CorcelleS ziMckznweisen. Die „Opinione" schließt
»och, Thaifache ist, daß CorcelleS die Annahme des Botschafterpostens verweigert.
Ernennungen, Verleihungen rc.
Dem Major a. D- von Stockhausen, bisher Platzmajor zu Staffel, ist der Konenorden 3. Klasse verliehen worden. — v. Meyerfeld, Pr. Lieut. vom 2» Hess. Hus Regmt Nr. 14, unter Entbindung von seinem Commando as Adjutant der 15. Cao. Brigade und unter Beförderung zum Rittm. und Escadr. Chef, in das 2. Rhein.-Hus. Regt. Nr. 9 versetzt. Prinz Earl zu Bentheim-Tecklen- burg-Rhed», Poet.Fähnr. vom 1. Hess. Hus.Regmt. Nr. 13, zum eec. Lieut. a la suite dieses Regiments besördert v. Mach, Hauptm. und Comp. Ches im 1. Hess. Inf. Regmt. Nr. 81, unter Verleihung des Charakters als Major dem Regt, aggregirt- v. Versen, Hauptm. a la suite des 2. Ostpreuß. Gren. Regts. Nr. 3 und Lehrer an der Kriegsschule zu Neisse, unter Entbindung von diesem Verhältuiß als Comp. Chef in das 1. Hess. Ins Regmt. Nr- 8 b ein» langirt. Becker, Hauptm L la suite der 1. Ingen. Jnsp. und Lehrer an der Kriegsschule zu Kassel, unter Entbindung von diesem Verhältuiß, in die 3. Ingen. Jnsp einrangirt. Radike, Hauptm. 5 la suite des Ostpreuß«Feld-Art Regts. Nr. 1, Div. Art, und Lehrer an der Kriegsschule zu Staffel, unter Entbindung von diesem Verhällniß, in das Pomm. Feld-Art. Regt. Nr. 2, Corps-Art. ? einrangirt. Breit- Haupt, Hauptm. a la suite des Magdeb. Feld.-Art Regts. Nr. 4, Corps Art., und Lehrer an der Kriegsschule zu Potsdam, jn gleicher Eigenschaft zur Kriegsschule in Staffel versetzt. .Vehrenz^ Pr. St- ä la suite des 2. Hanseat. Inf. Regts. Nr. 76 und Lehrer an der Kriegsschule zu Neisse, in gleicher Eigenschaft zur Kriegsschule in Kassel versetzt Laymann, Hauptm d la suite des 6. Pomm. Inf. Regts Nr. 49 und Lehrer an der Kriegsschule zu Kassel, in gleicher Eigenschaft zur Kriegsschule in Neisse versetzt. Dill, See- Lieut von der Kavall. des 1. Bats. Rotenburg 2. Thüring. Landw. Regmts. Nr. 32, in das 1. Bat. Kassel 1. Hess. Land». Regmts. Nr. 8l einrangirt.
q . Verloosungen.
Darmstadt. 4, Jan. Bei der gestrigen Ziehung der großh. heff. öOft.-Loösrwurdewgezogeu: Nr. 14,775, 100,739 mit 1000 fl.; Nr. 10,781, 23,227, 28.570, 26,838, 37,060, 63,826, 84,913, 97,383, 1101,431, 106,872, 117,064 mit 50o fl. Bei der heute fortgesetzten Ziehung wurden gezogen: 6285, 75,840, 95,341 mit 1000 fl., 60,522, 74,100, 116,544 mit 500 fl., der Gewinn von 60,000 fl. fiel auf Nr. 31,756.
