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^bequeme Aeußerungen mit Strenge zu unterdrücken' kann! gewordenen Wortlaut seines Berichtes an das u«d hat es dahin zu bringen gewußt, daß das Der-| Kuratorium der Govencrevit - Actienbank dahin richtig

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Argen diejenigen BolkSschullehrer, welche den von den Organen der Staatsgewalt bezüglich der Ertheilung Religionsunterrichts ausgehenden Anordnungen keine Folge leisten, das Verfahren auf sofortige Dienst

ritlassung einzuleiten.

. AuS dem Kreise Biedenkopf, 18. Aug., schreibt man dem „Franks. Journ.": AlS 1866 unser Ländchen von Hessen getrennt wurde, war wohl kaum bei einer Beamtenclasse das Bedauern aufrichtiger, als bei dem Forstpersonal. Die preußische Negierung hat es indessen verstanden, die Betroffenen sehr balv mit bcui Wechsel auszuföhnen und die im preußischen Dienst Verbliebenen werden schon jetzt von ihren aus- grschiedenen hessischen College« fast beneidet. Der ®runb liegt einfach darin, daß in Hesien auch eic billigsten und gerechlfertigsten Anforderungen ignorirt Wurden. Anstatt rechtzeitig einzugleisen und zu ver- Astern, was Noth that, insbesondere auch das mehr als bescheidene dienstliche Einkommen, suchte man nur

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trauen zwischen Vorgesetzten und Untergebenen eine sehr ernstliche Schädigung erlitten hat, die noch weiter dadurch genährt wird, daß man Vorschläge zu den nun doch unvermeidlichen zeitgemäßen Reformen Män­nern anvertraut, deren Gegnerschaft zu denselben all gemein bekannt ist, welche alle Reformbestrebungen geradezu als strafbare Unbotmäßigkeit erklären, mit denen sich die Betreffenden nur geschadet hätten rc. Welche Nützlichkeitsgründe dafür sprechen, diese Be­amtenclasse so zurückzusetzen, oder ob man damit viel, leicht den Diensteifer ober Patriotismus zu förbern gedenkt, ist für die den Verhältnissen ferner Stehenden schwer zu beurtheilen; die Gründe für eine gegenthei- lige Aufbesserung liegen indeß auf flacher Hand, und so bars man ebenwohl hoffen, baß sich noch Männer finden, welche einen so wichtigen Zweig der Verwal­tung vor tiefer gehenden Schäden bewahren helfen. Jedenfalls haben sich die hessischen Oberförster durch ihre Reformbestrebungen in den Augen der Fachgenossen anderer Länder nichts weniger als geschadet, wenn ihnen auch wegen dieser Bestrebungen ein seither vom Staat beschafftes wissenschaftliches Fachblatt pro poena entzogen worden ist; in dieser Weise räumt man, scheint'S, nur in Hessen den „Schutt" hinweg.

Fulda, 18. Aug. Der „Hess. Morg. Zig." wird von hier geschrieben: „Es mag wohl gegenwärtig keine einzige Stadt in jinferem großen Vaterlande geben, aus welcher mehr Zeitungsenten in die Welt hinausfliegen, als aus der alten BonifaciuSstätte. So brachten vor mehreren Tagen einige Blätter die Nachricht, daß der Bischof gegen die Schließung des Knabenseminars feierlich st Protest eingelegt habe und entschlossen sei, sich bis auf das Aeußerste zu wider setzen. Nun aber kann ich Ihnen die zuverlässige Mittheilung machen, daß man von bischöflicher Seite sogar die freiwillige Schließung der Anstalt schon vom 1. September angeordnet hat. Ebenso unwahr ist aber auch die von der „Fr. Ztg." gebrachte Nachricht, daß der Bischof außer der Vergehung gegen den § 22 der Kirchengesetze auch noch wegen Aufreizung junger Geistlichen zum Ungehorsam gegen die Staatsbehörde processtrt worden sei. Auch die Correspondenz betreffs der vom Landrathsamte eiiigcforberten Miltheilungen über die Personalien rc. der Eremitenanstalt (domus emeritorum) und des geistlichen CorrectionShauses ent­behrt jeglicher Begründung. — Mit dem ersten Oktober dieses Jahres soll sich die längst gehegte Absicht bezüglich der Gründung einer ultramontanen Zeitung an hiesi­gem Platze verwirklichen. Dieselbe wird anfangs drei mal in der Woche erscheinen und soll dem Vernehmen nach der frühere Redaeteur des „irdischen Jerusalems", Herr Schwank, mit der Redaction derselben betraut werden." — Wie gestern mitgetheilt, .ist in der gegen Bischof Kött wegen unbefugter Anstellung zweier Diö cesanpriester anhängig gemachten Klage auf den 26. b. M. Verhanblungstermin anberaumt worben. Wie ein Corresponbent beS „Franks. Journ." wiffen will, wirb ber Bischof (er gebraucht gegenwärtig bas Bab Salzschlirf) einem thatsächlich gefaßten Beschluffe zu folge, weder in Person dem Termin beiwohnen noch überhaupt eine auf die Materie der Klage bezügliche Auskunft ertheilen, da er sich in allen Stücken auf die Mai Kollektiv Eingabe des preußischen Episcopats stellt und dem KreiSgerichte die Competenz, ihn in kirchlichen Dingen zu interpelliren, durchaus bestreitet

