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listen nicht gehindert, sich südlich'von Bilbao in nächster Nähe der Stadt am Viaduct der Eisenbahn niederzulassen und ihre $or- posten bis 'dicht an die erste Vertheidungs- linie anszudehncn Es geht in diesem Kriege ähnlich wie bei der Rebhuhnjagd in Ge« birgsgegenden. Hat man auf eine Kette ge schossen, so ist sie flugs über den nächsten Hügel hinweg, und Niemand weiß, wo sie geblieben. Die Spionage ist hier schwieriger als in FeindeSlaud, und zur Verfolgung V eeg Feindes, um Fühlung mit demselben zu behallen, ist die Cavallerie der Republikaner nicht zahlreich genug. So kommt es, daß das Oberkommando über die Richtung,
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ivellf die cartlstischen L>treitkräste eingeschlagen haben, ganz im Unklaren ist und dem zufolge noch keinen bestimmten Opera- tionsplan entworfen hat. Womit aber nicht gesagt sein soll, daß man bei größerer Energie nicht viel rascher und vollständiger mit den Meuterern ausräumen könnte.
Amsterdam, 12. Ma'. Das 25jährige Regierungsjubilium wurde heute durch eine Feier in der neuen Kirche begangen, wohin sich der König um 10 Uhr in Begleitung der königl. Familie und der Großherzogin von Sachsen-Weimar begeben hatte. Dort nahm der König in Gegenwart der Minister, des diplomatischen Corps, der Generalstaaten, der Behörden und der Kammern die Huldigungen und Glückwünsche der Vertreter der Nation und der Deputationen entgegen. Die Generalstaaten überreichten Adresien, worauf der König feinen Dank für die Beweise der Liebe und Anhänglichkeit der Nation aussprach. Der Bürgermeister von Amsterdam übergab als National- Gcschenk den Betrag einer Nationalsub seription, den der König zum Besten der Invaliden und Veteranen der Armee und der Marine bestimmte.
Newyork, 11. Mai. Die RegierungS Truppen haben den Parteikämpfen in Ar kansaS ein Ende gemacht. — Die Eindeichungen des Mississippi sind neuerdings durch Ueberschwemmungen abermals beschädigt worden.
Fulda, 12. Mai. Der mit den Vorarbeiten für die projectirte Fulda-Meininger Eisenbahn beauftragte Baumeister Herr von Brand aus Berlin besuchte am 9. d. M. die hiesigen Comitö-Mitglieder und stattete Bericht darüber ab, daß die speciellen Vorarbeiten in der Rhön soeben beendet worden seien, welche in einigen Wochen dem Comitö zur Uebermittetung und Genehmigung an die betreffenden Regierungen übergeben wer- den sollen. Die Ingenieure gehen also jetzt erst aus der Rhön ab und wenn man von Geisa auS früher berichtete, daß die Arbeit eingestellt und die Ingenieure entlasten seien, so konnten damit nur zwei früher aus andern Gründm entlaßene Ingenieure gemeint fein, welche deshalb dem Unternehmen nicht mehr hold fein sollen. Die neue Linie berührt folgende Gemarkungen: Fulda, Künzell, Wissels, Böckels, Dipperz, (Thiergarten), Kleinsasten, Elters, SteenS, Dörmbach, Eckweisbach, Hilders, Simmershausen, Oberweid, Kaltensundheim, Ober- und Unter- Katz, Rippershausen, Melkers und Meiningen. ~ ES scheint nun außer allem Zweifel zu liegen, daß sobald sich die Geldverhält- niste, welche jetzt allen Unternehmungen hemmend in den Weg treten, einigermaßen grbestert haben, daS Projekt zur Asuführung kommt. (F. Kr.)
