Militare veröffentlicht ein Decret, welches |bie Ver
Oie Börsenwoche.
gewählt Am Abend war eine Versammlung der Wahlmänner, bei welcher Herr Prof. Cäsar eine lange Rede für den bisherigen Abgeordneten hielt unv ein Schriftstück für die Wahlmänner auf dem Lande unterzeichnen ließ, nachdem vorher einiges aus dem- selben herausgestrichen war. Vielen Wahlmännern soll es aber nicht recht scheinen, einen Professor in Bonn zum Deputirtcn zu wählen, die Wahlmänner werben sich dann leicht überzeugen können, daß die Stimmung in der Bürgerschaft nicht für den Prof. Mangold ist, in dem Kreise aber noch weniger I
d. Au- dem Krei- Marburg, 27. Oct I Die Wahlmännrr in Marburg haben einen Ausruf! an ihre Kollegen auf bem Lande erlassen, in welchem 1 sie die Wahl des Herrn Mangold empfehlen. Bei! ben meisten wird diese Ansprache zu spät kommen,! denn viele hatten sich bereits an den bei der ersten! Wahl zum Abgeordneten gewählten Landrath Mayer! mit dem Ersuchen gewendet, die Vertretung des Kreises I wieder zu übernehmen. Alle werden übrigens als« »freie und unabhängige""Männer stimmen, und zwar! nicht für Herrn Mangold. Warum haben denn! die Herren die Angelegenheiten, bei welchen derselbe! auf dem Landtage seine Befähigung erwiesen, den« Kreis zu vertreten, nicht in dem Schreiben mitgetheilt? den Bewohnern des Landes (und der Stadt, selbst den! Mitgliedern der Universität) ist davon nichts bekannt. I Daß es aber allgemein keinen besonderen Eindruck! macht, wenn ein Abgeordneter an eine bessere Stelle! im Staatsdienst versetzt wird, das haben ja dieselben! Herren schon oft selbst gepredigt. Uebrigens hat Herr I Landrath Mayer sich bereit erklärt, die Wahl anju J nehmen, wenn sie auf ihn fiele, hat auch der Regie-!' rung alsbald zur Bestellung eines anderen Wahl «, kommissars Anzeige gemacht, da man seine Wieder-!!
Schulzenamts handeln, nach den Beschlüssen der Com- Mission angenommen. Ebenso eignet sich das Haus betreffs des §. 23, welcher nunmehr zur Abstimmung gelangt, die Fassung der Commission an. Nach Erledigung der §§ 24 und 25 im Sinne der Commission wird die Sitzung auf Montag vertagt.
,iM. Jür die Abgebrannten in Schweinsberg gingen bei uns cm. <6 Lyir. von H.
Zur Empfangnahme weiterer Gaben ist gern bereit dtr Expedition der Oberhessischen Zeitung.
Jz?~ '.^uivuiviti Auierii. r-vH.
Arten, 28. Octbr. (Anfangscourse). Creditactien 330.40
Lombarden 203.00, Napoleons 8.62.
wähl beabsichtige. Im aufrichtigen Interesse für das Wohl der Stadt und des Kreises wünscht man diese Wiederwahl.
mehrung der Militär-Disnicte auf 62, die der permanenten DistrictS - Compognieen von 160 auf 191 anzeigt; von den letzteren sollen 15 Special-Compag- nieen für Garnisonen in den Alpen formirt werden
Madrid, 26. Okt. Die von Ruy Gomez ein- gebrachten Finanzprojecte sind angenommen worden. — Endlich hat die amtliche Zeitung noch einmal einen Sieg über die Carlisten zu verzeichnen. Die vereinigten Banden von Saballs, Frigola, Huguet und Piferret in der Provinz Gerona sind von den Truppen unter dem Oberstlieutenant Cabrineti geschlagen worden und ergriffen unter Zurücklassung von 17 Todteu
Landtage. Herrenhaus.
28. Sitzung, Freitag, 26. Oct.
Telegraphische Cour«, und Marktberichte.
