hat, warum ausschließlich ultramontane Organe sich schreiben werde. Eine Entscheidung ist noch nicht in Schwarzmalerei gefallen, so sichtbar für Jedermann, erfolgt.
der sehen will, thatsächlich das Gegentheil constatirt Darmstadt, 2. Jan. Die „Darmst. Zeitg." i{t. Zu diesen auffallend pessimistischen Referenten dementirt formell die Mittheilung aus Petersburg, gehört, um ein Beispiel anzuführen, auch ein Correspon daß die Seefahrt, welche der Großfürst Alexis dent der „Augsb. Allg. Ztg.", welcher bekanntlich auch Alexanbrowitsch im Frühjahr antreten wird, durch verschiedene ultramontane Blätter mit Nachrichten der Familien Mißhelligkeiten veranlaßt sei.
sorgt. — Dem Bundesrath sind die Protokolle vorge- Ausland.
legt worden, in welchen eine vom 28. April bis 9 Wien, 30. Dec. Die Berathungen der beider- Mai versammelt gewesene Commission ihre Vorschläge seitigen Ministerien in Pesth ziehen sich in die Länge, zur Verbesserung eines Sturmsignalsystems niedergelegt obwohl die behandelien Gegenstände nur geringe hat. — Der Entwurf des Preßgesetzes wird im Justiz- Wichtigkeit besitzen. Die gemeinsamen Conferenzen auSschuß des Bundesrathes noch in zweiter Lesung behandeln hauptsächlich die Ordnung deS militärischen geprüft werden, um sodann an den Bundesrath zu EinquartierungswesenS. Von ungarischer Seite wünscht gelangen. Wenn von anderer Seite gemeldet worden man den Einwohner von der Einquartierungslast ist, daß noch weitere Verzögerung zu befürchten sei, möglichst zu befreien, und schlägt zu diesem Ende weil an die Einzelregierungen die Aufforderung zur zahlreiche Casernenbauten vor, die auf da« gemeinsame gutachtlichen Aeußerung und etwaigen Abänderung«- RnchskriegSbudget zu übernehmen wären. Davon Vorschlägen ergangen sei, so bestätigt sich dies nicht aber wollen die österreichischen Minister jedoch nichts und kann unmöglich gleichzeitig mit der Behandlung wissen, denn einmal trägt ja CiSleithanien zu dem im Justizausschuß geschehen. Daß dagegen die Com- gemeinsamen Budget 68 pCt. bei, während auf Ungarn missarien des Ausschusses nach der Erledigung und mit der Militärgrenze nur 32 pCt. entfallen, außer- Abgabe an den Bundesrath ihren Regierungen näheren dem aber ist man in CiSleithanien bereits mit großen Bericht erstatten und weitere Information einholen CaserneN reichlich versehen, die dort meist von den werden, bevor die Entscheidung in der Plenarsitzung einzelnen Kronländern und Gemeinden auf eigene des BundesrathS erfolgt, liegt nahe. Durch diese Kosten errichtet worden sind, eben um die Bürger von Möglichkeit wird auch da« Bedürfniß nach einer Vor- der Einquartierung zu befreien, während man in legung an die Einzelregierungen, von welcher die Rede Ungarn nur sehr schlecht mit derlei Gebäuden versehen gewesen, aufgehoben. Dem ferneren Bedenken, daß ist. ES liefe daher, nach dem ungarischen Vorschläge, dem allgemeinen Preßgesetz die RechtSeinheit voraus betreffend die Bequartirung der Truppenkörper, die gehen müsse, ist kein Gewicht beizulegen, da auch da« ganze Angelegenheit darauf hinaus, bas Land Ungarn Recht der Einzelstaaten zur Handhabung der Bestim- auf Kosten der größeren österreichischen Reichshälfte mungen des Preßgesetzes vollkommen ausreichen dürfte, mit Casenirungen zu versehen — ein Plan, gegen den — Das lahme und matte Verhalten der französischen sich namentlich der cisleithanische Finanz-Minister, Regierung gegen ihre clericalen Souveräne ist Gegen- Baron Depretis, mit Händen und Füßen sträubt, stand der Besprechung in der gesammten Presse der Dadurch aber ziehen sich die pesther Conferenzen un- civilisirten Welt. Die Schwäche der Regierung gegen gebührlich in die Länge. ES ist höchst wahrscheinlich, diesen übermüthigen Clerus tritt um so auffälliger daß bei diesem Anlaß auch daS neue Kriegsbudget, hervor, als dieselbe Regierung gegen die liberal« Preffe welches zu Ostern den Delegationen vorgelegt werden um Mittel zur Unterdrückung nicht im mindesten ver soll, gegenseitige Vereinbarungen hervorruft, Angesichts legen ist, und gegen diese mit äußerster Schärfe ihre der mißlichen Lage der ungarischen Staatsfinanzen, Interessen zu wahren sucht; auch dabei gilt der Volks die noch gestern nothwendig machten, daß der Ministerspruch: „Ja, Bauer, das ist ganz 'was Anderes!" Präsident Szlavy im Oberhause direkt einen Appell Die Bischöfe erklären immer offener, daß sie über dem an die Magnaten richten mußte, damit sie im Steuer Gesetz und über jeder Regierung stehen! „Man muß zahlen weniger säumig blieben.
