schleunigst anderweit zu besetzen. Bestätigt sich dieS, so ist das momentum criticum auch im BiSthum Fulda eingetreten, und Herr Hahne hat Gelegenheit, seine Stellung zu den Maigesetzen jetzt durch die Thal kund zu geben. — Entgegen der Entschließung der Kronanwaltschast zu Hannover hat die Staatsanwaltschaft zu Rotenburg die Einleitung einer Klage wegen Publikation der „Oeffenllichen Erklärung" der Protest- Pastoren in Niederhessen abgelehnt.
Berlin, 25. April.
XkichSt«,.
In der heutigen (41.) Sitzung wurde die dritte Berathung des Preßgesetzes fortgesetzt und nach langen Debatten § 24 in folgender Fassung angenommen: der gestern bereits diskutirte Zusatz von Marquardsen, daß der Redakteur, Verleger, Drucker und Verbreiter, soweit sie nicht als Thäter oder Theilnehmer zu bestrafen sind, wegen Fahrlässigkeit mit Geldstrafe oder Haft zu bestrafen sind, wurde definitiv genehmigt, jedoch mit folgendem, von dem preußischen Justiz- miiiister und dem Präsidenten Delbrück leb- hast bekämpften Zusatz, über den sich die Parteien seit gestern verständigt hatten: „wenn sie nicht die Anwendung der pflicht- mäßigen Sorgfalt oder Umstände nachweisen, welche diese Anwendung unmöglich gemacht haben". Im Hause erfuhr man indessen bald, daß der Justizminister sich nachträglich mit diesem Zusatz versöhnt oder ihn wenigstens acceptirt hat. — Fast ohne Debatte wurde der Beschlagnahme-Paragraph (§. 26) mit der von Marquardsen und Genossen hinzugesügten Ziffer 3 angenommen, so daß er lautet: „Eine Beschlagnahme von Druckschriften ohne richterliche Anordnung findet nur statt: 1) wenn eine Druckschrift den Vorschriften der §§. 6 und 7 nicht entspricht oder den Vorschriften des 16 zuwider verbreitet^ wird; 2) wenn durch eine Druckschrift einem auf Grund des § 17 dieses Gesetzes erlassenen Verbot zuwider gehandelt wird; 3) wenn der Inhalt einer Druckschrift den Thalbestand einer der kn den §8 85, 95, 111, 130 oder 184 des Deutschen Strafgesetzbuches mit Strafe bedrohten Handlungen begründet, in den Fällen der §. 111 und 130 jedoch nur dann, wenn dringende Gefahr besteht, daß bei Verzögerung der Beschlagnahme die Aufforderung oder Anreizung ein Verbrechen oder Vergehen unmittelbar zur Folge haben würde". Die §§- 27—32 werden ohne Debatte angenommen. — Bei §. 33 werden auf den Antrag der Abgg. Marquardsen und Genoffen statt deS Absatzes 2. folgende Absätze eingefügt: „DaS Recht der Landes gesetzgebung, Vorschriften über das öffentliche Anschlägen, Anheften, AuSstellen sowie die öffentliche unentgeltliche Vertheilung von Bekanntmachungen, Placaden und Aufrufen zu erlasfen, wird durch dieses Gesetz nicht berührt. Daffelbe gilt von den Vorschriften der LandcSgesetze über Abgabe von Freiexemplaren an Bibliotheken und öffentliche Sammlungen". Im Uebrigen wird § 33 unverändert genehmigt. — Bei §. 34 beantragt Abg. Reichensperger (Crefeld), den PaffnS: „Die Einführung dieses Gesetzes in Eifaß-Lothringen bleibt einem besonderen Gesetze vorbehalten", zu streichen. Staatsminister Delbrück erklärt, daß die Ausdehnung dieses Gesetzes auf Elsaß-Lothringen nicht einmal möglich sein würde, wofern in demselben auf Gesetze Bezug genommen werde, die Elsaß-Lothringen gar nicht berühren. Im Uebrigen würde der Bundesrath dem Preßgesetz widersprochen haben, wenn daffelbe zugleich auf Elsaß-Lothringen ausgedehnt worden wäre; der Bundesrath werde daher der von dem Vorredner bean fragten Streichung nicht zustimmen. §. 34 wird hierauf unverändert genehmigt. — Die Commission hat noch folgende Resolution beschloffen: der Reichstag wolle beschließen: „den Bundesrath aufzufordern, in den Ent- Wurf des Gesetzes, das Verfahren in Straf- sachm betreffend, eine dahingehende Bestimmung aufzunehmen, daß über die durch die Presse begangenen Verbrechen und von Amts wegen zu verfolgenden Verbrechen die Schwurgerichte aburcheilen". Die Resolution wird nach Ablehnung eines Antrages des Abg. Dr. Beseler auf motivirte Tagesordnung bei Zählung mit 164 gegen 119 Stimmen angenommen, die Abstimmung über das ganze Gesetz aber ausgesetzt. Es folgt 2. dritte Berathung des Gesetzentwurfs, bett.
