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letztere in gleicher Weise wie das Gymnasium ihren

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Ernennungen, Verleihungen re.

3 608 In Veranlassung ihres Rücktritts in den Ruhestand ist hme» «m Forstmeister Christ zu Friedewald der Rothe Adlcr-

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städtischen Behörden, als auch die Vorsteher der andern Schulen eingcladen worden und auch ziemlich zahlreich

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die hohe Bedeutung und Wichtigkeit des vorzunehmen­den Aktes hervor, ging dabei kurz auf die Entwick- lungsgeschichte der Anstalt ein, der heute ein neuer Rector gegeben werden solle, und wünschte der Schule

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nicht der Ort ist, gehört, sage ich, dem Papste an. Ich gebe mich der Ueberzeugung hin, daß Eure Majestät meine Betrachtungen mit der gewohnten Güte auf­nehmen und die in dem vorliegenden Falle erforder- !ichen Maßregeln treffen werden.

Schreiben Sr. Heiligkeit des Papstes an Se. Majestät den Deutschen Kaiser.

Im Vatican, den 7. August 1873. Majestät!

Sämmtliche Maßregeln, welche seit einiger Zeit von Eurer Majestät Regierung ergriffen worden sind, zielen mehr und mehr auf die Vernichtung des Katho licismus ab. Wenn ich mit mir selber darüber zu Rathe gehe, welche Ursachen diese sehr harten Maß­regeln veranlaßt haben mögen, so bekenne ich, daß ich keine Gründe aufzufinden im Stande bin. Anderer­seits wird mir mitgctheilt, daß Eure Majestät das Verfahren Ihrer Regierung nicht billigen und die Härte der Maßregeln wider die katholische Religion nicht gutheißen. Wenn es aber wahr ist, daß Estre Majestät es nicht billigen, — und die Schreiben, welche Aller- höchstdiesclben früher an mich gerichtet haben, dürften zur Genüge darthun, daß Sie dasjenige, was gegen­wärtig vorgeht, nicht billigen können, — wenn, sage ich, Eure Majestät es nicht billigen, daß Ihre Regie­rung auf den eingeschlagenen Bahnen fortfährt, die rigorosen Maßregeln gegen die Religion Jesu Christi immer weiter auszudehnen, und letztere hierdurch so schwer schädigt, werden dann Eure Majestät nicht die Ueberzeugung gewinnen, daß diese Maßregeln keine andere Wirkung haben, als diejenige, den eigenen Thron Eurer Majestät zu untergraben? Ich rede mit Frei- mulh, denn mein Panier ist Wahrheit, und ich rede, um eine meiner Pflichten zu erfüllen, welche darin besteht, Allen die Wahrheit zu sagen, auch denen, die nicht Katholiken find. Denn Jeder, welcher die Taufe | empfangen hat, gehört in irgend einer Beziehung oder

Indem ich Allerhöchstdenselben den Ausdruck meiner Ergebenheit und Verehrung darbringe, bitte ich Gott, daß Er Eure Majestät und mich mit den Banden der gleichen Barmherzigkeit umfassen möge.

Pio P. M.

Erwiderung Se. Majestät des Kaisers.

Berlin, den 3. September 1873.

Ich bin erfreut, daß Eure Heiligkeit Mir, wie in rüheren Zeiten, die Ehre erweisen,'Mir zu schreiben; Ich bin es umsomehr, als Mir dadurch die Gelegen- heit zu Theil wird, Jrrthümer zu berichtigen, welche nach Inhalt des Schreibens Eurer Heiligkeit vom 7. August in den Ihnen über deutsche Verhältniffe zugegangenen Meldungen vorgekommen sein müssen. Wenn die Berichte, welche Eurer Heiligkeit über deutsche Verhältnisse erstattet werden, nur Wahrheit meldeten, so wäre eö nicht möglich, daß Eure Heilig, kett der Vermuthung Raum geben könnten, daß Meine Negierung Bahnen einschlüge, welche Ich nicht billigte. Nach der Verfassung Meiner Staaten kann ein solcher Fall nicht eintreten, da die Gesetze und Regierungs­maßregeln in Preußen Meiner landesherrlichen Zu- timmung bedürfen.

Zu Meinem tiefen Schmerze hat ein Theil Meiner katholischen Unterthanen seit zwei Jahre» eine politt- che Partei organisirt, welche den in Preußen seit Jahrhunderten bestehenden konfessionellen Frieden durch staatsfeindliche Umtriebe zu stören sucht. Leider haben höhere katholische Geistliche diese Bewegung nicht nur gebilligt, sondern sich ihr bis zur offenen Auflehnung gegen die bestehenden Landesgesetze angeschlossen.

