müßige Zuschauer beffeit sein, was zu verhinbern nicht in unserer Macht stand. Bei jedem flüchtigen Blitze konnten wir sehen, daß das Pferd tiefer und tiefer sank. Der feuchte Sand reichte jetzt dem Thiere bis an den Hals, noch wenige Momente, und es war gänzlich verschwunden. Nur der Reiter war

Erscheint täglich außer den Mittagen nach Sonn- und Feiettagen. Preis für daS Quartal durch bie Expedition (Koch'sche Buchdruckereil helöäen 224 Bar , -- -

l-k-l. Bestellgebühr und incl. Stempelsteuer) für bas Ausland excl. Stempel 22 Sgr - JnskrtionsgZühr für die Xkm3eiIe'T'sa?td Wämter 27 _______ ___________ ____________ 3^r in ber Expedition zu ettheilenbe Auskunft unb Annahme von Abreffen werben 2j Sgr. berechnet.