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Die Debatte bei Kap. 127 (Kultus i (794 zu Göttinnen, machte er sich 1815 durch eine gründ-

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liche und scharfsinnige juristische Abhandlung bekannt, wurde 1817 Professor des Römischen Rechts in Gießen und folgte 1837 einem Rufe an die Universität Leipzig, wo er bis 1864 unausgesetzt als Lehrer des Civil- und Strafrechts

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Vermischtes.

jUniv.-Nachr.j Am 25. Februar ist in Leipzig der Profeffor Dr. Marezoll verstorben. Geboren aml3Febr.

^erhaltener Wunden verstorbenen Osficiere und Mann l schäften für alle Zeiten dadurch zu ehren, daß die f Namen derselben mit kurzer Erwähnung der Veran- lastung auf silbernen Ringen an den betreffenden Fahnen und Standarten verzeichnet werden. Nachdem diese Ringe Meinen besonderen Bestimmungen gemäß angefertigt worden sind, beauftrage ich das Kriegö- gdniiterium, dieselben den Truppentheilen zugehen zu taffen und bestimme, daß die Anbringung der Ring» an den Fahnen und Standarten mit einer ange meffenen kurzen dienstlichen Feierlichkeit zu erfolgen hat. Auch ist ein Verzeichniß der Fahnen und Stan­darten, welche mit diesen Ringen versehen werden, sowie der auf letzteren befindlichen Inschriften zur Kenntniß der ganzen Armee zu bringen. Das Kriegs- ministerium hat hiernach das Weitere zu veranlassen." Es wird diese Auszeichnung nach einem im „Reichs- Anzeiger" veröffentlichten Verzeichniß im Ganzen 23 Fahnen und Standarten zu Theil werden, darunter im X. Armeeeorps der des 2. Bataillons 2 Hess. Infanterie Regiments Nr. 82; der dieser Fahne ver­liehene Ring wird folgende Inschrift tragen: „Es starben mit dieser Fahne in der Hand am 6. August 1870 den Heldentod: Seeonde-Lieutenant Schoppcr und Sergeant Meyer" und im XI. Armeeeorps der des Füsilier-Bataillons 3. Hess. Infanterie-Regiments Nr. 83 mit der Inschrift: „Es starb mit dieser Fahne in der Hand am 2 Deeember 1870 den Heldentod: Sergeant Franke."

Hanau, 26. gebt. In Folge einer vom General Commando des elften Armee Corps eingegangenen tele­graphischen Nachricht hat der Wechsel der Infanterie. Beladungen von Frankfurt a. M. und Hanau auf Be­fehl Seiner Majestät des Kaisers vorläufig zu unter­bleiben.

». Eerlach keine Aussicht auf Zurückziehung der Ge fetze machen, gab vielmehr die Versicherung, daß die Entwürfe zu Gesetzen erhoben werden würden und Baz so bald wie möglich Nach erfolgtem Schluß der deneral-Discussion wurde sofort zur zweiten Bera chung geschritten, in der Abg Reichmsperger (Coblenz) gegen das Gesetz sprach, wobei er den Abg. Dr. Achenbach und den Abg. v. Kardorff wiederholt an- firiff und Ersteren zu der Antwort provczirte, daß £ nach wie vor Art. 15 der Verfassung für einen Schutz und Schirm der Kirche halte, daß damit aber nicht gesagt sei, daß sich der Staat seiner Rechte be 8£ben solle. Art. 15 wurde darauf mit sehr erheblicher Majorität genehmigt. Gegen Artikel 18 sprach nur der Abgeordnete für Meppen; auch für diesen Artikel Entschied sich eine sehr große Majorität. Die dritte Berathung wird Sonnabend stattfinden. — folgt die Fortsetzung der zweiten Berathung des Entwurfs des Staatshaushalts Etats pro 1873, und jttar: Fortsetzung der Berathung des Etats des Mi­nisteriums der geistlichen, Unterrichts- und Medieinal-

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Frankfurt a. M., 28 Februar. (Schluß der Börse). Staatsbahn - Actien 359, Ellsabetb 263, Galizier 245, Lombarden 201 j. Rordwestbahn 235, Creditaetien 365h, Silberreme 68h, Papierrente - , 1860t Loose 97h, Natioiral» bank 1070, Spanier 23h, 1882r Amerikaner—, Darmstädter Bank—, Effectenbank —, Gekündigte Amerikaner —.

Berlin, 28 Febr. (Anfangscourse). Creditaetien 208h, Staatsbahn 205h. Lombarden 115h. Amerik. 96h.

