JUatÖurg, Sonnabend, den 30. August
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dieser Angelegenheit noch nicht getroffen ist und daß daher alle diese Gerüchte leere Consunrturen sind. —
1. October das der Aisenstraße Beziehung als Der General Dr. L. Berry
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1& zum Gegenstand der Erörtemng in der Presse gemacht; es kann aber auch noch jetzt versichert werden, mit, daß in den maßgebenden Kreisen eine Bestellung in
seiner Abreise nach Sylt Bericht über den jetzigen Stand des Vereins zu erstatten. Der Kronprinz drückte den Wunsch aus, daß eö dem Verein gelingen möge, ven schon lange projecttrten «AcrlimatisationSgarten hier ins Leben zu rufen, der neben dem zooloaischen Garten im Stande wäre, dem Publikum eine Quelle
Das Treiben an der'Börse war ein ganz auß ror- dentticheö, die Zahl der Handelslusttgen mochte tausend weit übersteigen und nahm sich namentlich von oben besehen, recht amüsant auS; gegen di« Frank«
wito sich nach Wien und Paris begeben, nach ersterem One, um die Verbindungen des Vereins zn erweitern, «ach letzterem, um den nach dem letzten Kriege neu erstandenen ÄcclimatisationSgarten aus eigmer An ichauung kennm zu lernen. Herrn v. Berry ist auch
Ehre zu Theil geworden, dem Kronprirzen vor
Beförderungen rc. auch die Besetzung der vacanten Srmrecorps berühren wird, ist wohl nicht bestimmt, wenn auch andererseits angenommen werden kann, daß die Besetzung des HL und IX Armeecorps, welche durch das Ausscheiden der Generale v. AlvenSlcben und v. Manstein Commandeure erhaltm müssen, nicht lange mehr unerledigt bleiben wird; ähnlich dürfte eS sich mit dem XIII (würtembergischen) Armeccorps verhalten; in Bezug aus das X. Corps ist eine Re gelang wohl nicht sobald zu erwarten, da General v. VoiglS-Rheetz noch nicht von dem Commando dieses Corps entbunden ist und erst der fernere @e-
Der Wucherer hatte unterdessen in feiner Zelle 1 SchenkungSakt unterzeichnet, und Hermann ging Begleitung seiner Mutter, deS Notars und einiger
die Berliner Hasenhaibe selbst in der hellsten Mond- scheiunacht nicht genug der landschaitlichen Reize bietet, um einen poetisch gestimmten Gelehrten zu versöhrerr« Hätte Theodor Mommsen sein Abenteuer statt an rem zruberhaften Gestade des tyrrhenischen WeereS in seinem hiesigen Wohnort bestanden, eS hält« nach zwei Richtungen hin einen. anderen Verlaus genommen; erstens hätte sich kein Mensch darüber gewundert und zweitens hätte die Polizei die Verbrecher nicht entdeckt.
Posen, 28. August. Erzbischof LedochowSki ist, wie in einem Theile des gestrigen Blattes mitgetheilt wurde, im heutigen AudienztetMln vor der Tribunal« deputanon des hiesigen Kreisgerichts wegen gesetzwidiiqet Anstellung des Geistlichen Arndt zu Filehene zn 200 Thlr. Geldstrafe verurtheilt. Der Erzbischof war im Termin nicht erschienen. Der Staatsanwalt hatte mit Rücksicht auf die schroffe staatsfeindliche Haltung deS Angeklagte 500 Thlr, eventuell viermonatlicher Ge
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anbett mrbe. 73.
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c (Schluß folgt.)
Deutsches «eich.
•• Berlin, 28. August. Nach Rückkehr deS Kaisers sind die weiteren definitiven Bestimmungen über die Feier am 2. September zu erörtern; hieran dürften sich allenfalls Allerhöchste Entfcheidungen in Bezug auf Avancements und Ordensverleihungen an Offiziere reihen, wenigstens sieht man in militärischen Kreisen denselben bestimmt entgegen. Zn wie weit aber diese
Reiche Gottes zu vereinigen; 2) die Conserenz anerkennt in dem Protestantcnverein einen Abfall von der iGrundwahrheit deS Evangeliums und eine Gefahr für die Kirche und erklärt, daß es zum tiefsten Schaden und endlich zur'Auflösung der evangelischen Lau- l deskirche führen müsse, wenn zu den theologischen Lehrämtern Männer berufen werden, durch deren Lehnen daS Bekenntniß der Kirche zersetzt wird; 3) die Conserenz anerkennt eS als Pflicht, sich am consti lutionellen Wollen zu betheiligen, um eS zu ermög lichen, daß der gegenwSrtiz.n, ins Verderben führenden Richtung des Staatslebens entgegengearbeitet werde. Ein zahlreiches Herren- und Damen Publikum wohnte den Verhandlungen bei.
