für die vom Abgeordneten Dr. Bähr in der Sitzung -
--- mit Wasserkraft betrieben, in
Gang setzen zu können, was auf die weiteren Leistungen jedenfalls einen günstigen Einfluß ausüben wird.
I Loudon, 16. Juni. Prinz Napoleon ist ül «London ai'gekommen. — AuS Bombay vom 15. d. wird die Nachricht, d'aß der Sultan von Zanzibar den Vertrag betreffs Unterdrückung des Sklavenhandels unterzeichnet habe, bestätigt.
Panama, 21. Mai. Unsere so oft durch politische Kämpfe aufgeregte Stadt war wieder der Schauplatz eines blutigen Kampfes, der 23 Stunden währte, ^zwischen dem National - Bataillon Pichincha und dem Local-Bataillon Jstmo. Dieses welches 400 Mann zählte, unterlag dem ersteren, daS nur 130 Mana stark war. Das Bataillon Pichincha verlor 23 Tobte und 33 Verwundete, das Bataillon Jstmo 39 Tod» und 80 Verwundete. Dem am 9. Mai geschlossenen Frieden zufolge soll der frühere Präsident Neira sein Amt wieder aufnehmen; Oberst Pernett vertritt ihn bis zu seiner Rückkunft. Aus B o g o t L wird gemeldet, daß der Präsident Murillo seines Amtes entsetzt und General Trujillo, ein Günstling des Generals Mos-
Beru, 14. Juni. In Betreff des Gotthardttunnels vernimmt man, daß die Arbeiten des Richt- stollcns bei Göscheuen im verflossenen Monat Mai
Izu gestalten, „daß der Papst und Frankreich zugleich ihre Revanchen erhalten." Diese Blätter dulden auch nicht, daß man daö Geringste zu Gunsten „Italiens" sage, ja, die clerical-legitimistische „Union" fällt heute über den „Francis", das Organ des Herzog von Broglie, her, weil dieser sich erlaubt hat, einen Brief Cantu's über Manzoni zu bringen, worin ersterer letzteren einen guten Patrioten nennt Die „Union" meint, „ein katholisches Blatt dürfe ein solches Ur«, theil nicht guthcißen." Broglie und seine College» hallen Manzoni wohl auch nicht für einen „guten !Patrioten", aber sie glaubten gewiß nicht, daß ihre „clericalen Beschützer" ihnen sofort auf die Finger klopften, wenn sie dieses der öffentlichen Meinung halber in einem ihrer Blätter sagen lassen würden.
— Die Union, der Moniteur des Grafen Cham- bord, kommt auf die diplomatischen Verhandlungen über die Frage wegen des künftigen Conclave milder Vorbemerkung zurück: „Ein höheres Interesse gebeut
Hörden gegen die Eltern, welche ihre Kinder nicht zur Schule schicken, mit Strafen vorgegangen wird, wurden vorige Woche nicht wenig Familien hiesiger Stadt erinnert, die sich über das neue Gesetz und seine Kon sequenzen nicht klar waren oder dasselbe mit Vorsatz ignorirten. Viele der Säumigen wurden nämlich mit Geld- und im Unvermögensfalle mit Gesängnißstrafe belegt.
Ausland.
Wie», 14. Juni. Schon glaubte man, den. Berg überstiegen, schon weidete man sich im Stillen an dem Gedanken, daß nun an die auswärtigen Plätze die Reihe kommen müsse, auch ihrerseits der Krise ihren Zoll abzutragcn, als ein heftiger Rückfall den hiesigen Effektenmarkt aus's Neue erschütterte, und die
von Bismarcks Planen Hand in Hand gehenden ita- lienischen Revolution ausdecken." Der Union zufolge
ein befriedigendes Resultat ergeben haben, indem der Fortschritt in 30 Tagen (einen Tag wurde das Bohren. g utl,
wegm Kesselreparaturen eingestellt) 44 Meter betrug.Aschen hätten". Auch die Austräger der Decentralisation,
allgemeine Entwerthung Dimensionen annahm, welche die Vorstellungen selbst der eingefleischtesten Pessimisten noch um ein Erkleckliches überstiegen. Diesmal erlitten v o.„„,
Papiere, die bisher für die Säulen des Marktes gal-I uns zu reden, wir müssen die Planender mit Herrn ten, wie die Actien der Credit - Anstalt, die sich noch'""" lu:*—----- Ä- *■ ’ '* ■ -
dazu meist in festen Händen befanden, binnen wenigen . . .
