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Marburg, Mittwoch, dm 18. Februar.

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Oderhessische Zeitung

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Berlin, 16. Febr. Die Frage, ob. die elsaß

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Landgemeinden des Geltungsbereiches der Kreisordnung.

Nichten die allgemeine Aufmerksamkeit jedenfalls auf

ich ziehen werden. Wie schon früher erwähnt, ist'vem KreiSausschuß, in höherer Instanz dem Bee

*2 tsreulicher Weise da« Urtheit der gemäßigt - liberalen I wattungSgericht. Außerhalb dieses Geltungsbereichs über da« Miliiärgefetz schon durch die vielfachen f und in den Stadtgemeinden geschieht dies durch die ii ~ ---- ------------------

ertragen, als sich der drohenden Mündung eines

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ziemlicher Sicherheit zu constatiren. Die principielle Opposition dürfte stch mit wenigen Ausnahmen auf

Heeres nicht schwächen lassen dürfe, weder durch he Beschränkung des Budgets, noch durch Herabmin

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Feiue Welt.

3!< Novelle von Max StiaK

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Mringer Abgeordneten kowmrn würden und mit oder ebne feierlichen Protest? um nach diesem eventuell - Hetzer zu verschwinden» wäre nun also beantwortet

die RcichSfeinde und eine kleine Zahl derprivilegirten G'sinnungstüchtigen" nach dem Muster derRichter und Sonnemänner" beschränken. Die bedeutendsten liberalen Blätter, wie die Magdeburger, Kölnische, Schlestjche, Elberfelder, National-, Breslauer, Spe uersche, der Hamburger Correspondent u. A. m. stimmen über die Nothwendigkcit der Erhaltung der wesentlichen Grundlagen unserer HeereSorganisation, wie sie im Militärgesetz zur systematischen Regelung gebracht wor­den sind, überein, während die Abänderungsvorschläge stch nur gegen Einzelnheiten richten, und schon durch ihre Mannichsaltigkeit, oft gegenseitig sich widersprechende Richtung an Gewicht verlieren und der Autorität der sachverständigen Gesetzgeber die entscheidende Stimme selbst zuweisen.

In dem Bericht der HerrenhauS-Commisston über den Gesetzentwurf, betreffend die Beurkundung veS Personenstandes und die Form der Eheschließung, empfiehlt die Commission den Gesetzentwurf in der von ihr amendirten Form anzunehmen und über die zu demselben eingegangenen Petitionen zur Tages­ordnung überzugehen. Von den Abänderungen der Commission, welch« zum Theil nur redaktioneller Natur sind, sind zunächst diejenigen in den §§. 2 und 3 erwihnenswerih, von denen der §. 2 die Be­stimmungen bezüglich der Geschäfte der Standesbeamten in den Stadtgemeinden, 3 diejenigen in den Land­gemeinden enthält. In Sradtgemeinden werden diese Geschäfte von dem Bürgermeister wahrgenommen, der sie auch durch einen Beigeordneten oder ein sonstiges Mitglied des Gemeindevorstandes widerruflich zur Ausführung bringen lasten kann. Bei den Landge meinten erfolgt die Abgrenzung der Bezirke und die Lrstellung der Standesbeamten auf Vorschlag de« ttreiSausschusteS oder der Gemeindebehörden durch den OberprSstsenten. Auch der Gemeindebeamte, insbe­sondere jeder Gemeindevorsteher ist verpflichtet, für denjenigen Bezirk, zu welchem der Bezirk seines Haupt­amtes gehört, das Amt eines Standesbeamten oder Stellvertreters zu übernehmen Der §. 6 enthält wesentliche Abweichungen,' «r überweist die Aussicht über die Amtsführung der Standesbeamten in den

nommen; ebenso hat sie dem §. 36 die Bestimmung hinzugefügt, daß über die erfolgte Eheschließung den Eheleuten sofort eine Bescheinigung auszustellen ist. Auch in Betreff des Beerdigungsmodus sind von der Commission, ebenso auch in dem Gebührentarif einige Aenderungen vorgenommen worden.

Magdeburg, 13. Februar. Eine gestern hier statlfindende Versammlung von Geistlichen und Laien oer Provinz faßte folgende Resolution:Die hier versammelten evangelischen Geistlichen und Laien halten Die Uebernahme des Amtes eines Standesbeamten durch einen evangelischen Geistlichen für völlig unvereinbar mit den Pflichten desselben und haben zu der hohen Behörde das Vertrauen, daß dieselbe die Uebernahme dieses Amtes einem evangelischen Geistlichen nicht ge­stattet werde/ Dieselbe wurde sofort von mehr als 170 Mitgliedern unterzeichnet und ihre sofortige Ucber- sendund an den evangelischen Ober-Kirchenrath be­schlossen. Auftauchenden Bedenken über die mögliche Erfolglosigkeit einer solchen Petition traten u. A. die Generalsuperintendenten Dr. Möller und Schulz mit der Ansicht entgegen, daß eS wohl nicht wahrschein­lich sei, daß das Wort von Männern, die sich ja vollständig eins wüßten mit dem König!. Konsistorium überhört werden sollte.

