Oberst Gonzales und die Kommandanten Cotillo und
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Geborene.
Malaga kommenden Nachrichten berühren auch bereits als Erfindung bezeichnete Episode von Gefangennahme eines deutschen Marineoffiziers, einem Sonntage waren einige deutsche Matrosen Land gegangen, um Lebensmittel zu kaufen und
Ros. Die Beiden ersten waren von Madrid gekommen, der dritte von Saragoza. — Die aus
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hat, schreibt die Rep. Fr., nicht allein den Cardinal Hohenlohe als angenehmen Candidaten, es kann auch Ulf die Cardinale Berardi, Silvestri und Mertel zählen. WaS die Frankreich freundlich gesinnten Cardinale anbelangt, so nennen wir zuerst den Cardinal Guidi von Bologna, Dominicaner, also tradi tioneller Freund der Jesuiten, aufgeklärter Geist, 1 „kicher den modernen, natürlich katholisch-modernen । Ideen huldigt. Der Cardinal Guidi war lange Zeit ! Professor an der Universität zu Wien; er bekämpfte j m Concil die Unfehlbarkeit und fiel in Folge seines । Feldzuges gegen den Syllabus in Ungnade. In । zweiter Linie muß man den 70 Jahre alten, in ' Pagliano (Kirchenstaat) geborenen Cardinal Bizarri l nennen, der 1863 die Cardinalwürde erhielt. Er : ift jener Kirchenfürst, der bei Gelegenheit der Anträge im letzten Concil sagte: In Wahrheit, man verlangt ju viel; das Volk glaubt nicht einmal an das heilige Abendmahl und man will ihm die Unfehlbarkeit auf- । zwingen. Bizarri begann seine Laufbahn unter Pius VIII., dessen Secretär er war. Durch sein : Verdienst allein gelaugte er zur Cardinalswürde und ; zwar gegen den Willen Antonelli'S, der ihn fürchtet. । Der am 14. August 1808 geborene Cardinal Pane- bianco gehört zum Franziskanerorden. In dieser Eigenschaft ein Feind der Jesuiten, gilt er inwUebrigen für einen unentschlossenen, schlaffen, veränderlichen, zu allen Abmachungen bereiten Mann. Die Jesuiten haben ferner noch den Cardinal Morichini im Rückhalt, der Poet und Schriftsteller und, wie Riario Ssorza, ein sehr mittelmäßiger Mann ist. Capalti endlich, der am 11. Januar 1811 geboren ist und am 12. März 1868 Cardinal wurde, ist mit glänzenden Fähigkeiten begabt. Er ist ein Schüler von Barnabo, d. h. einer der geschicktesten Diplomaten. Obgleich er sich im Concil sehr entschlossen in den religiösen Fragen aussprach, so hat er doch eine politische Haltung bewahrt, nach welcher man ihn weder in das Lager der Panebianca, noch das der Ssorza versetzen kann.
Rom, 18. April. Die „Agenzia Stefani" be zeichnet die Pariser Gerüchte über die Bezahlung der italienischen Rentencoupons mit Papier und die Einführung einer neuen Börsensteuer als jeden Grundes entbehrend.
Florenz, 17. April. In der Streitfrage zwischen der Regierung von Tunis und der Gesellschaft für die italienische Landwirlhschaft, in welcher int October vorigen Jahres die Regierung von Tunis, unter Freisprechung von dem Ersätze jedes inbirecten Schabens, zur Schabloshaltung wegen aller materiellen Schöben Verurtheilt unb die Quantificirung der letzteren vor behalten worden war, tritt morgen das eingesetzte Schiedsgericht zur Feststellung dieser Schadenshöhe zusammen. Die tunesischerseits eingesetzten Schied« Achter wollen dem Vernehmen nach beantragen, daß den Beralhungen über die Höhe der EnlschädigungS- sorderung eine Augenscheinseinnahme und Verhandlung des Schiedsgerichts an Ort und Stelle vorausgehe.