Tagen einen CourSrückgang von über hundert Gulden. Ischrieb Visconti Venosta während der letzten Krant- Bliebe diese Entwerthung streng auf das Gebiet der! heil des Papstes an Victor Emanuel, um ihm dir Börse beschränkt, so könnte man sich über die Verar. I Dringlichkeit zu entwickeln, Truppen nach Rom zu mung eines großen Thcils des Publikums am Endel ziehen, welche die Freiheit ves Conclave während der noch trösten, und im Interesse der allgemeinen Wohl-'------- m ' "“ " ’ ' "
fahrt den Zusammenbruch des Schwindels mit den Leiden vieler Einzelnen für nicht zu theucr erkauft halten, aber die Krise ergreift schon die bisher geheuer gebliebenen Parteien der Geschäfts- und Jndustriewell.
Schon jetzt ist es fast unmöglich, selbst gute Geschästs- wechsel zu versilbern und es ist keine Seltenheit, daß Häuser ersten Ranges mit Hunderttausendcn von Accipten ihrer Kunden in der Kaffe völlig außer Stande sind, sich auch nur die geringfügigsten Baarmittel darauf zu verschaffen. Ein solcher Zustand muß mit der Zeit nicht nur einen Stillstand der ge schäsllichen, sondern auch der gewerblichen Thätigkeit nach sich ziehen, und die Besorgnisse werden immer reger, daß aus diesen Crcditfragen sich schließlich sehr reelle Magenfragen entwickeln können, wenn erst die diesmal von den Arbeitgebern in Aussicht genommenen! Arbeitseinstellungen in größerem Maße zur Wahrheit! geworden sein werden. |
in Folge eingetretener Hoftrauer und der zu Berlin «In den letzten 20 Tagen erreichte man 31 Meter, in I statistndcnden Beisetzung des Prinzen Adalbert von «den letzten 4 Tagen 8 Meter Forischritt In den nächsten! Preußen unterblieben war — nur 37 StaatsbeamtetTagen werden die Bohrmaschinen von Mac Kean er-! in Uniform. Die Universität war durch 6 Mitglieder wartet, auf deren Leistungen man sehr gespannt ist der theologischen Fakultät, der Stadtmagistrat durch Die äußeren Arbeiten gehen gut von statten, so daß 5 Collegialmitglieder vertreten. Bereits nach 10 Uhr man hofft, Anfangs Juli die erste Gruppe der defini- war die Prozession wieder in den Dom zurückgekehrt, tiven Kompresioren, mit Waffcrkraft betrieben in Die Theilnahme der hauptstädtischen und der länd- lichen Bevölkerung war eine große Mittag- waren wieder, altem Herkommen gemäß, jene Geistlichen, welche an der Prozession Theil genommen hatten, in der Königlichen Residenz zu Tafel geladen. — Der Haupt-Krieger- und Veteranen-Verein München wird am 25. August, dem Geburt-- und Namenstage des Königs, seine Fahnenweihe in der Feldherrnhalle feiern. I Die Fahne, ein Geschenk des Königs, soll im Aller höchsten Auftrage von 24 Ehrenjungfrauen in der Königlichen Residenz abgeholt und erst während des Weiheaktes enthüllt werden. Der Erzbischof hat in einem Schreiben an den Verein sich bereit erklärt, den feierlichen Gottesdienst an dem in der Feldherrnhalle zu erbauenden Altar abzuhalten.
Nürnberg, 14. Juni. Es wurde vor Kurzem mitgetheilt, daß sich eine magistratliche Deputation nach Berlin begeben hat, um dahin zu wirken, daß! der Reichsinvalidenfonds einen größeren Posten des! projektirten Stadtanlehens übernehme. Wie der „N. K." | nun erfährt, war die Mission dieser Deputation von! günstigem Erfolge, indem sich die Verwaltung des! ReichSinvalidensonds bereit erklärte, unter noch näher! zu vereinbarenden Bedingungen 1 Million Thaler des I StadtanlehenS zu übernehmen. I
Straßburg, 16. Juni. Der von einer längeren I Krankheit genesene frühere vierte Beigeordnete Jmlin! hat dem commiffarischen Bürgermeister Back ein! Schreiben zugesandt, worin er ausführt, daß der Rück-1 tritt des Maires die Adjunctenstellen erledige, da der! Maire die Letzteren zu der rein persönlichen Wirkungs-1 gemeinschaft selbst wähle. Seine drei College» hätten, I dies Verhältniß verkennend, fortfungiren wollen und! daher von dem Bezirkspräsidenten abgcsetzt werden!' könne»; er (Jmlin) halte sich seit Lauth's Absetzung!! zum Fungiren als Adjunct nicht mehr berechtigt. b
Korbach, 12. Juni.