Hana«, 12. Mai. Am Sonntage feierte der hiesige Verein der Schuhmachermeister sein erste« Stiftungsfest durch ein Festmahl und nachherigen Ausflug nach dem schönen Wilhelmsbad. Die Vereine von Frankfurt, Dffendach, Gelnhausen und Seligenstadt waren dabei zahlreich betheiligt. Als be- serkenswerth hierzu ist die Miitheilung, daß die Hanauer Schuhmacher auch in der Ausstellung von Schuhwaaren bei dem zu Pfingsten in Berlin stattfindenden allge- weinen deutschen Schuhmacher-Congreß mit hervorragenden Leistungen vertreten sein Werden. (Fr. A.)
Bm Landtag.
Berlin, 12. Mai.
Herrenhaus. Das Mennonitengesetz A>d die Vorlage über Einführung der Kreis Ordnung in den Grafschaften Wernigerode und Stolberg wurde in heutiger Sitzung angenommen. Morgen findet die Berathung dn beiden kirchenpolitischen Gesetze statt.
Abgeordnetenhaus. In der heutigen (64.) Sitzung nahm das Haus in dritte, Lesung alle gestern in zweiter Lesung debat- tirten Gesetze an und ertheilte die zur Verwaltung der Staatsschulden pro 1872 nach gesuchte Decharge. Ferner wurden in erster und zweiter Lesung die Vorlagen über das hannover'sche Höferccht und Regelung der Wasserlauf - Abgaben im Regierungsbezirk Wiesbaden angenommen. Hierauf folgt die erste und zweite Lesung des Gesetzentwurfs betreffs Uebernahme der ZinSgarantie Seitens des Staates für 5 Millionen Prioritäten der Berliner Nordbahn. Lasker erklärt sich in längerer Rede gegen die Vorlage. Die Nordbahn gehöre zu den allerhäßlichsten Gründungen. Die schlechte Eisenbahnwirth- schaft sei das Grundübel der socialen Uebel der Neuzeit. Der Staat dürfe solche Unternehmen nicht stützen; es gebe andere Mittel, der betreffenden Provinz aufzuhelfen. Der Handelsminister versichert, die Regierung theile die Empfindungen über die Mängel der Eisenbahnverwaltung und habe in der letzten Zeit genugsam das Bestreben bekundet, denselben abzuhelfen. Die Regierung müsse aber die wirthschaftlichen Interessen des Landes in's Auge fasten. Die Retrospektionen der Betrachtungen Lasker's kämen nicht in Betracht. Es fei möglich, daß daS Bahnunternehmen Anfangs luftig gewesen sei, daraus hätten sich aber reale Verhältnisse entwickelt, die Beachtung erheischen. Die Verbindung der bei dem Bauunternehmen in Frage kommenden Städte sei seit 30 Jahren angebahnt. Im letzten Herbst habe die Gesellschaft eine Prioritäts- Anleihe gefordert, der Staat habe die Forderung zugesagt, weil er die Nützlichkeit des Unternehmens anerkannte und eine andere Garantie nicht zu erlangen war. Wir stehen am Abschlüsse einer Zeit, die vielfach wirthschaftlichen Verfall herbeiführte. Der Staat kann sich da nicht überall abwehrend verhalten, sondern muß hier und da helfend einschreiten, um den Uebergang zu reelleren Zeiten zu vermitteln und die Schmerzen der Vergangenheit zu mildern. Der Minister weist darauf hin, daß auch andere Staaten diesen Standpunkt theilten und hebt hervor, daß eine präjudicielle Wirkung der jetzigen StaatShülfe nicht abzusehen und finanzielle Nachtheile für den Staat nicht zu befürchten seien. Die Regierung werde schließlich doch eintreten muffen, wenn das Unternehmen zerfalle, deshalb sei eS gerathen, zeitig einzugreifen. Die Vergangenheit des Unternehmens fei für die Frage der Zweckmäßigkeit und Nothwendigkeit für die bezüglichen LandeStheiie nicht maßgebend. Der Minister weist ferner auf die der Regierung vertragsmäßig zustehende Gesammtkontrole und auf die dem Staate gewährte Sicherheit hin und hebt hervor, der Vertrag fei, wenn diesbezügliche Zweifel bestanden, abände rungSfähig. Er empfiehlt die Vorlage zur Annahme und schließt: „Wir machen uns dadurch nicht zu Mitschuldigen der Bergan genheit, wir helfen der Gegenwart." Nach Schließung der Generaldiskusfion wurde ein von Windthorst eingebrachter Antrag auf Ueberweisung der Nordbahnvorlage an eine Commission, ebenso ein von Wagner gestellter Verbesterungsantrag, endlich §. 1 und damit das ganze Gesetz in namentlicher Abstimmung mit 257 gegen 84 Stimmen abgelehnt. Dafür stimmte nur die Rechte und ein Theil deö Centrums.