ningen der neuen Vorlage gegen das s^therige Gesetz hervor, und betont als wesentliches Desiterium: Mehr- derückfichtigung der ländlichen Bevölkerung durch Steuer Erleichterung, namentlich aber in Erleichterung bet Grundsteuer oder der . StempelabMben Er gibt schließlich anheim, eine hieraus bezügliche Petition an das Abgeordnetenhaus -zu richten. Abg. Monnn erklärt sich gegen ein« derartige Petition und hält dafür die Erleichterung der unteren Stufen der Klasseusteuer- zahler anzunehmen, außerdem aber sei er für eine progressive Einkommensteuer^ Lk. Schmidt ist mit Pro sessor Glaser einverstanden, daß die Stempelabgaben von Jmmobiliar Veräußesuugen zu hoch seien und erklärt sich für progressive Einkommensteuer mit Selbst Teclaration, m der neuen Vorlage hält er für zweckentsprechend, wenn als geringste St»fc M Einkommen von 200 Thlr. angenommen würde. Pros. Glaser gibt noch die Zweckmäßigkeit dec Etnjetzunz einer Commission anheitn, die die gegenwärtige Vorlage prüfe und fescheste, daß durch dieselbe die ländliche Bevölkerung mehr ütt jede andere gedrückt würde. Bromm au» hiergegen hält die Contingentirung der Steuern nur für richtig. Auf Antrag des Letzteren wird noch beschlossen, Dr. Schmidt ju ersuchen, eine Petitton an das Abgeordnetrtchaus zu entwerfen um Abänderung deS Stempelgesetzes resp Herabsetzung des Stempels bei Jmmobiliarveräußc- rungen. — Der vorgerückten Zeit wegen wurde der letzte Gegenstand von der Tagesordnung abgesetzt.
Marburg, 5. Jgn. Seit SM»g dieses Jahres ist Regierungörath Jungermann, seither ständiger Hülfsarbeiter im Reichskanzleramt, seiner angegriffenen Gesundheit wegen auf sein Nachsuchen aus dem Reichsdienst entlassen worden. Jungermann war bekanntlich im constitUirendien Norddeutschen Reichstag Vertreter des Wahlbezirks Marburg. r/, l
Marburg, 5. Jan. Nachdem zur Wiederbelebung des hiesigen Fortbildungsvereins ein prov. Co mite gewählt und von diesem neue Statuten entworfen waren, wurden dieselben in einer Generalversammlung der Gründer und Mitglieder am 12. Decbr. 1872 genehmigt und fand auf Grund dessen am 28. die Neuwahl von 8 Ordner und am 29. Decbr. v. I. die Wahl des Vorstandes für 1873 statt. Diese Ver sammlung war'von Personen aller» Stände zahlreich besucht. Zu Vorstandsmitgliedern wurden gewählt: Prof. Ubbelohde als Vorsitzender, Sattler Heuser als Stellvertreter Pros. Krauß als Bibliothekar,,-Km^list Crers als Kassirer und ReebnungSführer, Schriftsetzer Tistelmeier alsProtocollsührer, Schuhm V. W. Schneider als Schaffner; Pfarrer Wolff, Tapezier Bluhm, Schuhm. Henkel. — Am 13. d. M. werden die Vorträge und Unterrichtsstunden heginnen. Vorträge sind zunächst angemeldet übet rechtliche Gegenstände und über populäres Sanitätöwesen. Unterricht wird er theilt im Gesang, im Rechnen, besonders Deciinal bruchrechnen, in Buchführung, schriftliche Aulsätze, Schönschreiben und Zeichnen. Das Vereinslocal bc findet sich seit Anfang d H. am Grün im städtischen SchnlhanSpartbrre. - a '
Hofgeismar» 3. Jan. Am Neüjahrstage er hielt, wie das hiesige Kreisblatt mflcheitt, das Com mando des 1. Hessi Husaren-RegtS Nv. 13 folgende Depesche: „Empfangen Sie, mein Oberst, die gufrich Wen Glktchwünsche, welche ich bei Anlfitl des neuen I Jahres'Jhnen und den braven Offizieren und Mann- schasten deS Regiments übersende, zu dessen Chef das Wohlwollen Sr. Majestät -des Kaisers mich ernannt hat. Humbert von Italien." Die Depesche.-war am 31. Dezember in Rem aufgegeben und langte.am 1. Jans« Nachmittags in Hofgeismar - an.
Fulda, 3. Jan. Wir erfahren aus bester Quelle, daß die Gründung eines spccifisch katholischen Blattes in hiesiger Stadt noch im Laufe dieses Quartals beabsichtigt wird, wird dem „Franks. Joyrn." gej^cje» den; indessen wird diese Nachricht sehr zu bezweifeln sein, da bereits zwei Blätter in Fulda «xistiren
Telegraphische Cours- und Marktberichte.
Frankfurt a. M., 6. Januar. ^Schluß der Btrsel. Staatsbabn - Actien 363*4 , ßlifabetb 268, Galizier 248, Lombarden 2031 Nordwestbahn 23SJ, Creditartien 358$, Zilberrente 65z, Papierrente—, 1860t Coole 95, Nationaldank 1060, Spanier 271882t Amerikaner^,-Darmsiqdter Bank —, Effectenbank.13,1x
Berlin, 6 Januar. (Änfangscourse). Creditartien 204h, Staatsbahn 207, Lombarden 115i, Amerik- 961. .
