Einzelbild herunterladen
 

pflegten, ist an der über fußlangen, seltsam lancet artig geformten, spitzen Klinge unverkennbar. Da die Kriegsbeute an alten Waffen von der in höchst ein­fachen Sitten und Gewohnheiten lebenden, nicht sehr vermögenden Khcmöfamilie russischerseits sehr gering war, werden die 6eibtn Stücke wohl für lange Zeiten die einzigen Cabinetsstücke aus jenem wunderbaren Lande für den westlichen Continent bleiben. Die beiden khiwcstschen Curiosttäten haben auf ihrer weiten Reise bis hierher allein über 2500 Werst Wüste mit ihrem Ueberbringer durchwandert.

Stuttgart, 16. Oct. DerSchw. Merkur" berichtet aus Heidelberg, Professor Treitschke habe einen neuen Ruf nach Berlin erhalten, welchem er unzweifelhaft folgen werde, nur sei es noch fraglich, ob er im Frühjahr oder im Herbst nächsten Jahres nach Berlin übersiedeln werde. Der würtembergiscde Handelsverein, welcher in neunzehn Einzelvereinen die angesehensten Handelsfirmen des Landes zu seinen Mitgliedern zählt, hat kürzlich seine jährliche General- Versammlung in Calw gehalten. Ueber die Münz frage, welche obenan auf der Tagesordnung stand, erstattete der Reichstags-Abgeordnete G. Müller, Chef eines bedeutenden kaufmännischen Geschäfts in Stutt­gart, Bericht. Der Verein sprach seine volle Zustim mung zu dem Reichsmünzgesetz aus und hatte nur den Wunsch, daß seine Durchführung möglichst rasch er­folge. Bezüglich einer Reform der Actien-Gesetzgebung waren folgende Punkte zur Beschlußfassung vorgc- schlagen: 1) Unbedingte Volleinzahlung der Actien, also Streichung des 2. und 3. Abs. des Art. 222 des Handels-Gesetz BucheS. 2) Direktion und Aufsichts­rath haben einen angemessenen Theil, etwa i/io, der grsammtcn Actien zu deponiren. 3) Festsetzung einer bestimmten Zahl von Personen, welche mindestens zur Gründung einer Actien - Gesellschaft erforderlich sind. 4) Veröffentlichung der Namen der ersten Actionäre und Verpflichtung derselben, den Werth und Kaufpreis etwaiger Vermögensstücke nachzuweisen. 5) Verpflich­tung der Gründer, die Prospecte mit ihren vollen Namen zu unterzeichnen und Bestrafung derselben wegen unrichtiger Angaben nach Art. 249 des Gesetzes vom 11. Ami 1870, sowie Verpflichtung derselben zum Ersatz jeden Schadens, der den Actionären oder anderen Personen durch dergleichen unrichtige Angaben erwachsen. 6) Die Actien - Emission bedarf der Zu­stimmung der General-Versammlung. 7) Hypotheken und Prioritäten sollen von der General-Versammlung genehmigt werden. 8) Wahl der Revisoren durch die General-Versammlung mit der Befugniß, die materielle Prüfung der Geschäftsführung vorzunehmen und von Direktion und AufsichtSrath jede Auskunft zu verlangen Bei der DiScusston ergab sich, daß ein erheblicher Theil der Versammlung zweifelhaft war, ob durch die vorgeschlagenen Verschärfungen des Gesetzes das Publi­kum wirklich vor Schaden behütet werden könne, wenn es denn doch immer wieder den Verlockungen der Emissionen Glauben schenke, und ob nicht auch die schärfsten Bestimmungen durch die Schlauheit der

mehr daran. Jeder Gedanke an Rücksicht war ver­schwunden. Mtt entsetzlichem Geschrei stürzte sie über den Tobten hin, umschlang ihn mit den Armen, küßte ihn und rief seinen Namen. Dann rang ste ver zwciflungsvoll die Hände und rauste wie eine Wahn­sinnige ihr Haar.

Mit Gewalt wurde ste endlich durch ihren Vater und Bruder fortgebracht.

Da erhob sich auch der Deichbauer. Er zitterte noch, aber einen Theil seiner Fassung hatte er wicder errungen. Er blickte sich um, als suche er den, der die Thal begairgen. Neben ihm stand Franz.

Sein Blick traf ihn, aber fest und ruhig hielt der Bursche denselben auö.

