Marburg, Sonntag, den 20. IM.
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*"Srf<6eiitt täglich außer den W,en nach Sonn- und Postämter 27 Sgr. texclstkllgebühr und incl.
ObrhkUische atihinn.
Sämmtliche Annoncen-BüreauS nehmen Inserate an. „
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Politische Wochen-frstcht.
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Aus Ems lauten die Rachm über den sondheitszustand unseres Kaisers -st ersreulich, und
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Benno hätte gern die einzelnen Umstände erzählt, hätte er nicht gefürchtet, Fell« noch weiter zu cmp- promittiren.
»Dann sind Sie wohl auch der. junge Man», der sich schon einmal in Thüringen so tapfer gegen die Ueberzahl der Wilddiebe verthribigle?"
„Ja Herr I" ... ■ , . •:
„Und waren früher bei meinem Freunde Hoffman« drüben in Lauterbach?" .
Benno bejahte auch diese Frage. ,
„Gewiß, Herr Manteau; wir haben sogar mehrmals Schach mit einander gespielt."
„Ja, ja — ich erinnere mich Sie stritten sich dann auch öfters mit meiner Tochter über Deutsch- und Franzoscmhum und wollten ihr immer einreden, oaß sie im Grunde genommen eine Deutsche fei."
Benno müße abermals bejahen.
„A.so alte Bekannte unter v.ränderten Verhältnissen. Sind auch die Würfel deS Kriege- bis jetzt ungünstig für Frankreich gesaüen und sind Sie auch eigentlich ein Feind von mir, so soll dieS doch keineswegs unsere alten Beziehungen zerstören wenig- steus achte ich in Ihnen einen tapfer» Feind.",
DaS Gespräch wogte noch lange in dem Heine» Kreise für uno gegen Frankreich, bis die Abendstunde weiter vorrück e und zur Ruhe mahnte.
„Jetzt will ich Ihnen noch einen Anzug von mit vorsucheu und Sie mit dem nöthigen Gelde versehen, dann wollen wir u»S zur Ruhe begeben, damit wir
„Einfach dadurch, daß Sie so schnell alSuöglich »ein HauS verlassen. Wisien Sie, Herr, in meinen Abern rollt deutsches Blut, ich fühle und handle deutsch, bin aber jetzt Franzose und kann bahr von Ihnen mein gastliches HauS, das Ihnen, obalb Friede geschlossen ist, jederzeit wieder offen steh nicht «ehr alS Aufenthaltsolt benutzen lassen. ES bietet sia> Ihnen morgen schon die beste Gelegenheit herzu Ich fahre morgen früh mit dem ersten Zuge nach Mülhausen. Begleiten Sie mich dorthin und logren Sie sich dort in irgend einem Gasthofe ein." •
„Das tarnt ich aber doch nicht in dieser Ini- ioroi!"
Manteau überlegte einen Augenblick.
„Sie haben natürlich Nichts als das nackte Lelrn ger«t,t — hm! — hm! — Nun dem ist abzuhelsn. eie sind nicht größer und stärker als ich — nehme, S« einen Anzug von mir an; auch werden Sie mt km nöthigen Gelbe versehen, das Sie mir ja gelt, zenttich zurückerstatten können. — Doch nun darf ich wohl auch um Ihren Namen bitten."
„Mein Name ist Benno Brendel."
„Benno Brendel — Benno Brendel — hm! Ist mir e» doch, al» hätte ich diese» Namen sch»» einmal
„Der Herr ist der 95er, der sich aus dem Schlacht- felde" bei Wörth so ausgezeichnet hat," warf Felice ein.
„Nichtig, richtig, mein Herr. Sie sind ein Tapferer, dem ich auch als Fand meine Achtung zolle. Hier meine Hand, Herr Lieutenant."
Die beiden Männer schüttelten sich kräftig die.
Hände. , ,, , , „
„Doch, nun lassen Sie uns auch deutsch sprechen , sagte Manteau in deutscher Sprache. „Ich spreche durch meinen früheren Aufenthalt in Deutschland ziemlich fertig und Felice spricht durch ihre Studien, durch meinen Umgang und durch eine längere Anwesenheit auf dem Schlöffe Hohenhein in Thüringen auch ein gewandtes Deutsch."
