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die Grasernten befremden, daß sich überhaupt noch l Lehrfach des Sanskrit und der vergleichenden Sprachforschung Ktimnip» aeaen hip 9htPiritfirttn<i 8pä SRrntpctfi prüpftpn ernannt tvordeN-

Stimmen gegen die Ausführung des Projects erheben,

fUniv.-Nachrs Der außerordentliche Professor bei der philosophischen Fakultät der Universität Jenas, Dr. Berthold Delbrück ist zum ordentlichen Professor für das

Hawturg, 20. Oct. Das der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Aktien-Gesellschaft gehörende Post-Dampfschiff Holsatia, Capitain Barends, am ö-d.M. vonNewyork abgegaugen, ist, nach einer Reise von 10 Tagen 3 Stunden, am 20. d. M, 5 Uhr Morgens, in Plymouth angekommen, und hat, nachdem es daselbst die Verein. Staaten-Post, so wie die für England bestimmten Passagiere gelandet, um 6 Uhr die Reise via Cherbourg nach Hambuch fortgesetzt. Dasselbe überbringt: 173 Passagiere/ 139 Briefsäcke, 1300 Tons Ladung, 41,682 Dollar Contanten.

Frankfurt a. M-, 22 October. (3d>[u6-Course. Staatsbahn - Aktien 330, Elisabeth 218, Galizier 2164, Lombarden 160^. Rordwestbahn 199, Creditactiea 218’g, Silberrente 64$, Papierrente —, 1860r Loose 90j, Rativna!- bank 979, Spanier 17$, 1882t Amerikaner —.

Berlin, 22. October. (Ansangscourse). Credilactien 124) Staatsbahn 188$, Lombarden 91), Amerik- 98).

Für den durch Krankheit verhinderten Dr. Oetker war Oberbürgermeister Rang 'aus Fulda als Stell­vertreter eingetreten. Ueber folgende Gegenstände wurde berathen, bezw. Beschluß gefaßt. Die Wieder besetzung einer erledigten Probatorstelle bei der LandeS- krcditkasfe wurde auf einige Monate ausgesetzt. Die Verzinsung des von der Stadt Marburg zum Bau der Jrrenheilanstalt zugesicherten Zuschusses wurde bis zum 1. Januar 1875 verschoben. Unterstützungen zum Landwegebau wurden bewilligt: den Gemeinden Dankerode 140 Thlr., Diemerode 540 Thlr., den Gemeinden Schlotzau rc. 500 Thlr., zur Herstellung des Weges von Langenschwarz nach Schlitz im Staats­walde 345 Thlr., zur Unterhaltung des Weges im Staatswalde von Karlshafen nach Gewissenruhe 1000 Thlr. Anträge wegen Erhöhung des Diensteinkommens der Wärtergehülfen und Wärterlehrlinge deS Landes- Hospitals Haina wurden gebilligt, desgleichen ein solcher wegen Bewilligung besonderer Vergütungen an das Wärtcrpersonal daselbst. (H. M.)

Kassel, 21. Oct. Am Sonntag Vormittag, schreibt der „91. K. 21.", fand im Hallengebäude eine zahlreich besuchte Versammlung von Hausfrauen aller Stände statt, um durch gemeinschaftliche Derathung eine Basis zu gewinnen, auf der man mit Erfolg gegen die unerträgliche Uebertheuerung der Lebens mittel vperiren könne. Es wurde beschlossen: 1) Die Butter mit nicht mehr als 10—11 Sgr. das Pfund, 2) Eier für die Monate Oktober und November mit 11 Sgr. pro Steige, 3) den Schmand 3 Sgr. pro Schoppen und 4) die Gänse nach dem Gewicht ä Pfd. mit 4 und 5 Sgr. zu zahlen. In etwa 14 Tagen soll zu gleichem Zwecke eine Zusammenkunft von Kasseler Hausfrauen im großen Stadtbausaale statt­finden. 4 "