— AIS vor einigen Monaten der berühmte Der foffer der römisch.» Geschichte Professor Mommsen das Schicksal erfuhr, bei Neapel in einem Wäldchen beraubt zu werden, das er zur Nachtzeit betreten halt, um sich deS Mondscheines zu erfreuen, versitzie dieses Ereigmß ganz Europa in Aufregung; die neapolitanische Polizei aber rastete nicht, bis sie die Uebelihäter ent deckt und das gestohlene Gut wieder zur Stelle ge- fchufft hatte. Ein wahres Glück, schreibt eine hurno nst.sche Feder der „Lreol. Ztg." ans Berlin — daß Gerichtspersonen in die Wohnung des VaterS, um hon seinem Eigenthum Besitz zu nehmen.
Ter Werth sämwtlicher Mobilien erreichte He Summe nicht, welche der Akt kostete, und eS blieb zuletzt nur noch der Keller zu durchsuchen, auf welchen He Frau des Geizhalses große Hoffnung setzte. Die äußere Thüre zu demselben stand noch offen, He innere wurde unter Zuziehung eimS Schlossers geöffnet unb rin Ausruf des höchst.» Erstaunens entfuhr den Lippen ter Anwesenden, als sie vor die Fässer traten und die vi.lveisprechenden Inschriften derselben lasen.
Tiefe« Erstaunen wuchs, als der Notar den Deckel res erst.» FätzchenS aufhob und taffelbe leer fand Der junge Monn fühlte bei dieser Entdeckung eine Last von feinem Herzen fallen; so sehr er das Geld auch schätzte, sträubte sich doch sein Ehrgefühl dagegen, von dem Gute für sich Gebrauch zu machen, um welches Kleber zahllose Familien betrogen und U.I glücklich gemacht hatte. »
Anders aber dachte seine Mutter; die langen Jahre deS Elends, der glühende Durst nach Rache uno 6er, Wunsch, ihr Kind, um dessen Liebe sie betrogen war, zr beglücken, ließen sie den Besitz anf.hneicher Schätze zr wuiifchenswenh finden, als daß sie die Hoffnung I dwauf so rasch hätte aufgeben können. Ihrem icharfen B ck entging es nicht, daß bei einem der Fässer ter i Fitzboden eine kreisförmige Vertiefung zeigte, ohne i ZöMn schob sie das Foß bei Seite, um die Stelle i einet genauen Untersuchung zu unterwerfen, doch sah fte fh in ihrer Vermuihung getäuscht. Kein auch so i unbedeutendes Merkzeichen verrieth, daß hier ein Ver, | steck w, und mißmuthig stellte sie nach einer Weile ! das tztß wieder an seine Stelle. i
Bt dieser Gelegenheit stieß dasselbe ziemlich un \ sanft »gen die Mauer, einige der lose zusammenge i
Das Reichs Eisenbohnamt wird vorn für diese Behörde gemietete Lokal in beziehen und somit auch in lokaler selbstständige Behörde auftreten. — secretär des AcclimatisationsvereinS,
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Der Vormittag btS zweiten Tages war wieberrtfct' Arbeit gewidmet die nur durch kleine Kater; frühstücke unterbrochen wuibe. Gegen 1 Uhr erfolgt?^ 6er Beluch der Börsej das geschmackooll ausgeführte und sehr geräumig eingerichtete Gebäude wurde in allen seinen Räumlichkeiten besichtigt, auch ein voüz Bötsenvorstand bereit gestelltes Gabelfrühstück liiige- nommen, daS der Vorsteher desselben wohl in etwa- falsch angewandter Bescheidenheit ein „frugales* nannte.
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Bestellungen ZNÄ'ÄL
September werden von allen Post«, statten ange- llvwmen. Auf dem Laude nehme« auch die Land- pasthote« Bestellungen entgegen.
- Bt* Marburg nach Hamburg. - -l
aus sicherer Quelle bestätigend mit,heilt, hat der Erz- oifchof Ledochhowski beschlossen, die Anstellung sämmt« 'licher in diesem Jahre geweihten Priester, ohne Rücksicht auf die K rcheiigesetze bis zum, 1. September durchzuführen. ' ji-q-nwi
LbcMftsche ZettungS
Erscheint t ä g l i ch außer den Werktagen nach Eonn- und Feiertagen. Preis für bas Quartal durch die Expedition (Kock'sche Buchdrucker ei) bezogen 221 Sgr . durch die Postümter 27 Sgr. (exel. Bestellgebühr und mel. Stempelsteuer), für das Ausland exel. Stempel 22 Sgr. - Jnsertionsgebühr für die -gespaltene Heile 16gr. ’ - * Sämmtliche Annoneen-Büreaus nehmen Inserate an. < ■■■•, it-z \ .
Ä 1873
irii.
: Hannover, 28 Ang. In der erste» Plenarsitzung des JuiisteniageS wurde Profeffor Dr. Gneist; »um Präsidenten gewählt und die Seel ei^biloung »orgeuommen. Erschienen waren bisher 350 I irrten/ ■barunter HandekSg-richisprästoeiit Albrrikt (Hamburg), Drechsler (Leipzig), Gneist (Berit»), J.,qneS (Wien), Renting (vepzrg), v. Stenglein (München), Swet» fchinsky (PeieiSburg)' Graf Wartensleben (Leiliu). Besonders ftaik war Baiern vertreten. Dem genügen -von der Stavt Hannover im Ooeon bereiteten Em- pfangö'Abeiide wohnten 6er Oder Präsident und sämml- Uche Roiabilitäten bq Stadl bei. Albrecht (Hanuov.r) hielt die BewillkomMungsrede, welche Gneist erwiderte.