Weise von großem literarischem Interesse. Man erfährt daraus, daß in Großbritannien 350 Papiermühlen in Thätig- teit sind, welche 30,000 Menschen Beschäftigung geben und 300,000,000 Pfund Papier jährlich anfertigen. Wir entnehmen dem Buche ferner, daß beinahe 915 Mill. Briefe, 75 Mich Postkarten, 99 Millionen Zeitungen, 103 Millionen Bücher'-Packete durch die Post im vergangenen Jahre besördert wurden; daß auf den beiden Inseln 1500 Zeitungen (gegen 541 »or 30 Jahren) erscheinen; daß nach der Zahlung von 1861 in Großbritannien 35,000 Menschen in Druckereien — davon die Hälfte allein in London — beschäftigt sind; daß es 15,000 Buchbinder in England und Schottland gibt, von denen zwei Drittel in London leben; daß in Birmingham wöchentlich 100,000 Gros Stahlfedern angefertigt werden. Wir citircn eine andere interessante Stelle aus der Vorrede zu diesem Adreßkalender: Jn London und den Vorstädten ericheinen 282 Zeitungen und 853 Zeitschriften; es gibt 938 Zeitungsverkäufer, 124 Anckvneen-Bnrcaux, 630 Buchhändler und 377 Verleger, 66 Bibliotheken lind 381 Buchbinder, 1030 Druckereien, 27 Typengießereien und 26 Firmen, die Stereotypen unfertigen/ 382 Firmen sind mit Lithographwen, 81 mit Kupferstechen u. s. w. befchäftigt Es wurde uns zu weit führen, weitere Einzelheiten anzuführen, doch der Leser wird daraus ersehen, daß alles, was nur irgendwie aus Lesen und Schreiben Bezug hat, in dem Buche berücksichtigt worden ist. Nur eine Menschenklasse, die mit Büchern und Zeitungen, Lesen und Schreiben doch auch etwas zu thun hat, ist nicht berücksichtigt, nämlich die der Alttoren Ader das gerade'zeigt, daß dte Herausgeber ihre Sache wohl verstehen; denn in der Beschränkung zeigt sich der Meister, heißt es- auch hier, und die Zahl der Autoren anzugeben, ist einfach unmöglich.
Heidelberg, 3. Sait. Die zur Herstellung der unter der Leitung vion Hrn. Otzerbaurath Ehmann aus Stuttgart gegenwärtig iu Ausführung begriffenen Wajs rleitung erforderliche Summe von 280,000 fl. hofft die Stadt ohne Vermittlung eines Geldinstituts aufbringen zu können; sie hat zu diesem Zweck einen Aufruf an die Capitalbesitzer erlassen, ihre verfügbaren Gelder geeigneten Falles bei der Stadtkaffe einzuzahlen; dieselben sollen vom Einzahlungstage an mit 4j Procent verzinst, bit, übrigen Anleihebedingungen bet der Einzahlung mitgetheilt werden.
