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Baumwollenbestand durch Witterung und Insektenfraß von dem SePiemberdurchschnittSsatz von 98 pCt. auf 781/2 pCt. herabgemindert. ES ist fortdauernd gute Witterung bis zur Ernte nöthig, wenn der heurige Ertrag dem des Jahres 1872 gleichkommen soll.

— AuS New-Uork treffen briefliche Nachrichten über die Verhandlungen der evangelischen Allianz vom 4. d. MtS. ein. Die Correspondenten beschreiben mit einigem Humor das Unharmonische der — im reli­giösen Sinne — sehr gemischten Versammlung, welches fich in der äußeren Haltung deutlich ausprägte. Von butschen Namen finden sich auf der Theilnehmerlistc als die bemerkenSwerthesten: Profesfor Dörner, Dr. Spieß, Dr. Krummacher, Dr. Chriestlieb, Dr. Witt, Dr. Zimmermann und Graf Andrea« Bernstoff. Die Versammlung wählte Th. Wolseley, früheren Präst- denlen von Dale College, zum Vorsitzenden. Derselbe führte in gewandter und leicht verständlicher Rede a«S, worin die Zwecke der Versammlung beständen. Es folgten Berichte der Deputirten aus den verschie- denen Welttheilen über die religiöse Haltung der Be völkerung. Fast durchweg lauteten diese stark pessimi­stisch. Ueberall sei der Unglaube und Materialismus im Zunehmen begriffen; nur der spanische Delegirte schloß sich von dem allgemeinen Klageruf aus. lieber deutsche Verhältnisse wurde ein geschriebener Bericht des Professors Tholuck verlesen, der allerdings auch ein hoffnungsloses Bild entwirft, an und für sich aber in Folge seiner Fassung viel Beifall fand. Der Decan von Lauterbury, Dr. Payne Smith, verlas ein längeres Schreiben des Erzbischofs der geistlichen Diöcese, worin derselbe seine Sympathie für daö Streben und die Leistungen der Allianz ausdrückt. Dr. Schaff berichtete über eine Audienz, die er bei dem Deutschen Kaiser gehabt habe. „Der Kaiser trug mir darin auf, dieser Versammlung feinen herzlichsten Gruß und seine herzlichsten Wünsche zu überbringen. Er begleitete seine Worte mit einem freundlichen Händedruck. Er sprach überdies den Wunsch aus, ich möge diese General- Conferenz der evangelischen Allianz seiner vollen Sympathie mit ihren Grund sätzen und ihrem Streben nach evangelischer Einheit versichern. (£r sagte, er nehme zu der evangelischen Allianz genau dieselbe Stellung ein, welche sein Bruder zum öffentlichen Ausdruck brachte, als er die General- Conserenz im Jahre 1857 in seinem Schlöffe Sans­souci zu Potsdam empfing. DaS war das letzte Mal, daß Friedrich Wilhelm IV. von Preußen im öffent­lichen Leben auftrat, und da legte er ein überaus edles Zeugniß ab für christliche Wahrheit und evan­gelische Einheit. Der Kaiser fügte hinzu, er lege dm Arbeiten der evangelischen Mianz und dem Zu­sammentritt der General-Conferenz zur jetzigen Zeit um so mehr Bedeutung bei, als auf d,r einen Seite der Unglaube, aus der anderen der Aberglaube sichtlich und stetig an Macht zunehme. Darauf fuhr er in der Redeweise eines alten Soldaten fort: „Rur eine vereinigte Armee kann auf Sieg und auf den Genuß der Früchte ihres Sieges rechnen". Dm Bericht über Italien lieferte Dr. Prochet, er ließ der wunderbaren Rührigkeit der ultramontanen Geistlichen Gerechtigkeit widerfahren. Stuart Cohen sprach über Holland, welches er als zur Hälfte dem UllramontanismuS, zur Hälft« dem Unglaicken ergeben schilderte. Dr. ikummacher beschrieb in gleich unbefriedigender Weise die Haltung der skandinavischen Reiche, Dm schweizer Bericht stattete Dr. Reichel ab. Auch er wußte von Unglauben und von UltramontanismuS ein Lied zu singen. Frankreich sah sich den keineswegs übermäßig zarten Händen des Predigers Decoppet anvertraut, Spanim fand im Prediger Fkiedlwr einen hoffnungS volleren Kritiker, über Belgien wurde von Dr. Arnot, über Griechenland vom Geistlichen Kalopathakis be­richtet. In einer Schlußrede mahnte der Decan von Canterbury die Versammlung daran, daß eine ganz ausnahmslose Einheit nicht zu erzielen fei.

