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(jierjelbn beute Abend 7 Uhr mit Benutzung der Neu- maitter Ostbahu von Nürnberg eingetroffen und an Dem geschmückten Badnhose von einer großen Menschen­menge auf's lebhafteste begrüßt worden. DaS Feuer­wehr corps war zur Aufreebihallung der Ordnung auS-

unb nicht eines einzelne» Standes ist. Der Borjchlag des Vorstandes der deutschen Lehrerversammtung: in Zukunft den weiteren Ausschuß genannter Versäumt lunz aus den Vorständen der größeren L hrerverrine zujammenzusetzett, fand gleichfalls aus Opportunitäts- gründen nicht die Zustimmung des VoistandeS, welcher sich jedoch nach wie vor an den Sitzungen des Aus jchussts bitbeiligen wird. Der vorgelegte Cassendericht ergab keine erfreulichen Resultate, in Folge dessen be­schlossen wurde, die Provinzialvereine aufzufordern, iür 1873 einen extraordinären Beitrag von je 10 ThU. an die LandeScasse zu z hlen und vom Jahre 1874 an den Beitrag für jedes Mitglied von 1 aus 2 Sgr. zu erhöhen. Schließlich entspann sich eine >khr lebhafte freie Besprechung über die Frage: was geschehen müsse, um die Lehrer in den Stand zu setzen, den Anforderungen der „Allgemeinen Bestimmungen" nachzukcmmen. Die Verordnung des Ministers be­grüßte man als einen Fortschritt, aber man klagte »uch bitter über die großen Mehrleistungen, welche von den Lehrern ohne das geringste Aiquivalent ge- soldert werden. Die Erhöhung der Pstichtstunden von 26 auf 30—32 wöchentlich beschränke in erheb» licher Weife den Nebenverdienst, auf welchen die Leh­rer ihrer Existenz wegen angewiesen, und sei durchaus utcht geeignet, die gedrückte, muthlose Stimmung der 'eiben zu heben. Die Abhülfe diese« Uebelftanbes 8l(>ubte man von dem neuen Unterrichtsgesetze erwarten iu dürfen.

. Fulda, 2. Aug. Zufolge Verfügung des Ober- präfivent-n sind dem hiesige» Priesterseminare die dem rlden seither geleisteten SustentationSgeld r aus Staats Mitteln, im etwaigen Betrage von 4000 Thattru, ^ljogen.

Hanau, 30. Juli. Der bei Gelegenheit der hundertjährigen Jubelfeier der hiesigen Zeichenakademie ^8'ünbde Kunstintustiieverein, dessen Miigliederzahl »rreirs auf 294 gestiegen, hielt heute seine erste Iah- ^Versammlung ob und ergab dieselbe ein vollständig ^jrfcftiftlle,i6i8 Resultat. Von den im Ganzen über WO Mark betragenden Einnahmen war nach den 9ifhmmungeri der Statuten Vs dem Akademiebiree rium zur Beschaff,ng von sür die Kunstindustrie ^'chtigen und intet-ffanten Gegenständen Übermacht. '< von dem Reste für Bildung eines Resirvesondsj

dnsts Winters eine große Zuhötennasse in dem Saale oeS Gasthofes zum Riesen versammelien, verwendei worden. Vielfach wurde der junge Verein auch von Leiien deS CultusministeriumS unterstützt und steht von ihm eine lebhafte Förderung unserer Runstindustrie zu erwarten. Die beioen statutengemäß aus dem Vor ftanöe ausscheidenoeit Herren, Herr Friedrich Fischbach und Herr Schulinspeetor Junghenn, wurden von der Generalversammlung wieder gewählt.

AuS Hesse«, 1. Aug., wird der „H. Mztg." geschrieben: Das Provinzial Schul Eollegium zu Kassel hat angeoidnet, daß „einer Beiheilignng der Schulen an einem für den 2 September d. I. zu veranstalten Den Nationalfest zur Erinnerung an die glorreichen Erfolge deS Krieges von 1870,71 und an die Wieder­aufrichtung de« deutschen Reiches nichts entgegensteht, und zu diesem Zweck der Unterricht an diesem Tage auSfallen Darf; zur Vorbereitung auf das Fest empfehle sich eine angemessene unterrichtliche Behandlung des historischen Stosses.

Verwischtes.