die^ Erwerbung eines Dienstgebäudes für das ReichS-Eifenbahn Amt. Der Gesetzentwurf wird ohne Debatte definitiv angenommen. — 3. Dritte Berathung des Gesetzentwurfs betr. die Verhinderung der unbefugten Ausübung von Kirchenämtern, deffen einzelne Paragraphen nach längerer Debatte unverändert angenommen werden. Bei der darauf folgenden Schlußabstimmung über das Preßgesetz wird dieses gegen die Stimmen der Socialdemokraten und der Abgg. Sonnemann, Kryger, Ewald, Adelebsen und Nieper angenommen. Bei der hierauf vorgenommenen namentlichen Schluß- abstimmung über das Kirchendienergesetz wird dieses mit 214 gegen 108 Stimmen angenommen. Heute Abend findet eine Sitzung zur Wahl der ReichSschulden- Commission statt
In der Abendsitzung wurden zunächst auf den Antrag Windthorst'S die Abgg. Friedenthal, Benda und Hagen per Acclamation zu Mitgliedern der Reichsschnldencommission gewählt. Es folgte der VerwaltuitgSberichl über Elsaß»Lothringen. Simonis kritistrte denselben in einftünbiger Rede. BuudeScom miffar Herzog widerlegte die Vorwürfe Simonis und vertheidigte die Maßregeln der Regierung, namentlich bezüglich der Ausweisungen: die Regierung habe der Agi- tationSpartei energisch entgegentreten müssen. Redner wieS ferner nach, daß die ReichSre- gierung die übernommenen Steuern weder erhöht noch vermindert habe, wo thnnlich feien Erleichterungen gewährt worden. Hier auf wurde ein Antrag auf Schluß angenommen und beschloffen, daß durch Vorlegung des Verwaltungsberichtes den Bestimmungen des Gesetzes genügt sei. Ein Ab- theilungsbericht über Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen wird dem Reichskanzler behufs Vermeidung der bezeichneten Vorkommnisse überwiesen. Delbrück verliest dann eine kai serliche Botschaft, wonach der Kaiser morgen Nachmittags 1 Uhr den Reichstag schließt. Präsident v. Forckenbeck schließt nach einem kurzen Ueberblick über die erledigten Arbeiten der Session die Sitzung mit einem Hoch auf den Kaiser, worin die Versammlung be- geistert einstimmt.
8ermischtes.
— (Univ.-Nachr.f Der bisherige außerordentliche Profeffor an der Universität zu Breslau Oder-Berg-Rath a.D. Dr. Martin Websky ist,zuin ordentlichen Profeffor in der philosophischen Fakultät der Universität zu Berlin und der bisherige außerordentliche Profeffor an der Universität zu Berlin, Dr. Ludwig Wilhelm Thoms ist zum ordentlichen Profeffor in der philosophischen Fakultät der Universität zu Greifswald ernannt worden.
Marburg. Dem Blüthenreichthum an Bäumen und Sträuchen steht in diesem Jahre auch der Weinstock nicht nach, seit dem 24. April sind bereits in dem Garten des Herrn Superintendenten Kümmel dahier an mehreren Weinstöcken vollkommen entwickelte Scheine in großer Anzahl zu sehen.
