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in die Nahe des DonnerSbergeS und fragte nicht nach dem Wege zu dem neuen Thurme, der in jüngster Heil durch milde Beiträge der umliegenden Gegend errichtet wurde? Auch Marburgs nächste Umgebung bietet eine Reihe von Fernsichten, die zu den schönsten unseres deutschen Vaterlandes gehören; aber aui keinem Punkte dürfte eine Rundsicht ülnriaschen- der werden, als auf unserer lieben Spiegelslust lüft, falls es gelingt, ringsum über die t'äume zu sehen, die ja jetzt schon die einzelnen Fernstchten m hi und mehr einengen. Wir begrüßen daher das mühe­volle Unternehm» eines Comitss, das einen Thurm bau auf der höchsten Stelle dieses Berges erstrebt und -schen, daß seine Bemühungen von unserer Stadl und ihrer nächsten Umgebung, sowie von allen Natur- jreunden nah und fern anerkannt werden mögen, daß man sich überzeuge, wie sehr gerade ein solcher Bau ein Anziehungspunkt für Jedermann sein muß. Möge daher ein jener Bewohner Marburgs daran denken, daß ein solches Unternehmen nur durch vereinte Kräfte gefördert werden kann, unbekümmert um das Gegen gerede, das ja zu allen Zeiten und an allen Orten die Erreichung solcher Ziele erschwert. Möge Jeder von dem Gedanken erfüllt sein: du trägst mit deiner Gabe dein Scherflein zu Etwas bei, an dem sich beim Kinder und Kindeskinder erfreuen werden, und dem die Nachwelt auf Jahrhunderte hin ihren Dank er­halten wird.

Kassel, 31. Jan. Tie Ernennung des katholischen Gymnasial Oberlehrers Ernst dahier zum Schulrese- tenten bei königlicher Regierung soll nunmehr erfolgt fein. Derselbe bezieht für diese Stelle eine Remune­ration von 400 Thlrn. Dem bischöflichen General Picariate ist der Beschluß bereits mitgetheilt worden.

Bermischtes.

jUniv. - Nacht.j Der Kaiserliche Vicepräsident Ledder- Hose zu Straßburg ist zum Curator der Universität Straß­burg bestellt worden. Der außerordentliche Professor der Medicin Dr. Th. Jürgensen, Vorsteher der Poliklinik in Kiel, hat einen Auf als Ordinarius nach Tübingen er­halten, aber noch nicht angenommen.

Japan hat dem britischen Vice-Consul zu Aeddo zufolge, eine weibliche Bevölkerung von 16,061,199, eine männliche von 16,733,69s, zusammen von 32,7 «4,897 Seelen. In Deddo wohnen der letzten Zählung gemäß 78",321 Per­sonen und zwar 416,812 männlichen unb 363,509 weiblichen Geschlechts. Aeddo ist eine sehr große, aber nur in den Geschäftstheilen stark bevölkerte Stadt- Die Hauptstadt be­deckt einen Flächenraum von 21,828,000 Tsubos oder etwa 28 englischen Quadratmeilen, und ist demnach nach London räumlich die größte etabt der Welt. Der militäriscbe Ltadttheil, welcher 12,000,000 Tsubos bedeckt, enthält den Palast des Mikado, der eine Quadratmeile einnimmt, die Regierungsgebäude u s. w. Die Tempel mit den dazu ge­hörigen Besitzungen beanspruchen 2,500,000 Tsubos.