Brannfcptoetg, 27. Aug. Tie unabweujfbatfc Ansage einer yefkauer ist gestern erfolgt une zwar wie das Oderhofckarfchallamt in den amtlichen Anzeigen sich auSdrückt , wegen Ablebens, „Sr. Durchlaucht" des Herzogs Carl von Braunschweig. Ebznso^ unabpieubbar wird es sein, daß sich der Herzog bei den Leichenfeierlichkriten vertreten läßt. Alsdann wird derselbe aber anscheinend sofort die Schritte zur Ansech« fügten Steine fielen, und das hierdurch verursachte Geräusch sühne i» wenigen Minuten zur Entdeckung der Schatzkammer.
Ter Wucherer ging unterdessen in der einsame». Zelle feinen Gedanken nach. Er faub keinen Grund, uiit feiner gegenwärtigen Lage unzufrieden zu sei»;, in der nächsten Stunde erhielt er nicht nur die Freiheit wieder, sondern noch eine beträchtliche Summe Geldes dazu, außeidcm hatte er durch den Schenkung»« akt ein gutes Geschäft gemacht, denn für die fast wenh- lofen Utensilien, '«eiche fein Haus enthielt, mußte» feine Angehörigen ihm von jetzt ab e n Jahrgehalt, auszahlen, welches zur Bestreitung seiner Bedurfufs^ hinreichte. An die Möglichkeit daß das Versteck, welches feilte Schätze barg, entdeckt werden könne, dachte er nicht im Entferntesten, er vertraute baiadj, daß feine Leibwache, die kenn Fässer, hinlänglich schütze»
:y6bier überreichte.
L »Er ist es", erwiderte Paul, beffen Herz vor ut- isiglicher Freude zu brechen drohte.
I „So empfange aus meinen Händen Deine Tochter", tohm der Vater, auf Pauline zeigend, das Wort, „wir ®en sie gehalten als unser eigenes Kind und hundert
1 üh hat sie »nS schon vergolten."
Bestürzt sah Pauline zu dem alten Manne auf. „Ich bin nicht Euere Tochter?" fragte sie.
"** Ader noch ehe die beiden Alten Antwort geben i. ‘tonten, lag sie schon in den Armen Paul'S.
— „Wir verschwiege» Dir bis jetzt, daß Du unser xfltgekind warst, weil wir uns nicht in de» Gedanken Wen konnten, unS von Dir wieder trennen zu müssen", ^letzte Hartwig, „deshalb bewahrten wir daS Ge wmnij und überließen eS dem Schicksal, daffelbe zu ^lhüllen."
der Belehrung und des Vergnügens zu bieten.
— 27. Aug. Die evangelisch lutherische Conserenz wurde heute Morgen durch Gottesdienst unb Predigt des Superintendenten Büchsri in der Dreifaltigketts- kirche eröffnet. Unter den zahlreich auS allen preußischen Provinzen eingetroffenen Delegieren sind u. A. anwesend der ehemalige Ministerpräsident v. Man teuffel, die Mitglieder des Herrenhauses v. Kleist- Retzow, Senfft-Pilsach, Graf Königsmark und. Graf Schnlenburg; ferner der Pastor Quistorp (Sucherow). Pastor Knack (Berlin). Vorsitzender ist Pastor Enen (Lrepiow a. d. Rega). Vortragende waren Pastor Tauscher (Berlin), Profeffor Gerau (Königsberg), fängiiißstrafe beantragt' Wie die „Ostdeutsche-Leitung und Pastor NathusiuS (Quedlinburg). Es wurde be H-JL — ■ '•* • .......
schloffen: „Lutheraner, Refonnirle und Unirte im
fundheiiszustand dieses verdienten Generals maßgebend fein wird; an Allerhöchster Stelle -eine Entscheidung grill zu treffen. — Die Besetzung der Botschaftetposten in irdr Paris und Petersburg wirb in neuester Zeit wieder
DeS Schi-falS Fügung.
- ( •" • Novelle von Ew. Aug- Mbnig. ‘ v J (Fortsetzung.)
„Mich will er?" fragt? er, zitternd vor hnerer 1 Erregung. „Hattest Tu Deinem Kinee irgetb ein Erkennungszeichen mitgegeben?"
. t „Nur einen Zettel, auf den ich die Worte sckrieb: «Erbarmet Luch des Kindes und rechnet auf die Dankbarkeit deS VaterS!" |
| „Mein Gott, Deine Wege sind wunderbar!" nur Melle per Greis, die zitternden Hände faltend, währ nc M Mutter von ihrem Stuhle aussprang und in die Pebenfammet eilte.
t „Ist dies der Zettel, den Tu schriebst?" fragte We, zuiückkhrend, indem sie dem Sohne ein Stück