— sUniv.-Nachrj Zum Prorektor der Universität Erlanaen für das nächste Sludienjabr wurde fast einstimmig Profeffor von Ziemff en gewählt. — Der Professor für Strafrecht, Dr. Meyer in Erlangen, welcher einen Ru nach Tübingen angenommen hat, wird Erlangen wahrschein­lich erst zu Ostern nächsten Jahres verlassen. — Bei der am 30. Juli stattgefundenen Wahl des Rektors für die Universität Leipzig ist der derzeitige Dekan der jurestischen B'alultät, Geh. Justizrath und Großherzvglich badischer Geh.

osrath Dr. jur. Schmidt gewählt worden - Dem Ber­nehmen nach ist der Profeffor der Geichechte an der Univer­sität Greifswald Dr. Erdmannsdörsfer in der gleichen Eigenschaft an die Universität Breslau berufen worben und wird seine Thätigkeit dort im Wintersemester beginnen. — Am 1. August fanden bie akademiichen Neuwahlen an der Berliner Universität statt. Zum Rector für das nächste Studienjahr wurde Profeffor Wei er st aß gewählt; Dekan der jurijtischen Fakultät wird Profeffor Der »bürg, der mediciniichen Professor Bardeleben, der philosophischen Profeffor Helmholtz, fein ■— Der ordentlicheProfeffor in der philosophischen Fakultät der Universität zu Kiel, Dr. Alfred Freiherr v. Gutschmid, ist in gleicher Eigenschaft au die Universität zu Königsberg versetzt worden. - Der Ober-Tribunals-Rath a. D. Profeffor Dr. Heffter feierte am 3. August in ländlicher Zurückgezogenheit sein fünfzig­jähriges Jubiläum als Universitätslehrer. Der Jubilar, am 3D. April J796 zu Schweinitz im ehemaligen sächsischen Kur- freife geboren, begann, nach Beendigung seiner Studien in Leipzig, seine juristiiche Lausbahn im Jahre le-2U bei dem AppeUatioiishofe in Cöln. Sein Werk über die athenien- siiche Gerichtsverfaffung (Cöln 1822) veranlaßte im Jahre Je23 seine Berufung als Profeffor des Rechts an die Uni- versität Bonn, die ihm bereits die juristische Doktorwürde ertbeiit hatte. Im Jahre 1831 wurde Heffter an die Uni­versität zu Halle, 1833 an diejenige zu Berlin versetzt, an welcher er seitdem ununterbrochen als Lehrer des Staats- und Kirchenrechts, des Straf- und Prozeßrechts gewirkt hat Reben seiner Lehrthätigkeit verfolgte er auch die Laufbahn als praktischer Jurist; er ward zum Ober-TribunalS-Raih ernannt und war viele Jahre hindurch Mitglied des Kriminal- senats des höchsten Gerichtshofs. Die juristische Literatur verdankt Heffter zahlreiche ausgezeichnete, in vielen Auflagen erschienene Werke.

— Ein Weitkampf im Billardspiel hat in der St. Cä- crlienkirche zu Rewyork zum Besten beS Kirchensonds ftattge- unden. Ist das auch schon dagewesen, weiser Rabbi Ben Akiba?

llebersickt über die Wit erring im Juli 1873.

Ein wahrer Sommermonat, der durch feine hohe Tem­peratur das nachgeho.t bat, was einige seiner Vorgänger versäumt hatten Der Bar-Stand war in der zweiten Hälfte des Monats durchweg ein hoher und sank auch in der ersten §ä(fte »ur zweimal unter das Mittel. Ter mittlere Stand betrug 27 Z. t>„ Linien, 1 Linie mehr, als der wahre mitti etanb. Der höchste wurde beobachtet am 17. um 10 U. wir.: 27" ; der tiefste am 4. um 4 U. Ab.: 27" 4"'„.

Ziffer en j: 5} »ar. L. Der Bar. - Stand war also wie ge» woonlich im Sommer, sehr gleichförmig und ruhig. — Die mittlere Temperatur betrug I6j Grad R., wodurch dieser Aiouat nebst 5 früheren zu den wärmsten der letzten 34 Jahre gehört. Die Niedrigste Morgeutemp. betrug 6*,,; die höchste Rachrn.-Temp. 2L'„. Differenz: 18-,. R. An 23 zagen betrug die Mittagswärme mehr als 20*. Die mitt« eren,, 'mferaturen ganzer Tage schwankten von 12; bis faft 19 Grad. — Dabei war die Lust um 2 Procent feuchter, “J® ^uni, nämlich sie enthielt durchschnittlich 77j Pro- cent Wafferdamps; Mr. 7—8 U. 81,.; M. 1-2 U. tiij. lüb. nadj 10 U. fast 86,. — Die Regenmenge betrug ^'"'Nieter, 1; weniger als un Juni. - Dke Richtung bts Windes war vorhernchend südlich; denn auf je 3 nöro- lube kommen 17 südliche Winde. Tie Luft war aber außer- ordentlich ruhig und nur kurz vor Gewittern oder heftigen Rege» gingen wie gewöhnlich einige Windstöße vorher. — ®r Mn, wie der Schreiber dieses im vorigen Monate »orausgeiagt, viele, nämlich 14 heitere Tage, i2 gemischte

“ut ® ,rübe Tage, 6 Gewitter, 3 mal Wetterleuchten; 1 hohrauchartiger, blauer Dunst.

relegraphische D-p-sche« der Oder, hesftschen Zeitung.