(Ein Eisenbahiizug im Feuer.) Der Frühzug (Per- sonenzugi der Theiß-Eisenbahn, welcher am 14. d M. von Raschau abging, überfuhr in der Nähe von Hidas Nemethy bei Szurdok einen mit Petroleum beladenen Frachtwagen, dessen Kutscher trotz der Annäherung des Zuges und trotz des Warnungsrufes des Bahnwächters an einer Wegüber- fehungsstelle das Schienengeleise überschreiten wollte. Die «comotive zertrümmerte den Wagen, die Fässer zerbarsten mid gossen ihren Inhalt auf den Bahndamm. Das Petro- üum fing sogleich Feuer, und der ganze Zug ging durch das | Smermeer rote der feurige Wagen des Elias dahin, indem

sich die Räder in dem brennenden Fluidum bei ihrer Achsen­umdrehung tränkten. Der Maschinenheizer erlitt fürchter­liche Brandwunden, in Folge deren er nach wenigen Stunden Den Geist aufgab. Der Fuhrmann wurde schwer verwundet, Die Pferde, welche sich vor der Locomotive bäumten, in Stücke zerrissen. Die Passagiere, welche von Entsetzen er­griffen waren, als sie die Gluth und das Flammenmeer er­blickten, waren der Meinung, daß der Zug in Brand ge- rathen sei, und wollten zu den Fenstern der Waggons hinaus- springen, doch fuhr der Train so blitzschnell von bannen, daß glücklicher Weise das Feuer die Waggons nicht ergreifen konnte, unb so kamen bie iHeifenben mit bem Schrecken davon.

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Verloosungen.

Braunschweig, 1. Febr. (20-Thlr.-Loose v- 1868) Bei ber heute stattgehabten Verloosung wurden folgende Serien gezogen: 2630 3945 5z87 5704 5831 7427 783> 8748 unb 9816. Die Prämienziehung erfolgt am 31. März.

Hamburg, 1. Febr. lKöln-Minbener 100Thlr-Loose v. 1870.) Bei bet heute stattgehabten Prämienziehung fielen auf folgenbe Nummern höhere Gewinne: auf Nr. 20053 der Hauptgewinn von 60,00; > Thsr.; ; 0,000 Thlr. fielen auf Nr 20099 ; 5000 Thlr. auf Nr. 20086; je 200 Thlr. fielen auf Nr. 20057 20061 20u68 20069 20076 - 00-0 20081 26082 20085 20089 und 20100 der Serie 402 Je loOO Thlr. fielen auf Nr. 55502 unb 55503; 500 Thlr fielen auf Nr. 55519; je ZOO Thlr. fielen auf Nr. 55509 12 20 27 31 34 36 45 unb 55548 ber Serie 1111. Je 2000 Thlr. fielen auf Nr. 109,980 unb 109,985; je 200 Thlr. fielen auf Nr. 109,951 70 71 72 73 78 79 61 84 95 97 und 109998 ber Serie 2200. Die Zahlung erfolgt am 1 April.

Wien, 1. Febr. Bei der heute stattgefundenen 26. Serienziehung des öftere. Prämienanlehens von 1860 (500 fl. Looses, wurden nachstebende 75 Serien gezogen: 323 395 693 794 1541 1556 2114 2252 2500 2617 3077 3122 3361 3759 3783 3v33 4369 4864 4941 5177 5420 5498 5565

5675 5709 6222 6325 6340 6836 6840 69; 2 6931 7064

7237 7420 7605 7865 8272 8547 8593 8765 8858 9552

9582 9638 9870 9987 10106 10142 10321 11545 1.847

12070 1Z827 13063 13155 13189 13195 13949 14213

14802 15293 15597 15754 16150 16320 11.612 17083

17643 17932 18369 18407 18467 18924 19864. Die

Prämienziehung findet am 1. Mai statt

-Telegraphische Cours- und Marktberichte.

Frankfurt a. M., 2 Februar. < Schluß Der Börse. Staatsbahn - Actien 359, Elisabeth 270, Galizier 245^, Lombarden 211%. Nordwestbahn 234, Creditactien 360, Silberrente 67£, Papierrente - -, 1860r Loose 97z, Nationa.» banE 1035, Spanier 26|, 1882t Amerikaner, Darmstädter Bank, Effectenbank.

Berlin, 2.Februar. (Aufangscourse). Creditactien 206 Staatsbahn 2<i5j. Lombarden 120z, Amerik. 97%

Wien, 2.Februar. (Anfangscourse). Creditactien333.75, Lombarden 195.75, Napoleons 8.66.

Die Börsenwoche.