Berlin, 20. April. Die kronprinzlichm Kinder besuchten kürzlich den Gottesdienst in der neuen Synagoge. Auö dics-m An laß theilt man als historische Reminiscenz der Voss. Ztg. mit, daß der König Friedrich Wilhelm L mit seiner Gemahlin und dem damals 6 Jahre alten Kronprinzen Friedrich (nachmaligen Könige Friedrich der Große), am 20. April 1718, dem dritten Mittel feiertage des jüdischen Passahfestes, Früh morgens in der damals neuen (1704 ein- geweihten), jetzt alten Synagoge der Heide reutergaffe erschien und dem Gottesdienste beiwohnte. Dieses Erscheinen ist durch einen werthvollen, jetzt höchst seltenen Kupferstich verewigt, der auch das Innere der damaligen schönen Synagoge, wie sie sich auch noch bis 1818 darstellte, zeigte.
Nürnberg, 21. April. In der letzten Sitzung des hiesigen Magistrates wurde der Beschluß gefaßt, dem Großbuchhändler Soldan den großen Rathhaussaal für mehrere Wochen zur Verfügung zu stellen, um darin eine Ausstellung von Kaulbach's särnrntlichen Werken zu veranstalten. ES werden also n dem Raume, deffen Wände vor Jahrhunderten mit Dürer's Meisterwerken ge schmückt wurden, in der nächsten Zeit Kaul bachö zahlreiche Kunstschöpfungen in chronologischer Reihenfolge vereinigt werden. Zur Durchführung deS fchönen Planes hat sich bereits ein Komite anS Schülern und Kunstfreunden gebildet.
Schotten, 24. April. Gestern Nachmittag gegen 3 Uhr zog, nachdem die Wärme
des Tages auf 22» R. gestiegen, ein Gewitter heran, dessen erster Blitz eine hiesige angesehene Bürgersfrau, welche sich auf einem Acker befand, traf und sofort tödtete. Die Magd derselben saß ihr gegenüber, blieb aber, außer einer momentanen Betäubung, unver sehrt, und war augenblicklich wieder in nor malern Zustande. Die Kleider der erschlagenen Frau waren total zerrissen.
— Die Absicht der Mailänder, ein Denk mal Napoleon's III. zu errichten, wird demnächst zur Ausführung kommen. Die dafür gewählte Commission hat den Bildhauer Barzaghi beauftragt, Entwürfe dafür zu machen. Das Denkmal wird in einer bronzenen Reiterstatue auf einem Piedestahl von Granit bestehen, die Reiterstatue soll 3,50 M. und das Piedestahl 4,50 M. hoch werden.
— Ein Advokatenkniff. Ein Bankbeamter in Newyork kam zu einem hervorragenden Advokaten und sagte: „Ich habe ungefähr 100,000 Dollars unterschlagen, dich ist aber noch nicht entdeckt; was soll ich thun?" — „Gehen Sie in Ihre Bank zurück und stehlen Sie noch 100,000 Dollars, bann kommen Sie wieder zu mir", antwortete der Advokat. Der Beamte that, wie es ihm der Advokat geheißen. Der Letztere schrieb sodann an die Direktion, daß sein Client 200,000 Dollars unter schlagen habe, aber die Hälste zurückgeben wolle, wenn die Affaire vertuscht werde. Die Directoren nahmen die 100,000 Dollars, und der Beamte — gilt heute für einen refpectabelen Mann. Die Geschichte trug sich 1868 in Newyork zu und wird ver bürgt.
— Eine Mordscene grausigster Art spielte sich nach einem Telegramme aus San Fran zisko in Smoky Valley (Nevada) ab Ein gewisser Christopher Reckstein war dort schon lange eifersüchtig auf seine Frau wegen Galanterien, die ihr von einem jungen Manne, Namens Norton, gezollt wurden. Sein Groll scheint den Nachbarn bekannt gewesen zu sein, denn als am 31. März seine Thür geschloffen blieb, brach einer derselben, Oster- Hans , dieselbe auf, und entdeckte dort den Leichnam der Frau, in mehrere Stücke zer. schnitten. Zn ihren Füßen lagen ihre zwei Kinder mit vorn Rumpfe getrennten Häuptern und nicht weit davon Reckstein und Norton, in wildem Todes kamps »och ineinander verstrickt, ersterer ein blntgeeöthetes Bowiemesser in der Rechten, und letzterer mit einer zwei läufigen Pistole.
©rnennimgen, Verleihungen re.
