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eine obere Breite von 17 bis 30 Meter, ferner wird an Vorland 36 bis 89 Meter Breite bis zu den Sommerdämmen verwandt und die Damme in einer Höhe von 3/io bis 1 Meter mit flacher Dossirung hergestellt. — Die an den Mühlen vorhandenen jetzigen Stauwerke (Mühlenwehre) erfordern^ einen Um- resp. Neubau und erhalten Ueberfälle von 9 bis 17 Meter Breite und Grundschleusen von 2 bis 12 Meter Breite. Desgleichen ist auch der Umbau meh rerer Brücken, deren Durchlässe ungenügend sind, er forderlich. — Das MeliorationSgcbiet, von der Lau- deSgrenze oberhalb Schweinöberg bis zur Lahn bei Kölbe, hat eine Länge von 19,275 Meter und eine Breite von durchschnittlich 1259 Meter und enthält eine Fläche von 10,131 Acker oder 2419 Hectaren incl. Wege und exclus. Flußläufe und sind die Ge­markungen von 13 Ortschaften beiheiligt. — Die Kosten der Melioration betragen durchschnittlich für (inen Acker: a. der Flußiegulirung 4 Thlr. 13 Sgr. 7 Hlr., b. der Binnenenlwässerung 4 Thlr. 9 Hlr., e. der Bewässerung 1 Thlr. 7 Sgr. 11 Hlr. In Summa: 9 Thlr. 22 Sgr. 3 Hlr. In dem Falle, daß die Mehrzahl der Jnteresienlen die genossenschaft­liche Ausführung der Meliorationsarbeiten genehmigt, sind von dem Herrn Minister für landwirthschaftliche Angelegenheiten 40,000 Thlr. Kapital als Darlehen mit mehrjähriger ZinSfreihcil und gegen spätere Zah lung von 5 pCt. Zins, wovon 3 pCt. zur Verzin jung und der Ueberschuß zur Kapitaltilgung ge­rechnet wird, in Aussicht gestellt.

wehren und Geschützen, für die Neufvrmation und für bauliche Einrichtungen, als Reichssache anzusehen und aus Reichsmitteln zu bestreiten, abgelchnt.

Stuttgart, 20. März. Die erste Kammer nahm

Bom Landtagk.

Berlin, 20. März.

Der Interpellation deS Abg. Grand-Ry, die heute im Hause der Abgeordneten verlesen wurde, und die an die Regierung die Frage richtete, warum in 6 Wahlkreisen noch keine Neuwahlen stattgefunden, lag die Ansicht zu Grunde, als ob die königl. Staats- regierung tendenziös verführe und von den Neuwahlen eine Verstärkung deS Zentrums befürchtete. Diese Insinuation wies der Geh. Reg-Rath Steinutann Namens der StaatSregierung zurück und erklärte, daß überall die Neuwahlen angeordnel seien, daß dieselben aber, wie dies während der Dauer der Legislatur­periode gewöhnlich vorkommt, eine größere Anzahl Ersatzwahlen von Wahlmännern und die Aufstellung neuer Urwählerlisten nothwendig gemacht haben, mit hin die Verzögerung lediglich in den Verhältnissen, nicht aber in Tendenzen beruhe. Das Haus ging hierauf zur dritten Berathung der ersten drei kirch­lichen Gesetzentwürfe über. In der Generaldebatte über den Entwurf, betreffend die Vorbildung und An­stellung der Geistlichen, sprach nur ein Redner, Abg. Dr. Petri, für die Vorlage, um das System des Romanismuö von der national-ökonomischen Seite zu beleuchten und nachzuweisen, wie große Verluste das Volk erleidet, wenn der Schweiß des armen Mannes m PeterSpfennigen nach Rom abfließt, nm dort in Gestalt einer jährlichen Rente von 3,325,000 Franks in die Erscheinung zu treten. Die Gegner des Ge­setzes, so namentlich .Reichensperger (Olpe) wurden auch heute nicht müde, die schon oft gehörten Argu­mente vorzuführen, und knüpften dabei meistens an die Worte an, die der Fürst Reichskanzler vor Kurzem im Herrenhause ausgesprochen. So prvtestirte Abg. Strosser gegen die Behauptung, daß die konservative Partei Schuld an den gegenwärtigen Verhältnissen trage, während Dr. v Gerlach, sich auf das 1849 aus­gesprochene Wort des Fürsten berufend, daß das Narren schiff der Zeit an dem Fels der Kirche scheitern möge, zur großen ElheiUrung der Versammlung den Wunsch iussprach: „O könnte ich doch dem Reichskanzler seine Zugend wiedergeben!" Merkwürdig mar seine Rede durch die große Unruhe im Hause, welche Herr v. Gerlach durch Ablesen derselben hervorrief. Tie Rufe: Picht lesen! wechselten mit den Rufen: Lauter lesen! Darüber gingen seine Ausführungen vollständig ver toten; der Präsident unterbrach den Redner, um ihn ruf die Unzulässigkeit seines Verfahrens aufmerksam iU machen, bis derselbe schließlich die Tribüne verließ, Ltwiß von den meisten unverstanden.! Ungleich ruhiger derlief die Spezialdcbatte, nur Abg. Reichensperger (Koblenz) und v. Mallinckrodt machten bei drei Para