Anfangs der Woche spielte wieder einmal die Politik eine kleine Rolle. DasReuter'sche Bureau" ließ sich über Bombay melden, daß zwei unter englischem Schutze stehende central-asiatifche Forts eingenommen und deren Komman­danten als Gefangene den russischen Truppen überliefert worden seien Die Nachricht sollte irgend einem Blatte i entnommen sein, dessen Name nicht angegeben war, fo un-l glaublich die Sache auch klang die Börse legte derselben dennoch Werth bei und trieb d la baisse. Mattere, auf rein totalen Ursachen beruhende Londoner Notirungen bestärkten noch den Pessimismus ber Specutation. Aber die trüben Wolken verschwanden eben fo rasch, wie sie aufgezogen waren. Die Nachricht fand natürlich keine Bestätigung und die Gemuther beruhigten sich wieder. Die Tendenz gewann an Festigkeit und die Umsätze belebten sich auf allen Ge­bieten. Die Uttimo-Regutirung bocumentirte einen bedeu­tenden Stücke-Ueberfluß unb erhöhte sich in Folge dessen

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Eine Cousine Napoleon'? III.

Zn (5nbe des Johns 1870 kam eine junge Dame a»8 Frankreich nach Wien, deren Schicksal in den Ätrifen ber höheren Gesellschaft tiefes Mitgefühl er trgle. Gleich Zehntausenden ihrer Landsleute zählte auch sie zu Jenen, denen der Krieg Alles geraubt, »as sie und die Ihren eigen genannt. Doch wäh tfiib diese den Fall ihres Hauses, den Ruin ihrer bpistenz nicht überlebten, blieb Marie be Segui allein, 001 den Tob ihrer Brüder und ihres Vaters zu be- itauern. '

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Unter einem fremden angenommenen Namen lebte *Ht Dame seither in tiefster Zurückgezogenheit. Ihr 8f*nätr Verkehr beschränkte sich auf den Umgang mit ncr einzigen Familie der Winer Artstoktaite, welche ?tch eine Heiraih mit Fräulein Segui in entferntem ®rQbe verwandt nar.

. Wenn Freunde auf die Tage des Kaiserreichs zu stechen kamen, so bewahrte Fräulein Segui stets Wlftänbige Zurückhaltung. . Es war, als ob der *®lrt und sein Hof für sie eine unbekannte Welt be

als wären die tausend unb tausenb Anecboten, solche über bett Hofstaat bes gefallenen Imperators Schwange waren, ihr bis zum gegenwärtigen Augenblick unbekannt geblieben. Und dennoch wußten chte Freunde, daß das Leben am Hose Napoleons von Dame recht gut gekannt fei , baß es sogar eine Knt gegeben habe, wo sie innigen Antheil an allen orkommnissen genommen hatte, die sich an diesem L*°?e abspielten. '

. Freilich war daö vor Jahren; Fräulein Segui ,e zu jener Zeit zu den schonen Frauen von unb ?° n'*e um die Hand ihrer Schwestern ^"che Fürsten freiten, so sah sie sich von französi­

schen Cavalieren umworben, deren Namen zu d>n besten zählten, cie das Adelsregister des Kaiserreiches kannte.

Diese Geschichten lebten im Munde derer am Hose des Empereur, die an dem Uebel Langeweile litten. Doch kam eine Zeit, wo sie ihr Ende fanden vor den Folgen einer stürmischen Scene, die im Park des kaiserlichen Schlosses zu Cornpögne begann unb in ben tiefinnerften Gemächern desselben Schlosses ihi Ende fand.

Im Jahre 1856 war eines Morgens die Kaiserin Eug.nte aus den Tuilericn und Paris verschwunden, ohne daß Se. Majestät oder die im Solde der Re- gteiung stehenden Journale anzugeben vermochten, wo­hin sich die hohe Frau begeben hatte. Eist drei Tage ipäter sand sich in einem kleinen englischen Blatte die Meldung, die Kaiserin von Frankreich fei im tiefsten Inkognito, ohne jegliches Geiolge in Dover gelandet Run erst wußte das PariserJournal oisiciel" nachzutragen:Ihre Majestät sei in wichtiger Mit sion an das Hoflager der Königin V ctoria gereift." Dabet blieb e« vor den Augen der Welt. Einige Zeit später wußien Eingeweihte allerdings ein wenig mehr.

