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Genf, 9. Sept. Der Friedens- und Freiheit»

hinunter! Kehrli, schon früher erprobt in ähnlichen Fällen, erbietet sich. Das Seil, an dem er hängt, ist zu kurz, der Schrund 74 Fuß tief. Ein anderer

von Todesangst Gehetzten. In drei Stunden haben sie den langen schweren Mann in derSaas/ Da kommen noch andere Knechte von der Grimsel und Freunde sind heraufgeeilt. ES war die höchste Zeit; schon drohen die Retter selbst zusammenzubrcchen. Um 7 Uhr sind wir an der Grimsel, überglücklich, ihn nicht draußen lassen zu muffen. Aerzte sind da. Die Untersuchung ist günstig, nichts gebrochen. Heute Morgen erwärmen sich endlich auch der Unterleib und die Beine und er kommt zum Bewußtsein. Auch keine innere Verletzung. Um 9 Uhr geht'« auf einem Sessel Gultannen zu. Himmlischer Trost für seine Frau, den alten Vater uno das ganze Dorf, wo ein schlechter Bote seinen Tod gemeldet hatte/ "

hinunter! Wie er sich aus der Schlinge des ersten Strickes lösen will, fällt er noch etwa 12 Fuß auf Huber, merkwürdiger Weife ohne ihn und sich zu beschädigen. Wenn schon nicht bedeutend verletzt, so doch fühllvs und anscheinend leblos, lehnt Huber an der Gletscherwand, 11/2 Fuß tief im eisigen Wasser, schon seit 5 Stunden! Kehrli schaut nach oben. Wo die Genossen stehen, schimmert Licht durch. Auch sie stehen nur auf der dünnen Schneeschicht, nicht auf der festen Eismasse.Wenn sie noch einmal einstürzt, dann sind wir alle Sechs verloren! Doch vorwärts M Gottes Namen, es geht nicht anders!" Der

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unferet ganzen Marine Hervorrufen muß. Man ließ theilweise abgebrannt. Gestern Abend war das Feuer geschafft. DasElsässer Jvurn." sucht seinen im indessen nur zu häufig außer Ackt, daß die Reichs- noch nicht vollständig erstickt. den Standpunkt Derjenigen näher zu mäcisiren bi,

"g'erung sich von derartigen Gefühlen unmöglich lei Karlsruhe, 9. Sept. Nicht leicht hat ein Fürst es zu vertreten beabsichtigt. Derselbe läuft auf b »n lassen konnte, und ist auch hier schon hervorge- gerechtere Ansprüche auf die dankbare Verehrung seines Erstrebung eines Partikularstaates mit möglichst araL»

hoben worden, daß sowohl i:t den Kreisen des aus Volkes als Großherzeg Friedlich von Baden, und sie Autonomie und Unabhängigkeit und mit möaliM

warttgen Amtes wie der Admiralität die Ueberzeugung wird ihm auch heute überall im Lande an seinem 48 republikanischem Strich hinaus Bei diesem AtM

herrscht daß Capitän Werner sein Verfahren nicht Geburtstage mit ungeheuchelter Aufrichtigkeit entgegen- mag hinzugefügt werden, daß in einem andern ArM

rechlferttgen könne. Der gestrige Artikel derNordd. getragen. Unsere Stadt zeigt ihren reichsten Flaggen derselben Nummer desselben Blattes umständlich