Hana«, 18. August. Den bedeutenden Aus grabungen römischer Alterihümer auf dem Gräberfelde zu Rückingen, über welche in nächster Zeit eine um sangreiche Denkschrift des hiesigen historischen Vereins erscheinen wird, ist die Aufdeckung einer Anzahl Gräber aus fränkischer Zeit in Mittelbuchen gefolgt. Die­selben wurden bei dem Ausgraben von Lehm entdeckt und ist, wenn auch die Ausgrabungen dadurch beson­ders erschwert sind, daß die einzelnen Gegenstände vollständig in festem und hartem Lehm lagern, eine bedeutende Anzahl gut erhaltener Alterihümer geför­dert worden. Von großem Interesse sind namentlich einige noch nicht näher bestimmte, in der Construction äußerst verschiedene Schädel; mehrere Gesäße sind fast ganz unverletzt geblieben; besonders günstig aber war die Ausbeute an Waffen, deren eine große Anzahl in vortrefflicher Erhaltung vorliegt. Sehr zu bedauern ist indessen, daß diese interessanten Gegenstände, wie die früher ausgegrabenen römischen Alterihümer, immer noch keine bleibende Dtätte gefunden haben und immer noch an verschiedenen Plätzen zerstreut, Beschädigungen und Zerstörungen ausgesetzt sind.

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Telegraphische Depesche« der Oder* hessische« Zeit«vg.

Berlin, 18. Aug. Die „Berliner Börsenzeitung" erhält Kenntniß von einer demnächst zur Veröffent­lichung gelangenden Erklärung des Geh. Kommerziell rathes Stephan, worin er een durch Indiskretion be

lzßt Plakate verbreiten, in denen anläßlich der Brand­legungen in Alcoy und anderwärts gesagt wird, daß die Arbeiter nicht nöthig hätten, Fabriken anzuzünden, bie ihnen selbst doch einst gehören würden. — Die Carlisten stellten sich zu beiden Seiten der Ria de Bilbao auf und beschoffen ohne Unterschied spanische, englische und französische Schiffe und Gebäude; auch rcspeclirten sie nicht die rothe Kreuzflagge. Eine An­zahl von Personen wurde getßbtet unb verwundet und rid Eigenthum beschädigt. — Wie verlautet, wirb Olozaga, ber frühere spanische Botschafter in Paris, ein Schreiben veröffentlichen, welches eine Art von Manifest ber konstitutionellen Partei sein wirb. Dieses Schreiben wirb folgende drei Fragen beantworten: 1) Wie ist die Meinung Europas über die spanischen Angelegenheiten? 2) Ist eine fremde Intervention auf der Halbinsel zu befürchten? 3) Mas wird die beste Lösung bet spanischen Krisis sein?

Loudon, 18. Aug. In ber zu Chiselhurst ge haltenen Konferenz würbe die Thatsächlichkeit ber Fusion bestritten unb im Ganzen für bas Zusammengehen mit den Republikanern gestimmt. Rouher behauptete einen König lasse sich Frankreich nicht aufdringen unb werbe sich empören. Es wolle ein Plebiscit, unb dieses könne nur für ben BonapartismuS ausfallen. — Die Anmeldungen zur katholischen Wallfahrt laufen weit zahlreicher ein, als erwartet war. Die große Demonstration trifft mit anderen Wallfahrten ans Belgien, Holland unb Gent zusammen. Die Bischöfe von Salforb unb Beverley unb 40 Priester nehmen Theil. Neuerdings werden auch Passagiere dritter Claffe zugelassen.