Als die Kaiserin nämlich eines Tages unverrnuthct im Schloßgarten zu Eompisgne erichie» und den Kaiser in Gesellschaft ein.r ältlichen Dame und eines jungen, sehr hübschen Mädchens fand, welch letzteres sich augeiifa emlid) einer sorgsamen Aufmerksamkeit von Seite des K-is-rs zu erfreuen hatte, trat sie, welche von einem Zwischenträger übel unterrichtet sein mochte, auf die Gruppe zu, und mit dem Rauschen des Abendwindes, der durch die zierlichen Laubge winde strich, einte sich bie Stimme ber Gattin, erst

die Zinsrate auf 6 s 6z %. Kaum war jedoch bie Liqui­dation beenbigt fo trat auch bie frühere Abundanz wieder ein. Die auswärtigen Märkte meldeten einen äußerst gün­stigen Gelbftanb unb bie englische Bank sah sich sogar in Der Lage, ben Zinsfuß auf 3p/o zu rebuciren Unter ben Verhältnissen schloß ber Monat Januar wesentlich besser a s er begonnen. Die abgelaufene Woche schien reichlich einbolen zu wollen, was in Bezug auf folibe Wertpapiere bislang versäumt worden war. Staatsfonds traten in Den Vordergrund Besonders beachtet waren österreichische Renten, welche relativ in der Caursentwickelung zurückge­blieben. Auch für Amerikaner vom Jahre 1871 zeigte sich anhaltende Kauflust, während die späteren Jahrgänge wegen der befürchteten Kündigung eher eine Kleinigkeit nachgaben. Tie in nächster Woche bevorstehende Emission der 5proc. Anleihe mag gleichfalls viele Realisationen veranlaßt haben. Ob das deutsche Kapital für die neuen Bonds eine gleiche Vorliebe wie für die alten zeigen wird, ist die Frage. Ruisische^ Fonds behaupten sich fester, Spanier schloffen matt. Sehr beliebt waren die Umsätze tu verzinslichen und unverzinslichen Börsenpapieren. Das bekannte Verbot gegen die Zulassung neuer ausländischer Lotterie- Anleihen übt jetzt, da die meisten der in Circulation befind­lichen Werthe placirt sind und der Geldstand ein überaus flüssiger ist, feinen Einfluß auf die Coursentwickelung Ohne Ausnahme waren alle Loosegattungen gesucht. Oesterreichisch- upgarische unb besonders alle beutichen und verschiedene auswärtige Loose stellten sich wesentlich höher. Kleine Mei­ninger waren gefragt und steigend. Auch Köln-Mindener, die im Vergleich zu den 4z/» deutschen Prioritäten relativ wohlfeil erlchienen, fanden vielseitig Beachtung. Raab- Grazer ftagnirten. Am Prioritätenmarkte ging es recht lebhaft zu. Oesterreichische Devisen zogen im Course an. Italienische Prioritäten besonders Lworneser, ro.ren recht beliebt, russische fest, Mortgage-Bonds mehr be­achtet und zum Tbeil besser. SpeculationSpapiere erfuhren wie erwähnt bei mäßigen Umsätzen nur mäßige Variationen, mit Ausnahme von Lombarden, die in Berlin und hier von der Speculation bevorzugt wurden unb ihren vorwöchentlichen Cours von 2u3) auf 210) veränderten Es ist für Die wiedererwachte Vorliebe für dies Schmerzenskind der Spekulation kein greifbares Motiv aufzufinden, als die ansehnlichen Mehreinnahmen, die bei der Speculation feit Jahresbeginn ebenso stabil geworden, als bei der Staats­bahn die Mindereinnahmen. Die Woche vom 15.2i.Jan. lieferte für das gelammte lombardische Netz wieder ein Plus von fl. 113,000, das des laufenden Jahres beziffert sich bereits auf fl. 313,o00. Staatsbahn dagegen weisen abermals ein Minus von ca. fl. 70,000 auf, das umsomehr verstimmte, als man ber Ansicht ist, daß es sich nach der neuen Vernehmungsweise schließlich noch höher stellt. Die Hoffnungen auf endlichen Beginn der für dieses Jahr mit allzu sanguinischer Zuversicht in Aussicht genommenen bes­seren Einnahmen schwindet mehr und mehr und mit ihr das Interesse der Speculat on für das Effect. Es schließt unge­fähr zum Course der Vorwoche. Auch für Kredit herrscht im Augenblick keine besondere Meinung und nur die Nach­richt, daß in Berlin ein starkes Decouvert darin bestehe, erweck e die erschlaffte Theilnahme der Börse für ihren ein­stigen Liebling roieoer etwas. Nationalbank ftagniren eben­falls, da die Verhandlungen mit Ungarn gar keinen Fort­gang erkennen lassen. Der Bankeninar kt war auch diese Woche nicht besonders belebt und wo regeres Geschäft statt- sand, beschränkte sich dasselbe wieder auf Spezialitäten. So steigen z. B Darmstädter fl 5 und Frankfurter Bankverein 5«/», Provinzial-Discontobaiik, die einen sehr guten Abschluß gemacht haben soll, .i|, Frankfurter Baubank 2| und Deutsche HandelSgeiellschaft 2 °/o höher. Ferner zogen nur die Ver- emsbank H uito österr. Deutsche z > an. SüDdeutsche Zettel­banken litten unter der Ungewißheit, wie die im Reichstage zur Discrosion gelangeiiDe Gesetzvorlage ihr Verhältniß zu einer Reichsbank reguliren werde Die Kurse stellten sich deshalb fämmtiich nichtiger. Antwerpener Centralbank gleich­falls weichend, ebenw Basler, Brüsseler, Hamb. Bank und rhein Kreditbank. Hahnsche Effectenbank sehr fest.