Frankfurt a. M., 28. Octbr. lSchluß der Börse) taatsbabn^Actie» 365, Elisabeth 271, Galizier 268,
I nicht eingetreten ist. Erwähne ich noch, daß in diese Woche m^rere israelitische Feiertage mit ganz schwach besuchter
I Börse fielen, so wird man begreifen, daß das Geschäft weder «lebhaft, noch die Tendenz animirt war. Ausnahmen bestä> tigen die Regel. Eine solche Ausnahme auf spekulativem «Gebiete sind Staatsbahn-Actien. Sie sind wieder zu Ehren gekommen, nachdem die Einnahmen seit der Vorwoche sich zu bessern angefangen. Man hofft auf Anhalten dieser Besserung die Contremine deckt und die Kauflust erwacht Wäre die allgemeine Tendenz nicht matt gewesen, so hätte Staatsbahn wohl in dieser Woche einen weiteren Aufschwung genommen. Die Serien schließen bei steigender Richtung zu “••362. Ered,tackten vermochten bei geringerem Geschäfte den schlußcours der Vorwoche, der wie bei Staats» bahn 359 betrug, nicht zu behaupten. Sie schließen 358 I nachdem sie schon auf 3541 herabgedrückt gewesen. Die Haltung für Lombarden war eine relativ feste, dieselben bewegten sich von 219-217 und schließen wieder 2194. Das Geschäft in österreichischen Nationalbankact t en, das tn der Vorwoche einen so großen Aufschwung genommen hatte, ließ in der abgelaufenen bedeutend nach und der Cours ist um 23 fl zurückgegangen, da alle positiven Daten über den «warteten Ausgleich mit Ungarn ausgeblieben find.
und vielen Verwundeten die Flucht. Don Carlos erhält also neues Material für kriegsgerichtliche Untersuchungen. Wie nämlich von der französischen Grenze berichtet wird, hat er den großen Schritt gethan, seine früheren Generale Carasa, Polo, Aguirre und Mar quis v. Valdespina wegen Desertion vor dem Feinde vor das Kriegsgericht zu stellen. Man erwartet nun I auch baldigst ein Decret, wodurch der tapfere Prätendent gegen sich selbst eine Untersuchung wegen seiner Flucht von Oroquieta einleitet.
Athen, 25. Oct. In einem heute gehaltenen Ministerrathe haben die Minister des Auswärtigen und des Unterrichts darauf gedrungen, daß in der Laurionfrage mit der Compagnie ein freundschaftliches Abkommen getroffen werde, und sind, da Deligeorgis ihnen widersprach, auS dem Cabinet ausgetreten.
Konstantiuopel, 26. Oct. Mehemet Ruschdi Pascha, dessen Ernennung zum Großvezir in den amt-1 lichen Kreisen gut ausgenommen worden, hat die noch | von Midhat Pascha getroffene Ausgleichung deS jüngsten I Streites mit Montenegro seinerseits bestätigt. Am! 23. d. hat in Avlona (Valona in Albanien am abriad tischen Meere) ein Sturm großen Schaden ange-I richtet und die Telegraphenverbindung gestört. Mehrere | Personen kamen dabei ums Leben. |
Bukarest, 25. Oct. Der amtliche „Monitorul"! macht bekannt, daß die Betriebsverwaltung der Eisen-! bahnlinie Snczawa-Roman-Jassy wegen dort entdeckter! Mißstände vollständig neu organisirt werden soll. |
Marburg, 26. Octbr. Die Wahl zum Land-! tag muß in der Stadt Marburg diesesmal keinen! großen Eindruck machen, denn am Mittwoch, wo zwei! Wahlmänner gewählt wurden, sanden sich im Ganzen! fünf Urwähler ein und wurden die Herren Hüter unbl Heß mit der absoluten Majorität von drei Stimme»!
| SB a nie f fett en verkehrten im Allgemeinen bei bescher-
denen Umsätzen. Lebhaftes Geschäft entwickelte sich nur in Frankfurter Bankverein auf das Gerücht hin, daß derselbe „Junge" emittiren wolle. Der Cours stieg bis 364 mußte aber 4“/o nachgeben und schließt 1621°/. Oesterreichisch- w tfd,t D™orc" .Vereinsbank ;% und Effectenbank 1°/», alte Meininger Serien 2»/».
Relativ mehr Leben war auf dem Gebiet der Bahn- ackien, wo fteilich hinsichtlich der österreichischen Gattun» gen die weichende Tendenz die Oberhand bekam. Elisabeth- Serien haben die neulich errungenen Avancen wieder so riemlich eingebüßt. Galizier verloren 41, Nordwest 21 Buscdriehrader 11 ff., wogegen Donau-Drau, Franz-Jofevb und Elbtbal je 4 ff. anzogen. Bei deutschen Bahnen machte sich dafür bessere Stimmung geltend und fliegen baierische Ostbahn 11°/., hessische Ludwigsbahn 1»/«, pfälzische Nordbahn 2»/«. Andererseits mußten Rhein-Nahebahn 31»/, Oberhessen V/» abgeben. '
Bei Prioritäten waren gleichfalls die österreichisch«. Sorten größtencheils offerirt, doch hielten sich die Courfe ziemlich fest Nur Franz-Joseph wichen |. Lemberg-Czerno- witzer 11°/°. Von deutschen Prioritäten stiegen 41°/. Frankfurt-Hanauer 1}%. 19 81
T-l-grapkisch- D-peschen brr Ober« hessischer» Zeitung.
