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Mädchen auszustrecken, möchtet Ihr nicht so gnädig davonkommen wie heute, und nun scheert Euch fort, wenn Ihr nicht wollt, daß ich Euch der Polizeibehörde übergeben soll.
Der Freiherr, das moralische und physische lieber» gewicht seines Gegners fühlend, hüllte sich in feinen Mantel und schritt, einige unverständliche Worte cor sich hinmurmelnd, davon.
Lohhausen athmete leichter aus.
„Dem wird der Kops noch lange schmerzen," ver» setzte er, „die Lehre war ihm heilsam."
„Lasten wir ihn gehen," drängte Pauline," hatte Kleber mich nur deshalb hierher beschieden, um miä jenem Menschen , zu überliefern, so habe ich weitet nichts bei ihm zu suchen. Kommt, mir graut vor diesem hohen, finstern Hause; noch vor einem Auge»' blick glaubte ich einen Hülseruf in demselben zu vernehmen."
Der junge Mann nickte schweigend mit dem Köpf' und griff in die Tasche, um sich zu überzeugen, » er das Blechschild noch besaß. Er selbst glaubte jene« Hülserus vernommen zu haben, und so herzhaft 8 sonst auch war, graute ihm doch, allein das Hon' zu durchsuchen. Er hegte saft die Gewißheit, daß Wucherer in einem Winkel seine« Wohnzimmers wohl gar unten bei seinen Schätzen liege, auf d" Tod verwundet und vergeblich gegen die schwär^ Gestalten ankämpfend, die aus ihren Gräbern herarn' stiegen und in seiner Sterbestunde drohend vor i? hintraten.
(Fortsetzung folgt.)
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„Dummkopf!" fiel der Freiherr zornig ihm in die Rede, „habe ich deshalb Dich in meinen Dienst genommen, um mir von Dir Vorschriften machen zu lassen? Bist Du zu feige, ein schwaches, wehrloses Mädchen zu überfallen, so werde ich lelbft wohl Hand anlegen müssen."
Bei den letzten Worten wandte er dem Eifengteßer den Rücken und schritt entschlossen auf Pauline zu.
In dem Augenblick ober, als er den Arm aus- streckte, um daS Mädchen zu ergreifen, ließ Lohhausen feine Faust wuchtig auf den Schädel des Wüstling« fallen, und lautlos sank der Letztere zu Boden.
Pauline schrie laut auf, ste ahnte nicht, daß ihretwegen der Schlag gefallen war, und es kostete Loh Hausen nicht geringe Mühe, die Bebende zu beruhigen und zur Annahme seines Schutzes zu bewegen.
Entsetzen ergriff da« Mädchen, als e« vernahm, welcher Gefahr e« entronnen war, und ein Lächeln inniger Freude bereitete sich über die Züge des Eisengießer«, al« Pauline ihm die Hand reichte unv ihn mit Dank überschüttete.
Der Freiherr war inzwischen aus seiner Betäubung erwacht; im ersten Augenblick konnte er fich nicht entsinnen, welchem Umstande er sein Lager auf dem kalten Steinpflaster zu verdanken hattte und Loh- hausen, der aus verschiedenen Gründen eine baldige Entfernung des Wüstlings wünschte, ließ ihm nicht die Zeit, seine Gedanken zu sammeln.
Als der Freiherr sich bewegte und einen Versuch machte, aufzustehen, faßte der Eisengießer ihn unsanft ■ am Rockkragen und zog ihn in die Höhe.
i „Merkt Euch das, guter Freund," hob er an, „wagt Ihr'- noch einmal, die Hand nach diesem
ran, daß jener der Freiherr war, und augenblicklich fühlte er den Zorn in seinem Herzen lichterloh auf- - lodern. '
„Alles in Ordnung?" fragte der Freiherr flüsternd. 1 „Alles," entgegnete Lohhausen, „bis auf den Um stand, daß der alte Halunke nicht zu Hause ist."
Der Freiherr machte eine Bewegung der Ungeduld.
„Die Zeit zum Scherzen ist schlecht gewählt," erwiderte er hastig, „sähest Du eine Dame in das Haus treten?" .
„Sie steht dort," versetzte der Eisengietzer, aus Pauline deutend, die in einiger Entfernung geduldig wartete und nicht ahnte, daß daS Gespräch der beiden Männer sie betraf.
