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jährigen FronleichnamSprozesflonen vorgekommenen'Wagenbeamten gründlich revidirt und geölt, und da
und darum fhtbm wir einen nackten Menschen lächerlich, der bei eine« starkentwickelten Barle einen schwächlichen Rörpcitou zeigt — die dünnen Glieder hatten eben nicht, was der Bart versprochen hat. Bei ollem sonstigen künstlerischen Verdienste sagen unL die bärtigen und dabei mageren. Dürer'schen Gestalten nur mäßig zu, währen» beispielsweise ein antiker, bärtiger Neptun mit entsprechend entwickelter Muskulatur unsere Bewunderrmg erregt. Ich begreife jene Bildhauer nicht, welche den Baler Adam, den Adam der Genesis und Mittone, der uns doch durch keine Krastäußerung bekannt ist — mit einem Barle darstellen, wahrend die Griechen ihre Muster männlicher «nmuch, die Adonisse rc. bartlos, und nur die Sa» tyren, die Symbole der derbsinnlichen ManncSstärke, in Bocksbärten erscheinen lassen.
Die Engel und die Frauen haben keine Bärte, wenn man nicht einen gewissen Flaum, den man dann auch dem Pfirsich zum Barte anrechnen müßte, eazu stempeln will. Nur bei alten Weibern und weiblichen Dichtern findet man zuweilen einen Obe»lipp<n- Appendix, welchen böse jungen zu einer scherawen Copie di» MäniierbärleS mallen willen. Madame Georges Sand ist in diesem Falle Nach einem italienischen Cprillworte müßte man eine bärtige Frau mit Steinen empfangen; ich glaube, die Italiener gehen, wie in vielen anbeten Dingen, auch hierin etwas zu weit. ,
Eompetente Autoritäten, wie Ovtd und Srpccacio, behaupten, daß die Damen gegen fremde Bärte nicht dieselbe Abneigung empfinden, wie gegen den eigenen, und daß es ihnen nicht ganz gleichgültig sei, ob der
sich hierbei weitere Anstände nicht ergaben, die Fahrt nach hier fortgesetzt. Hier fand man jedoch da« Achs«
das Achslager de« betreff ertben Achsschenkels etwas warm gelaufen war. Dasselbe wu'.de deßhalb von den, den Zug begleitenden russischen und preußischen
Straßeittxzesse ihm einzusenden. — Zu Anfang des Jahres. 1874 sollen ein oder zwei Schiffe der kaiserliche» Marine aus-eine wissenschaftliche Mission aus-
tager, ein sogenannte- fest veischloffene« von besonderer Eonstruction, so heiß gelaufen, daß bas Aussetzen re- WagenS und ei» AuSeinandernehmen deS Achslager» erforderlich erschien, um auch da- Lagerfutter und den Achsschenkel umersuchen zu können. Hierbei ergab sich, daß der Achsschenkel 5/< Zoll vom Bunde entfernt gebrochen war. Eine genauere Untersuchung der Achse, welche au» Bündeleifi» besteht, ist angrordnet. Der Extrazug wurde mit einer Verspätung von *lf Stunden weiter befördert.
GmS, 26. Juli. Ter Kaiser ist heute nach Coblenz abgereist; derselbe wird Montag auf der Reise nach Wiesbaden die Kronprinzessin von Italien in Schmalbach besuchen.
Müuchen, 23. Juli. Seit der stattgehabteu Rückkehr des Herrn Staat-niiniskers v. Pfiufer aus dem Urlaube haben im StaatSmiiüsterium de» Jnnern fast täglich Sitzungen zu Zwecke der Lorbe- eathung und Feststellung veischiedener für de» nächsten Landtag bestimmt.r Gesetzesvorlagen statlg.sunden. diese Berathungen sind nuumehr be-ndet und die betreffende« Entwürfe an die «reiSregieruugen zur gutachtlichen Äeußerung hinauSgegangen. — Auf der schweizerischen Eisenbahnstation We ser ist gestern die Gemah in deS eh.mahligen Ministeip äsidenten von der Pfordten da» Op!kr eine« beklagenswerrhen Unfälle» geworden Nach der sofort gepflogenen amtlichen Untersuchung ist der Sachverhalt folgender: Beim RückwärtSiahren mit einigen Güterwagen wurde vom Locomotivfübrer da» Haltsignal der Steuerungshebel der Maschine vorgel gt; auf bi« jetzt noch nicht ermittelte Beraulaffuug öffnete sich jedoch der Regulatorschteber und warf den Sieue- rungShebel zurück, so daß ein Ausammeustoß mit dem zur Absahn bereiistehenden Glaner«Zuge nicht Mehr vermieden' werden konnte Hierdurch wurde eine im Eiitsteigen begriffene Dam«, die Gemahlin M ehemaligen k. baier. Miiusterprästdenteu v. b. Pfordten, zwischen den Pufier eines Güterwagen« und die Plattform deS Personenwagens eingeklemmt und ihr da» lmke Bein gänzich zerquetscht. Anwesende ärztliche Hülse vermochte leider nicht zu hindern, »aß nach kurzer Zeit der Tod der Dame erfolgte, deren Leich» nam alsobald nach München abgegangen ist. Die an« glückliche Dame war von ihrer Tochter begleitet, welche im Moment deS Unfalls bereit» eingesiiegen war und