Schwerin, 16. Febr. Laut Bericht des zur Prüfung der VersaffuugSvorlage niedergesetzten Comite« haben 7 Mitglieder der Ritterschaft jede auS allge­meinen Wahlen hervorgegangene Vertretung für be­denklich erklärt und ein Zurückgreifen auf die vor­jährige Verfastungsvorlage empfohlen. Zwei der. Ritterschaft angehörige Comitsmitglieder, Rieben und Oetzen-Kotelow, stimmten im Allgemeinen der Regie­rungsvorlage mit einigen Modificationen bei. Seitens der landschaftlichen Mitglieder sind verschiedene Anträge gestellt worden; darunter einer von Paschen, Brückner und Wegener, welcher eine Vertretung durch 29 dem Grundbesitze, 29 den Städten angehörige und 58 aus freien Wahlen aller Landestheile hervor­gegangene Deputirte will. Ein anderer Antrag von Schlaaff, Milbrand und Dahse bezweckt nach Analogie der preußischen Kreisverbände, eine Zusammenfassung der städtischen, ländlichen und gutsbezirklichen Ortschaf­ten in 12 KreiSverbände, deren Kreistage je 30 Ab­geordnete umfassen und je 5 Landtagsdeputirte wählen sollen. 0

Straßburg, 15. Febr. Die Zeitungen haben

^Generaldebatte über da« Miliiärgesetz unternahm tz Herr Eugen Richter, seine Vielseitigkeit in einer tyr ausführlichen Kritik der Vorlage glänzen, vielleicht

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»willkürlich lächeln.

Dieser fuhr, immer wärmer werdend, fort:

I Sehen Sie nur, diesen Baron von Karsten, _ - e v i M - IX A,Ha

PistolenlaufeS auszusetzen und einer Angst als Ziel zu dienen, die doch möglicherweise fehlen kann. Diesen HerioSmuS besaß Oskar von Birkeneck am wenigsten. Sein ganzes Wesen verrieth einen milden, nachgiebigen Charakter. Er war keine Heldennatur, sondern ein sanfter liebenswürdiger Mann, der nicht geschaffen schien, diesen Kamps mit der Gesellschaft aufzunehmen. Während er stch diesem Brüten über eine unabweisbare Gefahr überließ, trat Adele in daS Zimmer, um den Bruder an eine Einladung zu erinnern, welche er unter solchen Verhältnissen vergessen haben konnte. DaS llebliche Mädchen war festlich geschmückt

Ich glaube gar, sagte Adele fast vor wursSvoll, daß Du noch nicht einmal Toilette gemacht hast. Daran ist sicher der Justizraih mit seinen ewigen Geschäften schuld. Wenn er das nächste Mal wiederkommt, werde ich gewiß mit ihm tüchtig zanken.

Oskar fuhr au« seinen Gedanken mit einem Male empor und strich mit feiner Hand leise über die weiße Stirn, alS wollte er die Sorgen dort ver­scheuchen. '

Eil ei! Herr Bruder, drohte Adele schalk haft, wenn daS die Gräfin Julie erfährt, so schaut sie dich gewiß den ganzen Abend mit deinem freund­lichen Blicke an.

Adele I du bist ein Kind.

WaS ich weiß, da« weiß ich. Die ganze Welt spricht ja davon und vor mir brauchst du kein

Gehcimniß zu machen. Du denkst vielleicht, daß ich dir zürne, weil ich deine Liebe bald mit einer Andern theilen muß. Ich will benfen, daß ich noch eine Schwester hätte. Dann müßte ich ja auch zufrieden sein. Und Julie will ich deinetwegen lieben, al« ob sie wirklich meine Schwester wäre.

Diese Worte waren mit einer hinreißenden Liebens­würdigkeit, einer entzückenden Naivetät gesprochen, so daß stch Oskar nicht enthalten konnte, das holde Ge­schöpf an fern Herz zu ziehen.

Adele, du bist ein Engel, sagte er, indem er sie auf die reine Stirn küßte. Kein anderes Weib, und wäre eS die Gräfin selbst, wird dich aus meinem Herzen drängen.

Nicht wahr, du wirst immer noch ein Plätz­chen darin für deine Schwester übrig behalten? Ich bin ja schon zufrieden, wenn es noch so klein ist. Aber wenn ich gar nichts haben soll, dann werd' ich mich auch umsehen und verlieben, verlaß dich nur darauf.

Oskar mußte über all' die kindischen oder viel­mehr kindlichen Scherze der Schwester unwillkürlich lachen.