„Daß Sie eS sprechen, freut mich und.ich sehe gerate daraus, daß das deutsche Element im Elsaß noch nicht ganz ausgestorben ist; daß Fräulein Felice deutsch spricht, weiß ich scbon seit dem vorigen Som. mer, denn ich bin Foistabjunkt auf der erledigten Stelle meines Baiers, der vor einigen Jahren als herzoglicher Oberförster starb und habe da bereiis ihie Fräulein Tochter dort keimen gelernt, da bte Försterei von dem Hohenheim'schen Besitzchum nicht weit enfernt ist."
„Auf Grund dieser Bekanntschaft sind Sie wohl Mich von meiner Tochter gerettet worden — hm! hm!"
„Ader Vater! —" rief Felice.
„Das nicht, Herr Manteau — e» war reiner
Tie Elsäffenn.
Novelle von Andrs Hugo, tFortsetzung.)
her Lüsternen Linken einen solchen Sturm, daß der selbst fiel im Kampfe; sodann eroberten die Carlisten m I-.. A. . fi* bedecken und die Baga und nahmen dle Besatzung gefangen, worauf
Ge I Vicepraildent Senoi W _ »weiten Sitzung sie gegen das in letzter Zeit stärker befestigte Berga
----------- ... ' I “roCrbh hi h,n6he <S>rel gegriffen batte, und andererseits gegen Puigcerda anrücklen, welch gedenkt derselbe bis zum 25. d. daselbst zu ver l gelang es «nd unter. ^vÄe» Unter! letzterer Platz auch schon in ihre Hand gefallen fern
weiten. — Die Publikation des nzgesetzeS erfolgte erst nach langem Lärm « * Dazu ist Don Carlos bereits wieder selbst auf
in letzter Woche. — Für die Bez und Kreistage I brechungen zu Worte^ zu ^icht der bürger I ipanischem Boden erschienen. Während so im Norde»
in den neuen Reichslanden sollmmehr der TagIaufgesteUie Theorie Anerkennung der Demo leer lcgitimistische Aufstand Fortschritte macht, tritt im
chres eisten Zusammentritts bereiestimmt fein, au, lichen Gesellschaft, welche nürtern Der! Süden daS entgegengesetzte Extrem in schrecklicher Form
dm 18. August nämlich. Am gen Sonntag ist kratte und der Republik verlange, zu erorrerm .
«ne neue feste Rheinbrücke zwischElsaß und demIJustizmii-tster c.ri”*lb”te, 'g Cn bie Djctatur ver f DaS englische Ministerium wird dem Himmel badischen Oberlande unweit Mark.eim " öffnd und gegen b>eV°rwurseals lolls b^e D t ^^nken, wenn ber Schluß beS Parlaments es endlich
dem Verkehr übergeben worben.—omag (14. ^uli)! wahrte, die Regierung ve Die späteren von ben Widerwärtigkeiten und Quälereien erlöst,
wurde in Tübingen bas Standbild seres herrlichen, I arbeitenden ""b b'^ waren^der Beraihung l deren Opfer es fast jeden Abend im Westminster-
im ganzen weiten Vaterlande in verehrten, mit Sitzungen Verliesen ruhig und Der Palaste ist. In dem Streite, ob Schottland und Jr-
seinen fort und fort in allen teil gesungen.n,I über die Reorganisation hnmer0bie Pariser in I land in den Bereich deS vorgcschlagencn obersten Ge- frommen und starken, durch und dH deutschen Sie Schah von Persien hast 2^bleiben die letzten Tage richtshofe« eingeschloffen werden sollen, strich Gladstone, der« fonlebenden und sortwirkenl Uhland unter Äthern, er wird biS zzum 2 . v welch?« nachdem er im Umerhause die Erweiterriug angenomwürdiger Festfeier enthüllt. aber nur °ls Privatmann. DaS achNeft, weiey ^r einer durch Lord Cairns hervorgerufenen
In Oesterreich macht sich eistarke Gahrungldie Stadt Pans J b' [. Illumination Debatte im Oberhaus- schwächlich die Segel Dann in den bestehenden Parteien sühlbaiJndeß in Un- gluckt, da starker Wind> undi «g ist die Regierung gegen ihre» Willen und wohl auch