Fulda, 17. Oct. Die Beisetzungsfeier der ir­dischen Ueberreste des Herrn Bischof Cristvph Florentius erfolgte heute früh 9 Uhr und endete um 12 Uhr. Der Zudrang aus^allen Theilen der Diöcese war ei» ganz immmser; kaum Vs der Teilnehmer konnten die Hallen des DomeS fasten. Von Bischöfen waren eingetroffen, der von Mainz, Paterborn und Würz bürg; ferner der Weihbischof von Freiburg und der Generalvikar von Limburg; es waren,damit sämmt- liche BiSthümer der oberrheinischen Kirchmprovin vertreten. Die Begräbnißfeierlichkeiten leitete der Bischo von Mainz, währenddem Dr. Manin von Paderborn die IVJtünbige Leichenrede hielt. Die in allen Theilen interestante Rede soll demnächst im Druck erscheinen. Der Zug war programmmäßig geordnet; voran die verschiedenen Anstalten, Corporationen, die städtischen Behörden in corpore und der Säcularclerus (etwa an 150 Geistliche) mit brennenden Kerzm, darauf der von vier Pferden gezogene Trauerwagm mit

Lorbeerkränzm und den bischöflichen Emblemen ge=| chmückt. Die bischöflichen Insignien wurden von zwei Geistlichen getragen. Dem Trauerwagen folgten die Honoratioren, Civil- und Militärbehörden, com- mandirte Infanterie und Artillerie. Als hervorragende Persönlichkeiten sind zu erwähnen der Präsident der Centrumspartei Excellenz von Savigny; ferner ein Fürst v. Isenburg, Graf b. Frohberg-Montjoi und Freiherr v. Trott. (N. K. Anz.)

Vermischtes.

— Folgende Todesanzeige findet sich in der Marburger Zeitung (Marburg in Steiennark): „Es hat dem Universum gefallen, seinen Zellenhaufen Emanuel Kolisko am 7. Oct. 1873 abzustreifen und der Metamorphose anheimzustellen. Mögen die aufgelösten Urstoffe so lange keine Ruhe haben, bis sie sich zu einer organischen höheren Form verbinden, in der die Vernunft wieder Herrscherin werden kann.

(Ernennungen, Verleihungen re.