I neuen Papstwahl schützen und die Regierungen Eu- lropas beruhigen sollten. Hierauf sei ein Ruudschrei- Iben an JialienS Vertreter im Auslande gerichtet wor- I den, worin es heißt: „Wir haben Truppen nach Rom «kommen taffen und wir würden im Nothfalle eine Armee kommen taffen." Schließlich lasse Visconti Venosta die Regierungen auffordern, ihren Vertretern diesen Sommer keinen Urlaub zu bewillige». Diesen I »Plan" nun nennt die Union eine Gefahr für die Rechte der Kirche, und sie verlangt, daß keine Trup peu während der Papstwahl in Rom seien und die italienische Regierung als „Feind, den der heilige Stuhl mit Anathematen belegt hat", überhaupt feinen Einfluß auf die Papstwahl übe. Das Siccle knüpft an die angeblichen Enthüllungen der Union die Frage, was die italienische Regierung thun werde, wenn das Conclave sich der Garantien, die sie für nöthig halte, entzöge oder gar nicht in Rom sich versammle? I
— Aus Lyon berichtet der Petit Lyonnais, daß! „Angestellte der France Republicaine, des Progrss,! des Journal de Lyon und des Petit Lyonais, welche I die Nummer dieser Blätter den Abonnenten bracht n,! verhastei und bedeutet wurden, daß sie sich schnellstens mit einem ^Erlaubnißscheiue zum Austragen zu ver»!
Iquera, zum provisorischen Präsidenten der Union Iausgerufen wurde In Guatemala wurde General «Barrioö an Stelle von Miguel Garcia Granados, der zeitweilig dieses Amt versah, zum cvnstitutionellen Präsidenten der Republik gewählt. Die Lage des wird jetzt für befriedigend angesehen. Die hergr- stellte Ruhe gestattet die Verminderung der Armee; der Schatz sendet regelmäßig die nöthigen Summen |jur pünktlichen Verzinsung der Anleihe von 1869 nach London. Die beiden letzten Zuckerund Kaffee-Erndten waren sehr ergiebig. Amtlichen Nachrichten von Honduras zufolge decken die Einnahmen der ersten schon seit mehreren Monaten eröffneten Section der Eisenbahn die Betriebskosten. In Porto Cordez soll eine Waarenniederlage errichtet werden. In N i c a r a g u a sind aus Eurcpa vier In • genieure angekommen, um die öffentlichen Arbeiten zu lenken. Der Präsident von C o st a r i c a zeigte in seiner Botschaft an den Congreß an, daß die Gränz- streitigkeilen mit Columbien in einer für beide State» «befriedigenden Weise beigelcgt seien. Tie StaatSeiir- nahine» haben sich seit 1869 verdreifacht.
Marburg, 17. Juni. Gestern Abend passtrte I Se. kaiserliche Hoheit der Kronprinz auf der Reise nach Darmstadt den hiesigen Bahnhof.
Marburg, 17. Juni. Wie wir in bayerischen Blätter» lesen, solle» die Bestimmungen der kaiserlichen Cabinetsordre vom 6. Februar d. I. (die Organisation des^ SanitätScorps betreffend) in Baiern mit der Modifikation zur Ausführung kommen, daß sie auf diejenigen Mediciner, welchen bereits ein s Ausstand zum Dienstantritt bewilligt ist, nur in sofern Anwendung finden, als sie der neuen Norm entsprechend behandelt zu werden wünschen. In dieser Modification entspricht die Verordnung iw Wesentlichen derjenigen Auffassung, welche die älteren Can- didaten der Medicin in einer Massenpetition geltend zu machen beabsichtigen. Wie wir vernehmen sind die Vorbereitungen zu einer derartigen Jmmenviat-Ein- [gabe, die wir schon früher zu erwähnen Gelegenheit nahmen, bis zur Erledigung der principiellen Erörterungen gediehen und dürfte die Absendung derselben, von einer Anzahl deutscher Hochschulen aus in nächster Zeit vor sich gehe».