Grund von Berlin aus getrieben von 197 — 2044, schließen jedoch wieder 202. Auch für Staatsbahn soll sich ein Haufse- Consortium gebildet haben, und lockte die immer noch hohe Verzinsung des Papieres Käufer nicht sowohl allein aus Speeulations-, als auch aus Kaprtalistenkreisen an. Die Hoffnungen, die man jedoch an eine baldige Besserung der Einnabmen oder gar an eine Wiederkehr von Mehreinnahmen geknüpft hatte, sind bis jetzt noch nicht in Erfüllung gegangen. Gestern bis 363 bezahlt, gingen Staatsbahn heute auf 36iz zurück. Relativ am stillsten waren diese Woche Creditactien. Sie vanirten zwischen 356—359. Das Geschäft in Banken war diese Woche belebt; wir haben deshalb auift größtentheils von steigenden Coursen zu berichten, wobei zunächst die jüngeren Werthc am besten wegkommen. Amsterdamer Bank z. B- gewann trotz des „ex“ 3°/o, Reichs- Continental 2\. Bon den alten Werthen gewannen österreichische Nationalbank 26 fl. Darmstädter Bank notirt 42z fl niedriger, wobei aber zu berücksichtigen ist, daß dieses Effect seit Neujahr nicht nur ex Dividende, sondern auch ohne Bezugsrecht gehandelt wird. Auch für Bahnactien brachte das neue Jahr bessere Stimmung,, .und fast möchte man glauben, daß die lange nicht gesehenen besseren Zeiten, namentlich für österreichische Gattungen, wie Verkehren sollten. Am beliebtesten waren die Ngrdwest, die 9, sowie Buschtiehrader und Franz-Joseph, die je 8 fl höher notiren. Al- föld und Elisabeth stiegen je 6j fl., Flinfkirchen, Barcseft Rudolph und Siebenbürger je 5j fl., Böhmen, junge Elisabeth, Galizier je 4 fl., Donau-Drau 3j, Elbthal und Vorarlberger 2z fl., nur Raab-Grazer verloren 1 ff. — Auf den Prioritätenmarkt übte der Januar-Coupon einen günstigen Einfluß, und einzelne Effecten dieser Branche stiegen um beinahe Z°/o. Von Staatspapieren erfreuten sich zunächst österreichische Silberrente großer Beliebtheit und stieg selbe «ährend der Woche H%, wogegen Papierrente nur VI» höher notirt, als vor 8 Tagen. 3J°/o Nassauer stiegen 2j und 4°/o süddeutsche Fonds waren gleichfalls beliebt. Ungarn verkehrten in steigender Richtung, ebenso Italiener und sogar Spanier zogen 1% an., Türken dagegen schließen eine Kleinigkeit niedriger. Amerikanische Staatenfonds besserten sich bei guter Nachfrage um Bruchtheile, namentlich 188ler, 1882er, 1887er und jene auf 1904. Prioritäten hingegen verharren nicht nut in ihrer alten Lethargie, sondern machten theil- weije wieder Rückschritte. Loose ohne besondere Lebhaftigkeit, österreichische Sorten jedoch in steigender Bewegung.ebenso Ungarn. Raab-Grazer und Köln- indener Pfandbriefe, ohne wesentliche Veränderung jedoch steigend. Wechsel fest ,' namentlich Holland, Paris und Wien London 4 niedriger schließend. FriedrichSd'or's 4 Kr. billiger,
Telegraphische Depesche« der vder- hessische« Zeitung.
Ikom, 6. Jan." Die „Opilttone* berichtet: Corcellcs habe, dem Papste und Antonelli in erster Audienz höflichst aber entschieden erklärt» daß die Haltung dec Clericalen gegen Thiers für Frankreich gefährlich wird, Frankreich brauche ThicrS; wer Thiers bekämpfe. bekämpfe die Jntereffen der'Nation.'Thiers würdige die Vortheile der guten Beziehungen zu Jialiew, Mit dem Papste werde mau künftig nur verharL-rln, um deffen vollstännge Unabhängigkttt sicherzustellen. Es sei jedoch unmöglich an die Wiederherstellung der weltlichen Macht zu denken, oder selbst um bezüglich vollendeter Thatsachen Vorbehalte zu machen. Frankreich brauche Friede und Eintracht, deren Erlangung mit der Politik der Clericalen, die Frankreich mit ganz Europa in Conflict bringe amd deffen Einfluß schmälere, unmöglich ist. Die „öpi nione* fügt hinzu, der Vatikan beschloß., CorcelleS zur Annahme deö Lotschasterpolten« nicht aufzu- | muntern. Auch nach gleichzeitig eiogetroffenen Rath-
Die Börsenwoche.
