Sour« ? an die ungarischen Eisenbahnen, mit 49 gegen 45
«atze erhöht werden. Die Debatte zog sich jungen Frauen erregt Aufmerksamkeit Das Haar ist nicht m die Länge und wurde aus einer rein finon-1 gepubert oder mit Reif bedeckt, sondern wirklich grau. Man
immtr
’S 3f: migte dem ungs- ngten
et er- i und
arme. große jr die e, iu lhaten inmal
träger ganz Nach- r der mblid , um Diefet
kute" im Hause der Abgeordneten vom Hm. ^Mister der landwirthschaftlichen Angelegenheiten Mfen von Königsmark dahin beantwortet, daß be- Uabtre Ausnahmemaßregeln gegen die Verschleppung
Seuche nach Deutschland nicht nothwendig er ^kinen, zumal da die Krankheit identisch mit der •Muenja und wenn auch sehr ansteckend, so doch At sehr gefährlich sei. — Nach Erledigung dieses ^genstandeS trat man in die Beraihung des von der Dlaatsregierung vorgelegten Gesetzentwurfs ein, betr.
*** Reisekosten und Diäten für die Mitglieder des Hauses der Abgeordneten, worin bekanntlich die bissigen Sätze erhöht werden. Die Debatte zog sich
— Sine kleine Geschichte aus der Bürgerwehrzeit 1848, so sich zugetragen hat in Dresden. Ein Alaun der Dresdener Bürgerwehr sollte in einer kalten Nacht vor einer großen Kanone Posten stehen, hatte es jedoch für Zweckmäßiger befunden, sich nach kurzer Zeit nach Haus zu schleichen, und ins warme Bett zu legen. Als nun die Patrouille zur Ablösung erschien, war der Posten verschwunden und nirgends zu erblicken. Es wurde sofort dem Herrn .Berjerwähroberschten" davon Meldung gemacht, und der Pflichtvergeßne „SBetjet* aus's Büreau citirt. Dorten angelangt, empfing ihn der zornentbrannte „Berjerwehroberschl" mit folgenden Worten: „Heren Se Herr, hohben sie den gohr ken Gewrsien uich? Wrffeu sie denn uich, daß Le ehn pflichtvergeßner Mensch fein, wenn Se Ihre» Bosten verlassen duhnl? Wie kennen Sie sich denn nu verdeffendieren? Herr, hohben Sie denn gohr nich gedacht?' Trotz dieser zermalmenden Worte blieb der edle Berjerwehrmann unerschrocken vor seinem Vorgesetzten stehn, und erwidette mit schlauer, überzeugender Miene: „Ne Heren Se Herr, eben g roh de, weil ich gedocht Hobe, ja dertwegen bin ich nach Hause gegangen, und kann mir noch verdesen- dieren. Sehen Se, Herr Oberschter, iich stand so in der Nacht allehne uff dem Blatze, und schaut merr de große Ganone an — da docht iich — A höllisches Sing, die Ganone! Die drägt Derr Eener nich fort — ach was, Eener — nich Zwee, och nich Drei, tene Idee da deroohn ~ Biere — ei Herr Jes, nu, i dos wär schunn eher meg- lich — nu und wos bihu iich gegen vier Monn! Na sehen Se, und kolt warsch, allehne war iich och, und miede da berzu, nu, und de ging ich halt nach Hause!" Gegen diese Logik war nichts einzuweuden, und der muthige unerschrockene Bürger wurde entlaffen.
— Eine Newyorker Modenzeitung schreibt: „Die Zahl unserer vorzeitig grauen, nach bet neuesten Mode gekleideten
wird es kaum glauben, aber es ist Thatsache, daß man zu einem chemischen Procefse seine Zuflucht nimmt, um das Haar weiß zu bleichen. Die Herrschaft der Blondinen ist vorüber, goldene Locken sind nicht beliebt, rabenschwarze Flechten vulgär, und nur ein schneeiges Haar ist nach dem neuesten Geschmack. Sie theuersten Perrücken sind grau und nicht schwarz oder dunkelbraun. So tyrannisch ist die Mode, daß junge Mädchen mit schwarzen oder dunkelbraunen Haaren nicht eher ruhen, bis ihr Haar gebleicht ist.