Gott mehr gehorchen, als den Menschen!" Damit ©tuf, 2. Jan. Bei der gestrigen Besitz-Erwirb der Papst als alleiniger Souverän eingesetzt! greifung der Kirchen Seitens ber Altkatholiken fanden Meininger», 30. Dec. Vor einiger Zeit hat in der Vorstadt Carouge Ruhe-Störungen statt. Die die Mitteldeutsche Creditbank eine ihrer eigenen 10- Ultramontanen haben unter Leitung eines Herrn Thaler-Noten, an welcher das linke Eckstück fehlte, sonst Deprange ein Comite eingesetzt, welches wahrscheinlich aber noch alle Nummern u. s. w. zeigte, nur mit 7^2 mit Schritten bei der Bundesbehörde beaufttagt ist. Thlr. eingelöst. Zur Erklärung dieses auffallenden Der Maire von Carouge soll demissionirt haben.
Verfahrens theilt nun die „Dorfzeitung" Folgendes Pari-, 1. Jan. Heute fand in Versailles der mit: „Früher hatte die betreffende Credttbank auch große Neujahrsempfang statt. Vorher hatte Mac den kleinsten Theil ihrer Banknoten voll eingelöst, Mahon dem Präsidenten der Nationalversammlung, wenn er nur die betreffende Nummer enthielt, dagegen Herrn Buffet, seinen Besuch abgestattet, und zwar m aber die Einlösung eines jeden, auch des größten seinem mit zwei Pferden bespannten Galawagen, in TheilS einer Banknote ohne die Nummer abgelehnt, welchem er den Schah von Persien bei dessen Auf- Gegen dieses Verfahren erhoben sich die lebhaftesten enthalt in Pari« spaziren geführt hatte. Hinter dem Reclamationen, welche sich zum Theil auch als sehr Marschall fuhren in drei Wagen die Minister und billig darstellten. Die Mitteldeutsche Creditbank gab einige hohe Staatsbeamte. Cuirassiere ritten dem daher das bisherige Verfahren auf und adoptirte den Wagen voraus und eine andere Abtheilung dieser
Grundsatz, daß, ohne alle und jede Rücksicht auf die Truppen schloß den Zug ab. Um 12'/t Uhr war
Nummer, eine Note voll oder zu 3/4, z„ i/2, zu i/4 der Marschall mit seinem Gefolge wieder in seinem
eingelöst wird, je nachdem die Note vollständig ober Palais, wo er sich in den sogenannten „Salon d’hon-
zu s/4, zu 1/2, zu 1/4 präsentirt wird. Gegen dieses neur“ begab, die Ehrenbezeigungen des officiellen Verfahren ist bis jetzt nur eine Beschwerde erhoben Frankreichs entgegenzunehmen. Ihm unterstanden die worden, in Folge deren die Bank erklärte, jede andere Minister, die Marschälle, der Gouverneur von Paris, Nprm zu acceptiren, welche das Ministerium vor- General Ladmirault, der Großkanzler der Ehrenlegion