Das ofsicielle Jahr schloß für tfte mit December 1872, d h. mit dem Ultimo des verflossenen Monats. Der 31. December gehörte schon der neuen AeM des Terminhandels pr. medio Januar, m- Lieser.. letzt» Börsentag des alten Jahres, der 30 v. M.7 strahlte im Brillantschmucke einer Hausse! Leider aber müssen wir gleich hinzu ügen, daß- diese Brillmtteü nicht nur falsche waren, denn das kommt heutzutage öfters vor, sondern auch sofort von Jedermann als solche. ertanjit. wurden- Di« Sache ging nämlich so jur Man^hätte geglaubt, laß dir Contremine ihre Deckungen größtentheils schon ausgeführt habe, als sich am Liqmdationstaze selber plötzlich eite über Erwarten großes, noch ungedecktes Deeouvert herausstellte, was in dem Stü&nängel bei der KegulirrMg deutlich an den Tag trat. Einige groß« Nimridh, die^Sch für diesen Fall schon zeitig mit gespanntem Hahn auf den Anstand gestellt hatten, fingen nun, als dies« Entdeckung zur GewH- beit wurde,, an, von allen Seiten aufdas in die Enge getriebene kleine Volk der Koulisse eine Feier des ^Jahresschlusses zu veranstalten. Die Conrle der Spielpapiere wurden um 3, 4, 5, 6, 7 fl. in die Höhe gejagt, bis das Wild von allen Seiten zusarnmengepflefft war. Dann fielen sie natürlich, da zu den hinauf getriebenen Coursen keine weiteren Käufer, als die gepreßten aufzutreiben waren, ebenso rasch wieder herunter. Rach diesem kleinen Intermezzo schloß jedoch Da# abgelaufene Jabr in ruhigerer und festerer Haltung, als man nach dem Verlaufe des Vortages hätte glauben sollen, da der Geldstand, wie stets nach Absolvirung der Liqui- dationsbedürfniffe, eine leichtere Physiognomie zeigte, auch die auswärtigen Börsen gute Berichte sandten, so waren plötzlich alle Doraufgegaugenen Leiden und Befürchtungen vergessen, und eine optimistische Auffassung gewann wieder die Oberhand. So eröffnete denn das neue Jabr unter sehr günstigen Auspstien in äußerst fester Haltung, die noch eine wesentliche Kräftigung in dem Umstand fand, daß das Privat- Publikum sowohl am Fonds-, als am Banken- und Bahnenmarkt als Käufer auftrat. Die Hausseströmung hat bis jetzt Stand gehalten. Ob sie von längerer Dauer sein wird, ■ darüber läßt sich im Augenblick schwer etwas sagen. Nur soviel scheint festzustehen, daß die Börse den Willen hat, sich auf der Tagesordnung zu erhalten, ob auch die Kraft, 1 wird sich bald zeigen. Unterer Ansicht nach ist die Börse 1 nach der kleinen und nur zu rasch Dorübergegangenen Panik ‘ zu medio December noch nicht über alle Berge; die Geld- • Verhältnisse sind noch nicht geklärt, das schwimmende Effecten- । Material ist noch nicht untergebracht, und die Gesammtlage ■ der Börse ist noch keine gesunde. Trotz alledem kann die • Fortsetzung der im December begonnenen Abrechnung noch > auf längere Zeit vertagt werden, wie denn auch die December- • Baisse s. Z. jchtzn im October und früher prognosticirt wurde. : Von den Speculationspapieren waren Lombarden am de- ■ liebtesten. Dieselben wurden ohne bekannten speciellen
Verleger, Papierfobrikanten-nt. s. w. von England, Schott-1 schlägen Seftens der Clericalen in Frankreich sei land und Wales veröffentlicht. Dieses Buch ist in gewisser (r.....«-» cts;, o
Vermischter.
•<- , [Unie. - Nachr.si Die Universität Göttingen hat einen großen Verlust erlitten- J3er ordentliche Professor in der juristischen Fckkultät Geh.'Justizrath Kraut, ist am 1 - Januar gestorben. Kraut, im Jahre 1800 in Lüneburg geboren, gehört seit 1825 der, Georgia-Augusta erst als Privatdocent, dann als Professor an- Er war — schreibt der „Hann Com." - einer der bedeutendsten Germanisten der Gegenwatt; sein Hauptwerk ist: Die Vormundschaft nach den Grundsätzen des deutschen Rechts. Seine Vorlesungen, welche sich durch tiefe Gelehriamkeit auszeichneten, ober der Frische entbehrten, betrafen deutsches Privatrecht, deutsche Rechtsgeschichte und Kirchenrecht. — Professor v. Meibom in Tübingen hat den ihm gewordenen Ruf an die Bonner Universität abgelehnt. — Dem Rufe, welchen Geh. Hvfrath Professor vr. H e i n z e in Leipzig im letzten Herbst für Tübingen ^halten hat, ist jetzt ein Ruf desselben Professors nach Heidelberg gefolgt, wo der Lehrstuhl für Strafrecht und üirchenrecht, durch Weggang des Geh.-Rath Herrmann ^lchstens frei wird.
— Derselbe Verlag, welcher den londoner Adreßkalender, ftn Buch, das beiläufig gesagt 2442 Seiten enthält, heraus- 9<bt, hat auch einen Adreßkalender für Papierhändler, Drucker,