Vermischtes.
— [Univ.-Nachr.j An der Universität zu Rostock sind der außerordentliche Profeffor der Rechte an der Universität zu Heidelberg, Dr. jur. Siegfried Brie zum ordentlichen Profeffor der Rechte, und der Subrektor und Profeffor am Gymnasium zu Husum, Dr. ph. Heinrich Friedrich Ludwig M a t t h»e s e n zum ordentlichen Profeffor der Physik ernannt worden.
— Königsb crg. Aus der Provinz Preußen berichtet die „Lehrerzeitung" von einem seltenen Jubiläum, das im Dorfe Eggersdorf am 30. März gefeiert wurde Seit hundert Jahren befindet sich nämlich das Lehramt in einer Familie. Der erste Lehrer Seifige wurde am 30. März 1774 als Kantor, und Lehrer angestellt. Ihm folgte sein jüngster Sohn Friedrich Seifige. Bei dessen Abgang im Jahre 1813 übernahm sein älterer Bruder daS Amt und lehrte bis 1848. Ihm folgte fein Sohn Julius, der heute noch thätig ist.
— (Leichenraub.) Das „Tagebl." von Gotha berichtet unter dem 1. d. M.: Bei Betreten des hiesigen alten Kirchhofes wurde
gestern ein Herr durch einen pestilenzartigen Geruch welcher aus einem mit grünen Jalousien verwahrten Gewölbe herausströmte, dazu bewogen, letzteres näher in Augenschein zu nehmen, wobei ihm die weit offenstehende Thür zu Statten kam. Bei näherer Betrachtung nun bot sich dem Herrn ein ab scheulicher Anblick. Ein ziemlich neuer Sarg war weit geöffnet und dessen bisheriger Inhalt, ein gut erhaltener männlicher Kadaver, lag ca 4 bis 5 Fuß davon entfernt zwischen alten Sargdeckeln ausgestreckt, unmittelbar daneben sah aus diesem Chaos ein zweiter geöffneter Sarg hervor, aus welchem eine ganz verweste Masse dem entsetzten Beobachter entgegenstarrte; ein dritter Leichnam lag zwischen diesen Särgen. Im Gewölbe stand eine nach dem Eingänge zu gelehnte Leiter. Offenbar liegt ein abscheulicher Leichen raub vor.
— Der Geh. Commerzienrath Krupp in Essen bezahlte seither 7200 Thaler Einkommensteuer; jetzt ist derselbe zu einem Sleuerbetrage von 54,400 Thlr. veranlagt worden.