Zlg , der offenbar? offictösen Ursprungs, bc schmuck; den auf heule angesagten Festlichkeiten ist zuweisen versucht wird, daß man den Straßburaeni statigt dteS von Neuem. Er wendet sich vorzüglich gestern Abend ein wohlgelungenes Feuerwerk und Be- keinen Eid der Treue, überhaupt, keinen politische, gegen einen Artikel derKöln. Ztg.", in welchem ver- leuchtung einiger schön gelegenen Puncte vor der Stadt Eid auserlegen sollte, weil sie als einstige deutsch, sticht wurde, den Capitän Werner vom juristischen vorausgegangen. In Freiburg hält den altkatholifchen Reichsstadt auch das Privilegium besessen hätte dl Standpunkte zu rechtserttgen. Auf wie schwachen Füßen Festgottesdienst Bischof ReinkenS ab. - Im kommen deutschen Kaiser von damals keinen Eid zu schwör» jedoch die Beweisführung stand, ergibt sich schon aus den Winter wird Herzog Friedrich von Augustenbu-g Der französische KriegSminister hat alle Regiments dem einen Grunde, daß die Argumente fast sammtlich nut Familie mehrere Monate seinen Aufenthalt in davon in Kenntniß gesetzt, daß die Namen denen»» dem Prisen recht entnommen waren, welches bekannt unserer Stadt nehmen. ES sind dazu Räumlichkeiten aus Elsaß-Lothringen herstammenden Soldaten dne» nr ,m ,?r.l,e86.8e*tc" rur Geltung gelangt Die im Gasthof zum Erbprinzen gemietet. - Kaiserin Option für die französische Nationalität aus'irgend Hauptsache blnbt indessen die, daß Capitän Werner Augusta wird am 11. d, der Kaiser am in Ba- einem Grunde für ungültig erklärt worden int» direkt gegen seine Instructionen handelte, welche es den-Baden erwartet, wo er fast den ganzen Oktober Controlregistern der französischen Armee sofort ae- hm zur Pflicht machten, jede Aufregung der Gemüther verweilen soll; von da aus werde auch der Besuch in strichen werden müßten, weil diese Soldaten dentis» zu vermelden und sich unter keinen Umständen in die Wien gemacht, wenn derselbe überhaupt staltfindet. - geworden seien. Fortan können dieselben nur wi, inneren Angelegenheiten Spaniens zu mischen. Daß Der deutsche Kronprinz traf am 6. d. Nachmittags jeder andere Fremde, in die Fremdenlegion in Mfrifi seine Handlungsweise Beide« mvolvirt, liegt wohl klar von Schloß Rißtissen mit Extrazug in Friedrichshafen ausgenommen werden. Die Verfügung, welche bereit« ' auf der Hand. em, von wo ihn ein von dem König zur Verfügung vom 22. Juli datirt, habe den Jweck, die betreffend«!

.. -N°ch t>erProv-Corresp/ wird der Kaiser gestelltes Dampfboot nach Rorschach zum Besuch der Elsaß-Lothringer über ihre Stellung zur deutschen die nächste Zett, tote alljährlich, vorzugsweise der fürstlichen Familie Hohenzollern auf der Villa Wein- Regierung aufzuklären. w

Theilnahme an größeren Truppenübungen, zunächst bürg führte. Am andern Tage Mittags nach Frie- A«Sla»tz.

im Bereiche des GardecorpS und des 10. Armeecorps, drichshafen zurückgekehrt, verweilte er mehrere Stunden Genf, 9. Sept. Der Friedens- und Freiheit» widmen Schon am Dienstag (9.) früh begab sich der im Kreise der ivürttembergische» Königsfamilie und Congreß wurde heute geschlossen, nachdem Laurent

Monarch über Juterbogk zu den in dortiger Gegend reiste Nachmittags vier Uhr wieder nach Rißtissen einen historischen Bericht gegeben hatte, woran fit

dne Si»cu[fion f*lo6, «er to mZ » unb kehrte Nachmittags von da zuruck. Am Don Mannheim, 5. Sept. Die bei dem Bierkrawall dem Rednern Lemonnier, Micowski und Fauveip bc-

ntrftag (11.) geht der Kaiser nach Hannover, um zu Schaden gekommenen hiesigen Bierbrauer haben, thciligtcn. Die Internationale hielt um 2 M

(am 12.) die Parade deS 10. ArmeccorpS abzunehmen demTagebl." zufolge, gegen die Stadtgemeinde eine eine geheime Sitzung, der um 8 Uhr eine öffentlitbc und am Abend nach Berlin zurückzukehren. Am 19. Entschädigungsklage anhängig gemacht. Sitzung folgte. Letztere Zeit war gewählt worden