Fulda, 20. Oct. Schon jetzt werden in cleri calen Kreisen vier Diöcesan - Priester genannt, welche aller Wahrscheinlichkeit nach auf der Candidatenliste für die nächste Bischosswahl figuriren dürsten. Es sind dies der Land-Dechant Müller in Kastel, der Stadtpfarrer Hohmann zu Weimar, der Land Dechant Erb zu Johannisberg und der Seminariums Regens Dr. Komp dahier. Die Reihenfolge, in welcher die­selben ausgeführt sind, bildet zugleich die Scala für die mehr oder minder extrem - kirchliche Richtung der Einzelnen. Was den Stadtpfarrer Hohmann in Weimar betrifft, so soll der verstorbene Bischof ausdrücklich den Wunsch geäußert haben, daß man diesen auch für die Nachfolge Vorschlägen möge. Daß das Domcapitel die Vorschläge auf Grund deS durch die mehrerwähn len päpstlichen Bullen geregelten Wahl - Verfahrens machen und solche der Staatsregierung unterbreiten wird, ist sicher. Wenn nun letztere, wie voraussicht­lich, die sämmtlichen Namen mit dem Rothstifte be­handelt oder Bedingungen stellt, an die sich das Capitol oder der eventuell zu Wählende nicht binden wollen, so wird das Interregnum wohl ein dauerndes werden. Ueber die Frage der Anerkennung deS zum BiSthums- Verweser ernannten Dom-Dechanten Laberenz hat sich die Regierung unseren Informationen zufolge bis jetzt noch nicht geäußert.

welches der Staat unter Aufwendung bedeutender Kosten auf seine Rechnung im Interesse unserer Gegend hat ausarbeiten lassen. Jeder vernünftige Landwirth muß auch in der Bereitwilligkeit der Staats­verwaltung, mit welcher ein Theil der Kosten auf die Staatskasse übernommen wird, ein anderer aber unter sehr günstigen Bedingungen den Interessenten zur Verfügung gestellt wird, die weise Fürsorge aner­kennen, das große vortheilhafte Werk zum Besten der Betheiligten nach allen Kräften fördern zu helfen. Wie aber nun Seitens der leitenden Behörden Nichts versäumt worden ist und versäumt werden wird, zur Aufklärung der Interessenten beizutragen, so ist auch Pflicht aller verständigen und einsichtsvollen Laud- wirthe, welche sich von der Nützlichkeit und Noth- weudigkeit der Melioration überzeugt haben, daß die noch herrschenden Vorurtheile und Jrrthümer in der Mitte der Betheiligten beseitigt werden, daß nicht etwa wider Erwarten der Ausführung Hindernisse bereitet werden, welche nur zum Nachtheil aller In­teressenten gereichen könnten. Vorurtheile und Jrr­thümer lasten sich am Ende auch noch beseitigen, wo aber Unverständniß und böser Wille im Spiele sind, da ist es erst recht Pflicht der verständigen Land- wirthe, in ihrem und aller Mitbetheiligten Interesse mit allen Kräften für Durchführung der dargeboteneu Meliorationen einzutreten. -

Kassel, 20. Oct. Den 16., 17. und 18. d. war der ständische Verwaltungs-Ausschuß hier ver-

Telegrapßische Depesche» der Ober- hessische» Zeitung.

Wie», 21. Oct. Die bei dem Galadiner auö- gebrachten Toaste lauten: Der des Kaisers Franz Joseph: „Nagern mein innigster Wunsch, meinen lieben Freund und Bruder noch während der Welt­ausstellung in Wien willkommen heißen zu können, in Erfüllung gegangen ist, so erhebe ich mit freudigem Herzen und bestem Danke das Glas auf das Wohl unseres lieben Gastes. Se. Majestät der deutsche Kaiser und König von Preußen lebe höchst Kaiser Wilhelm erwiederte: Erlauben mir Ew. Majestät, daß ich auf die eben gehörten erhebenden Worte meinen herzlichsten und freundschaftlichsten Dank ausspreche. An diesen Dank reihe ich den für die gastliche und freundschaftliche Aufnahme, welche die Kaiserin, meine Gemahlin, und meine Kinder hier gefunden haben. Es ist mir eine besondere Genugthuung, daß ich den freundlichen Besuch, den Ew. Majestät in Verbindung mit Sr. Majestät dem Kaiser von Rußland im vorigen Jahre in Berlin machten, noch während der Welt­ausstellung habe erwidern können. Die damals unter uns ausgetauschtcn freundschaftlichen Gesinnungen, die) ich hier jetzt in vollem Maße wiedergefunden habe, - sind eine Bürgschaft des europäischen Friedens und der Wohlfahrt unserer Völker. Ich trinke auf das Wohl Sr. Majestät des Kaisers von Oesterreich und Königs von Ungarn, meines erhabenen Freundes und Bruderö." ' : ■->■■■ -