N e w y o r k. Großes Aufsehen erregte die Entdeckung eines Versuches der Beschwinde lung einer newyorker Lebensversicherungs- Gesellschaft. Die Schwindler sind Deutsche und als Hauptakteur erscheint ein Dr. Uhling Der Hergang ist in gedrängter Kürze folgender : Dr. Uhling ließ sich und seine Braut, ein deutsches Mädchen, Louise Germs, auf die Summe von 10,000 Doll, in eine Lebensversicherung aufnehmen mit der Bedingung, daß nach dem Tode des einen dem überlebenden Theile dieser Betrag ausbezahlt werden solle. Es geschah bald hernach, daß Louise krank wurde, und der besorgte Doktor nahm sie zur befferen Pflege in sein HauS auf. Aber alle Aufopferung und Hingabe an feine theure Louise und selbst die Berufung eines weiteren Arztes an das Krankenbett der Geliebten blieben erfolglos. Louise starb und ward begraben. Der Doktor schien sich über seinen herben Verlust kaum faffen zu können, vergaß aber dabei nicht die 10,000 Doll., die nun für ihn bei der LebenSver sicherungs - Gesellschaft zu erheben waren. Dem LebenSverstcherungs-Agenten schien das lebensfrische Mädchen aber doch gar zu früh in's Grab gegangen zu sein, und da Vergiftungen im Familienleben der Vereinigten Staaten eine nicht seltene Rolle spielen, so lenkte sich sein Verdacht, zumal der Doktor sich in verschiedenen Widersprüchen verfing, auf eine Vergiftung. Der Sarg wurde aufgebrochen und nach der Morgue gebracht zur Untersuchung der Leiche und zur Erhebung, ob der Doktor seine Louise nicht vergiftet habe. Der Sarg wurde geöffnet, doch siehe, der Leichnam Louisens fand sich nicht, wohl aber 19 Backsteine, in deutsche Zeitungen wohl ein» gepackt. Der weitere Akt des Sensationsstücks spielt jetzt vor den Gerichten.
Telegraphische Depeschen der Odeehesfischen Zeiinng.
Pefi, 12. Mai. In einer Conferenz der Deakpartei erklärte der Finanzminister, er werde demnächst die Ermächtigung zum Abschlüsse der zweiten Hälfte des Anlehens der 175 Millionen nachsucheu.
Versailles, 12. Mai. In der heutigen Sitzung der Nationalversammlung kam ein Brief Piccons zur Verlesung, worin dieser seine Demission als Deputirter anzeigt und den Inhalt der von ihm in Nizza gehaltenen Rede, bereit Wortlaut die Journale falsch wicbergegeben hätten, bargelegt. Er habe nur gesagt: wenn die Rückkehr Nizza's zu Italien möglich wäre, würde sie nur durch einen frei vereinbarten Vertrag erfolgen können. Beauregard, Deputirter für Savoyen , protestirte gegen die separatistische Erklärung, Piccon'S; ganz Savoyen habe sich in dem Rufe: „Es lebe Frankreich I" vereinigt. Der Zwischenfall war damit er lebigt. Morgen findet die Wahl des Bureaus der Nationalverfammlung statt.
Pari-, 12. Mai, Abends. Auf dem Boulevard wurden gehandelt: Anleihe von 1872 zu 94. 68, Türken zu 46. 70, Spanier, auswärtige Schuld, zu 19Wie angeboten.
Madrid, 12. Mai. Die Zersprengung der Carlistenbande des BandenchefS Azua- wird bestätigt.
Amsterdam, 12. Mai. Der Kaiser von Rußland ist heute gegen 1 Uhr hier
eingetroffen, begleitet vom Prinzen Heinrich, der bis zur Grenze entgegengereift war. Der Kaiser wurde am Bahnhofe vom Könige und den königlichen Prinzen empfangen und fuhr in deren Begleitung von bin lebhaftsten Kundgebungen der Bevölkerung begrüßt, nach dem Palais. Der Kaiser wird 4 Uhr 20 Minuten wieder abreisen und vom Prinzen" von Oranien biS zur Landesgrenze begleitet werden. — Zur Feier des Regierungsjubiläums des Königs giebt der Municipalrath im Jndustriepalast ein großes Diner. Heute Abend ist allgemeine Illumination.
Telegraphische EourS- und Marktberichte.