Berlin, 28. Octbr. Das Herrenhaus fuhr in der Spezialdiscussion über die KreisordnungSvorlage fort und nahm den §. 26 nach den Commissionsan- trägen an. Die Fassung des Abgeordnetenhauses mit entsprechendem Amendement Baumstarks gegeu den lebhaften Widerspruch des RegierungS-Comissars würbe bei Namcnsabstimmung mit 83 gegen 60 Stimmen abgelehnt.
Die am Ende der Vorwoche eingetretene günstigere Stimmung der Börse konnte sich in dieser Woche nicht behaupten, und war die Tendenz unter verschiedenen Schwankungen im Allgemeinen eine matte. Die Geldverbältniffe sind noch immer nicht normal in Berlin, wo sich die Ultimo» Liquidation äußerst schwierig, für in Frankfurt, wo sie sich nicht leicht und erst in Wien, wo sie sich nächstens gar nicht mehr zu gestalten droht. In London, das in beständiger Angst und Sorge um fein Gold schwebt und den Discont
■ IS-.7gtm' ^aOtn' 0 |-s?uch Nicht 7nftgbeau?unbtef^lrteOma^aa?emein ei!! | C11 r 810 r p ff und Hr. v. Winter treten ben Aus | weitere Disconto - Erhöhung am Donnerstag, welche indeß l suhrungen des Vorredners entgegen. Letzterer behauptet "
daß die Lehnscbulzen selbst die Aufhebung des Instituts des ErbschulzenamiS wünschen, da sie in dem
l Antt nur eine Last erblickten, und hebt hervor daß die ! Wahlen im G.gentheil dazu geeignet seien, die Autorität der Gewählten zu erhöhen. Herr Geh Reg.-Rath «Persius erklärt sich NamenS der Staatsregierung ! gegen die Vorschläge der Commission, und für Auf I Hebung des Instituts der Lehnschulzen und zwar auS! «praktischen Gründen, da eS wiederholt vorgekommen, daß die Amtsführung der Lehnschulzen zu mannich- ! fachen Ausstellungen Veranlassung gegeben habe.
Herr Prof. vr. Dcrnburg glaubt, daß die heutige l Debatte Jedem die Ueberzeugung aufgedrängt haben müsse, daß das Institut der Lehnfchulzen ein ungesundes und faules ist. Statt daß diese eine Ehre darin suchen sollten ihrer Gemeinde vorzustehen, suchten sie sich diesem Amte auf alle mögliche Weise zu ent-! ziehen, und die Gemeinben suchten diese Schulzen! wiederum festzuhalten wegen Ersparung der Remu ! neration. Das feien unhaltbare ungesunde Zustände.! welche beseitigt werden müßten. — Die Discussion! wird hierauf geschlossen. Nach einer kürzeren Befür-! wortung der Commissionsbeschlüsie durch den Refer. erklärt der Minister des Innern, daß das Institut der Lehnschulzen dem in diesem Gesetze enthaltenen | System in Bezug auf die obrigkeitliche Gewalt so | id>r wiederspreche, daß die StaatSregiernng gegen den | Commissivnsbeschluß ernstlichen Widerspruch erheben! müsse. — In der in Folge dieser Erklärung wieder! aufgenemmenen Diskussion bemerkt Herr v. Kleist-! Retzow, daß das Haus sich nicht durch den Wider ! spruch der Staatsregierung abhalten lassen!! werde, seine Beschlüsse zu fassen, und wenn bfrli Herr Minister erklärt habe, einen solchen Beschluß! wie ihn die Commission gefaßt, könne die Regierung!' nicht acceptiren so habe er dem gegenüber zu 'erklären,!' daß schon mehrere Beschlüsse der Regierung als unan | = . I nehmbar erscheinen dürsten, und er hoffe, daß bad-
Die Sitzung, vom Präsidenten Graf zu Stol- Haus noch viele Beschlüsse fassen werde, welchen die! berg eröffnet, beginnt um 11 Vt Uhr. Das Hau«!StaatSregiernng glaubt Widerstand entgegensetzen zu!' nimmt den Bericht der Matrikel-Commission entgegen,!müssen. Nachdem Graf zu Eulenburg noch ein I
Statt finden. - Der hier eingetroffene GroßfürstIals deren Ref. Herr v. Ploetz über die seit dem!mal betont daß er in der ka * au