Menke Eichelberg Bank- und Wechselgefchäft.

Ausdrücken des deutschen Reformators die Versamm lung ergötzte. Die Ausdrücke waren meist Thiernamen zur Bezeichnung für die Feinde der Kirche. Redner electrisine durch seine Rede ganz besonders das Centrum und veranlaßte den Abg. Jung zu einer Gegenrede, in der er einige von dem Abg. Lieber gegen ihn erhobenen Verdächtigungen zurückwies und in Betreff seines politischen Verhaltens im Jahre 1848 erklärte, daß er sich geändert Habs, wie sich ein jeder Mensch in so langer Zeit ändere, so Fürst Bis marck, so auch Luther, der nicht immer in den Grob­heiten sich gefallen habe, die der Abg. Lieber sich so gern aneignet. In der Specialdebatte bestieg Rei­ch ensperg er (Olpe) — es war halb 5 Uhr, die Sitzung hatte bereits 6 Stunden gedauert, — noch einmal die Tribüne für fein ceterum censeo. Auch dieses Gesetz wurde mit großer Majorität ip dritter Lesung angenommen; morgen wird die dritte Lesung über das Gesetz von dem Austritt aus der Kirche stattfinden.

Die Budgetccmmission des Abgeordnetenhauses ver­handelte heute vor der Plenarsitzung über die zahl- reichen eingegangenen Petitionen, welche eine Erhöhung der Pensionen verlangen. -In den Petitionen wird ausgeführt, daß eine Erhöhung der Pensionen ebenso gerechtfertigt und nothwendig sei, als eine Erhöhung der Gehälter für die activen Staatsbeamten. Der Vertreter der königlichen StaatSregierung gab die Er­klärung ab, daß eine allgemeine Erhöhung der Pen fionen um einen bestimmten Procentsatz sich nicht cm- ffehle, da in Bezug auf eine erhebliche Anzahl von Pensionären ein solches Vedürfniß nicht vorliege. Da­gegen erkenne die Staatsregierung an, daß für einen Dheil derjenigen pensionirten Beamten, welche lediglich auf ihre Pension angewiesen seien, eine Erhöhung der selben herbeizuführen wünshenswenh sei. Am zweck mäßigsten werde dies durch Erhöhung derjenigen Etats- onvo geschehen, welche für Unterstützungen der peus Beamten bestimmt sind. Eine solche Erhöhung werde die kgl. Staatsregierung für den nächsten Etat vor- chlagen.

Telegraphische Cour«, und Marktberichte.

Frankfurt a. 'HL, 21 März. «Schluß der Börse) Ltaatsbahn-Actien 356, (Slifabctb 262, Galizie- 240* Lombarden 201» . Nordwestbahn 232, Creditactien 362$.' Silbertente 67J, Papierrente —, 1860r Loose 96j. National hant 1052. Spanier 22$, 1882t Amerikaner—, Darmstädter Bank -, Effectenbank-, Oregon-. , r

Berlin, 21 März. (Anfangscourse). Crebitactien 207* Staatsbahn 203j. Lombarden 115, Amerik. 96$.

Wien, 21. März. (Ansangscourse). Creditactien33700 Lombarden 187.50, Napoleons 8.69. '

Telegraphische Depesche« der Ober, hessischen Zeitung.

Berlin, 21. März. Das Abgeordnetenhaus nahm heute in dritter Lesung ohne Debatte das Gesetz über den Austritt aus der Kirchengemeinschaft, sowie das Gesetz über die Entschädigung der durch die Sturmfluth heimgesuchleu Oflseeküften, und ferner mehrere unerhebliche Gesetzentwürfe an. Die nächste Sitzung ist unbestimmt, doch wohl nicht vor Ostern.