Versetzt wurden: die Lehrer Werner zu Amönau, Kr. Marburg, als 4. Lehrer an die Stadtschule zu Wetter, Schmidt zu Thal-Itter als 2. Lehrer an die Stadtschule zu Rosenthal, Schnitzerling zuLüderbach, Kr.Eschwege, als Lehrer an die ev Schule zu Dorla, Kr. Fritzlar, Salzmann zu Waldkappel, Kr. Eschwege, als 2. Lehrer an die ev Schule zu Kilianstädten, Kr. Hanau, Ruth zu Oberissigheim, Kr. Hanau, als 3. Lehrer an die ev. Schule zu Langendiebach, deff. Kr., Uffelmann zu Langenthal, Kr. Hofgeismar, als 1 Lehrer an die ev. Schule zu Hümme, deff. Kr., W ald zu Katholisch-Willen- roth, Kr. Gelnhausen, als 3. Lehrer an die kath. Schule zu Salmünster, Kr. Schlüchtern, Lomb zu Melperts, Kr- Gersfeld, als Lehrer an die katholische Schule zu Wickers, deff. Kr-, Spier zu Langendiebach, Kr. Hanau, als Lehrer an die isr. Schule zu Großkrotzenburg, deff. Kr., Münch zu Rengersfeld, früher zu Mardorf, Kr- Homberg, als 2. Lehrer an die ev. Schule zu Obervorschütz, Kr- Fritzlar, Siegel zu Asel, Amtsbezirk Vöhl, als Lehrer an die ev Schule zu Eimelrod mit Deisfeld, deff. Auttsdezitts, sowie die provisorisch angestellten Lehrer Schlund zu Eimelrod in gleicher Eigenschaft an die ev. Schule zu Asel und Kehl zu Hergershausen, Kr- Rotenburg, in gleicher Eigenschaft an die ev. Schule zu Seiferts- Hausen, deff. Kr. Zu Lehrergehülfen «wurden ernannt: die Schulamtskandidaten Braun zu Geismar, Kr. Frankenberg, B a i st zu Schlüchtern, Frischkorn zu Seidenroth, Zahn zu Salmünster, Achter zu Frankenberg, Herbert zu Haimbachs, Weber zu Steinhaus, Weber zu Neustadt, Römmelt zu Rasdors, Bier zu Wettesingen, Hohmann zu Roßbach, Kurz zu Eckenheim, Z e i s zu Frommershausen. Pensionirt wurden: dir Lehrer Sauer zu Seckbach, Kr. Hanau, und Schweinsberg zu Wehrda, Kr. Hünfeld. Die nachgesuchte Dienstentlassung erhielten dir Lehrer Freund zu Marburg, Rein- brecht zu Antendorf, Herbenrr zu Hettenhausen, früher zu Drrihausen, Banhovr zu Kämmerzell, Letzterer behufs Uebernahme einer Elementarlehrerstelle an der höheren Bürgerschule zu Fulda.
Telegraphische Depesche« per Vberhesfische« 3eit««g.
Parie, 26. April, Abends Auf dem Boulevard wurde Anleihe von 1872 zu 95. 72^2 gehandelt.
Madrid, 26. April. General Primo
de Rivero ist hier eingetroffen. Nachrichten aus Balmaseda vom 24. d. M. zufolge sind 2000 Carlisten seit 8 Tagen mit der Un< passirbarmachung der Uebergängc des Fluffes Cadagna beschäftigt. Dem General Belasco ist mit 10 kastilianischen und 3 asturischen Bataillonen die Vertheidigung der Ueber- gänge anvertraut. "
Newyork, 26. April. 73 verschiedene Schätzungen der zu erwartenden Baumwollenernte ergeben einen Durchschnitt von 4,132,000 Ballen.
Frankfurt a. M., 27. April. (Schluß- Sourfe.) Staatsbahn. Actien 3331, Elisabeth 202, Galizier 257, Lombarden 147, Nordwestbahn 192, Creditactien 2254, Silberrente 66%, Papierrente -, 1860t Loose 96^, Nationalbank 1012, Spanier 18V
Berlin, 27. April. (Schlußcourse). Credit- aetien 128$, Staatsbahn 191*, Lombarden 85, Amerik. 99$.
Die Lörsenwoche.