Ein Gedanke durchzuckte ihn. Hatte er nicht Georg gehaßt, hatte er nicht gegen. ihn selbst schon das Meffer gezückt?

Du, Bube, hast ihn ermordet!" rief er, chn an der Brust ersasfend.Erstochen hast Du chn!"

Franz rührte sich nicht. Keine Miene seines Ge­sichts zuckte. Ruhig blickte er den Deichbauer an.

Dieser ließ ihn los. Er konnte der Thäter nicht sein, jo ruhig blickte kein Mörder.

Ich habe nichts damit zu schaffen gehabt," er widerte Franz.

Wieder blickte Homann sich um. War Niemand, der ihm den Mörder nennen, der ihm eine Spur deffelben zeigen konnte? denn jetzt hatte er nur den einen Gedanken, den Tod seines KindeS zu rächen. Zerriffen würde er den Mörder mit eigenen Händen haben, hätte er ihn jetzt erreichen können. In keinem Blicke las er line Antwort.

Wer wer hat die Thal begangen?" tief er endlich.

Niemand antwortete. -i-

(Fortsetzung folgt)

Gründer umgangen werden können. Man beschloß^Da die Stadt Cartagena nur auf drei Tage Proviant

daher, die Entscheidung zu vertagen und auf der nächsten General-Versammlung auf's Neue sich Bericht

haben soll, hofft der republikanische Admiral wohl binnen Kurzem auch ohne weitere Anstrengung in den

erstatten zu lasten. Der Referent über das Verkehrs wesen begrüßte die Schaffung deS Reichs Eiscnbahn- amteS als einen bedeutenden Fortschritt und als die größte Errungenschaft auf diesem Gebiete, und wünschte demselben die nöthige Kraft, um zum Wohle des Handels und der Gewerbe, zum Schutze deS Publikums und der Bahnverwaltungen selbst ohne Ansehen der Person eine Aufgabe zu erfüllen.

Speyer, 15. Oct. Die Cholera läßt seit einigen Tagen merklich nach; von gestern auf heute wurden nur zwei Erkrankungen und 4 Todesfälle angemetdet.

Straßburg, 13. Oct. In wenigen Tagen wird die Universität wieder ihre Vorlesungen mit min­destens 600 Studenten eröffnen, ein immerhin schöner Erfolg. Daß dabei die frühere Frequenz der einst über 100 Höhrer zählenden theologischen Facultät nicht erreicht wird, ist begreiflich, weil die französischen Schulen Straßburg nicht bevölkern. Ueberhaupt ist es ein fast überall sich einstelleudes Zeichen der Zeit, daß die geistliche Laufbahn weniger gesucht wird. Es ist sonderbar, daß wegen Mangel an seminarisch gebildeten Lehrern und Lehrerinnen die Regierung wider Willen gezwungen ist, mehrere Volksschulen in den Händen der Schulbrüder und Schulschwestern zu lassen. Das hiesige Gymnasium hat mit 500 Schülern gleiche Anzahl wie voriges Jahr, aber um 100 Schüler geringer als früher, sein Jahr begonnen. Die meisten Lehrer sind tüchtige deutsche Männer, denen jedoch die Zucht durch Aufhetzereien von Außen sehr schwer gemacht wird. Die milder gewordenen Anschauungen der Elsäster sind neuerlich durch Ab­geordnete der lur-ne dAlsace aus dem Oberrhein wieder zu neuer Erbitterung gegen Deutschland ange- facht worden. Doch hört man auch täglich Klagen der Elsäster in Frankreich, die gewaltig am Heimweh leiden.

Besitz desTctuan" zu gelangen. Die Intransigentes sollen sich übrigens den Engländern gegenüber äußerst gereizt zeige». Die Osficiere und Mannschaften der von Lobo geführten Schiffe waren auf'S äußerste über die Franzosen erbittert, deren Schiff sich zwischen die Vitoria und den Mendez Nunez gelegt hatte. Der Admiral will große Mühe gehabt haben, seine Leute zurückzuhalten, daß sie nicht Feuer auf die Franzosen gaben. Nachrichten auS den Bergen melden, daß unter den Carlisten Zwiespalt und Mißtrauen herrscht. General Plana und Brigadier Freixa werden von ihren Leuten deS VerrathS geziehen; sie sollen, wir es heißt, daS Commando der Carlisten in Navarra übernehmen. In Barcelona haben die Kaufleulr und Gewerbetreibenden eine Versammlung gehalten, um über die von den CvrtrS angenommene Kriegs- steuer zu berathen. Die Anwesenden erklärten ein­stimmig, daß diese Steuer ungerecht und ihre Zahlung zu verweigern sei-

