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sicherheit der Lage ein Ziel zu stecken. Zu diesem 2wecke wurde den Führern der Fusion erklärt , daß man bis zum 20. Oktober fortfahren werde, ihnen das Werk so viel als möglich zu erleichtern; daß man sie aber, wenn ihre Bemühungen bis zu diesem Zeitpunkte nicht vom vollen Erfolge gekrönt seien, auf- qeben würde, um sich definitiv der Idee einer Verlängerung der Vollmachten des Marschalls Mac Mahon anzuschließen."
Marburg, 11. Oct. Während in vielen Gegenden eine ziemliche Bewegung wegen der Landtagswahlen sich kundgiebt, scheint in den hiesigen Wahlbezirken die Theilnahme für diese Sache eine sehr geringe zu sein. Wie man hört, hat sich nach der „nationalliberalen" Versammlung in Kassel auf deren Veranlassung hier in der Stadt ein Wcchl-Comits gebildet, welches sich ,reichsfreundlich liberal" nennt, es soll der Professor Übbelohde, der Prof. Fuchs, der Pros. Hüter, der Prof. Meyer, der Dr. Hartwig, der Univer sitäts-Apotheker Siebert u. A. dazu gehören. Die hier gehaltenen Wahlversammlungen haben aber, wie man hört, gar keine Theilnahme bei den Bürgern und Lauern gefunden, und nun soll es morgen in Wetter prvbirt werden. Man erzählt sich als ganz gewiß, daß dieses „reichsfreundlich liberale" Comito den Hrn. Ackermann Peter Ruth in Fronhausen ober den Hin. Bürgermeister R u th in Bellnhausen den Wählern al« Abgeordneten für den Landtag empfohlen habe, — Liber es glaubt kein Mensch, daß das rechter Ernst »st, weil seirher immer die Universitäts-Professoren leinen Professor nach Berlin schicken wollten, was ganz Inatürlich ist. Vielleicht kommt noch zu rechter Zeit |ber richtige Candida! an's Tageslicht. Es haben auch 'die Landleute aus dem Kreise erzählt, daß Einige ausö Land kommen und Reden halten, aber sie trauten nicht recht. Die Stimmung hier in der Stadt ist auch nicht für die obigen Candidaten, und es wäre wirklich sehr zu wünschen, daß die Wahl einmal ernstlich in Angriff genommen wird.
Kassel, 9. Oct. Die diesjährige Herbstversammlung der niederhesstschen Pastoral-Conferenz, welche gestern in Melsungen stattfinden sollte, ist durch den dortigen Landrath ausgelöst worden. Wie wir hören, hat eine excentrische Rede deö Metropolitan Vilmar die nächste Veranlassung zu dieser Polizei.Maßregel gegeben. Der Landrath erstattete der Regierung so- joräge Anzeige von dem Geschehenen. — Die socialdemokratische Partei wird für den Reichstags-Wahlkreis Kassel-Melsungen den Agitator W. Frick aus Bremen als Candidaten aufstellen; bei den Landtagswahlen will sich dieselbe indessen nicht betheiligen.
— Assessor Fenner, seither Hülssarbeiter bet dem Marburger, dann bei dem Kasseler Gesammt- Consistorium ist vom 1. d. M. an als Hülssarbeiter in das Cultusministerium berufen worden.
Ev.-ref. Gern.: J)ᎠWaldhornisten im Hess. Marburg,
Jägerbataillon Nr. 11 Friedrich Ernst Sander S., 5T. alt. vonBerkauferngut besucht. Butterkostete basPund 104 114
Ev-luth.Gem.: 1) Friedricke Sauermann dahier, 55 Sgr-, Zw-tsch-n das Pfund - Sgr., W°lleprPfund I. 6 M. u. 29 T. alt. 2) Der Ackermann Wilhelm Ort- 15-20 Sgr., Linsen "yn 3^-4 Sgr Hafermehl das L ter wein zu Ockershausen, 77 I. alt. 3) Der Taglöhner Hein- |$~®* ®?r-» ®“* * ^-6 Mr Hähnchen
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R'Uerbusch, 9 M. alt. , g Z^ück 8-10 Sgr, Tauben das Paar 7-8 Sgr, Täubchen
........ ....Idas Paar 4—5 Sgr, Gänse per Stück IThlr. 10-15 Sgr.