Helfingör, 18. Aug. Der deutsche Kronprinz traf gestern mit dem dänischen Kronprinzen um 6 Uhr Abends an Bord ber „Grille" unter Kanonensalut hier ein unb würbe vom König von Dänemark, bem Minister­präsidenten und ben Spitzen ber Behörden empfangen; er fuhr sofort nach FredenSborg.

Athen, 17. Aug. Die Königin wird sich gegen Ende d. M. nach Wien begeben. — Dem Vernehmen nach strht eine theilweise Modifikation des Ministe rinmS bevor.

Congantinopel, 16. Aug. Der Großvezir nebst Gefolge ist heute Nachmittag in den Dardanellen eingetroffen. Der Ankunft beS Schah von Persien wird in der kommenden Nacht entgegengesehen.

Newyork, 18. Aug. Bei einem Eisenbahnun­glück, das sich gestern bei Chicago ereignete, wurden 6 Menschen getödlet unb 36 gefährlich verletzt.

Rio de Janeiro, 18. Aug. Die Minister ber Finanzen unb beS Auswärtigen haben ihre Entlassung genommen. — Der Präsident wünscht bie diploma­tischen Beziehungen mit England, Frankreich und Belgien wieder aufzunehmen. — Der neue Kongreß will Bürgern ber Vereinigten Staaten keine Eisenbahn- Conces sionen mehr gewähren. *_____________

Kassels 18. Aug. Am Morgen bes 13. Äug. starb dahier Wilhelm v. Hohenfels, Kurhesstscher Oberst a. D. im Alter von etwa 78i/z Jahren. Er zeichnete sich burch Bildung und Humanität aus, und spielte einst eine bedeutende Rolle in seinem Vaterlande, ist aber seit längerer Zeit von ber Oeffentlichkeit zu rückgetreten. Er befleibete eine Reihe von Jahren

bie Stelle eines Flügelabjutanten beS bamoligen Kur­prinzen unb Mitregenten Friebrich Wilhelm unb ge­noß bie bejonberc Gunst beffelben, welche er aber stets zum Wohle feiner Mitbürger zu benutzen strebte. Leiber veranlaßte ihn ein Augenleiben, frühzeitig feinen Abschied zu nehmen unb bis zu seinem Dahinscheiben nn stilleS Privatleben zu führen. (Mrg.-Ztg.)

— Zur Feier beS Geburtstages bes vormaligen Kurfürsten finden dem „Frankfurter Journal" zufolge f nächsten Mittwoch zwei Festessen, das eine zu Wil- silmshöhe, das andere zu Kassel statt. — Nach dem selben Blatt hat die Regierung den PMluß gefaßt,

stellt, baß betreibe lautete: „Der Börse ist bekannt, baß unsere Position sehr schwierig war". DaS Wort „war" fei in ben Publicationen fortgelassen. Die Erklärung tritt ferner ben Gerüchten entgegen, daß zwischen ihm (Stephan) unb bem Kuratorium ber Bobencrebitbank Differenzen bestänben ober er au6 ber Verwaltung ausscheiden wolle. — Der EnthüllungS- feier des SiegeSdenkmals am 2. September werden bie commanbirenben Generale deS 1. bis 11., bes 14. unb bes 15. Armeekorps, ferner noch ein Gene­ral jebes ber genannten Armeecorps unb 13 Stabs­offiziere, 13 Hauptleute, 26 Lieutenants und 39 Feld - wedel eines jeden Armeecorps beiwohnen. — Der Unter - Staatssekretär im Justizministerium, be Rege, ist Sonnabend in Folge eines Schlagfluffes gestorben. — Der „Reichs - Anzeiger" publicirt die von ber „Prov. Korresp. analysirte Kadinetsordre, womit ber Bericht ber Eisenbahn Untersuchungs Kommission dem Staatsministerium wieder zugestellt wird. Die Schluß­worte ber Ordre geben bem Staatsministerium auf, ben in ber königlichen Botschaft vom 14. Februar erwähnten Vorbehalt, ber Landesvertretung seiner Zeit die bezüglichen AommissionSberichte zugehen zu lassen, zu erledigen.

Pose», 17. Ang. Der Erzbischof Lebochowsky hat in ber Angelegenheit des Pfarrers Arnbt zu Fi- H lehne eine neue gerichtliche Vorlabung zum 28. b. M. mit bem Hinzufügen erhalten, baß er im Falle seines Ausbleibens in contumaciam verurlheilt werben würbe.