Nikolaus von Rußland wird sich heute Abend inil. Juni °. I. stattgefundenen Personalveränderungen Lehnschulz'n eine «non-an^m! b!^8 aan.en"® i ! ®mbtfe nach Gnechenlanb «nschtffen. - Die Italia des Hauses berichtet. Darauf wirb in der Spezial- erblicke, wird die DiSku siongeschaffen3 Qur £b . - • - - J** -b,e Der- dcbatw über den KretSordnungsentwurf fortgefahren, stimmung wird zunächst ein Ant?ag des Professor vr
; D" Beralhung beginnt bei § 20. Nach den Be- Baumstark gestellt welcher dahin geht Ä « ! ichlussen der Commission erhält in diesem §. jeber 123 correspondirenden 8 30 der R?. Nnri... ;
K b- Befugmß statuarische Ordnunge! zuVffen. hcrzustelle'n"°"LsL ©fe'mÄ Ltzl ‘"'er Fassung des Abgeordneten-!gewisser Grundstücke verbundene Berechtiauna und Iu6erk L° ^"öklegenheit» des Kreises,!Verpflichtung zur Verwaltung des Schulzen- (Richter) I hinsichtlich deren das gegenwärtige Ges^ Verschieden-1 Amtes ist aufgehoben. Der Antrag wird mit 72 I ^"^EV>'°uch über sonstige eigenrhüm-1 gegen 64 Stimmen abgelehnt unb 8fobann die 88
derhäitn.sse »no Eninchtungen deS Kreises Der 36-45, welche mit bSn in Frage stehenden Para' I. Commisstonsbeschlusse abzulehnen graphen mrZusammenhang stehen, indem sie von d» ri"! n' >?0, ?" «r früheren Fassung wieder herzu- mit dem Besitze gewisser Grundstücke verbundenen Be! l stellen da kem Bedurfmß vorliege, andere als diese-1 rechtigung und Verpflichtung zur Verwaltung deS l nigen Gegenstände durch em Statut näher zu ordnen,!--*-''-«—" «•— »-<- — -«■ “ »<.-
! hinsichtlich deren das gegenwärtige Gesetz Verschieden- I heilen gestattet. Die Vorlage gebe den Kreistagen ! die weitgehendsten Befugnisse, und was in dieser | Beziehung nölhig, würde durch Reglement geregelt «werden können. Der Minister des Innern schließt !stch diesen Ausführungen an. Herr von Kleist-Re I tz o w spricht für die Aufrechterhaltung der^Commissions- l beschlösse, da er in der ursprünglichen Fassung eine ! wesentliche Beeinträchtigung der statuarischen Frei- Iheften der Kreise erblickt, während Herr v. Winter der
Ansicht ist, daß durch die Annahme der Commissionsbeschlüsse die wesentlichsten Bestimmungen dieses Gesetzes durch Statut beseitigt werden könnten. Bei der Abstimmung wird §. 20 in der von der Commission vorgeschlagenen Fassung angenommen. Es folgt Titel 2, welcher von der Gliederung und den Aemtern des Kreises handelt. Erster Abschnitt: -Allgemeine Be
stimmungen. §. 21 wird ohne Anstand genehmigt.! | §• 23 handelt von der Wahl der Schöffen und @e= | meindevorsteher; sie soll durch die Gemeindeversamm-! „„„, öll|UVtlu y, iet lung, bezw. die Gemeindevertretung aus der Zahl der Lombarden 2191, Nordwestbahn 233;, 'Creditactien 359 stimmberechtigten Mitglieder durch absolute Stimmen-1 ^T^ntePapierrente 59j. 1860r Loose 93;, National-' Mehrheit erfolgen. Die Commission hat einen Zusatz | £t 'efkcrinbaV-882t ^^ikaner-, Darmstädter 3^0^, wonQj baö Erb- und Lehnschulzenamt, wo Berlin, 28 Octbr. (Anfangscourse). Creditactien2044 eö cxtsttrt, fortbcstehen bleibt. Die Prof. Dr. Zacha-! Staatsbahn 2071, Lombarden 123;, Amerik. 96;. ■
riae und Banmstark weisen auf die große Gefahr an:'“ no r'""‘ hi", welche für die Gemeindeverwaltung darin liegt, daß das Amt mit dem Besitz in Verbindung gebracht werde. Die Erbschulzenämter seien heute ebenso unzeitgemäß, wie dies die Patrimonialgerichlc s Z. waren, deren Beseitigung gewiß nach keiner Seite schädlich gewirkt hätte. Graf v. Brühl erklärt sich ebenfalls gegen die Commissionsbeschlüsse, obgleich er ein Freund Vee Erb- und Lehnschulzen sei. — Herr v. Senfft- Pilsach spricht für die Vorschläge der Commission, da er der Meinung ist, daß die Wahlen der Autori-j tat der Gemeindevorsteher nur schaden. Graf v