Dem seitherigen 5. Lehrer an der Stadtschule zu Witzen- hausen, Both, ist auf geschehene Präsentatation die 2te Lehrer- (Conrector-) Stelle an der genannten Schule über­tragen worden. Die Anstellung des beauftr. Lehrers Heinze als Elementarlehrer an der Bürgerschule zu Cassel ist be­tätigt worden. Versetzt wurden: der Lehrer Orth zu Aufenau, Amtsbezirk Orb, als Lehrer und der prov. Lehrer Wagest er zu Wetzlos, Kr. Hünfeld als beauftr. Lehrer an die Volksschule zu Bockenheim, der Lehrer Bolte zu Seifertshaufen, Kr. Rotenburg, als Lehrer an die ev. Schule zu Tann, Kr. Hersfeld, der Lehrer Eckhardt zu Kirchhof, Kr. Melsungen, als 2. Lehrer an die ev. Schule zu Enkheim, Kr. Hanau, der Lehrer Lies zu Thurnhosbach, Kr. Eschwege, als Lehrer an die ev. Schule zu Niddawitzhausen, deff. Kr., der 1. Lehrer Wenz zu Lohrhaupten, Kr. Gelnhausen, als 2. Lehrer an die ev. Schule zu Eichen, Kr. Hanau, der 2. Lehrer Simon zu Fambach, Kr. Schmalkalden, als 2. Lehrer an die ev. Schule zu Floh, deff. Kr., der prov. Lehrer Völker zu Betzigerode, Kr. Fritzlar, als vrov. 2. Lehrer an die ev. Schule zu Niedermittlau, Kr. Gelnhausen, der isr. Lehrer Kaufmann zu Merzhausen, Kr. Ziegenhain, als Lehrer an die isr. Schule zu Ungedanken, Kr. Fritzlar. Definitiv angestellt wurden: der beauftr. Lehrer Heintz zu Bockenheim zum Lehrer an der Bürgerschule daselbst, der prov. Lehrer Rosenstock zu Eschwege zum 6. Lehrer an der Mädchen-Bürgerschule das., der prov. Lehrer Hinkel zu Marburg zum 4ten Lehrer an der Stadtschule das. der prov. Lehrer Botte zu Haufen, Kr. Witzenhausen, zum Lehrer an der ev. Schule das. der prov. Lehrer Hoßfeld zu Germerode, Kr. Eschwege, zum Lehrer an der ev. Schule das. der prov Lehrer Eh lich zu Rehreu, Amts.Rodenberg, zum Lehrer an der ev. Schule das., der prov. Lehrer Trus- heim zu Roßberg, Kr. Marburg, zum Lehrer an der ev. Schule das., der prov. Lehrer Nuhn zu Willershausen, Kr. Eschwege, zum Lehrer an der ev. Schule das., der prov. Lehrer Seng zu Mecklar, Kr. Hersfeld, zum Lehrer an der ev. Schule das., der beauftr. Turnlehrer Vogel zu Schmal­kalden zum Turnlehrer an den städtischen Schulen daselbst. Provisorisch angestellt wurden: der Schulverweser Wolf zu Rannenberg, Kr. Rinteln, zum Lehrer an der ev. Schule zu Dilschhausen, Kr. Marburg, der Schulverwescr Stehl zu Ellershausen, Kr. Witzenhausen, zum Lehrer an der ev. ev. Schule das, derLehrergehülfeQuehl zuSondheim, Kr. Homberg, zum 2. Lehrer an der ev. Schule zu Asbach Kr. Hersf. Pensiomrt wurden: die Lehrer Schmitt zu Naumburg, Kr. Wolfhagen, und Beck zu Hofbieber, Kr. Fulda. Die nach­gesuchte Dienstentlassung erhielten: der kath. Lehrer Schnei­der zu Eckardroth, Kr. Schlüchtern, die ev. Lehrer Dickhaut zu Metzebach, Kr. Melsungen, S t ö b e r zu Gelnhausen, Rode zu Deisel Kr. Hofgeismar, Hormel zu Wetter, Kr. Marburg, sowie die isr. Lehrer Frank zu Ropperhauscn, Kr.Ziegen­hain, und Reu mark zu Salmünster, Kr. Schlüchtern. Der Lehrer N ie d i n g zu Altenritte, Landtoeis Cassel, ist durch Disciplinarstraferkenntniß auS dem Schuldienste entlassen worden.

Telegraphische Depesche« der Oder« hessischen Zeitung.

Bern, 19. Okt. Die Direktion der Centralbahn, Nordostbahn und der vereinigten Schweizerbahnen be­schlossen vom nächsten Jahre an keine Eisenbahnbillete an Wallfahrer zum halben Preis verabfolgen zu lassen.

Paris, 19. Ott. DaS „Journal officiel" meldet: Alles ausländische Mahlgut kann an allen Zollstätten, welche für Importe bestehen, eingeführt werden. — Die Abendblätter bestätigen, daß der vormalige König von Hannover unter dem strengsten Jncognito gegen roartig in Paris weilt. — Mac Mahon binirte gestern bei dem Fürsten von Serbien. — Nach den neuesten Nachrichten würden die Rechte und das rechte Cen- tmm aus die angeregte beschleunigte Einberufung der Nationalversammlung nicht eingehen. — Neueste An­leihe auf dem Boulevard zu 93. 95, Türken zu 49» 60. gehandelt.

Konstantinopel, 19. Okt. Zur Bezahlung der i. I. 1868 emittirten, am 3L- Oktober fälligen letzten Serie der Schatzbonds sind die nothwendigen Geldmittel nach London überschickt.

Frankfurt a. M-, 20. October. (Schluß-Course). Staatsbahn - Actien 336, Elisabeth —, Galizier 219, Lombarden 1634, Nordwestbahn 201, Creditactien 223, Silberrente 644, Papierrente —, 1860t Loose —, National - bank 980, Spanier 17|, 1882t Amerikaner —.