Kaisel, 16. Juni. In Nr. 11 bet „Landwirih. Zeitschrift für den Reg.-Bezirk Kassel" vom 10. d. M. findet sich ein Aufsatz „Zur Verkoppelungssrage" von BodoTrottzuSolz, welcher gegen die feiner Zeit mitgetheilte Resolution des KreiSvereinS Rinteln und
des Telegraph und anderer lyoner Blätter erführet das gleiche Schicksal. Das Journal de Lyon meldch ferner: „Fünftausend Nummern des Petit Lyonnaiz! wurden diesen Morgen auf dem Bahnhofe von Pcrrach« mit Beschlag belegt. Auch in verschiedenen Stadttheiles Lyons wurden den Austrägern die betreffenden Zeitungen weggenommen."
| Rom 16. Juni. Die Deputirtenkammer ha, Idas Budget deö Arbeiten-Ministeriums pro 1873 «definitiv genehmigt; morgen wird die Kammer darüber I berathen, ob die Finanzgesetz - Entwürfe noch vor bei I Ferien zu erledigen seien.
I Madrid, 16. Juni. Gestern Nachmittag wurde «eine Kundgebung gegen daS Ministerium in Scene «gesetzt, hatte aber keine» Erfolg. — In Barcelona fanden sich zu der Demonstration der International, nur wenige Theilnehmer ein, welche später vom Rege« verscheucht wurden.
Perpignan, 16. Juni. Bei PratS de Llusane« (in Catalonien) hat ein ernsthafter Kampf zwischen Carlisten und Regierungstruppen stattgefunden. Der Bandenführer Miret schlug das Regiment „Savoyen' und nahm eine Kanone; der Brigadier Campos eilt, den Geschlagenen zur Hülfe und bewahrte das Regi- ment vor Vernichtung, konnte jedoch daS Geschüs nicht zurückgewinnen. Campos meldete 30 Todte und Verwundete.
I Paris, 15. Juni. „Bien Public", das Organ «von Thiers, wiomet heute den Gerüchten betreffs des «Abschlusses eines Bündnisses zwischen Deutschland «und Italien einige Worte: „Eine der Hauptbeschwer- Iden, welche man gegen Thiers führte, «ar folgende: „Sie sind machtlos, Allianzen zu schaffen!" Die Re-
I gierung vom 24. Mai hat nicht diese Machtlosigkeit: das Bündniß zwischen Denischland und Italien ist!
I unvermeidlich, wenn nicht vollendete Thatsache. Wir I wollen nicht den Ernst dieses Ereignisses hervorheben. «Es wird, glauben wir, im Augenblick keisie Folgen «haben; es wird aber gewaltige haben können, wenn «der Papst das Zeitliche segnet. Die äußerst kluge «und zugleich durchaus aufrichtig Haltung des Herrn Thiers hatte Vertrauen eingeflößt. Es fällt uns nicht «ei», die jetzige Regierung anklagen zu wollen; sie erJ I klärte, daß sie in der auswärtigen Politik dem Beispiel ihres Vorgängers folgt; aber ihr Ursprung, ihre Meinungen, ihre religiösen Ueberzeugungen sind I bekannt und haben dazu beitragen muffen, Mißtrauen I bei der mißtrauischste» Regierung von Europa zu errege». Für Staatsmänner genügt es nicht, Erklärungen der Zurückhaltung abzugeben; man treibt Politik,! ohne es zu wisse», und wenn man sei» ganzes Leben« sich zu gewissen Lehren bekannt hat, so reicht es hin,! einen gewissen Posten zu erobern, um eine Unruhe, eine Drohung zu sein, selbst wenn man unbeweglich und stumm bleibt, selbst wenn man durch das Wort! die Tragweite seiner Ucbernahme der Regierung z» verringern sich beeilt " Wenn „Bien Public" hervor- hcbl, daß eö dem neuen französische» Ministerium I schwer fallen wird, Europa zu dem Glauben zu ' bringen, daß es nicht der ergebene Diener des schwarzen!' <x . . .Papstes in Rom sei, so spricht ein Theil der Blätter ’
Korbach, 12. 3»ni. Jin bte Einführung der der Coalition ganz offen den Gedanken aus daß es 1 allgemeinen Schulpflicht in Elsaß Lothringen und den die Mission b“ neuen Regierung sei, die Dinge so > damit verbundenen Umstand, daß seitens der Be- gestalten, „daß der Davit unb <
be tei V dc roi Dl E ®i au be gu R wi z» lu W kv! D be' ge erl Vi tfl( m, rei bei tul foi sch hei erl die B- M hä bei me ist Ki lut we wo nei bei we ba ge' ein Si M wi ba vo un toi un bei nii
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