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entdeckt, welcher zu dem Kaiserlichen Separattraiuder Warschau-Wiener Eisenbahn gehört. Bei der Ankunft
eine gewisse Bartform gleichsam zum Rationalbart -erhoben wird. Ich kann mir nicht leicht einen Durkee denken, welcher nicht mit Stolz den bekannten, breiten Kinnbart trüge, während die hohe Oberlippe, wie bei unseren Lakaien, glatt rasirt ist; und nicht leicht einen spanischen Bauer oder einen Torreador ohne jenen kurzen, bis zum Unierkieferwinkel reichenden Backenbart, welcher in vielen Gegenden Deutschland» die chrsame Leinewrberzunft auSzeichnet. In England und in Holland wird neben dem Barte en cotelettes mit Borliebe der Kranzbart gepflegt, welcher wie bei« Oustiti oder beim Löwen, von einem Ohr zum andern läuft, doch so, daß er die obere Kinnbäkfte unberübrt läßt. ' In Frankreich ist der Henri IV. sehr beliebt, während in Deutschland der Bollbart sich einer großen Bogue nfreut, besonders bei Demokraten, Redakteuren und Briefträgern. Hier scheinen jedoch mehr ökonc, mische als physiognomische Gründe vorzuwalten. Noch stärker alS in Deutschland ist der Vollbarl in Ruß land vertreten. Pecer der Große bändigte die Sire« litzen und die Popen, aber die Bärte seiner Rusie» konnte er nicht bezwingen, selbst nicht mit der — Bansteuer.
Zm Allgemeinen ist der Bart der Schmuck des Mannes, wie das Haupthaar die Zieroe des Weibes ist. Der Bart ist da» sicherste Ze cheu der Mann beit, mit der es bedenklich sicht, wenn er dünner und grau wird. Knaben, Weibern und Verschnittenen hat die Natur den Bort versagt — warum? wahrfcheie« l ch um das mänil che Ansehen einigermaßen aufrecht zu erhalten. Mit eine« starken Barte verknüpfen wir auch den Öegriff der Stärke, der herkulischen Kraft,
grsendet werden, um den Durchgang der Venus durch die Sonnenscheibe zu beobachten; di» betreffeneeu Fahrzeuge »erben da« Material ihrer Beobachtungen, bie auch auf die Strömungen de» Meere», auf Ebbe und Flut ausgedehnt werden sollen, dem hyorogra phischen Bureau der Admiralität zur weiteten Berat bcitung zu überreichem haben. — Zu den in der Mitte Augrist stallfiirvenden Sitzungen der General Medical Association werden sich unter Anderen auck oie Professoren Langenbeck und Barbeleben nach Lonbon begebe». - ' x-ncöju.
— Eine Uebersicht der von 1844—1872 au» dem preußischen Staate ausgewanderten Jndivibuen beziffert dieselben vom 1. Oc'ober 1844 bis dahin 1845 auf 9329, im Iahte 1855 aus 19124, im Iahte 1860 auf 15,498 und 1870 auf 40643 Personen. J»> Ganzen wanderten in den votangegebenen fast 27 Jahren 641,657 Personen aus; von biefert kommen 322464 aus die östlichen Provinzen, 209.347 auf Westfalen, Rheinprovinz und Hohenzollern, und 109,846 auf Schleswig-Holstein, Hannover, Hessen Nassau feit 1867. — In dem gleichen Zeiträume ein gewandert sinb in den preußischen Staat 108,260 Personen. Bis 1865 gingen bie Ziffern der Einge- wanberten langsam, aber stetig in die Höhe; von 1865 an gingen sie wieber bergab. Ein Jahr (1865) wurde bie Ziffer 5000 um einige Hunderte über« schritten; auf 2000 Eingewanderte ging sie nie ganz hinab. Den meisten Zuzug erhrelten bie Rheinlanke, 22105 Personen, demnächst die'Provinz Brandenburg u. s. w. Es versteht sich von selbst, baß unter Ein» Wanderung hier nur die ow» fremden Staaten zu verstehen ist n..