und der Gouverneur deS Jnvaliden-Hotel« Thier« hatte, als er am vorigen NeujahrStage die officielle Welt empfing, nur einige Vertraute um sich versammelt. Daß Mac Mahon, der eben Marschall ist, einen größeren Pomp entfaltet, kann natürlich nicht Wunder nehmen. Doch sand das Publikum, daS die Feierlichkeit vor das präsidentschaflliche Palais gelockt hatte, daß es am Ende unnütz gewesen sei, den Gouverneur der „Invaliden" zu einem Empfang zu befehlen, den man als den Beginn der „Regeneration Frankreichs" betrachten soll. Präsident Buffet er- wiederte um 12'/, Uhr den Besuch de« Präsidenten Mac Mahon. Er fuhr auch in einem Galawagen, doch keinem so glänzenden wie Mac Mahon ; er hatte auch nur einen Bedienten, der sich zudem auf dem Bock neben dem Kutscher befand. Dafür hatte er aber eine glänzende EScorte. Seinem Wagen fuhr ein Wagen voraus, in welchem sich die ersten Huissiers der National - Versammlung befanden. Dann kam eine Abtheilung Dragoner. An den beiden Seiten seines Wagens ritten zwei Dragoner-Hauptleute, ein Luxus welcher an bie Ex - Kaiserin erinnerte: und ben, nebenbei gesagt, sich das heutige Staatsoberhaupt Frankreich« nicht erlaubt hatte. Hinter beut Buffet'- schen Wagen tarnen bann wieber Dragoner, d. h, er fuhr in bet Weise, wie ber Ex-Kaiser, wenn er sich zur Eröffnung ber Kammer nach ber „Salle des Etats“ begab. Hinter ben Dragonern kamen bann vier Wagen mit ben übrigen Mitgliedern beS Vorstandes ber National - Versammlung, und eine weitere Abtheilung Dragoner sprengte hinter dem Buffet'scheu Zug her. Buffet selbst sah äußerst stolz und zufrieden auS Das Publicum vor dem prästdentschaftlichen Palais wurde von Polizei-Agenten in Ordnung gehalten In dem sogenannten „Cour d’honneur“ befanden sich Gendarmen, um Spalier zu bilben. Nach bem Präst- benten Buffet empfing ber Marschall Mac Mahon bie Deputirten, bie sich aber nur in geringer Zahl cinfanben. Alsdann wurden bie Versailler Behörden, ben Bischof von Versailles an ber Spitze, empfangen Dieselben würben, wie auch bie übrigen hohen Personen, bie sich zum Empfang eingefunben, von dem „Introducteur des Ambassadeurs,“ Herrn Mallord, vorgestellt. Um 1 Uhr wurde das diplomatische CorpS empfangen. Unter ben Mitgliedern desselben bemerkt man den neuen Cardinal Chigi, ben Grafen Arnim, der von dem Grafen v. WeSdehlen und bem Major Bülow (letzterer war in Uniform) begleitet war, Lorb Lyons, ben Fürsten Orlow, ben türkischen Botschafter unb bie Gesandten von Persien, Belgien, ber Vereinigten Staaten u. s. w. Ein Theil bet Botschafter unb Gesandten, darunter Graf Arnim, Fürst Orlow unb Lorb Lyons, fuhren nach bem Empfang in ben Restaurant ber Reservoirs, um dort zu frühstücken. Der Marschall Mac Mahon verhielt sich beim Empfang des diplomatischen CorpS sehr passiv. Er sprach fast kein Wort, wie er sich den» überhaupt während des ganzen Empfanges in ein höchst „kluges Schweigen" hüllte. — Die „Agence HavaS" dementirt die Nachricht von der Abberufung des Kriegsschiffes „Orenoque" vor Civitavecchia. Weder bezüglich deS Schiffes noch betreffs der dem Commandanten von der vorigen Regierung gegebenen Instructionen fei eine Aenberung beabsichtigt.
