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tiOeufe Polizeiverwaltung durchaus nothwendig machen. Allein, meine Herren, neben diesen Bedenken mehr

Lesung deS Cultusetats fortgesetzt. Geldzuschüsse von 90000 Thalern für Lehrer und Lehrerinnen wurden genehmigt. Eine längere Debatte Kunst und Wissenschaft" hervor.

Realberechtigungen. Hierauf wurde der Etat deS CultuSministeriums in zweiter Lesung bis zur Etats­position über die Schulaussichtskosten genehmigt. Die Fortberathuug des Etats findet AbendS 7 Uhr statt. Abendsitzung. Zn der Abendsitzungwurde dir zweite

jzej- ich, meine Herren, will ich sie ober auch noch daraus atm ufmerksam machen, daß die Zustände, wie sie durch An- ltn vorliegenden Antrag angestrebt werden, in den onil drei Städten Hanau, Marburg und Fulda schon ein

mal bestanden haben und zwar in den Jahren 1848, > in 1849 und 1850, und daß die damaligen Erfahrungen :id8 licht darnach augethan find, heute zu einem gleichen Ben Versuch zu ermuntern. Wie man mir sagt, hat es 2ar- 6amQl6 den städtischen Polizeibehörden nicht so recht

die Organisation der Berliner Akademie. Lasker ist für Bewilligung der von der Budgetcommission sorge» schlagenen Beiträge, da die Regierung die Reorgani­sation des Instituts verheißen habe. Reg. - Comifs. Schöne hofft, daß die Regierung im nächsten Jahre eine Vorlage über die Reorganisation werde machen können, und stimmt den CommisstonSanträgen zu. Das Haus nimmt dieselben an. Bei dem Zuschuß für die königl. Bibliothek beleuchtet Virchow deren Uebelstände, ebenso Mommsen. Der CultuS- miuifter verheißt Abhülfe Seitens der Regierung, worauf die Position mit den dazu beantragten Reso­lutionen angenommen wird, desgleichen werden die übrigen Positionen des Capitels genehmigt. Montag Fortsetzung der Debatte.

lesei gingen wollen, sich dasjenige Mast von Autorität >alt= u erwerben, welches zu einer gedeihlichen Polizeiver =- Mining absolut nothwendig ist und dennoch sind die sun- Mutigen Verdältniffe weit kompltzirter und schwieriger, . -.j K8 die damaligen. Schon damals hatte übrigens der ent- $toat anerkannt, daß die Städte selbst nicht im

Btanbe seien, für die Kosten der Polizeiveiwaltung auf

Hamburg, 29. Jan. Das bet Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt - Actien-Gesellschaft gehörende Post-Dampfschiff, Pomerania", CapitänSchwensen", ging, expedirt durch Herrn August Sölten, William Miller's Nachfolger, am

anderweitige Gebührertregeln bei der Executionsvoll- streckung durch hie Verwaltungsbehörden in £oben-

m lösung der den geistlichen und wluiamUttcr8.

Schultnstlluten der Provinz Hannover zustehenden 126. Januar via Havre nach New-York ab.

daß eS, fei es für den Rittersaal ober für die Aula des im Bau begriffenen UniversttätSgebäudes erworben werden möge. Es wäre daher nur zu erwägen, wie die Mittel hierzu aufjubringen fein würden.

Kassel, 31. Jan. Der ständische Verwaltungs. auSschuß war vorn 22 bis 24. d. M. dahier versam­melt. Den Vorsitz führte für den verhinderten Präst deuten Herr Wolff von Gudenberg. Von den zur Berathung gestellten Gegenständen sind die folgenden zu erwähnen: Anträge verschiedener OrtSarmenver bände um Bewilligung von Unterstützungen aus dem Landarmenfonds fanden wegen mangelnder Begründung keine Genehmigung. Auf Grund des von königlicher Regierung vorgelegten VorschlagSplans wurden die aus ständischen Fonds zu leistenden Beihülfen für die im Jahre 1874 auszuführenden Landwegebauten vertheilt und zwar an folgende Gemeinden: Wellerode 940, Guntershausen 2000, Kirchditmold 96, Breiten­bach 200, Datterode 250, Wipperode 100, Geismar 700, Ellershausen 700, Wangershausen 1000, Rode­bach 380, Kerzell und Hattenhof 1200, Großenlüder 500, Melzdorf 200, Rothemann 250, Buchenberg 100, Langenbieber 300, Dirlos 80, Lohrhaupten 2000, Hausen (Orb) 243, Dilges, Steinwand und Friesenhausen 8000, Hanau 5600, Kirchheim 1200, Malkomes und Schenkholz 250, Helmarshausen 10,000, Riederbeisheim, Beiseförth und Dagobertshausen6000, Glaam 270, Nüst 300, Buchenau 110, Arzell 100, Oberbreitzbach 150, Langendorf 350, J&ernbad) 400, Niederasphe 500, Goßfelden 460, Habdamshanien 250, Roßberg 200, Ottensen 600, Niengraben 100, Kressenbach 100, Elberderg 200 Thlr. Im Uebrigen kamen theilö Gegenstände der laufenden Verwaltung bezüglich verschiedener ständischer Institute, die ein allgemeines Interesse nicht bieten, theilö Personalien zur Verhandlung. (H. M )