Der Wahrnehmung Eurer Heiligkeit wird nicht entgangen sein, daß ähnliche Erscheinungen sich gegen­wärtig in der Mehrzahl der europäischen und in einigen überseeischen Staaten wiederholen.

Es ist nicht Meine Aufgabe, die Ursachen zu untersuchen, durch welche Priester und Gläubige einer der christlichen Konfessionen bewogen werden können, den Feinden jeder staatlichen Ordnung in Bekämpfung der letzteren behülflich zu sein; wohl aber ist eö Meine Aufgabe, in den Staaten, deren Regierung Mir von Gott anvertraut ist, den inneren Frieden zu schützen und das Ansehen der Gesetze zu wahren. Ich bin mir bewußt, daß Ich über Erfüllung dieser Meiner Königlichen Pfl.cht Gott Rechenschaft schuldig bin, und Ich werde Ordnung und Gesetz in Meinen Staaten jeder Anfechtung gegenüber aufrecht halten, so lange Gott Mir die Macht dazu verleiht; Ich bin als christlicher Monarch dazu verpflichtet, auch da, wo Ich zu Meinem Schmerz diesen Königlichen Beruf gegen die Diener einer Kirche zu erfüllen habe, von der Ich annehme, daß sie nicht minder, wie die evangelische Kirche, das Gebot des Gehorsams gegen die weltliche Obrigkeit als einen Ausfluß des uns gcoffeubarten göttlichen Willens erkennt

Zu Meinem Bedauem verleugnen Viele der Eurer Heiligkeit unterworfenen Geistlichen in Preußen die christliche Lehre in dieser Richtung und setzen Meine Regierung in die Nolhwendigkeit, gestützt auf die große Mehrzahl Meiner treuen katholischen und evangelischen Unterthanen, die Befolgung der Landesgesetze durch weltliche Mittel zu erzwingm.

Ich gebe Mich gern der Hoffnung hin, daß Eure Heiligkeit, wenn von der wahren Lage der Dinge unterrichtet, Ihre Autorität werden anwendcn wollen, um der, unter bedauerlicher Entstellung der Wahrheit und unter Mißbrauch des priesterlichen Ansehens be­triebenen Agitation ein Ende zu machen. Die Religion Jesu Christi hat, wie ich Eurer Helligkeit vor Gott bezeuge, mit diesen Umtrieben nichts zu thun, auch nicht die Wahrheit, zu deren von Eurer Heiligkeit angerufenem Panier Ich Di ich rückhaltlos bekenne.

Noch eine Aeußerung in dem Schreiben Eurer Heiligkeit kann Ich nicht ohne Widerspruch übergehen, wenn sie auch nicht aus irrigen Berichterstattungen, sondern auf Eurer Heiligkeit Glauben beruht, die Aeußerung nämlich, daß Jeder, der die Taufe em­pfangen hat, dem Papste angehöre. Der evangelische Glaube, zu dem Ich Mich, wie Eurer Heiligkeit be­kannt sein muß, gleich Meinen Vorfahren und mit der Mehrheit Meiner Unterthanen bekenne, gestattet uns nicht, in dem Verhältniß zu Gott einen anderen Vermittler als unfern Herrn Jesum Christum anzu­nehmen.

Diese Verschiedenheit des Glaubens hält Mich nicht ab, mit Denen, welche den unseren nicht thcilen, in Frieden zu leben und Eurer Heiligkeit dm Ausdruck Meiner persönlichen Ergebenheit und Verehrung dar­zubringen.

Wilhelm.

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— sUniv.-Nachr.j Dr. xM.Karl von Fritsch zu Frankfurt a. M. ist zum außerordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät der Universität zu Halle ernannt worden.

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berselbe zu Gunsten ber Republik ausspricht. — „Temps" zufolge würde der Graf vom Chambord sich geneigt zeigen, in der Fahnenfrage Concessionm zu machen, aber auf seinem höheren Recht und der Nothwendigkeit für Frankreich bestehen, daffelbe vor allem Anderem anzuerkennen. — Die Disco itoer- Höhung der Bank von Frankreich ist dem Anwachsen des Notenumlaufs, welcher heute Vormittag 2996 Millionen erreicht hatte, zuzuschreiben. — Die Rück­kehr der royalistischen Delegirten von Salzburg wird morgen oder Donnerstag erwartet. Dieselben werden am Samstag den Fractionsvorständen der Rechten die Antwort desjGrafen Chambord übermitteln. Glaub­würdigem Vernehmen nach hat Graf Chambord jede bindende Erklärung vor seiner Anerkennung als König abgelehnt.