Wien,28 Febr. (Anfangscourles. Creditaetien339.50, Lombarden 188.70, Napoleons 8.69.

ciffe i Kassel, 27. Februar. Eine allerhöchste Cabinets- tete. ordre vom 9. Februar 1873, betreffend Fahnendeco- mit v raliou, lautet: „Ich habe beschlossen, das Andenken ger-1 der in dem Kriege 1870—71 mit der Fahne ober mee ^Standarte in der Hand, sowie der bei der speeiellen

Telegraphische Depeschen -er Ober- hessischen Zeitung.

Berlin, 28. Febt. Das Abgeordnetenhaus be­willigte heute mit großer Majorität den Etatsposten für Synodalzwecke, nachdem der Cultus-Minister Dr. Falk seinen Plan über die Herausbildung der evangelischen Kirchenverfassung auseinandetgesetzt hatte. Danach soll zunächst durch Umbildung bet Gemeindekir- ä enräthe die Neubildung der Kreiosynoden unter Heran­ziehung der Laien erfolgen, aus welchen die Provin- zialsynoden hervorgehen. Aus der Provinzialsynode bildet sich die Landessynode, welche mit dem Ober- kirchenralhe die Kirchenverfassung feststellt. Die Vet- mögensfrage und andere Angelegenheiten sollen gesetz­lich mit der Landtagsbeihülfe gereg-lt weiden. Der jetzige Etalspoften ist nur für Synodalzwecke der alten Provinzen bestimmt.

Paris, 27. Febr. Der „Temps" veröffentlicht eine Analyse des Memorandums Castelars an die Gesandten Spaniens. Die Errichtung der Republik in Spanien sei die Folge der augenblicklichen Lage. König Amadeus habe nicht Herr werden können wider die entgegenstehenden nationalen Gefühle. Die Er­richtung der Republik sei keine Revolution, sondern eine nothwendige Evolution und könne nicht eine Fackel der Zwietracht für Europa sein. Die Umwandlung oer RegierungSsorm sei eine innere Frage ohne Be­ziehung zu den internatiolalen politischen Problemen, die für Europa ein Interesse hätten. Amerika und die Schweiz hätten die Republik anerkannt; die spa­nische Regierung hoffe, daß die anderen Mächte die­selbe gleichfalls aneiteunen und dadurch Spanien eine moralische Stütze sein würden.

Plymouth, 27. Febr. Hier eingetroffene Nach­richten melden die Zerstörung von San Lineentes (San Salvador) durch Erdbeben. — Zu Cardiff im Westtheile des Taffthales in Südwaleö hörte der Slrike der Eisenarbeiter auf; dieselben nahmen die ihnen gestellten Bedingungen an.

Brüssel, 27. Febr. Die Wiedererwerbung der Rechte der Eisenbahngesellschaft „Grand Luxembourg" wird eine schärfere Opposition in der Deputirten- Kammer Hervorrufen, als mau erwartet hat; die aeeefsorischen Bestimmungen des Vertrages über den Neubau mehrerer Eisenbahnlinien erregen Anstoß

Kopenhagen, 27. Febr. Der betreffende Aus­schuß des Voitsthings empfiehlt einstimmig die skan­dinavische Münzeonvenlion; die Annahme derselben Seitens des dänischen Reichstages ist somit wahr­scheinlich.

des «Vertheidigung der Fahnen und Standarten gefallenen deMund der in Folge mit der Fahne re. in der^Hand ingtj ne«4 nnte esch fion licht

Bom Landtage.

Berlin, 27. Februar.

Die von der Verfaffung vorhergesehene Frist von 21 Tagen, nach deren Ablauf eine erneute Berathung eines Gesetzes, welches eine VerfassnngS - Aenderung involvirt, stattzufinden hat, war am Dienstag ver strichen; das H««S der Abgeordneten nahm demgemäß heute ein Wiederholung der ersten Bera- ihung über das Gesetz vor, welches die Artikel 15 und 18 der Verfassung abändern soll. Zum Worte meldeten sich als Gegner deö Gesetzes nur 4 Redner: d. ChlapowSki (Buk), Sirosser, v. Gerlach und Dr. Windlhorst (Meppen); Abg. Götting meldet sich allein, um das Gesetz zu befürworten. Nach der Rede des dbg. Chlapowski (Bük), der die ablehnende Haltung der Polen mit den allgemein bekannten Klagen über die Unterdrückung der Polen und der Kirche moti dicke, verzichtete Abg. Götting auf das Wort, ein Schlußantrag wurde auf den Widerspruch des Abg. d. Mallinckrodt zurückgezogen, worauf Abg. Strosser in längerer Rede sich gegen einzelne Behauptungen wandte, die bei der ersten Berathung vor 3 Wochen den Freunden des Gesetzes vorgebracht waren. Auch die Reden die der Herr Kultusministers in dieser Angelegenheit gehalten, lieferten dem Redner Ma tnial, um seine Stellung gegen diese Gesetze zu mo- üviren. Als dritter Gegner sprach gegen das Geieh der Abg. Dr. v. Gerlach, welcher unter der Heiterkeit des Hauses den Kultusminister bat, die kirchlichen Gesetze zurückzuziehen. Des Weiteren verbreitete er sich über die historischen Verhältnisse über Staat und Kirche. Der Herr Kultusminister konnte dem Herrn