London, 16. Oct Die liberalen Journale billigen die Antwort des Kaisers Wilhelm auf den Brief des Papstes und drücken die Sympathien bei protestantischen England für Deutschland in seine« Kampfe gegen die päpstlichen Prätensionen auS. Die Times" sagt bei Besprechung des päpstlichen Briefes, man könne sich nicht leicht einen Brief denken, welcher unter der Maske der christlichen Liebe so viele uner­trägliche Beleidigungen enthalte. Die Stellung Eng­lands Rom gegenüber gleiche derjenigen Deutschlands. Das Rom, welches Deutschland beunruhige und mit Zerstückelung bedrohe, sei dastelbe Rom, welches mit jeder Art von Aufsässigkeit in England fraternistre. DaS Papstthum sei der gemeinsame Feind, gegen de» die Mächte von Europa zu streiten haben werde». Daily News" undDaily Telegraph" sprechen sich in demselben Sinne aus. Der Ton der conservative»

Ausland.

Wien, 16. Oct. Sämmtliche liberalen Blätter Wiens feiern die Antwort des Kaisers Wilhelm aus das Schreiben des Papstes als ein epochemachendes Ereigniß, daS jeden Deutschen mit Stolz erfüllen müßte

Bern, 16. Oct. Da die renitenten jurassischen Geistlichen der Citativn vor den Regierungsstatthalter nicht gefolgt sind, erhielten sie das Urtheil, betreffend ihre Amlsenlsetzung, gestern durch den Gerichtsboten gegen 5 Frcs. Botenlohn zugestellt. Demnach haben sie bis Ende October die betreffenden Pfarrhäuser zu räumen. Gegen Domvicar Hauser in St. Gallen ist in Folge einer aufreizenden Predigt die Unter­suchung wegen Störung des confesstonellen Friedens eingeleitet.

Florenz, 15. Oct Bei Besprechung der Mission des Cardinals Bonnechose im Vatikan theilt das Giornale di Firenze" mit, daß der Papst es förmlich abgelehnt habe, Rom zu verlassen.

PariS, 16, Oct. Der Gesandte der Schweiz, Dr. Kern, wurde heute Nachmittag in Versailles vom Herzog v. Brodie empfangen, um denselben im Auf trage des Bundesrathes darauf aufmerksam zu machen, daß der eplirte Bischof Mermillod auf französischem Gebiet, hart an der schweizerischen Grenze, agitire. Die Rückkehr der nach Salzburg gesandten Unter­händler wird heute Abend oder morgen früh erwartet Man kennt die Antwort Chambord's noch nicht und find alle hieraus bezüglichen Nachrichten der Journale als verfrüht zu bezeichnen. In parlamentarischen Kreisen glaubt man allgemein, daß die Unterhand hingen erfolglos geblieben sind. DasUnivcrs" hat die Frechheit, bis auf weitere Besprechung der Briefe vom Papste und vom Deutschen Kaiserauf den unziemlichen Ton und die pietistische Heuchelei hinzuweijen, welche die Antwort des Deutschen Kaisers bezeichnen". Besonders verdrießlich fft dasUnivers" über die Veröffentlichung dieser Correipondenz und es erkühnt sich, hinzuzusetzen:Der würdige Gebieter des Herrn v. Bismarck hat demnach Gewicht darauf gelegt, seine klägliche Antwort auf die so gerechten und so maßvollen Bemerkungen des Papstes bekannt zu machen". Und ein Blatt von solcher Art rühmt sich, den Vorfechter des RoyaliSmuS in Frankreich zu machen! Das offizielle Journal zeigt amtlich au, daß am 8. October zu Paris ein Vertrag zwischen Deutschland und Frankreich zum Schutze der Hanvels- und Fabriksmarken abgeschlosten wurde.

Madrid, 13. Oct. Admiral Aelverton hat so­wohl der Regierungsflotte, wie den Jntransii'.gents von Cartagena die Dienste seiner Schiffsärzte zur Pflege der Verwundeten angeboren. Beide Parteien haben dankend ausgeschlagen. Admiral Lobo gab an, ceinen Verwundeten unter seiner Mannschaft zu haben. Der spanische Admiral erklärte ferner, daß er das PanzerschiffTetuan" absichtlich habe entwischen | [offen, um ein so werthvolles Schiff nicht zu zerstören.