Frankfurt a. M., 13. Mai. (Schluß- Course.) Staatsbahn. Aktien 3331, Elisabeth 2091, Galizier 256%, Lombarden 1461, Nordwestbahn 1901, Creditactien 226%, Silberrente 67, Papierrente -, 1860t Loose 98k Nationalbank 1017, Spanier 18%.
Berlin, 13. Mai. (Schlußcourse). Creditactien 129%, Staatsbahn 191, Lombarden 83k Amerik. 99%.
Für Hausfrauen.
Dr. R. Franz macht im Polyt. Notizblatt besonders auf die Kaffeeverfälschungen aufmerksam, wie sie jetzt allgemein vorkommen.
Da bei Beurtheilung des Kaffee's besonderer Werth auf die grüne Farbe der Bohnen gelegt wird, so sucht man sie denselben, da wo sie von Natur aus nicht vorhanden ist, künstlich zu geben. Leider wird dazu aber eine Kupfer enthaltende, also giftige Farbe benutzt und das Geschäft in den Hafenstädten förmlich im Großen betrieben, ähnlich wie es bet den Theesorten schon lange der Fall ist. Will man sich hinsichtlich der Reinheit seiner Kaffeebohnen einigermaßen sicher stellen, so thut man am besten, dieselben, nachdem sie verlesen, mit heißem Wasser zu übergießen, zu trocknen und bann erst zu rösten. Die Kaffeebohne verliert durch eine solche Behandlung nicht an Werth, da die eigentlich wirksamen Be- standtheile erst durch das Rösten zur vollen Entwicklung gelangen. Aber selbst wenn giftige Farbstoffe nicht zu befürchten sind, empfiehlt schon die Liebe zur Sauberkeit, den durch so viele Hände gegangenen Kaffee einer so wenig mühevollen Wäsche zu unterwerfen. Die anhängenden fremden Stoffe werden durch das Rösten den Bohnen erst recht einoerlcibt und müssen, ganz abgesehen von den nachtheiligen Wirkungen auf den menschlichen Organismus, sofern es Giftstoffe sind, in jedem Falle den Geschmack in äußerst unerwünschter Weise beeinflussen.
Weniger gefährlichen Verfälschungen ist der gebrannte und gemahlene Kaffee ausgesetzt, dem man häufig den schon einmal benutzten Kaffee (Kaffeesatz) und Cichorie beimengt, allerdings unschädliche Stoffe, für die man aber doch sein Geld umsonst hinaus- wirst. Ein Zusatz von Cichorien ist leicht daran zu erkennen, daß aufgegoffeneS kaltes Wasser als braune Brühe abläuft, während es von ieinem Kaffee nicht gefärbt wird. Die alleinige Beimengung von Kaffeesatz läßt sich jedoch nur an der geringeren Schmackhaftigkeit der leicht zerbröckelnden Stückchen erkennen.
Die übrigen Kaffcesorten, wie der sogen. Homöopathische Kaffee, der deutsche Kaffee u. s. w. können alle auf diesen Namen keinen Anspruch machen, denn von eigentlichen Befiandlheilen des Kaffees findet sich keine Spur darin, ebensowenig kann ihre Wirkung eine heilsame genannt werden. Zu bereit Herstellung müssen Roggen, Cichorien, Mohrrüben, Runkelrüben, Gerste rc, ja sogar gepulverter Boli«, Sanbkörner und Ziegel- mehl dienen, da behält man lieber fein Geld in der Tasche und röstet sich Eicheln, Gerste ober Roggen selbst, man weiß bann doch wenigstens, welches Gebräu man unter dem Namen „Kaffee" genießt.
Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß heule Morgen 8V2 Uhr unsere liebe Tochter und Schwester,
Anna Kossermann, nach achtwöchentlichern Kranksein im Alter von 20 Jahren sanft dem Herrn entschlafen ist.
Marburg, den 13. Mai 1874.
Die Hinterbliebenen.
Die Beerdigung findet Freitag Nachmittag 4 Uhr statt. [4203