Hoffmann hier und Vilmar zu Melsungen die Entscheidung auf ihre Beschwerde gegen die ihnen Anfangs vorigen JahreS eröffnete Verfügung Königlichen Con- sistvriumS zu Kassel seitens des CultuSministeriumS zugegangen. Wenn, wie wir hören, diese auch im Wesentlichen die Verfügung des Consistoriums bestätigt, indem beide der ihnen zur Last gelegten Ver- zehen schuldig gesprochen und in die nicht unbedeuten-
waltungsperiode habe es gegolten, in Folge der großen Revolution die Eintracht herzustcllen, den Handel und
ziellen zu einer politischen. Die drei konservativen Parteien nahmen Stellung gegen den Entwurf, indem sie die Bedürfnißfraze verneinten und aus der Erhöhung der Diäten eine üble Rückwirkung auf die parlamentarischen Geschäfte herleiteten; besonders hob Herr v. Wedell-Vehlingsdorf hervor, daß die berufs- mäßige Politik bei einem so hohen Diätensatz zuneh men uud die Sessionen sich verlängern würden; daß ferner die Stellung eines Abgeordneten nicht minder ein Ehrenamt sei, wie diejenigen, die durch die Selbst Verwaltung geschaffen werden, Herr v. d. Goltz-Dram- bnrg und Herr v. Kardorff traten mit gleicher Entschiedenheit gegen die Vorlage auf und baten, dieselbe an eine Kommission zu verweisen oder abzulehnen. Die Fortschrittspartei schickte diesmal drei Redner vor, um bas Vorgehen der Regierüng zu billigen: die Herren Berger (Witten), v. Saucken-Tarputschen und Richter (Hagen). Die Erhöhung der Diäten hielten sie für ein Recht des Wählers, der bei einem so niedrigen Satz, wie er bisher geltend war, in seiner Wahlfreiheit beschränkt sei: ein neues Argument für die Erhöhung der Diäten sahen sie auch darin, daß ein schlecht bezahlter Abgeordneter sich zu leicht zu gewerblichen Unternehmungen verleitet fühlen könnte. Auch der Herr Abgeordnete für Meppen fand sich diesmal auf Seite der Regierung. Die Verweisung an eine Kommission wurde abgelehnt, die darauf folgende zweite Berathung nahm einen sehr scharfen Ton an, Richter (Hagen) zog sogar eine Liste hervor, auf der er Abgeordnete notirt hatte, welche die Diäten, ohne an den Sitzungen Theil genommen zu haben bezogen hätten, und warf denen, welche nur drei Thaler beanspruchten, Heuchelei vor, wofür er sich einen Ordnungsruf zuzog. Mit gleicher Schärfe entgegnete Abg. von Gottberg, der für die Aeußerung, Richter habe alles Mögliche herangczogen, um Skandal zu machen', gleichsfalls zur Ordnung gerufen wurde. — Ueber den von dem Abg. von Wedell-Vehlingsdorff gestellten Antrag, die Diäten auf 3 Thlr. zu belassen, wurde namentlich abgestimmt. Mit 206 gegen 116 Stimmen wurde er verworfen, sechs enthielten sich der Abstimmung. DaS Diätengesetz wurde somit unverändert in zweiter Lesung genehmigt. Das Gesetz über die Tagegelder und Reisekosten der Staatsbeamten fand nach den Beschlüffen der Kommission unveränderte Annahme, desgleichen das Gesetz über das Grundbuchwesen im Jadegebiet. — Hierauf vertagt sich das HauS bis heute Abend um 7V2 Uhr; die übrigen Gegenstände der- Tagesordnung sind abgesetzt, und wird das HauS sofort in die dritte Berathung des Staatshaushaltöetats eintreten.
• 8«m Lailbtazr.
Berlin, 5. März.
Die an die königliche Staatsregierung gerichtete Interpellation deS Abg. Dvnalies über die bereits in
usam- stsetzt. s Ge- toric, sind, Aus- liftni- z wie Wahr- ii Auch die Ara- ringen S ber i Car- eneral Corps *0 ju> Mliche führet Man» dessen zähle. Thale a von armen, ezcuaS mar- n, wo gesuv- tm er er die haben, ii für farrer ungs- oriaza junge welches toria: 'vz in
Vermischtes.
Rom, 23. Februar. Sie glaubwürdigsten Florentiner Zeitungen weisen mit Entrüstung die in französischen Blättern aufgetauchte Behauptung zurück, daß der berühmte Gabelmann gar nicht existire ober ein Schwindler sei. Der arme Patient Begehrt vielmehr noch immer, wenn auch in üblen Gesundheitsverhältnissen, und hat die muthwillig über ihn verbreiteten Gerüchte sehr übel entzpfunden. Cipriani lebt meistens in Florenz und begibt sich nur zuweilen nach S. Marcello, dessen Luft ihm gut bekommt. Er empfindet jetzt beim Aufrechtstehen heftige Schmerzen im Unterleibe, woraus die Aerzte schließen, daß die Gabel aus dem Magen in das Gedärm gedrungen ist. Die Herren Heilkünstler sehen den Folgen dieser Veränderung mit einiger Unruhe entgegen
— Aus Geestemünde wirb gemeldet: In diesen Tagen wurde bei Köhlen ein Adler geschossen, dessen Flugweite über 7 Fuß mißt. Der Vogel ist ein Prachtexemplar und wird hier ausgestopst.