Paris, 20. Ott Einigen Deputirten, «elchesich heute zu dem Präsidenten der Republik begeben hatten, um ihn zu fragen, ob die über ihn verbreiteten Ge­rüchte richtig wären, erklärte der Präsident: „Wenn ich als Soldat immer meinem Lande zu Diensten bin, verwerfe ich als Mann der Positik den Gedanken, daß ich die Gewalt behalten sollte, unter welcher Be­dingung sie mir nun angetragen würde, absolut. Ich bin durch die konservative Majorität ernannt worden und werde mich nicht von ihr trennen. Das „Jour­nal officiel" wird morgen Decrete veröffentlichen, durch welche die Wahlkollegien der Departements Aube und Seine inferieure auf den 16. November einbe- rufen werden.

Trianon, 21. Oct. Prozeß Bazaine. Fort«"' setzung des Zeugenverhörs. Schneider und Rouher sagen aus, daß Bazaine keinerlei Schritte zur Er­langung des Oberkommandos gethan habe. Marschall Caurobert legt seine Theilnahme an den militärischen Operationen, namentlich an dem Tage des 15. August, dar und betont den geringeren Werth der französi­schen Artillerie, von der er nur über 54 Kanonen verfügt habe. Nichtsdestoweniger habe er das Schlacht­feld behauptet. Die Erzählung Canroberts ruft eine lebhafte Bewegung hervor. Caurobert betont den persönlichen Muth BazaineS und erzählt die Schlacht bei St. Privat; er habe zweimal das Hauptquartier benachrichtigt, daß es an Munition fehle; Mittags habe er Mittheilung erhalten, daß die Garde zu seiner Unterstützung erscheinen werde, es sei aber nichts ge­kommen. Caurobert führt aus, daß Bazaine sich von der Wichtigkeit der Schlacht keine Vorstellung gemacht habe. Leboeuf, Ladmirault, Bourbaki, Frostard und Jarras geben ihre Aussagen über die militärischen Operationen bis zum 19. August ab. Bourbaki sagt, er habe am 18. keine Ordre zur Unterstützung Can­roberts erhalten, von deffen Gefahr er nichts gewußt habe. Er habe nicht geglaubt, ohne Ordre marschireu zu dürfen.

habe, ihnen ihre zukünftigen Abstimmungen zu dictiren. s sammelt. Den Vorsitz führte Herr v. Milchling. Sie würden nach freiem Gewissen stimmen.

Frankfurt, 21.Ott. Das Geschäft auf dem hiesigen _ Pferdemarkt ging gestern Vormittag besser als Nachmittags wo es stundenweise verstaute. Bei Eröffnung des Markes standen mehr Luxuspferde als Arbeitspferde zum Verkauf; für letztere ist Nachfrage, für erstere wenig Begehr. Es sind dies die Folgen des Börsenkraches. Verschiedene Händler haben edle Rosse in dem Stalle stehen, die noch vor Kurzem an der Donau und anderwärts aus den Krippen der Börsiers fraßen. Unsere Pferdebesitzer zeigen gleichfalls keine Neigung ihren Pferdebestand zu completiren; eher bemerkt man Lust zum Abschaffen. Zu Beginn des Marktes standen 432 Arbeits­pferde und ca. 860 Luxuspferde zum Verkauf.

der französische Gesandte Fournier angesichts der un­gewissen politischen Lage, in Frankreich auf ausdrück­lichen Wunsch deS Herzogs von Broglie nicht schon in nächster Zeit nach Rom zurückkehrm wird. Das Journal fügt hinzu, daß die Abberufung Fournier's ein Anzeichen für die Absicht der französischen Re­gierung sein würde, ihr bisheriges freundschaftliches Verhalten gegen Italien zu ändern.

Pari-, 21. Okt. Der „Moniteur Universel" bringt folgenden angeblichen Inhalt der Hauptbestim- mungen, welche vom Neuner-Ausschuß beschlossen und als Basis zur Herstellung der Monarchie dienen sollen Zutritt zu allen Civil'- und Militärstellen, religiöse Freiheit ohne Unterschied zwischen den bestehenden Cutten; Preßfreiheit unter den für die öffentliche Ord­nung nölhigen Garantieen, jährliche Votirung der Steuern durch die Landesvertretung, Beibehaltung und Organifirung des allgemeinen Stimmrechts — dieses Alles jedoch vorbehaltlich de» definitiven Textes, der erst in der letzten Stunde beschlossen wird. — Das orleamstische „Journal de Paris" erklärt, es sei voll­ständig unbegründet, daß der Herzog von Aumale die Präsidentschaft der Republik an Mac Mahon's Stelle annehmen werde, -r- Es sind wieder Briefe von De- pmirten des linken Centrums erschienen, die sich zu Gunsten der Republik aussprechen. Die Briefe kommen fast alle von Deputirten her, die am 24. Mai für Thier« gestimmt hatten. Andere Briefe, namentlich von Target, Johnston, dem Marquis de Plocui und Admiral Saisfet erklären als Antwort auf gewisse An­sinnen einiger ihrer Wähler, daß Niemand das Recht

