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Meine Meldung,* erwjederte der Polizei - Com-

UKtuir uweroung, erwirverir ver Pvnzr« - e»nn _>| Wot,ift «int sehr traft« und wichtige; der junge p Amberg ist im Laufe des Nacht in seiner Wohnung

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leren Zeuge wir waren; dennoch können wir niemals e tiefe Bewegung an die erschütternden Einzeln- heitrn dieses Vorganges zurückdenk«, der vorzugsweise blirch übel geleitete Erziehung eines von Ratur feigen hartherzigen Gemüihe» herbeigeführt zu sein scheint, dessen Veröffentlichung/ wenn gleich unter Der- weigung der richtigen Namen aller handelneen Per svnen, jetzt unbedenklich ist, da Niemand mehr lebt, j dessen Gefühl dadurch verletzt werdev könnte.

Ich hatte gtstern Abend gegen halb acht Uhr dem Herrn von Rittberg eben den Thee gebracht, als zu erst der junge Brand und kurz nachher der Korst» occessist Schütz kam, um ihn zu besuchen. Brand begegnete mir auf der Treppe, Schutz trat in mein Wohnzimmer, um zu fragen: ob Rittberg zu Hause sei, ,ch kann mich daher über Beider Person nicht täuschen. Es mochte darauf etwa eine Werteistunde verstrichen sein, al« ich zuerst den Einen und nicht lange nachher den Andern zur Treppe herabkvmmen, unv au« dem Hause gehen hörte. Der Weg von der Treppe zur Hausthür führt, wie Eit sehen, an Meinet Wohnstube vorüber, und ich habe die Tritte deutlich bis zur Hausthür und dann auch die Schelle gehört. Welcher von Beiden aber zuerst und welcher zuletzt h.rabkam, weiß ich »ich«; es brennt Abend« ein« Laterne über der Treppe, so daß jeder Herabkommende sich leicht finden kann, und darum Hobe ich die Stube nicht verlassen, was mir ohnehin bei meiner gichtische« Lähmung sehr beschwerlich ist. Rittberg hatte mir vorher gesagt, daß er den Abend zu Hause bleiben werde; ich verschloß daher die Hausthür sobald der letzte der Besucher au« dem Hause gegangen war. Heute Morgen in der Dämmerung brachte ich Herr« von RUtberg den Kaffe, ich fand ihn wie ge« wöhi lich im Schlafrock vor dem Tisch im Lehnsessel sitzen, den Rück« nach mir gewendet, und stellte da« Geschirr auf den andern Tisch. Da fiel e« mir plötz. lich auf, daß er keine Bewegung machte, und auch meinen Graß ganz gegen seine Gewohnheit nicht er« wiedert hatte. Ich erschrack heftig, trat vor ihn hin, und iah nun an der Leichenfarbe de« Gestcht«, den halboffenen gebrochenen Augen und dem geöffneten Mund mit den bläulichen Lippe«, Vaß er tobt war.

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sührung der schwierigsten Aufträge eine klassische Ruht unv die Artigkeit eine« Gentleman niemals verläugnet?" Eben derselbe, er ist einer meiner ausgezeichnetsten Gehülfen."

*) Original-Mttheilung für deren fteundlichst gestattete Nutzung wir dem verehrten Verfasser Unseren besten Dank

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indem er, sehr bewegt, vom Stuhle aufstand,haben Sie schon etwa« Nähere« in Erfahrung gebracht?" Nicht da« Mindeste, ich weiß, daß Sie die Ein

Mischungen der Polizei nicht lieben, und habe mich deshalb darauf beschränkt, da« Zimm-r, in welchem die Thal verübt ist, bi« zu Ihrer Ankunft bewachen zu lassen."

Da haben Sie sehr wohl gethan; Sie werden mich aber doch nach Rittberg's Wohnung begleiten?"

Gewiß, die ersten UntersuchungSverhandlungen machen ficher polizeiliche Nachforschungen nothwendig."

Noch Eins, wen haben Sie zur Wache bestellt?" Den Agenten Kranich."

jt ein sehr feierliches Gesicht; hat etwa einer von J Ihren 8iebling«spitzeln eine Tracht Schläge erhalten^ 0,. ist sonst ein welterschütternde« Berbrechen begangen

ttmordet worden."

So viel ich weiß, wohnte Rittberg bei der Witwe Stillt, tinet durchaus redlichen und unbescholtenen Frau."

Ganz recht."

So will ich nur einen Ueberrock anziehen und

Aktuar, sowie die GerichtSärzte nach dem Sterbe- Hause bescheiden lassen."

Die Toilette des AffefforS war schnell beendigt, und er begab sich mit dem Commiffar in dck« Hau« der Witwe Stille, wo mmittelst der Aktuar fich ein gefunden hatte.