Melsuuge«, 28. Januar. DenHess. Bl." zufolge sind [einer für suspendirt erklärt worden: Pfarrer Frick in Oberellenbach, Pfarrer Baumann in Kerspenhausen, Pfarrer Baumann in Beenhausen, Plärrer Schember in Istha, Pfarrer Klöffler in Wolfhagen, Pfarrer Dietrich in Sand, Pfarrer Saul in Balhorn uns Pfarrer Wolff in Singlis. Weiter theilen dieHess Bi." mit:Die disciplinargericht- liche V.rhandlung gegen Oberappellationsgerichtsrath Martin und Appellationsgerichtsrath Klingender wegen Unterzeichnung des oft erwähntenAufru's", we.che am 3. d. M. vor dem Plenum des königl. Appella tionsgerichts in Kaffel geführt wurde, endigte mit einerVerwarnung" der Angeklagten, die übrigens in dem Termin nicht erschienen waren. Unglaublicher Weife, aber verbürgt-m Vernehmen nach, hatten die Strafanträge des Oberstaatsanwaltes für beide Ange­klagte auf uv freiwillige Versetzung ohne Vergütung der Umzugskosten und für Martin ipeeiell noch aus 200 Thlr. Geldstrafe gelautet. Die Angeklagten haben, wie wir hören, gegen die thnen zuerkannte Verwarnung Berufung eingelegt."

Fulda, 31 Jan. Nach einer neueren Ministe- rialversügung sollen die hiesigen schulpflichtigen Kinder, welche ftatt eine Gemeindeschule, eine Privatschule be- suchen, vom 1. Febr. d. I. ab, von der Extrazahlung des Schulgeldes an die Gemeinde, wozu sie nach einer Bestimmung der alttuidaischen Svuloronuug (vom Fürstbischof Heinrich VIII. von Bibra) ftäotif xeifeitS angehalten wurden, befreit sein. Es kommt diese Ver fügung namentlich auch bei der hiesigen höheren Töchter­schule in Betracht. Sicherem Vernehmen nach hat Herr Dr. Speyer dahier die an ihn ergangene Be­rufung nach Japan nunmehr definitiv abgelehnt, da derselbe, einem anderen Anerbieten solgenb, zur geo logischen Laudesanstall in Berlin übertretete wird. Man steht den genannten Herrn nur ungern von hier scheit en. Am Dieit nag den 27. d. M. waren die Landdechanten und geistigen Schulinspertvren des Re gierungsbezirks Kassel im Gasthause zumhalben Mond" dahier üerimtm-elt um, Dem Vernehmen nach, über Schulaiigelegenheit.en Berathung zu pflegen. (F. A.) ir- .1 , n ,-r -* - -**- * -v - g*Ag*^*_

8«» Landtage.

Berlin, 31. Jan.

Das Abgeordne-tenhaus überwieg in seiner hiUtigen (40.) Sitzung den Nachweis über die Ver- w.nbung deS Fond» zur Bestreitung der unvorher­gesehenen außerordentlichen Ausgaben, für die StaatS- eisenbahnen, pro 1872 an die Buvgetcommifston und genehmigte in dritter Lesung die Gesetzentwürfe über

sein emmtn zu können, vielmehr hatte er denselben in der daß ^otm regelmäßiger Subventionen fast die ganze Höhe ln Polizetkoften gewährt.