Telegraphische Depesche» der Ober» Hasen per Stück 28 Sgr. bis i Thlr. 2 Sgr., EMen per Stück 110—15 Sgr, Kohlraben 2—3 Stück 1 Sgr., Weißkraut der gesftkkge» ^errang. I ß — 7 Hlr., desgleichen 100 1 Thlr. 10 — 20 Sgr,
Dortmund, 10. Oct. Der heutigen Provin-!Zwetschenmus 1 Maastopf 16—18 Sgr., Bienenhonig das zialversammlung der westphälischen Altkatholiken ging I Pfund 6-9 Sgr., Aepfel 3-4 SWck l Sgr., Birnen 5—2 cm Gottesdienst voraus, welcher iu der evangelischen g 1 XtoffäS 2® iz-^ Sgr, desgl
Marienkirche gehalten wurde. Bei demselben hielt ^or6 15 16 ggr.
Reinkens die Predigt, während Rausch die Messe! ____ —
celebrirte. Die Versammlung fand um 11 Uhr im ist in mehr wie Tausend
„Kölnischen Hof" statt. Eine versuchte RuhestörungI (AlUkl Ullv ^rantljeiten ftarl
wurde von dem Publikum selbst unterdrückt. 5 Exce-! heimgesuchte Familien dadurch wieder emgekehrt, daß sie benten wurden dabei verhaftet. Die Professoren!die ihnen in dem berühmten 111«rr‘e« «cve Knoodt und Schulte sprachen über die EntstehungMdüKrÄh?ü^ haben. Gewiß dwbGe und die Rechtsverhältnisse der Altkatholiken, Bischof!^„^ nuPt io Sgr. kostenden Werkes, welches
Reinkens die Schlußworte. ^(Die Versammlung votirtes in jeder guten Buchhandlung vorräthig ist. — Man^lese
Fulda, 10. Oct. Die frühere von uns vertretene Ansicht, schreibt man dem „Fr. Zourn.", daß es bei Besetzung weimarischer Pfarr- und Caplan- Stellen Seitens deö hiesigen Bischofs einer Anzeige bei dem Oberpräsidium für Hessen-Nassau durchaus nicht bedarf, hat sich völlig richtig erwiesen. Wie UNS'von unterrichteter Stelle mitgetheilt wird, ist das Gesetz vom 11. Mai b. I. über die Anstellung der Geistlichen für solche Fälle (die z. B. auch in der Diöeese Paderborn nicht zu den Seltenheiten gehören) dahin interpretirt worden, daß die Bestellung derjenigen Alumnen-Priester, welcye in nichtpreußischen Kirchenspielen der betreffenden Diöcese eine Anstellung erhalten, von den Mai Gesetzen in keiner Weise berührt wird. Es geht dies auch schon aus dem Umstande hervor, daß allen denjenigen Geistlichen, welche gegen hie Bestimmungen der Kirchengesetze geistliche Aemter übertragen worden sind, die Ausübung von Amtshandlungen bei Strafe un.ersagt werden muß, preußische Behörden hierzu den in ausländischen Pfarreien ftationirten Priestern gegenüber aber nicht befugt erscheinen. Auch die Frage der Staatsangehörigkeit der in Folge des zwischen dem Regierungs- bezirte Kassel und dem Großherzogchum Weimar be- stehenben Kirchen- und Schulverbands in das Wei- marische versetzten Geistlichen kann hier nicht in Betracht kommen. Ein Specialfall liegt bereits vor, wo ein Priester als Pfarrer in das Eisenacher Oberland bestellt worden ist, ohne daß das Oberpräsidium bieserhatb gegen den Bischof Kött vorgegangen wäre. Bei vorkommenden Rückversetzungen in preußisches Gebiet treten selbstredend die Mai-Gesetze in Kraft.
Gekthause», 7. Okt. Gestern fand die 2. diesjährige Conserenz der evangelischen Geistlichen der Diöcesen Hanau und Fulda dahier statt. Dieselbe mar ebenso, wie die erste, sehr zahlreich besucht. Zunft wurden die in der Frühjahrs-Conferenz im Entwürfe vorgelegten und dann von einer Commission auf Grund der Beschlüsse jener aufgestellten Statuten .......... ...x-----,--------- „ .... a„.....—
genehmigt. Nach diesen ist Zweck der Conferenz die fallen Rednern einstimmig Dank). Aufgelegte Listen I gefälligst die heutige Annonce.
Besprechung kirchlicher Fragen und Mitglied jeder | zur Einzeichnung für den Altkatholicismus wurden orbinirte Geistliche immerhin ber genannten Diöcesen. z zahlreich unterschrieben.