Versailles, 20. Oct. Alle Nachrichten über bworstehende Modifikationen des Ministeriums sind, der „Agence HavaS" zufolge, unbegründet. Das Mi­nisterium werde in der gegenwärtigen Zusammensetzung vor die Nationalversammlung treten.

London, 21. Oct. Die Morning Post ver­öffentlicht officiel eine Depesche des türkischen Mi-, nisterS der auswärtigen Augelegeuheften an den hie­sigen Gesandten in Betreff der angeordneten Reformen der Bakus - Säcularisation, deS Tabakregals, des Stempels und der Grundsteuer u. s. w. Die Stempel­steuer soll künftig eine Million Pfund liefern. ES soll ferner eine regelmäßige und sorgfältige Etatisi- rung stattfinden und keine unetatistrte Ausgabe mehr gemacht werden.-________________________

Marburg, 22. Oct. Dem Vernehmen nach werden auch in diesem Winter eine Anzahl Concerte unter Leitung deS Herrn Günther und Mitwirkung der ersten Gejangskräfte der Kaffeler Hosbühne dahier stattfinden. Wie wir hören, hat zu dem ersten, auf Montag, den 3. November angesetzten Concert Frau Hof-Opernsängerin SoltanS ihre Mitwirkung zu- gesagt. Dieselbe soll aus „Fidelio" die große Arie und Recitativ deS „Fidelio", sowie aus „Oberon" Recitativ und Arie der Rezia und eifrige Lieber vor­zutragen sich bereit erklärt haben.

TchweinSberg, 14. Oct. lieber die beabsichtigte Ohm-Regnlirung wird der „H. Mgztg." von hier ge­schrieben: DaS seit Jahren in Aussicht gestellte und von allen einsichtsvollen Landwirthen mit Freuden begrüßte Projekt einer Melioration deS Ohmthales durch Regulirung deS Ohmfluffes, sowie Ent- und Bewässerung in den zugehörigen Thalgebieten scheint nunmehr seiner Ausführung entgegenzugehen. Dem Vernehmen nach sollen nämlich in nächster Zeit die .bereits ausgearbeitete, auf das gedachte Projekt be­zügliche Denkschrift, sowie der für die zu bildende Genossenschaft ausgearbeitete Statutenentwurf den Jntereffenten durch den königl. CommiffariuS für die Ohmregulirung Regierungsassessor Rohde zu Marburg zur Erklärung vorgelegt werden. Wie zu erwarten steht, werden alle vernünftigen Landwirthe, deren Grundbesitz in daS Meliorationsgebiet fällt, ohne An­stand ihre Zustimmung zur Ausführung des Projectes geben und dürfte dann in nicht allzu langer Zeit die Genoffenschaft nach Sanctionimng des ausgearbeiteten Statuts durch allerhöchste Verordnung ins Leben ge­rufen werden. Wiewohl nun die vor wenigen Tagen stattgehabte Besichtigung deS MelioratiousgebietS durch den Regierungsbeamten, die KreiSräthe und die Me- liorationScvmmiffarien unter Zuziehung der Bürger­meister und sonstigen Betheiligten nicht ohne wesent­lichen Nutzen zur Aufklärung noch bestehender Irr chümer und Vorurtheile beigetragen hat, so kann bei der demnächstigen Vernehmung sämmtlicher Jntereffenten doch noch ein Theil berfelben die Zustimmung zu d.m Projekte verweigern. Und wenn auch ein etwaiger Widerspruch die Constituirung der Genossenschaft und Sanctionirung deS Statuts keineswegs ausschließt, so muß es doch bei der allseitig anerkannten und so oft zu Tage getretenen Calamität des alljährlichen unzeitigen AuStretenS der Ohm, der Verfchlemmung des Grases und der Zerstörung der Hoffnungen auf