Berlin, 20. März. Der „Stern Corresp." zufolge hat der Bundesrath den Antrag Württembergs, die Kosten für Ausrüstung der Armee mit neuen Ge-

Bermischtes.

— sUn i v. - N achr.] Am 19. d. M. starb in Gießen der ordentliche Profeffor der Nationalökonomie und Pesizei- wiffenschaft Vr. Wilhelm Stahl, der Bruder des einst viel­genannten Juristen in Berlin. In seiner Wissenschaft von den Fachgeuoffen als Docent gern gehört, von durchaus bie­derem Charakter, war der Verstorbene ein durchaus deutsch­national gesinnter Mann, der 1848 von einem baierischen Wahldistriete (seiner Heimath) in die Nationalversammlung nach Frankfurt gesendet war. Geboren 1812 würde er am 2. Juni fein 61. Jahr vollendet haben.

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Ernennungen, Verleihungen re.

Dem Pfarramtseandidaten und bisherigen Hülfslehrer an der Realschule zu Hanau, Georg Valentin Ruhl, ist die evangelisch-^lmheriiche Pfarrstelle zu Springstille, in der Jnspectur Schmalkalden, verliehen worden, v. Arnoldi, Sec.-Lieut. von der Infanterie des 2. Bataillons (Wiesbaden- 1. nassauischen Landwehr - Regiments Nr. 87. ist in das 2. Bataillon (Fritzlar, 1. hessischen Landwehr-Regiments Nr. 81, v. Poseck, Hauptmann a la suite des hessischen Füf.» Regts- Nr. 80, ist unter Entbindung von dem Veihältniß als mil. Gouverneur des Prinzen Wilhelm von Hessen, Sohnes des Landgrafen Friedrich von Hessen Hoheit, als Comp.-Chef in das 5. brandenburgische Infanterie-Regiment Nr. 48 einrangirt. Schulz, Sec.-Lieut. von der Infanterie des 1. Bataillons (Meschede) 2. hessischen Landwehr - Regi­ments Nr. 82, ist in das zweite Bataillon (Paderborn) 6. westphäl. Landw. - Negts. Nr. 55, Freiherr von Campe- Nsenbüttel,Port-Fähnr. vom 2. Hess. Hus. Regt Nr 14, ist zum «Lee -Lieut. befördert. Backe, Bicewachtmeister vom 2. Bat. lBrühl) 2. rhcin. Landw.-Regts Nr. 28, ist zum Sec.-Lieut. der Res. des 1 - Hess. Hus.-Regts. Nr. 13, Z i n g l c,r, Haupt, vom General stabe des XI. Arme corps ist zum Major, v. Bassewitz, Sec.-Lieut. vom Hess. Füs.-Regt. Nr. 80 ist zum Prem -Lieut. befördert.

Fassung an, genehmigte ferner die von der Commis- sion beantragte Petita bezüglich möglichster Sparsam­keit und der Verstärkung des obenheimschen FestungS- fystemS; Letztere bitte, nachdem der Berichterstatter dem Kri-gsminister Suckow gegenüber versichert halte, daß damit kein Mißtrauensvotum gegen die oberste Kriegsverwaltung beabsichtigt sei.

Straßburg, 20. März Der Generalvicar Rapp, welcher inzwischen hierher zurückgekehrt war, ist heute Mittag in Folge des Ausweisungsbefehls abgereift. Die „Straßb. Zig." bestätigt, daß die Behörde erst zur Ausweisung geschritten ist, nachdem der Bischof von Straßburg es abgelehnt hatte, Remedur ein« treten zu lassen. Dasselbe Blatt meint, dem Ausge- rviefenen werde mit Rücksicht auf die zu Amtshanden gekommenen Schriftstücke eine Reklamation gegen die Ausweisungsmaßregel schwerlich opportun erscheinen.

Paris, 20 März. Anläßlich des neuen Räu-- mungsvertrages fanden nur in Nancy antideutsche Kundgebungen statt. Zwei Personen, welche deutsche Offiziere insultirten, wurden verhaftet. — Gutem Aermhtnen nach hat die Regierung in Folge spanischer Reklamationen befohlen, daß jetzt der Betehl vom Oktober 1872, welcher Don Carlos von französischem Gebiete auSweist, ausgesührt werde. Die Regierung reklamirte ihrerseits liedhaft in Madrid wegen der französischen Unlerthauen von Insurgenten zugefügten Gewalt.