Madrid, 31. Dec. Castelar selbst Hat bnrch ein nach ben Kämpfen von Tolosa an ben General Morinos erlassenes Belobigungsschreiben bargechan, welch entscheideuben Erfolg er sich von ber strategischen Bewegung ber Nordarmee durch Navarra unb die
Fußpfad schlängette sich bequem bie Höhe hinauf unb hörbar werben möchte. Auch sprachen sie nicht, benn seines zierlichen Aussehens, der Blumen unb Bäume versprach überdies lohnende Aussicht — wie, wenn noch leichter konnte die bebende Stimme zum Berräther seines Gartens, und preist den Besitzer glücklich. Aber man ausstiege unb ben Wagen allein seinen Weg werben. Erst als sie auf bet Höhe angelangt waren ba« Haus ist öde, ber Garten einsam, unb ber Besuchen ließe. unb hier im Anschauen ber reichen, ringsum auSge- sitzer nicht glücklich! Freudlos ziehen seine Tage dahin:
„Sollten wir nicht den armen Thier en ihre Last breiteten Landschaft einige Augenblicke geruht hatten, keine liebe Stimme tönt, wenn er heimkehrt, an fein etwa« leichter machen unb bie wenigen Schritte ba Wagte Anni bas Schweigen zu unterbrechen. „Wie froh lauschenbes Ohr; keine treue Hand streckt sich ihm hinauf gehen?" fragte in biesem Augenblick, als hätte friedlich bas Dörfchen ba unten liegt," sprach sie entgegen, willkommen ihn zu heißen; kein liebeglänzen- sie auf seinem Antlitz seine Gedanken gelesen, Anni, weich; „unb wie traulich die Häuser alle sich um bas bes Auge lacht ihn an; keine freudepochende Brust nachdem sie mit bem feinen Tuch rasch, fast unvermerkt altersgraue Kirchlein scharen. Fast wie bie Küchlein lehnt sich glücklich unb beglückend an die feinige — über Augen unb Wange gefahren war. um bie mütterliche Henne!" seinem Lebe» fehlt bas Licht unb bie Wärme unb
„Gewiß, unb gern, wenn es Ihnen nicht zuviel Friejen nickte in Gebanken verloren. „Sehen Sie bas Gebeihen — fehlt die geliebte Gefährtin, da« zugemuthet ist!" dort drüben, ber Kirche zunächst, ba« hübsche Gehöft treue Weib, bas feinem darbenden Herzen süße
„Nicht im Geringsten! ich gehe fast lieber al« ich mit bem in ber Sonne aufblitzenden Teich unb bem Sättigung gewähre! — O Anni! hat benn er allein fahrt!« zierlichen Taub mH Luschen?" nicht verbient, glücklich zu fein? Ist benn er allein
„Der Fußweg ist auch recht gangbar unb hübsch," „Ich sehe es. Zwei schöne alte Bäume beschatten verurtheilt, freublo« durch ba« Leben zu schreiten, fiel "hier unterstützenb ber für feine Pferde zärtlich bie Thür bes Hauses unb hinter bemfelben breitet sich freudlos unb liebelos unb einsam?"
besorgte Postillon ein, „unb oben könnten bie Herr- ein Garten — —" „Nein, 0 nein!" rief unter stürzenden Thränm
schäften ja bann wieber einfteigen." Friesen nickte. „ES ist der Pfarrhof, unb zwei ba« Mädchen, wie flehend die Hände gegen ihn er-
„Nein. nein!" beschieb ihn Friesen, sich rasch hinaus- glückliche Menschen wohnen bort, in herzlicher Liebe hoben. „Mein teurer edelmüthiger Freund! Der schwingend und Anni beeifcrt die Hand reichend; „fahrt vereinigt —" gütige Gott, der mir in Ihnen einen Beschützer und
nur vollends auch hinab und wartet unsrer unten im „Sie verdienen es, glücklich, 0 so sehr glücklich Tröster erweckte, in der dunkelsten Stunde meines Thal." zu sein! Gott breite seine allmächtige Hand über das Lebens, er wird — er kann nicht wollen, daß Ihr
„Ganz wohl." traute Hau« hin und decke es und seine lieben Be- große«, edles Herz unbefriedigt bleibe, daß Sie ein
Schweigend stiegen die beiden jungen Leute neben wchner gegen alle Noch und Bitterkett des Leben«!--" Leb-nSglück entbehren sollen, da« Sie vor tausend
einander ben Hügel hinan, unb jeber fürchtete, daß „Anni! — auch mir steht, fern von hier, ein andere» verdienen."
daö stürmische Klopfen seine« Herzm« dem anderen freundliche« Hau«, unb wer vorübergeht, freut sich (Schluß folgt.)