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mark, Obf. Hundelshausen, Jckler zu Germerode, Obers. I Triano«, 13. Oct. Prozeß Bazaine. Der An- Meißner, Mergelt zu Wilhelmsthal, Obf. Kirchditmold, kranQ be8 Publikums ist sehr beträchtlich. Raft alle

Hain, als Oberförster daselbst; zu Revierförstern: die Förster PariS, 13. Oct. DaS Kriegsgeriö w» interimistischen RcvierfVrster Neuschäfer zu Halbe-1in contumaciam zum Tode verurcheilt.

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Paris, 13. Oct. Die 4 republikanischen Can- didaten jsind mit Majoritäten gewählt worden, die zwischen 11OOO und 40000 Stimmen schwanken.

fyatii, 13. Oct. Das Kriegsgericht hat Ranc

drang des Publikums ist sehr beträchtlich. Fast alle Militärattaches der fremden Mächte wohnen der Sitzung

bei. DaS Verhör Bazaine's hat heute begonnen. Der Präsident, Herzog von Aumale, bemerkt, daß die Ver­antwortlichkeit des Marschalls erst mit dem 12. August beginne; er richtet indesien einige Fragen an den An­geklagten über die vorangegaugenen Tage, nammtlich n Bezug auf die Stellungen in der Schlacht von Forbach und die den Generalen ertheilten Ordres. Bazaine gibt zur Antwort, daß er von allen diesen Befehlen nicht in Kenntniß gesetzt worden sei; diesel­ben seien den Generalen direct ertheilt worben; er beutet auf eine stattgefunbene Vernachlässigung im Nachrichtenbienst hin. Erst am 13. August habe er genaue Nachrichten über bie Situation Mac Mahon's erhalten; er schreibt dies einem Fehler des General­stabes zu. Von dem Befehl, Brücken über die Mosel zu bauen, habe er erst am 12. erfahren. Auch von der nahen Abreise des Kaisers, als dessen Uitterbefehlsi' Haber er sich lediglich betrachtet habe, sei ihm Nichts bekannt gewesen. In seinem Resums weist et jede Ver­antwortlichkeit bezüglich der Verzögerung des Brücken­schlagens und des Nichtabbrechens der Brücken nach dem Uebergange von sich. Bazaine beruft sich über« Haupt mehrfach darauf, daß er von vielen Depeschen Nichts erfahren habe, da dieselben direct an den Ge­neralstab geschickt worden seien. Ans zwei bei den Acten befindlichen Depeschen geht hervor, daß Bazaine der Umgehungsbewegung der deutschen Armee zuvor­zukommen beabsi/stigt hat, aher von dem Kaiser daran verhindert worden ist. Bezüglich des Marsches vom 15. August befragt, sagt Bazaine, er sei mit dem Kaiser dahin übereingekommen, daß, wenn er zu großen Widerstand fände, er wenigstens einige Tage, dem ersten Sturm ausweichend, unter den Wällen von Metz bleiben sollte. Auf diesen Punkt stützt sich Ba­zaine besonders und sagt weiter, die Armee habe in keinem Falle Verdun und die Maas überschreiten dürfen, bevor sie nicht eine neue Operationsbasis ge­wonnen. Nach der Schlacht vom 16. August sei eS dann unmöglich geworden, vorwärts zu marschiren. Schließlich bespricht er seine Bewegungen nach dem Tage des 18., bie er auf einen ihm zugegangenen Befehl, Nichts in Gefahr zu bringen, ungeordnet habe. Als hauptsächlichstes Ergebniß ber heutigen Sitzung bürste wohl zu bezeichnen fein : Bazaine habe weniger versucht, sich ben Abzug zu erzwingen, als vielmehr bie Absicht gehabt, die deutsche Armee bei Metz fest- zuhalten.

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von des itüii- bie eia* chifs und

Telegrapkische Depesche« der Ober» yesftsche« Zeitung.

Berliu, 14. Oct. Die „Nordd. Allg. Ztg." ver­nimmt, baß Papst PiuS IX. am 7. August b. I. ein Schreiben an ben Deutschen Kaiser richtete, baö von Kaiser Wilhelm am 3. September beantwortet würbe. Die Publikation des Briefwechsels soll bevorstehen.

Dresden, 13. Oct. DaS „Dresbcner Journal" melbet: Der Kronprinz erlitt bei dem vorgestrigen Unfälle eine Contusion in der Seite, hat heute aber das Bett wieder verlassen können und ist außer Ge­fahr. — Zum Präsidenten der ersten Kammer hat der König wiederum den Kammerherrn von Zehmer ernannt. Die Eröffnung des Landtages wird wahr­scheinlich Donnerstag im Restdenzschloffe stattfinden.