gedenkt Se. Majestät über Harburg nach Buxtehude Ansbach, 10. Sept. Der Kronprinz deS deut- um den Arbeitern das Erscheinen zu erleichtern zu gehen, um am 20. den bet Apensen stattfindenden scheu Reichs hat gestern aufs Eingehendste die Heils- ES ist ein Bericht von dem Genfer interna. Cavallene-Uebungen beizuwohnen. Am 21..findet die bronner Kirche, sowie das Schloß und die Kirchen tionaten Comite zur Pflege verwundeter Krieger über Rückkehr nach Berlin statt, indem der von dem König hierselbst besichtigt. AbendS fand zu seinen Ehren seine Wirksamkeit in den ersten zehn Jahren seines von Italien unserem Kaiser angekündigte Besuch nach eine prächtige Illumination und eine Serenade statt. Bestehens, welche in die em Jahre abgelaufen sind nunmehriger Bestimmung am 22. d. M. zu erwarten Heute besichtigte der Kronprinz die Gumbertuskirche. erstattet worden. Zum Schluffe desselben werden die 'st-, Z" den letzten Tagen deS Monats September Nach 10 Uhr erfolgte die Abreise nach Würzburg. Resultate feiner Bestrebungen zusammengefaßt Es begibt sich der Kaiser nach Baden-Baden, um mit der Die städtischen Behörden waren zur Verabschiedung wird daselbst, man könne sie nicht nach ihrem Weribe Kaiienn Augusta zunächst den Geburtstag derselben auf dem Bahnhofe erschienen. schätzen, wenn man nur die direkten unmittelbaren

ju begehen und sodann einige Zeit mit ihr dort zu Würzburg, 10. Sept. Der Kronprinz des Folgen im Auge habe, die ganze Tragweite derselben verweilen. Der beabsichtigte Besuch am kailerlich öfter- deutschen Reichs ist hier angekommen und wurde von lasse sich nur dann richtig beurteilen wenn man auf reichischen Hofe wird verrnuthlich am 15. Oktober einer zahlreich versammelten Menge mit lebhaften Zu- seine indirekten mittelbaren Erfolge blicke. Diese wer- stattfinden, rufen begrüßt. Der Kronprinz begab sich sofort zur den in folgender Weise angegeben:Erstens sind durch

Nach "ner derPharmac. Ztg. aus angeb- Inspektion. die vielen Erörterungen, die stattgefundm, die Mängel

lich zuverlässiger Quelle zugehenden Correspondenz Straßburg, 7. Septbr. In den Räumen des und Unvollkommenheiten deS Sanitätsdienstes bei der oll dem nächsten Reichstage ein Gesetzentwurf vorge- hiesigen Bahnhofs spielte sich gestern der letzte Act der Armee immer mehr zur Sprache gekommen und es

egt werden, welcher für die Apotheker die Gewerbe- finanziellen Auseinandersetzungen mit Frankreich ab. ist daher eine wichtige Reform in der Organisation

srechett bringt. In verschiedenen Ablheilungen sind Geldsendungen von der osficiellen Pflege eingeführt worden Selbst ohne

Posen, 10. Sept. DiePosener Zeitung" Paris, Brüssel, Köln, Mülhausen, im Ganzen 29 den Beistand der Privathülfe würde letztere jetzt weit

meldet, daß die königliche Oberpräsidialversügung vom Waggons, hier eingetroffen, die sämmtlich Fünffranken, besser äls sonst im Stande sein den Anforderungen

Jahre 1867, wonach katholische Schulkinder zum stücke in Silber enthielten. Jeder Waggon faßte des Augenblicks zu genügen. - Sweitens sind alle

Zweck der Religionsprüfung zu den erzbischöflichen durchschnittlich hundert Säcke, mit je 10,000 Franken, wissenschaftlichen und technischen, auf Gesundbeit der Kirchenvisitationen erscheinen sollen, durch die k. Regie d. h. einem Gewichte von über 100 Ctr. per Waggon. Truppen im Felde bezüglichen Fragen weit ernstlicher

rung auf Grund deS Schulaufsichtsgesetzes aufgehoben (Der Sack ä 10,000 Fr. soll 1 Ctr. 6000 Grammes als früher behandelt worden. In allen Jweigen der

worden ist. wiegen.) Die betr. Beamten, unter Leitung des faiferl. Arzneiwissenschaft von den hygienischen Maßregeln