Die ziemlich bejahrte HauSwirthin war sehr be- »egt, sammelte sich jedoch bald auf da« fteundliche Zuredm de« AffefforS insoweit, daß fie die nachfolgende Erzählung ganz zusammenhängend zu Protokoll geben konnte: ?iv'"j '*'

rsammlung haben die zweite Berachung dar Bunde« evifion beendet und dabei die meisten ihrer in der ften Berachung übrig gebliebenen Differenzen auS-

Eine lange Reihe von Jahren ist seit den Ereig- lleny Hissen verflossen, welche wir hier erzählen wollen, und

»il ungewöhnlichem Ernst begrüßte.

Ei, lieber FuchS," sprach dieser,Eie zeigen mir

Mäh md damit zugleich über die Mittel und Wege bt« M-q reihen soll, den traurigen Finanzzuständen des Landes .«»»zu einer Besserung zu verhelfen. Aber wo e« sich richt um politische Jntriguen, sondern um praktische aab reale Staatsgeschäfte handelt, da ist der edle

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der dm ZwangSunterricht betrifft, bereit« hinter sich, lieber die wichtige Vorlage Minghetti'S bezüglich der Papiergeldkirculation ist der Bericht Mezzanotle's eben fertig geworden Die französische Regierung hat in der letzten Zeit AlleS Aufgeboten, um den Argwohn der Italiener zu zerstrmen. Da« ist ihr zum Theil auch gelungen, aber e« wird ihr unmöglich fein, das Mißtrauen so weit zu tilgen, daß die Italiener zu einerHerabminderung dtSKriegSbudgelS schreiten können

In Frankreich waren die BeruhigmtgSmittel momentan das Verbot de« UniverS und die Rede des Herzogs DecazeS über die Haltung gegen Italien, doch haben die am 23 erfolgte Verkündigung des Gesetzes über die MaireS und die Diskussion über das Gesetz über die geistliche Organisation der Armee wiederum viel böseS Blut gemacht. Am 26. wurde mit 330 gegen 262 Stimmen das Amendement Fres- neau'S, welche« den Militär« die Gewissensfreiheit j zufichern sollte, verworfen. Msgr. Dupanloup zeichnete sich am 27. bei dieser Gelegenheit wieder durch eine Rede au«, in welcher erdm religiösen Dienst als die Sicherheitsklappe für den obligatorischen Dienst" der französischen Armee anprieS. Am 27. verwarf die Nationat-Versammlung mit 345 gegen 263 Stimmen auch da« Amendement Andre'«, daß die protestantischen und ffraelilischen Soldaten dispensirt werden möchten, an den gottesdienstlichen Handlungen de« katholischen CultuS Theil zu nehmen, und nahm das Gesetz mit 345 gegen 263 Stimmen an. Aber trotz dieser offenen klerikalen Reattion der Majorität befestigt sich die Stellung der Regierung keineswegs. Das bonapar- tistische Lager ist durch ein Schreiben de- Prinzen Napoleon, welches gegen da« klerikale und reaktionäre treiben fRouher'« und des chiselhurster Hofe« fich erhebt und zur Bttdung einer freidenkenden Partei «ufraft, in Bewegung gerathen. Rouher ist nach England geeilt, um mit der Wittwe Napoleons IIL einen neuen Operattonsplan zu berathen. Die Verfol gungen gegen die republikanischen Provinztalblätter er­heischen täglich neue Opfer.

Die Regierung Spanien« unter Serrano hat ein Rundschreiben an die fremben Mächte gerichtet, worin sie al« die Grundlage ihrer Politik die Ver- saffung von 1869, mit Ausnahme der von dem König thume handelnden Paragraphen, bezeichnet. Durch die Einnahme Portugaletc'« haben die Carlisten auf

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Politische W-chen-Urberficht.

Au« dem Adgeordnetenhaufe ist die Bewilligung brt Etatspostens für den altkatholischen Bischof Rein­en- und die Aushebung der weltlichen Stellen bei tat Domstiften zu verzeichnen. Bei der dritten Lesung ht« Etats wäre di^ Aufhebung etntr bis jetzt zuge stimmten EtatSabstreichung süx die mittleren Städte btt Provinz Hessen von höchster Wichtigkeit, eS be­trifft diese den StaätSzuschuß für die Polizeiverwal jung in denselben und damit zusammenhängend die lledergabe der Polizeiverwaltung ort' dieselben.

Ermordet?" sagte der Gerichtsbeamte, der den i^-g^ 'trbenswürdizen und reichen jungen Mann kannte, an -< ein in frhmerril tRfrhmfcrn beruht fein fn(ltr