Ja lache nur, sagte sie, ebenfalls lächelnd, mir ist es ganz Ernst mit dem, was ich gesagt. Im Umsehen fliegt Dein Engel fort. Aber da steh' ich nun und plaudre mit Dir, und die schöne Zeit vergeht. Wir kommen gewiß zu spät zuüt Thee. Vorwärts an die Toilette! Ich bestelle Dir Johantr

ücheS fei die Vorlage eigentlich nicht, sondern eine tfe Zusammensetzung von vier Gesetzen" u. s. w. Gras Moltke's Erwieoerung war leider nicht laut genug Mjprochen, um allgemein verstanden zu werden. Die »geordneten, welche der Tribüne näher getreten waren, geben ihrer Zustimmung vielfach mit lebhaftem Bei gj Ausdruck; die Stellung der Regierung zu der Imlage dürfte namentlich auch durch die Erklärung

gg stnv gekommen; die Bischöfe in ihrer Hlmtstracht Um Die dewüthigen Huldigungen frommer CentrumS Mlieder entgegengenommen, den Protest aber haben fr vorläufig wenigstens noch in der Tasche behalten; Meicht soll er gelegentlich noch angebracht werden. NeGermania" .wird wohl einen schwärmerischen Hymnus an die ultramontanen Bundesgenossen vom Aspel laufen lassen; im Uebrigen hat sich der Reicks- jy heute schon mit einer seiner wichtigsten Aufgaben, tw ReichS-Militärgesetz, beschäftigt, und dies hat den Men Mitgliedern Gelegenheit gegeben, den berühmten Strategen, Grafen Moltke, auch als Redner, und, toe der gezollte Beifall annehmen läßt, auch als er

s t: (Fortsetzung.) ' 4 . ; . .

Oskar mußte, trotz seiner ernsten Stimmung, über Eifer, womit der Justizrath, seine Vorschäge that,

täalick außer den Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Preis für das Quartal durch die Expedition (Koch'sche Buchdruckerei) bezogen 22^ Sgr., durch die fc,% nftämter 2® Lar °excl Bchellgebübr und incl. Stempelsteuer), für das Ausland excl. Stempel 22 Sgr. - Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile 1 Sgr. - -

Für in der Expedition zu ertheilende Auskunft und Annahme von Adressen werden 2$ Sgr. berechnet. - Sämmtliche Annoncen-Büreaus nehmen Inserate an.

en It « der gezollte Beilau anneymeii rayi, »uw m» «- reeaqt utareuten Redner kennen zu lernen. Nach Eröffnung

S tzw Feidm^rfchall« angeze'igt sein, daß man die Straft

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Ühtt< kr Sie gefordert hat, tenne ich ganz genau. Seme Gesundheit ist untergraben, sein Körper vernichtet;

1323 lotnn ihm Ihre Kugel nicht ein schnelle« barmherziges -L Ende macht, so siecht et elend noch ein, zwei Jahre ffil Ihr Das Leben ist ihm eine Qual und Last, benn tt hat Alle« mitgemacht unb nicht einmal bie Kraft All »ehr, frisch zu fündigen. Ms über bie Ohren steckt ucket u in Schulden, gewärtig, in jedem Augenblick au« zepfändet und eingefperrt zu werden. Was hat ein Ä_|. solcher Mensch zu verlieren? Solch' ein ruinirter oc: Spieler gibt sich selbst den Tod, wenn ich Sie an- shaue, jung, reich, brav und gut

Der Justizrath vollendete mcht feine Rede. Die kkührung überwältigte ihn unb er griff hastig nach Hut unb Rock, um feine Thränen zu verbergen.

. [ Er ließ Oskar gedankenvoll zurück. In feinem

Snnern mußte biefer bem würdigen Freunde Recht ' Hch«n, aber die Gesellschaft und bie seine Welt hätte Hm rt n mmermehr verziehen, wenn er zurückgetreten lvire. Freilich gehört weit mehr Muth dazu, dem öffentlichen Votuttheil zu trotzen uyd bie tausend Spöttereien und Stecknadelsiiche der Gefellschqft zu

Besprechungen in der Preffe als ein der Verständigung I für bie Aufsicht in Gemeindeangelegenheiten zuständigen und im Wesentlichen der Unterstützung zugeneigtes mit I Behörden. Nicht univesentliche Aenderungen hat die ziemlicher Sicherheit zu constatiren. Die principielle Commission ebenfalls in Den 8 und 9 Borge»

Wchvermissen" zu lassen; Herr Richter gehört dm Leuten, bie Alle« viel besser verstehen, al« alle «deren Menschenkinder; und die ihr Licht nicht unter Int Scheffel stellen wollen; so konnte der Redner Mht umhin, bie vielen von ihm entdeckten Mängel je- ReorganisationSgesetzeS auszukramen.Ein Re

x trung des Präsenzstandes, welche Herr Richter als , ochweudigeS Zugeftändniß zu fordern nicht versäumt A m litte. Zur Begründung der deutschen HeereSorgani- :,7e uion hat Graf Moltke besonders interessante Auf- eT hlüsse über dir französische Organisation gegeben," n®tren ausführliche Reproduktion in den Reichstags