fenntniffe" und Lehren 225,904 Thlr. (gegen 1872 49 979 Thlr mehr)" stellt die Budgeteommission den 1 Antrag: die Petition von evangelischen Geistlichen zu Kassel nebst ihren Anträgen der Regierung mit dem Ersuchen zu überweisen, in Erwägung zu nehmen, in , welcher Weise dem Uebelstand, der sich aus der ge i ringen Besoldung eines großen Theils der Geistlichen ■ der Monarchie ergebe, wirksam Abhülfe gewährt wer \ den kann. — Ferner beantragen die Abgg. v. Gott- , berg und Glaser: In der vorgeschlagenen Ucberschrift des Titels die Worte: „aller Bekenntnisse" zu streichen, i Anstatt der Worte: „in'Erwägung zu nehmen werden kann" folgenden Satz zum Beschluß zu er ] heben: „Jrn Jahre 1874 einen dem wirklichen Be ; dürsnisse entsprechenden höheren Betrag zur Verbisse i rung der äußeren Lage der Geistlichen, insbesondere der evangeliiche» Geistlichen, auf den Etat zu bringen." ; — Nachdem der Referent Abg. Miquel den Commis sioiisantrag kurz moiivirt und der Abg. Dr. Glaser ' für seinen etwas weiter gehenden Antrag eingetreten, i erhält das Wort Abg. Richter; derselbe sagt unter Anderem: Ich bitte Sie, nickt nur den Antrag Glaser abzulehnen, sondern auch die 50,000 Thaler plus nicht i zu bewilligen, die wohl nur zur Unterstützung von Geistlichen verwendet werden sollen. Ick will zwar den Geistlichen alle Freiheiten geben, aber keinen Pfennig Geld. Redner schließt: Ich bitte Sie, wenn Sie meinen Standpunkt nicht theilen, verwerfen Sie die Erhöhung vom altliberalen Standpunkt aus. — Nachdem der Regierungseommisfar, Geh. Ober-Reg - Rath Luca nu s, die Ansichten des Vorredners widerlegt, wird ein Schlußantrag angenommen. Berichterstatter Miquel vertheidigte hierauf noch den Standpunkt, den die Commission eingenommen gegen die Ausfüh rungen des Abg. Richter (Hagen) Eine Gehaltser­höhung für die geistlichen Aemter fei durchaus nicht bedenklich, zumal durch dieselbe nur ein provisorischer Zustand geschaffen worden sei, der dem herrschenden Nothstand abhelfen sollte. Durch die Bewilligung dieser 50,000 Thlr. werde die versprochene Synodal- Verfassung der Kirche nicht verzögert werden, wohl aber könne man damit den Nolhstand einigermaßen lindern. Daß man nur die evangelischen und kaiho lischen Geistlichen dieser Unlerstützuitg lheilhastig werden lasse, sei keine Ungerechtigkeit, sondern es liege dies in der geschichtlichen Entwickelung, die die beiden Reli gionSgemeinschaften im preußischen Staate durchgemacht hätten. — Reg.-Comm. Geh. Ober-Reg. Rath Lu eanus: Die Voraussetzung des Herrn Referenten, daß die in Rede stehende Summe nur auf Gehalts Vermehrungen der evangelischen und katholischen Geistlichen verwendet werden sollen, ist nicht ganz richtig, es soll vielmehr diese Summe nur zur Dis­position des Ministers gestellt werden, und es handelt sich hier nur um die Feststellung dcö Charakters bief.r Summe. — Hierauf werden die Anträge v. Gottberg und Dr. Glaser abgelehnt, der Antrag der Budgetcommis fion genehmigt. — Zu Titel 5: „Zuschüsse an Ele mentarlehrer Wittwen- und Waisen.Kassen" 6000 Thlr fragt der Abg. Richter (Sangerhausen) ob diese Summe zur Erfüllung ihres Zweckes gereicht habe und wenn nicht, ans welchen Fonds die königl. Staatsregierung die nothwendigen Zuschüsse entnommen habe. Reg.- Kom. Geh. Ober Reg.-Rath Lueanus: Die von früheren Jahren bewilligten Fonds haben nuttjiur gereicht, sondern die bereits bewilligten sind nock nicht einmal verbraucht worden. Auf ein hierauf bezügliche« Referat des Abg. Miquel antwortet Kultusminister Dr. Falk: Ich bin in dieser Angelegenheit nur ge­setzlich oorgegaugen, ich selbst kann ein Gesetz nicht abändern. — Hierauf werden die Tit. 6—10 ohne Debatte nach dem Vorschläge der Budgetkommission genehmigt, worauf sich das Hans vertagt. — Nächste Sitzung Freitag. Auf der Tagesordnung stehen Etats beralhung und einige kleinere Gesetzentwürfe.