garn Trefvrl und Deal auf größiLostösung des und das Feuerweik sehr b 8$ sRäumung mit durch einen Zufall in der Abstimmung an eine Staates und der bürgerlichen Bechuffe von de. Lew^ungenberbcutichen pp Ee^ ^r Feie? Resolution gebunden worben welche ihr aufcrlegt, bei ricaler Oberherrschaft hinbrängen, » im cisldiha von Frankreich ^ben begonne . 6 ' ^“ ^ L^reu Regierungen Schritte zur Errichtung eine»
aischen Oesterreich der Mini,ter Smayr sich -m der Räumung W w b^tliuiernmtioua&ii zu thun. Dieser Auf-
Gegenthetle unerwartet uackgiebig ge die clencalen l fahrten nach Lour « Rochelle trag, von dem Friedensfreunde Richard ausgehend, ist
Ansprüche. Bei den „Berfassungs.m" erregte fern 2000 Pilger au«!»ime« unb IWO aus La Jto^Uel * « ba’pe bie Erfolglosigkeit voraus-
Scraeben gegen die Lehrer und Lehrcreine, die es mit mehreren Blfchöfen ongetomm n. .' 8
an Botmäßigkeit gegen Pfarrer fehlelaffen, so wie Die Wlbung eincs ^uenb ‘ J "(J*en baJ $Der neuernannte Ober Commandant der hollän. neuerdings ein Erlaß, welcher den fuiten in der nisteriums ist ^'nghett nur dadu ch g S «eber-Id ischen Expedition gegen Aischin, General van Swle- theologischen Fakultät der Universität.nSbruck nun- er drei Mitglieder desl ruhE um 16. Juli Lach Indien abgereist.
»ehr daS R?cht, an der Reciorwahmü den drei tritt m das .'-u- bewogen und daS Die Dänen haben diesmal ihren 6. Juli, den
»eltlichen Faculiätm theilzunehmen, zrricht, da« der-1 ginaiijen, ba? u ® feine cifl7nen leichten lSchlachttag von Friedericia (1849), im ganzen Lande,
selbe Minister vor einem Jahre ihn abgesprochen Digny üb' «ehEN wollte unter , g trägt eine besonders aber im UebungSlager bei Haid in Jütland haue, lethaf.es Mißtrauen. . 5'N.ch- g"‘°mm«H-A ^S Eabm« wagt «n. i Inders festlich begangen. Der Finanzminif.er
Die schweizerischeBunbesversanlung schreitetI"ep^‘c"^r®aßl‘üe£^c"nac^itij(be! Bedeutung gegen Krieger ist um seine Entlassung eingekommen und dir in Erledigung ihrer ordentlichen Gefchte rasch fori,Idte Frage m Jt frinteiarunbe gegen die ProblemeIscanvinavische Naturforscher-Versammlung am 9. d,
hinsichtlich ber Bundesrevision ist abem einer Vor warn p rjau« tm um welche Lieber auSeinanbergegangen
Versammlung ber revisionsfreunblichen Ütgltebet bei- ber Haltung unb der Parttien zu bilden! Ein Ukas des Kaisers von Rußland hat dir
brr Räche beschlossen, die Revision eit auf den 1.! sich eine ganz neue Grupp g P i I Behörden angewiesen, alle seit 1863 auf VermögenS- Sepiember d. I. zu berufenden ^ordentlichen anfangs würbc man confiscatio» noch schwebende Untersuchungen gegen
Session zuznweisin. Die verschiedenen tecurse gegen ^»» 6111 Land s 2bt'.' Unheil über Theilnehmer am polnischen Aufstande jenes Jahre« ***» d» «"*. ’Ä«l« » S » D,. *»» °» *6». d-- *■
6 weit sie bereit« zur Beralhung kam, keine An die Magen ‘P I'“ '- ’ Berreicknisi unseliger Er General Kaufmann wieder in seine Für,tenwurde em. nähme gefunden. ame „8a,l.‘ S-kommen, das Verzeichnitzun,enger «r au6 Dankbarkeit dafür in feinem
Di/ fra»zösdfche Naiional-Versnmlung h°t «g''.ffe überfteigi aber in s ^ch Druppeuab- Lande die Sclaverei abgeschafft und sich bereit erklärt, « 12. M 14. AM ,.d eiS«„8di, £ S<“ Wch-n p,,ckm J* vt-v* ‘».»OO °n Nr 8* »'”!«■
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