Berlin, 20. October. (Anfangscourse). Creditactien 1274 Staatsbahn 193^, Lombarden 93J, Amerik. —.

»etloofungen.

Freiburger 15-Fr.-Loose. Serien-Ziehung am IS. October. Gezogene Serien. 36 63 100 592 724 833 1225

1247 1277 1703 2466 2505 2750 3015 3315 3329 3575

3774 3833 4247 4395 4448 4502 5022 5440 5505 5536

5674 5740 5773 6045 6058 6165 6166 6427 6561 6586

6604 6886 7150 7310 7757. Die Prämienziehung findet

am 14. November statt.

Waldstein-Loose. Ziehung am 15. Oct. Haupt­preise: Nr. 52965 10,000 st, Nr- 976911500 fl., Nr. 60632 1000 fl., Nr. 20851 102447 je 500 fl., Nr. 39420 67934 78937 83621 103174 je 100 fl.

Genter 100-Frs.-Loose von 1868. Ziehung am 15. Oct. c., Auszahlung am 15. Nov. c. Nr. 99744 25,000 Fr., Nr. 105237 2000 Fr., Nr. 62156 und 159103 je 500 Fr., Nr. 1140 und 145399 je 225 Fr., Nr. 7979 22621 129057 und 154116 je 200 Fr. Auf die übrigen gezogenen Nummern fiel ein Gewinn von je 125 Fr., deren Auszahlung erst mit dem 2. Januar 1874 erfolgt.

Bari 100-Lire-Loose von 1869. Ziehung am 15. Oct. c. Auszahlung am 10. Jan. 1874. Serie 224 Nr. 29 50,000 Lire, S. 679 Ar. 44 2000>Lire, S. 495 Nr. 33 1000 Lire, S. 14 Nr. 83 600 Lire, S. 566 Nr. 92 600 Lire, S. 172 Nr. 11 200 Lire, S. 402 Nr. 27 200 Lire, 479 Nr. 26 200 Lire, S. 9 Nr. 41, S- 105 Nr. 4, S. 112 Nr. 16, S. 118 Nr. 52, S. 234 Nr. 22, S. 251 Nr. 10, S. 252 Nr. 71, S. 256 Nr. 46, S. 278 Nr. 55, S. 279 Nr- 63, S. 328 Nr. 73, S. 341 Nr 19, S- 373 Nr. 1, S. 393 Nr. 24, S- 485 Nr. 18, S 576 Nr. 48, S. 582 Nr. 83, S- 644 Nr. 9, S. 670 Nr. 12, S. 724 Nr. 3, S. 747 Nr. 68, S. 789 Nr. 18, S- 834 Nr. 48, S- 835 Nr. 32, S. 883 Nr. 4 je 150 Lire.

Anleihe der Stadt Paris vom Jahre 1868- Ziehung am 15. Oct. Auszahlung am 15 Nov. Haupt­preise: Nr- 582375 200,0 »Frs- Nr. 25880 148220 2851 204505 je 10,000 Fr. Nr. 634991 506262 323037 311811 144866 127467 14797 210828 219612 79672 je 1000 Frs.