L Was endlich meine persönliche Stellung zur Frage »ilangt, so würbe ich den Augenblick mit Freuden be »er» grüßen, wo ich von der Leitung der Marburger Poli- irwtrwaltung entbunden würde, da mir dieselbe keinerlei gern Molt, sondern nur sehr viel Arb-it und wenig gute ver-ttunbe einbringt. Doch ordne ich mein persönliches - 3uteresse demjenigen der Stadt Marburg gerne unter Iten ersuche Sie deshalb, es bet den bisherigen Ein

Ölungen bewende» zu lassen. Lehnen Sie deshalb ieftt ® gesiellten Antrag ab und bleiben Sie bei den im die tat in Aussicht genommenen Positionen "

^[itischer Natur kommen bei der vorliegenden Frage gU$ n»ch die finanziellen Interessen der betheiligten Städte auf das Lebhafteste in Betracht; und ich muß hier anführen, daß die drei Hessischen Städte schon heute durch Communalsteuern sehr schwer und empfind­lich belastet sind, obgleich ihnen allen noch die Lösung sehr bedeutender administrativer Ausgaben obliegt In Jezug auf die Städte Hanau und Fulda bin ich nicht ui der Lage, Ihnen mit Statistik dienen zu können; dagegen will ich in Bezug auf Marburg anführen, daß die Stadt, um ihren Stndirenden die Möglichkeit zu verschaffen, ihrer einjährigen Dienstpflicht an Ort und Sielle genügen zu können, genöthigl war, in den Zähren 1868 und 1869 einen sehr theueren Kasernenbau auszusühren; daß dieselbe ferner sich hat herbeilassen muffen, zu den Kosten der neuen Jrrenheilanstalt, die in der Nähe Marburgs gebaut wirb, und gleichzeitig künftigen Lehrzwecken ber Universität bienen soll, einen Zuschuß von 25,000 Thaler zu zahlen. Weiter hat bie Stabt in neuester Zeit große Stratzenerweitcrungen machen muffen, und enblich stehen ihr noch bie sehr erheb sichen Kosten einer neuen Wasserleitung, bereit Bau nicht länger aufgeschoben werden kann, bevor. Meine Herren, wenn Sie alle diese Verhältnisse zusammen nehmen, so werden Sie begreifen, daß schon jetzt die Cvmmunalsteuerbelastung der dortigen Einwohnerschaft eine sehr drückende ist. Wollten Sie nun heute dazu übergehen, auch noch die gestellten Anträge zum Be­schluß zu erheben, so würden Sie, da einerseits die Stadt Marburg abzüglich der Militär- und studen tischen Bevölkerung kaum 9000 Köpfe zählt, während andererseits sich die Kosten der dortigen Polizeiverwal­tung auf 3000 Thaler pro Jahr belaufen, damit eine weitere Belastung der dortigen Bevölkerung von l/z Thaler pro Kopf herbeiführen, und das märe, meines Erachtens, gegenüber einer Stadt, die sich keiner besonderen Wohlhabenheit zu erfreuen hat, doch rin sehr gewagtes und bedenkliches Unternehmen.

lleberhaupl würbe ich es meinerseits für angemessen mitten, ehe man zu ber beabsichtigten Maßregel über ginge, einmal mit den in Frage stehenben Städten ins Benchmen zu treten um sie zu befragen, ob es ihnen denn überhaupt erwünscht sei, mit dem Geschenke, »elcheS ihnen zu drohen scheint, bedacht zu werden namentlich um den Kostenpreis, um welchen eS nur u haben ist. Ich glaube nicht, daß sich dieselben für in solches Danaergeschenk begeistern würden. Schließ

Vermischtes.

(Ein schrecklicher Unglücksfall.) Am 26. Januar Nachmittags nach dem Schluß der Schule in God- lomp (bei Janomiec, Kreis Wongrowiec), passirten 23 Schul­kinder, um den Heimweg abzukürzen, den dortigen lehr tiefen See, dessen alte Eisdecke in der Nacht zum Montage leicht überfroren war. Schon hatten die Kinder eine ziemliche Strecke auf dem See zurückgelegt, als plötzlich der Vortrab, aus 5 bis 6 Schülern bestehend, einbrach und alle ihnen folgenden Kinder von einem besonders heftigen Stoß des wüthenden Sturmes in die offene Stelle getrieben wurden. Sämmtliche 23 Kinder, Knaben und Mädchen, verschwanden unter dem Eise und fanden in dem See ein schreckliches Ende.

Telegraphische Depesche« der Oder» hessische« Zeii««g.