Eisenach, 13. Oct. In der heutigen zweiten Sitzung des Vereins für Socialpolitik wurde der Entwurf der Statuten Zwecks Constituirung des Vereins angenommen. Nach der dann folgenden Specialdebatte über das Wesen der Aktiengesellschaften werden bie Anträge bes Referenten Wagner (Berlin) betreffs Einengung des Wesens der Actiengesellschaften, an deren Stelle im Verkehrswesen öffentliche Unter« nehmungen treten sollen, sowie betreffs der Anwen­dung des Wesens der Actiengesellschaften, bereit Er richtung ohne staatliche Genehmigung zulässig unb nur von Normativbestimnrungen abhängig sein soll, angenommen. Zu dem dritten Anträge des Referenten betreffs Reform des Rechtes der Actiengesellschaften werden mehrere von Gneist und Wiener gestellte Anträge angenommen, welche sich für volle Oeffent lichkeit und Verantwortlichkeit aussprechen und Con­trolle der Geschäftsführung durch ein unabhängiges Organ, Anspruch ber Minorität auf richterliche Unter­suchung ber Geschäftsführung, Veröffentlichung ber GrünbungSvorgänge unb volle Verantwortlichkeit ber Gründer einführen wollen. — Den dritten Gegen­stand der Tagesordnung bilden die Einigungsämter. Im Anschlüsse an die Vorschläge des Referenten Max Hirsch wird ber Antrag Dannenberg (Hamburg), an den Bundesrath und den Reichstag um Erlaß eines Normativgesetzes für die Einigungsämter zu petitioniren, angenommen. Der letzte Gegenstand ber Tagesordnung, directe Personalbesteuerung, wurde abgesetzt und nach partieller Neuwahl des Vorstandes die Sitzung ge­schloffen.

Augsburg, 14. Oct. Bezüglich der Frage der Anerkennung des Bischofs Reinkens Seitens ber bairi­schen Regierung vernimmt die „Allgem. Ztg.", daß diese Frage einer, auS hervorragenden Juristen und Staatsrechtslehrern gebildeten Commission zur Begut­achtung vorgelegt werden soll.

Paris, 13. Oft. Die Erwiderung des Grafen Chambord auf -die Mittheilung der royalistischen Par­teien wird morgen erwartet. Graf von Chambord hat, der „Union" zufolge, an seinem Geburtstage zahlreiche Glückwunschadreffen erhalten. Der Gras sprach den Unterzeichneten' ben Dank und die Hoffnung aus, alle Schwierigkeiten zu überwinden. — „Bien publik" spricht stch gegen die Verlängerung des Pro­visoriums auS: das Land müsse über sein Geschick baldigst entscheiden. „Journal de Paris" sagt, daß ber Ausfall ber Wahlen bie Nothweudigkeit der Wieder Herstellung der Monarchie beweise, widrigenfalls ber Radikalismus und darauf die Militärdiktatur folgen werde.

zu Warzenbach H, Obf, Treisbach, der bisher. Waldwärter Röder zu Hassenhausen, Obf. Ebsdorf, zum Förster zu Althattendorf, Obers. Neukirchen, der bish- Forstaufseher Kalb zu Arnsbach, Obf. Todenhausen, zum Förster zu Oberrode, Obf. Giesel, der bish. Waldwärter Winter zu Netra, Obf. Langenhain, zum Förster zu Dörnhagen, Obf. Wellerode, der bish. Waldw. Kniese zu Wenigenhasungen, Obf Ehlen, zum Förster zu Ippinghausen, Obf. Sand, der Waldwärter Schäfer zu Lehnerz, Obf. Kämmerzell, zum Förster zu Hombressen, in der gleichnamigen Oberförsterei. Als interimistische Revierförster wurden berufen: der Ober- förster-Candidat G e r n o t h zur Verwaltung der Revierförster- stelle zu Harmerz, Obf. Niederkalbach, der Oberförfter-Can- didat von Aulock zur Verwaltung der Revierförsterstelle zu Immichenhain, Obf. Oberaula, und der Oberförster-Can- didat Utb zur Verwaltung der Revierförsterstelle zu Marjoß, Obf. Altengronau. Als Förster auf Probe sind angestellt die Anwärter: Oberjäger (Sergt.) Gaßman zu Weißehütte, Obf. Veckerhagen, Jäger (Gefr.) Tittel zu LisLeid, Obs. Mengsberg, der vormalige Forstlaufer - Assistent, derzeitige Communal-Forschutzbeamte Bohnert zu Rengshausen, Obf. Rengshausen.