Triano», 13. Okt. Prozeß Baza ine. In der heutigen Sitzung des Kriegsgerichts wurde zu dem Verhör über den Verkehr Bazaines mit dem Kaiser Napoleon, Mac Mahon u. a. geschritten. Bazaine rechtfertigt sein Verhalten, indem er eine Depesche des preußischen Gesandten in Constantinopel verliest, die ihm zur Kenntniß gekommen sei und welche besagt, daß die Preußen in keinem Fall auf Paris marschiren würden. Bazaine sagt, daß er von mehreren wichtigen Ordres nicht in Kenntniß gesetzt worden sei; über die Resultate der Schlacht vom 18. August schlecht unterrichtet, habe er dem Kaiser ungenaue Nachrichten gegeben. Die so wichtige Depesche vom 23. August habe er erst am 30. erhalten. Der Präsident erklärt, daß er die Zeugen kontradictorisch vernehmen werde.

Constantinopel, 14. Oct. Mahmed Pascha wurde zum Gouverneur von Adana, Midhat Pascha zum Gouverneur von Saloniki ernannt. — Das Re­sultat der 'Subscription auf die neue Anleihe ergab in Konstantinopel 2 Millionen, im Ganzen angeblich 8 Millionen.

Newyork, 14. Oct. In den Finanzkreisen herrscht große Unschlüffigkeit. Die Unionbank in Chi­cago hat ihre Geschäfte wieder ausgenommen. Bei Dem Sturm, welcher im August an den nördlichen Küsten des atlantischen MeereS wüthete, haben, nach jetzt beendeten Ermittelungen, 1122 Schiffbrüche statt­gefunden, 600 Personen kamen ums Leben und 9000 Häuser wurden zerstört. Die Jntereffen der Schiffer sind schwer geschädigt.

Telegraphische Depesche« der Oder« hessische« Zeitung.

Posen,- 14. Okt. Das Comitv central des

Maller, Secondelieutenant a. D- und Zahlmeister vom ofld-Art.-Regt. Nr. 11, Corps-Art., ist zum 2. Bat. des «üsilier-Regts. Nr. 80, Gebhardt, Zahlmeister vom Train- »ataillon Nr. 11, zum Feld-Art.-Regr. Nr. 11, Corps.-Art-, wld Obst, Zahlmeister vom 2. Bat. des Füsilier-Regts ”t. 80, zum Trainbataillon Nr. 11 versetzt. — Der bishe- Ä« Baumeister Dißmann zu Melsungen ist als königlicher «eisbaumeister daselbst angestellt worden.

Briefe des Handelsministeriums der Zuschuß sür die Ge- u v« werbehalle in Kassel für so lange einbehalten worden, bis von dem Gewerbeverein ein gleich hoher

Telegraphische CourS- und Marktberichte.

Frankfurt a. M., 15 October. (Schluß - Courle- Staatsbahn - Aktien 339, Elisabeth 222, Galizier 229 Lombarden 166, Nordwestbahn 201, Creditactien 228, Silberrente 64$, Papicrrente —, 1860r Loose 89$, NatiorM- bank 975, Spanier 17|, 1882r Amerikaner —.

Berlin, 15. October. (Anfangscourse). Creditactien 130 Staatsbahn 194, Lombarden 94$, Amerik. 98$.

»Nlvres pontificales zu Brüssel hat an den Erzbischof ^dochowski eine Adreffe gerichtet, worin es demselben ,_____ f6r den Fall seiner Ausweisung einen Zufluchtsort in

im zS «rüffel anbietet.

und Schöne nie aus den Augen verlieren dürfe. Zu- lorilä letzl wandte sich der Herr Rector mit warmen Worten

erschienen. Nach einem einleitenden Gesänge nahm ürdeHzuerst der König!. Regierungscommissarius, Herr Pro Pari! vinzial-Schulrath Kretschel, das Wort und hob, ehe ße ul er dem neuen Rector das Anstellungsdekret überreichte,