Sr 28, 7 Sss «tu Marburg, Sonntag, den 1. Februar

dem baskischen Kriegsschauplatz einen großettBorthH

England ist plötzlich aus dtr tiefsten politische^ Ruhe in den höchsten Grad der Aufregung versetzt worden. Am SamStag Morgen überraschte ein in den Blättern veröffentlichtes Schreiben Madstone'S tüt' seine Wähler in Greenwich das nichts ahnende Pub­licum mit der Kunde,'daß die Königin ihre Zustiut' mung zu der vom Ministerium vorgeschlägenen Auf­lösung be« Parlaments gegeben habe. Da« neue Parlament soll in der ersten Märzvoche zusammeu- treten, die allgemeinen Wahlen stehen also hart vor. der Thür. Inmitten dieser Aufregung hchen die' beiden am Dienstag Nachmittag und Abend in St. JameS-Hall und Exeter-Hall abgehaltenen Versamm­lungen, deren Zweck e« war, die Sympathien England« mit Deutschland in Kampfe gegen den Ultramontani«- mu« kundzugeben, noch immer einen starken Besuch anszuweisen gehabt. Die in Petersburg vollzogene Bey- mählung des Prinzm Äkfred, Herzogs von Edin bura, mit der Tochter de« Zaren ist in England durch officieL Diners, Fahnenschmuck, Glockengeläute, Kanonenschüsse und FestgotteSdienste gefeiert worden. Eine traurige' Nachricht ist aus Zanzibar eingetroffen: Der berühmte Africa-Reisende David Livingstone ist auf dtp Wan- denmg vom Bemba-See nach UnyamyeMbe gestorben.

Zn Holland herrscht großer Jubel über hi« letzten Nachrichten au« Indien, welche melden, dH die Feste deS Sultan« von Atschin, der Kraton mit geringem Verluste genommen worden ist. Pie fetyd-- liche Besatzung scheint geflohen zu sein.

Zn der b e l g i s ch e n Repräsentanten-Kammer stellte der Deputitte BergS eine Anfrage an die Regierung wegen einer Rote, welche die deutsche Regierung bei züglich der klerikalen Preffe und der Haltung be«' CleruS angeblich an die belgische Regierung gerichtet habe. Der Minister be« Auswärtigen erwiderte, büß die Nachrichten der mglischen Blätter über diesen Gegenstand unrichtig feien und daß die deutsche Re- gierung keine solche Note an die belgische gerichtet' habe. Er bemühe sich die trefflichen Beziehungen, in' welchm Belgien zu allen Mächten stehe, noch mehr zu befestigen, und fordere deßhalb au« freiem Antriebe cie Preffe zu einer Maßvollen, ,und unparteiischen Haltung auf.

In Dänemark dauert der Konflikt zwischen

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--------- I >3ft das nicht bet Mann, welcher auch bei AuS- Der Kriminalgerichtt-Affeffor Strebten hatte sich er ier etitti frühen Morgen eines Octobertoge« eben zu seiner prei« ftrbett an den Schreibtisch gesetzt, al« der Polizei. Spesa Commissar Fuchs zu ihm eintrat unb ben Assessor

R geredet, hat man ein ©ubcomite ernannt, welches Vor- schlüge zu einer Beschränkung ber öffentlichen Aus- jWißftb«« machen soll. -

6 Die beiden Räche der schweizerischen BunbeS-

geglichen. Aus ben Protest be« Nuntius gegen bie . shebung der Nuntiatur (vom 17. Januar) hat der ^ALuubesrath einfach ablehnend und durch Zusendung der Päffe geantwortet. Die militärische Besetzung de« ttgentj Zura dauert fort und ist neuerdiug« noch verstärkt . »orten. ... i.!

Jori In Italien find am 20. d. M. bie VolkSver- [311 tretet wieder nach Rom gekommen unb haben die all- " ' gemeine Diskussion über ben Gesetzentwurf Scialoja'«,

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Magyar rachlo«. Nachdem man lange hin unb her atrebet. 6at man ein Subcomitv ernannt, welcbeö Dor-

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6i« Criminalgeschichte.*) ! .

Kaiser Franz Joseph von Oesterreich ist zum tzesuch« seiner'Tochter inkognito in München einge- twffen unb beabsichtigt, nach seiner Petersburger Reise «ch ben Besuch Victor Emanuels zu trtoiebern., >♦♦4 Die bem Reichstage unterbreiteten Religionsgesetze be­friedigen vielseitig nicht, und an oppositionellen Stim- men fehlt e« nicht, sowohl von rechts al« links. A, Ungarn hat bas Ministerium Szlatzy in einer

chbsi Fmanzfrage eine Heine Niederlage erlitten; doch würbe ef die Opposiüon sehr in Verlegenheit setzen, wenn * ginge. Bekanntlich ist eine Einunbzwanziger-Eom mssion niedergesetzt, welche über SerwaUung«reformen

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Vberbeimdie Zettung

Srsibeint 16gli»1 traget den Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Preis für da« Quartal durch die Expedition (Koch'sche Buchdrulkereit berogen L»r., dllr^ Postämter T< Sgr. <excl. Beftellgebübr und ind. Stempelsteuer), für das Ausland excl. Stempel 98 Sgr. JnserNonsgebühr für die gespaltene Zelle 1 Lgr. > Für in der Expedition »u ertheilende AuSlunst und Annahme von Adressen werden »J Sgr. berechnet. Sämmtliche Annoncen-Büreau« nehmen Inserate an-