Bensheim, 9. Sept. Ueber das Brandungluck RegiernngSrathes Hm. Pietsch, haben mit der Controle. bis zu den künstlichen Gliedmassen ist man vor- trägt DieDannst. Ztg." nach, daß auf der Ostseite Revision und Ausladung dieser 29 Waggons, wie wärts geschritten. Diese Fortschritte, die auf das L00S der Vorstadt das Feuer auSbrach, das bei starkem man sich denken kann, ein tüchtiges Stück Arbeit zu der Verwundeten einen so großen Einfluß haben be- Südostwinde die Richtung nach Norden nahm. Gegen erledigen. Die Säcke »erben zu 6070 Stück auf treffen aber Jedermann. Durch unsere Bestre- 50 Häuser mit Scheuern, meist mit nicht versichertem bereitstehende Brückenwagen geladen und der Reihe bungen, den Unglücklichen, die auf dem Schlachtfelde Stroh, Fruchten und Heu angefüllt, sind ganz oder nach, je von einem Schutzmanne begleitet, in die Stadt liegen bleiben, beizustehen, beförderten wir in jndi-

lusttg anzusehen, wie er sich mit Schrittwechseln plagte, einen halsbrecherischen Weg von 5 Stunden zurück- Wackere knüpft das Seil um den Hubert oben ziehen wenn er neben den ungedrillten Bauern einherging, gelegt. Augenblicklich sandte der Wirth drei Knechte sie an, mit unsäglicher Anstrengung hebt man ibn Unb -dergebiente Mann" war doch schon in den mit, Hans Kehrli, Hans Bysäth und von Stellen, über den Rand heraus. Mit glühenden Küssen be* Vierzigern! unb hinauf ginge roieber im Sturmschritt. In unsäg- decken Bruder und Freund, die rauhen Männer sein

Die Aufmerksamkeit der Gruppe wurde aber bald kicher Angst harrte ihrer Heinnch Ott. Der Vernn- kaltes Angesicht! Bald ist auch Kehrli mit dem Sack abgelenkt, denn Läuten der Glocken vom Thurm und glückte, von dem er erst nur ein Bein sah (der Ober- oben, in welchem Huber auch ein Seil mitgenommen Beten vom Pfarrhof her künoigten an, daß nunmehr körper lag nach unten), war unterdessen aufgestanden, hatte, das sie aber am Morgen nicht nöthlg zu haben der festliche Einzug der Hochzeit erfolge. Es war aber, vermochte aber nur undeutlich zu rufen und schwieg glaubten. Nun ging« der Grimsel zu. Kein Kessel, wie der Leser schon weiß, eine Braut deS Herrn, die wieder gänzlich. Endlich, endlich kamen sie. In drei kein Schlitten ist da! Abwechselnd trugen ihn Kaspar, hierher zum Verlödniß kam, die Tochter deS Kloster- Stunden waren sie über die Flühe, Gletscher und der lahme Heinrich und von Aellen auf dem Rücken;

maierS, Magdalena, die, nachdem sie im nahen Kloster Schneewände hinaufgeklettert. Ein Strick wird hinun- auf Kehrli ist nicht mehr zu rechnm und Bysäih ist

der barmherzigen Schwestern als Novize Proseß ge- tergelassen; Alexander ergreift ihn, vermag ihn aber mit Seilen schwer genug belastet. Was Jeder auch than, nunmehr in's Kkoster übertreten wollte. Und nicht zu befestigen; er war bewußtlos und tastete der Verwegenste, der den lebensgefährlichen Weg'kennt,

diese bildliche Uebergabe an den unsichtbaren Bräutigam blos unwillkürlich und kraftlos. Einer muß selbst als rein unmöglich bezeichnet, vollbringen die drei

feierte der CleruS, daS Kloster selbst und die Kirchen"^'""--' tx* ---------- ~ ~ ' - - -

gemeinde.

(Fortsetzung folgt.)5 -

Einer interessanten Correspondenz des Berner Bund" vom 26. v. M. entnehmen wir:Es war gestern den 25. d., um W/2 Uhr, als die Nachricht einlief, Alexander Huber, JohS. von Guttannen, der mit seinem Bruder Kaspar und einem Freunde, Hein­rich Ott, auf das Krystallsuchen ausgegangen war, sei in einen tiefen Gletscherschrund gefallen, hoch oben am Gerstengrätl, dem Rhonegletscher zu. Die Schnee­decke, welche trügerisch den Abgrund verbarg, war mit ihm eingebrochm. Kaspar war hierhergeeilt, um Leute und Stricke za holen; in IV4 Stunden hatte er