Der Freiherr warf einen flüchtigen Buck aus das Mädchen, und der Gedanke, sich desselben ohne die unmittelbare Hülse deS Wucherer« zu bemächtigen und auf diese Weise den Letzteren um den versprochenen Lohn zu betrügen, tauchte blitzschnell in seiner Seele auf. r, .
Er trat neben Lohhausen, der, anscheinend mit den Pferden beschäftigt, die Bewegungen de« jungen Mannes fchars beobachtete.
„Kannst Du jene« Mädchen, ehe eS daran denkt, Widerstand zu leisten, oder einen Schrei auszustoßen, in den Wagen schaffen?" flüsterte er. „Du bist in dergleichen Kunstgriffen geübt und wirst die Sache glatt und ruhig abmachen, wenn ich Dir eine fürst liche Belohnung verspreche."
Ich vei stehe mich aus solche Gewaltthaten nicht, erwiderte der Eisengießer, dessen Unruhe von Minute zu Minute fich steigerte, „stehen Sie ab von Ihrem Vorhaben, bedenken Sie die Folgen.
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Pros. Fluß. I * nnn «ns«*,» lAus seiner Fahrt nach dessen Wohnung wurde er
Hamburg, 18. Slug. Zu dem gegenwärtig hier! , UuSland ! überall mit lebhaftem »Vive la Bepubliquel Vive
tagenden Journalistentage waren im Ganzen Pester Lloyd" bezeichnetIltüers! Vivo le liberatenr!« begrüßt. Zwischen 11
Tageödiätter angemelvet, von welchen ledoch bei I Pst, Formation die Nachrichten überland 12 Uhr machlen Frau Thiers und ihre Schwester
Empfangsfeierlichkeit am Sonnabend sow e f run g 3^,^, & Qn ber Fusion als eine Spazierfahrt in die Umgegend von Belfort. Wäh-
gestngen Berathung nur d,e Hälfte vertreten w.y tendenziöse Erfindung, tend dieser Zeit brachten die „Lyre Belfortaine" Thiers
' Die Empfangsfeier begann mit EmComert W h ^un , Kaiser Wilhelm befindet ein Ständchen, worauf dann Herr und Frau Thiers
rend einer Pause betrat der greise Präses deryieslg U , rt, n ejne Ausfahrt heute eine! die Notabilitäten von Belfort empfingen. Der von
Legislative, Oberg«^chtsrath Dr'S ®ine!,'S "u ^ier« ernannte Verwalter deS DistrictS und die | Redner - Tribüne und hieß die Theilnehmer an Lutiaen Geburtstags festes des Kaisers I Deputirten Keller und Saglio machten ihm aber nicht
achten deutschen Journalistentag mi Auftrage und als Ehren desI J Aufwartung. Des Abends nm 5 Uhr neues
Vorsitzender de« Local-Comite« willkommen. Vecch.on. Franz Joseph altfindet, hat auch Gras W gre wq GesangSvereine von Bel-
(München, „Neueste Nachrichten") bankte dem Ham I Ein a ung rh _ 6on freiftnnigen katholischen! fort und der Umgegend beteiligten. Thiers mußte bürget Socal6omite m tarnenJ>er «“«warttgen Bet», 18. « verschiedenen Malen auf dem Balkon, erscheinen
nehmet für den Empfang. NachdemComer^ wahrend 1L d M Stge- und wu7de jedes Mal mit begeisterten Lebehochs b«;
dessen die Anwesenden auf Kosten des Vereins »Haw f sch ' . . angeregte Protest gegen den I grüßt Nach beendetem Ständchen machte Thiers eine
bürget Presse" bewirthet wurden, verstmimelt.- sich d.e fundew un^eS^urd^de^ange^^^^^^^^^ äberaa mit unbeschreiblicher Be-
Mehrzahl derselben einer Kneiperei m dtt W - a^o^n be^kff denselben einer weiteren geisterung empfangen. Nach seiner Rückkehr empfing
begannen gegen 10 Uhr Vormittags ^uer gh ist m s \ J Deputirten leine Serenade mit Fackelzug dargebracht und die ganze
mit einer kurzen Unterbrechung bis gegen 1 UK öbl üon o!i ®ummen w g geistlichen Stadt festlich iHutninirt." - Heber den Einzug der Nach dem Schluß der osfictellen Verhandlungen bJlammer w-dergewahlt. ^^neraeoerg in Belfort geht der „Carlsr.