Madrid, 16. April. In den osficiellen Kreisen Madrids ist man mit den Nachrichten aus Navarra unb ben baskischen Provinzen sehr zufricben. AUer- bings hatte Dorrcgaray, bet Chef ber Carlisten in dieser Gegend die Maschen des Netzes, welches die Generale Nouvilaö und Lagunero ihm mühsam gelegt, glücklich umgangen unb seine Vorposten bis in die Gegenb von Bilbao vorgeschoben, allein er zog dieselben sehr schnell wieder zurück, als eine Armee cvlonne seine Arriergarde ins Feuer nahm. Man rechnet auf eine ernsthafte Action für die nächste Woche und hofft, daß NouvilaS endlich feinen Plan rzut Ausführung bringen werde. Dieser Plan ist völliges Geheimniß für Jedermann, wie einst der Plan Trochu's während der Belagerung von Paris. 3n Madrid spricht man von ihm wie von einem Wunder, die Offiziere deS Generals selbst aber wissen kaum, um was es sich handelt. Das Geheimniß der Operationen ist so vollständig gewahrt, das ein Brigadier im Beisein eines französischen Correspon- denlen einem Obersten auf Befragen erklärte: „ich •wifi absolut nicht, wo sich General NouvilaS in diesem Augenblick befindet, und ich zweifle stark, das irgend Jemand in unferm Hauptquartire es weiß; daß einzige, was sicher scheint, ist, daß er in irgend einem Theile diavarra's mit Operationen beschäftigt ist." — lieber bie erste militärische Handlung des Generals, de» Abbruch einer Anzahl von Brücken zur Einschränkung Kriegsschauplatzes haben sich die Marschälle Eerrano und Topete zu FigueraS tadelnd geäußert khrer Ansicht nach sei diese Maßregel nicht vorlheil hast für eine Armee, welche die Offensive ergreifen ®üffe. Ein anderer alter General, welcher gleichfalls vei der Entrevue zugegen war, billigte indeß die Handlungsweise NouvilaS, dessen wichtige Aufgabe es H die Carlisten zu verhindern, nach ihrer gewohnten Weise zu entschlüpfen. — Die vorgestern Nachts |
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Marburg, IS. April. Der heutige Woqenmarkt war von Verkäufern mittelmäßig besucht. Butter kostete das Pfund 11— 12 Sgr-, Zwetschen das Pfund 2j—3 Sgr, Wolle pr. Pf. 18 — 20 Sgr., Flachs pr. Pfd. — Sgr., Hafermehl das Liter 2^—3 Sgr., Erbsen 2 Liter 2J Sgr, Linsen 2 Liter — Sgr-, Eier 9—10 Stück 4 Sgr., Käse pr.Stück 9—12 Hlr., Käsematte pr. Stück 5—6 Hlr., Kodlraben pr. Stück — Hlr., Hahne pr. Stück 20—25 Sgr., Hühner pr.Stück — Sgr-, Tauben das Paar 6—8 Sgr. Zwetschenmus 1 Maastopf 12—15 Sgr.
Für verkaufte Photographien zur Unterstützung W. B auer's gingen ein: Von Fr!. B. 1 Thlr-, H- E- 1 Thlr-, W. S. 15 Sgr., C- S. 1 Thlr., C- B- 25 Sgr, C. S. 1 Thlr., W. H. 15 Sgr., G- Z. 20 Sgr-, S. 1 Thlr., H. B- 15 Sgr., W. B- 1 Thlr., G. 15 Sgr-, B- D- 10 Sgr., C. D. 1 Thlr. 15 Sgr. Möchten doch noch recht Viele sich das Andenken an diesen ächt deutschen Mann durch den Ankauf einer Photograph» sichern, welche nach wie vor zu jedem beliebigen Preis bei C. Tauber auf der Neustadt zu haben ist.
Kirchliche Nachrichten der Stadt Marburg vom 12. bis 18. April 1873.
Verehelichte.
Ev.-luth Gern.: Der Schuhmacher Sebastian Raabe und Barbara Frank.
Ev.-ref. <3 em.: Kaspar Heinrich, des Bleichers Joseph Füller S.
Ev -luth Gern.: 1) Carl, des Gärtners August Heinrich Horn S. 2) Heinrich, des hiesigen Bürgers und Schubmachermeisters Ludwig Brauer S. 3) Johann Heinrich, des Ortsbürgers und Schuhmachers Christoph Fischer zu Ockershausen S. 4) Heinrich Gottlieb, des Taglöhners Friedrich Trusel zu Ockershausen S.
St. Elisab.-Gem.: 1) Karl Adolf Heinrich, des Dr. phil und ordentl Prof, der vergleichenden Sprachkunde Ferdinand Justi S. 2) Wilhelmine Helene Louise Henriette, des hiesigen Bürgers und Töpfermeisters Reinhard Christoph Keppler T. 3) Friedrich Wilhelm, des verstorbenen Restaurateurs August Hernrich Wick nachgeborener Sohn.
Gestorbene.
E v. - l u t h. G e m.: 1) Ter hiesige Bürger und Schneidermeister Bernhard Reitz. 50 I. 5 M. u. 10 T. alt. 2) Der hiesige Bürger und Schuhmachermeister Georg Unverzagt,
in Barcelona verhafteten carlistischen Chefs sind f 55 I. 7 M. u. 17 T. alt. 3) Fanny Friedericke, be« Kreis- ... - «r-----...< gerichtsraths Karl Heinrich Fulda T., 17 I. 1 M- u 17 T.
alt. 4) Die Pfründnerin im Hospital St- Jacob Margaretha Weder, des verstolbenen hiesigen Bürgers und Schreiners Weber Witwe, 64 I. 10 M. u- 8 T. alt. 5) Die Witwe Anna Seim, geb. Emerich, 71 I. 4 M. u. 4 T. alt.