Schueidemühl, 25. Juli» Während de» Aus senthallS des ExuazugeS des Kaisers von Rußland zam 24. d. M. auf de« hiesigen Bahnhof rouibe, wie per „Reichsan;." meldet, eirt AchSschenkeldruch an der -Vorderachse be» fichSräbrigen Kaiserlichen Salonwagens
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*Mf Ne vberhesstsche 3cfe öCfrCUlln(|Cll tune für Ne Monate Muauft und September werde« von allen Postau- tzastcu, sowie bon der @$pcDitifltt in Marburg an- eraommen. Mit dem Monat August beginnt im »ullleton die Novelle: • i "
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Deutsches Reich. - .■!•
Berti» 27.Juli. Naclchem vom Herr» EuttuSmini- ster ber fotuliatuoe Unter riet in einer fremden Sprache den preußische« «ehrer-Semiuarim geboten ist, haben sich d.e katholische« Seminarien für Latein, das Seminar in Hannover für Englisch und die übrigen evangelischen Seminarien für die frcmzösische Sprache Mtschieven. — Dem Landtage wird, wie die „Voss. Ztg." erfährt, in seiner nächsten Session der Ent- Mtif eines Gesetze« über die Errichtung von Kirchenvorständen und GeMtindevertretunge« für bie katholischen Gemeinden vorgelegt werden. — Der „D. RüchSanz " veröffentlicht das Gesetz, betreffend die Abänderung des BereinszolltarifS, vom 7. Juli 1873; ferner bie Verordnung zur Ausführung des Gesetzes vom 12. Februar 1873, bett, das Unterrichtswesen in Elsaß Lothringen, vom 10. Juli 1873. Die preußische Elsenbahnverwaltung hat die größere Zahl ihre« rechnifchen »te^abmiuiftraticen Personals durch Subvention in Stand gefitzt, die Wellausstellung in Wien zu besuchen. Durch Verfügung des £>errn Han- beiemmi|ter8 ift den Eisenbahndirectionen ausgegeben worden, dafür Serge zu tragen, daß die Ergebnisse dieser Reise, namentlich in Bezug auf die Forischrltte »w dem gesmümlen Gebiet be» Elsenbahnbetriebe», gesammelt und darüber Bericht erstattet werde. Er sei habet worzugsweise die Aufmerksamkeit auf bie Fonschritte zu Luten, welche für bie Sicherheit be« Betriebe« stattgefunbut haben. — Die Abwesenhii - de« Herrn HanveiSmimsters von Berlin wird üdri geu» nicht von langer Dauer fein. Derselbe wirs schon hi den ersten Tagen de« nächsten Bkonat» zu», rückkchrenu— Wie mehreren Provinzialblättern gemeldet wird, soll im Ministerium veS Innern für die nächste Landtagsfission ein Gesetzentwurf ausgearbeitet werde«, ber bie Aushebung ber öffentlichen religiösen . - . - ,
Proresiionen betweckt. Um das nöthige Material zur auf Bahnho, Kreuz halte man wahrgenomme», daß Begrüttbung duleS Gesetzentwurfs zu gewinne«, hat — —....... —
ber Herr Minister des Innern bie Polizeibehörden veranlaßt, betaiUirtt Berichte über die bei den dieS-
tllalbch außer den Wecklaaen noch Sonn- und Feiertagen. Preis für daS Quartal durch die Expedition (Koch sche »u4bruderet) bezogen LSs Sgr., durch bte
• Postämter 25 8®r. (epck. Bestellgebühr ui* inst. Stempelsteuer), für das Ausland excl. Steuipel 22 8gr. — JusetttonSgebühr für bte gespaltene Zelle 1 Sgr. --- y . ~ V finn«- .>4' Eämmtliche Amwncen-Büreaus nehmen Inserate an. - . u•• >• - --■» (
fr. «", Marvurg, Dienstag, den SS. JuU.^ 1873-
-=ViS5*P ®» f » / zx': f :
Overhesslsche Zeitung.
- tritt die
-£>!L‘5 n v-; (Güte Humoreske) »-tu t*=i:
Die Form des Bartes ist titte Geschmackssache — ich gebe es zu. Aber warum entkleiden sich fast alle strategischen Genies bieses MännerschmuckeS, warum ift das kriegerische Genie von Alexander dem Großen, Hannibal, Cäsar, Friedrich dem Großen, Napoleon I. bi« herab zum Grafen Moltke meisten» glatt rasirt? Wer wagt es, eine Bartform zu ersinnen, welche dem Wefin eine» Göthe, «neS Schiller, eines Kant oder einig Alexander v. Humboldt entsprochen hätte? Es gibt auch bärtige literarische Größen wie Shakespeare bnd Moltöre. Diese Bärte gehören aber nicht so sehr dem Genie an, welches sich mit Bart - Lappalien dicht abgeben mag, al» einem gewissen gutmütigen llLitz und einer Bonhomie, in welcher, wie in einem irdischen Gesteine eingesprengt, ber Götterfunken des «mms schlummert. Mottöre'» Zeitgenosse, I Racine, war glatt rasirt, ebenso Buffon. Bis zum Jahre 1848 war Victor Hugo ebenfalls glatt rasirt; erst fpÄer, al» er sich vo>» den Himmelshöhen ab- und den gefiUfchaftlichen Eloak.n zuwendetc, ließ er den Bollbart wachsen, ber noch heute daS untrügliche Etzarakteristtkon eines Volksführers bildet. Wer kennt üicht diesitt social demokratischen Bart, den man erfun den zu haben scheint, um bie Wäsche zu sparen, inbem die Halsbinden übeifiü'fig macht.
E» gibt ganze Mettschenstämme — wie bie atnert ksnischen, mongolischen und malayischen — benen der Bau ein Gtäuel ist und welche die Haare an ter Wurzel vernichten, um da» Wachsen de» Bar c» zu berhindern. Dagegen gibt eS wieder Länder, in wAchen