gaben sich die Mitglieder korporativ tn ^" i^ogffchenlOrden, ein- Ztg." aus dem Ober-Elsaß folgender Bericht zu:
Garten. De« Abends fand im Sageblel sc^n,Cta^l ! m^ierunascommissiou nichts, weder offieiel!„ Ganz unerwartet und lange vor der bestimmten Zeit lissementS das Festdiner statt, an weichem auch Damenlgftz 8 8 wollten scheinen sich an-1 kamen drei Compagnien Soldaten in der Stadt an,
Th«l n°hm;>. Nach»den ersten Gan^n: begann Ine noch nicht als FrLnde, sondern in dem Aufzug und
Reihe der Toaste. Auch Weber mit MUsttvegietiungi i 8 sckliestlick die Folgen I mit dem Auftrag, «IS ob es gelte, eine Erneute zu
wurden gesungen. In ammirtefter ©tunmung verließen I g .. .. öbern zu tragen haben werden ! unterdrücken. Sie wiesen denn auch bie Freubenbe-
die Festgäste, nachdem die Ta el ausgehoben war um de CaPuz n-r- Zungen, die man ihnen bot, brutal zudick. Ein
10 Uhr de.. Saal. 3« ftieff ben 5BlUmenftt«*.6 von 4, den ihm
Handlungen wurde als Vorort die Stadt Hambn 8 ^E.^ o * Kommission vor- eine exaltirte elsässische Dame bieten wollte, und al«
fleW®L<i6urd 18 Aua Von den zur Schleifung stellte und um Aufklärung über einige Bestimmungen sich das Mißverständniß einigermaßen aufklärte, sprach
Ttrastvurg, Iv. ring, ocn zue B I Hntprbnnfuna der reliaiösen Körvet chaften! et es unverhohlen aus, er habe nach höherer Orb«
teflhn««d|W«toreRmb“ tat „h-uddl D-. »°, »i- d„ tauffiu« tar»
ftattJM wiuMtt ’’T-nstauteAVI Säti« 18.»«8- Di- i» dmlcht-nT»g,» hiirlsdi-rt und di, Um,-8-nd und g°ß «Swaffkr «ui
abgebrochen und bet den hiesigen Fortsbauten B r I V sHerathunaen der Monarchisten haben tu I ben Enthusiasmus bet Bevölkerung. Allgemein wird
wenbet worden, wogegen nun mit der Einebnung bet h g b geführt ^daß von einer Eiiiberusung bet| angenommen, baß bet ultramontane Belforter Abgeotd Etdwälle bis etzt noch nicht vorgegangen ist. — Fol ^®Xr Lmlnna vor dem Ab auf der F rien de- nete Keller sich in Paris hinter die Sache gesteckt und ,-ud- ft-iiftüch, R-lij-n Sta- uusti"L “ - N-chricht-t! -u« d,u tBdfurti™, l-in-W-ht l-nObn-um,
einiges Interesse beanspruchen. ^aS Reichslanb zah 1 st f d( / i b @rae ©bamborb zunächst in Lau-!Streich gespielt habe. Die AuSbrücke der Entrüstung, im Ganzen: a) an Cwtlpersonen 1,517,494, na."^ HB en ju olgc, wirb woj ^-mooro z auji i lassen sich nicht wieber-
im Untereljaß 588,947, im ^^^ ^4'23 , J Belfort, 18. Ang. Ueber ben Aufenthalt beö! geben; so versicherte ein Mülhauser, der am 6. b. m Lothringen 474.316, d) tam1 feerrn SLbier« Hierselbst wirb unterm 15. August de guter Treu und Glauben ebenfalls nach Belfort gereist Es gehören an : der katholische» Coniesston0^23,1. ' Gestern Abend verbreitete sich die Nachricht, war. Die nicht von der Regierung abhängigen stan
det ptotestantlschen mit ihren Serien 25ch521, dich ' » Thiers und Frl. Dosne auf ihrer!zösischen Blätter bestätigen durchweg die obigen Mit 3ubaiSmu« 40,812 Seelen _?^r^ I^r^^^’^r^uw^^^yrl. ^®Kffen tvürben.It^eilungen. So lieft man im „Siede" von heute,
»^Alchsland ccr cret! 1 Uiiter unb 16 702 So orl beflaggte sich die Stabt. UebcraU la« man:!baß es einen „tiefen unauslöschlichen Eindruck" in 21,739 in Lothringen, 11.707 int Unter-und 16, Es lebe der Befreier' Ehre dem großen!den Gemüthern der Bewohner von St. Die machte,
™ K* . S uä ?U»S.r9ta« u«f.Ldt, «l. tat dm«, Otach d-im Mju, tat dm«-,
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