Frembe Geistliche und Canbidaten ber Theologie haben! Speyer, 10. Okt. Vom 9. bis 10. Oktober :rcien Zutritt, Nicht-Geistliche im Falle, baß sie Bon kanten hier 15 Erkrankungen an Cholera vor, davon einem Mitgliede der Conferenz eingeführt werden. Ig Todesfälle. Gesammtstand: 289 Erkrankungen, Außer den Statuten stand die Civilehe auf der Tages-! 139 Todesfälle.
ordnung. Im Anschlüsse an die von Hrn. Pfarrer! Paris, 10. Oct. Nachrichten aus Versailles Junghans zu Hüttengesäß aufgestellten Thesen ,ent' Lufotge hatte der Herzog von Aumale den französischen pann sich eine sehr lebhafte Discusfion. Von einem I ^riegsministcr um die Erlaubniß gebeten, den Kriegs- der Redner wurde in längerem Vortrage ausgefuhrt,!^^^^ in Lothringen besuchen zu dürfen. Der daß es bei Beurtheilung der Civilehe vom kirchlichen«^egsminister habe es indesien für seine Pflicht ge- Standpunkte auö darauf wesentlich ankomme, was bieLahen, biejen Wunsch des Herzogs dem Minister der Ehe mache, ob das Jawort der Nupturienten, oder die bärtigen Angelegenheiten mitzutheilen, welcher Einsegnung Seitens der Geistlichen. Sowohl Kirchen- seinerseits die Genehmigung des Berliner CabinetS rechtslehrer als Theologen evangelischer und katholi- |un(er bent Hinweis erbat, der Herzog werde vollstän- scher Confesston sind, wie ausgeführt wurde, hierüber bigeg Inkognito beobachten und nicht einmal Metz verschiedener Ansicht und selbst in Kirchenordnungen findet berühren. Die preußische Regierung habe hierauf die eine, wie die andere Anschauung Ausdruck. Emsttm-«geantwortet, daß sie lieber sehe, der Herzog unter- mig wurde auch die Civilehe im Gegensätze zu einer I nebme bicje Reise nicht.
Sewisstn extremen Richtung als Ehe anerkannt. (F. Anz.) 10 Oct- „Feanyais" (Organ des Her-
*“ $ tiffifes «zogs von Broglie) sagt in einem Artikel: Die Zu-
- Verletzte Standesehre führte den Kutscher Albrecht, rückhaltung, welch«! bis erklärlich gewesen, wäre der den letzten Feldzug bei den von den Franzosen so un-1 gegenüber der Thailgkett und den Manöver» der gemein jgefürchteten Ulanen mitgemacht hatte, vor die! Linken fernerhin gefährlich und fugt hinzu, es seren Schranken der 7. Criminal - Deputation des berliner Stadt-1 Schritte gethan worden, um den genauen Ausdruck gerichts. Albrecht war eines Tages in dem Flur eines Hauses I bet ätzten Resolutionen Chambords zu erfahren und der Lindenstraße mit dem Schlächtermeister Schubert, welcher! . 7 bie -jnrunebmende (Saltuna ,u bestimmen
früher seiner Militärpflicht als bei der Infanterie genügt darnach die einzuneymenoe Hauung zu oefiimmem hatte, zusammengetroffen. Zwischen beiden hatte sich ein! TrittNON, 10. Oct. Prozeß Bazame: Die Ver- Streit darüber entsponnen, welcher von beiden Waffen-1 Lesung des dem Bericht des Generals Rivisre ange- gattungen, der Cavallerie oder der Infanterie der Vorzug ^e„ Documents, welches die Versuche, mit der Armee gebühre. Da sie mit Worten darüber nicht einig werden I' ° . . j? . . ' ™:rk
konnten, schritten sie zu einem thatsächlichen Beweis, das von Metz in Verbindung zu treten, behandelt, wird heißt: sie stellten einen Ringkampf an, iu dem die Infanterie I fortgesetzt. Zunächst werden eine Anzahl von den zur obsiegte, da der Infanterist Schubert den Cavalleristen Albrecht! Verwendung gekommenen Boten aufgezählt, von welchen zu Boden warf, dabei aber selbst zu Falle unb auf Albrecht I a[(ein 20 als Zeugen in dem Prozeß fuimiren. Der