die Künste deS Friedens zu heben. Er glaube, daß bie civtlistrte Welt der republikanischen Verfassung zufirebe und sei darin die amerikanische Union ein Leuchtstern für die Uebrigen. Die territoriale Vergrößerung werde seiner Ansicht nach eine Verminderung des Heeres zur Folge haben. Die Sklaven seien durch den Bürgerkrieg emancipirt, besäßen aber noch nicht bie Slaatsbürgerrechte. Diese Ungerechtigkeit sei zu beseitigen. Grant wird seine Bemühungen, die verschiedenen Landestheile auszusöhnen, das Papiergeld und daö Gold in'S Gleichgewicht zu bringen, den Handel und die Fabriken zu heben, die freundschaftlichen Beziehungen mit den fremden Mächten aufrechtzuerhalten und die Indianer zu civilisiren, fortsetzen. Er hält den Vernichtungskrieg gegen Letztere für den Fall für nothwendig, daß die zunächst inS Auge zu fassende Anstrengung, die Indianer zu civilisiren erfolglos bliebe. Der Präsident erwähnt des alten Vor schlags, Domingo mit der Union zu vereinigen, was nach seiner Ansicht für beide Theile vortheilhaft sein würde, und theilt nicht die Besorgniß, daß die Staaten durch einen solchen Gebietszuwachs geschwächt werden würden. Er glaube, bei dem gewaltigen Aufschwünge auf allen Gebieten, daß Gott die Welt für eine einzige Nation bestimmt habe, welche Eine Sprache rede und der Armeen und Flotten nicht bedürfe. Der Präsident dankt schließlich für die hohe Ehre der Wiederwahl.
Newyorr, 4. März. Die Regierung von Havai beabsichtigt den Perlfluß - Golf bei Honolulu an die Bereinigten Staaten zur Errichtung einer Flottenstation abzutreten.
Mexico, 25. Januar. Die Mexicanische Eisenbahn ist nunmehr auf ihrer ganzen Linie dem allgemeinen Verkehr eröffnet, nachdem der erste reguläre Zug am 23. Januar die ganze Strecke durchfahren hat. * * *** -■
klärte gliche n via > sei, tegie« iberen ß 9 *
th ist e all- t und i ent1 Zahtt, : und :i dck dienst welche n ein RejeP n.
unter legten isch«
den Kosten verurtheilt sind, welche etwa 1000 Thlr. fit Jeden betragen sollen; so ist doch die vorn Con- ßstorium ausgesprochene Strafverfügung aufgehoben wd nur zeitige Suspension bis zum 1. Juli 1873 ausgesprochen. Der Grund hierfür soll in mangeln- den Competenzbestimmungen liegen, da im Jahre 1867 die seit 1821 den Kurhessischen Obergerichten zuge- diesene Strafgewalt über Geistliche weder den neu fruchteten Gerichten noch den Consistorien überwiesen ist, immerhin ist eS aber fraglich, ob die Gemeinden, fheziell die hiesige, in deren überwiegender Mehrheit btt, wie vom CultuSministerium anerkannt ist, verschiedener Vergehen schuldige Geistliche fast allen Boden i» einer erfolgreichen Wirksamkeit verloren hat, ver Wchtet sind, demnächst die fernere Amtsführung beste! kn zu bulben. Einstweilen ist wenigstens hier nur Swße Verwunderung dieferhalb laut geworden und ‘‘toben feiner Zeit wohl entsprechende Schritte gethan werden."
FclSbcrg, 4. März. Dem „N. Kastl. Anz." wird von hier gemeldet: „Sicherem Vernehmen nach »loßell i ist in diesen Tagen den bekannten Metropolitanen
Telegraphische Depeschen der Oder« hessische» Zeitung.
Berlin, 5. März. In der heutigen Abend- sitznng des Abgeordnetenhauses erklärte der Abg. Berger (Witten) seinen Antrag wegen der Diäten- Erhöhung zurückzuziehen, indem er bie Hoffnung au«» sprach, baß ber heute betreffs Diätenerhöhung gefaßte Beschluß noch in diesem Jahre werde Gesetz werden. Das Etatsgesetz wurde sodann in dritter Lesung einstimmig angenommen. Morgen kommt der Antrag Bcrnard's betreffs Aufhebung ber Zeitungsstempelsteuer zur Verhanblung.