St. Elisab.-Gem: Frau Margaretha geb. Schleines, des hiesigen Commissionsboten Johannes Schäfer Ehefrau,
59 I. 9 M. u. 3 T. alt
Kathol. Gern.: Heinrich Sommerlat,Oberwachtmeister in der 11. Gensd'armerie-Brigade, 5l I. 8 M. u. 7 T. alt.
Telegraphische Depeschen -er Ober» hessische« Zeitung.
Berlin, 19. April. Der Einzug ber Prinzessin Maria von Altenburg, Braut des Prinzen Albrecht von Preußen, an ber Seite ber Kronprinzessin fanb heute Mittag genau nach bem vorgeschriebenen Programm statt, unb zwar von bem Schloß Bellevue durch bas Brandenburger Thor nach bem Königsschlosse, inmitten einer dichtgedrängten, bie hohe Braut mit stürmischem Enthusiasmus begrüßenben Menschenmenge. Am Branbenburger Thor erfolgte bie Begrüßung burch bie vollzählig erschienenen städtischen Behörben. Oberbürgermeister Hobrecht hielt eine kurze Ansprache. Am königlichen Schloß waren bie sämmtlichen Officiere in Paradeuniform aufgestellt. Im Schlosse würbe bie Prinzessin von bem Kaiser, ber Kaiserin, ben sämmtlichen Prinzen, ben Ministern ben Generalen unb ben Hofchargen begrüßt.
München, 18. April. Professor Dr. Justus Freiherr v. Liebig ist heute Nachmittag ö’/2 Uhr verschieben.
Straßburg, 18. April. In ber lothringischen Gemeinde Bettweiler (Kreis Saargemünd) fanden vor einiger Zeit, selbst Nachts, wegen angeblicher Marien- erscheinungen größere Menschenansammlungen statt. Im Hinblick auf bie dadurch hervorgerufene Aufregung , welche bie öffentliche Sicherheit unb Orbnung zu gesährben geeignet ist, erläßt ber Bezirkspräsident eine Verordnung , worin er an das Gesetz über die Abhaltung religiöser unb politischer Versammlungen erinnert unb Ansammlungen im Freien von mehr als fünf Personen untersagt.
Wien, 18. April. Der Akt der feierlichen Re- nunciaiion ber Erzherzogin Gisela fanb heute Mittags nach bem vorgeschriebenen Ceremoniell statt. Der Kaiser verlieh bem baierischen Gesandten Bray bas Großkreuz bes Stephansorbens, ber König von Baiern bem Sectionschef Hofmann bas Großkreuz bes baie rischen Kronenorbens, sowie bem Ministerialrath Baron Hammer das Großkomthurkreuz bcö Michaelorbens. — Die ungarische Delegation verhandelte in ihrer heutigen Sitzung über das Ordinarium dcs Budgets für baS Heer unb genehmigte basselbe mit 89,985,480 fl. Die Abstriche gegen bie Vorlage ber Regierung betragen 1,830,180 fl.
Wien, 19. April. Die „Wiener Zeitung" vom 19. veröffentlicht ein Hanbschreiben beS Kaisers an ben Ministerpräsibenten Fürsten v. Auersperg, womit ber Kaiser für bie zahlreichen Kunbgebungen unb bie Theil- nähme dec Völker aus ollen Theilen bcö Reiches unb aus allen Kreisen der Bevölkerung, anläßlich ber Vermählung ber Erzherzogin Gisela, Allen unb Jebem herzlichst bankt unb ben Ministerpräsibenten beauftragt, dieses allgemein bekannt zu geben.
Rom, 18. April. Der Herzog von Edinburg ist hier angekommen. — Ter Papst hat heute Vormittag mehrere Stunden das Bett verlassen, Besuche empfangen unb Geschäfte erlebigt.
Telegraphische Cours - unb Marktberichte.
Frankfurt a. M-, 18 April. (Schluß - Course). Staalsbahn - Actien 361, Elisabeth 264J, Galizier —, Lombarben 204), Nordwestbahn 231$, Creditactien 355), Silberrente 67, Papierrenle 65, 1860r Loose 95, National- bant 1008, Spanier LOj, 1882t Amerikaner 95g, Darmstadter Bank —, Effectcnbank 13 iz, Oregon —.