Journale ist reservirter und weniger sympathisch für Deutschland.

Konstantinopel, 16. Oct. DieTurquie' meldet: Auf Befehl deS Sultans werden die Mofchee- güter säkularisirt, mehrere den Aufschwung des Landes hindernde Steuern, auch die Grundsteuer, aufgehoben und die Tabaksregie auf das ganze Reich ausgedehnt Die Ausbeutung der Bergwerke und Forsten soll im Wege öffentlicher Feilbietung vergeben und die Stempel- und Einregistriruiigssteuer im ganzen Reiche erhoben werden. Außerdem wird die Durchführung erheblicher Ersparungen, namentlich in großen Gehaltsbezügen, beabsichtigt. Eine Commission unter dem Vorsitz des Großveziers wird das Gleichgewicht im Budget Her­stellen.

Marburg, 16. Oct. Durch Erlaß des Herrn Ministers der geistlichen rc. Angelegenheiten vom 7. Oktober d. I. ist die medicinische Examinations- Commission an der hiesigen Königlichen Univer­sität für daS Prüfungsjahr 1873/4 wie folgt, zu- fammengesetzt worden. Vorsitzender: Geh. Medicinal- rath Prof. Dr. Nasse. Mitglieder, und zwar Exami­natoren, sind: 1) für die anatomisch-physiologische und pathologisch-anatomische Prüfung: die Professoren Geh. Medicinalrath Dr. Nasse, Dr. Lieberkühn und Geh. Medicinalrath Dr. Beneke. 2) für die chirurgische Prüfung: der Geh. Medicinalrach Prof. Dr. Roser und der Privatdocent Dr. von Heusinger, und isük die ophthalmiatrische Prüfung der Professor Dr. Her­mann Schmidt; 3) für die medicinische Prüfung: die Professoren Dr. Falck und Dr. Mankopff; 4) für die geburtShülfiiche und gynäkologische Prüfung: der Pro­fessor Dr. Dohrn, a. o. Professor Dr. LahS und Privatdocent Dr. Hüter; 5) für die Prüfung in bet Staatsarzneikunde und der Hygiene bei der münd­lichen Schlußprüfung: der Professor Sanitätsrath Dr- Horstmann. <

Marburg, 16. Oct. Bei den hiesigen Gemeinde- Wahlen find als gewählt zu bezeichnen: a. in den stän­digen Ausschuß: Buchbindermeister Schaaf, Holzhändler Felde«, Kaufmann Gg. Schäfer, Instrumentenmacher Wilhelm Holzhauer, Bäckermeister H. Mistomelius, Sattlermeister Carl Heuser, Apotheker O. Heß, Kauf­mann Heinrich Berdux, Bäckermeister I. Höfuer, Kauf' mann Chr. Ludw Bücking, Bäckermeister Wilhelm Schneider, Kaufm Carl MajeruS, Äaufm. Gottlieb Körner, Töpfermeister H. Wick, Gymnasiallehrer Dr. Buchmau, Bäckermeister Philipp Matthäi (Weiden­hausen), Professor Dr. Ubbelohde, Glasermeister Gg- Schipprl, Kaufmann M. Dörlam, Prof. Dr. Dohrn, Apotheker Fr. Siebert, Rector Dr. Hempfing. Außer­ordentlicher Ausschuß : Metzgermeister Gg. Alb. Sälzer, Schlofsermeister I. Sebingcr, Bäckermeister H. W- Runkel, Bäckermeister P- Römheld, Pract. Arzt Dr. Hüter, Professor Dr. Fuchs, Kaufmann L. Schäfer, Bäckermeister Hrch. Keßler, Rechtsanwalt Dr. Wolff,

Dreck Heus« Wei von S Gg Augu meist«

S mals über noch

i Am in«! selber migu Rote den nicht zinSb zu k, anzei vcrzii gegen schrei Kirch Fälle kennt Wech specie Bürk von zu 5 gewä und als 1 aber nomr Rent über! mam auch Land AuS das, lich Betr in u Kreit Kost« Gesll erziel berg Gele nöthl anlq Noch leute behai sich gesch gern laffei arm stabe Geis ein i in 9 noch schwi Es 1 Krei, hin - bild» Echt diesei Gins lehre an d Kreil und »erd

c Meff kann Helf bah» des

fatt] siche Nicht nüge licht Mit, geht