Jacob zu Sondheim, Obf. Wallenstein, und Günther zu Nicderllein Obf. Neustadt, zu Revierförster auf ihren bisherigen Stellen; zu Förstern der bisherige Unterförster Mackenroth zu Frankenau, Obf.Frankenau, der bisherige Waldwärter Heil zu Lohra, Obf. Ellnhausen, zum Förster

^Dreschmaschine». — Wie sehr eine gute Dresch- A»' maschine für den kleineren unb kleinsten Land- wirth ein Bebürsniß geworden ist unb welch' allge­meinen Anklang eine als zweckmäßig erprobte Ma­schine dieser Gattung findet, dafür mag Folgendes als Beweis dienen. —

Die Firma Moritz Weil ju». in Frankfurt 6« Mai», Seilerstraße Nr. 2, lieferte im vorigen Jahre Achtzehllhimdert Weil'sche Hallddreschmaschme«, Füllfhmldertvierzig zweipferdige Göpel- dreschmaschiuen,

Huudertzeha empferdige Göpeldreschmaschinen; das sind zusammen nahezu zwei «nd ein halb Tausend Exemplare oder fünfzig Stück wöchentlich. — Landwinhe, welche sich für diese Maschinen interessiren, belieben sich an obige Firma direct zu wenden, oder an Herrn I. C. Ostheim in Marburg. —»i? [1668

Befördert resp. ernannt wurden: zum Oberförster der bisherige Oberförster - Candidat unb interimistische Revier- Verwalter der Oberförsterei Meißner, Rumann zuFranken-

Kopenhagen, 13. Okt. In ber heutigen Sitzung des FolkethingS erklärte der Conseilspräsident betreffs deS von 52 Mitgliedern des FolkethingS ein­gebrachten Antrages, wonach der Folkething das Mi­nisterium zur Beseitigung der einem Zusammenwirken des Ministeriums und ber Volksvertretung entgegen» stehenden Hindernisse auffordern solle, daß die Re­gierung sich erst bei der Berathnng deS Finanzgesetzes aussprechen werde unb verließ barnach ben Sitzungs­saal. Der Antrag wurde darauf mit 53 gegen 39 Stimmen angenommen. Morgen beginnt die Be- rathung des Finanzgesetzes. ■ ,

Newtzork, 13. Okt. Nach aus Mexiko hierher gelangten Nachrichten hat ber dortige Congreß Ge­setze angenommen, burch welche die Trennung zwischen Staat und Kirche, die Abschaffung der gerichtlichen Eide, ,daö Verbot der Klöster und die Ausweisung der Jesuiten ausgesprochen wird. — Die Bank von Cincinnati hat ihre Zahlungen in Papier wieder auf­genommen._______________________________-

Telegraphische Cours- und Marktberichte.

Frankfurt a. M-, 14 October. (Schluß-Course). Staatsbahn - Aktien 336z, Elisabeth 222, Galizier 224, Lombarden 164J, Nordwestbahn 201, Crcditactien 223^, Silberrente 64^, Papierrente —, 1860r Loose 89^, National» bank 978, Spanier 18, 1882t Amerikaner —.

Berlin, 14. October. (Anfangscourse). Crcditactien 127, Staatsbahn 192^, Lombarden 94, Amerrk. —.

^räftbent Grant erklärt, die Panique fei der erste Schritt zur Rückkehr der Baarzahlung, die eine solide financielle Basis zum Nutzen des ganzen Landes bil­den werde. Er versicherte, daß, wenn er im gegen­wärtigen Augenblicke eine Botschaft zu schreiben hätte, er btr Legislatur empfehlen würde, diese Maßregel zu beschließen.