Posen, 3. Aug. Eezbischof Ledochowski ist zum '• August vor bie Crimttmlabiheilung des hi.sigen Kreisgerichts geladen werfen, um über die nach der Publcotion der Kirchengesetze vollzogene Veifetzung des Getstttchen Arndt nach Filehue vernommen zu werden.

und das Uebrige für die sonstigen Zwecke des Vereins, | RsgenSburg. 3. Aug. Der deutsche Kaiser ist nauientlich für die Vorlesungen, deren sieben im Lause hierselbst beute Abend 7 Uhr mit Benutzung der Neu-

Herr Rektor in allen seinen geschäftlichen Beziehungen verkehrte, die hohe Einsicht uno der richtige Takt, welchen alle feine amtlichen Beziehungen ariSzeichneten, haben überall für bie Universität die besten Flüchte getragen. — Allgemein ist man daher auch über die Wahl seines Nachfolgers erfüllt, weil die berechtigte Hoffnung besteht, derselbe werde im Geiste seines Vor­gängers und für die Universitätöintereffen sein wic> tigeS Amt weiterführen.

Marburg, 4. Aug. Mit dem heutigen Tage beginnen die Ltegeserinnerungen deS unvergeßlichen Monats August des Jahres 1870. Eine Zu­sammenstellung derselben wird gewiß sür viele unserer Leser ein erfreuliches Erinnerungszeichen sein, wenn auch bet Manchem eine Thräne des Schmerzes, ein geteilt deS harten Verlustes Herz und Auge wieder füllt, vor allem werden diese Tage aber dem deuischrn Volke Tage deS Erwachens seiner Macht und Einheit für ewige Zeiten fein und bleiben.

4. August: Glänzender Sieg und Erstürmung von Weißenburg und des GeiSbergeS. 5.: Die Verfchan zungen der Franzosen auf dem Spicherer Berge wer den erstürmt, ti.: Stegreiche Schlacht bei Wörtf. Mac Mahon vollständig geschlagen, 12000 Gefangene gemacht. Schlacht bei Saarbrücken, Franzosen ge­schlagen. 10.: Die Festungen Lützelstein und Lichten berg capituliren. 14.: Straßburg cernirt. Schlacht bei Courcelles, Franzosen nach Metz zurückg. worfelt. 15 : Uedergabe ter Festung Marsal. 16.: Schlacht von Vionville. 18.: Schlacht von Gravelolte. 24.: Chalons besetzt. 30.: Die von Mac Mahon gesam melte Armee wird bei Beaumont geschlagen. 31.: Schlachten bei Sedan und Metz.

Hassel, 30. Juli. Die jüngst dahier abgehaltene, sehr zahlreich beschickte Versammlung des Vorstandes des preußischen Landeslehrervereins beschäftigte sich u. A. sehr eingehend mit dem Anträge, dahin zu wirken, daß bei den nächsten Wahlen theoretisch und praktisch tüchtige Lehrer in das Abgeordnetenhaus gewählt wer­den. Darüber herrscht im Vorstände ungetrübte Ein Helligkeit, daß es höchst wünsch.nswerth erscheine, der bevorstehenden Berathung des Uilterrichtsgefetzes mög lichst viele Fachschulmänner zuzusühren; allein man konnte sich auf der andern Seite doch auch nicht die großen Schwierigkeiten verhehlen, und aus büfem Munde zog schließlich der Antragsteller seinen Antrag zurück Entweder, sagte man sich, müsse sich der Ver ein an eine bestimmte Partei wenden, was nicht an- zehe, oder es müsse ein Lehrer als solcher als Can bibat ausgestellt werben, was gleichfalls ein Unding sei, da der Abgeordnete Vertreter des ganzen Volkes

gerückt, bie Häuser unb Straßen sind bis zum Ab- steig,quartier, dem Gasche f zum goldenen Kreuz, reich befliggt und von der begrüßenden Bevölkerung dicht besetzt. Eine Serenade mit Fackelzug soll stattfindcn, wenn sie angenommen wird.

Wien. 3. Aug. Der Finanzminister hat den Verkauf zwischen der Börsenkaminer und dem Giro- unb Kasstnverein wegen deS Arrangements genehmigt. Für die Beilrittserklärungen ist eine Frist bis zum 9. d. g>stellt. Das Arrangements beginnt am 16 d. Die Bettretenden l-isten 300 Gulden Eaution und eine Gebühr von 5 Kreuzer per Schluß. In daS Arrangement, welches ein zweiiägigeS ist, werden die 44 gangbarsten Effecten einbezvg'N. daiunter Rente, 1860er, 1864er, ungarische und türkische Loose, Cre- oitanftalt, Nauonalbank, Schiffbau!, Elifabethbahn, Stansbahn, Lombarden, Theißvahn und Galizier.