* Di« Börsenwoche,

Vom Geschäft in der abgelaufenen Woche ist' sehr wenig zu berichten, da dasselbe in einen Marasmus verfallen ist, wie er in den sonst stillsten Perioden kaum je erhört wurde und in einzelnen Branchen fast ganz aufgehört hat- Dahin gehören z. B- die ursoliden deutschen Staatspapiere und Prima-Eisenbahn-Prioritäten, die theils für Kautionen und Stiftungszwecke deponirt sind, theils in den Kaffaschränken „altmodischer" Kapitalisten, die jetzt wieder zu Ehren und Gewinn kommen, ruhen, theils zur Rückzahlung bestimmt und somit selbst für hohe Preise kaum mehr aufzutteiben sind. Das Geschäft in Banken ist ganz erlahmt und — wenn auch ohne solche zwingende Motive wie bei diesen — dasjenige in Bahnen- Das einzige Heil für die Makler, die sonst auch Urlaub nehmen tonnten, ruht noch in den so­genannten Spekulationspapieren, für welche die Contremme immer noch einen weiten Bedarf zu Deckungszwecken hat- Sobald nämlich dies Gesetz der Schwere die im Strome der allgemeinen Entwerthung versinkenden Effecten auf ein Niveau hat, das eine kleine Gewinnstmarke gegen den betr. Verkaufscours bietet, deckt die Contremme. Das treibt die Papiere momentan in die Höhe, bis die Deckungen ausge­führt sind, worauf alsdann fast mit mathematischer Sicher­heit auf einen Rückfall zu zählen ist. Dasselbe Spiel wie­derholt sich jede Woche ein oder mehrmal und ihm allein ist die geringe Bewegung zuzuschreiben, die gegenwärtig an der Börse noch zu beobachten ist. Schon aber erlahmt auch diese Thätigkeit, da die Contremine desto weniger actions­lustig wird, je tiefer die Course gefallen find- Was bann werden soll, wenn es auch keine Contremine mehr gibt, das weiß der liebe Himmel. Die Variationen der drei leitenden Papiere gegen die Vorwoche find kaum nennenswerth. Credit verloren circa fl. 1, Staatsbahn stagnirten und Lombarden die sich in Hoffnung auf die immer noch nicht offiziel er­klärte Nov.-Dividende von fl. 7|—10 recht fest hielten, va- riirten nur um Bruchtheile. Für Bankaktien fehlten aus den oben angeführten Gründen die Käufer vollständig und sogar die Actien sonst noch gut accredidirter Institute blieben selbst bei stark erniedrigten Coursen unverkäuflich. Am besten hielten sich die Actien der süddeutschen Zettel­banken, und nächst ihnen Darmstädter, die fl. 4 höher schließen als vor 8 Tagen, österreich. Nationalbank mit einer kleinen Abschwächung von fl. 2, rhein. Effectenbank mit einer Avance von 2^%, ftuttgarter Bank mit einer solchen von i°/o. Den größten Coursverlust weist Franks. Bankverein auf, nämlich 9°/o, sodann deutsche Vereinsbank die 4, und Antwerpener welche 4j°/° schlechter schließen. Nicht viel erfreulicher sah es am Markt für Bahnactien aus, wo na­mentlich das Angebot von Oesterreich her stark auf die Course drückte und kein lebhafteres Geschäft aufkommen ließ. Oesterreich. Bahnen schließen daher sämmtlich mit Cours­einbußen und zwar verloren Elisabeth 5J, Galizier 5, Grazer und Nordwest je 2$, Böhmen und Rudolph je 2, Albrecht und Buschtehrade Lit. 8. je 1, Elbthal fl. 1 j. Von deutschen Gattungen waren nur Köln-Mindener lebhafter gefragt und zogen in Folge dessen, 2i°/,.an. Baier. Ostbahn behauptete die vorwöchentlichen L-chlußcourse, Oberhessen anziehend. Auch in Anlagewerthen waren die Transactionen nur von geringem Belang. Bei Prioritäten genügte geringes Aufgebot um den Cours abzuschwächen und ist ein allgemeines Weichen derselben zu constatiren. Staatspapiere hielten sich ziemlich fest, soweit es deutsche Sorten betrifft. Oesterreich. Renten gut behauptet, ebenso Spanier. Russen von 1862 verloren im Lauf der Woche 1%, die übrigen Serien stagnirten. Türken auf den Mißerfolg der letzten Anleihe und der jammer­vollen Nachrichten über den Stand der Staatsfinanzen 4j°/° schlechter schließend. Amerikaner verstauten in der zweiten Wochenhälfte und büßten Bruchtheile ein. Pfandbriefe um­satzlos bei theilweise niedrigeren Coursen. Amerikan. Eisen­bahn-Bonds durchgängig offerirt, ohne daß bei den um Prozente schlechteren Preisen fich ein Geschäft entwickeln tonnte. Von Loosen besserten fich Credilloose und Raab- Grazer, indeß ist auf diesem Gebiet von einem eigentlichen Geschäft keine Rede.

Hamburg, 17. Oct. Das der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft gehörende Post-Darnpffchiff Frisia, Cavitain Meier, welches ant 1. d. M von hier und am 4. V. M. von Southampton abgegangen, ist am 16. d. M., 7 Uhr Morgens wohlbehalten in New-I-ork an- gekommen.