ber Intervention zweier HinzUgekommenen bedurfte, um! August, er wähnt der Ballons, deren Anwendung Ba- Schubert von dem bissigen Ulanen zu befreien. Der Jnfan-1 zaine zur Herstellung einer Verbindung verweigert habe teuft ging zwar als Sieger, aber schwer verwundet au-1 unb bespricht die Anstrengungen der Regierung der demKampfe hervor denn^wie er selbstangibt, hat er neun Nationalvertheidigung, um eine Communication mit Wochen lang mit Petroleum und kaltem Wasser an derl ,, !.< L~A ' „ mori j,. <™
Nase curiren müssen, die trotz dieser Force-Cur nach Aus-!Metz herzustellen. Sodann fuhrt der Bericht den Beweis, sage eines Arztes doch stets verstümmelt bleiben dürfte. Der« Bazame sei davon unterrichtet gewesen, daß in Dyivn» tapfere Ulan Albrecht, welcher sich im Termin sehr kleinlaut I bjfte große Vorräthe von Lebensmitteln aufgespeichert benahm, hat seine Heldenthat mit drei Monaten Gefängniß I Maren. Ferner bespricht die Schrift die Lage der -ulmßen. _______________________ !Artillerie, gibt die Zahl der vorhandenen Geschütze,
Ernennungen, Verleihungen u. S deren Ausrüstung anMnnition an und tritt der Be-
V er setzt wurden ohne Aenderung des Amtscharakters: hauptung Bazame S entgegen, daß er aus Mangel an die Oberförster: K auf Holz von Thiergarten, Obf. Th :.-! Munition seine Operationen habe emstellen muffen, garten, auf die Oberförsterstelle Hausberge zu Minden, inI Es wird genau uachgewlesen, daß die vlerpsundigen Reg.-Bez. Minden, und Rubach vonLindhoop, Prov.Hai «Geschütze am 16. August 284 Schuß pro Geschütz 2?rer, "ach Thiergarteni Obf. Tbiergarten im diesseitigen I besaßen wovon sie nur 39 verschossen und ebenso, Bezirk: der interimistische Reviersorster, Obersörster-Candidat | ' 0 ' , „ 1 s ‘t a hm
Hepe von Marjoß, Obf. Altengronau, auf die Revierförster-!daß au demselben Tage von den vorhandenen>17 stelle für den Reviertheil Biezdrowo, Obf. Zirke im Reg.-!Millionen Gewehrpatronen nur eme Million verbraucht Bez. Posen. ! wurden. Es sei sonach kein Mangel an Munition
--- 1 —7—TTTTTTT----- dagewesen. Der Bericht sagt wörtlich: „Wenn man
Kttchltche Nachrichten der Stadt Marburg Lo° Munitionsmangel gesprochen habe, so habe man
vom 4. bis 10. Oktober 1873. I nicht xzmpfen wollen."' Bezüglich der LebenSmittel-
Ev-rek Gern - ^Der!'Emaesell und Mechanikus frage weist das Document aus die Unvorsichtigkeit hin, Theodor Heinrich August Schubatt zu Gent und Jungfrau mit welcher bie Verprovtantirung von Metz am An- Anna Katharina Emma Lederer von hier. | fange des Krieges verzögert unb demnächst bie Lebens«
Ev.-luth. Gern.: 1) Der Junggesellund RestaurateurIaifttel vergeudet worden feien. — Einem hier cour- Wilhelm Heinrich Christoph Brinkmann dahier und Jung-staden Gerückt zufolge wird der Vertheidiger Advocat flau Louise Dorothea Fischer aus Munden. 2) Der Sung-|k , . . S A La™ ba& ^ack Verleiuna ber gesell und Weißbinder Jacob Wagner und Jungftau Anna I Lachaud den Antrag sie , ß ck .^. 0 Elisabeth Baldauf. 3) Der Ackermann Johann Adam Anklageschrift eine von ihm verfaßte Vertheidigungs-. Schrodt zu Ockershaufen und Margaretha Kuhl aus Nieder-1 schrift vorgelesen werde.
Weimar. I ....---------
Geborene. I Telegraphische Cours - und Marktberichte.
Ev.-ref. Gern.: 1) Carl, des Waldhornisten im Heff.! Frankfurt a M-, 10. October. (Schluß-Course). Jägerbataillon Nr. 11 Friedrich Ernst Sander S. IStaatsbabn-Actien 3404, Elisabeth 223, Galizier 211,
Ev.-luth.Gem.: 1) Minna, 2) AnnaKatharina des iNordwestbahn 201, Creditactien 2244,
hiesigen Bürgers und Schuhmachermeisters Ruppert Laus ~t^° ° te 64?'Papierrente -, 1860t Loose 89, National- s» ass
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