Hamburg, 13. Oct. Das der Hamburg-Amerikanis., . Packet-Fahrt-Actien-Gcsellschaft gehörende Post-Dampfschff Cimbria, Capitain Brandt, am 2.d. M. von New-Aon abgegangen, ist, nach einer Reise von neun Tagen 22 Stunden, am 12. d. M., Nachts, in Plymouth angekommen und hat, nachdem es daselbst die Verein. Staaten-Post, so wie die für England bestimmten Passagiere gelandet,- um 1$ Uhr Morgens die Reise via Cherbourg nach Hamburg fortgesetzt. Dasselbe überbnngt: 218 Passagiere, 96 Briefsäcke, 1200 Tons Ladung, 123,969 Doll. Contanten.

enkeq an die Lehrer und. an die Schüler der seiner Leitung Krieg überwiesenen Anstalt, welcher auch wir unter dem cht J neuen Rector Aufschwung und Gedeihen von Herzen ßoliti lvünschen wollen. (Fuld. Kr.)

n del Fulda, 14. Oct. Soeben, 103/< Uhr Vormittags, mein starb Bischof Christoph Florentius Kött, 73 Jahre en gGl. — Die hierdurch »othwendig gewordene Wahl : trau eines BiSthumsverweserS wird durch das Domcapitel litentx sofort vollzogen werden.

Paris, 14. Oct. Die Blätter veröffentlichen | auf irgend eine Weise, welche hier näher darzulegen einen Brief des Seine-Deputirten Krantz, worin sich nicht der Ort ist, gehört, sage ich, dem Papste an.

Arden 4rKlaffe, sowie den FörsternSchreber zu Josbach, Obf. Mengsberg, Biermanu zu Weißehütte, Obf. Vecker- bagcn, Heckmann zu Heina, Obf. Morschen, und Leim- ch zu Dörnhagen, Obf. Wellerode, das Allgemeine Ehren- Kichen verliehen worden.

tomei Zöglingen eine allgemeinere Bildung iyib nicht etwa Hebet nur eine specielle Fachbildung zu geben bezwecke, und Volks wenn sie auch zum Theile anderer Bildungsmittel sich is zu bediene, die ideale Richtung auf das Wahre, Gute

Beitrag aufgebracht und nachgewiesen wird."

Fulda, 13. Oct. Gestern Vormittag wurde durch den Herrn Regierungs- und Schulrath Kretschel Herr Hugo Thele als Rector der höher» Bürgerschule hier hr bj selbst in sein neues Amt feierlich eingeführt. Zu »meSLdieser solennen Feier, welche hier zum ersten Male in dieser Weise begangen wurde, waren sowohl von Seiten de« Curatoriums der Anstalt die Mitglieder der

floss« unter dessen Leitung Aufschwung und Gedeihen. In eine« schöner und anziehender Weise wies er Lehrer und Wem Schüler aus die Bedingungen dafür hin, indem er Volks beiden als Musterbild den Hrabanus Maurus vor toritä Augen stellte. Sodann hieß Herr Oberlehrer Dr. Wag- sraga ner im Namen des Lehrercollegiums den neuen Rector ich ge in einer herzlichen Ansprache willkommen und ver- einlid sicherte ihn treuester Mithülse und Unterstützung in ,t; si dem Streben die Anstalt zu fördern und zu heben, kath« Rector Thele, welcher nunmehr das Wort ergriff, ber- n der breitete sich in einem längeren Vortrage über die onsoli Grundsätze des erziehenden Unterrichtes, wobei er die aß ei christliche wie die patriotische Bildung der Jugend bc- dig ii sonders betonte, sowie hauptsächlich über Wesen und

Ab« Ziele der Realschule. Namentlich hob er hervor, daß

„Rsisasiel erlassene „Anweisung zur Feier des,diesjährigen ;al füi Buß- Bet- und Danktages" (1. Nov.) ist jetzt an Sachtztzjr sämmtlichen Pfarrämter des Consistonal-Bezirks ihre« Kassel vertheilt worden. Dieselbe besteht auS einer ’.n, bi am 26. d. M. von der Kanzel zu verlesenden „An- letzunz Mdigung", ferner in „Bestimmungen über die Ein narch« Achtung des Festgottesdienstes" und endlich in der Mittheilung dreier „GebetSformeln". ES ist sicher, daß die renitenten Pastoren den Bettags - Zettel nicht nur nicht annehmen oder doch gänzlich ignoriren werden, sondern daß sie auch den in Rede stehenden Festtag nach eigener Disposition und „mit Ausschluß aller menschlichen Willkür" in ihren Kirchspielen be­gehen werden. Eingeweihte wollen wissen, daß gerade die Bettag-Angelegenheit zur entscheidenden Katastrophe werden müsse. — Wie wir vernehmen ist Seitens