Rom, 20. März. In der Fortsetzung der De­batte über den Antrag Nicotera's erklärt der KriegS- minifter: Man könne mit den prälimiitirten ordent­lichen Ausgaben von 165 Millionen und den außer­ordentlichen Ausgaben von 20 Millionen für eine Armee von 300,000 Mann und für Ausrüstung ge­nügend Vorsorgen und würde er keinen Antrag an- nehmen, der Mehrausgaben verursachte und mit der ökonomischen und finanziellen Lage des Landes un­vereinbar wäre. Der Finanzminister erklärte, er könne Ausgaben nur innerhalb des Rahmens des Bucget- gleichgewichts annehmen. Morgen Fortsetzung der Debatte. 0

London, 20. März. Im Unterhaus kündigt Gladstone an, daß das Gesammtcabinet im Amte bleibt und die Geschäfte nach den bisherigen Grund­sätzen leiten wird; dasselbe rechne auf die Unterstützung cer liberalen Partei. — Im Oberhaus gibt Gran­ville dieselbe Erklärung ab, wie Gladstone im Unter­haus-. Der Herzog von Richmond verweist auf die von Disraeli im Unterhaus bargelegten Gründe, welche die Conservativen von der Bildung eines Ca- binets abgehalten hätten.

Petersburg, 20. März. Tie Militär- Conferenzen uttUr Vorsitz des Kaisers, sind in der vorigen Woche eröffnet worden. Die Berathungen über die allgemeine Wehrpflicht beginnen erst gegen Ende des Monats. Zu den Festlichkeiten während Anwesenheit des deutschen Kaisers, sind außer Mili­tär Paraden, ein großer Ball im Winterpalais und u»d eine Galavorstellung im großen Theater in Aussicht genommen.

Aecht kölnisches Wasser

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Meine ausschließliche Niederlage davon auf der Expe­dition der vberhessischen Zeitung in Marburg ewpfeble ich zu folgenden Preisen: pr. Dutzend Flaschen 44 Tblr. pr. halbes Dutzend 2 Thlr-10 Sgr. und pr. Flasche 124 Sar 153] Johan» Maria Fariua in Köln.

graphen einige Ausstellungen, in einer halben Stunde ®aten fämmtliche 31 Paragraphen unverändert nach den Beschlüssen in zweiter Lesung angenommen, lieber ^6 ganze Gesetz erfolgte schließlich namentliche Ab ftimmung, in der es mit 222 gegen hundert Stimmen ^genommen wurde. In der Generaldebatte über das Ersetz, betr. die kirchliche Disziplinargewalt, sprachen Abgg. Frhr. v. Heeremann, Graf von Schweinitz, «rain und Reichensperger (Koblenz) gegen die Vor Jjjflf, die schließlich in namentlicher Abstimmung mit 4)5 gegen 19 Stimmen definitiv in dritter Lesung ^genommen wurde. Trotz vorgerückter Zeit wurde ____fO___________0. _____evuuimtl lIU

M das Gesetz über die Grenzen des Rechts zum j einstimmig das RetablissementSgejetz in einer mit den

Gebrauch kirchlicher Straf- und Zuchtmittel einer! Beschlüssen der Abgeordnetenkammer übereinstimmenden dritten Berathung unterzogen, in welcher Abg. Dr ' 1 ■ r

Lieber, Mitglied des CentrumS, auf Citate aus Luther's Tischreden gestützt, einen längeren Vortrag zwecks Bekämpfung des Gesetzes hielt und mit den kräftigen — theilweise für die Jetztzeit unparlamentarischen —

Marburg 21 März. Der gestrige Viehmarkt war von Verkäufern stark betucht. Zugetrieben waren 931 Stack 2chweuie und 24 Stück Rindvieh. Fast sämmrliches Vieh wurde zu sehr hohen Preisen abgesetzt.

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Hamburg, 20. März Das der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien - Gesellschaft gehörende Post-Dampfschiff „Cimbria", Capitain Stahl, ging, cxpedirt durch Herrn August Bolten, William Miller's Nachfolger, am 19. März via Havre nach Newyork ab. Außer einer starken Brief- und Packetpost hatte dasselbe 40 Passagiere in der Cajüte und 671 Passagiere im Zwischendeck, sowie 550 Cubicmeter Ladung

Amerikanische M. J5t. Coupons

>r. L Mai zahle ich jetzt schon ans.