Straßburg, 1 Febr., Abends. Von den rund 12,000 Wahlberechtigten der hiesigen Stadl haben bei heutiger Reichstagswahl 9027 ihre Stimmen abge geben Davon erhielt Lauth 5906, Schneegans 2926, Bebel 168 Stimmen Lauth ist also gewählt. Der Wahlact verlief in höchster Ordnung.

Mailand, 31. Jan.Perseveranza" berichtigt ihre am 22 und 23. Januar ausgesprochene Ansicht, daß die Publikation derKölnischen Zeitung" auf Fälschung beruhe. Sie sagt jetzt, die BulleAposto- licae sevis" könne nicht in Deutschland mit Rücksicht auf die Wahlen gemacht worden fein, denn vor einigen Monaten fei bie[e Bulle in Rom gelesen worden.

Pari-, 1. Febr. Die Delegirten Belgiens, Frankreichs, Italiens und der Schweiz zur Münz- conferenz haben gestern eine Additionalconvention unterzeichnet, ohne die Basis des MünzwesenS in den vier Ländern zu verändern. Die Conferenz beschloß, daß man, Angesichts der regelwidrigen, ganz excep ticneüen Verhältnisse, die augenblicklich bie normalen Bedingungen ber Metallcirculaiion in Den vier Länbern ftör-n könnten, eine provisorische Ausnahmeregel an* nihmen müsse, bann bestehenb, daß im laufenden Jahre nur eine bestimmte Menge Fünffrankenstücke in Silber geschlagen werden solle, und zwar in Frankreich für 60, Italien für 40, Belgien für 12 und ber Schweiz Tür 8 Millionen.

Loudon, 1. Febr. Das Ergebniß von 48 Wahlen ist bekannt; 20 fielen liberal, 28 conservativ aus. In Guilbfon, Chatham, Kibderminister, Maibstone, An­dover, North-Lincolnshire wurden die früheren liberalen Mitglieder durch conservative ersetzt, in Barnstaple ein Conservativer durch einen Liberalen.

London, 1. Febr. Nachrichten aus Capecoast- Castle vom 8. Januar zufolge hatte der König der Aschantis zu den Engländern Gesandte geschickt und um Frieden gebeten, der Oberbefehlshaber der britischen Truppen indeß geantwortet, daß er den Frieden nur in Cumaisi verhandeln könne.

Konstantinopel, 31. Jan.Levanb Heralb meldet, daß der Greßvezier von Pariser Banken die Offerte eines Anlehens von 8 Millionen Pf. St. er­halten hat.

Telegraphisch« Eours- und Marktberichte.

Frankfurt a. M., 31. Januar. (Schluß - Course.) Staatsbahn-Aktien 341%, Elisabeth 220, Galizier 2381, Lombarden 16i§, Nordwestbahn 200, Creditactien 246, Silberrente 6«, Pap.errente - , 1860r Loose 96, National­bank 1019, Spanier it'i-

Berlin, 29.Januar. (Schlußcourse). Creditactien 140L, Staatsbahn 1954, Lombarden 95, Amerik. 97$.

Marburg, 2. Febr. Einern auswärtigen Harn ritmanne gelang eS heute, mehrere falsche 25 Thaler "Heine in hiesiger Stadt auszugeben, ihm wurde jedoch ti?' ®tcb einen gründlichen Kenner der echten Scheine Ins- Bf ®r hören, Herrn Ernst Eichelberg aus tanksurt a. M.) alSbalv das Geschäft gelegt, und er sich jetzt in sicherem Gewahlsam.

fl Marburg, 2. Febr. Man hatte unsere Leser Kurzem auf das großartige Gemälde des Professors "°ck,ras Relig vnögespräch zu Marburg", auf ver- tlfam gemacht und freuen wir uns mittheilen zu rteit ntien, daß dasselbe jetzi hier angekommen ist und in der ecn gütigst bewilligten Aula des Gymnasiums auf wurde, woselbst es gegen Eintrittskarten (bie .btt Ehrhardt'fchen Buchhanbiung |ä 5 Sgr. zu find) in Augenschein genommen werben kann.

mit uiffe in's Leben, die eine sehr eingehende und poin^Es ist nicht zu bezweifeln, daß alle Kunstfreunde gern ' -----*'* "---Cje Gelegenheit ergreifen werden, ein berühmtes Kunst­

werk kennen zu lernen, das so recht eigentlich bestimmt zu fein scheint in Marburg seine bleibende Stätte zu finden. Es ist daher auch der Wunsch aufgetaucht,