Berlin, 18 April. (Anfangscourse). Creditactien 206;, Staatsbahn 207^, Lombarden —, Amerik. —.
Wien, 18 April. (Anfangscourse). Creditactien 332.00, . Lombarden 191.50, Napoleons 8.71.
zu überzeugen, ob ber Malagawein in ber Thal seinen guten Ruf verbiene. Ein Deckoffizier ging, fobalb er bieö erfuhr, ebenfalls von Bord unb nachbem et seine Leute roiebergefunben, brachte er bieselbeii augenblicklich auf Deck zurück. Von irgenb einer Gewalt- that keine Spur.
Perpignan, 18. April. Einer Mittheilung aus Puigcerba vom 17. zufolge ist bie Geistlichkeit nach Frankreich geflüchtet; ihrem Beispiele folgten bie Mit glieber ber religiösen Körperschaften. Oberst Cabri- nety von ben Regierungstruppen ist mit seiner Abteilung abmarschirt, eine Abtheilung von 2500 Mann mit 100 Pferben unter bem Oberst Solo von Leriba eingetroffen.
London, 18. April. „Daily Telegraph" bringt folgenbes Telegramm aus Singaporc vom 17. b.: Die Hollänbet nahmen zwei Forts ber Atschinesen. Der Angriff auf bas Hauptfort mißlang unb enbete mit einer Schlappe. Der Kampf war blutig. General Köhler befinbet sich unter ben Gefallenen. Der Ge- sammtverlust ber Hollänber beträgt über 100 Mann. — Die englische Regierung hat telegraphisch bei ihrem Consul in Alexandrien angefragt, ob sich ber Tob des bekannten Afrikarcisenben Backer bestätigt. Eine Antwort ist noch nicht erfolgt. Der hiesige Vertreter beö Khebive behauptet, baß feit zehn Tagen bas Gerücht von Baker's Tob allgemein in Cairo verbreitet sei. — Die Carlisten forbern bie englischen Zeitungen auf, Berichterstatter bei ben carlistischen Truppen zu accrebitiren.
Petersburg, 15. April. Netschajeff, bessen Selbst- ntorb in Uftjug neulich gemelbct wurde, ist nicht der bekannte Verschwörer Netschajeff. Letzterer wirb erst im Laufe bes Sommers, dem bestehenben Reglement gemäß, nach Sibirien transportirt werben.
Bukarest, 18. April. Das von beiben Kammern volirte Gesetz über nationale Crsvit Foncier hat soeben bie Sanktion des Fürsten erhalten unb ist heute promulgirt worben.
Vermischtes.
sUniv.-Nachr.j Am 12. April starb in Göttingen der Professor in der juristischen Fakultät Geheimer Justiz- Rath Dr. W. Francke. — In Rostock starb am 14. d. Dl. der Profeffor Franz Ferdinand Schulze, bekannt als tüchtiger Chemiker.
Ernennungen, Verleihungen re.
Von Sr. Exellenz dem Herrn Finanz-Minister sind in Anerkennung lobeyswerther Dienstführung Ehren-Portepees verliehen worden an die Förster: Dingelmann zu Neuhof, Obs. Neuhof, Sinn in g zu Melsungen, Obf Melgershausen, Milchsack zu Roßberg, Obs. Roßberg, Keßler zu Merzhausen, Obf. Neustadt, Hebeler zu Eiterhagen, Obs. Melsungen, und Dotze nroth zu Oedelsheim, Obs Heisebeck. — Der bisherige Musketier Ewald Köberich aus Bisch- Hausen ist zum Steuer-Executor bei der Königl. Steuerkaffe daselbst bestellt worden. — Tie durch das Ableben des Försters Weber erledigte Försterstelle zu Haste (Forstbaus) in der Oberförsterei Haste ist dem Förster Jnhof zu Rolfs- Hagen (Obernkirchen) in der Oberförsterei Obernkirchen übertragen worden. — Der Oberforstmeister Tramnitz zu Gaffel ist an die Königliche Regierung zu Merseburg und der Oberforstmeister Wagner zu Schleswig an die Königliche Regierung zu Kassel versetzt worden. — Dem Bau - Inspektor Arend zu Eschwege ist der rothe Adler-Orden 4. Klaffe verliehen worden. — Der Zugführer Anding der Bebra- Hanauer Eisenbahn zu Fulda ist definitiv bestellt worden. — Die erlebigte Pfarrstelle zu Burghaun, Jnspectur Fulda, ist dem Pfarrer Ludwig Schweinsberg in Tann verliehen worden. — Dem praktischen Arzt Dr. Credner zu Hanau ist die commiffarische Verwaltung der Kreiswundarzt- Stelle des Kreises Hanau übertragen worden.