Hamburg, 18. Aug. Der Journalistentag lehnte gestern bie Berathung bes preußischen Preßge­setzentwurfs in ber Ueberzeugung ab, baß ber Reichs­tag bei ber Berathung über bas Preßgesetz ben von dem sechsten und siebenten Journalistentage vorge­schlagenen Entwurf zu Grunde legen werde. Ferner wurde ein Antrag von Stein (Posen) angenommen, wonach bezüglich der Errichtung eines telegraphischen Bureaus für die Presse, Geldmittel zu den Vorarbeiten bewilligt, ein Bureau für die Leitung der Vorarbeiten errichtet unb eine neue ausführenbe Kommission ge­wählt wirb. Heute wurde Hamburg zum neuen Vor­ort des Journalistentagcs gewählt unb Beschlüsse über bas Annoncenwesen gefaßt.

Paris, 18. Aug. Umfangreiche Befestigungsar­beiten bei Belfort sollen zu Anfang September be­gonnen werben. — Die Nachricht von dem Erlaß eines Manifestes Seitens des Grasen Chambord ist als unbegründet zu bezeichnen. — Meldungen au« Bilbao bestätigen, daß bei ber Beschießung spanischer Schiffe durch die Carlisten auch englische und fran­zösische Schiffe von Kugeln getroffen worden sind. Die Commandanten der englischen und französischen Kriegsschiffe hätten darauf eine gemeinschaftliche for­melle Aufforderung an die Carlisten gerichtet, ihre Flagge zu respektiren, was aber, wie die „Agenre HavaS" hervorhebt, eine Anerkennung der Carlisten als kriegführende Macht nicht involvirt.

Kopenhagen, 18. Aug. Anläßlich des Besu­ches deS deutschen Kronprinzen schreibt „Fädrelandet": Die Einladung des dänischen Kronprinzen an ben brutschen Kronprinzen, dessen Gast ersterer gewesen sei, zeuge von dem politischen Takte desselben. Wenn auch Dänemark die Ansprüche auf NorbschleSwig nicht aufgebe, so habe man doch keine Veranlassung, sich gegen ben Gast bes königlichen Hauses unfreundlich zu zeigen, ber bem Laube durch den Besuch sein In­teresse beweise.

Konstautirropel, 18. Aug. Der Schah von Persien ist heute Mittag hier eingetroffen.

Frankfurt, 18.Aug. (Fruchtbericht.) Heutige Preise: Mehl Ar 1 27 fl., Nr. 2 25J fl., Nr. 3 22z fi., Nr. 4 181-19 ff, Nr. 5 16Z—17 fl. Roggenmehl 'j, (Berliner Marke) 181 bi« 19 fl., do. II. (Berliner Marke) 12; fl., Weizen effektiv hies. 17Z fl., bayer. —, ungar. —. Roggen 12^—131 fl., Gerste 111-14. fl-, Hafer lOj fl., Kohlsamen 16',-17 fl., Erbsen 10-12 fl., Wicken 91-10 fl., Linsen 10—14 fi., Rübvl 41 fl. Stimmung nicht herauszufinden- (Die Preise ver­stehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht = 100 Kilo.) Markt s.hr ausgeregt; zu sehr unregelmäßigen Preisen wurde gehandelt. Am Vormittag neuer Weizen I7j fl. bezahlt; gegen 11 Uhr entwickelte sich eine stürmische Hausse und wurde neuer Weizen bis 18 fl- gebandelt; am Mittag 12 Uhr etwas ruhiger, Weizen 171 fl- Viele fremde Käufer am Platze. Roggen hatte denselben Verlauf wie Weizen und verweisen wir nur auf die Course. Uebennorgen folat wie gewöhnlich Resums. Mehl steigend-

Telegraphische Tours- und Marktberichte.

Frankfurt a. M-, 18 August. (SHluß-Course,. Staatsbahn - Aktien 351, Elisabew 229, Galizier 236 Lombarden 194',, Nordwestbahn 217, Creditactien 249 Silberrente 66^, Papierrente —, 1860t Loose 92£, National bank 1028, Spanier 17%, 1882t Amerikaner —.

Berlin, 18. August. (Anfangscourse). Creditactien 142, Staatsbabn 20<<|. Lombarden 111, Amerik. 97J.

Frankfurt, 18. Aug. Der heutige Viehmarkt war ziemlich befahren. Angetrieben waren 300 Ochsen, 150 Kühe 200 Kälber und 150 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. p.Ct. 44 fl. Kälber 1 Qual. p.Ct. 37 fl.

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37-38 - Hämmel 1. - - - 37 -