Der Abgeordnete BernardS (Centrum) hat mit Unterstützung seiner Fraetionsgenossen folgenben Ge setzentwurf als selbstständigen Antrag eingebrachl: Die von Kalendern, Zeitungen, Zeitschriften und Auzeigeblättern bisher entrichtete Stempelsteuer wird vom 1. Juli d. I. an nicht ferner erhoben. Motive: Die Bedürfnißfrage ist durch oft wiederholte Beschlüsse, des Abgeordnetenhauses, die auf Beseitigung des Ka­lender- und Zeitungsstempels hinzielten, außer Zweifel gestellt. Daß die vorgeschlagene Maßregel keine er heblichen Nachtheile für die Staatefiuanzen herbei führen wird, kann bei der überaus günstigen Lage, in welcher die letzteren sich befinden, wohl mit Sicher­heit angenommen werden.

roirtte. — Dem Assistenten am anatomischen Institut der Universität zu Berlin, Ur. Wilhelm Dönitz, ist bas Prädikat Professor verliehen worden.

Kreiensen, 25. Februar. Gestern Abend wollte auf hiesigem Bahnhofe ein Fremder, angeblich aus Hannover, noch gern mit dem sich schon in Bewegung setzenden nach Hannover abfahrenden Abendzuge befördert werden und sprang deßhalb auf das Trittbrett eines Wagens vierter Claffe. Er vermochte sich aber nicht fest genug zu hallen, stürzte herab, gerietb unter die Räder und wurde zermalmt.

Bonn, 24. Februar. Gestern, Sonntag, hat sich in der Nähe der Friedrich-Wilbelm-Hütte ein beklagenswerthes Unglück zugetragen. Ein Mann wollte mit feinem Sohne über die Schienen eilen, als ein Zug herandrauste und beide erfaßte. Der Vater wurde zermalmt und starb sogleich, dem Sohne wurde ein Bein abgefahren. Die arme Mutter liegt daheim in den Wochen.

Mainz, 26. Februar. Die „Hess. Volksbl." melden: In der Nacht vom 21. auf den 22. Febr. ist die Caffe des 2. Bataillons des 3. Großh. Hess. Infanterie - Regiments mit etwa 1000 fl. gestohlen worden. In der Nähe von Weissenau wurde die ihres Inhalts entleerte Caffette auf- gesunden_______________________________________________

Ernennungen, Verleihungen rc.

Der Pfarrer Emil Spangen berg ist auf sein Nach­suchen als zweiter Pfarrer und Diaconus zu Treysa und Verweser der evangelischen Vicarie Neustadt entlassen worden; dem bisherigen Rector an der Stadtschule zu Treysa, Fast, exir. Gustav Klemme ist auf geschehene Präsentation die dasige zweite Pfarrstelle und das Diaconat verliehen und derselbe auch mit Versehung des evangelischen Vicariats Neustadt beauftragt wvlden; der Pfarrer Lic theol. Friede. August Klemme zu Kirchhain, ist zum Metropolitan der resormirten Psarreitlaffe Frankenberg bestellt worden. — Der Telegraphen - Candidat Papst in Kassel ist zum Teke- graphisteu ernannt worden. — Amtsrichter Reinhard in Langenselbold ist an das königl. Kreisgericht in Hanau als Krersrichter versetzt. Kreissecretär Vattmann in Fulda ist in gleicher Eigenschaft nach Ziegenhain versetzt.

fi-h eilen, Oh« Ende.

drei roll« ‘ fei.“