Frankfurt a. M«, 6. März. Eine gestern stattgehabte Versammlung von Besitzern von Prioritäten de» Oregon-California-Eisenbahn wählte ein Comits von fünf Herren (Director H. Hohenemser, E. Labenburg, G. Minoprio, A. Niederhofheim, Julins Schmibt (von bem Hause Baumann unb Schmidt) und W. Köster zur Verfolgung ihrer Rechtsansprüche gegen Ben Holladay, und mit der Befuguiß, sich durch auswärtige Häuser, zu ergänzen. Jeder Bondsbesitzer, der vom Comits vertreten werden soll, hat 1 Dollar per 1000 Dollar Prioritäten zur Tragung der Kosten zu zahlen.
Karlsruhe, 5. März. Der Erbgroßherzog ist an akutem Gelenkrheumatismus erkrankt, doch sind keine Complikatioiien innerer Organe vorhanden.
Stuttgart, 5. März. Nach den bisherigen Nachrichten über die Reichstagswahl im zweiten Wahlkreise ist der Prof. Mack (Ludwigsburg) dem Ex- minister Varnbühler gegenüber beträchtlich im Vorsprung. Der Ober-Regierungsrath Gärtner ist mit bem Titel Cabinetsrath befinitiv zum Vorstand des königlichen CabinetS ernannt Wegen der Krankheit ber Königin-Mutter werben am morgigen Geburtstage ves Königs nur beschränkte Festlichkeiten stattfinden. Die nächste Kammersitzung findet Dienstag statt. Auf der Tagesordnung stehl das Retablissements-Gesetz.
Wie«, 5. März. Der Club der verfassungstreuen Abgeordneten einigte sich bei Anwesenheit von -88 Mitgliedern einhellig dahin, die Beschlüsse des Verfassungsausschusses zur Wahlreformvorlage bei der morgigen Verhandlung im Abgeordnetenhause ohne Debatte anzunehmen.
Pest, 5. März. Das Abgeordnetenhaus nahm das Budget des Justizministeriums nach den Anträgen des Ausschusses an und begann die Berathung des Honvedministeriums.
Versailles, 5. März. Nationalversammlung. Bei fortgesetzter Berathung des Dreißiger-Entwurfes erklärt Ventavon (Mitglied der Rechten), daß er fein die Constitution Rive ausrechterhaltendes Amendement zurückziehe; wiederaufgenommen und auseinandergesetzt von Fresneau wird das Amendement schließlich mit 455 gegen 89 Stimmen verworfen. Nach der Berathung und Verwerfung eines Amendements von Raoul Duval, durch welches der Präsident der Republik von der Tribüne ausgeschlossen werden sollte, werden die zwei ersten Paragraphen deS Art 2 angenommen.
Rom, 5. März. Die Kaiserin von Rußland wird am 18. d. in Florenz erwartet. — „Liberia" bementirt bie Behauptung französischer Blätter, bie französische Regierung habe Ozenne zurückberufen und beschlossen, die Verhandlungen über den Handelsvertrag zu suspendircn. Ozenne hat bereits Conserenzen mit den Ministern gehabt.
Madrid, 5. März. Dem Vernehmen nach macht das 'Ministerium die Suspension der Sitzungen der Nationalversammlung .bis zum Zusammentreteu der Constituante zur Cabinetsfrage. Eine Versammlung von 238 radicalen Deputirten beschloß einstimmig, der Suspension entgegenzutreten. Die Bureaux der Nationalversammlung wählen heute eine Commission, welche wahrscheinlich gleichfalls oppositionell sein wirb. Man befürchtet einen Straßenconfiict in Mabrib, da die exaltirten Republikaner die Auflösung der Nationalversammlung verlangen.
Telegraphische Cours- und Marktberichte.
Frankfurt a. M-, 6 März. (Schluß der Börse). Staatsbahn - Actien 359^, Elisabeth 265, Galizier 244$, Lombarden 199$. Nordwestbahn 234, Creditactien 3644, Silberrente 68J, Papierrente —, 1860r Loose 97|. Nationalbant 1055, Spanier 22), 1882r Amerikaner —, Darmstädter Bank —, Effectenbank —, Oregon 34.
Berlin, 5 März. (Anfangscourse). Creditactien 2094, Staatsbahn 206|, Lombarden 115, Amerik. 96j.
Wien,6. März. (Anfangscourse). Sreditactien339.55, Lombarden 186.50, Napoleons 8.69.
unter Stimmen abgelehnt
irtreg Washington, 5. März. Die Jnaugural-Bot- Alge- ffchast des Präsidenten Grant zur neuerlichen Präst- sdentschaftS-Uebernahme sagt: Er werde an der Hand iamm= vierjähriger Erfahrung die Gesetze zum Besten des legen, Landes weiter handhaben. In feiner ersten Ver