leise und gebrückt, doch bald gewaltig anschwellend und einen Umkreis beherrschend, so daß der Garten­hüter, wollte er oder nicht, und er wollte, die Rede mit anhören mußte. Desselben Tages reiste die Kai­serin nach Paris, währens Napoleon in Compis,ne verblieb. Erst im folgenden Monat kehrte der Kaiser nach Parts zurück und auch da nur für wenige Tage, just lange genug, um seine Vorbereitungen zu treffen, um zu seiner in Italien gegen Oesterreich stehenden Armee stoßen zu können.

Die beibin Damen, welche zu Compisgne von der Kaiserin beleidigt wurden, waren Masame de Segui, die Tochter von König Murat's Schwester, mit ihrer Tochter Marie. Die kleine Marie erfreute sich nie der Gunst ihrer hohen Verwandien, dazu zählte sie zu sehr zu den Lieblingen des Kaisers. Was in der stolze» Spanierin gegen die kleine Coiisine gährte, war in dem Zusammenstoß zu Comp ögne zum Aus­bruch gekommen. Nach diesen Tagen hielten sich die Mitglieder der Familie vom französischen Hofe fern. Die männlichen Mitglieder derselben zählten den der Lchwester angethanen Schimpf zu dem ihren, und keiner griff zur Waffe, als die Deutschen gegen das Frankreich Napoleons zu Felde zogen. Eist als der 4. September gekommen war, als das Vo.k aufstand in seinen gewaltigen MaffeN, griffen auch sie zu den Waffe» und fielen.

Fräulein Ams.ie be Segui, bie Schwester Mariens, welche einige Zeil hinburch als bie Verlobte eines hohen Herrn aus Oesterreich galt, ist gegenwärtig Mitglied der großen Oper zu Paris.

Fräulein Marie de Segui findet ihren Unterhalt in Wien als Lehrerin der französischen Sprache.