Kassel, 12. Oct. Der „Spcn. Ztg." wird von hier in Sachen des Gesammt-Consiftorialstreites mit- gctheilt: „Die Lutheraner in Oberhessen haben in der Errichtung dcS Gesammtconsistoriums keine Ver­anlassung finden können, dem Kirchenregiment den Gehorsam zu kündigen, und Pfarrer Kolbe zu Mar­burg hat auf geschehene Provokation hin eine so klare Auseinandersetzung ber für feine und seiner Anhänger Haltung entscheidenden Momente gegeben, daß das Gesammtconsistorium sich diese Motive vollständig hatte aneignen können. Das war für unsere Renitenten ein harter Schlag. Jetzt versucht man, die Ober­hessen durch private Bearbeitung zu gewinnen. Ob mit Erfolg, lassen wir einstweilen noch dahin gestellt. Die Berichte, welche die Kirchenzeitung des Herrn Proseffor Luthardt in Leipzig über die Thätigkeit des Gesammtconsistoriums bringt, zeichnen sich keineswegs durch eine dieser Behörde freundliche Gesinnung aus. — Unterdessen verändert sich in Niederhessen die Lage deS Conflictö in keiner irgendwie hervortretenden Weise. Die renitenten Geistlichen haben die ihnen zuerkannten weiteren Geldstrafen von zwanzig Thalern nicht bezahlt und sind theilweise auSgepfändet worden. Diesem Pfarrer hat man ein Stück Rindvieh weg- genommen, einem anderen Hausgeräthe u. s. w. Wozu diese Geldstrafen noch nützen sollen, nachdem man sich von der Hartnäckigkeit dieser Pastoren doch zu über­zeugen hinlänglich Gelegenheit gehabt hat, ist schlechter­dings nicht abzusehen. Unserer festen Ueberzeugung nach erhöht man nur die Aufregung in den Gemein­den, ohne daS Geringste damit zu bessern. Wie wenig mit vernünftigen Vorstellungen auszurichten ist, beweist die Thatsache, daß zwei Kirchenälteste, welche der Superintendent der Diöcese Mendorf wegen ihrer Unterzeichnung des Aufrufs zu Geldsammlungen für die Renitenten vernehmen lassen wollte, dem hiermit beauftragten Metropolitanatsverwefer erklärten, sie könnten den Herrn Superintendenten Schüler nicht mehr als ihren Superintendenten anerkennen, nachdem sich derselbe zu einem Werkzeug des Gesammtcon fiftoriurnS hergegeben habe. Demnächst werden diese Herren gewiß gar keine Obrigkeit bei uns mehr an­erkennen, da alle Zweige derselben mehr oder weniger zu Mitschuldigen des Gesammtconsistoriums in ihren Augen werden müssen".

Kassel, 13. Oct. Die heutige Generalversammlung der deutschen Tabaks > Interessenten beauftragte ein Central - Comits, zu sorgen: 1) die hohe Bedeutung des deutschen Tabakbaues, Handels unb ber Tabaks- Fabrikation für den deuschen National-Wohlstand unb die Wichtigkeit der unveränderten Aufrechterhaltung der gegenwärtigen Besteuerung des Tabaks in allen Wahlkreisen für den deutschen Reichstag gründlich be­leuchtet, und daß 2) den Candidaten für ben deutschen Reichstag bie Frage zur Beantwortung vorgelegt werde, wie er stch gegenüber einem eventuellen Anträge auf Erhöhung ber Steuer verhalten werde.

Be aischtes.

— sUniv. - N ach r.j Der Privatdocent Dr. Moritz Posch in Gießen ist zum außerordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät daselbst für das Fach der Mathe­matik ernannt worden.

Darmstadt, 9. Oct. Der Mangel an Scheidemünze ist gegenwärtig so groß, daß sogar in einem hiesigen Bier- local für 57 Silber- oder Kupferkreuzer ein Gulden ausbezahlt wird. Einem Geschästsmanne wurde vor rmiger Zeit in überraschender Weise aus dieser Verlegenheit geholfen. Er klagte bei einer zu seiner Kundschaft ge­hörigen alten Frau, einer Witwe, welcher er Geld zu wechseln Ull Begriffe war, über den Mangel an Scheidemünze, er habe heute in der ganzen Nachbarschaft nach jKreuzern herumgeschickt. „Ach, wenn sie kleine Kreuzer brauchen, kann sch. ihnen helfen," sagte die Frau, „ich habe eine Menge." Die kam bald darauf wieder und brachte einen großen steiner- neu Krug, der so schwer war, daß sie ihn kaum tragen lonnte. Der Krug war bis oben mit kleinen Kreuzern ge- Mt, über 5C09 Stück. Auf die Frage, warum sie die «ilberkreuzer in den Krug gethan habe, erwiederte sie: »vehen Sie, mein Mann, Sie haben ihn )a gekannt, Gott hab ihn selig, war ein braver und guter Mann, aber er hat gar zu gern getrunjen. Er hat mir Alles vertrunken, daß >4 oft Mühe hatte ein paar Kreuzer für die Haushaltung i« bekommen. Da hab ich gedacht, ich mich mir etwas zu- ^cklegen und habe unten in einer dunklen Ecke von meinem ^ller den Krug da eingegraben, und wie ich einen Kreuzer ■kig hatte, hab ich ihn in dem Kruge vor meinem Manne *8 Sicherheit gebracht. So hab ich mir das Kapitälchen °a tusammengebracht!"

Ernennungen, Verleihungen re.