Sie abgelaufene Geschäftswoche war eine sehr stürmische. Sie Hausse ergriff das lang entbehrte Ruder und auf allen Gebieten trat eine steigende Bewegung ein. Für den jeweiligen Tendenzwechsel liegen allerdings wenig Gründe vor, aber die Börse rechnet auch nur selten mit diesen Factoren und überläßt sich meist der aus den bestehenden Positionen resultirende Strömung. Sie Baiffepartei, welche ihrer Sache allzu sicher zu sein schien, hatte täglich ihre Engagements erweitert; der Rückschlag konnte somit nicht ausbleiben und mußte um so größere Dimensionen annehmen, als wirkliche oder scheinbar günstige Momente auf die Börse inflnitten und die Wetthe in die Höhe trieben. Die geängstigte Conttemine schritt zu Deckungen und gab damit nur das Signal zu der lange unterdrückten Hausse, lieber das spezielle Geschäft können wir uns kurz fassen. Oesterr. Credit hatten die Führung und Staatsbahn blieben trotz der Mindereinnahmen nur um einige Pferdelängen zurück. Sie Besserung der letztgenannten Actien ging von Paris und dann von dem Anlage suchenden Kapitale aus, während die Credit-Hauffe das Product der Con- tremine Deckung und interessirter Elemente ist, Lombarden, für welche der Sividendensegen heuer 15 Ars. abwirft, spielten eine sehr untergeordnete Rolle. Aenßerst lebhaft und wesentlich höher verkehtten Galizier, für deren steigende Cours- Entwickelung die momentan günstigen Einnahmen sprechen. Auf Elisabeth wirkte die bevorstehende Generalversammlung anregend, indem die Ver- wal-ung bedeutende Actienankäufe ausfahren ließ. Nordwest waren auf die .projectirte Fusion mit der Reichenberg-Pardubitzer Bahn fest, letztere jedoch auf eben diese Fusion flau. Deutsche Bahnen behaupteten sich im Allgemeinen gut, besonders Rheinische, Hessische Ludwigsbahn waren matter. Arn Prioritätenmarkte war die Tendenz äußerst fest und die meisten Sevisen erhöhten wiederum den Preis. Besonderer Beachtung erfreuten sich in Folge der bezüglich der Römischen Bahnen von der italienischen Regierung abgeschlossenen Convention Livorneser und Toskanische. Sief eiben werden im Vergleich zum Sourfe, welchen italienische Rente augenblicklich einnimmt, für wohlfeil und spekulationsfähig gehalten, zumal dieselben ;ben Vorzug einer günstigen Ver- loosung bieten, indem Livorneser pari, Toskanische mit 40 pCt. Aufgeld (— 700 Lire) zur Einlösung gelangen. Von Mottgage - Bonds wurden Missouri Pacific vielfach gehandelt und um 5 pCt. höher bezahlt. Im Uebrigen bleibt es auf diesem Gebiete vollständig still. Staatsfonds vattirten nur wenig. Oesterr. Renten waren belebt, Amerikanische Fonds fest. Für Loosepapiere hält die Frage an und sowohl verzinsliche, als unverzinsliche schloffen begehrt und höher. Banken wurden von der Credithauffe günstig beeinflußt. Fast alle Werthe erhöhten in namhafter Weise den Preis Besonders begehrt waren deutsche Ver- einsbank, welche eine Avance von 6 pCt. erzielten. Bahn'sche Effectendank, sowie Bankverein, Oesterr.- eutsche zogen um einige Procente an Darm- iäbter und Meininger prositirten von der Berliner Hausse in Sisconto-Commandit, hatten jedoch unter dem gestrigen Rückgänge wenig zu leiden. Auch österr. Nationalbank trat in belebteren Verkehr. Provinzial schwankten und überwog schließlich das Angebot. Frankfurter Wechslerbank fand mehr Beachtung, Baubank, welche im laufenden Jahre bereits größere Gewinne erteil haben soll und fottwährend mit Nutzen ihren kerrainbesitz oerringert, wurden von unterrichteter Seite vielfach gekauft. Notenbanken fest aber in ehr beschränkten Umsätze. Wechsel waren belebt, variitten aber nur unbedeutend im Preise. Fremde Sevisen behaupten meist vorwöchentliche Preise. Geld hat eine Kleinigkeit angezogen, bleibt aber immerhin noch zu sehr wohlfeilem Zinsfüße erhältlich.
An- und Verkauf aller Sorten Staats-Lpiere,Alllehcus- loosc Coupons, Gcld- sorten rc.
bei
Me«ke Eichelberg, Bank- und Wechsclgefchäfl.
Comptoir bei Hermann Eichelberg, 4061] Wettergaffe 324.