Bern, 3. Aug. Der Bundeepräsibent Ceresole bat die Einladung des Kaisers von Oesterreich zur Wiener Weltausstellung in Rücksicht auf die wichtigen schwebenden Geschäfte abgelehnt.

Madrid, 2. Aug. Nach einem Telegramm aus Gibraltar find die Jnfurgenieiischiffe „Almansa" und „Victoria", durch ein rombinirteS englisches unb deutsches Gesck waber eScortirt, heute in Cartagena eingeh offen. Contr eras soll sich mit bem ganzen Ge- neirnftabe an Bord des „Friedrich Karl" befinden. Die Fregatte „Villa de Madrid" ist zu den Jnsur- geutei, übergegangen; dieselbe wird von den sremden Kriegsschiffen überwacht.

Madrid. 2. Aug. In der heutigen CorteSsitzung wurden Seitens des Ministeriums Telegramme ver- lefeii, wonach der Dampfer „Vigilaute" an Spanien zirtückgegeben und Contreras von den Commanoaiiten der fremden Kriegsschiffe zur Sicherung der von ihnen verlangten Rückkehr ber Jnsurgenten'chiffe von Malaga nach Cartagena als Geißel zurückbehalten worben. Das Vorgehen ber frembeu Kriegsschiffe bei ber In­haftnahme Contreras' erfolgte nach vorgängiger Ver- ftänbiguiig unter ben Corn uanbanten beS englischen, franzöfttchen und beuischeir Geschwaders.

Madrid, 3. Aug. AuS Anlaß einer Mani­festation gegen die Regierung, welche die hiesigen In- tranftgenten, die Abhaltung eines Meetings gegen die Carliften vorgebend, veranstalten wollten, kam es zu einem Tumult unb Hanbgemenge, intern in dem Au­genblicke als ber Zug ber Intransigenten sich nach bem Prado in Bewegung setzte, von einigen Personen gegen die rothc Fahne prottflirt wurde. Das Volk zerriß bie Banner unb zerstreute bie Manifestanten. Vor Valencia wirb das Bombardement von drei ver­schiedenen Puncten sortges.tzt; die Belagerungsbatterien rücken vor. Man erwartet Verstärkungen aus Ara­gonien, um alsdann zum Sturm zu schreiten. Die Insurgenten haben die Insel San Fernando (auf oeren äußerster Spitze Cadtx liegt) geräumt und die Truppen die Insel sofort besetzt; von den letzteren werden Anstalten zum Angriff auf Cadix getroffen.

London, 2. Aug. Der von London nach Scvoit- land heute abgelassene Expreßzug ist in der Nähe von Wigan verunglückt. Es gab 10 Tobte unb 30 mehr oder weniger schwer Verletzte.

Athen, 2. Aug. Die Kammer genehmigte in brititr L-sung den Vertrag mit der Laurlvn-Compagnie mit 109 gegen 6 Stimmen. Nach bim Vertrage zahlt bie Compagnie an ben Staat 5i/z pCt. vom Neinqewi,>n.

Gibraltar, 2. Aug. Die deutsche Panzerfre­gatte „Friedrich Karl" zwang gestern mit der eng­lischen Panzer siegatte „Swifisure" die Insurgenten- fregatten „Victoria" und „Alrnansa", wel.be behufs G'ldeipresfung das offene Almeria bombadirten, nach Cartagena zurückzukihien, wo sie blvkirt gehalten werben. ContreraS bleibt bis auf Weiteres an Bord des „Friedrich Karl."

Rewyork, 2. Aug. In Portland im Oregon» gebiet hat eine große Feuersbrunst 366 Häuser ver­richtet, wodurch an 150 Familien obdachlos geworden mb. Der Schaden wird auf 1,500,000 Dollars geschätzt. ______________________

Frankfurt a. M-. 4 August. (Swluß -Courre>. Ltaatsbabn- Actien 353Z. gtifabetb 235 , Galizier 23KJ, Lombarden 196V Rordwestbahn 223, Credrtacrien 234J, Silberrente 65i, Papierrente —, 186"r Loose —, Natronaf bank 1016, Spanier 17J, 1882t Amerikaner —.

Berkin, 4. August. (Anfangscourse). <Sr'hitactien 134, StaatSdahn 202, Lomvarden 113, Amerik. 97 V

Wien, 2. August Die Wochen-Einnabme der Staats- bahn betrug vom 23. Juli bis 29 Juli 783,123 ff, mithin eine Medreinnahme von 25b,342 st. gegen die entsprechend« Woche des Vorjahres.